Materialwissenschaften-Studium: Gehalt, Dauer & Inhalte

AnzeigeMaterials Science (B.Eng.)Wilhelm Büchner Hochschule* · FernstudiumWilhelm Büchner HochschuleKostenlos und unverbindlich · ohne NC
  • Fernstudium, ortsunabhängig
  • Dauer: 7 Semester
  • Ohne Numerus clausus

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Materialwissenschaften studieren - auf einen Blick
Brauchst Du einen NC?Nein, in aller Regel nicht. 35 der 37 Bachelor-Studiengänge sind ohne Zulassungsbeschränkung, nur 2 sind zulassungsbeschränkt.Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026.
Wo kann ich studieren?An 38 Hochschulen in 34 Städten. Zusammen 84 Studiengänge: 37 Bachelor, 45 Master, 2 mit anderem Abschluss.Gezählt sind Studiengänge mit Materialwissenschaft, Werkstoffwissenschaft, Materials Science oder Materials Engineering im Namen.
Wie lange dauert es?6 bis 9 Semester im Bachelor. Im Bestand kommen 6, 7, 8 und 9 Semester Regelstudienzeit vor.Der Master kommt obendrauf. Wie lange er dauert, steht bei jedem Studiengang einzeln.
Was verdienst Du damit?7.384 € brutto im Monat in der Berufsgruppe Technische Forschung und Entwicklung, oberste Stufe.Das untere Viertel beginnt bei 5.863 €. Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2025.
Inhalt11 Abschnitte
  1. Wo kann ich Materialwissenschaften studieren?
  2. Was kannst Du mit Materialwissenschaften werden?
  3. Was verdienst Du mit Materialwissenschaften?
  4. Materialwissenschaften und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
  5. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  6. Was lernst Du — und wie läuft das Studium ab?
  7. Ist das Materialwissenschaften-Studium schwer?
  8. Das Materialwissenschaften-Studium in Zahlen
  9. Passt das Materialwissenschaften-Studium zu Dir?
  10. Häufige Fragen
  11. Weiter zum Materialwissenschaften-Studium

Wo kann ich Materialwissenschaften studieren?

Vor allem an Technischen Universitäten und Fachhochschulen kannst Du in Deutschland Materialwissenschaften studieren, fast immer vor Ort und meist ohne NC. Falls Du auf Werkstoffwissenschaft oder Materials Science stößt, ist dasselbe Fach gemeint, während die reine Werkstofftechnik als eigenes Studium gilt.

1
Wilhelm Büchner Hochschule
Materials Science (B.Eng.)
Wilhelm Büchner Hochschule* · Fernstudium
  • ortsunabhängig, 7 Semester Regelstudienzeit
  • ohne Numerus clausus
ohne NC
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
MaterialwissenschaftenRWTH AachenAachenBachelor of Science
MaterialwissenschaftenUni AugsburgAugsburgBachelor of Science
MaterialwissenschaftenUni PaderbornPaderbornBachelor of Arts
Angewandte MaterialwissenschaftenTH Georg AgricolaBochumBachelor of Engineering
Angewandte MaterialwissenschaftenTH Georg AgricolaBochumBachelor of Engineering
Angewandte MaterialwissenschaftenTH NürnbergNürnbergBachelor of Engineering
Angewandte Naturwissenschaften (Schwerpunkt Chemie in den Lebens- und Materialwissenschaften)HS Zittau/GörlitzZittauBachelor of Science
Angewandte Naturwissenschaften (Schwerpunkt Chemie in den Lebens- und Materialwissenschaften)HS Zittau/GörlitzZittauBachelor of Science
Chemie mit MaterialwissenschaftenHochschule Bonn-Rhein-SiegRheinbachBachelor of Science
Du siehst 10 von 83 Einträgen.Alle 83 ansehen →Weniger anzeigen ↑
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Materialwissenschaften und BionikHSHL (Hochschule Hamm-Lippstadt)–Bachelor of Science
Angewandte MaterialwissenschaftEAH JenaJenaBachelor of Engineering
Bio-Materials EngineeringTU DarmstadtDarmstadtBachelor of Science
Biomaterials ScienceHochschule Rhein-WaalKleveBachelor of Science
Computational Materials Engineering mit KITH NürnbergNürnbergBachelor of Engineering
Materials EngineeringTechnische Hochschule Rosenheim–Bachelor of Engineering
Materials Science and EngineeringUni AugsburgAugsburgBachelor of Science
MaterialwissenschaftRuhr-Universität BochumBochumBachelor of Science
MaterialwissenschaftTU DarmstadtDarmstadtBachelor of Science
MaterialwissenschaftTU DarmstadtDarmstadtBachelor of Science
MaterialwissenschaftUni GießenGiesenBachelor of Science
MaterialwissenschaftUni KielKielBachelor of Science
MaterialwissenschaftUni StuttgartStuttgartBachelor of Science
Materialwissenschaft und Maschinenbau ATLANTISUni SaarlandSaarbrückenBachelor of Science
Materialwissenschaft und WerkstoffkundeKIT KarlsruheKarlsruheBachelor of Science
Materialwissenschaft und WerkstofftechnikTU BerlinBerlinBachelor of Science
Materialwissenschaft und WerkstofftechnikTU ClausthalClausthal-ZellerfeldBachelor of Science
Materialwissenschaft und WerkstofftechnikUni BayreuthBayreuthBachelor of Science
Materialwissenschaft und WerkstofftechnikUni Erlangen (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)ErlangenBachelor of Science
Materialwissenschaft und WerkstofftechnikUni SaarlandSaarbrückenBachelor of Science
WerkstoffwissenschaftTU DresdenDresdenBachelor of Science
WerkstoffwissenschaftTU DresdenDresdenDiplom
WerkstoffwissenschaftTU IlmenauIlmenauBachelor of Science
WerkstoffwissenschaftUni JenaJenaBachelor of Science
Werkstoffwissenschaft und WerkstofftechnologieTU FreibergFreibergDiplom
WerkstoffwissenschaftenTU BerlinBerlinBachelor of Science
WerkstoffwissenschaftenTU BerlinBerlinBachelor of Science
Wirtschaftsingenieurwesen MaterialwissenschaftUni KielKielBachelor of Science
Wirtschaftsingenieurwesen — technische Fachrichtung MaterialwissenschaftTU DarmstadtDarmstadtBachelor of Science
MaterialwissenschaftenRWTH AachenAachenMaster of Science
Angewandte MaterialwissenschaftenHochschule FurtwangenFurtwangen im SchwarzwaldMaster of Science
Angewandte Oberflächen- und MaterialwissenschaftenHS AalenAalenMaster of Science
Angewandte Oberflächen- und MaterialwissenschaftenHS EsslingenEsslingen am NeckarMaster of Science
Materialwissenschaften und WerkstofftechnikRheinland-Pfälzische TU Kaiserslautern-LandauKaiserslauternMaster of Science
Advanced Materials Science and Engineering AMASEUni SaarlandSaarbrückenMaster of Science
Angewandte WerkstoffwissenschaftenHS OsnabrückOsnabrückMaster of Science
Applied Materials ScienceEAH JenaJenaMaster of Arts
Business Administration and Engineering: Materials ScienceTU DarmstadtDarmstadtMaster of Science
Computational Materials ScienceTU FreibergFreibergMaster of Science
Computational Molecular and Materials ScienceUni Erlangen (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)ErlangenMaster of Science
Digitalization & Sustainability in Materials Science & EngineeringUni BayreuthBayreuthMaster of Science
Materials EngineeringRWTH AachenAachenMaster of Science
Materials ScienceTU DarmstadtDarmstadtMaster of Science
Materials ScienceTU DarmstadtDarmstadtMaster of Science
Materials ScienceUni AugsburgAugsburgMaster of Science
Materials ScienceUni KielKielMaster of Science
Materials ScienceUni PaderbornPaderbornMaster of Science
Materials ScienceUni StuttgartStuttgartMaster of Science
Materials Science and Business AdministrationUni KielKielMaster of Science
Materials Science and EngineeringFH MünsterSteinfurtMaster of Science
Materials Science and EngineeringTUHH (TU Hamburg)HamburgMaster of Science
Materials Science and EngineeringTUM (TU München)MünchenMaster of Science
Materials Science and EngineeringUni Erlangen (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)ErlangenMaster of Science
Materials Science and SimulationRuhr-Universität BochumBochumMaster of Science
Materials Science and Sustainability MethodsHochschule Bonn-Rhein-SiegSankt AugustinMaster of Science
MaterialwissenschaftUni GießenGiesenMaster of Science
Materialwissenschaft (Materials Science)Uni StuttgartStuttgartMaster of Science
Materialwissenschaft: Multiskalige MaterialienTUHH (TU Hamburg)HamburgMaster of Science
Materialwissenschaft und WerkstoffkundeKIT KarlsruheKarlsruheMaster of Science
Materialwissenschaft und WerkstofftechnikTU ClausthalClausthal-ZellerfeldMaster of Science
Materialwissenschaft und WerkstofftechnikUni BayreuthBayreuthMaster of Science
Materialwissenschaft und WerkstofftechnikUni Erlangen (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)ErlangenMaster of Science
Materialwissenschaft und WerkstofftechnikUni SaarlandSaarbrückenMaster of Science
Materialwissenschaft und WerkstofftechnologieTU FreibergFreibergMaster of Science
Materialwissenschaft und WerkstofftechnologieTU FreibergFreibergMaster of Science
Materialwissenschaft & WerkstofftechnikUni SiegenSiegenMaster of Science
Mineralogie und MaterialwissenschaftUni LeipzigLeipzigMaster of Science
Polymer Materials ScienceUni HalleHalle (Saale)Master of Science
Werkstofftechnik / Materials EngineeringEAH JenaJenaMaster of Engineering
WerkstoffwissenschaftTU IlmenauIlmenauMaster of Science
WerkstoffwissenschaftUni JenaJenaMaster of Science
WerkstoffwissenschaftenTU BerlinBerlinMaster of Science
WerkstoffwissenschaftenTU BerlinBerlinMaster of Science

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026. Gezählt sind Studiengänge, die Materialwissenschaft, Werkstoffwissenschaft, Materials Science oder Materials Engineering im Namen tragen; reine Werkstofftechnik-Studiengänge zählt der Artikel zum Werkstofftechnik-Studium. 8 der 84 Einträge sind Doppeleinträge, meist eine Vollzeit- und eine Teilzeitvariante desselben Studiengangs.

So kannst Du Materialwissenschaften studieren
Studiengänge nach Studienform
79
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
4
dual
Studium mit Praxisphasen im Unternehmen
1
im Fernstudium
ortsunabhängig, oft neben dem Beruf

Die TU Bergakademie Freiberg ist die älteste montanwissenschaftliche Hochschule. Dort haben wir zwar 4 Studiengänge gefunden, aber keinen Bachelor. Wenn Du mit dem Bachelor einsteigen möchtest, hast Du an den großen Technischen Universitäten und an den Fachhochschulen deshalb die breitere Auswahl.

Was kannst Du mit Materialwissenschaften werden?

Als Materialwissenschaftler entwickelst, prüfst und verbesserst Du Werkstoffe. Dabei arbeitest Du selten am fertigen Produkt und meistens an dem Stoff, aus dem es besteht. Viele fragen zuerst nach den Materialwissenschaften-Berufsaussichten, und die Antwort liegt weniger im Jobtitel als in der Breite der Branchen. Die Universität Stuttgart nennt für ihre Absolventinnen und Absolventen unter anderem diese Felder:

Forschung und EntwicklungGrundlagenforschung an Universitäten sowie an Max-Planck- und Fraunhofer-Instituten, dazu Forschung und Entwicklung in der Industrie.MaterialforschungInstituteIndustrie
Halbleiter und ElektronikProzessoren, Speicherchips und LEDs. In der Elektrotechnik kommen Magnet- und Lötmaterialien dazu.MikroelektronikElektrotechnik
MedizintechnikProthesen, Zahntechnik und Medizingeräte — überall dort, wo ein Werkstoff im oder am Körper halten muss.ImplantateGeräte
Fahrzeugbau, Luft- und RaumfahrtLeichte, feste und hitzebeständige Werkstoffe für Autos, Flugzeuge und Triebwerke.LeichtbauQualitätssicherung
Maschinenbau und FertigungWärmebehandlung, Werkstoffsynthese und die Optimierung von 3D-Druckverfahren (additive Fertigung).Fertigung3D-Druck
Optik, Sensorik und BauOptische und Lasersysteme für Lithografieverfahren, Sensormaterialien und neue Baumaterialien mit besseren Eigenschaften.OptikSensorikBaustoffe

Branchen nach: Universität Stuttgart, Materialwissenschaft (B.Sc.), Berufsperspektiven, abgerufen am 21.09.2026.

Deshalb findest Du Materialwissenschaften-Jobs bei Werkstoffherstellern ebenso wie bei Autobauern, Chipherstellern, Medizintechnikfirmen und Prüflaboren. Wenn Du in der Forschung bleiben möchtest, brauchst Du in aller Regel den Master. Beim Master Materialwissenschaften ist die Auswahl mit 45 Studiengängen auch größer als beim Bachelor mit 37.

Um Materialwissenschaftler zu werden, brauchst Du ein Studium. Eine Materialwissenschaftler-Ausbildung als Lehrberuf gibt es nicht. Falls Du nach Materialwissenschaftler-Lehrstellen suchst, findest Du höchstens verwandte Ausbildungsberufe wie den Werkstoffprüfer.

Was verdienst Du mit Materialwissenschaften?

In Forschung und Entwicklung, wo die meisten Materialwissenschaftler arbeiten, verdienst Du auf der obersten Stufe im Durchschnitt 7.384 € brutto im Monat. Ein Einstiegsgehalt ist das nicht.

7.384 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat

Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe Technische Forschung und Entwicklung, oberste Anforderungsstufe, Stand 2025.

Wilhelm Büchner Hochschule
Materials Science (B.Eng.) neben dem Job studieren
Wilhelm Büchner Hochschule · Fernstudium · ohne NC

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Materialwissenschaften und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: In der Hochschulforschung gut, in Labor und Industrie nur bedingt, denn dort gilt ein großer Teil der Kerntätigkeiten als automatisierbar, auch wenn die Entwicklung neuer Werkstoffe selbst beim Menschen bleibt. Um das einzuschätzen, haben wir beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen, das für jeden Beruf berechnet, welcher Anteil der Kerntätigkeiten technisch schon von Maschinen erledigt werden könnte. Beim Ingenieur für Materialwissenschaften sind es 8 von 12.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Materialwissenschaftler
8 von 12
Kerntätigkeiten automatisierbar
Laborarbeit, Werkstoffprüfung, Messverfahren
F&E-Ingenieur
16 von 20
Kerntätigkeiten automatisierbar
Konstruktion, Elektronik und Simulation
Wissenschaftl. Mitarbeiter
2 von 6
Kerntätigkeiten automatisierbar
Nur Recherche und Informationsbeschaffung
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Ingenieur/in - Materialwissenschaften“, „Forschungs- und Entwicklungsingenieur/in“ und „Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (Hochschule)“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Die Laborarbeit gilt als automatisierbar, die Materialphysik dagegen nicht. Beim Materialwissenschaftler lag der Wert schon 2013 bei 55 Prozent, er ist also seit Langem hoch und nur langsam gestiegen. Beim Werkstoffprüfer, dem verwandten Ausbildungsberuf, sind es 71 Prozent.

In der Forschung liegt der Wert deutlich niedriger. Wenn Du nach dem Master in der Forschung bleibst, arbeitest Du in dem Teil, der am wenigsten betroffen ist. Beim Forschungs- und Entwicklungsingenieur in der Industrie gelten dagegen 16 von 20 Kerntätigkeiten als automatisierbar.

Das kann Software übernehmen
  • Materialwissenschaftler: Laborarbeit, Werkstoffprüfung, Metallografie, chemische und physikalische Mess- und Prüfverfahren und Beschichtungstechnik. Solche Messreihen können automatische Prüfstände und Bildauswertung übernehmen.
  • F&E-Ingenieur: von der Konstruktion über die Elektronik bis zur Simulation
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule: nur Recherche und Informationsbeschaffung
Das bleibt bei Dir
  • Materialwissenschaftler: die Entwicklung, die Materialphysik, die Technische Chemie und die Arbeitsvorbereitung
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Forschung, Lehre, Didaktik und Methodik übernimmt keine Maschine
  • Vorschläge prüfen: Software, die neue Werkstoffe vorschlägt, braucht Menschen, die diese Vorschläge im Labor prüfen und einordnen.

Ein hoher Wert bedeutet hier nicht, dass es weniger Stellen gibt. Das IAB betont selbst, dass ein Beruf mit hohem Wert nicht verschwinden muss und einer mit niedrigem trotzdem anders aussehen kann als heute. Wir raten Dir deshalb, im Studium auf Entwicklung und Materialphysik statt auf reine Prüfroutine zu setzen und zu lernen, Ergebnisse aus automatisierten Messreihen kritisch zu bewerten.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Formal brauchst Du das Abitur oder die Fachhochschulreife, einen NC fast nie. Von den 37 Bachelor-Studiengängen, die wir gefunden haben, sind 35 ohne Zulassungsbeschränkung und nur 2 zulassungsbeschränkt. Du kannst Materialwissenschaften also praktisch ohne Zulassungshürde beginnen.

Die drei Wege zum Studienplatz
Die ersten beiden führen in den Bachelor, der dritte in den Master
1. Zulassungsfrei einschreiben
Bei 35 der 37 Bachelor bekommst Du an den meisten Hochschulen einen Platz, wenn Du die formalen Voraussetzungen erfüllst - ohne Wartesemester, ohne Auswahlverfahren. Die Uni Kiel zum Beispiel führt ihren Bachelor als zulassungsfrei und nicht bewerbungspflichtig, lässt ihn aber nur zum Wintersemester starten.
2. Über das Auswahlverfahren der Hochschule
Nur 2 Bachelor sind zulassungsbeschränkt. Nur dort vergibt die Hochschule die Plätze in einem Auswahlverfahren.
3. Im Master nach einem passenden Bachelor
Im Master wird es enger. Je nach Hochschule brauchst Du einen fachlich passenden Bachelor, Praktikumsnachweise oder ein Motivationsschreiben. Viele Master-Studiengänge sind englischsprachig, dann musst Du Deine Sprachkenntnisse nachweisen.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Fachhochschulreife: reicht formal ebenso wie das Abitur
  • Abgeschlossene Berufsausbildung mit Meister- oder Technikerprüfung: in vielen Bundesländern Dein Weg an einen Studienplatz
  • Was genau gilt, steht in der Zulassungsordnung der jeweiligen Hochschule
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Mathematik, Chemie und Physik - gute Kenntnisse empfiehlt zum Beispiel die Uni Kiel
  • Englisch - Kiel verlangt schon im Bachelor Niveau B1

Universität Kiel, Materialwissenschaft (B.Sc.), abgerufen am 21.09.2026.

Wilhelm Büchner Hochschule
Materials Science (B.Eng.) ohne NC studieren
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Was lernst Du — und wie läuft das Studium ab?

Im Studium legst Du zuerst die Grundlagen und lernst dann die Werkstoffe kennen. Am Anfang stehen Mathematik, Physik und Chemie auf Deinem Plan. Danach beschäftigst Du Dich mit den Werkstoffklassen selbst, also mit Metallen, Halbleitern, Keramiken und Polymeren, mit ihrer Mikrostruktur und ihren Verbunden. Dazu kommen Werkstoffprüfung, Messtechnik, Simulation, Fertigungstechnik und viel Laborarbeit. Die Uni Kiel nennt Funktionsmaterialien als Schwerpunkt und betont die praktische Arbeit im Labor. Im Master vertiefst Du dieses Wissen, etwa bei metallischen und anorganischen Werkstoffen, Festkörperchemie, Polymeren, Korrosion und Oberflächentechnik.

1. Bachelor: 6 bis 9 Semester
Grundlagen, Werkstoffkunde, Labor, Abschlussarbeit. Im Bestand stehen Bachelor of Science, Bachelor of Engineering und Bachelor of Arts nebeneinander — welcher Grad verliehen wird, hängt davon ab, ob die Hochschule den Studiengang naturwissenschaftlich oder ingenieurwissenschaftlich einordnet.
2. Master, wenn Du in die Forschung willst
45 der 84 Studiengänge sind Master: Master of Science, Master of Engineering oder Master of Arts.
3. Die Sonderwege sind selten
4 Studiengänge sind dual, genau 1 ist ein Fernstudiengang. 2 Studiengänge führen zu einem anderen Abschluss, dort taucht das Diplom auf. Materialwissenschaften ist ein Laborfach — deshalb gibt es so wenig neben dem klassischen Präsenzstudium.

Verwechsle das Fach bitte nicht mit dem Materialwirtschaft-Studium, denn dort geht es um Einkauf, Lager und Logistik und gar nicht um Werkstoffe.

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Ist das Materialwissenschaften-Studium schwer?

Reinzukommen ist leicht, das Studium selbst ist es aber nicht. Dass fast alle Bachelor ohne Zulassungsbeschränkung auskommen, bedeutet nur, dass niemand Dich vorher aussiebt. Leicht wird das Fach dadurch nicht.

Beim Einstieg
  • Fast alle Bachelor ohne Zulassungsbeschränkung
  • Kein Aussieben vor dem ersten Semester
In den ersten Semestern
  • Höhere Mathematik, Physik und Chemie
  • Laborpraktika mit langen Messreihen

Falls Du in diesen Fächern in der Schule Mühe hattest, solltest Du das ernst nehmen, denn die Uni Kiel empfiehlt ausdrücklich gute Mathematik-, Chemie- und Physikkenntnisse und Englisch auf Niveau B1.

Das Materialwissenschaften-Studium in Zahlen

3.417
Studierende
Wintersemester 2025/26
28,2 %
davon Frauen
Wintersemester 2025/26
1,3 %
arbeitslos
Beruf Technische Forschung und Entwicklung, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 3.417 Studierenden:
89 %
3.041
an Universitäten
376
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?889 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Technische Forschung und Entwicklung“ (214.710 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 7.384 €
5.863 €untere 25 % daruntermehrobere 25 % ohne Angabe
Anders gesagt: ein Viertel verdient weniger als 5.863 €, die Mitte liegt bei 7.384 €. Wie viel das obere Viertel verdient, weist die Bundesagentur nicht aus: es liegt über der Grenze, bis zu der Gehälter an die Sozialversicherung gemeldet werden. Mit einer Berufsausbildung statt Studium liegt die Mitte in derselben Berufsgruppe bei 6.297 €.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2025

Passt das Materialwissenschaften-Studium zu Dir?

Passt, wenn Du …
  • Mathematik, Physik und Chemie magst
  • gern im Labor arbeitest und Geduld für Messreihen hast
  • wissen willst, warum ein Bauteil bricht
  • englische Fachtexte liest, ohne zu stöhnen
Passt weniger, wenn Du …
  • Formeln lieber aus dem Weg gehst
  • ein reines Schreibtischstudium suchst
  • schnelle, sichtbare Ergebnisse brauchst
  • lieber mit Menschen als mit Stoffen arbeitest

Angebote fürs Studium per E-Mail

Du willst Materialwissenschaften studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.

  • Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
  • Stipendien und Förderprogramme
  • Praktika und Trainee-Programme
  • Gratis-Aktionen und Geld-Angebote

Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.

Häufige Fragen

Welche Möglichkeiten gibt es für ein Studium in Materialwissenschaften?
Für ein Studium Materialwissenschaften haben wir 84 Studiengänge an 38 Hochschulen in 34 Städten gefunden, darunter 37 Bachelor, 45 Master und 2 mit anderem Abschluss. Du kannst an einer Universität oder an einer Fachhochschule studieren, 4 Studiengänge sind dual und 1 ist ein Fernstudiengang. Wenn Du Werkstoff- und Materialwissenschaften studieren willst, lohnt sich auch die Suche unter Werkstoffwissenschaft, Materials Science und Materials Engineering.
Wie hoch ist das Materialwissenschaften-Gehalt?
Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit verdienst Du in der Berufsgruppe Technische Forschung und Entwicklung auf der obersten Stufe 7.384 € brutto im Monat (Stand 2025). Das untere Viertel beginnt dort bei 5.863 €. Auf den Stufen darunter sind es 6.345 € für Spezialisten und 6.297 € für Fachkräfte. Bitte beachte, dass keine dieser Zahlen ein Einstiegsgehalt ist.
Wie sind die Materialwissenschaften-Jobaussichten?
Eine belegte Beschäftigungsquote für das Fach haben wir nicht, deshalb nennen wir Dir auch keine. Belegen können wir aber, dass die Berufsgruppe groß ist, denn allein auf der obersten Stufe zählt die Bundesagentur für Arbeit 214.710 Beschäftigte in der technischen Forschung und Entwicklung. Außerdem sind die Branchen breit gestreut, von Halbleitern über Medizintechnik bis zur Luft- und Raumfahrt.
Materialwissenschaften: duales Studium oder Fernstudium?
Beides gibt es in diesem Fach nur als Ausnahme. Von den 84 Studiengängen sind 4 dual, und genau 1 ist ein Fernstudiengang. Das liegt daran, dass Materialwissenschaften ein Laborfach ist, und Labore lassen sich schlecht nach Hause schicken. Wenn Du neben dem Beruf studieren willst, solltest Du Dir die wenigen Angebote deshalb früh ansehen.
Was muss man studieren, um Materialwissenschaftler zu werden?
Du studierst Materialwissenschaft, Werkstoffwissenschaft oder einen der verwandten Studiengänge mit Materials Science oder Materials Engineering im Namen. Eine Ausbildung zum Materialwissenschaftler gibt es nicht. Für den Einstieg reicht Dir der Bachelor, und wenn Du in Forschung und Entwicklung arbeiten möchtest, ist der Master üblich.
Was ist Master of Science (M.Sc.) — und was Master of Engineering?
Der Master of Science (M.Sc.) ist der naturwissenschaftlich ausgerichtete Abschluss, der Master of Engineering (M.Eng.) der ingenieurwissenschaftliche. In den Materialwissenschaften kommen beide vor, dazu der Master of Arts. Welchen Grad Du am Ende bekommst, kannst Du Dir nicht selbst aussuchen, denn das legt die Hochschule mit dem Zuschnitt des Studiengangs fest.
Brauche ich einen NC für Materialwissenschaften?
In aller Regel brauchst Du keinen, denn 35 der 37 Bachelor-Studiengänge in unserer Datenbank sind ohne Zulassungsbeschränkung und nur 2 zulassungsbeschränkt. Bei einem zulassungsfreien Studiengang schreibst Du Dich einfach ein, solange Du die formalen Voraussetzungen erfüllst.

Weiter zum Materialwissenschaften-Studium

Dr. Mira Maier
myStipendium-Chefredakteurin

Zuletzt geprüft am 21. September 2026. Alle Zahlen in diesem Artikel stammen aus benannten Quellen mit Jahresangabe. Profil ansehen →

Stand aller Angaben: 21.09.2026
  • Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Berufsgruppe 271 Technische Forschung und Entwicklung sowie 413 Chemie, 414 Physik und 251 Maschinenbau- und Betriebstechnik. Deutschland, alle Altersgruppen, alle Branchen, Stand 2025.
  • Universität Stuttgart, Materialwissenschaft (B.Sc.), Berufsperspektiven, abgerufen am 21.09.2026.
  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Materialwissenschaft, abgerufen am 21.09.2026.
  • Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026: 84 Studiengänge an 38 Hochschulen in 34 Städten.

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