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Auslandssemester: Wo gibt es gute Unis und niedrige Kosten?

Top-Uni oder lieber Uni mit Urlaubsflair?

Wer ein Auslandssemester macht sucht das Abenteuer: Ganze 84% aller Studenten machen ein Auslandssemester, weil sie was erleben wollen. Nur jeder zweite sucht eine gute Uni. Doch auch eine neue Sprache lernen, Leute kennenlernen oder den Lebenslauf verbessern sind alles gute Gründe für ein Auslandssemester. Nur wo gibt es das, woher das Geld nehmen und was muss ich jetzt als nächstes tun? Wir helfen Dir Schritt für Schritt bei Deiner Reisevorbereitung.

Wie ins Auslandssemester gehen? Partneruni oder Free Mover

Die meisten Studenten gehen über die Austauschprogramme ihrer Uni an eine Partneruni. Der Grund liegt auf der Hand: Es ist einfach und günstig. Du zahlst nämlich keine Studiengebühren. Und wenn Du an eine Uni mit Erasmus-Abkommen gehst, kannst Du ein Erasmus-Stipendium erhalten. Wenn Du Dein Auslandssemester an einer Uni machen möchtest, mit der Deine Heimatuni kein Partnerschaftsabkommen geschlossen hat, kannst Du das als Free Mover machen. Dann musst Du allerdings die Organisation Deines Auslandssemesters komplett selbst in die Hand nehmen.

Partneruni Freemover
Anzahl Ziele limitiert unbegrenzt
Organisation wenig mittel
Anerkennung Studienleistungen einfacher schwieriger
Keine Studiengebühren Ja Nein
Erasmus Ja Nein
Stipendien Ja Ja
AuslandsBAföG Ja Ja
PROMOS Ja Ja

Partneruni

Wenn Du an einer Partneruni gehst, zahlst Du keine Studiengebühren an der Gastuni. Du hast kaum organisatorischen Aufwand und die Studienleistungen werden normalerweise direkt anerkannt. Du kannst Dein Auslandssemester aber nur an einer der Partnerunis Deiner Hochschule machen. Normalerweise gibt es hier auch nur eine bestimmte Anzahl an Plätzen pro Partneruni, auf die Du Dich dann bewerben kannst. Es kann also passieren, dass Du keinen Platz bei Deiner ersten Präferenz bekommst.

Wenn Du Dein Auslandssemester an einer Partneruni machen möchtest, kannst Du entweder an eine Partneruni, mit der Deine Uni ein Erasmus+-Abkommen geschlossen hat. Wenn es sich um eine solche Uni handelt, kannst Du für Dein Auslandssemester an einer Erasmus-Uni auch ein ein Erasmus-Stipendium erhalten.

Aber auch abseits von Erasmus gibt es Hochschulpartnerschaften. Wenn Du an eine Partneruni gehst, mit der Deine Hochschule kein Erasmus-Abkommen geschlossen hat, kannst Du für Dein Auslandssemester an dieser Uni kein Erasmus-Stipendium erhalten. Trotzdem hat eine Hochschulpartnerschaft ohne Erasmus Vorteile: Du zahlst keine Studiengebühren, hast weniger Organisationsaufwand und Deine Leistungen werden normalerweise problemlos anerkannt.

Free Mover

Was aber, wenn Dir von den Partnerunis keine gefällt? Oder keine der Unis Deinen Studiengang im Programm hat? Dann kannst Du immer noch als Free Mover an eine andere Uni ins Auslandssemester. Dann musst Du Dich aber selbst um die Organisation kümmern und Dich bei der jeweiligen Uni direkt um einen Platz bewerben. Möglicherweise fallen dann auch Studiengebühren an. Ein Erasmus-Stipendium kannst Du dann auf jeden Fall nicht erhalten.

Unabhängig davon, ob Du an eine Partneruni ins Auslandssemester gehst oder es selbst organisierst als Free Mover kannst Du Stipendien und AuslandsBAföG empfangen. Damit kannst Du Lebenshaltungs- und Reisekosten sowie Studiengebühren finanzieren.

Wohin ins Auslandssemester?

Deine Reisevorbereitung fürs Auslandssemester beginnt mit der Landeswahl. Wir haben für Dich eine Übersicht der 29 beliebtesten Länder fürs Auslandssemester zusammengestellt.

Niederlande
6,8

Sonnenstunden/Tag

13

Top-Unis

1.100 € Ausgaben
-325 € Erasmus
775 € Kosten
Großbr.
4,3

Sonnenstunden/Tag

93

Top-Unis

1.200 € Ausgaben
-375 € Erasmus
825 € Kosten
Schweiz
4,8

Sonnenstunden/Tag

10

Top-Unis

2.000 € Ausgaben
-650 € Erasmus
1.350 € Kosten
USA
7,4

Sonnenstunden/Tag

157

Top-Unis

850 € Ausgaben
-650 € Erasmus
200 € Kosten
China
6,5

Sonnenstunden/Tag

63

Top-Unis

500 € Ausgaben
-650 € Erasmus
+150 € Kosten
Spanien
7,4

Sonnenstunden/Tag

29

Top-Unis

900 € Ausgaben
-325 € Erasmus
575 € Kosten
Frankreich
6,3

Sonnenstunden/Tag

31

Top-Unis

900 € Ausgaben
-375 € Erasmus
525 € Kosten
Schweden
4,7

Sonnenstunden/Tag

11

Top-Unis

850 € Ausgaben
-375 € Erasmus
475 € Kosten
Ungarn
5,2

Sonnenstunden/Tag

7

Top-Unis

600 € Ausgaben
-275 € Erasmus
325 € Kosten
Dänemark
4,2

Sonnenstunden/Tag

7

Top-Unis

950 € Ausgaben
-375 € Erasmus
575 € Kosten
Italien
6,7

Sonnenstunden/Tag

39

Top-Unis

850 € Ausgaben
-375 € Erasmus
475 € Kosten
Norwegen
3,4

Sonnenstunden/Tag

5

Top-Unis

1.300 € Ausgaben
-375 € Erasmus
925 € Kosten
Finnland
4,6

Sonnenstunden/Tag

9

Top-Unis

800 € Ausgaben
-375 € Erasmus
425 € Kosten
Türkei
7,4

Sonnenstunden/Tag

16

Top-Unis

550 € Ausgaben
-325 € Erasmus
225 € Kosten
Kanada
4,9

Sonnenstunden/Tag

26

Top-Unis

1.000 € Ausgaben
-650 € Erasmus
350 € Kosten
Irland
3,7

Sonnenstunden/Tag

9

Top-Unis

800 € Ausgaben
-375 € Erasmus
425 € Kosten
Belgien
4,1

Sonnenstunden/Tag

8

Top-Unis

750 € Ausgaben
-325 € Erasmus
425 € Kosten
Portugal
6,6

Sonnenstunden/Tag

9

Top-Unis

500 € Ausgaben
-325 € Erasmus
175 € Kosten
Australien
7,3

Sonnenstunden/Tag

35

Top-Unis

950 € Ausgaben
-650 € Erasmus
300 € Kosten
Neuseeland
4,6

Sonnenstunden/Tag

8

Top-Unis

850 € Ausgaben
-650 € Erasmus
200 € Kosten
Tschech. Republik
4,5

Sonnenstunden/Tag

12

Top-Unis

550 € Ausgaben
-325 € Erasmus
225 € Kosten
Lettland
5

Sonnenstunden/Tag

2

Top-Unis

600 € Ausgaben
-275 € Erasmus
325 € Kosten
Polen
4,3

Sonnenstunden/Tag

9

Top-Unis

450 € Ausgaben
-275 € Erasmus
175 € Kosten
Rumänien
5,7

Sonnenstunden/Tag

5

Top-Unis

400 € Ausgaben
-275 € Erasmus
125 € Kosten
Japan
5,3

Sonnenstunden/Tag

71

Top-Unis

1.000 € Ausgaben
-650 € Erasmus
350 € Kosten
Luxemburg
4,2

Sonnenstunden/Tag

1

Top-Unis

800 € Ausgaben
-325 € Erasmus
475 € Kosten
Griechenland
7,4

Sonnenstunden/Tag

7

Top-Unis

600 € Ausgaben
-325 € Erasmus
275 € Kosten
Slowakei
5

Sonnenstunden/Tag

3

Top-Unis

500 € Ausgaben
-275 € Erasmus
225 € Kosten
Russland
5,2

Sonnenstunden/Tag

18

Top-Unis

400 € Ausgaben
-650 € Erasmus
+250 € Kosten

Wenn Dir der Urlaubsfaktor wichtig ist, dann achte auf die Sonnenstunden. Wenn Du hingegen an eine Top-Uni möchtest, achte auf die Zahl der Spitzenunis im Land.

Normalerweise achten Personaler nicht so stark auf die Qualität der Uni, die man fürs Auslandssemester wählt. Du musst Dir also keine Sorgen machen, dass ein Auslandssemester in Hawaii auch bei Top-Arbeitgebern schlecht ankommen könnte. Wichtig ist im Auslandssemester in erster Linie auch für Personaler die kulturelle Erfahrung und das Erlernen der Sprache.

Wo habe ich am meisten Freizeit?

Wie viel Freizeit Du im Auslandssemester hast, hängt davon ab, wie viel Vorlesungen Du belegen musst, wie stark Deine Tage vorstrukturiert sind und wie viel Du neben der Uni lernen musst.

  • Semesterferien frei? Nicht in jedem Land hast Du die Semesterferien während Deines Auslandssemesters frei. In Neuseeland hast Du in den Semesterferien frei. Du schreibst Deine Hausarbeiten während des Semesters – dafür hast Du in den Semesterferien komplett frei.
  • Anwesenheitspflicht? Während an manchen Unis die Anwesenheit der Studenten nicht überprüft wird, gibt es an anderen feste Answesenheitspflichten. Wer diese verletzt muss mit ernsthaften Konsequenzen rechnen. In Tschechien herrscht Anwesenheitspflicht von mindestens 75%. Auch die französischen Unis sind dafür bekannt, dass sie die Anwesenheit genau nehmen. Auch wenn Du grundsätzlich am Unterricht teilnehmen möchtest, kann es eine ganz schöne Qual sein, wenn Du nach einer Partynacht um 8 Uhr pünktlich auf der Matte stehen musst.
  • Verschultes System? In manchen Ländern läuft der Unialltag eher wie der Schulalltag in Deutschland ab. Der Professor hat mehr die Rolle eines Lehrers und unterrichtet in Kleingruppen. Je mehr das System aber verschult ist, desto unflexibler ist Dein Alltag. Stark durchstrukturiert und verschult ist der Studienalltag bspw. in Polen, China und Frankreich.
  • Viele Feiertage? Wer viel frei haben möchte, sollte auch auf die Feiertage achten. Die meisten Feiertage in Europa haben Belgien und Lettland – ganze 17 Stück im Jahr.

Wo gibt es die besten Partys?

  • Wo gibt es Alkohol? In den USA darf man erst ab 21 Jahren trinken – und dann nicht einmal in der Öffentlichkeit. Es gibt sogar ein paar sogenannte „Dry States“, in denen es quasi gar keinen Alkohol gibt. Auch den Wodka in Polen, den Whisky in Schottland und sogar den Sangria in der vermeintlichen Party-Hochburg Spanien musst Du zu Hause trinken.
  • Was kostet der Alkohol? In manchen Ländern kostet der Alkohol fast gar nichts, in anderen ist er stark besteuert. In Norwegen, Singapur, Hong Kong oder New York bspw. wird Biertrinken zum Luxus. Ein Bier kostet dort durchschnittlich 7,40-9,90 USD. Günstig hingegen ist das Bier in Polen, Tschechien, Südafrika, Portugal oder Mexiko. Hier zahlst Du nur 1,30-2,70 USD.
  • Wie viele Bars und Clubs gibt es? In Spanien ist das Verhältnis von Pubs/Einwohner am höchsten in Europa. Die räumlich höchste Dichte an Kneipen pro m² findest Du in Prag.
  • Gibt es eine Sperrstunde? In manchen Städten und Ländern müssen Bars und Clubs zu einer bestimmten Stunde schließen. In anderen läuft die Party 24/7. Zwar hat Großbritannien auch mehr als 50.000 Pubs vorzuweisen. Um 1 Uhr morgens ist jedoch in der Regel Schluss – dafür startet man hier aber auch gerne schon am Nachmittag mit dem ersten Bier.

Wo wird am meisten geflirtet?

  • Geflirtet wird überall – 2014 wurde verkündet, dass es inzwischen mehr als 1 Millionen Kinder aus Beziehungen geben soll, die während Erasmus entstanden sind.
  • Aufpassen musst Du allerdings in Indien, Indonesien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. In diesen Ländern ist Rumknutschen in der Öffentlichkeit oder sogar schon Händchenhalten strafbar.
  • In China und Japan bringen Dich solche Handlungen zwar nicht ins Gefängnis, aber mindestens in Ungnade. Auch hier also bitte Zurückhaltung üben.

Welches Land kommt am besten im Lebenslauf?

  • Die meisten Spitzen-Unis gibt es in den USA. Mehr als 200 sind unter den weltweiten Top 1000 im Times Higher Education Ranking 2018.
  • Oft ist es aber nicht so wichtig, wo Du Dein Auslandssemester absolviert hast – Hauptsache, Du hast überhaupt eines absolviert. Für 85% der Arbeitgeber sind gute Fremdsprachenkenntnisse wichtig, für 65% generelle Auslandserfahrung.
  • Das Risiko, nach dem Abschluss mehr als ein Jahr nach einem Job zu suchen, ist für Erasmus-Teilnehmer um 50% geringer als für Studenten ohne Auslandserfahrung.

Von welchen Regierungen gibt es extra Geld?

  • Inzwischen bieten sogar Regierungen ausländischen Studierenden Geld, wenn sie in ihrem Land studieren. Besonders viele verschiedene Stipendien gibt es aus Skandinavien und den baltischen Ländern.
  • Das meiste Geld bekommst Du in Japan, Finnland und Taiwan. 16.000-18.000 € und zusätzliche Leistungen erhalten Stipendiaten hier für zwei Semester.
  • Falls Du länger bleiben oder ins Land zurückkehren willst – mehrjährige Stipendien bis zum Studienabschluss vergeben unter anderem Mexiko oder die kanadische Provinz Ontario.

Wie finde ich die beste Uni fürs Auslandssemester?

Bei fast 10.000 Hochschulen weltweit ist die Wahl gar nicht so leicht. Wenn Dir das akademische Niveau und das internationale Renommee Deiner Uni wichtig sind, solltest Du nach Rankings und Auszeichnungen Dein Auslandssemester auswählen.

1. Uni-Rankings

Es gibt diverse international anerkannte Uni-Rankings, wie bspw. von der Financial Times, die Dir bei der Entscheidung der Auswahl Deiner Uni fürs Auslandssemester helfen. Fixiere Dich aber nicht auf eine einzige Uni. Denn je höher das Renommee der Uni, desto mehr Bewerbungen hat die Uni pro Platz. Suche Dir also auch noch ein paar Backup-Unis aus.

2. Gütesiegel und Akkreditierungen

Achte darauf, welche (internationalen) Akkreditierungen Gütesiegel und Auszeichnungen die Uni erhalten hat. Wenn die Uni ein Gütesiegel von EQUIS, AACSB International oder AMBA erhalten hat, ist das ein sehr gutes Zeichen. Wenn sie sogar mehrere dieser Auszeichnungen hat ist das umso besser.

3. Renommierte Professoren

Wähle eine Uni, die in Deinem Fachgebiet führend ist. Am besten fragst Du dazu mal Deine Profs. Die wissen sowas normalerweise. Auch Uni-Rankings nach Fachgebieten können Dir bei der Wahl der Uni fürs Auslandssemester helfen.

Wann ins Auslandssemester?

Im Bachelor gehen die meisten im fünften Semester ins Ausland. Im normalerweise kürzeren Master ist das dritte Semester als Auslandssemester sehr beliebt.

Übrigens: Im Bachelorstudium kannst Du Dich häufig erst ab dem dritten Fachsemester bewerben. Wer vor dem 3. Semester ins Ausland geht – egal ob an eine Partneruni oder als Free Mover – kann sich die dort erbrachten Leistungen selten anerkennen lassen. Erst ab dem 2. Studienjahr wird davon ausgegangen, dass Du genug Fachwissen hast und einer Vorlesung auch in einer Fremdsprache folgen kannst.

Achte bei der Planung Deines Auslandssemesters auch auf die Semesterzeiten Deiner Gasthochschule. Es kann z. B. sein, dass das neue Semester im Ausland schon anfängt, während das alte zu Hause noch läuft. Wenn die Zeiten Deiner Heimat- und der Gasthochschule zu stark voneinander abweichen, musst Du vielleicht für ein Auslandssemester zwei Urlaubssemester beantragen.

Wie bezahle ich das Auslandssemester?

70% der Studenten erhalten eine Förderung für ihr Auslandssemester. Möglichkeiten gibt es wie Sand am Meer: Ob ERASMUS, Stipendium oder AuslandsBAföG.

Mit Stipendium ins Auslandssemester

Allein in Deutschland gibt es mehr als 1.000 Stiftungen, die Dein Auslandssemester bezahlen können. Daneben vergeben aber auch ausländische Stiftungen und Regierungen Stipendien an Studenten. Die Vergabekriterien sind dabei meist weniger streng als bei Inlandsstipendien. Gute Noten oder arme Eltern braucht man dafür nicht.

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Mit Erasmus ins Auslandssemester

Das bekannteste Auslandsstipendienprogramm ist das Erasmus-Stipendium. Das Erasmus+-Programm fördert weltweit Auslandssemester mit bis zu 650 € monatlich. Besonders gut stehen Deine Chancen auf einen Erasmus-Platz in Europa. Neben den bis zu 650 € pro Monat für die Lebenshaltungskosten zahlst Du mit Erasmus während Deines Auslandssemesters keine Studiengebühren. Für ein Erasmus-Stipendium brauchst Du normalerweise auch keine besonders guten Noten. Es gibt nämlich sehr viele Plätze.

Auch wenn Du Geld durch Erasmus+ bekommst, solltest Du auf jeden Fall zusätzlich einen Antrag auf AuslandsBAföG stellen! Bis zu 300 € Erasmus-Stipendium pro Monat sind anrechnungsfrei, sodass Du gute Chancen auf ein extra Taschengeld hast. Erasmus und BAföG zusammen sind möglich!

Mit PROMOS ins Auslandssemester

Das zweitgrößte Auslandsstipendienprogramm ist das PROMOS-Stipendium. Es wird aus den Mitteln des DAAD durch Deine Heimatuni selbst vergeben. Mit PROMOS kannst Du von 300 € (z.B. Belgien) bis 500 € (z. B. Japan) im Monat erhalten. Zusätzlich bekommst Du einen Reisekostenzuschuss von bis 3.475 € und einen Zuschuss zu den Studiengebühren von bis zu 9.000 €. PROMOS gibt es für grundsätzlich für alle Fachbereiche und Länder. Voraussetzung ist nur, dass Du Dich nicht für eine Uni bewirbst, mit der Dein Fachbereich schon ein Erasmus-Abkommen geschlossen hat. Jedes Jahr werden Milliarden an Euro im Rahmen des PROMOS-Stipendienprogramms vergeben. Auch für PROMOS musst Du normalerweise kein Überflieger sein. Die Auswahlkriterien legt aber jede Uni selbst fest.

Mit AuslandsBAföG ins Auslandssemester

Jeder 2. Student finanziert sein Auslandssemester mit AuslandsBAföG. Der große Vorteil: Für AuslandsBAföG kommen auch Studenten in Frage, die keinen Anspruch auf das „normale“ Inlands-BAföG haben. Prüfe mit wenigen Klicks, ob Du BAföG-Anspruch im Auslandssemester hast. Unser BAföG-Rechner sagt Dir zudem, wie viel Geld Du bekommst.

Mit AuslandsBAföG bekommst Du im Auslandssemester:

  • bis 399 €/ Monat: Monatlicher Grundbedarf
  • bis 250 €/ Monat: Wohnpauschale
  • bis 73 €/ Monat: Kostenübernahme für Pflege- und Krankenversicherung
  • bis 500 € (innerhalb EU) bzw. 1.000 € (außerhalb EU): Pauschaler Reisekostenzuschlag für Hin- und Rückreise
  • bis 4.600 €: Zuschuss zu den Studiengebühren

Die Leistungen werden zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Darlehen gewährt.

Den BAföG-Antrag solltest Du so früh wie möglich stellen. Im Notfall geht das aber auch noch bis zu einen Monat vor dem Start Deines Auslandssemesters. Übrigens: Wenn Du bereits normales BAföG bekommst, solltest Du Dein Auslandssemester trotzdem beim Amt melden. Dadurch sicherst Du Dir Zuschüsse, z. B. zu den Reisekosten. Außerdem wird die Zeit im Auslandssemester an Deine normale Regelstudienzeit drangehängt. Dadurch kannst Du insgesamt bis zu ein Jahr länger gefördert werden. Voraussetzung ist aber, dass Du das Auslandssemester freiwillig machst.

Wie läuft die Bewerbung fürs Auslandssemester?

Partneruni

Welche Unterlagen Du für die Bewerbung bei einer Partneruni einreichen musst, findest Du auf der Webseite vom Akademischen Auslandsamts Deiner Uni raus. In der Regel brauchst Du neben Leistungsnachweisen auch ein Motivations- und ein Empfehlungsschreiben von einem Prof. Warte also nicht bis zur letzten Sekunde mit der Bewerbung fürs Auslandssemester. Du möchtest ja den Gutachtenden nicht unter Zeitdruck setzen. Denn das wirkt sich sicherlich nicht gut auf das Gutachtenergebnis aus.

Freemover

Als Free Mover richtest Du die Bewerbung für Dein Auslandssemester direkt an Deine Wunschhochschule. Die Bewerbungsunterlagen können sich dabei von Hochschule zu Hochschule stark unterscheiden. Auf der jeweiligen Internetseite kannst Du nachlesen, welche Dokumente genau gefordert werden. Setze in jedem Fall nicht alles auf eine Karte. Bewirb Dich gleichzeitig bei mehreren Unis. Wenn Du die Studienplätze vorliegen hast, kannst Du immer noch aussortieren.

Welche Fristen musst Du beachten?

Wenn Du als Freemover ins Auslandssemester möchtest, zählen für Dich die individuellen Bewerbungsfristen der ausländischen Unis.

Bei Erasmus+ zählt die Frist, die Deine Heimatuni für die Bewerbungen festlegt. Achtung: An vielen Unis bewirbt man sich pro Jahr nur zu einem festen Termin – egal, ob man zum Sommer- oder zum Wintersemester ins Auslandssemester startet! Manchmal bleiben nach dem normalen Auswahlverfahren noch Restplätze übrig. Auf diese kannst Du Dich sogar noch wenige Monate vor Abreise bewerben. Es ist also nicht so schlimm, wenn Du die Bewerbungsdeadline verpasst hast.

Wie wird ein Auslandssemester anerkannt?

Wenn Deine Partneruni im europäischen Bildungsraum liegt, werden Deine Studienleistungen aufgrund des Bachelor-Master-Systems meist problemlos anerkannt. Hier kann Dich das Akademische Auslandsamt im Vorfeld beraten, welche Kurse Dir später angerechnet werden. Unser Tipp: Sprich auch mit ehemaligen Auslandsstudierenden, welche Module der Partnerhochschule gut sind und hinterher auf jeden Fall anerkannt werden!

Falls Du als Free Mover ins außereuropäische Ausland gehst, solltest Du vor allem nach inhaltlich passenden Veranstaltungen suchen, die regulär in Deinem Studienplan vorgesehen sind. Anschließend solltest Du Deine Fachprofessoren bitten, die Gleichwertigkeit der ausgesuchten Kurse mit den in Deinem Studienplan vorgesehenen Veranstaltungen zu bestätigen. Im letzten Schritt kannst Du dann beim Hochschulprüfungsamt Deiner Uni einen Antrag auf vorläufige Anerkennung stellen.

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