Chemie-Studium: Unis, Inhalte, Gehalt & Stipendien

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Chemie studieren - auf einen Blick
Wie viele Studiengänge gibt es?341 Chemie-Studiengänge an 94 Hochschulen in 78 Studienorten: 166 Bachelor, 156 Master und 19 mit einem anderen Abschluss.myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026
Brauche ich einen NC?Teils: 45 von 166 Bachelor haben einen NC, 121 sind zulassungsfrei.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?An 94 Hochschulen.myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026
Wie lange dauert es?Der Bachelor ist meist auf 6 Semester angelegt. Tatsächlich gebraucht haben Absolventinnen und Absolventen an Universitäten im Median 7,0 Semester, dazu 5,5 Semester bis zum Master.myStipendium-Datenbank; GDCh, Statistik der Chemiestudiengänge, Erhebungsjahr 2024
Was verdienst Du damit?7.086 € brutto im Monat im Durchschnitt, zum Einstieg rund 5.886 €.Statistisches Bundesamt, wie in unserem Gehaltsartikel
Inhalt11 Abschnitte
  1. Wo kann ich Chemie studieren?
  2. Chemie, Biochemie oder Chemieingenieurwesen?
  3. Wie lange dauert das Chemie-Studium?
  4. Was lernst Du im Chemie-Studium?
  5. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  6. Was kannst Du mit Chemie werden?
  7. Was verdienst Du mit Chemie?
  8. Chemie und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
  9. Das Chemie-Studium in Zahlen
  10. Häufige Fragen
  11. Weiter zum Chemie-Studium

Wo kann ich Chemie studieren?

Chemie studierst Du in Deutschland meist an Universitäten, aber auch an Fachhochschulen, fast immer vor Ort und nur selten dual oder im Fernstudium. Für die meisten Chemie-Bachelor brauchst Du keinen NC.

1
Hochschule Fresenius
Angewandte Chemie (B.Sc.)
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2
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Chemieingenieurwesen (B.Eng.)
Wilhelm Büchner Hochschule* · Fernstudium
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3
Hochschule Fresenius
Angewandte Chemie (B.Sc.)
Hochschule Fresenius* · berufsbegleitend
ohne NC
4
Wilhelm Büchner Hochschule
Computational Chemistry (M.Sc.)
Wilhelm Büchner Hochschule* · Fernstudium
Master
5
Hochschule Fresenius
Wirtschaftschemie (M.Sc.)
Hochschule Fresenius* · berufsbegleitend
ohne NC
Du siehst 5 von 341 Studiengängen. Alle Studiengänge ansehen →

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026; die Liste enthält die Studiengänge Chemie, Chemistry und Angewandte Chemie sowie weitere Namen mit dem Wortteil chemisch - 329 der 341 Einträge tragen Chemie oder Chemistry direkt im Titel. 23 Einträge stehen doppelt, meist als Vollzeit- und Teilzeitvariante desselben Programms; Biochemie, Lebensmittelchemie und Chemieingenieurwesen zählen wir getrennt und führen sie in eigenen Artikeln.

So kannst Du Chemie studieren
Studiengänge nach Studienform
319
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
18
dual
Studium mit Praxisphasen im Unternehmen
4
im Fernstudium
ortsunabhängig, oft neben dem Beruf

Die meisten Studiengänge in unserer Liste hat die Deutsch-Französische Hochschule mit 12 Angeboten. Dahinter steckt kein eigener Campus, denn es sind binationale Studiengänge, bei denen Du am Ende einen Doppelabschluss bekommst. Sonst haben wir vor allem Universitäten gefunden, aber auch viele Fachhochschulen. Du musst also nicht an eine Hochschule mit großem Namen gehen, um gut Chemie zu lernen. Wir raten Dir, lieber auf die Ausstattung der Labore zu schauen, denn die prägt Deinen Alltag oft stärker als das Ranking der Hochschule.

Chemie, Biochemie oder Chemieingenieurwesen?

Welche Studiengänge wir hier mitzählen, hängt am Namen. Biochemie, Lebensmittelchemie und Chemieingenieurwesen zählen wir getrennt, weil sie eigene Zulassungswege, eigene Abschlüsse und eigene Arbeitsmärkte haben. Außerdem hat jedes dieser Fächer bei uns einen eigenen Artikel mit eigenen Zahlen. So stellen wir sicher, dass Du auf zwei unserer Seiten nie zwei verschiedene Zahlen für dieselben Studiengänge liest.

Falls Du noch zwischen den Nachbarfächern schwankst, hilft Dir vielleicht dieser grobe Überblick.

Nicht zu verwechseln

schaut auf die Chemie des Lebendigen, also auf Proteine, Enzyme und Stoffwechsel
hier gelten eigene Prüfungsregeln, und es führt Dich in die amtliche Lebensmittelüberwachung
ist ein Ingenieurstudium, in dem es um Apparate, Anlagen und Maßstabsvergrößerung geht und weniger um die Synthese im Kolben
Chemie
hier zählen wir nur Studiengänge, die Chemie, Chemistry oder den Wortteil chemisch im Titel tragen
341 Studiengänge

Wir raten Dir, Dich danach zu entscheiden, wie Dein Alltag im Studium aussehen soll, und weniger nach dem Namen des Fachs.

Wie lange dauert das Chemie-Studium?

Wie lange dauert ein Chemie-Studium? Einen Bachelor in Chemie planen die allermeisten Hochschulen mit 6 Semestern. In unserer Datenbank haben wir daneben auch Bachelor mit Regelstudienzeiten zwischen 7 und 14 Semestern gefunden. Das sind duale und berufsbegleitende Modelle, die den Stoff auf mehr Semester verteilen, damit Du nebenher arbeiten kannst.

Denk aber daran, dass die Regelstudienzeit nur sagt, wie lange das Studium geplant ist, und nicht, wie lange Du tatsächlich brauchst.

Chemiker: Studium, Dauer und Abschlüsse
Chemiestudium, Dauer im Median: so lange hat es tatsächlich gedauert
Bachelor an der UniversitätChemie und Wirtschaftschemie
7,0 Semester
Master an der UniversitätChemie und Wirtschaftschemie
5,5 Semester
Bachelor an der FachhochschuleChemiestudiengänge an HAW
8,3 Semester
Master an der FachhochschuleChemiestudiengänge an HAW
4,7 Semester
PromotionChemie und Wirtschaftschemie
8,8 Semester

GDCh, Statistik der Chemiestudiengänge, Erhebungsjahr 2024

In der Chemie kommen nach dem Bachelor meist noch der Master und oft die Promotion. Viele fragen sich zuerst, wie lange ein Chemiestudium dauert, und darauf gibt die Regelstudienzeit nur eine halbe Antwort. Das Studium endet in diesem Fach nämlich nur selten mit dem Bachelor.

Nach dem Bachelor - weiter zum Master
Nach der GDCh-Statistik schlossen rund 97 von 100 Bachelor-Absolventen an Universitäten ein Masterstudium an, an den Fachhochschulen 67 von 100.
Nach dem Master - weiter zur Promotion
Rund 80 von 100 Master-Absolventen an Universitäten begannen anschließend eine Promotion.

Für Deine Planung heißt das, dass Du mit drei Jahren kaum auskommst. Realistisch sind sechs bis sieben Jahre bis zum Master, und wenn Du promovierst, kommen noch einmal rund viereinhalb Jahre dazu.

Anteile und Studiendauern: GDCh, Statistik der Chemiestudiengänge, Erhebungsjahr 2024. Regelstudienzeiten: eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026.

Ein Fernstudium in Chemie wirst Du kaum finden. Das Chemiestudium lebt von der Arbeit im Labor, deshalb läuft es fast immer in Präsenz.

341
Studiengänge
haben wir in unserer Datenbank gefunden
4
Fernstudium
davon kannst Du nur so belegen
18
dual
davon kannst Du dual studieren
Quelle: eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026

Das liegt am Fach selbst, denn ein Praktikum in Organischer Chemie bedeutet Wochen am Abzug, und die kannst Du nicht abends am Laptop nachholen. Wenn Du neben dem Beruf studieren willst, findest Du am ehesten berufsbegleitende Modelle an Fachhochschulen. Dort ist der Bachelor dann auf 8 oder mehr Semester gestreckt.

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Was lernst Du im Chemie-Studium?

Wenn Du ein naturwissenschaftliches Studium suchst, bietet Dir Chemie einen besonders breiten Einstieg. Das Studium der Chemie steht auf drei Säulen, nämlich der Anorganischen, der Organischen und der Physikalischen Chemie. Mathematik und Physik lernst Du dazu als Handwerkszeug. Viele studieren Chemie zunächst breit und entscheiden sich erst im Hauptstudium oder im Master für einen Schwerpunkt, Du musst Dich also nicht gleich am Anfang festlegen.

Die Grundlagen in den ersten Semestern
Diese Fächer stehen an fast jeder Hochschule am Anfang. Orange: die drei Säulen des Fachs
Allgemeine und Anorganische ChemieElemente, Bindungen, Salze, Metalle
Organische Chemiedie Kohlenstoff­verbindungen und ihre Reaktionen
Physikalische ChemieThermodynamik, Kinetik, Elektrochemie - der rechenlastigste Teil
Analytische Chemiewas in einer Probe steckt und wie viel davon
Mathematik und Physikzwei Semester, an denen viele hängenbleiben
Laborpraktikaganze Tage oder Wochen am Platz, mit Protokoll
Spektroskopie und Struktur­aufklärungNMR, Massen­spektrometrie, Röntgen­beugung
Vertiefungen ab dem Hauptstudium
Jede Hochschule setzt eigene Schwerpunkte - danach solltest Du auswählen
Technische Chemiewie aus dem Labor­versuch eine Anlage wird
Theoretische ChemieRechnen statt Rühren: Quantenchemie und Simulation
Makromolekulare ChemieKunststoffe, Polymere, Materialien
Biochemiehier ein Teilgebiet, als eigenes Fach im Artikel Biochemie-Studium
Radio- und Kernchemieradioaktive Stoffe und ihre Anwendung
Umwelt- und Nachhaltigkeits­chemieSchadstoffe, Kreisläufe, Recycling
WirtschaftschemieChemie plus Betriebs­wirtschaft in einem Studiengang
Fachdidaktikwenn Du auf Lehramt studierst

Als Chemie-Student oder Chemiestudentin verbringst Du mehr Zeit im Labor als in der Vorlesung, und der Aufwand steigt nicht gleichmäßig.

Die ersten beiden Semester - Klausuren
Klausuren in Mathematik, Physik und Anorganik.
Danach - die Praktika übernehmen
Ab hier bestimmt die Arbeit im Labor Deinen Alltag.
Zum Schluss - Bachelorarbeit im Arbeitskreis
Der Bachelor endet mit einer Bachelorarbeit im Arbeitskreis. Dort entscheidet sich oft auch, welches Thema Du im Master weiterverfolgst.

Deinen Studienplan findest Du beim Institut Deiner Hochschule. An vielen Universitäten heißen die Fachbereiche schlicht Institut für Chemie, zum Beispiel in Rostock und in Halle. Dort findest Du den Modulplan, die Praktikumsordnung und die Fristen, und die unterscheiden sich stärker, als die gleichen Modulnamen vermuten lassen.

Wenn Du an der Uni Halle Chemie studieren willst, liest Du also die Ordnung aus Halle und nicht die aus Rostock. Wir raten Dir, schon vor der Bewerbung in den Studienverlaufsplan zu schauen, weil Du dort siehst, wie viele Praktikumswochen auf Dich zukommen.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Für das Chemie-Studium brauchst Du in der Regel die allgemeine Hochschulreife, aber keinen Spitzenschnitt, denn 121 von 166 Bachelor sind zulassungsfrei. Viel wichtiger ist meist, dass Du eine passende Hochschule findest und Deinen Antrag rechtzeitig stellst. Nur bei 45 der 166 Bachelor musst Du durch ein Auswahlverfahren.

121 ohne NC45 mit NC
121 Bachelor vergeben ihre Plätze ohne Zulassungsbeschränkung
45 Bachelor sind zulassungsbeschränkt
Die zwei Wege zum Studienplatz
Vom häufigsten zum seltensten Weg
1. Zulassungsfrei einschreiben
Bei 121 Bachelor gibt es keine Zulassungsbeschränkung - im Chemie-Studium ist das der Normalfall. Du brauchst keine bestimmte Note, nur die Hochschulzugangsberechtigung und einen Antrag vor Fristende.
2. Über das Auswahlverfahren (NC)
45 Bachelor sind zulassungsbeschränkt, vor allem Lehramtsvarianten und einzelne stark nachgefragte Standorte. Eine NC-Zahl fürs Studium Chemie nennen wir bewusst nicht: Ein Numerus clausus gilt immer nur für ein Semester an einer Hochschule und ist erst nach dem Verfahren bekannt. Verbindlich ist die Zulassungsordnung der Hochschule, bei der Du Dich bewirbst - nicht eine NC-Liste im Netz.

Wenn Du nach sechs Semestern fertig sein willst, passt Chemie eher nicht zu Dir. Hier solltest Du den Master von Anfang an mitplanen und oft auch die Promotion. Schwierig wird es auch, wenn Du feste Arbeitszeiten brauchst, weil Laborpraktika lange Blöcke sind. Ein Fernstudium ist ebenfalls kaum möglich, denn nur 4 der 341 Studiengänge laufen so. Falls Dich Naturwissenschaft reizt, Formeln und Rechnen Dir aber nichts sagen, schau Dir lieber Biologie oder Biotechnologie an. Und wenn Dir schnelles Geld wichtiger ist als das Fach, wirst Du mit Chemie wahrscheinlich nicht glücklich.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Fachhochschulreife: reicht je nach Bundesland für eine Fachhochschule
  • Abgeschlossene Berufsausbildung plus mehrere Jahre Berufserfahrung: Zugang zur Universität
  • Fachlich passend sind zum Beispiel Chemielaborant, Chemikant-Ausbildung oder Pharmakant
  • Welche Regel gilt, steht im Hochschulgesetz Deines Bundeslandes und in der Zulassungsordnung der Hochschule
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Mathematik und Physik - stehen in den ersten Semestern gleichberechtigt neben der Chemie. Ein Eignungstest ist unüblich, einzelne Hochschulen bieten einen Mathe-Vorkurs an
  • Englisch - die Fachliteratur ist überwiegend englisch. Das Studium ist Rechnen, Messen und Lesen in dieser Reihenfolge
  • Ausdauer im Labor - Praktika binden ganze Tage, ein Versuch, der nicht funktioniert, wird wiederholt
  • Sorgfalt und Geduld - Analytik verzeiht keine Schlamperei. Das zählt mehr als Vorwissen aus der Schule

Was kannst Du mit Chemie werden?

Was kann man mit einem Chemie-Studium machen? Die Arbeit im Labor ist dabei nur ein Teil der Möglichkeiten. Ein großer Teil der Absolventinnen und Absolventen landet in der Industrie, ein kleinerer in Behörden, Hochschulen und Schulen. Wir haben Dir die Felder zusammengestellt, in denen Chemikerinnen und Chemiker tatsächlich arbeiten.

Forschung und Entwicklung in der IndustrieNeue Wirkstoffe, Werkstoffe, Farben, Klebstoffe oder Batteriematerialien. Der klassische Weg nach der Promotion, meist in der chemischen oder pharmazeutischen Industrie.IndustrieLaborPromotion
Analytik und QualitätskontrolleWas steckt in der Probe, in welcher Menge, und hält das Produkt die Spezifikation ein? Ein Feld mit festen Abläufen, viel Messtechnik und klaren Vorschriften.MesstechnikQualitätsmanagementAuftragslabor
Pharma und WirkstoffentwicklungVon der Synthese über die Formulierung bis zur Stabilitätsprüfung. Hier arbeiten Chemikerinnen eng mit Pharmazie, Biologie und Medizin zusammen.PharmaindustrieSyntheseZulassung
Verfahrenstechnik und ProduktionAus dem Laborversuch wird eine Anlage. Wer das kann, arbeitet an der Schnittstelle zum Ingenieurwesen - oft nach einem Studium mit technischem Schwerpunkt.AnlageProzessTechnische Chemie
Umwelt, Sicherheit und BehördenGrenzwerte prüfen, Gefahrstoffe bewerten, Genehmigungen erteilen: Landesämter, Umweltbehörden und Gewerbeaufsicht suchen Leute, die Messwerte einordnen können.BehördeGefahrstoffeÖffentlicher Dienst
Patente, Regulierung und ZulassungChemisches Wissen plus Recht: Patentanwaltsfachleute, Regulatory Affairs und Produktsicherheit sind Wege, die ohne Laborkittel auskommen.PatentwesenRegulatory AffairsRecht
Vertrieb, Einkauf und WirtschaftschemieWer Produkte erklären kann, verkauft sie auch. Ein Wirtschaftschemie-Studium verbindet genau das: Chemie und Betriebswirtschaft in einem Abschluss.VertriebWirtschaftschemieBeratung
Schule und HochschuleLehramt Chemie führt über Bachelor und Master of Education oder das Staatsexamen und danach über das Referendariat. An der Hochschule bleibt, wer promoviert und danach weiterforscht.LehramtReferendariatForschung

Bei Berufen und Gehalt nach dem Chemie-Studium lohnt sich ein Blick auf den Einstieg 2025. Die GDCh fragt jedes Jahr bei den Hochschulen nach, wo promovierte Chemikerinnen und Chemiker zuerst landen. Für 2025 sieht das Bild leider schlechter aus als in den Jahren davor.

Wo promovierte Chemiker 2025 zuerst landen
Von 100 promovierten Absolventinnen und Absolventen
Chemische und pharmazeutische Industrieim Jahr davor waren es noch 42rund 33
Zunächst befristete Stelle im Inlandrund 16,5
Übrige Wirtschaftknapp 15
Auslandknapp 13
Stellensuchendim Vorjahr waren es 710,4
Öffentlicher Dienst6
Hochschule oder Forschungsinstitutje etwa 5

Uns ist wichtig, dass Du diese Zahlen als Tendenz liest und nicht als gesicherten Befund. Sie beruhen auf den Rückmeldungen zu 695 von 1.799 promovierten Absolventinnen und Absolventen, also auf rund 39 von 100 bekannten Verbleiben.

Die GDCh selbst führt die Eintrübung auf die angespannte Lage der chemischen Industrie in Deutschland zurück. Erst die kommenden Jahre werden laut GDCh zeigen, ob es sich um eine Schwankung oder einen Trend handelt. Wenn Du jetzt anfängst, solltest Du das trotzdem im Hinterkopf behalten und früh Praktika, Auslandsaufenthalte und einen klaren Schwerpunkt sammeln.

GDCh, Statistik der Chemiestudiengänge 2025, veröffentlicht am 2. Juli 2026; Stichtag der Erhebung ist der 31. Dezember.

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Chemieingenieurwesen (B.Eng.) neben dem Job studieren
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Was verdienst Du mit Chemie?

Zum Einstieg verdienst Du als Chemikerin oder Chemiker rund 5.886 € brutto im Monat, im Durchschnitt sind es 7.086 €. In weiten Teilen der Industrie ist die Promotion der übliche Abschluss, und das macht beim Gehalt viel aus.

5.886 €
Einstiegsgehalt
brutto im Monat
7.086 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat

Wie viel netto bleibt, womit Du nach Master oder Promotion einsteigst und was die Berufsjahre bringen, liest Du beim Gehalt als Chemiker.

Einstiegs- und Durchschnittsgehalt: Statistisches Bundesamt, wie in unserem Gehaltsartikel.

Chemie und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: Mit Studium und Forschungsschwerpunkt stehst Du gut da, denn ersetzbar ist beim Chemiker vor allem die Laborroutine, während Software in Zulassung und Arzneimittelrecht deutlich mehr übernehmen könnte. Wir haben dafür im Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen, wie viele Kerntätigkeiten eines Berufs Maschinen oder Software heute schon übernehmen könnten. Für Chemiker sind es 2 von 9, und daran hat sich seit 2013 nichts geändert.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Chemiker
2 von 9
Kerntätigkeiten automatisierbar
Nur die Laborroutine, seit 2013 unverändert
Arzneimittelchemiker
6 von 14
Kerntätigkeiten automatisierbar
Labor, Zulassung und Arzneimittelrecht
Chemielaborant
7 von 9
Kerntätigkeiten automatisierbar
Die Laborroutine von Probe bis Gasanalyse
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Chemiker/in“, „Arzneimittelchemiker/in“ und „Chemielaborant/in“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Betroffen ist vor allem die Arbeit, die im Labor nach festem Ablauf geschieht. So teilt das IAB die Kerntätigkeiten beim Chemiker auf:

Das kann Software übernehmen
  • die Laborarbeit
  • chemische Untersuchungs- und Messverfahren
Das bleibt bei Dir
  • Versuchsplanung und Auswertung
  • Forschung und Entwicklung
  • die analytische Chemie

Beim Chemielaboranten, der nach einer Ausbildung diese Routine übernimmt, fällt der Wert ganz anders aus. Bei ihm sind 7 von 9 Kerntätigkeiten automatisierbar, von der Probenahme bis zur Gasanalyse. Das passt zu unserem Gehaltsvergleich weiter oben, denn auch dort führt Dich das Studium in das kleinere und besser bezahlte Segment der Chemie.

Und in Pharma und Wirtschaftschemie?
Arzneimittelchemiker: 6 von 14Zum Labor kommen hier Arzneimittelprüfung, Zulassung sowie Arzneimittel- und Chemikalienrecht hinzu. Deshalb wird auch der Einstieg über Regulatory Affairs, den wir bei den Berufen als Weg ohne Laborkittel beschrieben haben, stärker von Software berührt.
Wirtschaftschemiker: heute 47 %2013 galten erst 18 % der Kerntätigkeiten als automatisierbar. Ersetzbar sind dort heute vor allem Einkauf, Kalkulation, Vertrieb und Controlling.

Wie belastbar diese Werte sind, ordnet das IAB selbst ein. Es weist darauf hin, dass seine Werte technische Möglichkeiten beschreiben. Auch Berufe mit hohem Wert bestehen weiter, und Berufe mit niedrigem Wert verändern sich trotzdem.

Wenn Du als Chemiker in Synthese, Analytik oder Wirkstoffentwicklung forschen willst, ist die Automatisierung für Dich deshalb das kleinere Thema. Mehr Gewicht hat die Lage der chemischen Industrie, die wir Dir oben bei den Berufen anhand der GDCh-Zahlen beschrieben haben.

Das Chemie-Studium in Zahlen

35.670
Studierende
Wintersemester 2025/26
45,5 %
davon Frauen
Wintersemester 2025/26
3,7 %
arbeitslos
Beruf Chemie, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 35.670 Studierenden:
90 %
32.247
an Universitäten
3.423
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?8.800 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Chemie“ (27.711 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 7.207 €
5.443 €untere 25 % daruntermehrobere 25 % ohne Angabe
Anders gesagt: ein Viertel verdient weniger als 5.443 €, die Mitte liegt bei 7.207 €. Wie viel das obere Viertel verdient, weist die Bundesagentur nicht aus: es liegt über der Grenze, bis zu der Gehälter an die Sozialversicherung gemeldet werden. Mit einer Berufsausbildung statt Studium liegt die Mitte in derselben Berufsgruppe bei 4.929 €.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2025
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Häufige Fragen

Wo kann ich Chemie studieren?
Du kannst Chemie an 94 Hochschulen in 78 Studienorten studieren, dort haben wir 341 Studiengänge gefunden. Davon sind 166 Bachelor und 156 Master, und 19 führen zu einem anderen Abschluss. Unsere Auswertung hat den Stand vom 21.09.2026.
Wie lange dauert ein Chemie-Studium?
Der Bachelor ist meist auf 6 Semester angelegt, in der Praxis brauchen viele aber etwas länger. Absolventen an Universitäten haben im Median 7,0 Semester gebraucht und danach 5,5 Semester bis zum Master, an Fachhochschulen waren es 8,3 und 4,7 Semester. Wenn Du danach promovierst, dauert das im Median weitere 8,8 Semester. Quelle: GDCh, Statistik der Chemiestudiengänge, Erhebungsjahr 2024.
Chemie studieren: Dauer bis zum Berufseinstieg?
Wenn Du ehrlich rechnest, bist Du rund sechs bis sieben Jahre bis zum Master beschäftigt, denn im Median sind es 7,0 Semester bis zum Bachelor und 5,5 bis zum Master. Gehst Du den in der Industrie üblichen Weg und promovierst, kommen im Median weitere 8,8 Semester dazu. Erst danach beginnt für viele der erste feste Job. Quelle: GDCh, Statistik der Chemiestudiengänge, Erhebungsjahr 2024.
Brauche ich für das Chemie-Studium einen guten Abischnitt (NC)?
In den meisten Fällen nicht, denn von den 166 Bachelor-Studiengängen, die wir gefunden haben, sind 121 ohne Zulassungsbeschränkung und nur 45 zulassungsbeschränkt. Eine NC-Zahl nennen wir Dir bewusst nicht, weil ein NC immer nur für ein Semester an einer Hochschule gilt und erst nach dem Verfahren feststeht.
Wie hoch ist die Abbrecherquote im Chemie-Studium? Wie viele geben auf?
Eine belegte Abbruchquote für Chemie haben wir leider nicht gefunden, deshalb nennen wir Dir keine Zahl. Belegen lässt sich aber, dass die Zahl der Chemie-Studierenden 2025 zum vierten Mal in Folge gesunken ist, auf 31.040 Personen. Die GDCh hat ihre Statistik der Chemiestudiengänge 2025 am 2. Juli 2026 veröffentlicht, und daraus stammt diese Zahl.
Ist das Chemie-Studium schwer?
Hart sind vor allem die ersten Semester, weil Mathematik, Physik und Anorganische Chemie parallel laufen und dazu ganztägige Laborpraktika kommen. Wenn Du diese Zeit gut überstehst, kommst Du meist auch durch den Rest. Schwer macht es vor allem, dass Klausuren und Praktikumstermine gleichzeitig anstehen, und weniger der Stoff allein.
Was kann man mit Chemie-Studium machen, wenn man nicht promovieren will?
In vielen Bereichen kommst Du ohne Doktortitel aus, etwa in Analytik und Qualitätskontrolle, Produktion und Verfahrenstechnik, im Vertrieb, in Regulatory Affairs, in der Produktsicherheit, in Behörden und im Lehramt. Wenn Du in die industrielle Forschung möchtest, ist die Promotion dagegen in weiten Teilen der Regelabschluss, und rund 80 von 100 Master-Absolventen an Universitäten beginnen eine. Quelle: GDCh, Statistik der Chemiestudiengänge, Erhebungsjahr 2024.
Was verdient man mit einem Chemie-Studium?
Als Chemikerin oder Chemiker verdienst Du im Durchschnitt 7.086 € brutto im Monat, zum Einstieg sind es rund 5.886 € (Statistisches Bundesamt).
Wie viel verdient ein Chemielaborant im Vergleich?
Mit einer Ausbildung zum Chemielaboranten landest Du auf der Fachkraftebene der Berufsgruppe 413 Chemie, und dort liegt das Gehalt bei 4.929 € brutto im Monat, Stand 2025. Chemikerinnen und Chemiker mit Studium verdienen im Durchschnitt 7.086 € brutto im Monat. Dafür arbeiten auf der Fachkraftebene 133.720 Beschäftigte und auf der Expertenebene nur 27.711. Zahlenmäßig ist der Ausbildungsweg also der größere.
Gibt es Chemie als Fernstudium oder duales Studium?
Als Fernstudium geht das kaum, denn von 341 Studiengängen laufen nur 4 als Fernstudium, dafür aber 18 dual. Das liegt an den Laborpraktika, die Du nicht aus der Ferne ableisten kannst. Wenn Du neben dem Beruf studieren willst, findest Du eher berufsbegleitende Modelle mit längerer Regelstudienzeit.
Was ist der Unterschied zwischen Chemie und Biochemie?
In der Chemie beschäftigst Du Dich mit allen Stoffen, in der Biochemie mit denen des Lebendigen, also mit Proteinen, Enzymen und Stoffwechselwegen. Beide Fächer haben bei uns einen eigenen Artikel, weil wir sie getrennt zählen. Unter den 341 Studiengängen, die wir Dir hier zeigen, findest Du deshalb keine Biochemie-Studiengänge.
Was ist die GDCh?
Hinter der Abkürzung steht die Gesellschaft Deutscher Chemiker, der Fachverband der Chemie in Deutschland mit rund 28.000 Mitgliedern. Seit 1952 erhebt sie jedes Jahr die Statistik der Chemiestudiengänge und erfasst darin Anfängerzahlen, Abschlüsse, Studiendauer und den Berufsverbleib. Mehrere Zahlen, die wir Dir in diesem Artikel nennen, stammen aus dieser Statistik.
Lohnt sich Chemie noch, wenn der Berufseinstieg schwieriger wird?
Das kannst nur Du selbst entscheiden, aber wir möchten, dass Du die Lage kennst. Im Jahr 2025 begannen nur noch rund 33 von 100 promovierten Chemikerinnen und Chemikern direkt in der chemischen und pharmazeutischen Industrie, im Jahr davor waren es 42. Als stellensuchend galten 10,4 von 100. Die Werte beruhen auf 695 bekannten Verbleiben von 1.799 Promovierten und zeigen eine Tendenz. Die GDCh hat diese Statistik der Chemiestudiengänge 2025 am 2. Juli 2026 veröffentlicht, und daraus stammen die Zahlen.

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Weiter zum Chemie-Studium

Quellen dieses Artikels Studiengangszahlen, Hochschulen, Studienorte, Abschlüsse, Regelstudienzeiten und Zulassungsbeschränkungen: eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026. Gezählt sind Studiengänge, die Chemie, Chemistry oder den Wortteil chemisch im Namen tragen; Biochemie, Lebensmittelchemie und Chemieingenieurwesen zählen wir getrennt. 23 Einträge stehen doppelt, meist als Vollzeit- und Teilzeitvariante desselben Programms. · Gehalt: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Bruttomonatsentgelt, Berufsgruppe 413 Chemie, Deutschland, alle Altersgruppen, Stand 2025, Anforderungsniveau Fachkraft, Spezialist und Experte. · Studiendauer im Median, Übergangsquoten in Master und Promotion: GDCh, Statistik der Chemiestudiengänge, Erhebungsjahr 2024. · Berufsverbleib der Promovierten, Studienanfänger- und Studierendenzahlen: GDCh, Statistik der Chemiestudiengänge 2025, veröffentlicht am 2. Juli 2026; die Verbleibsdaten beruhen auf 695 von 1.799 Promovierten. · Stipendien des Fachs: Fonds der Chemischen Industrie, Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der Chemischen Industrie, Kekulé- und Liebig-Richtlinien, Stand 2026. · Zulassungsordnungen, Fristen, Semesterbeiträge und Studiengebühren: die Seiten der jeweiligen Hochschule. Studiengebühren nennen wir in diesem Artikel nicht, weil uns dafür keine geprüfte Quelle vorliegt.

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