Einstiegsgehalt 
2.230
Durchschnittsgehalt 
3.712
Ausbildung 
Staatsexamen
38
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Berufsschullehrer
in unserer Jobbörse ico-arrowRightSlim

Was ist ein Berufsschullehrer?

Ein Berufsschullehrer unterrichtet an Berufsschulen Fächer, die einem bestimmten Ausbildungszweig wie Soziales, Handel, Landwirtschaft oder Technik zugeordnet sind. Sie sind also sowohl Experten in einer beruflichen Fachrichtung, wie auch in dem Lehren einer solchen Fachrichtung.

Was macht ein Berufsschullehrer?

Als Berufsschullehrer begleitest Du junge Menschen, meist zwischen 16 und 21 Jahren, auf ihrem Weg von der Schule in das Berufsleben. Du unterstützt sie in ihrer Berufsausbildung, indem Du sie in fachpraktischen, berufsspezifischen Fächern unterrichtest. In vielen Bundesländern ist es so, dass Du außerdem ein allgemeinbildendes Fach unterrichtest.

Dieser ausbildungsbegleitende Unterricht findet für die Schüler entweder im Blockunterricht, oder aber an festen Tagen die Woche innerhalb der dualen Berufsausbildung zusätzlich zu der betrieblichen Ausbildung statt. Du bereitest die Unterrichtseinheiten vor, und vermittelst anschaulich und verständlich das berufsbezogene Fachwissen. Außerdem bereitest Du die Schüler auf die theoretischen, schriftlichen Prüfungen vor und begleitest und korrigierst diese.

Wie wird man Berufsschullehrer?

Wenn Du Berufsschullehrer werden möchtest, stehen Dir verschiedene Wege zur Auswahl. Du kannst entweder ganz klassisch über ein Lehramt-Studium in den Beruf einsteigen, oder aber Du machst einen Quereinstieg als Berufsschullehrer.

Lehramtsstudium

Wenn Du den herkömmlichen Weg gehen möchtest, solltest Du ein Fach auf Lehramt studieren. Der Bachelor dauert dann sechs Semester lang, der anschließende Master noch einmal vier Semester. Du bist dann also vier Jahre lang mit dem Studium beschäftigt, ehe Du das Referendariat beginnen kannst. Dieses dauert je nach Bundesland noch einmal zwischen anderthalb und zwei Jahre lang. Das Referendariat ist eine berufliche Vorbereitungszeit in der Du während der Anwesenheit eines Lehrers probeweise eigene Unterrichtsstunden erteilst. Am Ende des Referendariats steht die Prüfung zum zweiten Staatsexamen an. In dieser musst Du pro Fach eine Stunde Schüler unterrichten, und schriftliche, sowie mündliche Prüfungen bestehen.

Staatsexamen

Es gibt auch Studiengänge, die zu einem ersten Staatsexamen führen. Das Studium dauert dann ebenfalls wie bei dem Bachelor plus Masterstudium, vier bis fünf Jahre lang. Es führt zu der ersten Staatsexamensprüfung. Anschließend absolvierst Du auch dann den Vorbereitungsdienst, der dann zu dem zweiten Staatsexamen führt.

Voraussetzungen für das Lehramtsstudium

Um überhaupt das Studium beginnen zu können, benötigst Du entweder die Allgemeine Hochschulreife, oder die fachgebundene Hochschulreife. Aber auch falls Du lediglich eine Fachhochschulreife besitzt, kannst Du in einigen Bundesländern an einer Universität ein Fach auf Lehramt studieren, um anschließend Berufsschullehrer werden zu können.

Quereinstieg als Berufsschullehrer

Du kannst aber auch Berufsschullehrer werden, ohne ein Lehramtsstudium absolviert zu haben. Dies ist erst möglich, seitdem es einen Mangel an Lehrkräften gibt. Jedes Bundesland hat eigene Kriterien für den Quereinstieg als Berufsschullehrer festgelegt. Grundsätzlich wird zwischen den sogenannten Seiteneinstieg, und den Quereinstieg als Berufsschullehrer unterschieden. Als Seiteneinsteiger hast Du weder Lehramt studiert, noch ein Referendariat beendet. Als Quereinsteiger hingegen hast Du zwar auch nicht auf Lehramt studiert, aber trotzdem ein Referendariat beendet.

Du kannst auch Berufsschullehrer ohne Studium werden. Dafür benötigst Du einen Meistertitel und eine anschließend einjährige berufsbegleitende, wissenschaftliche Ausbildung in dem Fachbereich. Außerdem musst Du danach einen Vorbereitungsdienst absolvieren. Damit Du so in den Beruf einsteigen kannst, musst Du Dich aber vorher genau informieren, wo dies möglich ist. Denn nicht in jedem Bundesland kannst Du so Berufsschullehrer werden. In der Regel besteht die Möglichkeit nur für die Fachbereiche in der Berufsschule, für die es zuletzt nicht genügend qualifizierte Bewerber gab.

Wo arbeitet ein Berufsschullehrer?

Nach Deiner Ausbildung zum Berufsschullehrer arbeitest Du hier:

  • An einem beruflichen Gymnasium
  • An einer Fachoberschule
  • An einer Berufsfachschulen
  • An einem Berufskolleg

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Nach Deiner Ausbildung oder Umschulung zum Berufsschullehrer warten diese Aufgaben auf Dich:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Wenn Du Berufsschullehrer werden willst, musst Du Dich im Gegensatz zu Lehrern an allgemeinbildenden Schulen in Deinem Fachbereich auch praktisch gut auskennen. Du arbeitest nicht nur in Unterrichtsräumen, sondern darüber hinaus auch je nach Fachbereich in Gewächshäusern, in Übungsbüros, in Küchen, Laboren oder in handwerklichen Werkstätten. Dort kann es vorkommen, dass Du Schutzkleidung trägst, weil Du sonst mit Dämpfen, Gerüchen, oder Chemikalien in Berührung kommst.

Du kannst feste Arbeitszeiten genießen, hast keine Schichtarbeit, und an Feiertagen frei. Die Vor- und Nachbereitung der Unterrichtsstunden, sowie die Korrektur von Klausuren kannst Du Dir frei einteilen.

Was verdient ein Berufsschullehrer?

Nach Deinem Lehramtsstudium oder Deinem Quereinstieg als Berufsschullehrer bekommst Du an öffentlichen Schulen ein Gehalt nach der Bundesbesoldungsordnung A. In welche Stufe der Besoldungsordnung A Du eingeteilt bist hängt von Deiner Arbeitserfahrung und Deiner Leistung ab. Du erhältst auch je nach Bundesland ein unterschiedliches Gehalt. Durchschnittlich kannst Du allerdings mit circa 2.559 bis 3.522 Euro im Monat rechnen.

Wo finde ich einen Job als Berufsschullehrer?

Falls Du eine Anstellung als Lehrer für berufsbildende Schulen suchst, solltest Du unsere kostenlose Jobbörse nutzen! Du kannst dort ganz genau angeben, wo Du einen Job suchst, welche Anstellungsart Du wünscht, und wieviel Erfahrung Du bereits mitbringst. So kannst Du schnell eine passende Schule als Arbeitgeber finden!

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Wie sind die Berufsaussichten für Berufsschullehrer?

Dich erwarten sehr gute Berufsaussichten! In Hessen, Nordrhein-Westfalen, Berlin, sowie in Schleswig-Holstein gibt es einen akuten Mangel an Berufsschullehrern. Auch in den anderen Bundesländern gibt es je nach Fachbereich auch immer mal wieder zu wenig qualifizierte Lehrer für berufliche Schulen.

Welche Spezialisierungen gibt es?

In dem Beruf spezialisierst Du Dich auf einen Fachkomplex. Auf den Bereich, in dem Du Deinen Bachelor oder Deinen Meister beendet hast, konzentrierst Du Dich auch später im Berufsleben. Zum Beispiel auf einen dieser Fachbereiche:

  • Technik
  • Handwerk
  • Pädagogik
  • Wirtschaft
  • Naturwissenschaften

Passt der Beruf Berufsschullehrer zu mir?

Wenn Du Berufsschullehrer werden möchtest, solltest Du diese Voraussetzungen erfüllen:

Kommunikationsfähigkeit
Du musst vor Deiner Klasse locker und interessant sprechen können, um ihnen den Unterrichtsinhalt gut erklären zu können. Eine eindeutige Ausdrucksweise ist dafür unerlässlich.
Soziale Kompetenz
Damit Du mit Konflikten innerhalb der Klasse gut umgehen kannst, solltest Du gut die Gesprächsführung übernehmen können. Dafür ist ein wenig Einfühlungsvermögen und pädagogisches Geschick hilfreich. Dieses ist ebenfalls Voraussetzung dafür, am Unterricht desinteressierte Schüler zu motivieren.
Handwerkliches Geschick
Je nach Fachrichtung musst Du außerdem unterschiedliche technische und handwerkliche Fähigkeiten mitbringen. Beispielsweise für das Anfertigen von technischen Skizzen, oder für den Umgang mit Maschinen und Werkzeugen.

Die wichtigste Voraussetzung für den Beruf ist es jedoch, dass Du Lust dazu hast, mit jungen Menschen zusammenzuarbeiten, ihnen etwas beizubringen, und sie auf ihrem Weg in das Berufsleben zu begleiten!