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Hochschulzugangsberechtigung

Bei dem Wort "Hochschulzugangsberechtigung" denken viele Menschen nur an das Abitur. Doch das klassische Abi ist lediglich einer von mehreren Zugangswegen, um an deutschen Unis studieren zu dürfen. Informiere Dich, welche weiteren Arten der Hochschulzugangsberechtigung es in Deutschland gibt und wie Du sie nachholen kannst, auch ohne noch einmal die Schulbank zu drücken.

Was ist eine Hochschulzugangsberechtigung?

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung, abgekürzt HZB, meint man ein Zeugnis, das Dich dazu berechtigt, an deutschen Universitäten oder (Fach-)Hochschulen zu studieren. Laut Hochschulrahmengesetz (§ 27 Abs. 2 HRG) gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten, eine HZB zu erwerben: entweder durch schulische Bildungsabschlüsse oder durch eine berufliche Qualifikation. Welche Abschlüsse genau als HZB gelten, wird durch die jeweiligen Landesgesetze geregelt und kann daher von Bundesland zu Bundesland etwas abweichend sein.

Wie bekomme ich eine Hochschulzugangsberechtigung?

Die meisten Studierenden haben ihre Hochschulreife mit 18 oder 19 Jahren an einer weiterführenden Schule erworben, z.B. an einer gymnasialen Oberstufe. Doch Du kannst in Deutschland nahezu jeden Schulabschluss auch im sogenannten zweiten Bildungsweg nachholen. Dazu eignen sich beispielsweise Kollegs, Abendschulen und Fernschulen. Gerade Fernschulen sind eine beliebte Option für Erwachsene, die Job, Familie und Lernen unter einen Hut bringen müssen.

Die folgende Tabelle liefert Dir einen Überblick über Bildungsinstitute, an denen Du Deine Hochschulzugangsberechtigung nachholen kannst. Wie es genau abläuft, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich - manchmal lernst Du zu 100 Prozent online von zu Hause aus, manchmal hast Du auch Termine vor Ort. Fordere doch einfach die kostenlosen Info-Materialien an und vergleiche selbst, welches Lernmodell Dir am meisten zusagt!

Bei vielen Anbietern kannst Du die Kurse übrigens 4 Wochen lang kostenlos und unverbindlich testen. Erst dann entscheidest Du, ob Du Deine HZB wirklich in Angriff nehmen willst. Du kannst im Probezeitraum jederzeit kündigen, ohne einen Cent zu bezahlen!

  • Einstieg
  • Hauptschulabschluss
  • Realschulabschluss

Dauer

30-42 Monate

  • Einstieg

  • Hauptschulabschluss
  • Realschulabschluss

Dauer

30-42 Monate

  • Einstieg
  • Hauptschulabschluss
  • Realschulabschluss

Dauer

30-42 Monate

  • Einstieg

  • Hauptschulabschluss
  • Realschulabschluss

Dauer

30-42 Monate

Welche Arten der HZB gibt es und was kann ich damit machen?

In Deutschland unterscheidet man prinzipiell drei Varianten der Hochschulzugangsberechtigung:

Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung

Die allgemeine HZB ist so etwas wie ein Generalschlüssel im deutschen Hochschulsystem. Du kannst damit an allen Universitäten und Fachhochschulen ein beliebiges Studium beginnen, das mit einem Bachelor, Magister, Diplom oder Staatsexamen abschließt. Je nach Studium kann es sein, dass Du zusätzliche Voraussetzungen erfüllen musst, etwa einen Numerus Clausus oder einen Eignungstest.

Fachhochschulreife

Die Fachhochschulreife (oft auch Fachabitur genannt) berechtigt Dich zum Studium an Fachhochschulen, nicht aber an Universitäten. Eine Einschränkung auf einen bestimmten Fachbereich gibt es dabei nicht.

Fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung

Die fachgebundene HZB wird umgangssprachlich oft ebenfalls "Fachabi" genannt, ist aber nicht dasselbe wie die Fachhochschulreife. Mit der fachgebundenen Hochschulreife bist Du auf bestimmte Studienfächer beschränkt, die auf Deinem Zeugnis ausgewiesen sind. Hast Du etwa eine kaufmännische Schule besucht und dort Deine Hochschulreife erworben, dann kannst Du Wirtschaft studieren, aber nicht Physik oder Germanistik.

Was genau zählt als Hochschulzugangsberechtigung?

Es gibt unterschiedliche Abschlüsse, die Dir den Weg an die Uni ebnen - nachfolgend ein kurzer Überblick. Beachte, dass jedes Bundesland den Hochschulzugang im Detail unterschiedlich regeln kann!

Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung

Als "allgemeine Hochschulzugangsberechtigung" zählen:

  • Allgemeines Abitur: Das ist der klassische Zugangsweg. Das allgemeine Abi kannst Du u.a. an Gymnasien, Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe, Abendschulen, Kollegs oder Fernschulen erwerben.
  • Berufliche Qualifikationen: Durch bestimmte berufliche Aus- und Weiterbildungen erwirbst Du eine dem Abi gleichgestellte Hochschulreife. Dazu zählen Meisterprüfungen, bestimmte Aufstiegsfortbildungen (z.B. IHK-Fachwirt) und weitere Fortbildungen, die in den jeweiligen Landesgesetzen geregelt sind.
  • Ausländische Schulabschlüsse: Eine Hochschulreife, die Du in einem anderen EU-Land oder in der Schweiz, Liechtenstein, Norwegen oder Island erworben hast, berechtigt Dich meistens auch in Deutschland zum Studieren. Dasselbe gilt für deutsche Auslandsschulen. Abschlüsse aus Nicht-EU-Ländern werden nicht in jedem Fall anerkannt.
  • Abgeschlossenes Erststudium: Durch den Abschluss eines Hochschul-Studiums mit mindestens 6 Semestern Regelstudienzeit erwirbst Du zugleich eine allgemeine Hochschulreife - auch wenn Du das Studium an einer Fachhochschule absolviert hast.
  • Berufsabitur: Dieses Modell gibt es vorerst nur in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Sachsen. Du absolvierst innerhalb von 4 Jahren eine vollwertige Berufsausbildung inklusive allgemeiner Hochschulreife.

Fachhochschulreife

Die Fachhochschulreife setzt sich grundsätzlich aus einem schulischen und einem berufsbezogenen Teil zusammen. Als berufliche Qualifikation zählen z.B. eine abgeschlossene Berufsausbildung, eine 2- bis 3-jährige Berufstätigkeit oder ein gelenktes Praktikum. Für den schulischen Teil kommen je nach Bundesland diese Schultypen in Frage:

  • Gymnasien oder Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe (Abschluss nach 2 Schulhalbjahren der Qualifikationsphase)
  • Berufliche Gymnasien
  • Berufsbildende Schulen wie Berufs- oder Fachoberschulen, Berufsakademien, Berufskollegs

Fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung

Eine fachgebundene Hochschulreife erreichst Du je nach Bundesland durch:

  • Abiturprüfung an einer gymnasialen Oberstufe mit nur 1 Fremdsprache (für das allgemeine Abi brauchst Du 2 Fremdsprachen)
  • Abiturprüfung an berufsbildenden Schulen wie (Berufs-)Oberschulen, Fachoberschulen, Berufskollegs, beruflichen Gymnasien, Fachakademien
  • Berufliche Qualifikationen wie Meisterprüfung, Aufstiegsfortbildung oder mind. 2-jährige Berufsausbildung plus 3 Jahre Berufspraxis

An zahlreichen Hochschulen kannst Du auch ohne eine dieser Voraussetzungen zu bestimmten Studiengängen zugelassen werden, wenn Du ausreichend facheinschlägige Berufspraxis mitbringst und / oder ein Probestudium erfolgreich absolvierst.