Wo kann ich Bioinformatik studieren?
Ein Bioinformatik-Studium findest Du in Deutschland vor allem an Universitäten, seltener an Fachhochschulen, und studieren kannst Du es fast ausschließlich in Präsenz. Es gibt mehr Master als Bachelor, und viele Bachelor nehmen Dich ohne NC auf.

- Bachelor of Science, Fernstudium
- ortsunabhängig, 6 Semester Regelstudienzeit
- ohne Numerus clausus
| Studiengang | Hochschule | Ort | Abschluss |
|---|---|---|---|
| Angewandte Bioinformatik | TH Bingen | Bingen | Bachelor of Science |
| Bioinformatik | Uni Jena | Jena | Bachelor of Science |
| Bioinformatik | Uni Halle | Halle (Saale) | Bachelor of Science |
| Bioinformatik | TUM (TU München) | München | Bachelor of Science |
| Bioinformatik | THM (Technische Hochschule Mittelhessen) | Gießen | Bachelor of Science |
| Bioinformatik | Uni Tübingen | Tübingen | Bachelor of Science |
| Bioinformatik | Freie Universität Berlin | Berlin | Bachelor of Science |
| Bioinformatik | LMU München | München | Bachelor of Science |
| Bioinformatik | Uni Saarland | Saarbrücken | Bachelor of Science |
Du siehst 10 von 37 Studiengängen.Alle 37 ansehen →Weniger anzeigen ↑
| Studiengang | Hochschule | Ort | Abschluss |
|---|---|---|---|
| Bioinformatik | Uni Frankfurt | Frankfurt am Main | Bachelor of Science |
| Bioinformatik | TH Deggendorf | Deggendorf | Bachelor of Science |
| Bioinformatik und Genomforschung | Uni Bielefeld | Bielefeld | Bachelor of Science |
| Biosystemtechnik / Bioinformatik | TH Wildau | Wildau | Bachelor of Science |
| Biotechnologie/Bioinformatik | HS Emden/Leer | Emden | Bachelor of Science |
| Agrobioinformatics | Uni Gießen | Master of Science | |
| Angewandte Bioinformatik | Uni Mainz | Mainz | Master of Science |
| Bioinformatics | Uni Potsdam | Potsdam | Master of Science |
| Bioinformatik | Uni Jena | Jena | Master of Science |
| Bioinformatik | Uni Halle | Halle (Saale) | Master of Science |
| Bioinformatik | TUM (TU München) | München | Master of Science |
| Bioinformatik | Uni Leipzig | Leipzig | Master of Science |
| Bioinformatik | Uni Tübingen | Tübingen | Master of Science |
| Bioinformatik | Freie Universität Berlin | Berlin | Master of Science |
| Bioinformatik | LMU München | München | Master of Science |
| Bioinformatik | Uni Saarland | Saarbrücken | Master of Science |
| Bioinformatik | Uni Frankfurt | Frankfurt am Main | Master of Science |
| Bioinformatik | Uni Hamburg | Hamburg | Master of Science |
| Bioinformatik (international) | Uni Saarland | Saarbrücken | Master of Science |
| Bioinformatik und Genomforschung | Uni Bielefeld | Bielefeld | Master of Science |
| Bioinformatik und Systembiologie | THM (Technische Hochschule Mittelhessen) | Gießen | Master of Science |
| Bioinformatik und Systembiologie | Uni Gießen | Giesen | Master of Science |
| Bioinformatik/Bioinformatics | Uni Tübingen | Master of Science | |
| Biosystemtechnik / Bioinformatik | TH Wildau | Wildau | Master of Science |
| Computational Biology | Uni Köln | Master of Science | |
| Computational Biology and Bioinformatics | Uni Göttingen | Göttingen | Master of Science |
| Bioinformatik | Uni Bielefeld | Bielefeld | Promotion |
Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026; gezählt haben wir jeden Studiengang, der „Bioinformatik“ oder „Computational Biology“ im Namen trägt – 35 der 36 tragen den Fachnamen im engeren Sinn.
Bioinformatik, deutschlandweit gezählt, sitzt vor allem an den großen Universitäten. Beispiele aus der Liste: Bioinformatik (FU Berlin), Bioinformatik und Genomforschung (Uni Bielefeld), Biosystemtechnik / Bioinformatik (TH Wildau). Nur einen Bachelor und keinen Master gibt es in Bingen, Deggendorf und Emden.
Das Bioinformatik-Studium in Zahlen
an Universitäten480
an Fachhochschulen
aus Deutschland1.050
aus dem Ausland
Bioinformatik ist vor allem ein Master-Fach
Von den 36 Studiengängen führen 21 zum Master und nur 14 zum Bachelor. Das Fach holt sich seinen Nachwuchs also zu einem großen Teil aus anderen Fächern: Wer in den Master will, bringt meist einen Bachelor in Informatik oder Biologie mit.
Für Dich heißt das zweierlei. Mit dem Abitur in der Hand hast Du 14 Bioinformatik-Bachelor zur Auswahl, 8 davon ohne NC. Und Du kannst auch dann noch in die Bioinformatik, wenn Du zuerst etwas anderes studiert hast – nach dem Bachelor wird die Auswahl größer statt kleiner.
Was kannst Du mit Bioinformatik werden?
Große Zahlen zu den Bioinformatik-Jobaussichten wirst Du nicht finden, und das hat einen Grund. Bioinformatik ist ein kleiner, spezialisierter Arbeitsmarkt – kein Massenfach. Das zeigt der Vergleich mit der Informatik auf demselben Anforderungsniveau.
Das ist keine schlechte Nachricht, aber eine wichtige: Deine Bioinformatik-Berufsaussichten hängen stark davon ab, in welche Branche Du gehst. Die Bioinformatik-Berufe lassen sich grob in vier Richtungen sortieren.
Zwei Angebote in der Liste heißen Angewandte Bioinformatik: Studium, Berufsaussichten und Gehalt trennen wir hier nicht nach dem Namen – die Statistik der Bundesagentur tut es auch nicht.
Nach Bioinformatik-Jobs und Bioinformatik-Stellenangeboten suchst Du am besten breiter als nur nach dem Fachnamen: Datenanalyse, Genomik oder Computational Biology führen zu denselben Stellen. Einen Einstieg findest Du in unserer Stellenbörse.
Was verdienst Du mit Bioinformatik?
6.193 € brutto im Monat. So viel verdient die Mitte der Beschäftigten, die die Bundesagentur für Arbeit im Beruf Bioinformatik auf dem Anforderungsniveau Experte führt (Stand 2024). Ein Viertel verdient weniger als 5.112 €, ein Viertel mehr als 7.449 €. Ein einzelnes Bioinformatiker-Gehalt kann also deutlich darüber oder darunter liegen.
Diese Zahl steht auf dünner Basis. 1.365 Beschäftigte sind wenig für eine Gehaltsstatistik. Je kleiner die Gruppe, desto stärker schlagen einzelne Arbeitgeber und Regionen durch. Nimm die 6.193 € als Richtwert, nicht als Zusage. Die breite Informatik ist mit 41.729 erfassten Experten deutlich besser belegt – und liegt mit 6.684 € nur knapp darüber.
Ein Einstiegsgehalt nach dem Bachelor-Abschluss weist der Entgeltatlas nicht aus, und eine eigene Zahl für das Gehalt mit einem Master in Bioinformatik gibt es auch nicht: Die Statistik unterscheidet nach Anforderungsniveau, nicht nach Abschluss. Das Niveau „Experte“ steht für Tätigkeiten, für die ein langes Studium vorausgesetzt wird. Wer mit dem Bachelor startet, liegt in dieser Statistik eher auf den Stufen darunter: In der Informatik sind das 6.525 € als Spezialist und 5.168 € als Fachkraft.
Bioinformatik und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: Gut, denn beim Bioinformatiker gelten nur Programmier- und Datenbankaufgaben als automatisierbar, die Datenanalyse und das biologische Wissen dahinter nicht - in der reinen Informatik liegen die Werte höher. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) schätzt für jeden Beruf, wie viele seiner Kerntätigkeiten sich mit heutiger Technik automatisieren ließen. Beim Bioinformatiker kommt es auf 4 von 16.
Was Software im Beruf übernehmen könnte. Als ersetzbar stuft das IAB beim Bioinformatiker das Programmieren ein, dazu Modellbildung und Simulation, das Datenbankmanagement und die Programmierung von Systemsoftware. Die Datenanalyse selbst zählt nicht dazu, genauso wenig wie Biologie, Biochemie und Biotechnologie, ohne die sich die Ergebnisse gar nicht deuten lassen. Bis 2019 hatte das Institut in diesem Beruf überhaupt keine ersetzbare Kerntätigkeit gefunden, der Sprung auf 25 Prozent im Jahr 2022 hängt allein an diesen vier Programmier- und Datenbankaufgaben.
Und wenn Du in die reine Informatik wechselst? Softwareentwicklung und Datenanalyse nennt der Berufe-Abschnitt weiter oben als Weg, der Dir auch außerhalb der Biologie offensteht. Dort liegen die Werte höher. Beim Data Scientist hält das IAB 10 von 22 Kerntätigkeiten für automatisierbar, darunter Datenaufbereitung, Data Warehouse und Recherche, beim Informatiker mit Hochschulabschluss sind es 8 von 23. Statistik, Datenschutz und Software-Engineering bleiben in beiden Berufen beim Menschen.
Wie belastbar sind diese Werte? Sie zeigen, was technisch machbar wäre, und sagen nichts darüber, wie viele Stellen es künftig gibt. Das IAB weist selbst darauf hin, dass ein Beruf mit hohem Wert deshalb nicht verschwindet und einer mit niedrigem Wert trotzdem anders aussehen kann als heute. In der Bioinformatik wird sich also vermutlich vor allem das Programmieren im Alltag verändern, während das biologische Wissen genau der Teil bleibt, den Du reinen Informatikern voraushast.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Für den Bachelor brauchst Du in der Regel das Abitur, an Fachhochschulen reicht die Fachhochschulreife - für den Master einen passenden Bachelor. Bioinformatik ist vor allem ein Master-Fach: 21 Master stehen 14 Bachelor gegenüber.
Ein duales Studium in Bioinformatik ist die Ausnahme. Genau einer der 36 Studiengänge läuft dual. Ein Fernstudium in Bioinformatik führt unsere Datenbank nicht. Wer online studieren will, landet deshalb schnell bei einem Informatik- oder Medizininformatik-Studium.
Was solltest Du mitbringen?
- Universität: in der Regel das Abitur
- Fachhochschule: die Fachhochschulreife reicht
- Master: ein Bachelor in Bioinformatik, Informatik, Biologie oder einem verwandten Fach
- Bio, Informatik und Mathe - wer diese Fächer in der Schule mochte, ist hier richtig
- Viel Mathematik - lässt sich in diesem Fach nicht umgehen
- Programmieren ab dem ersten Semester - wer das Gegenteil verspricht, hat den Stundenplan nicht gelesen

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.
Was lernst Du im Bioinformatik-Studium?
Bioinformatik ist kein Laborfach. Du wertest biologische Daten am Rechner aus: Erbgut-Sequenzen, Proteinstrukturen, Messreihen aus Experimenten. Dazu gehört bioinformatische Genomforschung – Sequenzen vergleichen, Gene finden, Varianten einordnen. Die Uni Bielefeld hat genau das im Namen ihres Studiengangs stehen.
Typische Inhalte im Bachelor:
- Grundlagen der Informatik und Programmieren
- Algorithmen der Bioinformatik
- Mathematik und Statistik
- Molekularbiologie: Aufbau und Funktion der Makromoleküle
- Biochemie: chemische Vorgänge in Lebewesen
- Genetik und Genomforschung
- Datenbanken und Datenmanagement
Passt Bioinformatik zu Dir?
- Du willst biologische Fragen am Rechner beantworten, nicht am Laborplatz.
- Programmieren schreckt Dich nicht ab, sondern reizt Dich.
- Mathematik und Statistik nimmst Du in Kauf.
- Ein kleines, spezialisiertes Fach ist für Dich eher ein Vorteil.
- Du willst ins Labor oder an den Patienten.
- Du suchst ein Fernstudium – im Fach gibt es keins.
- Du willst Mathematik möglichst aus dem Weg gehen.
- Du willst möglichst viele Türen offen halten: Der Arbeitsmarkt ist mit 1.365 erfassten Experten überschaubar.
Nachbarfächer im Blick behalten: Reizt Dich die Biologie mehr als der Rechner, schau Dir das Biologie-Studium an – welche Berufe mit Biologie-Studium möglich sind, steht dort. Reizt Dich der Rechner mehr, ist das Informatik-Studium der breitere Weg. Dazwischen liegen ein Biochemie-Studium mit mehr Labor, ein Humanbiologie-Studium mit Blick auf den Menschen und ein Medizininformatik-Studium mit mehr Klinik.

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen zum Bioinformatik-Studium
Wo kann man Bioinformatik studieren?
Brauche ich für ein Bioinformatik-Studium einen NC?
Gibt es eine Bioinformatiker-Ausbildung?
Hat Bioinformatik Zukunft?
Kann ich Bioinformatik im Fernstudium oder dual studieren?
Was sagt die Statistik zum Bioinformatik-Master-Gehalt?
Kann ich nach Biologie oder Informatik in den Master wechseln?
Weiter zum Bioinformatik-Studium
Quellen
„Gib mir die Quellen“ ist eine berechtigte Forderung. Jede Zahl in diesem Artikel stammt aus einer dieser drei Quellen.
- Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Beruf Bioinformatik, Anforderungsniveau Experte, Stand 2024 – 6.193 € (Mitte), 5.112 € (unteres Viertel), 7.449 € (oberes Viertel), 1.365 Beschäftigte.
- Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Berufsgruppe 431 Informatik, Stand 2024 – Experte 6.684 € (41.729 Beschäftigte), Spezialist 6.525 € (90.337), Fachkraft 5.168 € (104.692).
- Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026 – 36 Studiengänge, davon 14 Bachelor und 21 Master, an 21 Hochschulen in 19 Städten; 8 der 14 Bachelor ohne NC; kein Fernstudium, ein duales Studium; Regelstudienzeit der Bachelor 6 oder 7 Semester.
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