Einstiegsgehalt 
2.472
Durchschnittsgehalt 
3.028
Ausbildung 
Bachelor
13
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Wissenschaftlicher Mitarbeiter
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Was ist ein wissenschaftlicher Mitarbeiter?

Wissenschaftliche Mitarbeiter arbeiten an Universitäten, Fachhochschulen oder anderen Forschungseinrichtungen. Dort sind sie für die Lehre zuständig, halten also Seminare oder Übungen, aber betreiben auch eigenständige Forschung. Viele wissenschaftliche Mitarbeiter sind Nachwuchsforscher, die an ihrer Doktorarbeit oder später an wissenschaftlichen Projekten oder sogar ihrer Habilitation arbeiten. Wissenschaftliche Mitarbeiter sind häufig einem bestimmten Lehrstuhl zugeordnet. Anders als Professoren sind sie heute meist keine Beamten mehr, sondern Angestellte.

Was macht ein wissenschaftlicher Mitarbeiter?

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität oder FH bist Du ein Hochschullehrer. Einerseits bist Du in der Lehre tätig: Du bereitest Seminare, Übungen und andere Kurse vor und hältst sie vor den Studenten. Dazu gehört auch, dass Du Klausuren korrigierst und Studenten bei Hausarbeiten betreust. Dazu kommt Deine eigene Forschung: Je nachdem, in welchem Fach Du tätig bist, machst Du Experimente, führst Studien durch oder arbeitest theoretisch an einer Fragestellung. Über Deine Forschungsergebnisse schreibst Du Aufsätze oder Bücher, die Du publizierst. Zur Forschung gehört auch, dass Du an wissenschaftlichen Konferenzen teilnimmst, dort Vorträge hältst und Dich mit anderen Forschenden austauscht.

Manchmal hast Du als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder als wissenschaftlicher Mitarbeiter darüber hinaus innerhalb Deines Instituts noch besondere Aufgaben. Du bist dann zum Beispiel Ansprechpartner für Studenten, die einen Auslandsaufenthalt planen oder machst die Studiengangsberatung. Du musst jedoch nicht an einer Hochschule arbeiten. Auch andere Forschungsinstitute stellen wissenschaftliche Mitarbeiter ein. Dort unterrichtest Du nicht, sondern bist ausschließlich in der Forschung tätig.

Wie wird man wissenschaftlicher Mitarbeiter?

Für die Arbeit in der Wissenschaft brauchst Du in der Regel einen Master oder vergleichenden Abschluss, zum Beispiel ein Staatsexamen. Wenn Dir die wissenschaftliche Arbeit Spaß macht und Du im Anschluss promovieren möchtest, kannst Du – je nach Fach – dazu parallel an Deinem Institut als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt sein. Das ist jedoch nicht immer so. Manche haben während der Promotion zum Beispiel nur eine halbe Stelle am Lehrstuhl oder schreiben berufsbegleitend an der Doktorarbeit. Du kannst Dich auch nach der Promotion auf eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter bewerben. Oft werden solche Stellen jedoch gar nicht öffentlich ausgeschrieben, sondern werden intern vergeben. Deshalb ist es empfehlenswert, Du knüpfst schon während des Studiums Kontakte in die Wissenschaft. Zum Beispiel kannst Du als studentische Hilfskraft für eine Professorin oder einen Professor arbeiten. So lernst Du, wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert und findest dadurch vielleicht sogar einen Betreuer für Abschlussarbeiten oder einen Mentor für Deine wissenschaftliche Karriere. Es gibt auch die Möglichkeit, an wissenschaftlichen Studenten-Konferenzen teilzunehmen oder in bestimmten Magazinen kürzere Aufsätze zu publizieren. Das wäre ein gutes Fundament für eine wissenschaftliche Karriere.

Außerdem ist es unerlässlich, dass Du Dich auf Deinem Fachgebiet sehr gut auskennst. Du solltest also mehr lesen als nur für Seminare nötig und Dich auch in der Freizeit mit wissenschaftlicher Literatur beschäftigen. So findest Du auch heraus, welche Themen innerhalb Deines Faches Dich besonders interessieren und worauf Du in Deiner späteren Forschung den Fokus setzen willst.

Wo arbeitet ein wissenschaftlicher Mitarbeiter?

Du kannst überall dort arbeiten, wo geforscht wird. Das heißt, es ergeben sich im Grunde diese drei Einsatzorte:

    Hochschulen: An einer Uni oder FH bist Du sowohl in der Forschung als auch in der Lehre tätig, hast also viel Kontakt zu Studenten.

    Öffentliche Forschungseinrichtungen: In Deutschland gibt es viele Institute, die Forschung betreiben. Dazu gehören zum Beispiel die Max-Planck-Institute oder Fraunhofer-Institute. Hier betreibst Du in der Regel Spitzenforschung, aber Du kannst dort auch Deine Doktorarbeit schreiben.

    Private Forschungsinstitute: Es gibt viele Forschungseinrichtungen, die forschen und dennoch wirtschaftlich orientiert sind. Auch hier kannst Du als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig sein. Ein bekanntes Beispiel sind Meinungsforschungsinstitute, die Umfragen zu allen möglichen Themen durchführen.

    Abgeordnete: Auch Bundestagsabgeordnete stellen wissenschaftliche Mitarbeiter ein. In diesem Beruf arbeitest Du nicht nur, aber auch wissenschaftlich. Du bereitest dann Anfragen oder Reden vor und beantwortest Presse- oder Bürgeranfragen.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Der Alltag von wissenschaftlichen Mitarbeitern kann ganz unterschiedlich sein, je nachdem, ob sie an einer Hochschule oder einem anderen öffentlichen oder staatlichen Institut arbeiten. Außerdem hängt Dein Arbeitsalltag auch davon ab, in welchem Fach Du tätig bist. Typisch sind trotzdem folgende Aufgaben und Tätigkeit:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Üblicherweise hast Du einen Bürojob, wo Du viel am Computer schreibst und liest. Seminarräume oder Labore gehören je nach Fach auch zu Deinem Arbeitsplatz, um Deine Lehrveranstaltungen zu halten. Wenn Du Historiker bist, verbringst Du viel Zeit im Archiven, als Archäologe auch bei Ausgrabungen. Biologen oder Chemiker sind dafür häufiger in Laboren.

Was verdient ein wissenschaftlicher Mitarbeiter?

Früher warst Du häufig verbeamtet, heute stellen Universitäten wissenschaftliche Mitarbeiter in der Regel nur noch an. Deshalb richtet sich Dein Gehalt, wenn Du an einer Hochschule arbeitest, nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Mit einem Masterabschluss fällst Du anfangs in die Gruppe E13, was einem Bruttolohn von etwa 3.800 Euro im Monat entspricht. Das Gehalt steigt mit der Erfahrung auf bis zu etwa 5.600 Euro nach 15 Jahren.

Auch das Gehalt in öffentlichen Forschungseinrichtungen orientiert sich daran, allerdings zahlen einige Institute, zum Beispiel das Fraunhofer-Institut, noch dazu ein individuelles Leistungsentgelt. In privaten Instituten kann das Gehalt noch höher ausfallen, vor allem nach viel Berufserfahrung.

Wo finde ich finde einen Job als wissenschaftlicher Mitarbeiter?

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Wie sind die Berufsaussichten für wissenschaftliche Mitarbeiter?

Die Berufsaussichten hängen ganz stark von Deinem Fach ab. Gerade in den Geisteswissenschaften wird seit Langem beklagt, dass es zu wenig Geld für Personal gibt. Viele Stellen sind außerdem befristet. Das heißt, nach ein oder zwei Jahren musst Du Dir eine neue Stelle suchen und unter Umständen umziehen. Laut aktuellem Gesetz darfst Du auch nur zwölf Jahre lang befristet an einer Universität angestellt sein, danach muss Dir die Hochschule entweder eine unbefristete Stelle anbieten oder Du musst Dir einen neuen Arbeitgeber suchen. In den meisten anderen wissenschaftlichen Disziplinen gibt es zwar auch befristete Stellen, insgesamt ist der Arbeitsmarkt jedoch weniger schwierig. Gerade in den Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften sowie in Jura oder Medizin hast Du relativ gute Jobaussichten.

Passt der Beruf wissenschaftlicher Mitarbeiter zu mir?

Egal, in welchem Fach Du arbeitest: Es gibt einige Fähigkeiten, die Du mitbringen solltest:

Leidenschaft
Ohne echte Leidenschaft für Dein Fach und Deine Spezialgebiete wird es Dir schwerfallen, Dich intensiv mit ihnen auseinanderzusetzen. Du musst wirklich dafür brennen, immerhin beschäftigst Du Dich lange Zeit mit denselben Themen. Ohne Leidenschaft wird Dir schnell langweilig.
Neugierde
In der Wissenschaft findest Du neue Erkenntnisse zu einem Thema. Deine Hauptantriebskraft ist also die Neugierde, immer noch mehr über Dein Fachgebiet zu wissen und Neues zu erforschen.
Disziplin
Ob Du an einer Dissertation oder einem anderen Forschungsprojekt arbeitest – ohne Disziplin geht es nicht. Du wirst viel selbstständig arbeiten müssen, dafür musst Du Dich immer wieder motivieren.
Ausdauervermögen
Manchmal gehen Experimente schief oder bringen nicht das Ergebnis, das Du erwartet hättest. Dann solltest Du nicht gleich verzweifeln, sondern weitermachen. Und wenn Du Dich von einer befristeten Stelle zur anderen hangelst, erfordert auch das viel Ausdauer.
Kommunikationsstärke und Sprachgefühl
Das beste Forschungsergebnis bringt nichts, wenn Du nicht die richtigen Worte dafür findest, sie zu beschreiben oder auf Konferenzen zu präsentieren. Je besser Du wissenschaftliche Texte schreibst, desto lieber lesen Studenten und andere Wissenschaftler sie.
Didaktische Kompetenz
All Dein Wissen ist nicht viel wert, wenn Du nur langweilige Seminare hältst. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter solltest Du wissen, wie Du Deinen Studenten auf abwechslungsvolle Art etwas beibringst.
Teamfähigkeit
Viele Wissenschaftler arbeiten im Team oder teilen sich große Forschungsprojekte auf. Du solltest gut mit Kollegen zusammenarbeiten können, denn Einzelkämpfer bist Du meist nicht.
Fremdsprachenkenntnisse
Ganz viel Forschungsliteratur ist ausschließlich auf Englisch verfügbar. Um die Texte zu verstehen, ist es also immens wichtig, sehr gut Englisch zu können. Und auch auf internationalen Konferenzen ist Englisch die Arbeitssprache. Vor allem in den Geisteswissenschaften ist es zudem ratsam, noch mehr Sprachen zu können.