Medizininformatik-Studium: Unis, Stipendien & Karriere

AnzeigeMedizinische InformatikIU Internationale Hochschule*IU Internationale HochschuleKostenlos und unverbindlich · Fernstudium · ohne NC
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Medizininformatik studieren - auf einen Blick
Was ist Medizininformatik?Informatik für Medizin und Gesundheit: Du baust Software für Kliniken und Praxen, vernetzt sie und wertest Patientendaten aus.Dasselbe Fach heißt auch Medizinische Informatik oder Health Informatics, verwandte Studiengänge laufen unter Digital Health.
Brauche ich einen NC?Meist nicht: 31 von 38 Bachelor sind zulassungsfrei, 7 haben einen NC.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?69 Studiengänge an 44 Hochschulen in 32 Orten.38 Bachelor, 31 Master, 12 davon als Fernstudium. Eigene Auswertung unserer Datenbank, Stand 24.09.2026.
Geld im Studium?Ja, im dualen Studium: 6 Studiengänge, der Praxispartner zahlt Dir ein Gehalt.Die Höhe legt der Betrieb fest. Eine belastbare Zahl dazu gibt es nicht.
Was verdienst Du damit?6.684 Euro brutto im Monat in der Informatik auf der höchsten Anforderungsstufe.Einen eigenen Wert für Medizininformatik gibt es nicht. Zum Vergleich IT-Systemanalyse und Anwenderberatung: 6.412 Euro. Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024.
Inhalt11 Abschnitte
  1. Wo kann ich Medizininformatik studieren?
  2. Kannst Du im Studium Geld verdienen?
  3. Was kannst Du mit Medizininformatik werden?
  4. Was verdienst Du mit Medizininformatik?
  5. Medizininformatik und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
  6. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  7. Was ist Medizininformatik?
  8. Was lernst Du im Medizininformatik-Studium?
  9. Das Medizininformatik-Studium in Zahlen
  10. Häufige Fragen zum Medizininformatik-Studium
  11. Weiter zum Medizininformatik-Studium

Wo kann ich Medizininformatik studieren?

Medizininformatik kannst Du in Deutschland vor allem an Fachhochschulen studieren, aber auch an Universitäten, meist vor Ort und daneben im Fernstudium oder dual. Lass Dich bei der Suche nicht vom Namen irritieren, denn viele Studiengänge heißen anders, etwa Health Informatics, Digital Health oder Medizinisches Informationsmanagement.

1
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Medizinische Informatik (B.Sc.)
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2
Euro-FH
Medizinische Informatik (B.Sc.)
Euro-FH* · Fernstudium
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3
Wilhelm Büchner Hochschule
Medizinische Informatik (B.Sc.)
Wilhelm Büchner Hochschule* · Fernstudium
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StudiengangHochschuleOrtAbschluss
MedizininformatikBTU CottbusCottbusBachelor of Science
MedizininformatikHochschule KemptenKempten (Allgäu)Bachelor of Science
MedizininformatikHochschule TrierTrierBachelor of Science
MedizininformatikHS KaiserslauternKaiserslauternBachelor of Science
MedizininformatikTH BrandenburgBrandenburg an der HavelBachelor of Science
MedizininformatikUni TübingenTübingenBachelor of Science
Bio- und MedizininformatikTH Ingolstadt–Bachelor of Science
Du siehst 10 von 69 Studiengängen.Alle 69 ansehen →Weniger anzeigen ↑
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Medizinische InformatikHochschule MannheimMannheimBachelor of Science
Medizinische Informatik (Vollzeit)Hochschule NiederrheinKrefeldBachelor of Science
Medizinische Informatik (dual)Hochschule NiederrheinKrefeldBachelor of Science
Medizinische Informatik (Teilzeit)Hochschule NiederrheinKrefeldBachelor of Science
Medizinische Informatik (Vollzeit)Hochschule RegensburgRegensburgBachelor of Science
Medizinische Informatik (dual)Hochschule RegensburgRegensburgBachelor of Science
Medizinische InformatikHochschule Ulm–Bachelor of Science
Medizinische InformatikHS HeilbronnSchwäbisch HallBachelor of Science
Medizinische InformatikTHM (Technische Hochschule Mittelhessen)GießenBachelor of Science
Medizinische InformatikUni AugsburgAugsburgBachelor of Science
Medizinische InformatikUni HeidelbergHeidelbergBachelor of Science
Informatik - Medizinische InformatikDHBW (Duale Hochschule Baden-Württemberg)ForstBachelor of Science
Medizinische Informatik mit PraxissemesterFH Dortmund–Bachelor of Science
Medizinische Informatik, Praxis- oder AuslandssemesterFH DortmundDortmundBachelor of Science
Digital HealthHS Neu-UlmNeu-UlmBachelor of Science
Digital HealthIB Hochschule für Gesundheit und SozialesBerlinBachelor of Science
Digital HealthIU - Internationale HochschuleFernstudiumBachelor of Science
Digital HealthSRH Wilhelm Löhe Hochschule (SRH WLH)FürthBachelor of Arts
Digital HealthWH ZwickauZwickauBachelor of Science
Digital Health ManagementHS AalenAalenBachelor of Science
Digital Health TechnologyHochschule Stralsund–Bachelor of Science
Digital Health TechnologyWilhelm Büchner HochschuleFernstudiumBachelor of Science
Digital Healthcare ManagementFH AmbergWeiden i.d.OPf.Bachelor of Arts
Gesundheitsmanagement und Digital HealthHS Offenburg–Bachelor of Arts
Health InformaticsTH DeggendorfDeggendorfBachelor of Science
Medizinische InformationstechnikUni RostockRostockBachelor of Science
Medizinisches InformationsmanagementHochschule HannoverHannoverBachelor of Science
Medizinisches Informationsmanagement / eHealthHochschule StralsundStralsundBachelor of Science
MedizininformatikUni LeipzigLeipzigMaster of Science
Medizininformatik/Medical InformaticsUni TübingenTübingenMaster of Science
Medizinische InformatikBerliner Hochschule für TechnikFernstudiumMaster of Science
Medizinische InformatikFH DortmundDortmundMaster of Science
Medizinische InformatikFH DortmundDuisburgMaster of Science
Medizinische InformatikHS HeilbronnSchwäbisch HallMaster of Science
Medizinische InformatikUni AugsburgAugsburgMaster of Science
Medizinische InformatikUni HeidelbergHeidelbergMaster of Science
Medizinische Informatik (6 Semester)Uni LübeckLübeckMaster of Science
Medizinische Informatik (4 Semester)Uni LübeckLübeckMaster of Science
Biomedizinische Informatik und Data ScienceGraduate School Rhein NeckarLudwigshafen am RheinMaster of Science
Biomedizinische Informatik und Data ScienceHochschule MannheimMannheimMaster of Science
Applied Health Informatics and Digital MedicineRWTH Aachen–Master of Science
Artificial Intelligence and Health InformaticsHS Neu-Ulm–Master of Science
Biomedizinische InformationstechnikFH DortmundDortmundMaster of Arts
Digital HealthAKAD UniversityFernstudiumMaster of Arts
Digital HealthIB Hochschule für Gesundheit und SozialesBerlinMaster of Science
Digital HealthTH DeggendorfDeggendorfMaster of Science
Digital HealthUni PotsdamPotsdamMaster of Science
Digital Health am Hasso-Plattner-InstitutUni Potsdam–Master of Science
Digital Health AnalyticsTH Nürnberg–Master of Arts
Digital Health ManagementAPOLLON Hochschule der GesundheitswirtschaftFernstudiumMaster of Arts
Digital Health ManagementEuro-FHFernstudiumMaster of Arts
Digital Health Management (Vollzeit)MSB Medical School BerlinBerlinMaster of Science
Digital Health Management (Teilzeit)MSB Medical School BerlinBerlinMaster of Science
Digital Health ManagementMSH HamburgHamburgMaster of Science
Digital Healthcare ManagementHochschule FreseniusFernstudiumMaster of Business Administration
Digital Healthcare ManagementHS Neu-UlmNeu-UlmMaster of Arts
Health InformaticsSRH Heidelberg–Master of Science
Medical InformaticsTH DeggendorfDeggendorfMaster of Science
Medizinisches InformationsmanagementHochschule HannoverHannoverMaster of Science

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 24.09.2026. Gezählt sind Studiengänge mit Medizininformatik, Medizinische Informatik, Medical oder Health Informatics, Medizinisches Informationsmanagement, (Bio-)Medizinische Informationstechnik oder Digital Health im Namen, ohne Zertifikatskurse und ohne Gesundheitsinformatik.

So kannst Du Medizininformatik studieren
Studiengänge nach Studienform
51
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
6
dual
Studium mit Praxisphasen im Unternehmen
12
im Fernstudium
ortsunabhängig, oft neben dem Beruf

Falls Du lieber an eine Universität gehen möchtest, kannst Du Medizinische Informatik auch dort studieren.

Kannst Du im Studium Geld verdienen?

Du möchtest Medizininformatik oder Gesundheitsinformatik mit Gehalt studieren? Am sichersten klappt das im dualen Studium. Der Betrieb zahlt Dir dafür ein Gehalt, sodass Du schon während des Studiums eigenes Geld verdienst.

So läuft das duale Studium
Vor dem Start - der Vertrag
Du schließt einen Vertrag mit einem Praxispartner, zum Beispiel mit einem Krankenhaus oder einem Software-Hersteller. Wie viel Du bekommst, legt der Betrieb fest, und es steht in Deinem Vertrag.
Im Studium - Hochschule und Betrieb im Wechsel
Du lernst die Inhalte des Studiums an der Hochschule und setzt sie in den Praxisphasen im Betrieb ein. Das ist anstrengender als ein normales Studium, weil Du einen großen Teil der vorlesungsfreien Zeit im Betrieb verbringst.
Beim Abschluss - schon Berufserfahrung
Du kennst einen Arbeitgeber von innen, was Dir den Einstieg in den Beruf leichter machen kann.

Wie hoch ist das Gehalt? Ein festes Gehalt im Studium der Gesundheitsinformatik gibt es nicht, und auch für die Medizininformatik konnten wir keine belastbare Zahl finden. Wir raten Dir, im Bewerbungsgespräch offen danach zu fragen und die Angebote zu vergleichen, bevor Du unterschreibst.

Wir haben in unserer Liste 6 duale Studiengänge gefunden, und diese Hochschulen bieten sie an:

  • der DHBW (Duale Hochschule Baden-Württemberg), im Studiengang Informatik mit der Richtung Medizinische Informatik
  • der HS Kaiserslautern
  • der Hochschule Niederrhein
  • der Hochschule Regensburg
  • der Hochschule Stralsund, im Studiengang Digital Health Technology
  • der TH Brandenburg
Es gibt aber auch andere Wege, um Geld zu verdienen
Fernstudium neben dem BerufWenn Du schon im Beruf stehst, kannst Du weiterarbeiten und im Fernstudium studieren. In unserer Liste gehen 12 Studiengänge als Fernstudium, im Bachelor zum Beispiel an der IU, der Euro-FH und der Wilhelm Büchner Hochschule, im Master an der Berliner Hochschule für Technik.
WerkstudentenjobStudierst Du in Präsenz, ist das der naheliegende Weg, etwa in der IT-Abteilung eines Krankenhauses, bei einem Software-Hersteller oder in einem Forschungsprojekt an der Hochschule. So verdienst Du Geld und lernst gleichzeitig Deinen späteren Arbeitsbereich kennen.

Was kannst Du mit Medizininformatik werden?

Als Medizininformatikerin oder Medizininformatiker arbeitest Du dort, wo Gesundheit und IT zusammenkommen. Typische Arbeitgeber sind Krankenhäuser und Unikliniken, Hersteller von Klinik- und Praxis-Software, Medizintechnik-Unternehmen, Krankenkassen, IT-Beratungen sowie Hochschulen und Forschungsinstitute. Welche sechs Aufgabenfelder dort typisch sind, haben wir Dir hier zusammengestellt:

Klinik-ITDu betreust das Krankenhausinformationssystem, führst neue Software ein und sorgst dafür, dass Station, Labor und Verwaltung reibungslos zusammenarbeiten.KrankenhausBetrieb
Software-EntwicklungDu programmierst Software für Kliniken, Praxen oder Medizingeräte – von der Terminplanung bis zur Befund-App.HerstellerEntwicklung
Beratung und EinführungDu findest heraus, was eine Klinik oder Praxis braucht, wählst die passende Software aus und schulst die Menschen, die damit arbeiten.BeratungKundenkontakt
Vernetzung und SchnittstellenDu sorgst dafür, dass Praxen, Kliniken, Labore und Krankenkassen Daten sicher austauschen können, etwa für die elektronische Patientenakte.StandardsDatenaustausch
Datenschutz und IT-SicherheitDu schützt Patientendaten vor unbefugtem Zugriff und vor Angriffen – bei Gesundheitsdaten eine besonders heikle Aufgabe.SicherheitRecht
Datenanalyse und ForschungDu wertest Gesundheitsdaten aus, etwa für Studien an einer Uniklinik oder einem Forschungsinstitut, oft mit dem Ziel einer Promotion.UniklinikInstitut

Ob Du Medizininformatik, Digital Health oder Medizinische Informatik studierst, die Berufsaussichten und Aufgaben sind sehr ähnlich. Den Ausschlag gibt eher Deine Vertiefung und die Frage, ob Du lieber programmierst, berätst oder forschst. Eine belastbare Prognose zur Nachfrage haben wir nicht gefunden, deshalb nennen wir Dir auch keine. Zeigen können wir Dir aber, wie groß die Berufsgruppen sind. In der Gruppe IT-Systemanalyse, Anwenderberatung und IT-Vertrieb arbeiten auf der höchsten Stufe 131.104 Beschäftigte, in der Informatik 41.729. Du bewegst Dich also in keiner Nische.

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Medizinische Informatik (B.Sc.) neben dem Job studieren
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Was verdienst Du mit Medizininformatik?

Als Medizininformatikerin oder Medizininformatiker verdienst Du auf einer Stelle für Akademiker im Durchschnitt 6.684 € brutto im Monat. Der Wert gilt für die Informatik insgesamt, weil es für Dein Fach keine eigene Zahl gibt.

6.684 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat

Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 431 (Informatik), Stand 2024.

Euro-FH
Medizinische Informatik (B.Sc.) neben dem Job studieren
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Medizininformatik und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: In Teilen, denn beim Medizininformatiker gilt mehr als die Hälfte der Kerntätigkeiten als automatisierbar, doch wenn Du Kliniken berätst und Anwender schulst, bist Du deutlich besser aufgestellt. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zählt für jeden Beruf, welche Kerntätigkeiten heute schon Maschinen übernehmen könnten, und beim Medizininformatiker sind es 9 von 16.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Medizininformatiker
9 von 16
Kerntätigkeiten automatisierbar
Programmieren, Daten und Klinik-Software
Softwareentwickler
7 von 18
Kerntätigkeiten automatisierbar
2013 lag der Wert bei 9 %
IT-Berater
3 von 10
Kerntätigkeiten automatisierbar
Technik und Organisation, nicht Beratung
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Medizininformatiker/in“, „Softwareentwickler/in“ und „IT-Berater/in“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Welche Aufgaben das IAB für ersetzbar hält. Beim Medizininformatiker ist der Wert seit 2013 von 18 auf 56 Prozent gestiegen, und den größten Teil davon hat die Bewertung von 2022 ausgemacht. Beim IT-Berater sind nur 3 von 10 Kerntätigkeiten ersetzbar, in der Softwareentwicklung liegt der Wert bei 39 Prozent.

Das kann Software übernehmen
  • Medizininformatiker: Krankenhausinformationssysteme und die medizinische Dokumentation, außerdem Datenaufbereitung, Programmieren, Netzwerk- und Datenbankmanagement und Medizintechnik
  • Softwareentwickler: vor allem Programmieren und technische Dokumentation
Das bleibt bei Dir
  • Medizininformatiker: Software-Engineering, Entwicklung und die Organisation von Netzwerken und Datenbanken, dazu die Medizinische Informatik als Fachgebiet
  • IT-Berater: Kunden- und Anwenderberatung, IT-Koordination und Anwendungsberatung bleiben in menschlicher Hand. Das passt zum Feld Beratung und Einführung, das wir oben im Berufeteil beschrieben haben: Du findest heraus, was eine Klinik braucht, und schulst die Menschen.

Was bedeutet das für Deine Vertiefung? Wenn Du im Studium neben der Technik auch Klinikabläufe und den Umgang mit Anwendern lernst, arbeitest Du später dort, wo die Werte niedriger sind. Beschränkst Du Dich dagegen auf das Programmieren, setzt Du auf den Teil, dessen Wert zuletzt am stärksten gestiegen ist.

Der Futuromat misst dabei, was technisch ginge, und sagt nichts darüber, was Kliniken tatsächlich einführen. Aus mehr als der Hälfte folgt deshalb nicht, dass Medizininformatiker wegfallen, und auch Deine Arbeit in der Beratung wird sich trotz 30 Prozent verändern.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Formal brauchst Du für einen Bachelor das Abitur oder eine fachgebundene Hochschulreife, an Fachhochschulen reicht in der Regel auch die Fachhochschulreife. Wenn Du Medizininformatik studieren willst, entscheidet Deine Abiturnote meist nicht über die Zulassung, denn 31 von 38 Bachelor in unserer Liste sind ohne Zulassungsbeschränkung.

Die drei Wege zum Studienplatz
Zwei Wege in den Bachelor, einer in den Master
1. Ohne Zulassungsbeschränkung einschreiben
Das gilt für 31 der 38 Bachelor. Welche Studiengänge beschränkt sind, zeigen Dir die Knöpfe „Ohne NC“ und „Mit NC“ über der Tabelle.
2. Über das Auswahlverfahren der Hochschule
Nur 7 Bachelor haben eine Zulassungsbeschränkung. Nur dort kann Deine Abiturnote über den Platz entscheiden.
3. Mit passendem Bachelor in den Master
Für einen der 31 Master brauchst Du einen passenden Bachelor, etwa in Medizininformatik, Informatik oder einem verwandten Fach. Hier ist es umgekehrt wie im Bachelor: 22 der 31 Master sind zulassungsbeschränkt. Welche Vorkenntnisse anerkannt werden und ob Du Module nachholen musst, entscheidet die Hochschule.

Eine Approbation bekommst Du mit diesem Studium nicht. Du arbeitest eng mit Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften zusammen, behandelst aber selbst niemanden. Wenn Du Patienten selbst behandeln möchtest, brauchst Du ein Medizin- oder Pflegestudium. Medizinisches Vorwissen musst Du dagegen nicht mitbringen, denn die Grundlagen von Anatomie, Physiologie und medizinischer Fachsprache lernst Du im Studium.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufserfahrung: damit kommst Du an vielen Hochschulen hinein
  • Die genauen Regeln legen das Bundesland und die Hochschule fest
  • Fachhochschulreife: reicht an Fachhochschulen in der Regel
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Mathematik und logisches Denken - Programmieren, Statistik und Datenbanken ziehen sich durch das ganze Studium. Liegt die Schule länger zurück, lohnt ein Mathe-Vorkurs, wie ihn viele Hochschulen anbieten
  • Englisch - viel Fachliteratur und Software-Dokumentation ist englisch
  • Interesse an Computer und Medizin - gleichermaßen, und am Computer mehr als nur ein Werkzeug. Du zerlegst Probleme gern logisch und programmierst Lösungen
  • Sinn für Datenschutz - Du baust Technik, die Ärzten, Pflegekräften und Patienten den Alltag erleichtert
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Was ist Medizininformatik?

Medizininformatik verbindet Informatik mit Medizin. Du sorgst dafür, dass im Krankenhaus, in der Arztpraxis und bei der Krankenkasse die richtigen Daten zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind und dass sie niemand sieht, der sie nicht sehen darf.

Was zum Fach gehört

Im Alltag begegnet Dir das Fach öfter, als Du denkst

Klinik-Software entwickeln
Programme für Station, Labor und Verwaltung
im Krankenhausinformationssystem, in dem Station, Labor und Verwaltung dieselben Daten sehen
Patientendaten verwalten
gespeichert und geschützt
in der elektronischen Patientenakte, in der Befunde, Medikamente und Arztbriefe digital gespeichert sind
Daten auswerten
Bilder und Studien
bei Röntgen- und MRT-Bildern, die ein Programm speichert, verteilt und auswertet, und in Studien, für die Forschende große Mengen Gesundheitsdaten auswerten
Praxen und Kliniken vernetzen
Daten dort, wo sie gebraucht werden
in der Videosprechstunde und in Gesundheits-Apps
Das Fach begegnet Dir unter mehreren Namen. Medizininformatik und Medizinische Informatik sind dasselbe Fach, und von den 69 Studiengängen in unserer Liste tragen 36 einen dieser beiden Namen. Auf Englisch heißt es Health Informatics oder Medical Informatics. Vor allem private Hochschulen nennen verwandte Studiengänge Digital Health, und dort liegt der Schwerpunkt je nach Hochschule mal auf der Technik und mal auf dem Management.

Der Name allein verrät Dir also wenig. Wir raten Dir deshalb, vor der Bewerbung in den Modulplan zu schauen und zu prüfen, wie viel Programmieren, wie viel Medizin und wie viel Betriebswirtschaft darin steckt.

Vielleicht fragst Du Dich, wo die Gesundheitsinformatik bleibt. Sie geht in dieselbe Richtung. Wir führen diese Studiengänge allerdings im Artikel zum Informatik-Studium.

Und Gesundheitsinformatik?

Medizininformatik
verbindet Informatik mit Medizin
Gesundheitsinformatik
bringt Informatik in Kliniken, Praxen und Krankenkassen
Wir führen diese Studiengänge im Artikel zum Informatik-Studium; in den 69 Studiengängen hier ist sie nicht mitgezählt.

Drei Nachbarfächer werden oft mit der Medizininformatik verwechselt, und damit Dir das nicht passiert, zeigen wir Dir, wie sie sich voneinander abgrenzen:

FachWorum es geht
Medizininformatikverwaltet und wertet Patientendaten aus, baut Klinik-Software und vernetzt Praxen und Kliniken
Informatikdas Grundlagenfach: Programmieren, Algorithmen, Rechnersysteme – ohne festen Anwendungsbereich
Medizintechnikbaut Geräte, vom Ultraschallgerät bis zum Herzschrittmacher
Bioinformatikrechnet mit Molekülen: Erbgut, Eiweiße, Zellen

Was lernst Du im Medizininformatik-Studium?

Ein Studium Medizininformatik steht auf zwei Beinen, der Informatik und der Medizin. In den meisten Studiengängen liegt der Schwerpunkt auf der Informatik. In den ersten Semestern legst Du die Grundlagen, und später wird es dann fachspezifisch.

Erste Semester: Grundlagen
  • Programmieren und Software-Entwicklung
  • Mathematik und Statistik
  • Datenbanken und Rechnernetze
  • medizinische Grundlagen: Anatomie, Physiologie und medizinische Fachsprache
  • das Gesundheitswesen: wie Krankenhäuser, Praxen und Krankenkassen zusammenarbeiten
Höhere Semester: typische Fächer
  • Krankenhausinformationssysteme und elektronische Patientenakte
  • Datenstandards, mit denen Kliniken, Praxen und Labore Befunde austauschen
  • medizinische Bildverarbeitung, etwa von Röntgen- und MRT-Bildern
  • Datenanalyse und maschinelles Lernen mit Gesundheitsdaten
  • Datenschutz und IT-Sicherheit – bei Gesundheitsdaten besonders streng geregelt
  • Telemedizin und Gesundheits-Apps
  • Projektmanagement und Praxisprojekte

Welche Richtung Du vertiefst, hängt stark von der Hochschule ab, und oft verrät es schon der Name. In Studiengängen wie Digital Health Management oder Medizinisches Informationsmanagement geht es mehr um Organisation und Management. In der Medizinischen oder Biomedizinischen Informationstechnik bist Du dagegen näher an Geräten und Technik.

Bachelor, Master, dual oder Fernstudium? Wie das Studium in den einzelnen Formen abläuft, haben wir Dir hier zusammengefasst:

Bachelor – der Einstieg
Grundlagen in Informatik und Medizin, dazu erste Praxisprojekte. 38 Bachelor stehen in unserer Liste. Abschluss ist ein Bachelor of Science oder ein Bachelor of Arts. An Fachhochschulen gehört oft ein Praxissemester dazu.
Master – die Vertiefung
31 Master führen weiter, etwa in Datenanalyse, Klinik-IT oder Forschung. Abschluss ist ein Master of Science, ein Master of Arts oder ein Master of Business Administration (MBA). Anders als im Bachelor sind die meisten Master zulassungsbeschränkt: 22 von 31.
Dual – mit Gehalt
6 duale Studiengänge verbinden Hochschule und Arbeit in einem Betrieb. Mehr dazu im Abschnitt Geld im Studium.
Fernstudium – neben dem Beruf
12 Studiengänge gehen als Fernstudium, im Bachelor zum Beispiel an der IU, der Euro-FH und der Wilhelm Büchner Hochschule, im Master an der Berliner Hochschule für Technik.

Das Medizininformatik-Studium in Zahlen

3.538
Studierende
Wintersemester 2025/26
48,9 %
davon Frauen
Wintersemester 2025/26
4,8 %
arbeitslos
Beruf Informatik, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 3.538 Studierenden:
26 %74 %
926
an Universitäten
2.612
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?968 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Informatik“ (41.729 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 6.684 €
5.341 €untere 25 % darunter7.990 €obere 25 % darüber
Anders gesagt: die mittleren 50 % verdienen zwischen 5.341 und 7.990 € im Monat. Mit einer Berufsausbildung statt Studium liegt die Mitte in derselben Berufsgruppe bei 5.168 €.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024

Angebote fürs Studium per E-Mail

Du willst Medizininformatik studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.

  • Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
  • Stipendien und Förderprogramme
  • Praktika und Trainee-Programme
  • Gratis-Aktionen und Geld-Angebote

Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.

Häufige Fragen zum Medizininformatik-Studium

Was ist Medizininformatik?
Medizininformatik ist Informatik für das Gesundheitswesen. Du lernst, Software für Kliniken und Praxen zu entwickeln, Patientendaten sicher zu speichern und auszuwerten und Einrichtungen miteinander zu vernetzen. Das Fach heißt auch Medizinische Informatik, Health Informatics oder Medical Informatics, und verwandte Studiengänge laufen unter dem Namen Digital Health.
Kann ich Gesundheitsinformatik studieren und Geld verdienen?
Ja, und am sichersten klappt das im dualen Studium. Dort hast Du einen Vertrag mit einem Betrieb, der Dir ein Gehalt zahlt, und wechselst zwischen Hochschule und Praxis. In der Medizininformatik haben wir 6 duale Studiengänge gefunden, unter anderem an der DHBW und an der Hochschule Stralsund. Wie hoch das Gehalt ist, legt der Betrieb fest, und eine belastbare Zahl dazu haben wir leider nicht. Andere Wege sind ein Fernstudium neben dem Beruf oder ein Werkstudentenjob.
Ist Gesundheitsinformatik dasselbe wie Medizininformatik?
Fast, denn beide bringen Informatik ins Gesundheitswesen. Die Gesundheitsinformatik-Studiengänge zählen wir allerdings im Artikel zum Informatik-Studium und nicht bei den 69 Studiengängen auf dieser Seite. Mehr als der Name verrät Dir ohnehin der Modulplan, weil Du dort siehst, wie viel Programmieren und wie viel Medizin wirklich drinsteckt.
Kann ich Medizininformatik ohne NC studieren?
Meistens ja, denn von den 38 Bachelor in unserer Liste sind 31 ohne Zulassungsbeschränkung und nur 7 haben eine. Wenn Du später einen Master machen möchtest, sieht es umgekehrt aus, weil dort 22 von 31 zulassungsbeschränkt sind.
Gibt es Medizininformatik als Fernstudium?
Ja, in unserer Liste gehen 12 Studiengänge als Fernstudium. Im Bachelor bieten es zum Beispiel die IU, die Euro-FH und die Wilhelm Büchner Hochschule an, im Master die Berliner Hochschule für Technik. So kannst Du ortsunabhängig lernen und in Deinem Job weiterarbeiten.
Brauche ich Vorwissen in Medizin – und werde ich damit Arzt?
Nein, in beiden Fällen nicht. Die medizinischen Grundlagen lernst Du im Studium, Vorwissen musst Du also nicht mitbringen. Zur Approbation führt das Studium allerdings nicht, denn Du arbeitest zwar mit Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften zusammen, behandelst aber selbst keine Patienten.
Ist das Medizininformatik-Studium schwer?
In den ersten Semestern fordern Dich vor allem Mathematik, Statistik und Programmieren, und dazu kommt Medizin mit vielen Fachbegriffen. Wenn Du regelmäßig übst und programmierst, statt erst kurz vor der Prüfung zu lernen, kommst Du deutlich leichter durch. Mit der Abiturnote hast Du dagegen selten ein Problem, weil 31 der 38 Bachelor ohne Zulassungsbeschränkung sind.
Was verdient man mit Medizininformatik oder Gesundheitsinformatik?
Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (Stand 2024) verdienst Du in der Informatik auf der höchsten Anforderungsstufe 6.684 Euro brutto im Monat und in der IT-Systemanalyse und Anwenderberatung 6.412 Euro. Einen eigenen Wert für Medizininformatik oder Gesundheitsinformatik gibt es dort nicht. Die Werte gelten für alle Altersgruppen, und zum Berufseinstieg liegst Du in aller Regel darunter.
Wo kann ich Medizinische Informatik studieren?
Medizinische Informatik kannst Du an 44 Hochschulen in 32 Orten studieren. Alle Angebote haben wir Dir in unserer Liste der Studiengänge zusammengestellt.

Weiter zum Medizininformatik-Studium

Woher die Zahlen auf dieser Seite stammen
  • Studiengänge, Hochschulen, Orte, Abschlüsse, Zulassungsbeschränkung, duale und Fernstudiengänge: eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 24.09.2026. Gezählt sind Studiengänge mit Medizininformatik, Medizinische Informatik, Medical oder Health Informatics, Medizinisches Informationsmanagement, (Bio-)Medizinische Informationstechnik oder Digital Health im Namen, ohne Zertifikatskurse und ohne Gesundheitsinformatik. Eigene Einträge für Vollzeit- und Teilzeitvarianten zählen mit.
  • Gehälter: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppen 431 „Informatik“ und 432 „IT-Systemanalyse, Anwenderberatung und IT-Vertrieb“, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024. Erfasst sind nur sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
  • Semesterbeitrag: FH Dortmund, Semesterbeitrag für Studierende, Wintersemester 2026/27, abgerufen am 24.09.2026.
  • Zugangsvoraussetzungen, Praxisphasen, Semesterbeiträge und Regelstudienzeit legt jede Hochschule selbst fest. Verbindlich ist die jeweilige Studien- und Prüfungsordnung.

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