Forstwirtschaft-Studium: Gehalt, Dauer & Studiengänge

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Forstwirtschaft studieren - auf einen Blick
Was ist Forstwirtschaft?Die Wissenschaft vom Wald und seiner Bewirtschaftung - von Waldbau, Boden und Wildtieren über Forsttechnik und Holz bis zu Betriebswirtschaft und Naturschutzrecht.An Fachhochschulen heißt das Fach meist Forstwirtschaft oder Forstingenieurwesen, an Universitäten Forstwissenschaften oder Waldwissenschaften. Die Inhalte überschneiden sich stark, die Fachhochschulen sind praxisnäher.
Wie viele Studiengänge gibt es?27 Studiengänge an 9 Hochschulen in nur 7 Städten, davon 14 Bachelor und 13 Master.Das ist eines der kleinsten Fächer überhaupt. Zum Vergleich: In der Anglistik zählen wir 265 Studiengänge. Stand unserer Datenbank: 20. September 2026.
Brauche ich einen NC?Seltener als gedacht. Von den zehn Bachelor-Studiengängen mit veröffentlichten Zahlen haben fünf zuletzt jeden Bewerber genommen.Wo ausgewählt wurde, lagen die Grenzen zwischen 1,9 und 3,1. Am härtesten war die TU Dresden: 394 Bewerber auf 100 Plätze.
Wie lange dauert es?6 oder 7 Semester bis zum Bachelor - 8 Studiengänge dauern 6 Semester, 6 dauern 7.Die sieben Semester sind kein Nachteil: Dahinter steckt fast immer ein volles Praxissemester. Alle 14 Bachelor starten nur zum Wintersemester.
Was kann man damit machen?Der Hauptweg ist der gehobene Forstdienst: Revierleitung im Staats-, Körperschafts- oder Privatwald. Daneben Forstbetriebe, Holzwirtschaft, Naturschutz und Beratung.Für den Staatsdienst kommt nach dem Bachelor ein einjähriger Vorbereitungsdienst dazu - und in fast allen Ländern ein gültiger Jagdschein.
Und wie sind die Aussichten?Der Wald macht die Stellen: 35 Prozent der Bäume zeigen eine deutliche Kronenverlichtung, auf 2 Millionen Hektar hat es Schäden gegeben.Der deutsche Wald hat zwischen 2017 und 2022 mehr Kohlenstoff abgegeben als aufgenommen. Der Umbau zum klimastabilen Wald ist Generationenarbeit.

Wo kann ich Forstwirtschaft studieren?

Alle 27 Studiengänge an 9 Hochschulen, Stand 20. September 2026

Forstwirtschaft kannst Du in Deutschland nur an wenigen staatlichen Fachhochschulen und Universitäten ohne Studiengebühren studieren, die meisten davon in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen. Weil es in den meisten Bundesländern gar kein Forststudium gibt, solltest Du für Dein Studium wahrscheinlich einen Umzug einplanen.

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Hier findest Du die 14 Bachelor im Überblick. Wörtlich Bachelor Forstwirtschaft heißt der Studiengang nur an vier Hochschulen. Lass Dich von den übrigen Namen nicht verwirren, denn Forstingenieurwesen, Forstwissenschaften, Waldwissenschaften und Ökosystemmanagement meinen im Kern dasselbe Fach:

StudiengangHochschuleOrtDauer
Forstwirtschaft und ÖkosystemmanagementFH ErfurtErfurt7 Sem.
Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement (dual)FH ErfurtErfurt7 Sem.
ForstwirtschaftHAWKGöttingen6 Sem.
ForstwirtschaftHNEEEberswalde6 Sem.
International Forest Ecosystem ManagementHNEEEberswalde6 Sem.
Sozialökologisches WaldmanagementHNEEEberswalde6 Sem.
ForstwirtschaftHS RottenburgRottenburg am Neckar7 Sem.
ForstingenieurwesenHSWTFreising7 Sem.
Forstingenieurwesen (dual)HSWTFreising7 Sem.
Du siehst 10 von 15 Hochschulen.Alle 15 ansehen →Weniger anzeigen ↑
StudiengangHochschuleOrtDauer
Arboristik und urbanes WaldmanagementHSWTFreising7 Sem.
ForstwissenschaftenTU DresdenDresden6 Sem.
Forstwissenschaft und RessourcenmanagementTU MünchenFreising6 Sem.
WaldwissenschaftenUni FreiburgFreiburg6 Sem.
Forstwissenschaften und WaldökologieUni GöttingenGöttingen6 Sem.

Die TU München bildet auf dem Campus Weihenstephan in Freising aus, die HAWK an ihrem Standort Göttingen. Der Freiburger Bachelor hieß bis zum Wintersemester 2021/22 "Waldwirtschaft und Umwelt" und läuft seitdem als Waldwissenschaften. Quelle: myStipendium-Datenbank und Studiengangsseiten der Hochschulen, abgerufen am 20. September 2026.

Die meisten Hochschulen für ein Studium der Forstwirtschaft findest Du in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen mit je zwei, dazu kommen Sachsen, Brandenburg und Thüringen mit je einer.

Für die Zeit danach haben wir 13 Master gefunden. Acht davon dauern vier Semester, vier kommen mit drei aus, und einer dauert fünf. Inhaltlich gehen sie weit auseinander und reichen von Forstwissenschaften an der TU Dresden über Urbanes Baum- und Waldmanagement und Forest Information Technology bis zu Naturraum- und Wildtiermanagement. Drei davon werden ausschließlich auf Englisch unterrichtet, und das solltest Du bei Deiner Wahl bedenken.

Forstwirtschaft im Fernstudium

Gibt es nicht - und was stattdessen zur Wahl steht

Forstwirtschaft online zu studieren, ist leider nicht möglich. Einen Bachelor in Forstwirtschaft als Fernstudium gibt es in Deutschland schlicht nicht. Alle 14 Bachelor setzen voraus, dass Du vor Ort bist, denn Geländeübungen, Lehrwald und Exkursionen gehören fest dazu. Dahinter steckt keine Bequemlichkeit der Hochschulen. Gehölze bestimmen, Böden ansprechen und Holz vermessen lernst Du nur draußen im Wald.

Berufsbegleitend kannst Du nur im Master studieren, und dafür gibt es genau ein Angebot. Eine realistische Alternative ist das duale Studium. Wenn Du neben dem Studium Geld verdienen willst, bewirb Dich am besten auf einen dualen Platz.

Berufsbegleitend: der Master
  • Der Master Management von Forstbetrieben an der FH Erfurt läuft über fünf Semester als Blended Learning: geblockte Präsenzphasen, dazwischen E-Learning
  • Schwierig wird es beim Zugang: verlangt werden ein forstlicher Bachelor oder ein Diplom mit mindestens 210 Leistungspunkten
  • Parallel musst Du im Forst- oder Holzsektor arbeiten, und zwar mindestens 19 Stunden in der Woche
  • Zum Wintersemester 2026/27 gilt dort eine neue Studienordnung
Dual: Bachelor mit Praxis
  • Am bekanntesten ist Forstingenieurwesen dual an der HSWT, gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten: Einstieg ab dem dritten Semester, 550 Euro im Monat und 20 Tage Urlaub
  • Bewerben musst Du Dich dort allerdings schon im zweiten Semester
  • Daneben gibt es die duale Variante der FH Erfurt
  • An der HAWK in Göttingen kannst Du ein duales Forstwirtschaftsstudium mit zehn Plätzen beginnen. Zuletzt wurde dort jeder Bewerber genommen.

Quellen: FH Erfurt zum Master Management von Forstbetrieben · Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und Bayerische Staatsforsten zum dualen Forstingenieurwesen · HAWK zum dualen Bachelor Forstwirtschaft, jeweils abgerufen am 20. September 2026.

Was kannst Du mit Forstwirtschaft werden?

Was kann man mit Forstwirtschaft-Studium machen: die Wege nach dem Abschluss

Anders als in den meisten Geisteswissenschaften gibt es hier einen klar vorgezeichneten Hauptweg, und der führt Dich in den Staatsdienst. Was kann man mit einem Forstwirtschaftsstudium machen? Am häufigsten führt Dich das Studium in die Leitung eines Forstreviers. Rund die Hälfte des deutschen Waldes gehört dem Staat, den Ländern und den Kommunen, und diese Flächen bewirtschaften Revierleiter, die ein forstliches Studium hinter sich haben. Daneben stehen Dir aber auch Forstbetriebe, die Holzwirtschaft, die Naturschutzverwaltung und die Beratung offen.

Das Förster-Studium allein reicht noch nicht. Zwischen Deinem Bachelorzeugnis und Deiner ersten eigenen Revierleitung liegt in fast allen Bundesländern noch ein eigener Ausbildungsabschnitt. Plane ihn von Anfang an mit ein, denn sonst unterschätzt Du Deinen Weg um ein bis zwei Jahre:

Der Weg in den Staatsdienst
Zwei Laufbahnen, zwei Abschlüsse, zwei völlig verschiedene Startgehälter
Gehobener Forstdienst - Bachelor plus 12 Monate
Nach dem forstlichen Bachelor folgt der Vorbereitungsdienst von zwölf Monaten, danach die Laufbahnprüfung. In Bayern heißt sie Forstinspektorenprüfung: 20 Stunden schriftlich über vier Tage, dazu eine mündliche Prüfung und eine mündliche Waldprüfung. Während des Vorbereitungsdienstes ist man Forstanwärter und damit Beamter auf Widerruf, die Anwärterbezüge richten sich nach dem Eingangsamt A 10. Bayern hält 100 Ausbildungsplätze im Jahr vor und stellt zuletzt rund 30 Anwärter jährlich ein.
Höherer Forstdienst - Master plus 2 Jahre
Für Leitungsfunktionen in Forstämtern, Ministerien und Forschungsanstalten. Nach dem forstlichen Master folgt das Forstreferendariat über zwei Jahre - in Bayern 6,5 Monate Fachtheorie und 17,5 Monate Praxis - und am Ende die Große Forstliche Staatsprüfung. Als Forstreferendar richten sich die Anwärterbezüge nach dem Eingangsamt A 13 zuzüglich Zulage.
Die Ausnahmen: Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein
Diese beiden Länder haben den Vorbereitungsdienst abgeschafft. Stattdessen gibt es ein zweijähriges Traineeprogramm ohne Staatsprüfung - in Baden-Württemberg seit 2008, koordiniert vom Forstlichen Bildungszentrum Karlsruhe. Vorausgesetzt werden dort das abgeschlossene Studium, ein gültiger Jagdschein, der Führerschein der Klasse B und ein eigener Pkw.
Was überall dazukommt: der Jagdschein
Bayern verlangt zur Einstellung in die dritte Qualifikationsebene ausdrücklich einen gültigen Jagdschein, dazu ein amtsärztliches Gesundheitszeugnis und ein Höchstalter von 45 Jahren. Thüringen fordert Forsttauglichkeit und die Berechtigung zum Jagdschein. Der Jagdschein ist kein Studieninhalt - er wird nebenher gemacht und kostet Geld und Zeit.

Quellen: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus zur Ausbildung in der dritten und vierten Qualifikationsebene · Landesforsten Rheinland-Pfalz · ThüringenForst · Forstliches Bildungszentrum Baden-Württemberg, jeweils abgerufen am 20. September 2026. Die Regelungen unterscheiden sich von Land zu Land; verbindlich ist die Laufbahnverordnung Deines Bundeslands.

Warum der Wald gerade Forstleute braucht

Waldzustandserhebung 2025 und Bundeswaldinventur: die Lage in Zahlen

Nur noch 21 Prozent der untersuchten Bäume haben eine gesunde Krone. Schon diese nüchterne Zahl zeigt Dir, warum dieses kleine Fach gerade wichtig wird. Für die Waldzustandserhebung 2025 hat der Bund 46.531 Probebäume an 1.889 Probepunkten und aus 38 Baumarten begutachtet.

Von diesen Bäumen waren 21 Prozent ohne Kronenschaden, 44 Prozent in der Warnstufe und 35 Prozent mit deutlicher Kronenverlichtung. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Kronenzustand kaum verändert, und von den trocken-heißen Sommern 2018 bis 2020 hat sich der Wald bis heute nicht erholt.

35 %
deutlich verlichtet
bei Bäumen über 60 Jahre sogar 44 %
2 Mio.
Hektar mit Schäden
19 % der gesamten Holzbodenfläche
41,5 Mio.
Tonnen Kohlenstoff weg
2017 bis 2022, ein Minus von 3 %
Quellen: Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2025 · Bundeswaldinventur 2022, veröffentlicht am 8. Oktober 2024

Der Wald ist vom Speicher zur Quelle geworden. Wir halten das für das folgenreichste Ergebnis der Bundeswaldinventur 2022. Zwischen 2017 und 2022 ist der Kohlenstoffvorrat im deutschen Wald um 41,5 Millionen Tonnen gesunken. Der Wald gibt damit mehr Kohlenstoff ab, als er aufnimmt. Auf zwei Millionen Hektar hat es Kalamitäten gegeben, also großflächige Schäden, und aus lebenden Beständen fielen 44,8 Millionen Kubikmeter Schadholz an.

Und trotzdem wächst die Fläche
11,5 Millionen Hektar WaldDas ist ein Drittel der Landesfläche, und seit 2012 ist der deutsche Wald sogar um 15.000 Hektar größer geworden.
Die Fichte verliertSie hat 17 Prozent verloren und liegt jetzt bei 21 Prozent Flächenanteil, knapp hinter der Kiefer mit 22 Prozent.
Laubbäume legen zuSie haben um sieben Prozent zugelegt. Verändert hat sich also vor allem, welche Bäume dort stehen.

Der Umbau weg von der Fichtenmonokultur und hin zu klimastabilen Mischbeständen ist die Arbeit, für die Forstleute ausgebildet werden, und vielleicht bald auch Deine. Er dauert Jahrzehnte, weil der Durchschnittsbaum in Deutschland 82 Jahre alt ist.

Wem der Wald gehört
Privatwaldknapp die Hälfte des Waldesknapp ½
Länder29 %
Körperschaftenwie Städte und Gemeinden20 %
Bund3 %

Wer den Wald besitzt, entscheidet über die Stellen. Für Dich als Absolventin oder Absolvent bedeutet das, dass der Staatsdienst zwar der sichtbarste Arbeitgeber ist, aber längst nicht der einzige. Auch die Beratung und Betreuung privater Waldbesitzer ist ein eigenes Feld, und es wächst mit jedem Sturm.

Quellen: Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2025, und Bundeswaldinventur 2022 (veröffentlicht am 8. Oktober 2024), beide abgerufen am 20. September 2026. Die Waldzustandserhebung bewertet die Kronenverlichtung als Weiser für die Vitalität, nicht als Maß für das Absterben einzelner Bäume.

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Was verdienst Du mit Forstwirtschaft?

Forstwirtschaft-Studium: Gehalt nach Qualifikationsebene, Zahlen der Bundesagentur für Arbeit

Was verdient man, wenn man Forstwirtschaft studiert hat? Auf der Ebene, auf die Dich ein Studium führt, liegt die Mitte bei 5.476 Euro brutto im Monat. Das ist deutlich mehr, als in vielen älteren Ratgebern steht, und auch deutlich mehr als die 4.054 Euro auf Fachkraftebene, auf der die ausgebildeten Forstwirte arbeiten. Die Bundesagentur für Arbeit unterscheidet vier Anforderungsniveaus, und wie Du gleich siehst, ist der Abstand zwischen ihnen in diesem Fach ungewöhnlich groß:

Forstwirtschaft, Gehalt nach EbeneMedian bruttoBeschäftigte
Helfer3.271 €7.454
Fachkraft (Forstwirt)4.054 €8.779
Spezialist (Meister, Techniker)4.933 €1.345
Experte (Studium)5.476 €1.270
... unteres Viertel / oberes Viertel4.706 € / 6.396 €-
Aufsichtskräfte Forst4.248 €1.557
Führungskräfte Forst5.491 €928

So unterscheidet sich das Gehalt von Forstwirt, Förster und Forstingenieur. Wenn Du nach dem Forstwirt-Gehalt suchst, landest Du auf der Fachkraftebene mit 4.054 Euro im Median. Beim Forstingenieur-Gehalt zählt dagegen die Expertenebene, also 5.476 Euro. Zwischen Ausbildung und Studium liegen damit rund 1.400 Euro im Monat, und das ist ein größerer Abstand, als ihn viele andere Fächer bieten.

Als Revierleiter im Forst bekommst Du Dein Gehalt nach der Besoldungstabelle. Bei diesen Zahlen musst Du auf eine Falle achten, denn der Entgeltatlas erfasst nur sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Verbeamtete Förster tauchen darin gar nicht auf.

So liest Du die Zahl im Staatsdienst
Einstieg über A 10 oder A 13Wenn Du als Revierleiter in den Staatsdienst gehst, wirst Du nach der Besoldungsordnung Deines Landes bezahlt. Im gehobenen Dienst steigst Du über das Eingangsamt A 10 ein, im höheren Dienst über A 13.
Keine bundesweite ZahlDie Beträge unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland so stark, dass eine bundesweite Zahl Dich mehr verwirren als Dir helfen würde.
Erst ein Jahr VorbereitungsdienstNach dem Förster-Studium bekommst Du das volle Gehalt erst danach. Während der zwölf Monate als Forstanwärter erhältst Du Anwärterbezüge nach dem Eingangsamt A 10, im höheren Dienst nach A 13. Das ist nur ein Bruchteil eines vollen Gehalts, und trotzdem musst Du dieses Jahr fest einplanen.

Als Forstwissenschaftler hängt Dein Gehalt eher am Arbeitgeber als am Abschluss. In der Privatwirtschaft, also in Sägewerken, im Holzhandel oder in großen Privatforstbetrieben, wird frei verhandelt, und dort liegen die Führungskräfte mit 5.491 Euro fast gleichauf mit der Expertenebene. Im öffentlichen Dienst ohne Verbeamtung gilt der Tarifvertrag der Länder.

Wie klein das Feld ist, siehst Du an der Zahl der Beschäftigten, denn auf Expertenebene zählt die Statistik bundesweit nur 1.270 Menschen.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Datenstand 2025, Deutschland gesamt, Vollzeit (Berufsgattungen 11711, 11712, 11713, 11714 sowie 11793, 11794 und 11724). Erfasst sind ausschließlich sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Beamte sind nicht enthalten. Ein amtliches Einstiegsgehalt nach Studienfach gibt es nicht - siehe Hinweis am Ende des Artikels.

Forstwirtschaft und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: In Forst- und Naturschutz gut, denn diese Arbeit gilt nicht als automatisierbar, während die wirtschaftliche Seite mit Holzernte, Holzhandel und Kalkulation zu großen Teilen schon als ersetzbar gilt. Wir haben dafür beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen. Es berechnet für jeden Beruf, welcher Anteil der Kerntätigkeiten technisch schon heute von Maschinen erledigt werden könnte. Beim Förster mit Hochschulabschluss sind es 9 von 14.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Förster (Hochschule)
9 von 14
Kerntätigkeiten automatisierbar
2013 lag der Wert erst bei 43 %
Forstbetriebsleiter
5 von 9
Kerntätigkeiten automatisierbar
Vor allem Holzhandel und Kalkulation
Revierförster
3 von 8
Kerntätigkeiten automatisierbar
Holzernte und Holzkunde, nicht die Waldpflege
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Förster/in (Hochschule)“, „Forstverwalter/in / Betriebsleiter/in - Forst“ und „Revierförster/in“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Hier setzt die Technik im Wald an. Beim Förster mit Studium stuft das IAB vor allem die wirtschaftliche Seite als ersetzbar ein. Seit 2013 ist der Wert allerdings Schritt für Schritt gestiegen, von 43 über 50 und 57 auf heute 64 Prozent. Im Revier bleibt mehr Arbeit beim Menschen.

Das kann Software übernehmen
  • Förster mit Studium: Holzernte, Holzkunde, Holzhandel, Kalkulation, Kosten- und Leistungsrechnung und die Planung von Maschinen und Betriebsmitteln, auch Bodenkunde und die Kontrolle des Wildbestands
  • Forstbetriebsleiter, eher kaufmännisch: 56 Prozent, weil Holzhandel und Kalkulation dort viel Raum einnehmen
  • Ausgebildeter Forstwirt (5 von 10 Tätigkeiten): das Pflanzen, Ernten, Sortieren und Lagern von Holz
Das bleibt bei Dir
  • Förster mit Studium: Forstschutz, Naturschutz, Ökologie und Forschung gelten als nicht automatisierbar
  • Revierförster, der ein Forstrevier leitet: nur 3 von 8 Kerntätigkeiten sind automatisierbar. Waldpflege, Forstschutz, Naturschutz und die Vorbereitung der Arbeit bleiben bei Dir

Diese Schwerpunkte lohnen sich für Dich. Wenn Du im Studium auf Waldschutz, Ökologie und Naturschutz setzt, arbeitest Du in dem Bereich, den das IAB beim Menschen sieht. Reine Holzvermarktung und Betriebswirtschaft stehen dagegen eher unter Druck.

Das IAB betont allerdings selbst, dass seine Werte nur zeigen, was technisch möglich wäre. Ein Beruf mit hohem Wert fällt deshalb nicht einfach weg, und auch in Berufen mit niedrigem Wert ändert sich die Arbeit.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Forstwirtschaft-Studium: Voraussetzungen, NC und Vorpraktikum

Der Numerus clausus ist beim Forstwirtschaft-Studium für Dich kein Nadelöhr mehr, denn an der Hälfte der Standorte gibt es gar keine Grenze. Das überrascht viele, weil das Fach als begehrt gilt. Begehrt ist es tatsächlich, aber es ist auch winzig, und beides gleicht sich aus. Von den zehn Bachelor-Studiengängen mit veröffentlichten Zahlen musste im letzten Verfahren nur an fünf überhaupt ausgewählt werden.

HochschuleBachelorLetztes Verfahren
HAWK GöttingenForstwirtschaft1,9 Leistungsquote, 2,4 Auswahlverfahren (WS 2025/26)
HNEE EberswaldeForstwirtschaft2,2 (WS 2025/26)
HSWT FreisingForstingenieurwesen2,6 sonstige Bewerber, 3,8 beruflich Qualifizierte (WS 2026/27)
TU DresdenForstwissenschaften2,7 Leistungsquote (WS 2025/26)
Uni FreiburgWaldwissenschaften3,1 (WS 2025/26)
Uni GöttingenForstwissenschaften und Waldökologiealle zugelassen
HNEE EberswaldeSozialökologisches Waldmanagementalle zugelassen
HNEE EberswaldeInternational Forest Ecosystem Managementalle zugelassen
HSWT FreisingArboristik und urbanes Waldmanagementalle zugelassen
TU MünchenForstwissenschaft und Ressourcenmanagementzulassungsfrei
Du siehst 10 von 12 Hochschulen.Alle 12 ansehen →Weniger anzeigen ↑
HochschuleBachelorLetztes Verfahren
HS RottenburgForstwirtschaftnicht veröffentlicht, 92 Plätze
FH ErfurtForstwirtschaft und Ökosystemmanagementnicht veröffentlicht

Angegeben ist jeweils das letzte abgeschlossene Verfahren, das die Hochschule selbst veröffentlicht hat. Diese Werte entstehen erst im Verfahren und sind keine Zusage für das kommende Semester. Zahl der Plätze, wo genannt: HAWK 113, TU Dresden 100 bei 394 Bewerbern, Uni Freiburg 95, HS Rottenburg 92, HAWK dual 10. Quelle: Zulassungs- und Auswahlgrenzen der jeweiligen Hochschule, abgerufen am 20. September 2026.

Das eigentliche Nadelöhr ist die TU Dresden. Dort kamen im Wintersemester 2025/26 auf 100 Plätze 394 Bewerbungen, also fast vier auf einen Platz. Falls Du unbedingt an eine Universität möchtest und keine 2,7 mitbringst, musst Du trotzdem nicht aufgeben. Mit Göttingen hast Du eine Alternative ohne Grenze und mit der TU München einen zulassungsfreien Standort.

Was sonst noch verlangt wird
Die drei Punkte, an denen Bewerbungen im Forst tatsächlich scheitern
1. Vorpraktikum - nur an einer Hochschule Pflicht
Nur die FH Erfurt verlangt ein Vorpraktikum: acht Wochen, nachzuweisen vor der Immatrikulation. Die HS Rottenburg schreibt ausdrücklich, dass zurzeit in keinem Studiengang ein Vorpraktikum gefordert wird - empfiehlt es aber eindringlich und bewertet ab zwölf Wochen die Verfahrensnote um ein Zehntel besser. An den übrigen Hochschulen steckt die Praxis im Studium selbst.
2. Studium ohne Abitur - zwei klar geregelte Wege
Weg eins: Wer Forstwirtschaftsmeister oder Techniker ist oder eine Fortbildungsprüfung nach den Paragrafen 53 oder 54 des Berufsbildungsgesetzes bestanden hat, bekommt den vollen Hochschulzugang. Weg zwei: eine mindestens zweijährige einschlägige Ausbildung - die Forstwirt-Ausbildung zählt - plus mindestens drei Jahre hauptberufliche Praxis, ein Beratungsgespräch und ein Probestudium über zwei Semester mit mindestens 30 Leistungspunkten. Die FH Erfurt regelt es ähnlich, die TU Dresden führt dafür eine eigene Quote.
3. Wintersemester - eine einzige Chance im Jahr
Alle 14 Bachelor-Studiengänge starten ausschließlich zum Wintersemester. Wer eine Frist verpasst oder eine Absage bekommt, wartet ein volles Jahr. Bei den Mastern ist es lockerer: Fünf der 13 lassen auch einen Start im Sommersemester zu.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Forstwirtschaftsmeister oder Techniker: gilt als allgemeine Hochschulreife, damit steht Dir jeder Standort offen.
  • Ausbildung plus drei Jahre Praxis: fachgebundener Zugang, meist über Eignungsprüfung oder Probestudium. Die Einzelheiten regelt jedes Bundesland.
  • Fachhochschulreife: genügt für Forstwirtschaft und Forstingenieurwesen an Fachhochschulen, für Forstwissenschaften an Universitäten meist nicht.
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Solide Naturwissenschaften - die ersten zwei Semester sind Botanik, Zoologie, Bodenkunde, Chemie, Mathematik und Statistik. In dieser Phase wird abgebrochen.
  • Praxis als Pluspunkt - in Rottenburg verbessert der Forstwirt-Gesellenbrief die Verfahrensnote um drei Zehntel.
  • Zeit für Präsenz - alle 14 Bachelor laufen vor Ort mit Lehrwald und Geländeübungen. Einen Bachelor im Fernstudium gibt es nicht.
  • Den Jagdschein einplanen - er ist kein Studieninhalt, wird für den Staatsdienst aber fast überall verlangt und kostet Geld und Zeit.
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Forstwirt, Förster oder Forstingenieur?

Drei Wege in den Wald - und nur einer davon ist ein Studium

Ein Forstwirt-Studium gibt es nicht. Das ist der häufigste Irrtum rund um dieses Fach, und er kostet Bewerber jedes Jahr Zeit. Forstwirt ist ein Ausbildungsberuf und damit kein Studiengang. Wenn Du Forstwirt werden möchtest, machst Du eine duale Berufsausbildung im Forstbetrieb, die drei Jahre dauert und mit Berufsschule, aber ohne Hochschule auskommt. Umgangssprachlich heißt dieser Beruf noch immer Waldarbeiter oder Forstarbeiter.

Die drei Begriffe, die dauernd verwechselt werden
Von unten nach oben, nach Ausbildungsweg sortiert
Forstwirt - Ausbildung, kein Studium
Drei Jahre duale Forstwirt-Ausbildung im Betrieb. Wer das gelernt hat, fällt Bäume, pflanzt, pflegt Kulturen und bedient die Forsttechnik. Das ist der Beruf, in dem die körperliche Arbeit im Wald tatsächlich passiert. Zum Berufsbild Forstwirt geht es hier entlang.
Förster - ein Amt, kein Abschluss
Förster ist keine geschützte Berufsbezeichnung, sondern eine Funktion: die Leitung eines Forstreviers. Dafür braucht man ein forstliches Studium plus den Vorbereitungsdienst des jeweiligen Bundeslands. Muss man als Förster studieren? Ja - ohne Bachelor kommt man an keine Revierleitung. Mehr dazu im Berufsbild Förster.
Forstingenieur und Forstwissenschaftler - das Studium
Hier sind wir beim Thema dieses Artikels. An Fachhochschulen führt der Weg über Forstingenieurwesen oder Forstwirtschaft, an Universitäten über Forstwissenschaften. Ein Forstwissenschaft-Studium an der Universität ist stärker forschungsorientiert, das Studium Forstwissenschaft(en) heißt dort je nach Haus auch Waldwissenschaften. Das Fachhochschulstudium ist stärker auf den Betrieb ausgerichtet. Beide qualifizieren für den gehobenen Forstdienst.

Der Aufstieg vom einen zum anderen ist ausdrücklich vorgesehen. Wenn Du schon eine abgeschlossene Forstwirt-Ausbildung hast, ist das an mehreren Hochschulen ein Vorteil. In Rottenburg bringt Dir der Gesellenbrief drei Zehntel Verbesserung in der Verfahrensnote, und in Bayern öffnet Dir die Ausbildung zusammen mit drei Jahren Berufspraxis den Hochschulzugang auch ohne Abitur. Wer aus dem Wald kommt, hat es hier also leichter als in fast jedem anderen Fach.

Wie das Studium abläuft

Forstwirtschaft-Studium: Dauer und Aufbau, Semester für Semester

Wie lange studiert man Forstwirtschaft? An den Universitäten sind es sechs Semester, an den meisten Fachhochschulen sieben. Von den 14 Bachelor kommen acht mit 180 Leistungspunkten in sechs Semestern aus, sechs brauchen sieben Semester und 210 Punkte. Falls Du an einer Fachhochschule länger brauchst, verlierst Du damit kein Jahr, denn in den siebensemestrigen Studiengängen steckt fast immer ein volles Praxissemester im Forstbetrieb.

1. und 2. Semester - Naturwissenschaft pur
Botanik, Zoologie, Bodenkunde, Chemie, Mathematik und Statistik. Wer das Fach wegen der Liebe zum Wald gewählt hat, trifft hier zuerst auf Formeln. Der Studienabbruch passiert in dieser Phase, nicht später. Dazu kommen die ersten Geländeübungen und die Gehölzbestimmung.
3. und 4. Semester - Waldbau, Technik, Betrieb
Jetzt wird es forstlich: Waldbau, Forstschutz, Holzmesslehre, Forsttechnik, Wildbiologie und Jagdkunde. Parallel Forstbetriebswirtschaft und Forstrecht. An den Universitäten kommt mehr Ökologie und Modellierung dazu, an den Fachhochschulen mehr Betrieb und Maschine.
5. Semester - Praxis im Betrieb
Die Hochschulen lösen das unterschiedlich: Die HSWT und die HS Rottenburg haben ein volles Praxissemester, die TU Dresden sechs Wochen Betriebspraktikum, die Uni Göttingen drei Monate, die TU München acht Wochen. Wer in den Staatsdienst will, macht das Praktikum sinnvollerweise bei einer Landesforstverwaltung.
Danach - Bachelorarbeit, dann die Entscheidung
Mit der Bachelorarbeit endet das Grundstudium. Danach stehen drei Wege offen: direkt in einen Forstbetrieb, in den einjährigen Vorbereitungsdienst des Landes, oder in einen der 13 Masterstudiengänge. Für den höheren Forstdienst und für die Forschung ist der Master Pflicht.

Quelle: Studiengangsdaten der myStipendium-Datenbank und Studienverlaufspläne der genannten Hochschulen, abgerufen am 20. September 2026. Die Modulbezeichnungen unterscheiden sich je Hochschule; verbindlich ist immer das Modulhandbuch Deiner Hochschule.

Das Forstwirtschaft-Studium in Zahlen

Angebot, Zugang und Gehalt auf einen Blick
6.593
Studierende
Wintersemester 2025/26
40,7 %
davon Frauen
Wintersemester 2025/26
3,6 %
arbeitslos
Beruf Forst- und Jagdwirtschaft, Landschaftspflege, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 6.593 Studierenden:
55 %45 %
3.652
an Universitäten
2.941
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?1.800 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdient man in der Forstwirtschaft?
Brutto im Monat, Vollzeit, Expertenebene - das ist die Ebene, auf die ein Studium führt. Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 5.476 €
4.706 €untere 25 % darunter6.396 €obere 25 % darüber
Das gilt für 1.270 Beschäftigte auf Expertenebene in der Forstwirtschaft. Auf Fachkraftebene - dort arbeiten die ausgebildeten Forstwirte - liegt die Mitte bei 4.054 Euro, bei 8.779 Beschäftigten.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Datenstand 2025 (Berufsgattungen 11714 und 11712)

Passt das Forstwirtschaft-Studium zu Dir?

Forstwirtschaft passt zu Dir, wenn ...
  • Du bereit bist, bei jedem Wetter draußen zu arbeiten - Geländeübungen und Exkursionen sind Pflichtteil, nicht Ausflug
  • Dir Naturwissenschaften liegen: Botanik, Boden, Ökologie und viel Statistik
  • Du mit Betriebswirtschaft und Recht klarkommst - ein Forstbetrieb ist ein Wirtschaftsbetrieb
  • Du bereit bist, für das Studium umzuziehen und später dorthin zu gehen, wo das Revier frei wird
  • Du Dir vorstellen kannst, einen Jagdschein zu machen - im Staatsdienst ist er fast überall Voraussetzung
Forstwirtschaft ist nicht ...
  • ein reines Naturschutzstudium - es geht um Bewirtschaftung, und dazu gehört die Holzernte
  • eine Ausbildung zum Forstwirt: die läuft im Betrieb, nicht an der Hochschule
  • ein Fach mit garantierter Verbeamtung - die Zahl der Anwärterstellen ist pro Land klein
  • überall studierbar: neun Hochschulen bundesweit, in zehn Bundesländern gar keine
  • berufsbegleitend im Bachelor machbar - dazu unten mehr
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Häufige Fragen zum Forstwirtschaft-Studium

Wo kann man Forstwirtschaft studieren?
Du kannst das Fach an neun Hochschulen in sieben Städten studieren. Alle neun sind staatlich, eine private Hochschule mit forstlichem Studiengang gibt es in Deutschland nicht. In zehn Bundesländern wird das Fach gar nicht angeboten, deshalb musst Du vielleicht umziehen. Einen Studiengang Forstwirtschaft unter genau diesem Namen führen vier der neun Hochschulen.
Welchen NC braucht man für Forstwirtschaft?
Häufig brauchst Du gar keinen. Von den zehn Bachelor-Studiengängen, die Zahlen zum letzten Verfahren veröffentlichen, haben fünf jeden Bewerber genommen, und die TU München ist ganz zulassungsfrei. Wo ausgewählt wurde, lagen die Grenzen zwischen 1,9 an der HAWK und 3,1 in Freiburg. Verlass Dich aber nicht zu sehr auf diese Werte, denn sie entstehen erst im Verfahren und gelten immer nur für ein Semester.
Welche Voraussetzungen braucht man für das Studium Forstwirtschaft?
Als Voraussetzungen brauchst Du die Hochschulzugangsberechtigung und an der FH Erfurt zusätzlich ein achtwöchiges Vorpraktikum vor der Immatrikulation. Alle 14 Bachelor starten ausschließlich zum Wintersemester, das solltest Du bei Deiner Planung bedenken. Auch ohne Abitur kommst Du ins Studium, nämlich über eine Meister- oder Technikerprüfung oder über eine einschlägige Ausbildung plus mindestens drei Jahre Berufspraxis und ein zweisemestriges Probestudium.
Wie lange studiert man Forstwirtschaft?
Bis zum Bachelor brauchst Du sechs oder sieben Semester. Von den 14 Studiengängen dauern acht jeweils 6 Semester mit 180 Leistungspunkten, die anderen sechs dauern 7 Semester mit 210 Leistungspunkten. Der Unterschied ist meist ein volles Praxissemester. Wenn Du einen Master anhängst, kommen drei bis fünf Semester dazu, und für den Staatsdienst danach noch 12 Monate Vorbereitungsdienst oder zwei Jahre Referendariat.
Was verdient man als Forstwirt?
Was verdient ein Forstwirt mit abgeschlossener Ausbildung? Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegt der Median auf Fachkraftebene bei 4.054 Euro brutto im Monat, gerechnet über 8.779 Beschäftigte in Vollzeit. Wenn Du Dich zum Meister oder Techniker weiterbildest, kommst Du auf 4.933 Euro, und wenn Du studiert hast, auf 5.476 Euro. Auf Helferebene sind es dagegen 3.271 Euro.
Wie viel verdient man als Forstwirt nach dem Studium?
Auf der Expertenebene, auf die Dich ein Studium führt, liegt der Median bei 5.476 Euro brutto im Monat. Das untere Viertel verdient weniger als 4.706 Euro, das obere mehr als 6.396 Euro. Bedenke dabei, dass der Entgeltatlas nur sozialversicherungspflichtig Beschäftigte erfasst. Verbeamtete Förster im Staatsdienst sind darin nicht enthalten, weil sie nach der Besoldungsordnung ihres Bundeslands bezahlt werden.
Muss man als Förster studieren?
Ja, für die Revierleitung musst Du studieren. Förster ist zwar keine geschützte Berufsbezeichnung, meint aber die Funktion der Revierleitung, und dafür wird ein forstliches Studium verlangt. Nach dem Bachelor folgt in den meisten Bundesländern ein zwölfmonatiger Vorbereitungsdienst mit Laufbahnprüfung, in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein stattdessen ein zweijähriges Traineeprogramm. Fast überall brauchst Du außerdem einen gültigen Jagdschein.
Ist Forstwirtschaft ein schweres Studium?
Die Hürde liegt in den ersten beiden Semestern, weil Du dort vor allem Botanik, Zoologie, Bodenkunde, Chemie, Mathematik und Statistik lernst. Wenn Du das Fach aus Liebe zum Wald wählst, triffst Du hier also zuerst auf Formeln. Ab dem dritten Semester wird es forstlich mit Waldbau, Forsttechnik, Holzmesslehre und Jagdkunde. Die Geländeübungen gehören dann fest zum Pflichtprogramm und sind damit weit mehr als ein Ausflug.
Kann man Forstwirtschaft im Fernstudium studieren?
Nein, einen Bachelor gibt es nicht als Fernstudium. Alle 14 Bachelor-Studiengänge sind Präsenzstudiengänge mit Lehrwald, Geländeübungen und Exkursionen. Berufsbegleitend kannst Du nur einen Master studieren, und zwar Management von Forstbetrieben an der FH Erfurt. Er dauert fünf Semester im Blended Learning, und Du musst eine Tätigkeit im Forst- oder Holzsektor von mindestens 19 Stunden in der Woche nachweisen. Wenn Du nebenher Geld verdienen willst, passt ein duales Studium deshalb besser zu Dir.

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Dr. Mira Maier
myStipendium-Chefredakteurin

Zuletzt geprüft am 20. September 2026. Alle Zahlen in diesem Artikel stammen aus benannten Quellen mit Datum. Profil ansehen →

Quellen dieses Artikels Studiengänge, Hochschulen, Orte, Abschlüsse, Regelstudienzeiten, Studienformen und Unterrichtssprachen: myStipendium-Datenbank, Stand 20. September 2026 · Auswahlgrenzen, Platzzahlen, Vorpraktikum und Zugang ohne Abitur: Zulassungsseiten und Studien- und Prüfungsordnungen der neun genannten Hochschulen, abgerufen am 20. September 2026 · Gehälter und Beschäftigtenzahlen: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Datenstand 2025, Vollzeit, Deutschland gesamt (Berufsgattungen 11711, 11712, 11713, 11714, 11724, 11793 und 11794) · Vorbereitungsdienst, Forstreferendariat und Jagdscheinpflicht: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, Landesforsten Rheinland-Pfalz, ThüringenForst und Forstliches Bildungszentrum Baden-Württemberg, abgerufen am 20. September 2026 · Waldzustand, Waldfläche, Kohlenstoffvorrat und Eigentumsverhältnisse: Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Waldzustandserhebung 2025 und Bundeswaldinventur 2022 (veröffentlicht am 8. Oktober 2024) · Duales Studium und berufsbegleitender Master: Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Bayerische Staatsforsten, FH Erfurt und HAWK, abgerufen am 20. September 2026
Wozu wir bewusst keine Zahl nennen Ein amtliches Einstiegsgehalt nach Studienfach gibt es in Deutschland nicht - keine Behörde erhebt Gehälter danach, wer was studiert hat. Wir nennen deshalb Gehälter nach Qualifikationsebene statt einer einzelnen Zahl "für Forstwirte". Für verbeamtete Förster nennen wir keinen Eurobetrag: Sie fallen nicht unter den Entgeltatlas, und die Besoldung unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland so stark, dass eine bundesweite Angabe eher irreführt. Verbindlich ist die Besoldungstabelle Deines Landes.
Für die HS Rottenburg und die FH Erfurt nennen wir keine Auswahlgrenze, weil beide keine veröffentlichen. Auch zur Dauer des Vorpraktikums an der HSWT machen wir keine Angabe: Die Hochschule nennt dazu widersprüchliche Werte. Und wir geben keine Prognose ab, welche Grenze im kommenden Wintersemester gelten wird - dieser Wert entsteht erst, wenn alle Bewerbungen vorliegen.

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