Ausbildungsdauer 
3 Jahre
Empf Schulabschluss 
Realschule
Ausbildungsgehalt 
1041

Als Forstwirt pflegst und bewirtschaftest Du Wälder. Du erntest Holz, sortierst und lagerst es, ziehst und pflanzt Baumsetzlinge, baust Wege sowie Erholungseinrichtungen für Mensch und Tier und pflegst die Wildbestände im Wald. Klingt traumhaft? Dann lies weiter und erfahre, wo Du eine Ausbildung zum Forstwirt machen kannst, welche Inhalte Dich während der Förster-Ausbildung erwarten und wie Deine Karriereoptionen nach abgeschlossener Ausbildung zum Förster aussehen.

Wo kann ich eine Forstwirt-Ausbildung machen?

Bei der Ausbildung zum Förster handelt es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf in der Forstwirtschaft im Ausbildungsbereich Landwirtschaft. Die folgenden Betriebe bieten eine Förster-Ausbildung an:

  • Forstbetriebe
  • Forstwirtschaftliche Dienstleister
  • Forstämter und -verwaltungen des Bundes, der Länder und der Gemeinden
  • Landschaftsbau- und Baumpflegebetriebe

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Forstwirt-Ausbildung?

Rein rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung für die Ausbildung zum Forstwirt vorgeschrieben. Die oben genannten Ausbildungsbetriebe stellen jedoch überwiegend Personen ein, die einen Realschulabschluss vorweisen können. Ungefähr jeder achte Ausbildungsanfänger hat vor dem Beginn der Forstwirt-Ausbildung an einer betrieblichen Qualifizierungsmaßnahme teilgenommen, die den Einstieg in die Ausbildung erleichtern soll.

Ausbildungsanfanger / innen 2016 (in %)

Wie lange dauert die Forstwirt-Ausbildung?

  • Regeldauer: 3 Jahre
  • Mit (Fach-)Abi: Verkürzung auf 2 Jahre möglich

Die Ausbildungsdauer beträgt im Regelfall drei Jahre. Kannst Du zu Beginn Deiner Ausbildung zum Forstwirt das Abitur oder Fachabitur nachweisen, kann sich Deine Ausbildungszeit unter Umständen auf zwei Jahre verkürzen. Die genaue Vorgehensweise sprichst Du im Regelfall zu Beginn Deiner Ausbildung mit Deinem Ausbildungsbetrieb und Deinem Ausbilder ab.

Solltest Du während Deiner Forstwirt-Ausbildung merken, dass Du mit dem Stoff und den Lerninhalten nicht hinterherkommst, stellt auch das in den meisten Fälle keine Schwierigkeiten dar: Gemeinsam mit Deinem Ausbilder kannst Du Dich zum Beispiel darum bemühen, die Förster-Ausbildung auf dreieinhalb Jahre zu verlängern, um so mehr Zeit zum Lernen zu haben und einen besseren Abschluss zu erzielen.

Wie hoch ist das Gehalt in der Forstwirt-Ausbildung?

Entscheidest Du Dich für eine Förster-Ausbildung im Bereich der Land- und Forstwirtschaft erhältst Du im ersten Lehrjahr je nach Bundesland und der Größe Deines Ausbildungsbetriebs zwischen 520 und 695 Euro, im zweiten Jahr der Ausbildung zwischen 570 und 760 Euro und im dritten Ausbildungsjahr etwa 615 bis 810 Euro. Im Bereich des öffentlichen Dienstes auf Länderebene fällt Dein Ausbildungsgehalt im Regelfall ein wenig höher aus. So erhältst Du im ersten Lehrjahr rund 937 Euro, im zweiten Jahr der Ausbildung 991 Euro und im dritten Ausbildungsjahr ganze 1041 Euro.

Die Vergütung während der Förster-Ausbildung wird direkt von Deinem Ausbildungsbetrieb aus Dich ausgezahlt. Während einige Betriebe an Tarifverträge gebunden sind, müssen nicht tarifgebundene Ausbildungsbetriebe laut Berufsbildungsgesetz eine angemessene Ausbildungsvergütung ausbezahlen. Da Du Dein Gehalt in diesen Fällen selbst mit Deinem Ausbildungsbetrieb aushandeln musst, solltest Du Dich bei Deinen Forderungen in jedem Fall an unserer Gehaltstabelle orientieren.


Verdienst in der Ausbildung als Forstwirt

Wie läuft die Forstwirt-Ausbildung ab?

Die Ausbildung zum Forstwirt wird dual absolviert und umfasst einen Praxis- und einen Theorieteil. Du verbringst 3-4 Tage der Woche in Deinem Ausbildungsbetrieb, wo Du mit den praktischen Tätigkeiten des Försterberufs vertraut gemacht wirst und besuchst an den übrigen 1-2 Tagen die Berufsschule. Es kann jedoch so sein, dass der Unterricht blockweise stattfindet. Dann arbeitest Du 4-5 Wochen am Stück in Deinem Ausbildungsbetrieb, bevor Du für 1-2 Wochen zur Berufsschule musst. Die Lerninhalte und der Arbeitsaufwand bleiben aber bei beiden Modellen der Förster-Ausbildung gleich. Von Deinem Ausbildungsort und Ausbildungsbetrieb hängt ab, welches der beiden Modelle bei Dir greift.

Praktische Ausbildung im Betrieb

Während der Förster-Ausbildung innerhalb des Betriebs lernst Du die verschiedenen Aufgaben kennen, die für Deine Arbeit als Förster erforderlich sind. Das erste Lehrjahr ist dabei den Grundlagen vorbehalten, während im zweiten und dritten Lehrjahr inhaltliche Vertiefungen stattfinden.

Schulische Ausbildung an der Berufsschule

An den Tagen, an denen Du nicht in Deinem Betrieb arbeitest, besuchst Du eine Berufsschule. Hier herrscht genau wie in Deinem Ausbildungsbetrieb für die Zeit der Ausbildung zum Forstwirt Anwesenheitspflicht. In der Berufsschule erwirbst Du theoretisches Wissen, schreibst Klausuren und bekommst mitunter sogar Hausaufgaben auf. Abgesehen von den Lerninhalten unterscheidest sich die Berufsschule also kaum von einer normalen Schule.

Prüfungen

Zwischenprüfung

Kurz vor dem Ende Deines 2. Ausbildungsjahres absolvierst Du eine Zwischenprüfung. Diese ist in einen theoretischen und einen praktischen Teil aufgeteilt und soll Deinen bisherigen Kenntnisstand abfragen. Die Zwischenprüfung ist sowohl für Dich als auch für Deine Ausbilder wichtig, allerdings kannst Du hierbei nicht durchfallen.

Abschlussprüfung

Nach dem Ende des 3. Ausbildungsjahrs erfolgt die Abschlussprüfung Deiner Ausbildung zum Forstwirt. Wie zuvor bereits Deine Zwischenprüfung besteht auch diese aus einem Theorie- und einem Praxisteil, die abgefragt werden. Im Gegensatz zur Zwischenprüfung kannst Du hierbei allerdings sehr wohl durchfallen, deshalb solltest Du Dir bei Deiner Abschlussprüfung wirklich Mühe geben. Gute Noten in der Abschlussprüfung erleichtern Dir zudem den Einstieg ins Berufsleben und sichern Dir ein besseres Gehalt.

Welche Inhalte hat die Forstwirt-Ausbildung?

Der theoretische Bereich der Ausbildung zum Forstwirt lässt sich in einen allgemeinbildenden und einen fachspezifischen Teil unterteilen.

Im berufsübergreifenden, allgemeinbildenden Teil lernst Du zum Beispiel:

  • Deutsch
  • Wirtschaft
  • Sozialkunde

Daneben bekommst Du in dem Betrieb, in dem Du Deine Ausbildung zum Forstwirt machst, unter anderem die folgenden Dinge vermittelt:

  • heimischen Wildarten und deren Verhalten
  • Holzernteverfahren
  • Fällen von Bäumen mit der Motorsäge
  • Einsatzbereiche und -grenzen von Maschinen, Geräten, Werkzeugen und Betriebsmitteln
  • Prüfung, Auswahl und Einsatz von technischen Einrichtungen, Maschinen, Geräten und Werkzeugen
  • Vorbereitung von vollmechanisierten Holzerntemaßnahmen vorbereitet und qualitätsorientierte sowie bestands- und bodenschonende Durchführung der Holzernte
  • vorbeugenden Maßnahmen zum Schutz von Böden, Beständen und Produkten
  • Herstellung, Pflege und Instandhaltung von jagdbetriebliche Einrichtungen
  • Anlage von Hecken, Freiflächen und Feuchtbiotope sowie Pflege von Fließgewässern

Wie sieht der Karrierepfad nach der Forstwirt-Ausbildung aus?

Im Bereich der Anpassungsweiterbildung stehen Dir die folgenden Optionen offen:

  • Forst- und Jagdwirtschaft
  • Baumpflege
  • Pflanzenschutz
  • Schädlingsbekämpfung
  • Arbeitssicherheit

Im Bereich der Aufstiegsweiterbildung hast Du nach Abschluss Deiner Förster-Ausbildung unter anderem folgende Möglichkeiten:

  • Forstwirtschaftsmeister
  • Techniker Forsttechnik
  • Studium Forstwissenschaft
  • Studium Landschaftsökologie
  • Fachagrarwirt

Passt eine Forstwirt-Ausbildung zu mir?

Die Ausbildung passt zu Dir, wenn Du diese Eigenschaften mitbringst:

Naturverbundenheit
Du bist gerne in der Natur? Dann solltest Du Dich um einen Ausbildungsplatz als Förster bewerben!
Handwerkliches Geschick
Für den Beruf des Försters solltest Du ein wenig handwerkliches Geschick mitbringen.
Organisationstalent
Als Forstwirt musst Du eine Menge organisieren und koordinieren. Bist Du von Natur aus ein Organisationstalent, bist Du wie für diesen Job gemacht.
Ausbildungsdauer 
3 Jahre