Ausbildungsdauer 
3 Jahre
Empf Schulabschluss 
Hauptschule

Die Sozialassistent-Ausbildung zeigt Dir, wie Du mit Kopf und Herz hilfsbedürftigen Menschen in ihrem Alltag zur Seite stehst. Wir verraten Dir, unter welchen Voraussetzungen Du Deinen Abschluss bereits nach einem Jahr in der Tasche hast und welche (Job-)Türen Dir damit offenstehen.

Wo kann ich eine Sozialassistent-Ausbildung machen?

Du absolvierst Deine theoretische Ausbildung in der Regel an einer Berufsfachschule, die sich auf die Ausbildung von angehenden Sozialassistenten, Betreuern, Erziehern und Pflegern spezialisiert hat. Diese findest Du über ganz Deutschland verteilt. Dabei kannst Du die Sozialassistent-Ausbildung auch im Rahmen eines Fernlehrgangs absolvieren. Die ils bietet zum Beispiel eine Ausbildung zur Fachkraft für Gesundheits- und Sozialdienstleistungen an. Damit Du Dich für den richtigen Fernlehrgang entscheidest, wirf am besten einen Blick in die kostenlosen Infomaterialien der jeweiligen Anbieter. Diese zeigen Dir auf einen Blick, welcher Lehrgang am besten zu Deinen Interessen und Erwartungen passt.

Fernlehrgangsempfehlungen

Fachkraft für Gesundheits- und Sozial­dienstleistungen (IHK)

  • Dauer: 12 Monate
  • Beginn: Jederzeit
  • Fernlehrgang

Standorte:

  • Online

Fachkraft für Gesundheits- und Sozial­dienstleistungen (IHK)

  • Dauer: 12 Monate
  • Beginn: Jederzeit
  • Fernlehrgang

Standorte:

  • Online

Fachkraft für Gesundheits- und Sozial­dienstleistungen (IHK)

  • Dauer: 12 Monate
  • Beginn: Jederzeit
  • Fernlehrgang

Standorte:

  • Online

Den praktischen Teil Deiner Ausbildung zum Sozialassistent kannst Du an einem Betrieb Deiner Wahl vornehmen. Dazu bieten sich zum Beispiel diese Einrichtungen an:

  • Pflegeheime
  • Behindertenschulen
  • Krankenhäuser
  • Jugendzentren
  • Seniorenheime
  • Ambulante Dienste

Je nach Deinen Interessen kannst Du hier bereits die Weichen für Deinen späteren Job stellen. Denn: Wenn Du schon während Deiner Ausbildung zum Sozialassistent in dem Bereich arbeitest, in dem Du später eine Stelle antreten möchtest, hast Du zum Berufseinstieg bessere Jobchancen.

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Sozialassistent-Ausbildung?

Die Ausbildung zum Sozialassistent bzw. die Ausbildung zur Sozialassistentin fordert von Dir in der Regel einen Hauptschulabschluss. Auch mit einem Realschulabschluss hast Du gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Darüber hinaus kannst Du mit guten Noten in Kunst und Musik punkten. Das zeigt der Berufsschule, dass Du grundlegende Fähigkeit besitzt, Menschen malen, basteln und musizieren beizubringen. Gute Noten in Biologie sind bei Deiner Bewerbung ebenfalls hilfreich. Sie zeigen: Du weißt, wie der menschliche Organismus aufgebaut ist und funktioniert. Du kannst dann die Probleme hilfsbedürftiger Menschen besser verstehen und darauf reagieren. Daneben musst Du Berufsschulen oftmals einen Nachweis über Deine gesundheitliche Eignung oder ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen.

Wie lange dauert die Sozialassistent-Ausbildung?

Wie lange die Ausbildung als Sozialassistentin dauert, hängt von Deinem Schulabschluss ab. Ein Sozialassistent mit Hauptschulabschluss benötigt grundsätzlich 3 Jahre, um die Ausbildung abzuschließen. Bringst Du einen Realschulabschluss mit und zeigst Du während der Ausbildung entsprechend gute Noten, kannst Du die Zeit auf 2 Jahre verkürzen. Hast Du bereits einen Hochschulabschluss gemacht und willst die Ausbildung beispielsweise als Umschulung zum Sozialassistent nutzen, kannst Du Deinen Abschluss bereits nach einem Jahr in der Tasche haben.

Wie hoch ist das Gehalt in der Sozialassistent-Ausbildung?

Die Sozialassistent-Ausbildung ist eine schulische Ausbildung. Du erhältst daher während Deiner Zeit an der Berufsschule keine Vergütung. Einige Berufsschulen sind zudem keine staatlichen, sondern private Ausbildungsbetriebe, so dass Du dort Ausbildungsgebühren oder Aufnahme- und Prüfungsgebühren zahlen musst.

Wie läuft die Sozialassistent-Ausbildung ab?

Den größten Teil Deiner Ausbildung zum Sozialassistent verbringst Du an einer Berufsfachschule. Hier eignest Du Dir das theoretische Wissen an, das Du für die Arbeit in Pflegeheimen, Behindertenschulen und Krankenhäusern benötigst. Du unterbrichst die Zeit an der Berufsschule immer wieder durch mehrwöchige Praxisphasen, die Du in Einrichtungen Deiner Wahl absolvierst. Bei einer zweijährigen Ausbildung kommst Du dabei insgesamt auf ca. 20 Wochen Praxis. Hier kannst Du dann testen, wie vorbereitet Du bereits für die Pflege und die Betreuung von bedürftigen Menschen bist.

In der Regel schließt Du die Sozialassistent-Ausbildung nach 3 Jahren ab, indem Du eine schriftliche, eine mündliche und eine praktische Prüfung ablegst. Jedes Bundesland hat dabei seine eigenen Anforderungen. Gehst Du mit Realschulabschluss oder sogar Hochschulabschluss in die Ausbildung, kannst Du die Prüfungen bereits nach 2 Jahren bzw. nach einem Jahr ablegen. Du bist dann staatlich geprüfter Sozialassistent.

Welche Inhalte hat die Sozialassistent-Ausbildung?

Der theoretische und der praktische Teil der Ausbildung zum Sozialassistent bringen Dir unter anderem diese Kenntnisse und Fähigkeiten bei:

Theoretischer Ausbildungsteil

An der Berufsschule stehen vor allem Themen wie

  • die Entwicklung des Menschen vom Kindesalter an,
  • Gründe für Lebensmittelallergien,
  • Grundlagen altersgerechter Ernährung,
  • die Funktionsweise des Gesundheits- und Sozialsystems sowie
  • die Betreuung von hilfsbedürftigen Menschen

auf Deinem Stundenplan.

Praktischer Ausbildungsteil

Im praktischen Teil Deiner Ausbildung zum Sozialassistent lernst Du vor allem, wie Du hilfsbedürftige Menschen richtig betreust und pflegst. Dabei lernst Du, sie in ihrem Haushalt zu unterstützen, sie an- und auszuziehen, mit ihnen einzukaufen und mit ihnen die Dinge zu unternehmen, die ihnen Spaß machen. Das kann vom Brettspiel über Singen bis hin zum Spazierengehen alles sein.

Wie sieht der Karrierepfad nach der Sozialassistent-Ausbildung aus?

Nach Deiner Sozialassistent-Ausbildung kannst in Behindertenschulen, Krankenhäusern, Seniorenheimen und Jugendzentren arbeiten. Dabei kannst Du Dich stets weiterbilden, um Dir weitere Tätigkeitsfelder im sozialen Bereich zu eröffnen. Das können zum Beispiel diese Fortbildungen sein:

  • Fachwirt der Fachrichtung Alten- und Krankenpflege: Eine Sozialassistent-Weiterbildung ist der Fachwirt der Fachrichtung Alten- und Krankenpflege. Du erweiterst dabei Deine praktischen Pflegetätigkeiten um administrative Aufgaben. Dann stehen To-Dos im Bereich Management einer Pflegeeinrichtung, Personalwesen und Marketing auf Deiner Agenda.
  • Ausbildung zum Heilerziehungspfleger: Entscheidest Du Dich, eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger an Deine Sozialassistent-Ausbildung dranzuhängen, spezialisierst Du Dich auf die Pflege von Menschen mit einer Behinderung. Du begleitest sie dann durch ihren Alltag und förderst ihre soziale und berufliche Eingliederung in die Gesellschaft.
  • Ausbildung zum Erzieher: Willst Du am liebsten jeden Tag mit Kindern arbeiten, könnte die Ausbildung zum Erzieher das Richtige für Dich sein. Damit steigerst Du vor allem Deine Jobchancen. Denn: In Deutschland werden aktuell ca. 40.000 Erzieher gesucht.
  • Studium: Hast Du Deine Sozialassistent-Ausbildung mit Abitur oder Fachabitur begonnen, kannst Du auch ein Studium aufnehmen, um Dich weiter zu qualifizieren. Denkbar sind dann vor allem Studiengänge wie Sonderpädagogik, Soziale Arbeit und Sozialpädagogik.

Passt eine Sozialassistent-Ausbildung zu mir?

Damit Du mit Spaß durch die Sozialassistent-Ausbildung gehst, solltest Du diese Fähigkeiten mitbringen:

Keine Berührungsängste
Du hilfst Menschen beim An- und Ausziehen, wäschst sie und begleitest sie auf die Toilette. Du solltest daher für die Sozialassistenz-Ausbildung keine Berührungsängste haben.
Verantwortungsbewusstsein
Vor allem in den praktischen Phasen der Ausbildung übernimmst Du bereits große Verantwortung. Du unterstützt hilfsbedürftige Menschen in ihrem Alltag. Das heißt: Sie sind auf Dich und Deine Hilfe angewiesen, um tägliche Aufgaben bewältigen können. Du solltest daher ein hohes Verantwortungsbewusstsein mitbringen.
Einfühlungsvermögen
Damit Du nachvollziehen kannst, in welcher Situation sich Menschen befinden, hilft Dir ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen. Du kannst dann besser verstehen, warum sich Menschen hilflos fühlen und warum sie Dir dankbar sind, wenn Du sie bei einfachen Tätigkeiten wie Haushalt und Einkaufen unterstützt.
Sorgfalt
Je nachdem, wo Du Deine praktischen Phasen in der Ausbildung absolvierst, kann es sein, dass Du auch Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen durchführst. Du solltest daher eine große Portion Sorgfalt und eine gründliche Arbeitsweise an den Tag legen.
Durchhaltevermögen
Viele Menschen, mit denen Du während Deiner Ausbildung und später in Deinem Beruf zu tun hast, benötigen für einfache Abläufe viel Zeit. Das kann das An- und Ablegen von Kleidung oder ein Spaziergang sein. Du solltest daher viel Geduld und ein Durchhaltevermögen mitbringen, damit Dir auch diese Tätigkeiten Spaß bereiten.
Eigeninitiative
Bereits in der Sozialassistenz-Ausbildung lernst Du, dass es nicht reicht abzuwarten, bis ein Patient Dich um Deine Hilfe bittet. Stattdessen solltest Du in jeder Situation Eigeninitiative zeigen können.

Die wichtigste Voraussetzung für die Ausbildung ist, dass Du vor allem Spaß am Umgang und Kontakt mit Menschen hast. Dann fallen Dir sowohl die theoretischen als auch die praktischen Aufgaben der Ausbildung leicht.

Ausbildungsdauer 
3 Jahre