Ausbildungsdauer 
10 Semester
Empf Schulabschluss 
(Fach-)Abitur

Die Osteopathie-Ausbildung macht Dich zum heilkundlichen Fachmann für den menschlichen Bewegungsapparat. Wir zeigen Dir, warum Du für den Berufseinstieg eine Heilpraktiker-Zulassung benötigst und Du damit einen gefragten Berufszweig betrittst.

Wo kann ich eine Osteopathie-Ausbildung machen?

Du kannst die Ausbildung in Osteopathie bei diesen Einrichtungen absolvieren:

  • Osteopathie-Schulen
  • Heilpraktiker-Schulen
  • Hochschulen

Bei der Wahl der Ausbildungsstelle kannst Du Dich allein an den Kosten sowie dem Ort der Schule orientieren. Denn: Du entscheidest Dich damit noch nicht für eine spezielle Ausrichtung der Osteopathie, da Du an allen Ausbildungsstätten dieselben relevanten Berufsinhalte kennenlernst. Entscheidest Du Dich für ein Studium, um Osteopath werden zu können, wirf am besten einen Blick in die kostenlosen Infomaterialien der Hochschulen. Diese zeigen Dir auf einen Blick, wo Du das Studium anfangen kannst und ob die Studieninhalte zu Deinen Interessen passen. An der Hochschule Fresenius zum Beispiel kannst Du einen Bachelor in Osteopathie in Idstein machen.

Studiengangsempfehlungen

Osteopathie (B.Sc.)

  • Sprache: Deutsch
  • Beginn: WS
  • Präsenzstudium

Standorte:

  • Idstein

Osteopathie (M.Sc.)

  • Sprache: Deutsch
  • Beginn: WS
  • Präsenzstudium

Standorte:

  • München

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Ausbildung in Osteopathie?

Je nach Ausbildung in Osteopathie an einer Schule oder einer Hochschule erwarten die Ausbildungsstellen unterschiedliche Voraussetzungen:

Ausbildungsschulen

Die Osteopathie- und Heilpraktiker-Schulen verlangen von Dir in der Regel ein Abitur oder Fachabitur, um Dich zur Ausbildung zuzulassen. Alternativ kannst Du die Ausbildung an einigen Schulen auch beginnen, wenn Du bereits eine andere Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen hast. Darüber hinaus musst Du Ausbildungsstellen einen Nachweis über Deine körperliche Eignung sowie ein Führungszeugnis vorlegen. Gute Noten in Biologie, Chemie und Physik zeigen den Schulen zudem, dass Du bereits über grundlegende Kenntnisse des menschlichen Körpers verfügst. Grundsätzlich ist jedoch eine Osteopathie-Ausbildung ohne Vorkenntnisse im medizinischen Bereich möglich.

Hochschulen

Hochschulen, die eine Osteopathie-Ausbildung anbieten, verlangen für einen Bachelor in der Regel ein Abitur oder Fachabitur von Dir. Verfügst Du nur über einen Realschulabschluss, laden Dich einige Unis zu einer Hochschulzugangsprüfung ein, in der sie Deine Geeignetheit für das Studium überprüfen. Daneben verlangen die Hochschulen ein ärztliches Attest, das bestätigt, das Du gesundheitlich für den Beruf geeignet bist. Bei einigen Unis musst Du zudem ein 100-stündiges Pflege-Praktikum nachweisen. Willst Du einen Master machen, benötigst Du einen Bachelorabschluss in Osteopathie oder ein Studium in einem vergleichbaren Fach und praktische Erfahrung.

Wie lange dauert die Osteopathie-Ausbildung?

Die Ausbildung in Osteopathie dauert in der Regel 5 Jahre. Aufgrund der umfassenden Inhalte ist hier eine Verkürzung der Ausbildungszeit nicht möglich. Studierst Du Osteopathie, dauert ein Bachelor je nach Hochschule 6-9 Semester. Für einen Master bist Du 2-3 Semester an der Uni.

Wie hoch ist das Gehalt in der Osteopathie-Ausbildung?

Die Ausbildung zum Osteopathen ist eine rein schulische Ausbildung. Du erhältst daher keine Vergütung. Grundsätzlich verlangen sowohl Heilpraktiker-Schulen und Osteopathie-Schulen als auch Hochschulen Gebühren für die Ausbildung. Dabei zahlst Du jährlich zwischen 2.500 bis 4.000 Euro für die Ausbildung. Darin enthalten sind dann eine Anmeldegebühr, die Lehrgangsgebühren und eine Prüfungsgebühr.

Wie läuft die Ausbildung zum Osteopathen ab?

Die Ausbildung an einer Osteopathie- oder Heilpraktiker-Schule vereint Theorie- und Praxis-Unterricht. Während Du Dir auf der Schulbank die Grundlagen in Physiologie, Anatomie und Behandlungsmethoden aneignest, sammelst Du über Klinikpraktika und Hospitationen praktische Erfahrungen. Du schließt die Ausbildung mit einer schriftlichen Abschlussarbeit ab.

Studierst Du Osteopathie, eignest Du Dir im Bachelor in Vorlesungen und Seminare alle wissenschaftlichen Kenntnisse an. Die letzten beiden Semester sind dann in der Regel Praxissemester, die Dich Behandlungen an Patienten üben lässt. Du schließt das Studium mit der Bachelorarbeit ab. Im Master vertiefst Du Deine Kenntnisse in 2-3 Semestern und schließt das Studium mit der Masterarbeit ab.

Welche Inhalte hat die Osteopathie-Ausbildung?

In der Osteopathie-Ausbildung an einer Schule stehen zum Beispiel diese Fächer auf Deinem Stundenplan:

  • Physiologie
  • Anatomie
  • Sozialkunde
  • Biomechanik
  • Histologie
  • Neurologie

In den Praxisphasen übst Du die erlernten therapeutischen Behandlungsmethoden an Patienten. Dafür absolvierst Du Praktika an Kliniken oder anderen gesundheitlichen Einrichtungen. Im Studium besuchst Du unter anderem Vorlesungen und Kurse zu diesen Themen:

  • Psychologie
  • Anatomie
  • Physiologie
  • Wahrnehmung
  • Clinical Reasoning

Im Master stehen dann deutlich tiefergehende Inhalte auf Deinem Stundenplan. Je nach gewähltem Schwerpunkt sitzt Du dann in Seminaren zu Pharmakologie, Fallsupervision, Epigenetik, Medizinrecht und klinische Autonomie.

Wie sieht der Karrierepfad nach der Osteopathie-Ausbildung aus?

Willst Du später als Osteopath arbeiten, benötigst Du eine Zulassung zum Heilpraktiker. Das liegt daran, dass Osteopathie in Deutschland als Heilkunde gilt und diese daher nur von Heilpraktikern und Ärzten ausgeübt werden darf. Vor oder nach der Ausbildung zum Osteopathen absolvieren alle angehenden Osteopathen daher die Heilpraktiker-Prüfung. Diese nimmt Dir das zuständige Gesundheitsamt ab. Du musst für die Prüfung mindestens 25 Jahre alt sein.

Damit stehen Deine Berufsaussichten gut. Denn: Alternative medizinische Methoden gewinnen derzeit immer mehr an Ansehen. Heilpraktiker und Osteopathen sind daher eine gefragte Berufsgruppe. Das liegt auch daran, dass viele Krankenkassen Dienstleistungen in diesem Bereich mittlerweile anerkennen.

Viele Osteopathen machen sich nach einigen Jahren zudem selbstständig. Mit ausreichend Erfahrung können sie so selbst entscheiden, welche Behandlungsmethoden sie anbieten und zu welchem Stundensatz sie arbeiten wollen. Besonders erfahrene Osteopathen arbeiten nicht mehr in einer Praxis, sondern gehen als Ausbilder an eine Osteopathen-Schule.

Passt eine Osteopathie-Ausbildung zu mir?

Damit Du mit Spaß und Erfolg durch die Osteopathie-Ausbildung gehst, solltest Du diese Fähigkeiten und Interessen mitbringen:

Empathie
Damit Du Patienten kompetent behandeln kannst, solltest Du eine große Portion Empathie mitbringen. Diese hilft Dir, die Probleme der Patienten besser verstehen zu können.
Gutes Ausdrucksvermögen
Damit Patienten wissen, welche Therapie Du mit ihnen vorhast, solltest Du ihnen einfach und verständlich erklären können, welche Behandlungen auf sie warten. Du solltest für die Osteopathie-Ausbildung daher ein gutes Ausdrucksvermögen mitbringen.
Interesse an Menschen
Bereits in den praktischen Phasen der Ausbildung hast Du jeden Tag mit Menschen zu tun. Du solltest daher gerne mit Menschen zusammenarbeiten.
Beobachtungsgabe
Während der Behandlung solltest Du mit jedem Griff erkennen können, welche Auswirkungen diese auf Patienten haben. Dafür solltest Du über eine genaue Beobachtungsgabe verfügen.
Handgeschick
Du arbeitest in der Osteopathie-Ausbildung vor allem mit Deinen Händen. Sie lockern Blockaden und entspannen den menschlichen Bewegungsapparat. Ein ausgeprägtes Handgeschick gehört daher zu den Voraussetzungen dieser Ausbildung.

Diese Fähigkeiten eignest Du Dir nach und nach während der Ausbildung an. Du musst daher nicht von Anfang an Experte auf diesen Gebieten sein.

Ausbildungsdauer 
10 Semester