Ausbildungsdauer 
3 Jahre
Empf Schulabschluss 
Hauptschule
Ausbildungsgehalt 
569

„Blumen sagen mehr als tausend Worte“ - in der Floristin-Ausbildung lernst Du, wie Du Blumen zum Sprechen bringst. Hier zeigen wir Dir, wo Du die Floristin-Ausbildung absolvieren kannst, welche Voraussetzungen Du mitbringen solltest und welche Inhalte auf Deinem Stundenplan stehen.

Wo kann ich eine Floristin-Ausbildung machen?

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Für die Ausbildung als Floristin hast Du folgende Optionen:

  • Blumenladen
  • Gartencentern
  • Gärtnereien mit Blumengeschäft,
  • Großhandel
  • Bestattungsunternehmen

In einem Blumenfachgeschäft bist Du viel mit Kunden in Kontakt, da du Anfragen und Bestellungen entgegen nimmst. Du entwirfst Blumen- und Pflanzenschmuck für verschiedene Anlässe, wie zum Beispiel Advents- und Weihnachtsschmuck. In einer Gärtnerei hingegen pflegst und versorgst Du hauptsächlich die Pflanzen, Du gießt, düngst, topfst um und bekämpfst Schädlinge. Du solltest Dir also genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu Dir passen.

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Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Floristin-Ausbildung?

Schulische Voraussetzungen

Rechtlich gibt es keine Bestimmungen zu einer vorgeschriebenen Schulbildung. In der Praxis ist es jedoch so, dass Schüler mit einem guten Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss für die Floristin-Ausbildung bevorzugt werden.

Berufliche Voraussetzung

Für die Erstausbildung brauchst Du keine Berufserfahrung vorweisen. Nur, wenn Du als Quereinsteiger anfängst ist mehrjährige Berufserfahrung ein Vorteil.

Sonstige

Heuschnupfen oder eine Pollenallergie solltest Du nicht haben. Mach am besten im Vorfeld einen Allergietest.

Ausbildungsanfanger / innen 2016 (in %)

Ausbildungsanfänger / innen 2016 (in %) Der Beruf hat Nachwuchsprobleme. In den vergangenen 15 Jahren ist die Zahl der Auszubildenden um zwei Drittel gesunken. Mittlerweile gibt es in Deutschland nur noch um die 2500. Außerdem ist der Beruf weiblich: rund 90 % sind Frauen.

Wie lange dauert die Florist-Ausbildung?

Die Florist-Ausbildung dauert offiziell drei Jahre. Du kannst sie jedoch bis um die Hälfte verkürzen. Das geht, wenn Du:

So kannst Du schon in der Mitte des ersten beziehungsweise direkt im zweiten Lehrjahr einsteigen.

  • Wenn Du in Deiner Zwischenprüfung ein besseres Ergebnis als eine 2,5 hast

So kannst Du die Ausbildung um ein weiteres halbes Jahr verkürzen.

Wie hoch ist das Gehalt in der Floristin-Ausbildung?

Im ersten Ausbildungsjahr Deiner Floristin-Ausbildung erhältst Du laut Tarifvertrag einen Lohn zwischen 375 und 609 Euro brutto im Monat. Im zweiten Jahr verdienst Du zwischen 415 und 650 Euro. Im dritten bekommst Du zwischen 475 und 712 Euro. Dein Gehalt hängt dabei stark davon ab, ob Dein Ausbildungsbetrieb an einen Tarifvertrag gebunden ist, in welcher Branche und in welchem Bundesland du beschäftigt bist.


Verdienst in der Ausbildung als Florist

Wie läuft die Ausbildung zur Floristin ab?

Die Ausbildung zur Floristin ist dual, das heißt, Du lernst meist zwei Tage pro Woche die Theorie in der Schule und die restlichen Tage praktisch im Betrieb. Während Deiner Ausbildung musst Du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft führen. Darin hältst Du fest, welche Aufgaben und Inhalte Du erlernst. Das Berichtsheft wird von Deinem Ausbilder regelmäßig überprüft.

Prüfungen

Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres musst Du eine Zwischenprüfung absolvieren, die aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil besteht. Hast Du das Ende Deiner Ausbildung erreicht, wartet die Abschlussprüfung auf Dich. Technologie, Warenwirtschaft sowie Wirtschafts- und Sozialkunde werden schriftlich getestet. Das Planen und Herstellen eines Pflanzenschmucks zu Themen wie Hochzeit sind Gegenstand des praktischen Teils. Dabei musst Du binnen drei Stunden eine Skizze sowie die Materialliste samt Kalkulation schreiben, den Blumenschmuck fertigen und den Kunden eine halbe Stunde lang beraten.

Floristin-Ausbildung für Quereinsteiger

Da der Floristik vielerorts die Fachkräfte ausgehen, bietet ein Quereinstieg in die Branche gute Perspektiven. Die Nachfrage ist hoch. Pro Jahr geben die Deutschen zwei Milliarden Euro für Schnittblumen aus.

Es gibt dabei zwei Möglichkeiten.

1. Umschulung

Voraussetzung

In der Regel brauchst Du eine abgeschlossene Erstausbildung. Aber auch einschlägige, mehrjährige Erfahrungen im gewünschten Berufsfeld werden akzeptiert.

Anbieter von Umschulungen:

  • Blumenläden
  • Zierpflanzengärtnereien

Hier läuft die Umschulung gemäß dem dualen System wie bei der normalen Florist-Ausbildung – mit den praktischen Teil im Betrieb und dem theoretischen Teil in einer Berufsschule.

Du kannst eine Umschulung zur Floristin aber auch bei privaten Bildungsinstituten machen, wie:

  • IBB
  • Kompetenzwerkstatt Beruf

Hier wird der praktische Teil in mehrmonatige Praktika bei kooperierenden Firmen absolviert.

Fördermöglichkeiten

Du bekommst eine Ausbildungsvergütung, die ungefähr so hoch ist, wie in der normalen Ausbildung. Zusätzlich dazu kannst Du eine Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragen, wenn Du nicht mehr bei den Eltern wohnst oder das Einkommen Deines Ehepartners eine Höchstgrenze überschreitet.

2. „Florist im Ausnahmefall"

Du kannst aber auch eine Weiterbildung machen, die Du dann berufsbegleitend in Blöcken absolvieren kannst.

Voraussetzungen:

  • evtl. das Berufsabschlusszeugnis eines anderen Ausbildungsberufes, wenn bereits abgelegt
  • den Nachweis über praktische Tätigkeiten (mind. 4,5 Jahre bis zum Zeitpunkt der Prüfung)
  • das Abschlusszeugnis der letzten allgemeinbildenden Schule

Die Weiterbildung, sowie die Prüfung kostet Geld. Du musst mit um die 2500 Euro rechnen.

Fördermöglichkeiten

Bei der Agentur für Arbeit kannst Du Dich für folgende Förderprogramme informieren:

  • WeGeBAU: bis zu 100 % Übernahme der Weiterbildungs- und Prüfungskosten, , Arbeitsentgeltzuschuss für Ausfallzeit und Pauschale zu Sozialversicherungsbeiträgen
  • Bildungsgutschein: 100 % Übernahme der Weiterbildungs- und Prüfungskosten

Am Ende Deiner Weiterbildung oder Umschulung musst Du eine Prüfung bei der Industrie-und Handelskammer ablegen. Wenn Du diese bestehst darfst Du Dich staatlich anerkannter Florist beziehungsweise "Florist im Ausnahmefall" nennen.

Welche Inhalte hat die Ausbildung als Floristin?

In der Schule

Während Deiner Ausbildung zur Floristin lernst Du in der Berufsschule neben der Organisation betrieblicher Abläufe auch grundlegendes botanisches Wissen über Pflanzen im Allgemeinen. Hinzu kommt Werkstoffkunde und die gestalterische Verwendung der unterschiedlichen Gewächse. Fächer sind daher beispielsweise:

  • Stilkunde
  • Pflanzenschutz
  • Farben- und Proportionenlehre
  • Vermarktung
  • umweltschonende Behandlung von Pflanzen
  • Arbeits- und Tarifrecht, Personalwesen
  • Beschaffen und Lagern von Waren
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle

Im Betrieb

Hier wendest Du Dein theoretisches Wissen aus der Berufsschule an. Du lernst, wie du mit den unterschiedlichsten Werkzeugen umgehst, bindest Sträuße, die nachher zum Verkauf angeboten werden und unterstützt bei Projekten wie Hochzeits- oder Trauerfloristik. Auch das Kalkulieren von tatsächlichen Preisen wird Dir im Betrieb näher gebracht. Du übernimmst die fachmännische Beratung der Kundschaft im Laden oder am Telefon.

Wie sieht der Karrierepfad nach der Ausbildung als Florist aus?

Wenn Du nach Deiner Ausbildung zum Florist nach Höherem strebst, gibt es für Dich folgende Möglichkeiten:

Passt eine Floristin-Ausbildung zu mir?

Für die Ausbildung als Floristin hilft es, wenn Du gute Note in Mathe, Biologie und Kunst hast. Außerdem solltest Du kein Morgenmuffel sein und diese Eigenschaften mitbringen:

Gestalterische Fähigkeiten
Aus dem Rohmaterial musst Du nach Kundenwunsch ein stimmiges Gesamtkunstwerk zaubern.
Freundlichkeit
Blumen verbreiten Positivität. Dein Auftreten sollte dem Umfeld entsprechend sein.
Geschicklichkeit
In Deiner Podologie-Ausbildung und Deinem späteren Beruf wirst Du sehr viel mit Skalpellen und Fräsen arbeiten und zum Teil kleinteilig arbeiten müssen, um Deine Patienten von ihrem Leid zu befreien. Dazu benötigst Du eine gute Hand-Augen-Koordination und grundsätzlich viel Geschick.
Einfühlungsvermögen
Egal, ob ein nervöser Bräutigam in Spe, selbst ernannte Hobbygärtner oder trauernde Angehörige – Du solltest Dich in Deinen Kunden einfühlen können, um seine Wünsche in Blumensprache zu übersetzen.
körperliche Arbeit
Du arbeitest mit Erde, Wasser, Grünzeug, Kranz- und Klebemaschinen. Du solltest Dich daher nicht vor Schmutz scheuen. Außerdem arbeitest Du hauptsächlich im Stehen. Auch das Heben und Tragen von schwerem Gestecken oder Blumenkübeln gehören zu Deiner Arbeit.

Floristen sind Tausendsassa. Handwerker. Gestalter. Zuhörer. Gedankenleser und Tagverschönerer. Es ist ein vielseitiger Beruf mit Perspektive.

Ausbildungsdauer 
3 Jahre