Ausbildungsdauer 
3 Jahre
Empf Schulabschluss 
Realschule
Ausbildungsgehalt 
765
5
Freie Ausbildungsplätze als
Bauzeichner
in unserer Jobbörse ico-arrowRightSlim

Auf der Grundlage der Entwürfe von Architekten und Ingenieuren entwerfen Bauzeichner detailgetreue Modelle von Bauwerken oder einzelnen Bauteilen, nach denen sich die Umsetzung auf der Baustelle richtet. Dabei kann es sich zum Beispiel um Wohnhäuser, Lagerhallen oder auch Brücken handeln.

Stift, Zirkel und Papier sind für die Arbeit zwar nur noch selten vonnöten, dennoch erfordert die Arbeit mit der speziellen Software von den Auszubildenden nicht nur technisches Know-how, sondern auch künstlerisches Geschick. Wo Du eine Ausbildung beginnen kannst, welche die inhaltlichen Schwerpunkte sind und was Du währenddessen verdienst: Hier findest Du Antworten auf Deine Fragen rund um die Ausbildung zum Bauzeichner.

Wo kann ich eine Bauzeichner-Ausbildung machen?

Bei der Ausbildung zum Bauzeichner handelt es sich um eine duale Ausbildung. Das heißt, der praktische Teil der Ausbildung findet in einem Ausbildungsbetrieb statt, der allgemeinbildende und fachtheoretische Teil dagegen an einem bis zwei Tagen pro Woche in der Berufsschule.

Angeboten wird die Ausbildung vor allem von Berufsschulen für

  • Technik
  • Bautechnik

Als Ausbildungsbetriebe kommen Betriebe aus den folgenden Bereichen infrage:

  • Industrie und Handel
  • Handwerk

Ausbildungsplätze in unserer Jobbörse

Fernlehrgangsempfehlungen

Bauzeichnen mit CAD

  • Dauer: 14 Monate
  • Beginn: Jederzeit
  • Fernlehrgang

Standorte:

  • Online

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Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Bauzeichner-Ausbildung?

Schulische Voraussetzungen

Aus rechtlicher Sicht ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, um die Ausbildung zum Bauzeichner zu beginnen. Allerdings zeigen die Statistiken, dass vor allem im Ausbildungsbereich Industrie und Handel eine höhere Schulbildung vorausgesetzt wird. In diesem Bereich hat rund die Hälfte der Auszubildenden die Hochschulreife, Azubis mit Hauptschulabschluss oder ohne Schulabschluss sind hier die absolute Ausnahme. Ähnlich sieht es im Handwerk aus. Hier ist zwar der Anteil der Auszubildenden mit Hochschulreife etwas geringer, dennoch setzen die meisten Betriebe ebenfalls auf Azubis, die mindestens einen mittleren Schulabschluss vorweisen können. Nur ungefähr jeder Zehnte Azubi hat höchstens den Hauptschulabschluss. Besonders wichtig sind gute Noten in den Fächern Mathematik und Physik.

Berufliche Voraussetzungen

Um eine Bauzeichner-Ausbildung zu beginnen benötigst Du keine bestimmte berufliche Vorbildung. Du kannst die Ausbildung also starten, sobald Du Deinen Schulabschluss in der Tasche hast.

Ausbildungsanfanger / innen 2016 (in %)

Wie lange dauert die Bauzeichner-Ausbildung?

Wer Bauzeichner werden möchte, der muss gemäß der Ausbildungsverordnung für drei Jahre in die Lehre gehen.

Wie hoch ist das Gehalt in der Bauzeichner-Ausbildung?

Das Gehalt in der Ausbildung zum Bauzeichner liegt über der durchschnittlichen Ausbildungsvergütung in Deutschland von knapp 900 Euro monatlich. Bereits im ersten Lehrjahr verdient ein angehender Bauzeichner in der Regel zwischen 750 und 800 Euro, bis zum dritten Lehrjahr steigt das Ausbildungs-Gehalt im Durchschnitt sogar auf gut 1250 Euro an.


Verdienst in der Ausbildung als Bauzeichner

Wie läuft die Bauzeichner-Ausbildung ab?

Klassische Ausbildung

Während Deiner Bauzeichner-Ausbildung lernst Du die verschiedenen Baubereiche kennen, im dritten Lehrjahr folgt dann die Spezialisierung auf einen der drei großen Bereiche: Ingenieurbau, Architekturbau oder Tief-, Straßen- und Landschaftsbau. Im Ingenieurbau geht es meist um Gewerbe- und Lagerhallen, während der Architekturbau eher den Wohnbereich umfasst. Im Tiefbau geht es neben Straßen auch um unterirdische Bauten.

Die Ausbildungsverordnung schreibt für die Auszubildenden eine Zwischenprüfung vor, die noch vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres erfolgen soll und die Inhalte der ersten drei Ausbildungshalbjahre abfragt. Sie dient dazu, Deinen aktuellen Ausbildungsstand zu ermitteln. In einer bis zu vierstündigen Praxisprüfung sind dabei drei Aufgaben zu erledigen, anschließend sind zwei Stunden Zeit, um dazugehörige Fragen schriftlich zu beantworten und Berechnungen durchzuführen.

Am Ende der dreijährigen Ausbildung als Bauzeichner steht die Abschlussprüfung. Diese gliedert sich in einen praktischen und einen schriftlichen Teil. Im praktischen Teil musst Du zwei Aufgaben lösen und eine davon dem Prüfungsausschuss in einem Kurzvortrag präsentieren. Im schriftlichen Teil musst Du vier Themengebiete bearbeiten. Welche das sind, hängt davon ab, welchen Schwerpunkt Du gewählt hast.

Die Umschulung zum Bauzeichner dauert nur zwei Jahre. Sie kommt zum Beispiel für Menschen infrage, die schon im Bereich Bau tätig waren, aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr einer körperlich anstrengenden Arbeit nachgehen können. In solchen Fällen wird die Umschulung je nach Ursache von der Unfallversicherung, der Berufsgenossenschaft oder der Rentenversicherung finanziert. Für Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit Bedrohte trägt das Jobcenter die Kosten.

Je nachdem, aus welchem Grund eine Tätigkeit im alten Beruf nicht mehr möglich ist, wird die Umschulung von der Berufsgenossenschaft, die Unfallversicherung oder die Rentenversicherung finanziert.

Welche Inhalte hat die Bauzeichner-Ausbildung?

Eine der wichtigsten Kompetenzen, die Du in der Ausbildung als Bauzeichner lernst, ist der Umgang mit den Computerprogrammen, die Du für Deine tägliche Arbeit unbedingt brauchst. Denn die allermeisten Zeichnungen entstehen eben heute nicht mehr mit dem Bleistift auf Papier, sondern am Bildschirm – beim sogenannten computergestützten Zeichnen, abgekürzt mit CAD. Dabei lernst Du auch verschiedene Zeichentechniken.

In anderen Veranstaltungen beschäftigst Du Dich mit bautechnischen Regeln und paukst im Baurecht gesetzliche Vorgaben und Regelungen, die Du in Deinen Zeichnungen berücksichtigen musst. Außerdem wird Dir beigebracht, wie korrekte Planung funktioniert und wie man die benötigten Berechnungen anstellt, die die Pläne enthalten.

Daneben werden Dir Kenntnisse zu den Eigenschaften und der Verwendung verschiedener Baustoffe und Bauelemente sowie zum richtigen Vermessen auf der Baustelle vermittelt.

Damit der Bezug zur Praxis nicht zu kurz kommt und Du auch den Ablauf von Bauprojekten direkt am Ort des Geschehens verfolgen kannst, schreibt die Ausbildungsverordnung für Auszubildende mindestens 20 Baubegehungen oder Werksbesichtigungen vor. Schließlich wirst Du auch später im Beruf immer wieder selbst auf Baustellen fahren, um zu kontrollieren, ob Deine Pläne auch tatsächlich mit der Realität übereinstimmen.

Wie sieht der Karrierepfad nach der Bauzeichner-Ausbildung aus?

Mit dem Abschluss der Ausbildung als Bauzeichner bist Du bereit, direkt in die Arbeitswelt einzusteigen. Anstellung findest Du zum Beispiel bei Bauämtern, in Architektur- oder Ingenieurbüros sowie bei Baufirmen, die über eine eigene Planungsabteilung verfügen.

Wenn Du besonders ehrgeizig bist und Dir das Ziel gesetzt hast, im Betrieb in höhere Positionen aufzusteigen, bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten der Weiterbildung und Spezialisierung an. Neben der betrieblichen Weiterbildung in speziellen Kursen kannst Du Dich zum Beispiel in einer mehrjährigen Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker ausbilden lassen und damit auch Dein Gehalt verbessern. Oder aber Du hängst, wenn Du über die entsprechende Zugangsberechtigung verfügst, an Deine Ausbildung noch ein Studium an – zum Beispiel zum Bauingenieur oder zum Architekten.

Passt eine Bauzeichner-Ausbildung zu mir?

Bauzeichner müssen ganz unterschiedliche Qualitäten vereinen. Neben einer gewissen künstlerischen Begabung und dem Spaß am Zeichnen brauchen sie vor allem den Blick fürs Detail, damit auch in umfangreichen und komplexen Abbildungen jeder Winkel und jede Berechnung stimmt. Wenn Du gerade darüber nachdenkst, eine Ausbildung zum Bauzeichner zu beginnen, dann schaue hier nach, ob die Ausbildung auch zu Deinen Stärken passt:

Räumliches Vorstellungsvermögen
Wer exakte Modelle von großen Gebäuden oder Brücken am PC entwirft, der braucht nicht nur klare Vorgaben, an die er sich halten muss, sondern auch ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen.
Präzision
Bauzeichner müssen äußerst präzise arbeiten – und das bis ins Detail, damit es in der Praxis keine bösen Überraschungen gibt aufgrund von fehlerhaften Zeichnungen oder Berechnungen.
Mathematische Kenntnisse
Deine Bauzeichnungen enthalten die entscheidenden Informationen und Details für die Umsetzung auf der Baustelle. Du solltest also sicher im Umgang mit den entsprechenden Formeln zur Berechnung von Fläche, Masse und Volumen sein.
Technisches Verständnis
Die Computer-Programme, die Dir bei Deinen Zeichnungen behilflich sind, sind durchaus anspruchsvoll in der Handhabung. Du benötigst also auf jeden Fall eine gewisse Affinität für Computer und Technik.
Ausbildungsdauer 
3 Jahre