Einstiegsgehalt 
3.184
Durchschnittsgehalt 
3.711
Ausbildung 
Ausbildung

Was ist ein Bauzeichner?

Bauzeichner sind für die Zeichnung von Plänen, Ansichten und Grundrissen für den Bau von Häusern, Brücken, Straßen und Bepflanzungen verantwortlich. Dabei richten sie sich nach den Vorgaben von Architekten und Ingenieuren. Darüber hinaus erstellen sie Berechnungen von Baustoffen, Materialien und Stücklisten.

Die Berufsbezeichnung Bauzeichner ist geschützt. Es kann sich daher nur derjenige so nennen, der eine entsprechende Ausbildung absolviert und die Abschlussprüfung erfolgreich abgeschlossen hat.

Was macht ein Bauzeichner?

Als Bauzeichner oder Bauzeichnerin erstellst Du Bauansichten, Grundrisse und Konstruktionszeichnungen für den Hoch-, Tief, Straßen- und Landschaftsbau. Daneben bist Du auch für statische Berechnungen und die Kalkulation von Baustoffen und anderen Materialien verantwortlich. Du arbeitest dabei eng mit Architekten und Ingenieuren zusammen. Sie teilen Dir ihre Ideen für ein Bauprojekt mit, so dass Du auf dieser Basis die entsprechenden technischen Unterlagen erstellst.

Für die Praxis heißt das: Du bist für die Zeichnung von Plänen für Gebäude, Straßen und Böschungen verantwortlich. Du sorgst dafür, dass diese Pläne vor Ort beim Bau sind, wenn diese gebraucht werden. Du verfolgst dabei den Bauprozess und stellst so sicher, dass der Bau so erfolgt, wie Du es in Deinen Zeichnungen geplant hast.

Wie wird man Bauzeichner?

In der Regel absolvierst Du eine Ausbildung zum Bauzeichner nach dem Berufsausbildungsgesetz:

Zulassungsvoraussetzungen

Es gibt keine vorgeschriebenen Zulassungsvoraussetzungen für die Bauzeichner-Ausbildung. Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat jedoch ermittelt, dass die Mehrheit der Auszubildenden ein Abitur oder Fachabitur mitbringt (49 Prozent). 43 Prozent verfügen über die mittlere Reife. 6 Prozent bringen einen Hauptschulabschluss und 2 Prozent keinen Schulabschluss mit. Neben einer Schulausbildung kannst Du vor allem auch mit guten Noten in Mathe, Physik, Werken und Technik punkten.

Ausbildungsinhalte und -ablauf

Die Ausbildung zum Bauzeichner nach dem Berufsausbildungsgesetz ist dual angelegt und dauert 3 Jahre. Dabei absolvierst Du den theoretischen Teil der Ausbildung an einer Berufsschule. Dort eignest Du Dir die Kenntnisse für die Erstellung und Berechnung von Bauzeichnungen an. Je nach gewähltem Schwerpunkt stehen dabei andere Themen auf Deinem Stundenplan. Entscheidest Du Dich für den Schwerpunkt Architektur, lernst Du vor allem die Umsetzung von Entwurfsskizzen in bautechnischen Zeichnungen, die Ermittlung von Mengen und Massen für Ausschreibungen und die Vergabe von Aufträgen sowie die Abrechnung mit Kunden kennen. Im Schwerpunkt Tief-, Straßen- und Landschaftsbau eignest Du Dir die Erstellung von Bestands-, Übersichts- und Rohrnetzplänen an. Darüber hinaus lernst Du das Zeichnen von Regelquerschnitten des Straßen- und Wegebaus. Entscheidest Du Dich für den Schwerpunkt Ingenieursbau, stehen vor allem die Erstellung von Positionsplänen und Rohbauzeichnungen auf Deinem Stundenplan.

Den praktischen Teil Deiner Bauzeichner-Ausbildung absolvierst Du in einem Ingenieurs- oder Architekturbüro, im Baugewerbe oder in der öffentlichen Verwaltung. Hier kannst Du an realen Projekten zeigen, welche Kenntnisse Du Dir bisher in der Erstellung von Bauzeichnungen und -plänen angeeignet hast.

Fernlehrgänge

Neben der Bauzeichner-Ausbildung nach dem Berufsausbildungsgesetz kannst Du auch über einen Fernlehrgang den Beruf Bauzeichner ergreifen. Dieser eignet sich auch als Umschulung zum Bauzeichner, wenn Du zum Beispiel eine Ausbildung in einem verwandten Bereich absolviert hast. Über einen Zeitraum von 14 Monaten kannst Du dann zum Beispiel bei der ILS oder der Fernakademie für Erwachsenenbildung alle notwendigen Inhalte erlernen. Damit Du den für Dich passenden Fernlehrgang findest, lade Dir am besten die kostenlosen Infomaterialien der jeweiligen Anbieter herunter. Diese zeigen Dir auf einen Blick, wo Du mit Deinen Interessen gut aufgehoben bist.

Fernlehrgangsempfehlungen

Bauzeichnen mit CAD

  • Dauer: 14 Monate
  • Beginn: Jederzeit
  • Fernlehrgang

Standorte:

  • Online

Bauzeichnen mit CAD

  • Dauer: 14 Monate
  • Beginn: Jederzeit
  • Fernlehrgang

Standorte:

  • Online

Bauzeichnen CAD

  • Dauer: 14 Monate
  • Beginn: Jederzeit
  • Fernlehrgang

Standorte:

  • Online

Bauzeichnen mit CAD

  • Dauer: 14 Monate
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  • Fernlehrgang

Standorte:

  • Online

Studium

Ein Studium der Architektur oder des Bauingenieurswesens eignet sich als ideale Ergänzung zur Ausbildung zum Bauzeichner. Beide Studiengänge sind in der Regel zulassungsbeschränkt und dauern 3 Jahre. Danach verfügst Du über einen Bachelor. Mit dem Abschluss in der Tasche kannst Du die Leitung von Projekten übernehmen.

Weiterbildungen

Um Deine Bauzeichner-Ausbildung mit zusätzlichen Qualifikationen anzureichern, kannst Du auch eine Bauzeichner-Weiterbildung absolvieren. Dabei kannst Du zum Beispiel eine Fortbildung zum staatlich geprüften Techniker vornehmen. Diese zeigt Dir, wie Du die Bauleitung von Projekten übernimmst. Für Führungsverantwortung eignet sich auch die Weiterbildung zum technischen Fachwirt. Hier lernst Du den kaufmännischen und planenden Bereich des Bauwesens kennen.

Ausbildungsplätze

Wo arbeitet ein Bauzeichner?

Nach Deiner Bauzeichner-Ausbildung kannst Du bei diesen Arbeitgebern tätig werden:

  • Architekturbüros
  • Ingenieurbüros
  • Bauämter
  • Baufirmen
  • Bauträger
  • Fertigteilhersteller

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Nach Deiner Ausbildung zum Bauzeichner warten auf Dich diese Aufgaben:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Du erfüllst Deine Bauzeichner-Aufgaben vorwiegend am Computer. Über entsprechende Programme erstellst Du Zeichnungen und Berechnungen für Bauprojekte. Je nach Arbeitgeber kann es auch vorkommen, dass Du einen kleinen Teil Deiner Zeit auf Baustellen verbringst. Du sorgst dort dafür, dass der Bau den Verlauf nimmt, den Du in Deinen Plänen vorgesehen hast.

Was verdient ein Bauzeichner?

Während der Bauzeichner-Ausbildung verdienst Du im ersten Lehrjahr bis zu 700 Euro brutto pro Monat. Im zweiten Lehrjahr warten auf Dich bis zu 900 Euro brutto. Das dritte und letzte Lehrjahr bringt Dir bis 1.000 Euro brutto pro Monat ein.

Mit Deinem Abschluss in der Tasche steigst Du als Bauzeichner oder als Bauzeichnerin durchschnittlich mit einem Gehalt zwischen 2.200 Euro und 2.400 Euro in den Beruf ein. Spitzenverdiener kommen auf einen Verdienst von 3.000 Euro brutto monatlich und mehr. Entscheidenden Einfluss auf Deinen Lohn haben Dein Arbeitsort, die Größe Deines Arbeitgebers sowie Deine Ausbildung und Deine Berufserfahrung.

Wo finde ich einen Job als Bauzeichner?

Bauträger, Ingenieurbüros und Baufirmen: Nach Deiner Ausbildung warten zahlreiche verschiedene Arbeitgeber auf Dich. Damit Du eine für Dich passende Stelle findest, nutze am besten unsere Jobsuche. Diese zeigt Dir mit wenigen Klicks, wo derzeit welche Stellen frei sind.

Wie sind die Berufsaussichten für Bauzeichner?

Mehr und mehr Menschen ziehen in Ballungsräume, so dass der Baubedarf von Städten weiter wächst. Das Statistik-Portal Statista sagt daher einen Anstieg des Umsatzes im deutschen Baugewerbe von 119 Milliarden Euro in 2018 auf 125,5 Milliarden Euro im Jahr 2022 voraus. Die Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt sind daher sehr gut für Dich.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Das Bauzeichner-Berufsbild wartet mit 3 wesentlichen Spezialisierungen auf:

  • Architektur: Beim Schwerpunkt Architektur konzentriert sich Deine Arbeit auf den Rohbau und den Ausbau von Bauprojekten.
  • Ingenieurbau: Spezialisierst Du Dich auf den Ingenieurbau, bist Du der Experte für Tragwerke, Massivbau und Stahl- und Holzbau.
  • Tief-, Straßen und Landschaftsbau: Beim Tief-, Straßen- und Landschaftsbau bist Du Spezialist für den Straßen- und Landschaftsbau sowie für die Ver- und Entsorgung.

Passt der Beruf Bauzeichner zu mir?

Für diesen Beruf solltest Du diese grundlegenden Fähigkeiten mitbringen:

Kompetenzen in Mathe und Physik
Räume, Material und Ebenen berechnen – damit Du Deinen täglichen Aufgaben nachgehen kannst, solltest Du über ausgeprägte Kompetenzen in Mathe und Physik verfügen.
Technisches Verständnis
Du solltest über ein grundlegendes technisches Verständnis verfügen, um komplexe Skizzen, Pläne und Kalkulationen erstellen zu können.
Teamfähigkeit
In diesem Beruf arbeitest Du nie allein. Denn: Du bist stets Teil eines interdisziplinären Teams, das gemeinsam die Realisierung eines Bauprojekts angeht. Du solltest daher teamfähig sein.
Präzision
Details entscheiden in diesem Beruf über Gelingen oder Scheitern eines Projekts. Präzision gehört daher auch zu den Bauzeichner-Voraussetzungen.

Während der ersten Berufsjahre kannst Du diese Fähigkeiten auf ein Profi-Level bringen. Du musst daher nicht mit Abschluss Deiner Ausbildung bereits ein Experte auf diesen Gebieten sein.