Florist: Ausbildung & Beruf

3 Jahre duale Ausbildung717 neue Azubis 20252.559 € mittleres Gehalt25.352 Beschäftigte in der Floristik
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Inhalt11 Abschnitte
  1. Wie wird man Florist?
  2. Wie lange dauert die Ausbildung?
  3. Was brauchst Du, um Florist zu werden?
  4. Kann man als Quereinsteiger Florist werden?
  5. Eigener Blumenladen: Was brauchst Du?
  6. Was macht ein Florist?
  7. Was verdient ein Florist?
  8. Welche Weiterbildungen gibt es?
  9. Hat der Beruf Florist Zukunft?
  10. Passt der Beruf zu Dir?
  11. Weiter zu Florist und Gartenbau

Floristen gestalten und verkaufen Blumen- und Pflanzenschmuck: Sie binden Sträuße, fertigen Kränze, Gestecke und Brautschmuck, pflegen die Pflanzen im Laden und beraten ihre Kundschaft. Florist ist ein Ausbildungsberuf im Handel.

Wie wird man Florist?

Florist oder Floristin wirst Du mit einer dualen Ausbildung. Sie dauert 3 Jahre, Du lernst im Blumengeschäft, Gartencenter oder in einer Gärtnerei und in der Berufsschule und legst die Abschlussprüfung vor der IHK ab. Einen bestimmten Schulabschluss schreibt das Gesetz nicht vor. Ausbildungsplätze, Bewerbung und Inhalte im Detail findest Du im Artikel Floristen-Ausbildung.

So läuft die Ausbildung ab

  1. VorherBei einem Betrieb bewerbenDu schließt einen Ausbildungsvertrag, meist mit einem Blumenfachgeschäft, teils mit Gärtnerei. Auch Gartencenter und Baumärkte mit Floristikabteilung bilden aus.
  2. Monat 1 bis 18GrundlagenDu lernst Schnittblumen zu versorgen, Sträuße zu binden, Kranzkörper und Anstecker zu fertigen, Gefäße zu bepflanzen, Kunden zu beraten und Preise zu kalkulieren. In die Berufsschule gehst Du an 1 oder 2 Tagen pro Woche oder im Block.
  3. 4. HalbjahrTeil 1 der AbschlussprüfungVier Arbeitsaufgaben in 150 Minuten: ein Strauß, ein Anstecker, ein Kranzkörper und eine Pflanzung. Dazu 60 Minuten schriftlich zur Pflege von Pflanzen. Teil 1 zählt zu 20 %.
  4. Monat 19 bis 36Anlässe und KaufmännischesJetzt kommen Tisch-, Hochzeits-, Trauer- und Raumfloristik dazu, Stilkunde, Marketing, Einkauf und Warenwirtschaft.
  5. Ende Jahr 3Teil 2 der AbschlussprüfungDu entwirfst ein florales Projekt mit einem Kernstück und zwei Begleitstücken samt Werkstoffliste und Kalkulation, präsentierst es und fertigst die drei Stücke in 210 Minuten. Dazu kommen drei schriftliche Prüfungen.

Diese Prüfung gilt für alle, die seit dem 1. August 2025 ihre Ausbildung beginnen. Die frühere Zwischenprüfung gibt es nicht mehr, Teil 1 zählt schon zur Endnote.

Quellen: Floristen-Ausbildungsverordnung vom 31.01.2025 (§§ 6 bis 15 und Ausbildungsrahmenplan); BERUFENET Florist/in.

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Wie lange dauert die Ausbildung zum Floristen?

Die Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Mit gutem Schulabschluss oder guten Leistungen geht es schneller. Was Du in der Ausbildung verdienst, je nach Region und Tarif, steht im Artikel Floristen-Ausbildung.

Dauer, Geld und Kosten
Kannst Du verkürzen?ja, um bis zu 6 oder 12 Monatemit mittlerem Schulabschluss bis zu 6, mit Fachabitur oder Abitur bis zu 12 Monate. Den Antrag stellen Du und Dein Betrieb gemeinsam bei der IHK.
Geht es mit guten Noten früher?ja, mit vorzeitiger ZulassungRechtfertigen Deine Leistungen es, lässt Dich die IHK vor Ablauf der Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zu.
Geht die Ausbildung in Teilzeit?jaDeine Arbeitszeit sinkt um höchstens die Hälfte, die Ausbildung dauert dann länger, höchstens 4,5 Jahre.
Was verdienst Du in der Lehre?mindestens 724 € im 1., 854 € im 2. und 977 € im 3. Jahrwenn Du 2026 beginnst. Im Westen liegen Beispielwerte bei 900 bis 1.100 €.
Kostet die Ausbildung etwas?neinWerkzeug und Prüfungsgebühren zahlt der Betrieb. Bücher für die Berufsschule und Arbeitskleidung zahlst Du oft selbst. Reicht das Geld nicht, hilft die Berufsausbildungsbeihilfe.

Quellen: §§ 7a, 8, 17 und 45 Berufsbildungsgesetz; BIBB-Empfehlung 129; BIBB, Mindestausbildungsvergütung 2026; BERUFENET (Beispielwerte BMAS, August 2025).

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Was brauchst Du, um Florist zu werden?

Vor allem einen Ausbildungsplatz. Einen bestimmten Schulabschluss verlangt das Gesetz nicht, die Betriebe wählen selbst aus. 2024 hatte fast die Hälfte der neuen Azubis einen mittleren Abschluss. Wer unter 18 ist, braucht außerdem die ärztliche Bescheinigung über die Erstuntersuchung.

Schulabschluss der neuen Auszubildenden 2024
Florist und Floristin, 684 neue Verträge
Mittlerer Schulabschluss49 %
HauptschulabschlussErster Schulabschluss25 %
Abitur oder Fachabitur20 %
Ohne Hauptschulabschluss4 %
Im Ausland erworbenoder nicht zuzuordnen2 %

Quelle: BIBB, Datensystem Auszubildende, Berichtsjahr 2024.

Das solltest Du mitbringen
Geschickte HändeAuge und Hand müssen zusammenspielenbeim Binden von Sträußen und Kränzen und beim Abdornen und Anschneiden von Schnittblumen.
Sinn für Farben und FormenKreativität und ein gutes FarbsehenDu stellst Gebinde nach Farben zusammen und dekorierst Schaufenster und Laden.
Freude am VerkaufenDu berätst und gehst auf Wünsche einvom Geburtstagsstrauß bis zum Trauerkranz. Dazu gehört kaufmännisches Denken, etwa beim Bestellen und Kalkulieren.
Gutes Gedächtnisviele Pflanzen, Sorten und FachnamenDu musst wissen, woher eine Pflanze kommt und was sie braucht.
Gesunde Haut und AtemwegeDornen, Pflanzen und Pflanzenschutzmittelkönnen Haut und Atemwege reizen. Mit Allergien gegen Pflanzen kann der Beruf schwierig werden.
SchulfächerMathe, Biologie, Deutsch und Kunst helfenMathe für die Kalkulation, Deutsch etwa für Glückwunsch- und Trauertexte.

Brauchst Du einen Sachkundenachweis für Pflanzenschutz?

Wer im Laden Pflanzenschutzmittel verkauft, braucht ihn. Dein Floristen-Abschluss gilt dafür als Nachweis:

Sachkunde kurz beantwortet
Wer braucht ihn?jede Person, die Pflanzenschutzmittel abgibtDer Betrieb muss sicherstellen, dass nur sachkundige Mitarbeiter verkaufen. Oft müssen deshalb mehrere sachkundig sein.
Reicht der Abschluss?für den Verkauf jaDas Zeugnis reicht für die Abgabe an Kunden, nicht für das Anwenden von Pflanzenschutzmitteln.
Wo bekommst Du ihn?bei der zuständigen Behördeals Karte im Scheckkartenformat. Ist Dein Zeugnis älter als 3 Jahre, musst Du zusätzlich eine Fortbildung nachweisen.
Wie bleibt er gültig?mit einer Fortbildung alle 3 JahreVersäumst Du sie, setzt die Behörde eine Frist. Holst Du sie auch dann nicht nach, soll sie den Nachweis widerrufen.

Quellen: BERUFENET; § 9 Pflanzenschutzgesetz; §§ 1 und 2 sowie Anlage 2 Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung; Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Kann man als Quereinsteiger Florist werden?

Ja. Die Tätigkeit ist nicht reglementiert, mitarbeiten darfst Du auch ohne Abschluss. Die meisten Betriebe erwarten aber eine abgeschlossene Ausbildung. Zum Abschluss führen für Erwachsene drei Wege: Mehr zu Umschulung und Quereinstieg steht im Artikel Floristen-Ausbildung.

Drei Wege zum Abschluss für Erwachsene
Umschulungmeist 24 statt 36 Monate in VollzeitBist Du arbeitslos oder davon bedroht, kann die Arbeitsagentur oder das Jobcenter die Kosten übernehmen. Kurs und Träger müssen zugelassen sein. Dazu gibt es Prämien von 1.000 € und 1.500 € für bestandene Prüfungsteile.
Prüfung als Externenach 4,5 Jahren im BerufSo lange musst Du als Floristin gearbeitet haben, dann lässt Dich die IHK zur Abschlussprüfung zu. Belegen Zeugnisse Dein Können, kann die Zeit kürzer sein.
BerufsvalidierungKönnen bescheinigen lassen, ab 25Die Kammer prüft, wie weit Deine Fähigkeiten dem Beruf entsprechen. Passen sie vollständig, darfst Du ebenfalls zur Abschlussprüfung.

Nah verwandt sind die Ausbildungen zum Gärtner im Zierpflanzenbau oder in der Friedhofsgärtnerei. Auch dort pflegst und verkaufst Du Pflanzen und bindest teilweise Blumenschmuck.

Quellen: BERUFENET; §§ 45 und 50b Berufsbildungsgesetz; §§ 81, 87a und 180 Sozialgesetzbuch III.

Eigener Blumenladen: Was brauchst Du?

Einen Meisterbrief brauchst Du nicht: Florist ist kein Handwerk nach der Handwerksordnung, sondern ein freies Gewerbe. Eine besondere Qualifikation schreiben die Behörden für einen Blumenladen nicht vor.

Was beim eigenen Laden zählt
AnmeldungGewerbeanzeige beim GewerbeamtWer ein Geschäft eröffnet, muss es dort anmelden.
Pflanzenschutzmittelnur mit SachkundenachweisVerkaufst Du sie, brauchen Du und jeder, der sie abgibt, den Nachweis.
Wege in die Selbstständigkeitgründen, übernehmen oder FranchiseNeben dem Blumenfachgeschäft geht auch ein Service für Blumengeschenke oder Dekoration.
Sonntags öffnenje nach Bundesland einige StundenLadenöffnung regeln die Länder. In Nordrhein-Westfalen etwa dürfen Blumengeschäfte sonntags 5 Stunden öffnen.

Kaufmännisches Wissen und Führung lernst Du gezielt in der Meisterprüfung, mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Quellen: Handwerksordnung Anlagen A und B; Gründerplattform von KfW und Bundeswirtschaftsministerium; § 14 Gewerbeordnung; § 9 Pflanzenschutzgesetz; BERUFENET; § 5 Ladenöffnungsgesetz NRW.

Was macht ein Florist?

Ein Florist bindet Sträuße und Kränze, fertigt Gestecke, Tisch-, Hochzeits- und Trauerschmuck, berät Kunden, pflegt die Ware und kümmert sich um Einkauf, Preise und Kasse. Viele Blumenläden arbeiten mit Blumenversand und Onlineshops zusammen. Dann nimmst Du auch Bestellungen online an und lieferst Blumen aus.

Die Aufgaben eines Floristen an einem Tag im Laden

  1. Früh morgensWare einkaufenFrische Blumen und Pflanzen holst Du oft im Großmarkt. Dann beginnt der Tag schon in den frühen Morgenstunden.
  2. Vor der ÖffnungWare versorgenDu dornst Rosen ab, schneidest Stiele an, stellst die Blumen ins Wasser, gießt und düngst und kühlst empfindliche Ware.
  3. Im LadenKunden beratenDu fragst nach Anlass und Budget, schlägst Blumen und Farben vor und gibst Pflegetipps für Topfpflanzen.
  4. In der WerkstattBinden und gestaltenDu bindest Sträuße, fertigst Gestecke, Kränze und Pflanzschalen, mit Schere, Zange, Draht und Bindematerial.
  5. ZwischendurchLaden und SchaufensterDu dekorierst Verkaufsraum und Schaufenster passend zur Saison.
  6. Zum SchlussKasse und BestellungenDu kassierst, kalkulierst Preise, bestellst Nachschub und nimmst Aufträge für Hochzeiten oder Trauerfeiern an.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Die Ausbildungsordnung nennt vier große Anlässe. In einem davon fertigst Du auch Dein Prüfungsstück:

BereichWas Du dort gestaltest
HochzeitsfloristikBrautstrauß, Schmuck für Braut und Bräutigam, Körper- und Autoschmuck
TrauerfloristikSarg- und Urnenschmuck, Trauerkränze und -gestecke, nach den Regeln des Friedhofs
TischfloristikGestecke passend zu Form und Größe der Tafel
RaumfloristikSchmuck für Räume, abgestimmt auf Raum und Licht, dazu Raumbegrünung

Wo arbeiten Floristen?

Die meisten arbeiten in Blumenfachgeschäften. Die Bundesagentur für Arbeit nennt auch Gartencenter, Gärtnereien mit Blumengeschäft, Baumärkte mit Floristikabteilung, den Großhandel für Blumen und Pflanzen, Bestattungsunternehmen mit eigenem Blumenhaus und Hotels mit eigener Floristik. Dazu kommen Event- und Dekorationsbetriebe.

Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen
Arbeitszeitzu den Öffnungszeiten, samstags fast immerVor Valentinstag und Muttertag gibt es besonders viel zu tun.
Körperviel Stehen und GehenDu arbeitest fast nur mit den Händen, gefragt sind Fingerfertigkeit und Körperkraft.
Klimakühl und feuchtIn Laden, Werkstatt und Lager ist die Luft feucht, im Kühlraum kalt, dazu kommen Nässe und Zugluft.
SchutzHandschuhe bei Dornen und ErdeDünge- und Pflanzenschutzmittel können Haut und Atemwege reizen.
Teilzeitmehr als die HälfteEnde 2025 arbeiteten 55 % der Beschäftigten in der Floristik in Teilzeit.

Quellen: BERUFENET Florist/in; Floristen-Ausbildungsverordnung 2025, Ausbildungsrahmenplan; beruf-florist.de (Zentralverband Gartenbau); Bundesagentur für Arbeit, Beschäftigungsstatistik 31.12.2025.

Was verdient ein Florist?

Als Florist verdienst Du im Mittel 2.559 € brutto im Monat. Was Du zum Einstieg, als Floristmeister, pro Stunde und in Deinem Bundesland verdienst, steht im Artikel Floristen-Gehalt.

Welche Weiterbildungen gibt es für Floristen?

Der klassische Aufstieg ist die Prüfung zum Geprüften Floristmeister vor der IHK. Sie steht auf derselben Stufe wie ein Bachelor (DQR-Niveau 6). Den Meister bezahlt das Aufstiegs-BAföG mit: bis zu 15.000 € für Lehrgang und Prüfung, die Hälfte davon als Zuschuss. Wie Du es beantragst, steht im Artikel Aufstiegs-BAföG.

Floristmeister kurz beantwortet
Wer wird zugelassen?nach Abschluss und 3 Jahren Praxisoder ohne Abschluss nach 6 Jahren im Beruf. Dazu kommt der Sachkundenachweis für das Anwenden von Pflanzenschutzmitteln.
Muss ich einen Kurs machen?neinVorbereitungslehrgänge sind freiwillig, ihre Dauer hängt vom Anbieter ab.
Wie läuft die Prüfung?drei Situationsaufgaben aus dem Alltag eines Meisterszwei schriftlich unter Aufsicht, eine als Konzept in 14 Tagen mit Fachgespräch. Teile davon setzt Du als Werkstück um.
Was prüft die IHK?Führung, Kalkulation, Marketing, GestaltungVon Unternehmensführung und Personal über Einkauf und Pflege bis zu Werbung, Beratung und Fertigung.
Darf ich danach ausbilden?jaDie Ausbildereignung ist Teil der Prüfung, Du bekommst das Zeugnis gleich mit.
WeiterbildungWas sie Dir bringt
Gestalter/in BlumenkunstBachelor Professional in Gestaltung
für den künstlerischen Schwerpunkt
Techniker/in GartenbauBachelor Professional in Technik
Produktion und Vermarktung im Gartenbau
Ausbilder/inAusbildereignung
wenn Du Azubis betreuen willst, auch ohne Meister
Studium GartenbauBachelor
mit Hochschulreife, unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne
SeminareFloristik, Warenpräsentation, Verkauf
um auf dem neuesten Stand zu bleiben

Quellen: Floristmeister-Fortbildungsprüfungsverordnung (§§ 1 bis 6); IHK Nord Westfalen; BERUFENET Florist/in und Floristmeister/in; aufstiegs-bafoeg.de.

Hat der Beruf Florist Zukunft?

Ja, Fachkräfte werden gesucht, ein Engpassberuf ist Florist aber nicht: Eine Stelle war 2025 im Mittel 104 Tage offen, auf eine gemeldete Stelle kamen rund 5 Arbeitsuchende.

25.352
Beschäftigte
sozialversicherungspflichtig, Ende 2025, 95 % Frauen
31 %
sind 55 oder älter
mehr als im Schnitt aller Berufe
717
neue Ausbildungsverträge
2025, 1999 waren es noch 3.756
Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Beschäftigungsstatistik und Engpassanalyse 2025; BIBB, Erhebung zum 30.09.2025 und Datensystem Auszubildende
Was die Zahlen bedeuten
Ausbildungviel weniger Azubis als früherDie Zahl der neuen Verträge ist seit 1999 um rund vier Fünftel gesunken.
Vorzeitige Lösungen40 % der Verträge2024 wurden so viele vorzeitig gelöst. Das ist nicht immer ein Abbruch, oft wechseln Azubis den Betrieb.
Prüfungrund 92 % bestandenSo hoch war 2024 der Anteil bestandener Abschlussprüfungen.
Bis 2040weniger Beschäftigte, längere SucheDie Bundesagentur für Arbeit erwartet weniger Erwerbstätige in der Floristik und eine längere Suche nach Fachkräften.
Marktrund 8,6 Mrd. €gaben die Deutschen 2025 für Blumen und Zierpflanzen aus, rund 102 € pro Kopf. 2024 waren es noch 8,8 Mrd. €.

Quellen: BIBB, Datensystem Auszubildende (Datenblatt Florist/-in 2024); BERUFENET, Berufsdossier; Zentralverband Gartenbau nach AMI (2026).

Kurz beantwortet
Wer darf sich Florist nennen?als Fachkraft, wer die Prüfung bestanden hatDie Tätigkeit selbst ist nicht reglementiert. Den anerkannten Abschluss Florist/Floristin bekommst Du mit der IHK-Abschlussprüfung.
Wie hieß der Beruf früher?BlumenbinderSeit 1967 heißt er Florist.
Was ist der Unterschied zum Gärtner?Gärtner ziehen Pflanzen, Floristen gestalten mit ihnenDie Gärtner-Ausbildung gehört zur Landwirtschaft, die Floristen-Ausbildung zu Industrie und Handel.
Wie heißt Florist auf Englisch?Floristauf Französisch Fleuriste.
Welches Niveau hat der Abschluss?DQR-Niveau 4der Floristmeister DQR-Niveau 6.

Quellen: BERUFENET; BIBB, Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe 2024; IHK Nord Westfalen.

Passt der Beruf zu Dir?

Warum Florist werden?

Das passt zu Dir, wenn Du ...
  • gern mit Pflanzen arbeitest und Dir Sorten und Fachnamen gut merkst
  • ein Auge für Farben und Formen hast und gern etwas mit den Händen gestaltest
  • Menschen gern berätst, beim Hochzeitsstrauß genauso wie beim Trauerkranz
  • rechnen kannst und Lust auf Einkauf, Kalkulation und Verkauf hast
Eher nicht, wenn Du ...
  • Allergien gegen Pflanzen hast oder empfindliche Haut
  • samstags und vor Valentinstag oder Muttertag lieber frei hättest
  • nicht gern früh aufstehst und in kühlen, feuchten Räumen arbeitest
  • vor allem viel Geld verdienen willst, denn Ausbildung und Gehalt liegen eher niedrig

Weiter zu Florist und Gartenbau

Quellen dieses Artikels Ausbildung, Prüfung, Spezialisierungen: Floristen-Ausbildungsverordnung vom 31.01.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 30) · Tätigkeit, Zugang, Arbeitsorte, Arbeitsbedingungen, Weiterbildung, Arbeitsmarkt bis 2040: Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET Florist/in und Floristmeister/in · Neuabschlüsse, Schulabschluss, Vertragslösungen, Prüfungserfolg: BIBB, Datensystem Auszubildende 2024 und Erhebung zum 30.09.2025; Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe 2024 · Ausbildungsvergütung: § 17 Berufsbildungsgesetz; BIBB, Mindestausbildungsvergütung 2026; BMAS-Beispielwerte laut BERUFENET · Verkürzung, Teilzeit, Externe, Berufsvalidierung: §§ 7a, 8, 45 und 50b Berufsbildungsgesetz; BIBB-Empfehlung 129 · Umschulung: §§ 81, 87a und 180 Sozialgesetzbuch III · Sachkunde: § 9 Pflanzenschutzgesetz; Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung; Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit · Selbstständigkeit: Handwerksordnung Anlagen A und B; § 14 Gewerbeordnung; Gründerplattform; Ladenöffnungsgesetz NRW · Floristmeister: Floristmeister-Fortbildungsprüfungsverordnung 2019; IHK Nord Westfalen; aufstiegs-bafoeg.de · Beschäftigte und Engpass: Bundesagentur für Arbeit, Beschäftigungsstatistik 31.12.2025 und Fachkräfteengpassanalyse 2025 · Markt: Zentralverband Gartenbau nach AMI, 2026 · Gehalt: Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung

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