Wenn Du gerne einen sozialen Beruf ausüben möchtest und hilfsbedürftige Menschen unterstützen willst, könnte eine Alltagsbegleiter-Ausbildung genau richtig für Dich sein. Besonders praktisch ist, dass keine bestimmte schulische Vorbildung für die Ausbildung zum Alltagsbegleiter vorgeschrieben ist.

Wo kann ich eine Alltagsbegleiter-Ausbildung machen?

Fernlehrgangsempfehlungen

Betreuungskraft

  • Dauer: 8 Monate
  • Beginn: Jederzeit
  • Fernlehrgang

Standorte:

  • Online

Altenbetreuung - Betreuungskraft

  • Dauer: 12 Monate
  • Beginn: Jederzeit
  • Fernlehrgang

Standorte:

  • Online

Altenbetreuung - Betreuungskraft

  • Dauer: 12 Monate
  • Beginn: Jederzeit
  • Fernlehrgang

Standorte:

  • Online

Altenbetreuung - Betreuungskraft

  • Dauer: 12 Monate
  • Beginn: Jederzeit
  • Fernlehrgang

Standorte:

  • Online

Es gibt unterschiedliche Bildungsanbieter, die eine Ausbildung zum Alltagsbegleiter anbieten. Die Alltagsbegleiter-Ausbildung findet in speziellen Schulen statt. Du absolvierst die Betreuungsassistent-Ausbildung dann in Unterrichtsräumen.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Alltagsbegleite-Ausbildung durch einen Fernlehrgang zu machen. So kannst Du auch bequem zuhause vor dem Laptop den Unterrichtsstoff lernen und Dir beispielsweise Lernvideos oder Power-Point-Präsentationen ansehen. In der Regel gibt es aber auch dann kurze Phasen, in denen Du an einer Bildungseinrichtung erscheinen musst.

Zusätzlich besteht die Betreuungsassistent-Ausbildung auch aus einem Praktikum. Dieses kannst Du zum Beispiel hier absolvieren:

  • In einer Einrichtung für Menschen mit Demenz.
  • In einem Altenheim.
  • In einer Einrichtung für Tagesbetreuung.
  • In einem Heim für Menschen mit Behinderungen.

Worauf Du auf jeden Fall bei der Wahl von dem Bildungsanbieter achten solltest ist, dass dieser die Ausbildung nach Paragraf 43b, 53c des Sozialgesetzbuches anbietet. Wie die konkrete spätere Berufsbezeichnung ist, ist nebensächlich. So gibt es diese Ausbildungsnamen, die sich aber sofern sie nach Paragraf 53c stattfinden, nur von der Bezeichnung unterscheiden:

  • Betreuungsassistent-Ausbildung.
  • Alltagsbegleiter-Ausbildung.
  • Seniorenbetreuer-Ausbildung.
  • Alltagsbetreuer-Ausbildung.
  • Präsenzkraft-Ausbildung.

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Alltagsbegleiter-Ausbildung?

Gesetzlich gibt es keinen bestimmten Schulabschluss den Du für die Alltagsbegleiter-Ausbildung benötigst. Jeder Bildungsanbieter der eine Ausbildung zum Alltagsbegleiter anbietet, kann aber eigene Zugangsvoraussetzungen festlegen.

Manche verlangen zum Beispiel mindestens einen Hauptschulabschluss, andere wollen, dass Du bereits in einem sozialen Beruf gearbeitet hast. Teilweise wird auch ein Praktikumsplatz an einer von der Schule anerkannten Einrichtung verlangt.

Teilweise wird verlangt, dass Du Deine gesundheitliche Eignung für den Beruf durch ein ärztliches Attest beweist.

Wie lange dauert die Alltagsbegleiter-Ausbildung?

Wie viel Zeit Du für die Alltagsbegleiter-Ausbildung einplanen solltest hängt ganz davon ab, bei welchem Bildungsanbieter Du diese machst. Wenn Du Dich jedoch für einen Anbieter entscheidest, der die Ausbildung zur Betreuungskraft nach Paragraf 43b und 53c Sozialgesetzbuch anbietet, ist das die Mindestdauer:

  • 160 Unterrichtsstunden.
  • Zweiwöchiges Betreuungspraktikum.

In Vollzeit kannst Du die Betreuungsassistent-Ausbildung also schon nach etwa zwei Monaten in der Tasche haben. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Alltagsbetreuer-Ausbildung in Teilzeit zu machen. Je nachdem, wie oft der Unterricht dann stattfindet dauert die Ausbildung dann bis zu zwei Jahre lang.

Besonderheit in Baden-Württemberg

Eine Ausnahme stellt die Ausbildung für die Alltagsbegleitung in Baden-Württemberg dar. Dort wird die Ausbildung auch in staatlichen genehmigten Schulen statt und dauert immer zweieinhalb Jahre lang.

Dort beinhaltet die Ausbildung 1.600 Stunden Praxis in Form von Praktika und 960 Stunden theoretischer Unterricht. Anders als in allen anderen Bundesländern endet die Betreuungsassistent-Ausbildung in Baden-Württemberg mit einer Abschlussprüfung, die bei Bestehen dazu befähigt den Titel „Staatlich anerkannter Alltagsbetreuer“ zu tragen.

Wie hoch ist das Gehalt in der Alltagsbegleiter-Ausbildung?

Du erhältst während der Alltagsbegleiter-Ausbildung kein Ausbildungsgehalt. Stattdessen musst Du je nach Bildungsträger sogar etwas für die Betreuungsassistent-Ausbildung bezahlen. Je nach Bildungsanbieter kommen Kosten für diese Posten auf Dich zu:

  • Gebühren für den Lehrgang.
  • Prüfungsgebühren.
  • Geld für Fachliteratur und Arbeitsmaterialien.
  • Besonders bei Fernlehrgängen: Anfahrtskosten und Kosten für die Unterkunft bei den Präsenzveranstaltungen.

Wie läuft die Alltagsbegleiter-Ausbildung ab?

Der genaue Ablauf der Ausbildung ist je nach Bildungsanbieter immer etwas unterschiedlich. Oft wird diese allerdings in drei Phasen aufgeteilt:

  • Basiskurs: circa hundert Stunden theoretischer Unterricht.
  • Betreuungspraktikum: Zwei Wochen in einer anerkannten Einrichtung Deiner Wahl.
  • Aufbaukurs: Circa 60 Stunden lang theoretischer Unterricht.

Am Ende der Alltagsbegleiter-Ausbildung steht meistens eine Prüfung an. Wenn Du diese bestanden hast, erhältst Du ein Zertifikat von dem Bildungsanbieter. Falls Du Deine Ausbildung in Baden-Württemberg machst, musst Du eine Abschlussprüfung bestehen und bekommst anschließend einen staatlich anerkannten Abschluss.

Welche Inhalte hat die Alltagsbegleiter-Ausbildung?

Auch die genauen Inhalte von der Ausbildung variieren von Bildungsanbieter zu Bildungsanbieter. In dem schulischen, theoretischen Teil der Ausbildung zum Alltagsbegleiter können aber beispielsweise diese Themen behandelt werden:

  • Allgemeine Grundkenntnisse über: Verschiedene Arten von Behinderungen, Demenzerkrankung, psychische Erkrankungen, Krankheiten im Alter.
  • Kommunikation: Besonderheiten bei der Kommunikation mit psychisch oder körperlich beeinträchtigten Menschen, Fachbegriffe und Kommunikation mit anderen Pflegekräften und auch mit den Angehörigen.
  • Beschäftigungsmöglichkeiten: Aktivierende leichte körperliche Bewegungen, Kreative Beschäftigungsmöglichkeiten, Motivieren zur Aktivität.
  • Erste Hilfe: Wie wird in einem Notfall gehandelt?
  • Hauswirtschaft: Grundlagen im Kochen, in der Haushaltsführung und der Ernährungslehre.
  • Rechtsunde: Grundlagen über das Betreuungsrecht.
  • Aktivitäten planen: Worauf muss geachtet werden? Wie werden Aktivitäten durchgeführt und dokumentiert?
  • Konfliktmanagement: Wie sollte man sich in Stresssituationen verhalten, wie können Konflikte zwischen Betreuer und zu betreuenden oder zwischen mehreren zu betreuenden Menschen gelöst werden?
  • Hygiene: Was muss bei der Zubereitung von Lebensmitteln und bei der Lagerung beachtet werden? Wie wird eine zu betreuende Person hygienisch gesäubert?

Meist werden einzelne Theoriebausteine wie Hygiene oder Erste Hilfe durch praktische Übungen innerhalb der Schule ergänzt. Darüber hinaus absolvierst Du im Rahmen Deiner Ausbildung zum Alltagsbegleiter normalerweise auch mindestens ein Praktikum. In diesem lernst Du Dein Wissen praktisch anzuwenden und wirst dabei von erfahrenden Alltagsbegleitern oder von Pflegepersonal unterstützt.

Wie sieht der Karrierepfad nach der Alltagsbegleiter-Ausbildung aus?

Nach Deiner Betreuungsassistent-Ausbildung hast Du die Möglichkeit unterschiedliche Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen zu erwerben. Du kannst Dich in diesen beispielsweise auf Menschen mit Behinderung spezialisieren oder auf die Betreuung von kranken Menschen oder auf alte Menschen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass Du eine Anpassungsweiterbildung in Hauswirtschaft machst. Das kann von Vorteil sein, wenn Du in Privathaushalten Menschen bei der Bewältigung von ihrem Alltag helfen willst.

Auch für Tagespflegeeinrichtungen und in der ambulanten Versorgung allgemein ist es nützlich, wenn Du Dich in hauswirtschaftlichen Bereichen auskennst. So kannst Du zum Beispiel besser etwas für den betreuten Menschen kochen und noch effizienter Einkäufe und Haushaltsarbeiten erledigen.

Wenn Du die Ausbildung zur Betreuungsassistentin bestanden hast, erhöhen sich Deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz als Altenpflegerin oder als Krankenpflegerin. Auch dann, wenn Du nur eine geringe schulische Vorbildung vorweisen kannst! Wenn Du eine solche Ausbildung anhängen willst, kannst Du anschließend ein weitaus besseres Gehalt erwarten. Die Alltagsbegleiter-Ausbildung vorher zu machen ist auch dann sinnvoll, wenn Du eigentlich noch gar nicht weißt, ob der Beruf Altenpfleger oder Krankenpfleger wirklich zu Dir passt. Schließlich dauert die Ausbildung teilweise nur wenige Wochen, wohingegen eine Altenpfleger-, oder Krankenpfleger-Ausbildung mehre Jahre lang dauert.

Passt eine Alltagsbegleiter-Ausbildung zu mir?

Obwohl in der Regel keine bestimmten schulischen oder vorberuflichen Voraussetzungen an die Betreuungsassistent-Ausbildung geknüpft sind, solltest Du einige Interessen und Fähigkeiten mitbringen. Mit diesen verläuft Deine Alltagsbegleiter-Ausbildung erfolgreicher und die Chance, dass Du Dich später wohl in dem Beruf fühlst, ist höher. Zu diesen Voraussetzungen gehören:

Empathie und Kommunikationsfähigkeit
Du solltest auf die zu betreuenden Menschen eingehen können und Dich auch ein Stück weit in sie hineinversetzen können. So kannst Du besser auf ihre Bedürfnisse eingehen. Außerdem solltest Du Dich sprachlich gut ausdrücken können, um Dich mit den zu betreuenden Personen und mit ihren Angehörigen gut austauschen zu können. Du solltest immer ein offenes Ohr für die Menschen, die Du betreust, haben.
Psychische Stabilität
Es kann vorkommen, dass Du mit traurigen Schicksalen konfrontiert wirst. Manche zu betreuende Personen sind vielleicht psychisch krank. Das sollte Dich psychisch nicht so belasten, dass Du negative Gefühle mit nachhause nimmst. Du musst auch dazu in der Lage sein, eine gewisse emotionale Distanz zu wahren.
Spaß an Kreativität und Kultur
Du begleitest Deine zu betreuenden Menschen auch bei Freizeitaktivitäten. Je nach Vorliebe kann dazu gehören, dass Du zum Malen anleitest oder dass ihr gemeinsam etwas singt oder Musikinstrumente spielt. Auch wenn Du Bastelideen mit in den Alltag der zu betreuenden Menschen einbringst, kommt das oft gut an. Wenn Dir solche kreativen Tätigkeiten sowieso Spaß machen, animierst Du die zu betreuenden Personen besser dazu ebenfalls kreativ zu werden! Darüber hinaus begleitest Du die zu betreuenden Menschen auch auf kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte oder Museumsbesuche.
Sorgfältige Arbeitsweise und verantwortungsvolles Handeln
Zu dem Beruf gehört es auch, dass Du in regelmäßigen Abständen Deine Maßnahmen und Aktivitäten mit den zu betreuenden Personen dokumentierst. Das ist einerseits für die anderen Teammitglieder wichtig und auch für Dich um Fortschritte oder Rückschritte rechtzeitig zu bemerken. Dabei ist eine sorgfältige Arbeitsweise unerlässlich. Außerdem trägst Du während der Betreuung die Verantwortung für einen Menschen! Du musst deshalb rechtzeitig gefährliche Situationen wie beispielsweise eine Kerze oder ein heranfahrendes Auto bemerken und allgemein sehr verantwortungsvoll handeln.
Geduld und Stressresistenz
Manchmal kann es auch sein, dass eine zu betreuende Person immer wieder etwas Wiederholt oder herumschreit. Aber egal was passiert: Du darfst Deinen Stress nicht an den Dir anvertrauten Menschen auslassen! Geduldig zu sein gehört zu Deinem Berufsalltag.
Keine Scheu vor Hausarbeit
Oft erledigst Du auch alltägliche Arbeiten, die im Haushalt der zu betreuenden Person anfallen. Am besten Du ekelst Dich nicht davor, Geschirr abzuwaschen, das Katzenklo zu säubern oder bei dem Toilettengang zu helfen. Es kann auch sein, dass Du mal leichte Gartenarbeiten erledigen musst oder etwas kochen sollst.