Ausbildungsdauer 
3 Jahre
Empf Schulabschluss 
Realschule
Ausbildungsgehalt 
696
13
Freie Ausbildungsplätze als
Automobilkaufmann
in unserer Jobbörse ico-arrowRightSlim

Bei der Automobilkaufmann-Ausbildung verbringst Du Deinen Alltag zwischen BMW, Porsche und Mercedes. Wir verraten Dir, warum Dich die Ausbildung zu einem echten Allround-Talent macht und Du trotz Diesel-Krise sehr gute Jobchancen hast.

Wo kann ich eine Automobilkaufmann-Ausbildung machen?

Du kannst die Ausbildung zum Automobilkaufmann bzw. Ausbildung zur Automobilkauffrau unter anderem bei diesen Betrieben absolvieren:

  • Autohäuser
  • Autovermietungen
  • Automobilhersteller
  • Automobilimporteure

Bei welchem Betrieb Du Dich für die Ausbildung bewerben solltest, ist von dem Arbeitsumfeld abhängig, in dem Du tätig möchtest. Willst Du beispielsweise den Schwerpunkt Deiner Arbeit auf den Verkauf von Fahrzeugen legen, solltest Du Dich in einem Autohaus bewerben. Hier stehst Du vor allem im Kontakt mit Kunden und bist damit nah dran an Auto und Mann. Strebst Du flexible Arbeitszeiten an, könnte ein großer Automobilkonzern die richtige Wahl für Dich sein. Denn: Die renommierten Hersteller gewähren oftmals eine freie Zeiteinteilung, so dass Du Dir Deine Aufgaben bereits während der Ausbildung so legen kannst, wie es in Deinen Tagesplan passt.

Du findest Ausbildungsstellen für angehende Automobilkaufmänner in ganz Deutschland. Um Dir einen Überblick über die derzeit angebotenen Ausbildungsplätze zu verschaffen, klick Dich am besten einfach mal durch unsere Ausbildungsplatzsuche. Diese zeigt Dir auf einen Blick, wo und bei welchem Betrieb Du Dich aktuell bewerben kannst.

Seiten

  • Seite
  • of 2
  • >

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Automobilkaufmann-Ausbildung?

Die Ausbildung zum Automobilkaufmann schreibt keine festen Voraussetzungen vor. In der Regel können Bewerber jedoch ein Abitur, Fachabitur oder einen Realschulabschluss vorweisen. So brachte 2016 gut jeder zweite Ausbildungsanfänger (53 Prozent) ein Abitur oder Fachabitur mit. 40 Prozent hatten einen Realschulabschluss in der Tasche, als sie sich für die Ausbildung zum Automobilkaufmann beworben haben. Nur 5 Prozent der Azubis hatten einen Hauptschulabschluss und 2 Prozent gar keinen Abschluss.

Neben einem guten Schulabschluss kannst Du vor allem mit guten Noten in Deutsch punkten. Das zeigt Deinem Ausbildungsbetrieb, dass Du Kunden mit Deinen Worten von einem Auto überzeugen kannst. Auch gute Noten in Mathe und Wirtschaft sind hilfreich. Du zeigst so, dass Du problemlos Rabatte, Margen und Kaufpreise berechnen kannst.

Ausbildungsanfanger / innen 2016 (in %)

Wie lange dauert die Automobilkaufmann-Ausbildung?

Die Automobilkaufmann-Ausbildung bzw. Automobilkauffrau-Ausbildung dauert 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst Du die Ausbildungszeit jedoch verkürzen. Das ist zum Beispiel möglich, wenn Du während der Ausbildung durchweg gute Noten zeigst. Hast Du die Ausbildung zudem mit einem Abitur oder Fachabitur begonnen, steigen Deine Chancen auf einer Verkürzung der Ausbildungszeit. Kommt eine Verkürzung infrage, besprichst Du diese mit Deinem Ausbilder und der zuständigen Handels- oder Handwerkskammer. Du kannst Deine Ausbildung dann auf 2,5 Jahre oder sogar auf 2 Jahre verkürzen.

Wie hoch ist das Gehalt in der Automobilkaufmann-Ausbildung?

Das Ausbildungsgehalt steigt von Jahr zu Jahr an. So beginnst Du die Automobilkaufmann-Ausbildung bzw. die Automobilkauffrau-Ausbildung mit einem durchschnittlichen Lohn von 696 Euro brutto monatlich. Im zweiten Ausbildungsjahr warten dann auf Dich 737 Euro. Das dritte und letzte Jahr bringt Dir 807 Euro brutto im Monat ein.


Verdienst in der Ausbildung als Automobilkaufmann

Wie läuft die Automobilkaufmann-Ausbildung ab?

Die Ausbildung als Automobilkaufmann läuft dual ab. Den theoretischen Ausbildungsteil verbringst Du dabei an einer Berufsschule. Hier lernst Du alle wichtigen theoretischen Inhalte rund um Marketing, Verkauf und Personal kennen. Den praktischen Ausbildungsteil absolvierst Du bei einem Unternehmen. Das kann zum Beispiel ein Autohaus oder ein Autohersteller sein. Hier übernimmst Du tägliche Aufgaben des Betriebs und kannst so Dein Wissen für den Beruf des Automobilkaufmanns in der Praxis üben.

In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres legst Du eine schriftliche Zwischenprüfung ab. Du musst diese bestehen, damit Du Deine Ausbildung fortsetzen darfst. Einmal bestanden, absolvierst Du die zweite Hälfte der Ausbildung. Am Ende der Ausbildung warten dann 3 schriftliche und eine mündliche Abschlussprüfung auf Dich. Wo Du diese Prüfungen absolvierst, hängt davon ab, für welchen Ausbildungsbetrieb Du Dich entschieden hast. Hast Du Deine Ausbildung als Automobilkaufmann beispielsweise bei einem Industriebetrieb gemacht, dann ist die Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Abnahme der Prüfungen zuständig. Bei Unternehmen, die dem Handwerk unterfallen, machst Du Deine Prüfungen bei der Handwerkskammer (HWK).

Welche Inhalte hat die Automobilkaufmann-Ausbildung?

Im theoretischen Teil der Ausbildung zum Automobilkaufmann lernst Du die Grundlagen für den Verkauf von Autos. Dafür besuchst Du beispielsweise Seminare zu diesen Themen:

  • Finanzierungs- und Leasingverträge
  • Bearbeitung von Zubehöraufträgen
  • Entwicklung von Marketingstrategien
  • Finanzbuchhaltung
  • Fahrzeugtypen
  • Personalwirtschaft
  • Führung von Verkaufsgesprächen
  • Überwachung von Werkstattaufträgen

Mit diesem Wissen bist Du ein echter Allrounder rund um den Verkauf von Autos. Du verfügst dann über eine Expertise in Betriebswirtschaft, Finanzen, Marketing, Technik, Personal und Verkauf. Im praktischen Teil der Ausbildung zum Automobilkaufmann durchläufst Du die wesentlichen Bereiche des Ausbildungsbetriebs. Das können beispielsweise diese sein:

  • Kaufmännische Steuerung
  • Service
  • Kundendienst
  • Werkstatt

Welche Bereiche Du genau durchläufst, ist von Deinem Ausbildungsbetrieb abhängig. So lernst Du bei einem Automobilhersteller andere Tätigkeitszweige kennen als bei einem Autohaus. Unabhängig, für welchen Ausbildungsbetrieb Du Dich entschieden hast, zeigt Dir die Praxisphase, wie ein Betrieb in der Autobranche funktioniert und wie Du Dein Wissen dort anwenden kannst. Dazu testest Du Deine gesamten Fähigkeiten rund um Marketing, Sales, Personal, Finanzen und BWL aus.

Wie sieht der Karrierepfad nach der Automobilkaufmann-Ausbildung aus?

Hast Du Deine Ausbildung als Automobilkaufmann oder Deine Umschulung zum Automobilkaufmann abgeschlossen, wartet auf Dich ein Job in Deutschlands absatzstärkster Industrie. Von Anfang 2017 auf Anfang 2018 hat sich der Fahrzeugbestand hierzulande um 1,1 Millionen Autos erhöht. Das hat das Kraftfahrt-Bundesamt herausgefunden. Das bedeutet für Dich: Du hast aktuell sehr gute Chancen, einen Job bei einem Betrieb in der Autobranche zu erhalten.

Mit dem Abschluss der Ausbildung muss für Dich jedoch noch nicht Endstation sein. Denn: Über eine Automobilkaufmann-Weiterbildung kannst Du Dich auf einen bestimmten Bereich Deiner Arbeit spezialisieren. Diese Fortbildungen stehen Dir dabei unter anderem zur Auswahl:

  • Automobilverkäufer: Liegt Dir besonders der Kontakt mit den Kunden und damit der direkte Verkauf von Autos, könnte die Automobilverkäufer-Ausbildung eine gute Wahl für Dich sein. Du eignest Dir dabei innerhalb von 6 Monaten eine umfangreiche Sales-Expertise an. Oftmals übernimmt sogar Dein Arbeitgeber die Kosten für die Automobilverkäufer-Ausbildung.
  • Betriebswirt im Kraftfahrzeuggewerbe: Als Betriebswirt im Kraftfahrzeuggewerbe konzentrierst Du Dich bei Deinen täglichen Aufgaben auf den betriebswirtschaftlichen Teil des Autokaufs. Du bist damit auch für Führungspositionen qualifiziert. Der Lehrgang dauert in der Regel 11 Monate.
  • Qualifizierungslehrgänge: Über einen Qualifizierungslehrgang spezialisierst Du Dich auf ein bestimmtes Fachgebiet der Automobilkaufmann-Tätigkeit. Das kann zum Beispiel Marketing, Einkauf, Verkauf oder Handel sein.
  • Studium: Hast Du ein Abitur oder Fachabitur in der Tasche, kannst Du nach Deiner Ausbildung als Automobilkaufmann auch ein Studium aufnehmen. Dabei bieten sich vor allem die Studiengänge BWL und Automobilwirtschaft an. Denkbar sind jedoch auch Studiengänge, die einen Schwerpunkt auf das Ingenieurswesen legen.

Passt eine Automobilkaufmann-Ausbildung zu mir?

Damit Du mit Spaß und Erfolg durch die Ausbildung als Automobilkaufmann gehst, solltest Du diese Fähigkeiten mitbringen:

Mathekenntnisse
Damit Du bei Buchführung, Kostenvoranschlägen und Rabattaktionen keine Fehler machst, solltest Du über grundlegende Mathekenntnisse verfügen. Im Kontakt mit Kunden kann es von Vorteil sein, wenn Dir Kopfrechnen eher Spaß als Sorgen bereitet. Auf diese Weise kannst Du unmittelbar im Gespräch konkrete Zahlen nennen, wenn es um Rabatte oder Finanzierungsmodelle geht.
Ausgeprägte Rhetorik
Nicht immer sind Kunden von Anfang von einem Auto begeistert. Dann liegt es an Dir, Dein Gegenüber mit Fakten und Argumenten zu überzeugen. Dafür solltest Du eine ausgeprägte Rhetorik mitbringen.
Technisches Verständnis
Damit Du Kunden technische Fakten anschaulich erklären kannst, solltest Du bereits in der Deiner Ausbildung über ein grundlegendes technisches Verständnis verfügen. Das hilft Dir, Kunden grundlegendes Wissen um Spritverbrauch und Hubraum näherzubringen.
Fingerspitzengefühl
Jeder Kunde ist anders. Während einige Kunden von Dir von einem Auto überzeugt werden wollen, möchten andere nur einige wenige Information zum Auto, um so von ganz allein eine Kaufentscheidung zu treffen. Du solltest über ein ausgeprägtes Fingerspitzengfühl verfügen, um Kunden genau mit der Haltung und Rhetorik zu begegnen, dass sie sich bei Dir in guten Händen fühlen – und das Auto kaufen.

Keine Sorge, Du musst nicht von Anfang an Deiner Ausbildung ein Profi auf all diesen Gebieten sein. Es reicht, wenn Du vom ersten Tag Deiner Ausbildung an bereit bist, mit jeder Woche etwas Neues dazuzulernen. Mit Abschluss Deiner Ausbildung bist Du dann bestens für die Herausforderungen des Berufs gewappnet.

Ausbildungsdauer 
3 Jahre