Wo kann ich Medienwissenschaften studieren?
Medienwissenschaften studierst Du fast immer an einer Universität und vor Ort, im Fernstudium oder dual gibt es das Fach nur vereinzelt. Mehr Auswahl hast Du nach dem ersten Abschluss: Im Master ist das Fach deutlich stärker vertreten als im Bachelor.

- Bachelor of Arts mit 180 ECTS, Online-Fernstudium
- ortsunabhängig, 36, 48 oder 72 Monate
- ohne Numerus clausus, Start jederzeit möglich


Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026; gezählt ist jeder Studiengang, der Medienwissenschaft, Medienkultur oder Media Studies im Namen trägt.
Studiengänge, die Kommunikationswissenschaft oder „Medien und Kommunikation“ heißen, stehen bewusst nicht in dieser Liste, sondern in unserem Artikel zu den Kommunikationswissenschaften.
Das Medienwissenschaften-Studium in Zahlen
an Universitäten1.654
an Fachhochschulen
Was kannst Du mit Medienwissenschaften werden?
Welche Berufe, welches Gehalt und welche Jobaussichten bringen die Medienwissenschaften? Die ehrliche Antwort fängt mit einer Einschränkung an. Das Studium bildet Dich nicht für einen festen Beruf aus. Es gibt keine Stellenanzeige, über der als Jobtitel „Medienwissenschaftler“ steht, und aus demselben Grund führt auch der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit keinen eigenen Wert für Medienwissenschaftler. Was es gibt, sind Felder, in denen Absolventinnen und Absolventen regelmäßig landen.
Drei dieser Felder führt die Bundesagentur für Arbeit als eigene Berufsgruppe mit eigenen Gehaltszahlen: Redaktion und Journalismus, Verlags- und Medienwirtschaft sowie Werbung und Marketing. Was dort gezahlt wird, steht im nächsten Abschnitt.
Der Name auf Deinem Zeugnis ändert daran wenig. Ob Medienwissenschaft, Medienkulturwissenschaft oder Medien- und Kommunikationswissenschaft: Berufsfelder und Einstiege sind dieselben. Wichtiger als der Studiengangsname sind Praktika im Studium, Werkstudentenstellen und der Schwerpunkt, den Du wählst.
Was verdienst Du mit Medienwissenschaften?
5.587 € brutto im Monat stehen in der Leiste ganz oben. Das ist der Wert für die Berufsgruppe Redaktion und Journalismus auf dem Anforderungsniveau Experte - und er gilt ausdrücklich nicht für alle. In derselben Gruppe arbeiten 43.090 Beschäftigte eine Stufe darunter als Spezialisten und verdienen 4.974 €; auf Expertenniveau sind es 12.915 Beschäftigte. Als Fachkraft sind es 4.169 €.
Der auffälligste Wert ist nicht der höchste, sondern der häufigste: 220.493 Beschäftigte arbeiten in Werbung und Marketing auf Spezialistenniveau und verdienen dort 5.690 € - mehr, als die Redaktion auf Expertenniveau zahlt. Wer nach dem Medienwissenschaften-Studium in die Werbung geht, landet in diesen Zahlen also klar über dem, was Journalismus bringt. Umgekehrt ist die Verlags- und Medienwirtschaft auf Expertenniveau zwar gut bezahlt, aber mit 4.552 Beschäftigten ein sehr kleines Feld.
Fachkraft, Spezialist und Experte beschreiben das Anforderungsniveau der Stelle, nicht Deinen Abschluss. Mit Bachelor oder Master startest Du nicht automatisch als Experte; dahin führen Berufsjahre und Verantwortung. Ein eigenes Medienwissenschaftler-Gehalt weist der Entgeltatlas nicht aus - gezahlt wird nach Beruf, nicht nach Studienfach.
Medienwissenschaften und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: Gut, denn in Journalismus, Marktforschung und Social Media gilt jeweils weniger als die Hälfte der Kerntätigkeiten als automatisierbar - betroffen sind vor allem Recherche und Auswertung, nicht Konzeption und Redaktion. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) berechnet im Job-Futuromat, welcher Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs mit heutiger Technik von Maschinen erledigt werden könnte. Beim Journalisten sind es 2 von 5.
Was im Journalismus ersetzbar ist. Beim Journalisten stuft das IAB Recherche und Informationsbeschaffung als automatisierbar ein, während Redaktion, Lektorat und die journalistische Arbeit selbst beim Menschen bleiben. 2013 lag der Wert noch bei 0 %, seitdem ist er auf 40 % gestiegen. Beim Marktforscher sieht die Liste ähnlich aus, auch hier gelten Recherche und Informationsbeschaffung als ersetzbar, Datenanalyse, Statistik und empirische Forschung dagegen nicht. Für die Markt- und Medienforschung, in der laut Berufe-Abschnitt die Methodenausbildung aus dem Studium unmittelbar zählt, ist das ein gutes Zeichen.
Und in Werbung und Marketing? Das Feld, das im Gehaltsabschnitt weiter oben mit Abstand die meisten Beschäftigten hat, besteht beim IAB aus sehr unterschiedlichen Berufen. Beim Social-Media-Manager gilt nur die Auswertung mit Social Media Analytics als ersetzbar, also 1 von 8 Kerntätigkeiten, während Community-Management, Konzeption und Online-Redaktion auf der sicheren Seite stehen. Wer mit Hochschulabschluss im Marketing arbeitet, liegt bei 6 von 16, weil dort Kalkulation, Preisgestaltung, Controlling und die Erfolgskontrolle von Kampagnen als automatisierbar gelten. Konzeption, Mediaplanung und Marktforschung bleiben auch dort beim Menschen.
Wie Du die Zahlen nutzen kannst. Das IAB bewertet den Stand der Technik von 2022 und sagt damit nichts darüber, wie viele Stellen es künftig in Redaktionen oder Agenturen geben wird. Ein hoher Wert bedeutet deshalb nicht, dass ein Beruf verschwindet, und auch bei niedrigen Werten verändert sich die tägliche Arbeit. Für Deine Schwerpunktwahl im Studium geben die Listen trotzdem eine Richtung vor, weil Methoden, Konzeption und redaktionelle Arbeit darin immer wieder auf der nicht ersetzbaren Seite auftauchen.
Was lernst Du im Medienwissenschaften-Studium?
Medienwissenschaft-Studium: Inhalte und Aufbau unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule, der Kern ist aber überall ähnlich: Du lernst, Medien zu untersuchen. Wie entstehen sie, wie verbreiten sie sich, wie zeigen sie Wirklichkeit, was machen sie mit Menschen und Gesellschaft? Gearbeitet wird mit Theorien und Methoden, nicht am Schnittplatz.
Auch die Nachbarfächer liegen nah dran. Kommunikations- und Medienwissenschaften: Inhalte und Module überschneiden sich stark, unterschiedlich sind vor allem die Schwerpunkte. Wenn Du Medien studieren willst, lohnt deshalb der Blick in die Modulübersicht der Hochschule - sie sagt mehr über das Studium aus als der Name des Studiengangs.

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.
Medienwissenschaft, Medienkultur, Media Studies: Was steckt hinter den Namen?
Das Fach tritt unter vielen Namen auf. In unserer Liste steht es als Medienwissenschaft, als Medienkulturwissenschaft, als Kultur- und Medienwissenschaften, als Theater-, Film- und Medienwissenschaft, als Europäische Medienwissenschaft (Potsdam) oder englisch als Media Studies. 52 der 77 Studiengänge tragen Medienwissenschaft oder Media Studies direkt im Namen, die übrigen laufen unter Medienkultur oder unter einer Kombination mit einem zweiten Fach.
Die Namen sagen etwas über den Schwerpunkt, nicht über die Qualität: Medienkulturwissenschaft rückt Kultur und Theorie nach vorn, Theater-, Film- und Medienwissenschaft die einzelnen Künste, ein englischer Titel deutet meist auf englischsprachige Lehre hin. Willst Du Medienwissenschaft studieren, sieh Dir das Modulhandbuch an, bevor Du Dich entscheidest.
Nicht in dieser Liste stehen Hochschulen und Studiengänge, die auf die Medienpraxis zielen - etwa die Hochschule der Medien Stuttgart, das duale Mediendesign Ravensburg an der DHBW oder die Ausbildung zum Mediengestalter. Ein Medien-Studium kann also sehr Verschiedenes bedeuten; gezählt haben wir hier nur, was Medienwissenschaft, Medienkultur oder Media Studies im Namen trägt.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Für das Studium Medienwissenschaft brauchst Du an einer staatlichen Universität in aller Regel die allgemeine oder die fachgebundene Hochschulreife. Der Zugang ist eng: Nur 4 der 31 Bachelor-Studiengänge kommen ohne Zulassungsbeschränkung aus.
Passt das Studium zu Dir?
- ein Motivationsschreiben
- ein Eignungsverfahren oder ein Vorpraktikum
- Nachweise in Englisch - je nach Hochschule
- Lesefreude - Du solltest gern und viel lesen, gern auch auf Englisch
- Analytischen Blick - Lust darauf, Medien auseinanderzunehmen, statt sie nur zu nutzen

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen
Was kann man mit Medienwissenschaften machen?
Wie realistisch sind die Berufsaussichten nach einem Studium der Medienwissenschaften?
Unterscheiden sich Medienkulturwissenschaft-Berufe von Medienwissenschaft-Berufen?
Wie viel verdient man mit Medienwissenschaften?
Gibt es Medienwissenschaften als Fernstudium?
Heißt es Medienwissenschaft oder Medienwissenschaften?
Quellen
- Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024. Berufsgruppen 924 Redaktion und Journalismus, 923 Verlags- und Medienwirtschaft, 921 Werbung und Marketing; Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen. Einen eigenen Wert für Medienwissenschaftler führt der Entgeltatlas nicht.
- Eigene Auswertung der myStipendium-Studiengangsdatenbank, Stand 21.09.2026: 77 Studiengänge an 40 Hochschulen in 32 Studienorten, 31 Bachelor und 46 Master. Gezählt ist jeder Studiengang mit Medienwissenschaft, Medienkultur oder Media Studies im Namen; Kommunikationswissenschaft und „Medien und Kommunikation“ zählt unser Artikel zu den Kommunikationswissenschaften.
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