Wo kann ich Marketing studieren?
Marketing studieren kannst Du in Deutschland vor allem an privaten Hochschulen, ob vor Ort, dual oder im Fernstudium neben dem Job. Du kannst direkt mit dem Bachelor einsteigen oder Marketing als Master auf einen BWL-Bachelor setzen.

- Bachelor of Arts, duales Studium
- in Berlin, Bremen, Dortmund, 7 Semester Regelstudienzeit
- ohne Numerus clausus

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026; gezählt wurden Studiengänge, die Marketing, Markenmanagement oder Brand Management im Namen tragen – reine Werbe-, Vertriebs- und Sales-Management-Studiengänge ohne „Marketing“ im Namen sind bewusst nicht dabei.
Marketing ist überwiegend ein Fach der privaten Hochschulen. Private Anbieter kosten Geld, und wie viel, steht in keiner Datenbank verlässlich. Frag die Studiengebühr deshalb direkt bei der Hochschule ab, bevor Du Dich entscheidest – und frag mit, ob der Betrag pro Monat oder pro Semester gilt und was am Ende für die Prüfungen dazukommt. Bei der HS Pforzheim und der HS Heilbronn (5 Studiengänge) landest Du dagegen bei staatlichen Hochschulen.
Das Marketing-Studium in Zahlen
an Universitäten165.937
an Fachhochschulen
Was verdienst Du mit Marketing?
Die Kachel ganz oben nennt 7.196 € brutto im Monat. Die Zahl stimmt – aber sie gilt nicht für die meisten. Sie beschreibt die oberste von drei Stufen, und auf dieser Stufe arbeiten die wenigsten Menschen. Deshalb hier alle drei Stufen nebeneinander.
Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024.
Die Stufe in der Mitte ist die, auf die es ankommt: 5.690 € brutto im Monat. Dort zählt die Statistik 220.493 Beschäftigte – achtmal so viele wie in der Expertengruppe mit ihren 26.538. Wer nach einem Marketing-Studium ein paar Jahre gearbeitet hat, landet mit hoher Wahrscheinlichkeit hier und nicht bei den 7.196 €. Auf der Fachkraft-Stufe, zu der 96.985 Menschen zählen, sind es 3.456 €.
Auch innerhalb der Expertengruppe geht es weit auseinander. Das untere Viertel kommt auf 5.199 € oder weniger. Das obere Viertel liegt oberhalb der Messgrenze – so hoch, dass die Bundesagentur keinen Wert mehr ausweist. Eine einzelne Zahl ist für dieses Fach also immer nur ein Anhaltspunkt.
Zum Einordnen zwei Nachbargruppen aus derselben Statistik. In der Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations, Gruppe 922) verdienen Experten 7.163 € – fast dasselbe, aber die Gruppe ist mit 4.667 Beschäftigten winzig. In der Unternehmensorganisation und -strategie (Gruppe 713) sind es 7.515 € bei 390.511 Beschäftigten. Marketing liegt damit im üblichen Rahmen kaufmännischer Berufe, weder deutlich darüber noch darunter.
Eine Frage kommt immer wieder: Wie unterscheidet sich das Einstiegsgehalt BWL, Marketing und Kommunikation? Die ehrliche Antwort lautet: Der Entgeltatlas kennt keine Studienfächer, nur Berufe. Wer nach einem BWL-Studium im Marketing arbeitet, taucht in derselben Berufsgruppe 921 auf wie jemand mit Marketing-Abschluss. Das Fach auf dem Zeugnis – Marketing-Bachelor, Studium in BWL oder ein ganz anderer Weg – entscheidet beim Geld weniger als die Stelle, die Du danach besetzt.
Ein Wort zum Berufseinstieg: Der Entgeltatlas misst alle Altersgruppen zusammen, vom ersten Jahr bis kurz vor der Rente. Als Berufsanfänger liegst Du darunter, oft deutlich. Eine belastbare Zahl allein für Marketing-Absolventen im ersten Jahr haben wir nicht – deshalb steht hier auch keine. Sei misstrauisch bei Seiten, die Dir eine nennen, ohne zu sagen, woher sie kommt.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Für den Bachelor brauchst Du an einer Universität in der Regel das Abitur, an einer Fachhochschule reicht die Fachhochschulreife, für den Master ein erster Hochschulabschluss. Die Zulassung selbst ist im Marketing-Studium selten das Problem: Die meisten Bachelor im Bestand haben keine Zulassungsbeschränkung.
- Kann man Marketing studieren, wenn man kein Abitur hat? In den meisten Bundesländern ja
- Mit einem Meistertitel oder mehreren Jahren Berufserfahrung in einem fachnahen Beruf
- Welche Regel gilt, hängt am Landesrecht und an der Hochschule - das musst Du dort erfragen
- Motivation, schriftlich und im Gespräch - viele private Hochschulen laden zusätzlich zu einem Auswahlgespräch ein oder wollen ein Motivationsschreiben sehen
- Englisch - bei englischsprachigen Studiengängen kommt fast immer ein Sprachnachweis dazu

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.
Was lernst Du im Marketing-Studium?
Ein Marketing-Studium ist zuerst einmal ein wirtschaftswissenschaftliches Studium. In den ersten Semestern sitzt Du in denselben Vorlesungen wie die BWL-Studierenden. Erst danach wird es speziell.
- Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre
- Rechnungswesen und Controlling
- Wirtschaftsmathematik und Statistik
- Handels- und Gesellschaftsrecht
- Projektmanagement und Unternehmensführung
- strategisches und operatives Marketing
- Produkt-, Preis- und Distributionspolitik
- Markt- und Meinungsforschung
- Konsumentenpsychologie und Kaufverhalten
- Markenführung und Kampagnenplanung
- Online-Marketing, Suchmaschinen und Social Media
- Marketingkommunikation: Studium der Kanäle, mit denen ein Unternehmen spricht
- Wirtschaftsenglisch, bei internationalen Programmen auch weitere Sprachen
Welche Schwerpunkte es gibt, unterscheidet sich stark: 234 der 241 Studiengänge tragen Marketing, Markenmanagement oder Brand Management im Namen, dahinter stecken aber sehr verschiedene Programme.
Vorsicht bei einem verbreiteten Missverständnis: Marketing ist nicht Werbung. Werbung ist ein Teil davon, und im Studium eher ein kleiner. Viel Zeit geht für Zahlen drauf – Marktdaten lesen, Preise kalkulieren, Kampagnen auswerten. Wenn Du Werbung studieren willst, weil Du selbst gestalten und texten möchtest, bist Du in Kommunikationsdesign oder Werbung als eigenem Studiengang besser aufgehoben. Wer im Marketing arbeitet, plant Kampagnen meistens, statt sie zu gestalten.
Wie lange dauert das Marketing-Studium?
Die Bachelor-Studiengänge im Bestand haben eine Regelstudienzeit von 4, 6, 7 oder 8 Semestern. Wie lange ein Master dauert, hängt so stark am einzelnen Programm, dass wir daraus keine verlässliche Spanne ableiten können; das steht in der Studienordnung Deines Wunschstudiengangs.
Beim Abschluss wird es unübersichtlich. Der Marketing-Abschluss heißt je nach Hochschule anders, obwohl das Fach dasselbe ist. Im Bestand stehen diese Bezeichnungen:
| Abschluss | Bezeichnungen im Bestand |
|---|---|
| Bachelor | Bachelor of Arts, Bachelor of Science, Bachelor of Engineering, Bachelor of Laws |
| Master | Master of Arts, Master of Science, Master of Business Administration |
| Exotische Master-Titel | Master of Business Marketing, Master of Marketing Management: Die vergeben einzelne Hochschulen, verbreitet sind sie nicht. Achte bei so einem Titel darauf, ob der Abschluss staatlich anerkannt ist. |
| Weitere | Diplom, Hochschulzertifikat und Zertifikat |
Einen „Bachelor of Marketing“ gibt es übrigens nicht. Wenn Du die Schreibweise irgendwo liest, ist der Bachelor of Arts gemeint – abgekürzt BA, Marketing ist das Fach, nicht der Grad. Dieselbe Verwechslung passiert bei BA Marketing und B.Sc.: Der Buchstabe sagt etwas über die Ausrichtung des Studiengangs, nicht über seine Qualität.
Ein Hinweis zur Liste oben: Es stehen 23 Dubletten in der Datenbank – gleicher Name, gleiche Hochschule, gleicher Abschluss. Dahinter steckt meistens eine Vollzeit- und eine Teilzeitvariante desselben Programms.
Kannst Du Marketing neben dem Beruf studieren?
Hier ist dieses Fach ungewöhnlich gut aufgestellt: 47 der 241 Marketing-Studiengänge laufen als Fernstudium, 26 als duales Studium. Zusammen ist das fast jeder dritte Studiengang. Wenn Du arbeitest und den Job nicht aufgeben willst, musst Du in diesem Fach also nicht lange suchen.
Fernstudium heißt: Du lernst ortsunabhängig, Präsenztermine und Prüfungen sind gebündelt. Alle fünf Hochschulen in der Tabelle weiter oben bieten genau das an. Duales Studium heißt: Du hast einen Arbeitsvertrag, wechselst zwischen Hochschule und Betrieb und verdienst währenddessen Geld – dafür brauchst Du erst einen Betrieb, der Dich nimmt. Abendstudium und Wochenendstudium sind Präsenzformate für Berufstätige; sie binden Dich an einen Ort, dafür sitzt Du mit anderen im Raum.
Rechne trotzdem ehrlich: Ein Marketingstudium, berufstätig und neben allem anderen, kostet Abende und Wochenenden über mehrere Jahre. Die acht Semester Regelstudienzeit, die manche Fernstudiengänge ansetzen, sind kein Zeichen von Langsamkeit, sondern realistisch geplant.
Was kannst Du mit Marketing werden?
Marketing wird überall gebraucht, wo etwas verkauft wird – das ist die Stärke des Fachs und zugleich sein Problem, denn die Berufsbilder heißen an jeder Stelle anders. Diese sechs triffst Du am häufigsten:
Dazu kommen Felder, an die man zuerst nicht denkt: Personalmarketing und Studentenmarketing zum Beispiel, wo Unternehmen um Bewerber statt um Käufer werben. Typische Arbeitgeber sind Unternehmen aller Branchen, Werbe- und Kommunikationsagenturen, Marktforschungsinstitute, Messeveranstalter und Handel.
Was wir hier nicht schreiben: dass Marketing-Absolventen besonders gesucht wären oder dass ein bestimmter Anteil nach dem Abschluss sofort einen Job hat. Zu beidem haben wir keine belastbaren Zahlen, und ohne Beleg ist so ein Satz nur ein Versprechen.

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Marketing und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: Gut, denn automatisierbar sind im Marketing vor allem Rechen- und Kontrollaufgaben - wer Marken führt und Kampagnen konzipiert, arbeitet in dem Teil, den das IAB beim Menschen sieht. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ermittelt im Job-Futuromat, welcher Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs sich mit dem Stand der Technik von Maschinen erledigen ließe. Beim Betriebswirt mit Schwerpunkt Marketing sind es 6 von 16.
Welche Aufgaben die Technik übernehmen könnte. Ersetzbar sind laut IAB beim Marketing-Betriebswirt die Kosten- und Leistungsrechnung, Kalkulation und Preisgestaltung, das Controlling, die Erfolgskontrolle von Kampagnen und die Werbekommunikation. Nicht ersetzbar sind dagegen Marketing-Management, internationales Marketing, Marktforschung, Media-Planung und die Konzeption. Beim Online-Marketing-Manager gelten 3 von 10 Tätigkeiten als automatisierbar, nämlich Suchmaschinenwerbung, Shop-Systeme und Erfolgskontrolle, während Konzeption, E-Commerce und das Onlinemarketing als Ganzes beim Menschen bleiben.
Und die anderen Berufe aus der Liste? Der Brand Manager kommt auf 1 von 7, weil bei ihm nur die Erfolgskontrolle als ersetzbar gilt. Beim Marketingleiter sind es 2 von 9 und beim Marktforscher 2 von 6, denn Recherche und Informationsbeschaffung hält das IAB für maschinell machbar, Statistik und Datenanalyse aber nicht. Für den Account Manager, der in der Berufsliste oben ebenfalls vorkommt, weist der Futuromat 0 von 6 aus, da Kundenbetreuung und Akquise als nicht ersetzbar eingestuft sind.
Der Anteil ist zuletzt deutlich gestiegen. 2013 lag der Marketing-Betriebswirt bei 12 Prozent, 2016 und 2019 bei 19, und mit dem Stand der Technik von 2022 stieg er auf 38. Das IAB misst damit, was technisch machbar wäre, und weist darauf hin, dass ein hoher Wert nicht zum Wegfall von Stellen führen muss und ein niedriger Veränderungen nicht ausschließt. Im Studium kann das bei der Wahl der Schwerpunkte helfen, denn Marke, Konzeption und Kundenkontakt liegen in dieser Messung deutlich niedriger als Controlling und Kalkulation.
Marketing, BWL oder Vertrieb – was passt zu Dir?
Marketing ist eine Spezialisierung: BWL ist das Oberfach, Marketing der Ausschnitt davon, der sich um Markt, Marke und Kunde kümmert. Wenn Du Dich noch nicht festlegen willst, ist ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Marketing der flexiblere Weg – erst BWL studieren, Marketing im Hauptstudium vertiefen. Willst Du dagegen von Anfang an tief ins Fach, nimm den eigenen Studiengang Marketing.
Die Nachbarfächer kurz sortiert. Marketing und Vertrieb: Studium mit Verkaufsschwerpunkt heißt häufig Sales Management – Vertrieb arbeitet am einzelnen Abschluss, Marketing am Markt insgesamt. Marketing und Kommunikation: Studium dieser Richtung rückt Sprache, Medien und Öffentlichkeit nach vorn. Marketing und Management: Studium mit Führungsanteil, oft als Marketing-Management-Studium oder Marketingmanagement-Studium ausgeschrieben. Wer Marketing-Management studieren will, bekommt mehr Betriebswirtschaft und weniger Kreativhandwerk als im reinen Marketing-Studium; im Bachelor Marketing-Management steht entsprechend früh Personal- und Projektarbeit auf dem Plan. Die Bachelor-Programme Marketing, Marketing-Management und Digital Marketing liegen inhaltlich trotzdem dicht beieinander – vergleiche die Modulpläne, nicht die Namen.
- gern mit Zahlen arbeitest und Daten lesen willst
- wissen willst, warum Menschen kaufen, was sie kaufen
- Dich schriftlich und mündlich gut ausdrücken kannst
- Englisch nicht scheust
- Ergebnisse messen statt schätzen willst
- vor allem gestalten und texten willst
- Statistik und Rechnungswesen umgehen möchtest
- einen festen, klar umrissenen Berufsweg suchst
- ungern in Teams und Abstimmungen arbeitest
Häufige Fragen zum Marketing-Studium
Kann man Marketing studieren, wenn man kein Abitur hat?
Einstiegsgehalt Marketing-Bachelor: Womit kannst Du rechnen?
Einstiegsgehalt Marketing-Master: Bringt der Master mehr Geld?
Wie lange dauert ein Marketing-Studium?
Gibt es einen Bachelor of Marketing?
Was kostet ein Marketing-Studium?
Gibt es ein Marketing-Studium ohne NC?
Was ist der Unterschied zwischen Marketing und Marketing-Management?
- Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Berufsgruppe 921 „Werbung und Marketing“, Gruppe 922 „Public Relations“ und Gruppe 713 „Unternehmensorganisation und -strategie“. Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024.
- Eigene Auswertung der myStipendium-Studiengangsdatenbank, Stand 20.09.2026. Gezählt wurden Studiengänge mit Marketing, Markenmanagement oder Brand Management im Namen (241 Studiengänge, 99 Hochschulen, 60 Studienorte). 23 Einträge sind Dubletten, meist Vollzeit- und Teilzeitvariante desselben Programms.
- Zulassungsvoraussetzungen, Studiengebühren und Regelstudienzeiten im Einzelfall: Angaben der jeweiligen Hochschule. Sie ändern sich laufend und sind vor der Bewerbung dort zu prüfen.
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