Statistik Studium: Hochschulen, Inhalte & Karriere

AnzeigeData Science (B.Sc.)IU Internationale Hochschule* · Fernstudium · auf EnglischIU Internationale HochschuleKostenlos und unverbindlich · ohne NC
  • Fernstudium, auf Englisch, ortsunabhängig
  • Dauer: 6 Semester
  • Ohne Numerus clausus

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Statistik studieren - auf einen Blick
Bachelor oder Master?Statistik ist fast nur ein Master-Fach: Nur 5 der 18 Studiengänge sind Bachelor. Die meisten kommen über Mathematik, Wirtschaft oder Informatik und hängen den Statistik-Master an.13 Master, 5 Bachelor. Eigene Auswertung, Stand 21.09.2026.
Brauche ich einen NC?Nein - alle 5 Bachelor sind zulassungsfrei.Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank.
Wo kann ich studieren?An 11 Hochschulen in 9 Städten. Kein Fernstudium, kein duales Studium – Statistik gibt es nur auf dem Campus.18 Studiengänge; die größte Auswahl hat die LMU München mit fünf.
Wie lange dauert es?6 Semester im Bachelor – bei allen fünf. Der Master kommt obendrauf und ist für die meisten Berufe der eigentliche Abschluss.Regelstudienzeit der fünf Bachelor-Studiengänge im Bestand.
Was verdienst Du damit?6.527 € brutto im Monat in der Berufsgruppe Mathematik und Statistik, oberste Erfahrungsstufe.Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, 2025; unteres Viertel 5.191 €, oberes Viertel 7.955 €.
Inhalt10 Abschnitte
  1. Wo kann ich Statistik studieren?
  2. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  3. Was lernst Du im Statistik-Studium?
  4. Bachelor oder Master – wo steigst Du ein?
  5. Was kannst Du mit Statistik werden?
  6. Was verdienst Du mit Statistik?
  7. Statistik und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
  8. Das Statistik-Studium in Zahlen
  9. Häufige Fragen zum Statistik-Studium
  10. Weiter zum Statistik-Studium

Wo kann ich Statistik studieren?

In Deutschland studierst Du Statistik nur an Universitäten und auf dem Campus, meist als Master nach einem Bachelor etwa in Mathematik, Informatik oder Psychologie. Wenn Du direkt nach dem Abitur starten möchtest, bleiben Dir nur wenige Bachelor, dafür haben sie alle keinen NC.

1
IU Internationale Hochschule
Data Science (B.Sc.)
IU Internationale Hochschule* · Fernstudium · auf Englisch
  • ortsunabhängig, 6 Semester Regelstudienzeit
  • ohne Numerus clausus
ohne NC
2
Euro-FH
Angewandte Mathematik (B.Sc.)
Euro-FH* · Fernstudium
ohne NC
3
AKAD University
Data Science (B.Sc.)
AKAD University* · Fernstudium
ohne NC
4
Wilhelm Büchner Hochschule
Big Data und Data Science (B.Sc.)
Wilhelm Büchner Hochschule* · Fernstudium
ohne NC
5
Euro-FH
Angewandte Mathematik & Informatik (B.Sc.)
Euro-FH* · Fernstudium
ohne NC
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Angewandte StatistikUni MagdeburgMagdeburgBachelor of Science
StatistikUni DortmundDortmundBachelor of Science
StatistikLMU MünchenMünchenBachelor of Science
StatistikUni KonstanzKonstanzBachelor of Science
Statistik und Data ScienceLMU München–Bachelor of Science
Du siehst 10 von 23 Studiengängen.Alle 23 ansehen →Weniger anzeigen ↑
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Angewandte StatistikUni GöttingenGöttingenMaster of Science
Applied StatisticsUni TrierTrierMaster of Science
BiostatistikLMU MünchenMünchenMaster of Science
StatistikUni MagdeburgMagdeburgMaster of Science
StatistikCharitéBerlinMaster of Science
StatistikUni DortmundDortmundMaster of Science
StatistikHU BerlinBerlinMaster of Science
StatistikLMU MünchenMünchenMaster of Science
StatistikFreie Universität BerlinBerlinMaster of Science
Statistik mit wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher AusrichtungLMU MünchenMünchenMaster of Science
Statistische WissenschaftenUni BielefeldBielefeldMaster of Science
Survey Statistics and Data AnalysisUni Bamberg–Master of Science
Survey StatistikUni BambergBambergMaster of Science

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026; gezählt sind nur aktive Studiengänge, deren Hauptfach Statistik ist und die Statistik, Statistics, Statistical, Biostatistik oder Survey Statistics im Namen tragen – reine Data-Science-Studiengänge und Zertifikatskurse führen zu keinem Statistik-Abschluss und zählen deshalb nicht mit.

Die größte Auswahl hat mit Abstand die LMU München, wo wir fünf Studiengänge gefunden haben. Darunter sind zwei Bachelor (Statistik sowie Statistik und Data Science) und der einzige Master für Biostatistik in unserer Datenbank. An der Uni Dortmund kannst Du Bachelor und Master an derselben Hochschule durchziehen, und dasselbe bietet Dir die Uni Magdeburg mit dem Bachelor Angewandte Statistik und einem Master Statistik. Wenn Du es englischsprachig und anwendungsnah magst, lohnt sich bestimmt ein Blick auf Applied Statistics an der Uni Trier oder auf die beiden Survey-Master der Uni Bamberg. In Bamberg geht es um Umfragen und Stichproben.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Für den Bachelor brauchst Du nur die Hochschulreife, denn alle fünf Bachelor-Studiengänge sind ohne Zulassungsbeschränkung. Beim Master sieht es dagegen ganz anders aus. Von den 13 Mastern sind 11 zulassungsbeschränkt. Dort liegt der wahre Flaschenhals des Fachs, und darauf solltest Du Dich früh einstellen.

Die zwei Wege zum Studienplatz
Statistik ist fast nur ein Master-Fach: 13 Master, 5 Bachelor
1. Direkt in den Statistik-Bachelor einschreiben
5 von 5 Bachelor sind zulassungsfrei. Du brauchst die Hochschulreife und schreibst Dich ein. Kein Auswahlverfahren, keine Wartesemester, keine Grenznote: Wo es keine Zulassungsbeschränkung gibt, gibt es auch keinen Numerus clausus.
2. Über den Bachelor in den Statistik-Master
Die meisten kommen über Mathematik, Wirtschaft oder Informatik und hängen den Statistik-Master an. 11 der 13 Master sind zulassungsbeschränkt. Eine konkrete Note nennen wir bewusst nicht: Der NC entsteht jedes Semester neu aus der Zahl der Bewerbungen, im Umlauf sind immer nur Vorjahreswerte. Eine feste Grenznote als Planungsgröße gibt es also nicht.

Was solltest Du mitbringen?

Was der Master verlangt
  • Ein erster Abschluss - in Statistik, Mathematik, Wirtschaft oder Informatik
  • Ein belegbarer Anteil Mathematik und Statistik - fast überall verlangt, oft in Leistungspunkten ausgedrückt
  • Die passenden Module - schau Dir die Zugangsordnung Deines Wunsch-Masters schon im zweiten Bachelor-Semester an und belege die Mathematik-Module, die sie fordert. Das lässt sich später nicht mehr nachholen
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Mathe als Ruhezone - wer Mathematik nur als Mittel zum Zweck erträgt, wird hier nicht glücklich
  • Neugier auf das Warum - Du willst wissen, warum ein Ergebnis stimmt, nicht nur, dass es stimmt
  • Lust auf Programmieren - R und Python gehören dazu
  • Freude am Mitdenken für andere Fächer - Medizin, Wirtschaft, Psychologie

Außerdem solltest Du bereit sein umzuziehen, weil es im Fach kein Fernstudium gibt und Du direkt nach dem Abitur nur die fünf Bachelor-Orte zur Wahl hast. Wenn Du einen Beruf mit klarem Namen und klarer Stellenausschreibung suchst, passt Statistik eher nicht zu Dir.

Was lernst Du im Statistik-Studium?

Vielleicht fragst Du Dich, was man in Statistik überhaupt macht. Im Kern lernst Du, aus unvollständigen Daten belastbare Aussagen zu machen und dazuzusagen, wie sicher sie sind. Das Studium Statistik besteht deshalb in den ersten Semestern vor allem aus Mathematik. Danach wird es nach und nach konkreter.

Erste Semester: vor allem Mathematik
  • Analysis
  • lineare Algebra
  • Wahrscheinlichkeitsrechnung
  • Tipp: Viele Hochschulen bieten dafür einen freiwilligen Mathe-Vorkurs vor dem ersten Semester an; nimm ihn mit, er kostet nichts und spart Dir das erste böse Erwachen.
Danach: Bausteine in fast jedem Statistik-Studiengang
  • Deskriptive Statistik: Daten beschreiben, zusammenfassen, darstellen
  • Schließende Statistik: von der Stichprobe auf die Grundgesamtheit schließen, Hypothesen testen, Fehler beziffern
  • Regression und multivariate Verfahren: Zusammenhänge zwischen vielen Größen gleichzeitig untersuchen
  • Stichproben- und Versuchsplanung: Umfragen und Experimente so anlegen, dass am Ende überhaupt etwas Gültiges herauskommt
  • Programmieren und Datenverarbeitung: R, Python, SQL; dazu, wie man große und schmutzige Datensätze in den Griff bekommt
  • Ein Anwendungsfach: Wirtschaft, Medizin, Psychologie, Soziologie oder eine Naturwissenschaft

Ein Begriff, der Dir im Studium ständig begegnen wird, ist Stochastik. So heißt der Teil der Mathematik, der den Zufall beschreibt, also Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik zusammen. Stochastik ist das theoretische Fundament, auf dem später jedes Verfahren steht, das Du anwendest. Wenn Dir Stochastik in der Oberstufe Spaß gemacht hat, ist das ein gutes Zeichen.

Viele unterschätzen, wie wichtig das Anwendungsfach ist. An ihm entscheidet sich, in welche Branche Du später gehst. Statistik allein ist ein Werkzeugkasten, und erst das Fach dahinter macht daraus einen Beruf. Wenn Dich die Biostatistik reizt, wählst Du Medizin, und wenn Du in die Marktforschung willst, eher Wirtschaft oder Soziologie.

Bachelor: 6 Semester
Bei allen fünf Bachelor-Studiengängen im Bestand ist die Regelstudienzeit gleich. Erst Mathematik und Stochastik, dann Methoden, dazu ein Anwendungsfach. Abschluss: Bachelor of Science.
Praktikum und eigene Auswertungen
Nicht jede Studienordnung schreibt ein Praktikum vor. Nimm Dir trotzdem die Zeit: eine Werkstudentenstelle in der Marktforschung, im Controlling oder an einem Institut ist die Erfahrung, nach der später gefragt wird.
Master: der Regelfall
13 der 18 Studiengänge sind Master, und sie sind eng zugeschnitten: Biostatistik, Survey Statistik, Statistische Wissenschaften, Statistik mit wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Ausrichtung. Abschluss: Master of Science. Wie viele Semester das dauert, legt jede Hochschule selbst fest – belastbare Werte dazu haben wir nicht, frag dort nach.
Einstieg oder Promotion
In Pharma, Versicherung und Marktforschung geht es direkt nach dem Master los. In der Forschung und in Teilen der Biostatistik ist die Promotion der übliche nächste Schritt.

Vielleicht bist Du aber auch hier gelandet, weil Du Statistik im Studium hast, etwa in BWL, Psychologie, Medizin oder Soziologie. Das ist etwas anderes als ein Statistik-Studium.

Vielleicht suchst Du etwas anderes
Das Statistik-ModulIn fast jedem Fach steht mindestens ein Statistik-Modul auf dem Plan, meist im zweiten oder dritten Semester. Wenn Du nach „Statistik BWL Studium“ oder „Statistik für BWL“ suchst, meinst Du dieses Pflichtmodul und nicht den Studiengang. Dafür brauchst Du keinen eigenen Studiengang, denn Übungsaufgaben, die Lernangebote Deiner Hochschule und eine Lerngruppe bringen Dich weiter.
Hilfe bei der AbschlussarbeitSchreibst Du gerade Deine Abschlussarbeit, suchst Du wahrscheinlich eher Hilfe bei der eigenen Datenauswertung, wenn Du „Bachelor Statistik auswerten“ oder „Master Statistik auswerten“ eingibst. Dafür ist die Methodenberatung Deines Instituts oder ein Statistik-Service die richtige Adresse.
Der StudiengangIhn beschreiben wir Dir in diesem Artikel.
AKAD University
Data Science (B.Sc.) ohne NC studieren
AKAD University · Fernstudium

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Bachelor oder Master – wo steigst Du ein?

Diese Verteilung halten wir für die wichtigste Information in diesem Artikel. Bei fast jedem anderen Fach überwiegen die Bachelor-Studiengänge, in der Statistik ist es dagegen umgekehrt:

5 Bachelor13 Master
5 Bachelor – Einstieg direkt nach dem Abitur
13 Master – Einstieg mit einem ersten Abschluss

Deshalb machen die meisten zuerst einen Bachelor in Mathematik, Wirtschaftswissenschaften, Psychologie oder Informatik und hängen dann den Statistik-Master an. Für Dich ist dieser Weg sogar ein Vorteil, weil Du ein Anwendungsfach mitbringst, und danach suchen Arbeitgeber. Wenn Du als Statistiker Medizin verstehst, bist Du in der Pharmaforschung mehr wert als jemand, der nur rechnen kann.

Wenn Du direkt nach der Schule einsteigen willst, hast Du fünf Möglichkeiten. Welche davon für Dich infrage kommt, bestimmt Dein bisheriger Weg:

Bachelor-StudiengangHochschule
StatistikUni Dortmund
StatistikLMU München
StatistikUni Konstanz
Statistik und Data ScienceLMU München
Angewandte StatistikUni Magdeburg
Gut zu wissen
Angewandte Statistik gibt es zweimalEin Angewandte-Statistik-Studium haben wir als Bachelor in Magdeburg und als Master an der Uni Göttingen gefunden.
Immer „of Science“Ganz gleich, wo Du Dich einschreibst, führen alle 18 Studiengänge zu einem Bachelor of Science oder einem Master of Science. Einen Abschluss „of Arts“ gibt es im Fach nicht, weil Statistik überall als Naturwissenschaft geführt wird, auch dort, wo sie wirtschafts- oder sozialwissenschaftlich ausgerichtet ist.
Programme auf EnglischWenn Du auf Englisch nach dem „best master in statistics“ suchst, landest Du bei den englischsprachigen Programmen. In unserer Datenbank tragen Applied Statistics an der Uni Trier und Survey Statistics and Data Analysis an der Uni Bamberg den englischen Namen schon im Titel.

Was kannst Du mit Statistik werden?

Wenn Du nach „Statistik-Studium Berufsaussichten“ suchst, willst Du vermutlich vor allem wissen, ob Du damit einen Job findest. Du findest ihn fast überall, allerdings selten unter dem Namen „Statistiker“. Ausgeschrieben werden die Stellen als Data Analyst, Biometriker, Aktuar, Referent für Marktforschung oder Referent im statistischen Dienst. Daten hat heute jede Branche, aber kaum eine hat genug Leute, die sie sauber auswerten und richtig interpretieren können.

Biostatistik und klinische ForschungDu planst Studien, wertest sie aus und entscheidest mit, ob ein Medikament wirkt. Die Pharmaindustrie sucht hier dauerhaft.Pharma, CRO, KlinikenMaster üblich
Versicherung und BankRisiken berechnen, Tarife kalkulieren, Kreditausfälle modellieren. Über die Aktuar-Ausbildung führt hier ein klarer Karriereweg.Versicherer, Bankengut bezahlt
Markt- und MeinungsforschungUmfragen planen, Stichproben ziehen, Ergebnisse hochrechnen. Genau dafür sind die Survey-Master in Bamberg gebaut.Institute, MedienUmfragen und Panels
Amtliche StatistikStatistisches Bundesamt, Landesämter, Kommunen: Bevölkerungsentwicklung, Preise, Wahlen. Sicherer Job, planbare Laufbahn.Öffentlicher DienstTarif statt Verhandlung
Data Science in UnternehmenModelle bauen, Prognosen rechnen, Qualität sichern. Statistiker bringen hier mit, was vielen fehlt: zu wissen, wann ein Modell lügt.Industrie, Handel, TechProgrammieren Pflicht
Forschung und LehreAn Universitäten und Instituten – und als Methodenberatung für andere Fächer, von der Psychologie bis zur Ökologie.HochschulePromotion üblich

Uns ist wichtig, dass Du eines weißt, bevor Du Dich entscheidest. Für ein so kleines Fach lassen sich Berufsaussichten nicht seriös in einer Quote ausdrücken. Auf der Expertenstufe der Berufsgruppe Mathematik und Statistik zählt die Bundesagentur bundesweit 7.329 Beschäftigte, und das ist eine winzige Gruppe. Die meisten Absolventen tauchen deshalb in den Statistiken anderer Berufsgruppen auf, etwa in der Informatik oder im Gesundheitswesen. Eine Zahl, die genau Deine Jobchance beschreibt, gibt es nicht, und wer Dir eine nennt, hat sie geschätzt.

Was verdienst Du mit Statistik?

Mit Statistik verdienst Du im Durchschnitt 6.527 € brutto im Monat. Pharma, Versicherungen und Banken zahlen meist besser als Hochschulen und Ämter.

6.527 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat

Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe Mathematik und Statistik, Anforderungsniveau Experte, Stand 2025.

Euro-FH
Angewandte Mathematik (B.Sc.) neben dem Job studieren
Euro-FH · Fernstudium · ohne NC

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Statistik und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: Gut, denn beim Statistiker gilt nur die Datenaufbereitung als automatisierbar und beim Aktuar gar nichts, während ein Data Scientist, der vor allem programmiert, deutlich stärker betroffen ist. Für diese Einschätzung haben wir im Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen. Er berechnet, welcher Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs Maschinen heute schon technisch erledigen könnten. Für Statistiker ist es 1 von 7, und daran hat sich seit 2013 nichts geändert.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Data Scientist
10 von 22
Kerntätigkeiten automatisierbar
Aufbereitung, Datenbanken und Programmieren
Statistiker
1 von 7
Kerntätigkeiten automatisierbar
Nur die Datenaufbereitung
Aktuar
0 von 4
Kerntätigkeiten automatisierbar
Keine gilt als ersetzbar
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Data Scientist“, „Statistiker/in“ und „Aktuar/in“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Beim Statistiker könnte Software vor allem die Datenaufbereitung übernehmen. In der Data Science ist der Anteil deutlich höher, und am robustesten ist der Weg in die Versicherungsmathematik.

Das kann Software übernehmen
  • Statistiker: nur die Datenaufbereitung
  • Biometriker: 2 von 7, nämlich Programmieren und Modellbildung, zum Beispiel wenn Du Daten aus klinischen Studien auswertest. Im Jahr 2013 lag dieser Wert noch bei 0 Prozent
  • Data Scientist: 10 von 22 Kerntätigkeiten, darunter Datenaufbereitung, Datenbankmanagement, Programmieren und Recherche
Das bleibt bei Dir
  • Statistiker: Datenanalyse, empirische Forschung, angewandte Mathematik und angewandte Informatik
  • Data Scientist: Datenanalyse, Statistik, Mathematik, Datenschutz und Projektmanagement
  • Aktuar: alle 4 Kerntätigkeiten, also die Statistik, die Versicherungs- und Wirtschaftsmathematik und die Entwicklung

Das passt zu dem, was wir im Berufeabschnitt über Statistiker geschrieben haben, denn ihre Stärke ist es zu wissen, wann ein Modell lügt. Wenn Du in Unternehmen Modelle bauen möchtest, stell deshalb die Statistik in den Vordergrund und sieh das Programmieren als Werkzeug.

Das IAB rät allerdings davon ab, die Werte als Prognose zu lesen. Ein hoher Anteil bedeutet nicht, dass ein Beruf verschwindet, und auch Berufe mit niedrigem Anteil verändern sich. Was Dir die einzelnen Wege einbringen, haben wir im Gehaltsabschnitt weiter oben zusammengestellt.

Das Statistik-Studium in Zahlen

5.602
Studierende
Wintersemester 2025/26
34,0 %
davon Frauen
Wintersemester 2025/26
7,6 %
arbeitslos
Beruf Mathematik und Statistik, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 5.602 Studierenden:
64 %36 %
3.579
an Universitäten
2.023
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?1.355 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Mathematik und Statistik“ (7.329 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 6.527 €
5.191 €untere 25 % darunter7.955 €obere 25 % darüber
Anders gesagt: die mittleren 50 % verdienen zwischen 5.191 und 7.955 € im Monat.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2025

Verwandte Studiengänge

Statistik ist ein kleines Fach mit wenigen Standorten. Falls keiner der neun Studienorte für Dich infrage kommt oder Du lieber breiter starten willst, führen auch diese Wege zum selben Ziel, und aus jedem von ihnen kommst Du in den Statistik-Master:

Jede dieser Seiten zählt ihren eigenen Bestand nach derselben Regel – die Zahlen dort sind deshalb andere als hier. Reine Data-Science-Studiengänge sind in unseren 18 nicht enthalten: Sie tragen Statistik nicht im Namen und werden getrennt gezählt.

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Häufige Fragen zum Statistik-Studium

Was macht ein Statistiker?
Als Statistiker planst Du, wie Daten erhoben werden, wertest sie aus und sagst dazu, wie sicher das Ergebnis ist. In der Praxis ziehst Du Stichproben, rechnest Modelle und sicherst Ergebnisse gegen Zufall ab. Danach schreibst Du sie so auf, dass ein Arzt, ein Vorstand oder ein Journalist damit etwas anfangen kann, und gerade diesen letzten Teil unterschätzen die meisten.
Was ist ein Statistiker – und gibt es den Beruf überhaupt?
Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt, und ausgeschrieben wird sie selten. In den Stellenanzeigen heißt derselbe Job Data Analyst, Biometriker, Aktuar, Referent für Marktforschung oder Methodenreferent. In der amtlichen Statistik läuft das Fach unter der Berufsgruppe Mathematik und Statistik. Auch ein Statistiker-Studium als eigenen Studiengangsnamen wirst Du nicht finden, denn an den Hochschulen heißt das Fach schlicht Statistik.
Wie viel Gehalt verdient man als Statistiker?
In der Berufsgruppe Mathematik und Statistik liegt der Wert auf der obersten Erfahrungsstufe bei 6.527 € brutto im Monat. Ein Viertel verdient dort weniger als 5.191 €, ein Viertel mehr als 7.955 €. Bitte lies das nicht als Einstiegsgehalt, denn der Wert gilt für Beschäftigte mit Hochschulabschluss und Berufserfahrung. Für Berufseinsteiger veröffentlicht die Bundesagentur in dieser Gruppe keine Zahl. Mehr dazu erfährst Du im Abschnitt Was verdienst Du mit Statistik?
Kann ich Statistik im Bachelor studieren?
Ja, aber nur an fünf Stellen, nämlich an der Uni Dortmund, der LMU München und der Uni Konstanz, dazu Statistik und Data Science an der LMU und Angewandte Statistik an der Uni Magdeburg. Alle fünf sind ohne Zulassungsbeschränkung. Von den 18 Studiengängen sind dagegen 13 Master, denn Statistik ist in Deutschland vor allem ein Master-Fach.
Statistiker-Ausbildung oder Statistik-Studium – was ist der Weg?
Eine Statistiker-Ausbildung im Sinne einer dualen Berufsausbildung gibt es nicht. Ob Du nach Statistik-Ausbildung, Studium oder Weiterbildung suchst, gemeint ist fast immer ein Hochschulstudium. Wenn Du über einen anderen Weg einsteigen willst, kommst Du in der Praxis über eine kaufmännische oder IT-Ausbildung in die Datenarbeit. Für Stellen, die ausdrücklich Statistik verlangen, führt aber kein Weg am Studium vorbei.
Geht Statistik als Fernstudium oder dual?
Nein, leider nicht. Unter den 18 Studiengängen in unserem Datenbestand ist kein einziger ein Fernstudium oder ein duales Studium. Wenn Du neben dem Beruf studieren willst, kommst Du eher über ein Fernstudium in Wirtschaftsmathematik oder Informatik ans Ziel.
Ist BWL ein Bachelor of Science – und reicht das für den Statistik-Master?
BWL gibt es je nach Hochschule als Bachelor of Science und als Bachelor of Arts. Für die Zulassung zum Statistik-Master kommt es darauf an, wie viele Leistungspunkte in Mathematik und Statistik in Deinem Abschluss stecken, sein Name spielt dabei keine Rolle. Welche Grenze gilt, sagt Dir die Zugangsordnung des jeweiligen Masters genau. Wenn Du aus BWL kommst, solltest Du deshalb früh die quantitativen Wahlmodule belegen.
Was ist Stochastik?
Stochastik ist der Zweig der Mathematik, der den Zufall beschreibt, also Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik zusammen. Im Statistik-Studium bildet sie das theoretische Fundament der ersten Semester. Ohne Stochastik könntest Du nicht begründen, warum ein Test überhaupt funktioniert.
Wie viel Mathematik steckt wirklich drin?
Ziemlich viel, das wollen wir Dir nicht verschweigen. Analysis, lineare Algebra und Wahrscheinlichkeitsrechnung füllen die ersten Semester, und alle 18 Studiengänge führen zu einem Abschluss of Science. Wenn Du Mathematik nur erträgst, bist Du hier genauso falsch wie im Mathematik-Studium. Dafür musst Du kein Mathe-Genie sein, denn sauberes Denken und Ausdauer zählen mehr als Tempo.

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  • Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
  • Stipendien und Förderprogramme
  • Praktika und Trainee-Programme
  • Gratis-Aktionen und Geld-Angebote

Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.

Weiter zum Statistik-Studium

Quellen
  • Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe Mathematik und Statistik, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2025: 6.527 € auf dem Anforderungsniveau Experte, unteres Viertel 5.191 €, oberes Viertel 7.955 €, 7.329 Beschäftigte. Für die Anforderungsniveaus Fachkraft und Spezialist weist die Bundesagentur in dieser Gruppe keine Werte aus.
  • Eigene Auswertung der myStipendium-Studiengangsdatenbank, Stand 21.09.2026: 18 Studiengänge an 11 Hochschulen in 9 Städten, davon 5 Bachelor und 13 Master. Gezählt werden aktive, veröffentlichte Studiengänge mit dem Hauptfach Statistik, die Statistik, Statistics, Statistical, Biostatistik oder Survey Statistics im Namen tragen; reine Data-Science-Studiengänge und Zertifikatskurse zählen nicht mit.
  • Zulassung, Bewerbungsfristen, Zugangsordnungen der Master und Semesterbeiträge: Angaben der jeweiligen Hochschule. Prüfe sie vor der Bewerbung dort nach, sie ändern sich jedes Semester.

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