- Fernstudium in Voll- oder Teilzeit
- Dauer: 6 Semester
- Ohne Numerus clausus
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Wo kann ich Wirtschaftswissenschaften studieren?
Wirtschaftswissenschaften studierst Du in Deutschland vor allem an Universitäten, daneben an Fachhochschulen und privaten Hochschulen, fast immer vor Ort und nur selten dual oder im Fernstudium. Bei etwas mehr als der Hälfte der Bachelorstudiengänge musst Du allerdings mit einem NC rechnen.

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Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026. Gezählt wurden alle Studiengänge, die Wirtschaftswissenschaft, Economics oder Volkswirtschaft im Namen tragen.
Die größte Auswahl hast Du an den Universitäten. Wenn Du auf Englisch studieren möchtest, findest Du an der EBS Universität, der Frankfurt School, der Hertie School of Governance und der Karlshochschule Angebote, die stärker auf Economics zugeschnitten sind. Berufsbegleitend geht es vor allem an der FernUni Hagen und an den privaten Fernhochschulen, falls Du nebenher arbeiten willst.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Für ein Wirtschaftswissenschaften-Studium verlangen Universitäten in der Regel die allgemeine Hochschulreife, an der Fachhochschule genügt meist das Fachabitur. Falls Deine Abiturnote nicht so gut ist, lohnt sich ein Blick auf die Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkung, denn 65 von 147 Bachelor-Studiengängen kommen ohne NC aus.
Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026, Grundgesamtheit 147 Bachelor-Studiengänge.
Was solltest Du mitbringen?
- Hochschulzugangsprüfung für beruflich Qualifizierte: Die Regeln dafür setzt jedes Bundesland selbst, einschlägige Berufserfahrung hilft dabei.
- Fachhochschulreife: genügt an der Fachhochschule meist, oft auch die fachgebundene Hochschulreife in einer passenden Fachrichtung.
- Mathematik und Statistik - Pflichtfächer, keine Randfächer. Du brauchst kein Leistungskursniveau, aber die Bereitschaft, mit Formeln und Daten zu arbeiten.
- Englisch - ein Teil der Vorlesungen und ein großer Teil der Fachliteratur ist englischsprachig, bei den Economics-Studiengängen praktisch alles.
Wirtschaftswissenschaften, BWL oder VWL: was ist der Unterschied?
Wirtschaftswissenschaften ist der Oberbegriff, BWL und VWL sind die beiden Zweige darunter. In der Betriebswirtschaftslehre schaust Du auf das einzelne Unternehmen und fragst, wie es kalkuliert, wie es seine Leute führt und wie es verkauft. In der Volkswirtschaftslehre geht es um das Ganze, also um Preise, Löhne, Zinsen, Arbeitslosigkeit und den Handel zwischen Ländern. Im Wirtschaftswissenschaften-Studium lernst Du beide Zweige nebeneinander kennen und entscheidest erst später, wohin Du gehst.
| Betriebswirtschaftslehre (BWL) | Volkswirtschaftslehre (VWL) | |
|---|---|---|
| Blickwinkel | das einzelne Unternehmen | die gesamte Volkswirtschaft |
| Typische Frage | Womit verdient dieser Betrieb Geld – und womit nicht? | Warum steigen Preise, Zinsen oder Arbeitslosigkeit im ganzen Land? |
| Kernfächer | Rechnungswesen, Marketing, Controlling, Unternehmensführung | Mikroökonomik, Makroökonomik, Ökonometrie, Arbeitsmarktpolitik |
| Typische Arbeitgeber | Unternehmen aller Branchen, Beratungen, Banken | Forschungsinstitute, Ministerien, Verbände, Zentralbanken |
| Eigener Artikel | BWL-Studium | VWL-Studium |
Der Name auf dem Zeugnis verrät Dir wenig über den Inhalt. Von den 303 Studiengängen, die wir im Fach gefunden haben, tragen nur 110 das Wort Wirtschaftswissenschaft im Namen. Die übrigen 193 heißen Economics oder Volkswirtschaftslehre, obwohl sie dasselbe Feld abdecken. Deshalb raten wir Dir, weniger auf den Titel zu achten und lieber das Modulhandbuch zu lesen. Dort steht, wie viel BWL und wie viel VWL in den ersten Semestern steckt.
Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026, Grundgesamtheit 303 Studiengänge.
Die Abkürzung für Wirtschaftswissenschaften ist WiWi. Den ganzen Namen wirst Du an der Hochschule kaum hören, denn dort heißt das Fach einfach WiWi und die Fakultät wirtschaftswissenschaftliche Fakultät. Der Bachelor in Wirtschaftswissenschaften heißt B.Sc. oder B.A., und beide Titel stehen auf derselben Stufe.
Welcher Abschluss es bei Dir wird, legt die Prüfungsordnung der Hochschule fest, und Deine Noten haben darauf keinen Einfluss. Im Master ist es genauso, dort heißt der Abschluss M.Sc. oder M.A.

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Was lernst Du im Studium?
Im Studium lernst Du erst BWL und VWL nebeneinander und setzt dann einen Schwerpunkt. In den ersten Semestern stehen die Grundlagen beider Zweige auf dem Plan, dazu das Handwerkszeug aus Mathematik, Statistik, Recht und Rechnungswesen. Danach wählst Du Module und legst Deinen Schwerpunkt fest. Ob Du dabei eher in Richtung BWL oder VWL gehst, entscheidest Du erst im Laufe des Studiums, und bei der Bewerbung musst Du das noch nicht wissen.
- Mathematik
- Statistik
- Mikro- und Makroökonomik
- Rechnungswesen und Buchhaltung
- Wirtschaftsrecht
- Wirtschaftsenglisch
- Marketing
- Unternehmensführung
- Arbeitsmarktpolitik
- Informatik und Datenverarbeitung
- Unternehmensführung und Controlling
- Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung
- Economics
- Wirtschaftspsychologie
- Versicherungswirtschaft
- Wirtschaftssoziologie
- Wirtschaftsinformatik
- Wirtschaftsrecht
Nicht jede Hochschule bietet jeden Schwerpunkt an. Prüfe vor der Bewerbung, ob Deine Wunschvertiefung dort wirklich im Modulkatalog steht – ein Wechsel nach dem dritten Semester kostet Zeit.
In unserer Datenbank haben wir 147 Bachelor, 148 Master und 8 andere Abschlüsse gefunden. Der Master ist im Wirtschaftswissenschaften-Studium damit genauso verbreitet wie der Bachelor. Die Bachelor-Studiengänge unterscheiden sich dabei in der Regelstudienzeit, bei uns stehen sie mit 4, 5, 6, 7, 8 oder 12 Semestern. Schau Dir deshalb den Wert im Profil des einzelnen Studiengangs an, bevor Du mit dem Semesterticket oder dem BAföG-Antrag planst.
Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026.
Was kannst Du mit Wirtschaftswissenschaften werden?
Mit Wirtschaftswissenschaften stehen Dir viele Berufe in einem breiten Feld offen. Die klassischen Wirtschaftswissenschaften-Berufe reichen von der Unternehmensberatung bis zur Wirtschaftsforschung. Im Studium lernst Du, was in fast jedem Unternehmen gebraucht wird, also rechnen, planen, steuern und verkaufen. Welcher Weg es am Ende für Dich wird, entscheiden Dein Schwerpunkt und Dein erstes Praktikum stärker als der Titel auf dem Zeugnis.
Als Arbeitgeber kommen vor allem in Frage:
- Industrie- und Dienstleistungsunternehmen aller Branchen
- Kreditinstitute
- Versicherungen
- Unternehmens- und Steuerberatungen
- öffentliche Einrichtungen und Ministerien
- Wirtschaftsforschungsinstitute und Verbände
Für den Einstieg musst Du keinen Master haben. Größere Unternehmen stellen Bachelor-Absolventen ein und führen sie über Trainee-Programme an die erste Stelle heran, und manche Arbeitgeber unterstützen Dich später bei einem berufsbegleitenden Master. Anders sieht es aus, wenn Du in die Wirtschaftsforschung willst oder eine gehobene Managementposition anstrebst, denn dort ist der Master die Regel.
Was verdienst Du mit Wirtschaftswissenschaften?
Mit Wirtschaftswissenschaften verdienst Du auf einer Stelle für Akademiker im Durchschnitt 6.841 € brutto im Monat. Branche, Größe des Arbeitgebers und Region verschieben den Wert stärker als das Fach.
Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 914 (Wirtschaftswissenschaften), Stand 2024.
Wirtschaftswissenschaften und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: Das hängt an der Richtung, denn Wirtschaftsforschung und Beratung sind gut aufgestellt, während im Controlling fast jede Kerntätigkeit als automatisierbar gilt. Wir haben dafür beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen, das für jeden Beruf berechnet, welcher Anteil der Kerntätigkeiten heute schon von Maschinen erledigt werden könnte. Beim Ökonomen, der zur selben Berufsgruppe gehört wie der Gehaltswert oben, sind es 5 von 12.
Das Controlling liegt fast ganz auf der ersetzbaren Seite. Beim Controller ist der Wert seit 2013 von 62 auf 88 Prozent gestiegen. Viele der Aufgaben, die wir Dir im Berufe-Abschnitt oben für das Controlling genannt haben, fallen darunter. Beim Ökonomen und beim Volkswirt bleibt mehr beim Menschen.
- Controller: Buchführung, Finanzplanung, Kosten- und Leistungsrechnung, Kalkulation, Berichtswesen und Revision
- Ökonom: Kostenrechnung, Kalkulation, Controlling, Handelsrecht und Steuerrecht
- Controller: nur die Betriebswirtschaftslehre selbst
- Ökonom: Marketing, Management, Personalwesen, Finanzwirtschaft und Statistik
- Volkswirt: Makro- und Mikroökonomie, Wirtschaftstheorie, Wirtschaftspolitik und Forschung
- Marketing: Konzeption, Marktforschung und Mediaplanung
Was das für Deinen Schwerpunkt heißt. Wenn Du Dich im Studium auf Rechnungswesen und Controlling konzentrierst, zielst Du auf den Teil des Fachs, den Software am ehesten übernehmen kann. Beratung, Marketing und Wirtschaftsforschung liegen deutlich niedriger: Als Unternehmensberater kommst Du auf 2 von 8 und als Betriebswirt für Marketing auf 6 von 16.
Das IAB betont selbst, dass ein hoher Wert keinen Wegfall von Stellen ankündigt und ein niedriger keine Garantie dafür ist, dass die Arbeit gleich bleibt. Falls Dich das Controlling trotzdem reizt, raten wir Dir zu einem zweiten Standbein in Analyse oder Beratung.

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Das Wirtschaftswissenschaften-Studium in Zahlen
an Universitäten29.380
an Fachhochschulen
aus Deutschland16.900
aus dem Ausland
Angebote fürs Studium per E-Mail
Du willst Wirtschaftswissenschaften studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.
- Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
- Stipendien und Förderprogramme
- Praktika und Trainee-Programme
- Gratis-Aktionen und Geld-Angebote
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Wirtschaftswissenschaften und BWL?
Wie lautet die Abkürzung für Wirtschaftswissenschaften?
Welchen Bachelor bekomme ich in Wirtschaftswissenschaften?
Kann ich Wirtschaftswissenschaften ohne NC studieren?
Geht Wirtschaftswissenschaften auch als Fernstudium oder dual?
Wie lange dauert ein Bachelor in Wirtschaftswissenschaften?
Was verdient man mit einem Wirtschaftswissenschaften-Studium?
Brauche ich für Wirtschaftswissenschaften gutes Mathe?
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- Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026. Grundgesamtheit sind 303 Studiengänge, die Wirtschaftswissenschaft, Economics oder Volkswirtschaft im Namen tragen: 147 Bachelor, 148 Master, 8 andere Abschlüsse an 97 Hochschulen in 71 Studienorten.
- Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Berufsgruppe 914 Wirtschaftswissenschaften, Anforderungsniveau Expertenebene, Stand 2024.
- Angaben der Hochschulen zu Zulassung, Regelstudienzeit und Studiengebühren auf deren eigenen Seiten. Gebühren und NC-Werte ändern sich je Semester; wir führen sie hier deshalb nicht auf.
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