Wirtschaftspsychologie studieren: Studiengänge, Voraussetzungen, Karrierechancen

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Wirtschaftspsychologie studieren - auf einen Blick
Ist das ein Psychologie-Studium?Nein. Wirtschaftspsychologie führt nicht zur Approbation als Psychotherapeutin oder Psychotherapeut.Dafür verlangt § 9 PsychThG ein Psychologiestudium an einer Universität: Bachelor plus Master, fünf Jahre Vollzeit.
Brauche ich einen NC?Teils: 40 von 83 Bachelor haben einen NC, 43 sind zulassungsfrei.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Welcher Abi-Schnitt reicht?Zuletzt lagen die Grenzwerte zwischen 1,3 und 2,0, je nach Hochschule.Hochschule Bonn-Rhein-Sieg 1,3, FH Bielefeld 1,5, HS Osnabrück 1,7, Hochschule Darmstadt 1,9, Westfälische Hochschule 2,0 - Auswahlgrenzen der Hochschulen, Wintersemester 2025/26 und 2026/27.
Wo kann ich studieren?142 Studiengänge an 73 Hochschulen, verteilt auf 48 Studienorte.83 Bachelor, 58 Master, dazu 26 Fernstudiengänge und 7 duale Studiengänge.
Wie lange dauert es?6 bis 8 Semester im Bachelor, also drei bis vier Jahre.Andere Regelstudienzeiten kommen bei den 83 Bachelor-Studiengängen nicht vor.
Was verdienst Du damit?6.164 € brutto im Monat im Personalwesen, Anforderungsniveau Experte.Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2025. Auf Spezialistenebene sind es 4.960 €.

Wo kann ich Wirtschaftspsychologie studieren?

Wirtschaftspsychologie studieren kannst Du in Deutschland vor allem an privaten Fachhochschulen, meist vor Ort, aber auffallend oft auch im Fernstudium. Im Bachelor musst Du bei knapp der Hälfte der Studiengänge mit einem NC rechnen.

1
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2
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3
Hochschule Fresenius
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4
WINGS Wismar
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5
PFH Göttingen
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Du siehst 5 von 142 Studiengängen. Alle Studiengänge ansehen →

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026; gezählt sind alle Studiengänge, deren Name auf Wirtschaftspsychologie, Business Psychology, Arbeits-, Organisations-, Konsumenten- oder Werbepsychologie lautet – 119 der 142 tragen den Fachnamen im engeren Sinn.

So kannst Du Wirtschaftspsychologie studieren
Studiengänge nach Studienform
109
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
7
dual
Studium mit Praxisphasen im Unternehmen
26
im Fernstudium
ortsunabhängig, oft neben dem Beruf

Die meisten Angebote, die wir für dieses Fach gefunden haben, kommen von privaten Fachhochschulen. Welcher Studiengang Wirtschaftspsychologie zu Dir passt, hängt deshalb oft davon ab, ob Du Studiengebühren zahlen möchtest.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Wirtschaftspsychologie-Voraussetzungen: Abitur, NC und der Weg ohne Abitur

Für das Bachelor-Studium Wirtschaftspsychologie brauchst Du eine Hochschulzugangsberechtigung, für den Master einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Wenn Du an einer Universität studieren willst, ist das für den Bachelor das Abitur, und je nach Hochschule reicht Dir auch die Fachhochschulreife.

Die drei Wege zum Studienplatz
Zwei Wege in den Bachelor, einer in den Master
1. Bachelor ohne Numerus clausus
43 der 83 Bachelor-Studiengänge kommen ohne NC aus. Ohne Weiteres nimmt Dich deshalb nicht jede Hochschule: Viele private Häuser führen stattdessen ein Auswahlgespräch oder einen eigenen Test durch. Liste ohne NC
2. Bachelor mit NC
40 Bachelor haben einen Numerus clausus. Hier entscheidet das Zulassungsverfahren der Hochschule, ob Du einen Platz bekommst.
3. Wirtschaftspsychologie-Master: Voraussetzungen
Für die 58 Master-Studiengänge brauchst Du einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Was genau dazukommt, steht in der Zulassungsordnung des jeweiligen Studiengangs - die Werte unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule zu stark, um sie hier zu verallgemeinern.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Meisterprüfung, Techniker- oder Fachwirtabschluss - gilt nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 6. März 2009 bundesweit als Studienberechtigung
  • Abgeschlossene Berufsausbildung plus Berufserfahrung - fachgebundener Zugang, meist über eine Eignungsprüfung oder ein Probestudium
  • Die Einzelheiten regelt jedes Bundesland selbst - frag vor der Bewerbung bei der Hochschule nach
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Vorbereitung aufs Auswahlgespräch - viele private Hochschulen wählen per Gespräch oder eigenem Test aus, auch ohne NC
  • Statistik und empirische Sozialforschung - für den Master verlangen viele Hochschulen Nachweise darin
  • Eine gute Abschlussnote - viele Master setzen zusätzlich eine Mindestnote voraus

Wirtschaftspsychologie ist kein Psychologie-Studium

Wirtschaftspsychologie – was ist das für ein Fach, und was ist es nicht?

Wirtschaftspsychologie ist ein Mischfach, das zur Hälfte aus Psychologie und zur Hälfte aus Betriebswirtschaft besteht. Du lernst, wie Menschen in Unternehmen und auf Märkten entscheiden, arbeiten und kaufen, und auch, wie man das misst.

Was zum Fach gehört

Halb Psychologie, halb Betriebswirtschaft, dazu die Methoden

Psychologie
wie Menschen entscheiden, arbeiten und kaufen
Arbeits- und Organisationspsychologie, Markt-, Werbe- und Konsumentenpsychologie
Betriebswirtschaft
wie Unternehmen und Märkte funktionieren
Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Rechnungswesen
Methoden
wie man das misst
Statistik, empirische Sozialforschung, Marktforschung
An manchen Hochschulen heißt das Fach auch Business Psychology, Organisationspsychologie oder Medien- und Werbepsychologie. Von den 142 Studiengängen, die wir gefunden haben, tragen 119 den Fachnamen im engeren Sinn.

Wenn Du Menschen therapieren möchtest, bist Du hier leider falsch. Die Approbation setzt seit der Reform von 2020 ein Studium der Psychologie an einer Universität voraus. Dazu gehört ein Bachelor, der die im Psychotherapeutengesetz geforderten Inhalte abdeckt, also der sogenannte polyvalente Bachelor, und darauf ein Master. Ein Bachelor Wirtschaftspsychologie erfüllt das nicht, auch wenn das Wort Psychologie im Namen steht. Wenn Du Psychotherapeutin oder Psychotherapeut werden willst, ist Psychologie das richtige Fach für Dich.

Für die Aufgaben, um die es in diesem Fach geht, brauchst Du dagegen keine Approbation. Ob Personalauswahl, Marktforschung oder Organisationsentwicklung, kein Arbeitgeber in diesen Feldern verlangt sie von Dir.

Wirtschaftspsychologie
  • Studium: Mischfach, halb Psychologie, halb Betriebswirtschaft
  • Thema: wie Menschen in Unternehmen und auf Märkten entscheiden, arbeiten und kaufen
  • Aufgaben: Personalauswahl, Marktforschung, Organisationsentwicklung
  • Approbation: nicht nötig, kein Arbeitgeber in diesen Feldern verlangt sie
Psychologie für die Approbation
  • Studium: Psychologie an einer Universität, polyvalenter Bachelor und darauf ein Master
  • Umfang: fünf Jahre Vollzeit, 300 ECTS-Punkte, akkreditierte Studiengänge (§ 9 PsychThG)
  • Aufgaben: Menschen therapieren, als Psychotherapeutin oder Psychotherapeut
  • Approbation: setzt diesen Weg seit der Reform von 2020 voraus
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Was lernst Du im Wirtschaftspsychologie-Studium?

Wirtschaftspsychologie-Inhalte vom ersten Semester bis zur Abschlussarbeit

Im Bachelor lernst Du zuerst das Handwerkszeug beider Fächer, und diese Blöcke findest Du in fast jedem Studienplan:

  • Allgemeine Psychologie, Sozialpsychologie, Differenzielle und Persönlichkeitspsychologie
  • Arbeits- und Organisationspsychologie
  • Markt-, Werbe- und Konsumentenpsychologie
  • Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Rechnungswesen
  • Statistik, empirische Sozialforschung, Marktforschung
  • Diagnostik und Evaluation, also Tests und Verfahren richtig einsetzen und auswerten

Den Methodenteil solltest Du nicht unterschätzen. Statistik zieht sich durch das ganze Studium, und wenn Du später Befragungen auswerten sollst, kommst Du daran nicht vorbei.

1. und 2. Semester
Grundlagen der Psychologie und der Betriebswirtschaft, dazu Statistik. Viel Stoff, wenig Spezialisierung.
3. und 4. Semester
Arbeits- und Organisationspsychologie, Markt- und Werbepsychologie, empirische Methoden. Erste eigene Erhebungen und Projekte.
5. Semester
An vielen Hochschulen liegt hier das Praxissemester oder ein längeres Pflichtpraktikum. Im Fernstudium ersetzt oft die eigene Berufstätigkeit diesen Teil.
6. bis 8. Semester
Schwerpunkt wählen – Personal, Marketing, Beratung – und die Bachelorarbeit schreiben, oft zusammen mit einem Unternehmen. Die Regelstudienzeit liegt bei 6, 7 oder 8 Semestern; andere Werte kommen bei den 83 Bachelor-Studiengängen nicht vor.

Du kannst im Fernstudium, dual oder in Vollzeit studieren. Es liegt also bei Dir, ob Du berufsbegleitend lernst oder komplett von zu Hause aus studierst.

142
Studiengänge
haben wir gefunden
26
Fernstudiengänge
komplett von zu Hause aus
7
dual
mit fester Stelle im Unternehmen
Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026.

Am Ende steht ein Bachelor of Arts, ein Bachelor of Science, ein Master of Arts oder ein Master of Science, und ein einziges Angebot schließt mit einem Zertifikat ab.

Im Master vertiefst Du, was Du im Bachelor gelernt hast. Typische Schwerpunkte sind Personal und Organisationsentwicklung, Marketing und Marktforschung, Beratung und Change Management. Der wissenschaftliche Anteil ist höher als im Bachelor, und die Studiengänge bereiten Dich auf Aufgaben mit Verantwortung vor.

Was kannst Du mit Wirtschaftspsychologie werden?

Wirtschaftspsychologie-Berufe, Gehalt und typische Arbeitgeber

Wie wirkt Werbung auf Kaufentscheidungen? Warum kündigen gute Leute ihren Job? Welches Auswahlverfahren findet wirklich die passende Bewerberin? Mit solchen Fragen hast Du es später im Beruf zu tun. Typisch sind dafür diese sechs Felder:

Personalauswahl und RecruitingStellenprofile schreiben, Auswahlverfahren bauen, Tests und Interviews auswerten. Der häufigste Einstieg nach dem Bachelor.
Unternehmen, PersonalberatungenPersonalwesen
Personal- und OrganisationsentwicklungWeiterbildung planen, Führungskräfte begleiten, Veränderungen im Unternehmen moderieren.
Große Arbeitgeber, BeratungenUnternehmensorganisation
Markt- und MeinungsforschungBefragungen entwerfen, Daten erheben, Ergebnisse für Produkt- und Marketingentscheidungen aufbereiten.
Institute, KonzerneMarktforschung
Werbung, Marke und KommunikationKampagnen testen, Werbewirkung messen, Preis- und Verpackungsentscheidungen psychologisch unterfüttern.
Agenturen, HandelWerbepsychologie
Arbeitsgestaltung und GesundheitArbeitsplätze und Abläufe so gestalten, dass Menschen gesund und produktiv arbeiten können.
Industrie, öffentlicher DienstArbeitspsychologie
Beratung und CoachingTeams und Führungskräfte begleiten, Konflikte moderieren, Trainings geben. Oft erst mit ein paar Jahren Erfahrung.
Beratungen, SelbstständigkeitBeratung

Bei den Jobchancen in der Wirtschaftspsychologie zeigen wir Dir nur, was belegt ist. Belastbare Zahlen zu den Wirtschaftspsychologie-Jobaussichten sind schwer zu bekommen, weil die amtliche Statistik keine Berufsgruppe Wirtschaftspsychologie kennt.

Das ist belegt
  • Absolventinnen und Absolventen tauchen in der Statistik im Personalwesen auf, in der Unternehmensorganisation oder in der Psychologie.
  • Allein im Personalwesen zählt die Bundesagentur für Arbeit auf Spezialistenebene 63.329 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
Das nennen wir nicht
  • Prozentwerte zu den Wirtschaftspsychologie-Berufsaussichten, die Du auf vielen Seiten findest
  • Sie stammen meist aus Absolventenbefragungen einzelner Hochschulen und lassen sich nicht auf das ganze Fach übertragen.

Deine Aussichten mit Wirtschaftspsychologie hängen deshalb weniger vom Fach ab als von der Funktion, in der Du landest. Wenn Du im Personalwesen bleibst, verdienst Du anders als jemand, der in die Organisationsberatung geht, und die Zahlen dazu zeigen wir Dir im nächsten Abschnitt.

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Was verdienst Du mit Wirtschaftspsychologie?

Wirtschaftspsychologie-Gehalt: Master, Bachelor und Berufsgruppe

Mit Wirtschaftspsychologie verdienst Du im Durchschnitt rund 6.164 € brutto im Monat. Wie viel es bei Dir wird, hängt vor allem davon ab, in welchem Bereich Du nach dem Studium arbeitest.

6.164 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat
Gehalt je nach Richtung
Mittleres Bruttogehalt im Monat, Vollzeit, Anforderungsniveau Experte
Organisation und Strategiez. B. Unternehmensberatung, Organisationsentwicklung
7.515 €
Personalwesenz. B. Personalreferent, Recruiting
6.164 €
Psychologiez. B. Eignungsdiagnostik, Coaching
5.247 €

Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2025, Berufsgruppen 713, 715 und 816.

Wirtschaftspsychologie und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: Im Kern gut, denn Beratung, Coaching und Organisationspsychologie gelten als nicht ersetzbar, doch im Recruiting, dem typischen Einstieg nach dem Bachelor, sind viele Aufgaben automatisierbar. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) prüft im Job-Futuromat, welche Kerntätigkeiten eines Berufs Maschinen oder Software schon heute erledigen könnten. Wir haben beim Wirtschaftspsychologen nachgesehen, und dort ist es 1 von 12.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Recruiter
7 von 10
Kerntätigkeiten automatisierbar
2013 war es noch keine
Marktforscher
2 von 6
Kerntätigkeiten automatisierbar
Nur Recherche, nicht die Datenanalyse
Wirtschaftspsychologe
1 von 12
Kerntätigkeiten automatisierbar
Nur die Eignungsdiagnostik
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Recruiter“, „Marktforscher/in“ und „Wirtschaftspsychologe/-psychologin“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Wie weit liegen Berufstitel und Einstiegsjob auseinander? Beim Wirtschaftspsychologen gilt nur die Eignungsdiagnostik als ersetzbar. Wenn Du als Recruiter einsteigst, sieht es anders aus, denn dort gelten 7 von 10 Kerntätigkeiten als automatisierbar. Im Jahr 2013 lag der Wert noch bei 0 Prozent und 2016 bei 38.

Marktforschung und Personalentwicklung liegen dazwischen. Wenn Du in die Marktforschung gehst, sind 2 von 6 Kerntätigkeiten automatisierbar. Als Personalentwickler, also auf dem Weg in die Personal- und Organisationsentwicklung, sind es 2 von 5.

Das kann Software übernehmen
  • Wirtschaftspsychologe: nur die Eignungsdiagnostik
  • Recruiter: die Bewerberauswahl, die Arbeit mit Bewerbermanagementsystemen und die Personalbeschaffung
  • Marktforscher: Recherche und Informationsbeschaffung
  • Personalentwickler: Personalplanung und Arbeitsrecht
Das bleibt bei Dir
  • Wirtschaftspsychologe: Personalberatung, Personalentwicklung, Coaching, Marktforschung, Organisationspsychologie und Unternehmensberatung
  • Recruiter: die Beurteilung von Bewerbern, die Akquisition und die Personalberatung
  • Marktforscher: Datenanalyse, empirische Forschung und Statistik
  • Personalentwickler: die Entwicklung von Personal und Organisation

Was heißt das für Deinen Berufsstart? Das IAB sagt selbst, dass ein hoher Wert nicht heißt, dass ein Beruf verschwindet, und ein niedriger nicht, dass alles bleibt, wie es ist. Recruiting bleibt für Dich also ein realistischer Einstieg.

Wenn Du dort anfängst, lohnt es sich aber für Dich, früh in Richtung Beratung, Personalentwicklung oder Organisationspsychologie zu gehen. Das sind die Aufgaben, die das IAB auch beim Recruiter beim Menschen sieht.

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Das Wirtschaftspsychologie-Studium in Zahlen

119.006
Studierende
im ganzen Fach Psychologie, Wintersemester 2025/26
77,6 %
davon Frauen
in Psychologie
4,6 %
arbeitslos
Beruf Personalwesen und -dienstleistung, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 119.006 Studierenden in Psychologie:
55 %45 %
65.743
an Universitäten
53.263
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?27.009 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, 73.476 Beschäftigte in der Berufsgruppe. Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 6.164 €
5.161 €untere 25 % darunter7.680 €obere 25 % darüber
Anders gesagt: die mittleren 50 % verdienen zwischen 5.161 und 7.680 € im Monat. Mit einer Berufsausbildung statt Studium liegt die Mitte in derselben Berufsgruppe bei 4.612 €.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2025

Passt das Wirtschaftspsychologie-Studium zu Dir?

Passt, wenn Du …
  • verstehen willst, wie Menschen im Arbeitsleben ticken: Auswahl, Motivation, Führung
  • Dich für Werbung, Marken und Kaufentscheidungen interessierst
  • mit Statistik, Befragungen und Tests umgehen magst
  • in ein Unternehmen oder eine Beratung willst, nicht in eine Praxis
  • ortsunabhängig studieren möchtest – 26 der 142 Studiengänge sind Fernstudiengänge
Passt nicht, wenn Du …
  • Psychotherapeutin oder Psychotherapeut werden willst
  • Menschen behandeln statt Organisationen beraten willst
  • in die klinische Psychologie, in Diagnostik von Krankheiten oder in Gutachten willst
  • später in den Master Psychotherapie wechseln willst – der setzt einen anerkannten Bachelor Psychologie voraus

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Häufige Fragen zum Wirtschaftspsychologie-Studium

Was ist Wirtschaftspsychologie?
Wirtschaftspsychologie untersucht, wie Menschen in Unternehmen und auf Märkten entscheiden und handeln, und zwar als Beschäftigte, als Führungskräfte und als Kundschaft. Im Studium lernst Du psychologische Grundlagen zusammen mit Betriebswirtschaft, Statistik und Marktforschung. Ein Psychologiestudium im Sinne der Approbationsordnung ist es allerdings nicht.
Kann ich mit Wirtschaftspsychologie Psychotherapeut werden?
Nein, das geht leider nicht. Für die Approbation verlangt § 9 PsychThG ein universitäres Psychologiestudium aus Bachelor und Master mit zusammen fünf Jahren Vollzeit und 300 ECTS-Punkten. Die Studiengänge müssen dafür außerdem eigens akkreditiert sein. Ein Bachelor Wirtschaftspsychologie erfüllt diese Anforderungen nicht und öffnet Dir auch nicht den Weg in den Master Psychotherapie.
Welche Voraussetzungen braucht man für Wirtschaftspsychologie?
Du brauchst eine Hochschulzugangsberechtigung, also das Abitur oder die Fachhochschulreife. Von den 83 Bachelor-Studiengängen, die wir gefunden haben, kommen 43 ohne Numerus clausus aus, 40 haben einen. Wenn Du beruflich qualifiziert bist, kommst Du auch ohne Abitur an die Hochschule, und die Regeln dafür legt jedes Bundesland selbst fest.
Wie viele Jahre studiert man Wirtschaftspsychologie?
Für den Bachelor brauchst Du 6, 7 oder 8 Semester, also drei bis vier Jahre. Andere Regelstudienzeiten haben wir bei den 83 Bachelor-Studiengängen in unserer Datenbank nicht gefunden. Wenn Du danach noch einen Master machst, kommt dieser oben drauf.
Wie erlangt man einen Abschluss in Wirtschaftspsychologie?
Du schreibst Dich in einen der 142 Studiengänge ein, sammelst Leistungsnachweise in Vorlesungen, Seminaren und Praxisphasen und schließt mit einer Abschlussarbeit ab. Die Abschlüsse heißen Bachelor of Arts, Bachelor of Science, Master of Arts oder Master of Science; ein Angebot endet mit einem Zertifikat.
Welche Berufe gibt es im Bereich der Wirtschaftspsychologie?
Mit Wirtschaftspsychologie kannst Du in der Personalauswahl und im Recruiting arbeiten oder in der Personal- und Organisationsentwicklung. Auch Markt- und Meinungsforschung, Werbung und Markenführung, Arbeitsgestaltung sowie Beratung und Coaching stehen Dir offen. Deine Arbeitgeber können Unternehmen jeder Größe sein, aber auch Beratungen, Agenturen, Marktforschungsinstitute, Weiterbildungseinrichtungen und der öffentliche Dienst.
Welche Jobmöglichkeiten habe ich mit einem B.Sc. in Wirtschaftspsychologie?
Mit dem Bachelor steigst Du typischerweise in Personalabteilungen, Marktforschungsinstituten, Agenturen oder Beratungen ein. Die Bundesagentur für Arbeit ordnet solche Stellen meist der Spezialistenebene zu, für die eine bis zu dreijährige Hochschulausbildung erwartet wird. Ob B.Sc. oder B.A. im Zeugnis steht, spielt für die Bewerbung kaum eine Rolle.
Was macht ein Wirtschaftspsychologe?
Als Wirtschaftspsychologe oder Wirtschaftspsychologin übersetzt Du psychologisches Wissen in betriebliche Entscheidungen. Du baust zum Beispiel Auswahlverfahren auf, wertest Mitarbeiterbefragungen aus, misst Werbewirkung oder begleitest Veränderungsprozesse. Einen Ausbildungsberuf Wirtschaftspsychologe mit Ausbildungsvertrag und Berufsschule gibt es dagegen nicht.
Wirtschaftspsychologin: Ausbildung oder Studium?
Wirtschaftspsychologin wirst Du über ein Studium, denn eine Berufsausbildung dafür gibt es nicht. Der Weg führt über einen Bachelor, oft mit einem Master darauf, und Du kannst ihn auch berufsbegleitend gehen. Von den 142 Studiengängen, die wir gefunden haben, sind 26 Fernstudiengänge.
Was kann man mit Wirtschaftspsychologie machen?
Deine Wirtschaftspsychologie-Chancen sind breit gestreut, denn Du kannst überall arbeiten, wo es um Menschen in Organisationen und Märkten geht. Das reicht von Personal, Marktforschung und Marketing über Beratung und Weiterbildung bis zur Arbeitsgestaltung. Nicht möglich sind Heilberufe, also Psychotherapie und klinische Diagnostik.
Was macht man nach einem Studium in Wirtschaftspsychologie?
Die meisten gehen nach dem Studium direkt in ein Unternehmen, eine Beratung oder ein Institut. Manche hängen noch einen Master an, um auf Expertenstellen zu kommen. Und wenn Du Dich später als Coach oder Trainerin selbstständig machen möchtest, geht das meist erst nach einigen Jahren im Angestelltenverhältnis.
Wie hoch ist das Wirtschaftspsychologie-Einstiegsgehalt?
Eine amtliche Zahl für Berufsanfänger gibt es leider nicht. Der Entgeltatlas weist für das Personalwesen auf Spezialistenebene 4.960 € brutto im Monat aus (Stand 2025). Auf diesem Niveau liegen Bachelor-Stellen typischerweise, für Deinen ersten Arbeitstag ist das aber noch kein fester Wert.
Master Wirtschaftspsychologie – Gehalt höher als mit Bachelor?
Im Schnitt ja, aber der Abschluss allein macht den Unterschied noch nicht. Die Statistik unterscheidet nach der Komplexität der Tätigkeit, und im Personalwesen liegt die Expertenebene bei 6.164 €, die Spezialistenebene bei 4.960 € brutto im Monat. Für Expertenstellen brauchst Du einen Master, ein Diplom oder entsprechende Berufserfahrung.
Doktor in Wirtschaftspsychologie – geht das?
Als eigenen Studiengang gibt es das nicht. Unter den 142 Angeboten in unserer Datenbank haben wir keinen Promotionsstudiengang gefunden, die Abschlüsse sind Bachelor, Master und ein Zertifikat. Promovieren kannst Du an einer Universität mit Betreuung, in der Regel in der Psychologie oder in den Wirtschaftswissenschaften. Dein Titel heißt dann zum Beispiel Dr. phil. oder Dr. rer. pol., denn einen Doktor in Wirtschaftspsychologie als eigenen Titel gibt es nicht.

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Woher die Zahlen stammen
  • Studiengangs- und Hochschulzahlen: eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026 (142 Studiengänge, 73 Hochschulen, 48 Studienorte, 83 Bachelor, 58 Master, 26 Fernstudiengänge, 7 duale Studiengänge, 43 Bachelor ohne NC).
  • Entgelte: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2025, Berufsgruppen 713, 715 und 816; Anforderungsniveaus nach der Klassifikation der Berufe der Statistik der Bundesagentur für Arbeit.
  • Zugang zur Psychotherapie: Psychotherapeutengesetz (PsychThG) § 9, gesetze-im-internet.de.
  • Hochschulzugang ohne Abitur: Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 6. März 2009 zum Hochschulzugang für beruflich qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber; die Umsetzung regeln die Länder.
· NC-Grenzwerte: Auswahlgrenzen und NC-Listen der Hochschulen FH Bielefeld, HS Osnabrück, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Hochschule Darmstadt und Westfälische Hochschule, Wintersemester 2025/26 und 2026/27, abgerufen am 26.09.2026

* Individuelle Ergebnisse können je Portal und je nach Deinem Profil variieren. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn Du auf einen Affiliate-Link klickst, bekommt myStipendium.de von dem betreffenden Anbieter eine Provision. Für Dich verändert sich der Preis bzw. das Angebot nicht. Dein Klick hilft bei der Finanzierung unserer kostenfreien Seite.