Versicherungswirtschaft Studium: Unis, Karriere & Gehalt

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Versicherungswirtschaft studieren - auf einen Blick
Wie studiert man das?Meist dual, mit einem Versicherer als Partner.13 der 19 Studiengänge sind duale Studiengänge. Ein Fernstudium gibt es nicht.
Brauche ich einen NC?Teils: 7 von 16 Bachelor haben einen NC, 9 sind zulassungsfrei.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?19 Studiengänge an 16 Hochschulen in 15 Studienorten.Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 23.09.2026.
Wie lange dauert es?Ein Bachelor reicht für den Einstieg.16 der 19 Studiengänge sind Bachelor, nur 3 sind Master.
Was verdienst Du damit?5.817 bis 7.357 € brutto im Monat, je nach Stufe.Berufsgruppe Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2025.
Inhalt13 Abschnitte
  1. Wo kann ich Versicherungswirtschaft studieren?
  2. Wie funktioniert das duale Studium?
  3. Gibt es ein Fernstudium?
  4. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  5. Wie heißt das Fach?
  6. Was lernst Du im Versicherungswirtschaft-Studium?
  7. Was kannst Du mit Versicherungswirtschaft werden?
  8. Was verdienst Du mit einem Versicherungswirtschaft-Studium?
  9. Versicherungswirtschaft und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
  10. Das Versicherungswirtschaft-Studium in Zahlen
  11. Passt das Versicherungswirtschaft-Studium zu Dir?
  12. Häufige Fragen zum Versicherungswirtschaft-Studium
  13. Weiter zum Versicherungswirtschaft-Studium

Wo kann ich Versicherungswirtschaft studieren?

Versicherungswirtschaft studierst Du in Deutschland meist dual und fast immer an Fachhochschulen oder Dualen Hochschulen, mit einem Versicherungsunternehmen oder einem Sozialversicherungsträger als Partner an Deiner Seite. Wenn Du an einer Verwaltungshochschule studierst, geht es um die Sozialversicherung, während private Versicherungen dort nicht Dein Thema sind.

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StudiengangHochschuleOrtAbschluss
BWL/IndustrieversicherungHWR BerlinBerlinBachelor of Arts
BWL/VersicherungHWR BerlinBerlinBachelor of Arts
Bank- und VersicherungswirtschaftJade HochschuleJadeBachelor of Arts
Betriebswirtschaftslehre - VersicherungDHBW (Duale Hochschule Baden-Württemberg)StuttgartBachelor of Arts
SozialversicherungDGUV Hochschule (Hochschule der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung)Bad HersfeldBachelor of Arts
Sozialversicherung, Schwerpunkt UnfallversicherungHochschule Bonn-Rhein-SiegSankt AugustinBachelor of Arts
VersicherungsmanagementDHSN - Staatliche Studienakademie DresdenDresdenBachelor of Arts
VersicherungswirtschaftFH DortmundDortmundBachelor of Arts
Versicherungswirtschaft (Vollzeit)HS CoburgCoburgBachelor of Arts
Du siehst 10 von 20 Studiengängen.Alle 20 ansehen →Weniger anzeigen ↑
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Versicherungswirtschaft (dual)HS CoburgCoburgBachelor of Arts
Versicherungswirtschaft (berufsbegleitend)HS CoburgCoburgBachelor of Arts
RentenversicherungHS LudwigsburgLudwigsburgBachelor of Laws
RentenversicherungHSPV NRWGelsenkirchenBachelor of Laws
SozialversicherungHochschule Meißen (FH) und FortbildungszentrumMeißenBachelor of Laws
SozialversicherungsrechtHS BundBrühlBachelor of Laws
Sozialverwaltung - RentenversicherungHfPV (Hessische Hochschule für Polizei und Verwaltung)WiesbadenBachelor of Laws
VersicherungsmanagementUni LeipzigLeipzigMaster of Business Administration
Versicherungs- und FinanzwirtschaftHS RheinMainWiesbadenMaster of Science
VersicherungsmanagementFHdW HannoverHannoverMaster of Science

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 23.09.2026. Gezählt ist jeder Studiengang, der bei uns unter Versicherungsmanagement geführt wird oder das Wort Versicherung im Titel trägt – Bachelor und Master zusammen. Zwei der 19 Zeilen tragen denselben Namen an derselben Hochschule: Dahinter stehen Varianten desselben Studiengangs, etwa in Vollzeit und in Teilzeit.

So kannst Du Versicherungswirtschaft studieren
Studiengänge nach Studienform
6
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
13
dual
Studium mit Praxisphasen im Unternehmen
–
im Fernstudium
keins unter diesem Fachnamen

An einer Verwaltungshochschule studierst Du die Sozialversicherung statt der Privatversicherung. Das ist ein eigener Weg, den wir Dir weiter unten im Abschnitt zum Namen des Fachs genauer erklären.

Wie funktioniert das duale Studium?

Von den 19 Studiengängen, die wir gefunden haben, sind 13 dual, und das ist ein ungewöhnlich hoher Anteil. Für Deine Bewerbung ändert das eine Menge.

So läuft Deine Bewerbung
Zuerst - beim Betrieb
Du bewirbst Dich zuerst bei einem Versicherungsunternehmen oder einem Sozialversicherungsträger. Plane das früh, weil die Auswahlverfahren der Unternehmen deutlich vor den Bewerbungsfristen der Hochschulen laufen.
Erst danach - an der Hochschule
Sobald Du beim Betrieb einen Vertrag hast, bist Du auch im Studiengang.

Von der Ausbildung ins Studium Wenn Du als Versicherungskaufmann Studium und Beruf verbinden willst, ist der duale Weg der direkteste. Viele Programme sind so aufgebaut, dass Du erst die Ausbildung machst oder Praxiserfahrung im Versicherungshaus sammelst und danach oder parallel Deinen Bachelor ablegst.

Wenn Du schon im Beruf stehst
  • Die HS Coburg bietet ihren Studiengang außerdem berufsbegleitend an.
  • Das Angebot ist für alle, die schon im Beruf stehen.
Wenn Du keinen Betrieb findest
  • Dann bleiben Dir immer noch sechs der 19 Studiengänge, die nicht dual laufen.
  • Die Auswahl ist damit allerdings klein.

Das Gehalt im dualen Studium Während Du studierst, zahlt Dir Dein Betrieb eine Vergütung. Wie hoch sie ausfällt, ist von Haus zu Haus verschieden, und weil wir dazu keine geprüfte Zahl haben, nennen wir Dir hier auch keine. Am besten fragst Du im Bewerbungsgespräch direkt danach. Was Du nach dem Abschluss verdienst, haben wir weiter unten unter Was verdienst Du damit? für Dich zusammengestellt.

Gibt es ein Fernstudium?

In unserer Datenbank haben wir keinen einzigen Fernstudiengang gefunden, es sind 0 von 19. Wenn Du nach einem Fernstudium Versicherungen suchst, wirst Du unter diesem Fach also leider nicht fündig. Das liegt nicht an einer Lücke in unseren Daten. Der Grund ist der Zuschnitt des Fachs, denn 13 der 19 Studiengänge sind dual und damit an einen Betrieb und einen Ort gebunden.

Was stattdessen geht Zwei ehrliche Alternativen können wir Dir trotzdem nennen.

Berufsbegleitend studieren
  • Die berufsbegleitenden Angebote, etwa das in Coburg, sind auf Berufstätige zugeschnitten.
  • Sie verlangen aber, dass Du an festen Terminen vor Ort bist.
BWL im Fernstudium
  • Wenn Du wirklich ortsunabhängig studieren willst, führt Dein Weg über die Betriebswirtschaftslehre, die es auch als Fernstudium gibt.
  • Mit Praktika oder einem Job in der Branche kommst Du damit ebenfalls in die Versicherungswirtschaft.
  • Wie dieses Nachbarfach aufgebaut ist, erklären wir Dir in unserem Artikel zum BWL-Studium.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Für den Bachelor brauchst Du die allgemeine Hochschulreife, die Fachhochschulreife oder die fachgebundene Hochschulreife, und im dualen Studium kommt noch der Vertrag mit einem Unternehmen dazu. Das bedeutet, dass bei Deiner Zulassung auch der Betrieb mitentscheidet. Wenn Du später einen Master machen möchtest, brauchst Du dafür einen ersten Hochschulabschluss.

Die vier Wege zum Studienplatz
Der duale Weg ist hier der Normalfall
1. Dual mit Vertrag
Bei den 13 dualen Studiengängen ist die Abiturnote nicht die größte Hürde, sondern der Vertrag. Das Unternehmen sucht aus, wen es nimmt. Wie viele Plätze es vergibt, hängt an seinem eigenen Bedarf.
2. Zulassungsfrei einschreiben
Bei 9 der 16 Bachelor-Studiengänge gibt es keine Zulassungsbeschränkung.
3. Über das Auswahlverfahren der Hochschule
Bei 7 Bachelor gibt es eine Zulassungsbeschränkung. Konkrete Notengrenzen nennen wir bewusst nicht: Sie werden jedes Semester neu aus den eingegangenen Bewerbungen ermittelt und stehen erst im Zulassungsbescheid der Hochschule.
4. Als Master nach einem ersten Abschluss
Für die 3 Master brauchst Du einen ersten Hochschulabschluss, in der Regel mit wirtschaftswissenschaftlichem Anteil. Einer der drei, der MBA an der Uni Leipzig, ist berufsbegleitend angelegt. Was genau gefordert ist, steht in der Zugangsordnung des Studiengangs.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, zum Beispiel als Kaufmann oder Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen, plus einige Jahre Berufserfahrung: damit kannst Du Dich an vielen Hochschulen bewerben
  • Die Regeln stehen im Hochschulgesetz des jeweiligen Bundeslandes - frag im Zweifel direkt bei der Hochschule nach
  • Fachhochschulreife oder fachgebundene Hochschulreife: reicht für den Bachelor
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Eine frühe Bewerbung - die Auswahl der Unternehmen fürs duale Studium läuft früh
  • Überzeugen im Auswahlverfahren - Tests, Gespräche und manchmal ein Assessment-Center
  • Wirtschaft im ersten Abschluss - für den Master wird in der Regel ein wirtschaftswissenschaftlicher Anteil verlangt
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Wie heißt das Fach?

In unserer Liste heißen nur 5 der 19 Studiengänge wörtlich Versicherungswirtschaft, die übrigen laufen unter Versicherungsmanagement, Sozialversicherung, Rentenversicherung oder „BWL – Versicherung“. Wenn Du ein Versicherungsstudium suchst, solltest Du deshalb mehrere Namen im Kopf haben, sonst übersiehst Du 14 der 19 Studiengänge.

Ein Fach, mehrere Namen
Ob Versicherungswirtschaft, Versicherungsmanagement, Versicherungswesen oder schlicht Versicherung: Das Studium heißt je nach Hochschule anders, meint aber fast immer dasselbe, nämlich Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Versicherung.
VersicherungsmanagementDahinter steckt kein Aufbaustudium für Führungskräfte. Es ist schlicht der zweite gebräuchliche Name für den Bachelor.
Versicherungswesendas älteste Wort. Ein Versicherungswesen-Studium unter genau diesem Titel haben wir in unserer Datenbank nicht mehr gefunden.

Zwei getrennte Wege Bevor Du Dich für ein Studium Versicherungswirtschaft entscheidest, solltest Du wissen, welchen der beiden Du gehen willst, weil sie an verschiedenen Hochschulen beginnen und verschiedene Inhalte haben.

Sozialversicherung
  • Sechs der 19 Studiengänge drehen sich darum, also um Renten-, Unfall- und Sozialversicherungsrecht.
  • Sie schließen meist mit einem Bachelor of Laws an einer Verwaltungshochschule ab.
  • Dieser eigene Weg führt Dich in den öffentlichen Dienst, etwa zur Rentenversicherung, zu einer Berufsgenossenschaft oder zu einer Krankenkasse.
Private Versicherer
  • Der andere Weg führt zu den privaten Versicherern.
  • Im Kern ist das Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Versicherung.

Die Abschlüsse Am Ende Deines Studiums steht meist der Bachelor of Arts. Wenn Du Dich für Versicherungsrecht interessierst, bist Du an den Verwaltungshochschulen richtig, die mit dem Bachelor of Laws abschließen. Im Master haben wir einen Master of Science gefunden und, berufsbegleitend an der Uni Leipzig, einen Master of Business Administration. Einen eigenen Diplom- oder Staatsexamensweg gibt es in diesem Fach nicht.

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Was lernst Du im Versicherungswirtschaft-Studium?

Im Bachelor Versicherungswirtschaft lernst Du zuerst die Grundlagen. Mit Zahlen solltest Du Dich dabei anfreunden können, denn eine Versicherung rechnet Risiken, und das ist Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Zuerst: Grundlagen
  • Betriebswirtschaft
  • Volkswirtschaft
  • Recht
  • Mathematik und Statistik
In den höheren Semestern: Fachthemen
  • Buchführung und Bilanzierung
  • Tarifgestaltung und Kalkulation
  • Risikomanagement
  • Versicherungsrecht und Versicherungsaufsicht
  • Vertrieb und Marketing
  • Unternehmensführung und Personalmanagement
  • Wirtschaftsenglisch

Im dualen Studium wechseln sich Theorie- und Praxisphasen ab. Du lernst die Abteilungen Deines Hauses nacheinander von innen kennen und schreibst Deine Bachelorarbeit häufig über ein Thema aus dem Betrieb. Dadurch weißt Du am Ende sehr genau, wie der Beruf wirklich aussieht. Dafür hast Du allerdings weniger Semesterferien und wenig Luft für ein Auslandssemester.

In den Sozialversicherungs-Studiengängen liegt der Schwerpunkt auf dem Recht, und Du beschäftigst Dich vor allem mit dem Sozialgesetzbuch, dem Verwaltungsrecht sowie dem Renten- und Unfallversicherungsrecht. Deshalb endet dieser Weg mit einem Bachelor of Laws. Betriebswirtschaft kommt zwar auch vor, steht aber nicht im Zentrum.

Was kannst Du mit Versicherungswirtschaft werden?

Die Berufsgruppe, aus der die Zahlen in unserem Gehaltsabschnitt stammen, zählt allein auf der Fachkraftebene 342.926 Beschäftigte, und das zeigt Dir, wie groß der Arbeitsmarkt ist. Typischerweise arbeitest Du bei diesen Arbeitgebern:

  • Versicherungsunternehmen aller Sparten – Leben, Kranken, Unfall, Sach
  • Sozialversicherungsträger: Rentenversicherung, Berufsgenossenschaften, Krankenkassen
  • Versicherungsmakler und Maklerhäuser
  • Banken und Bausparkassen
  • die Versicherungsabteilungen großer Unternehmen
  • Unternehmensberatungen mit Schwerpunkt Finanzdienstleistung

Typische Aufgaben In diesen Häusern arbeitest Du zum Beispiel in der Risikoprüfung, in der Schadenregulierung, in der Produktentwicklung, im Vertrieb oder im Risikomanagement. Kommst Du aus einem Sozialversicherungs-Studiengang, startest Du eher in der Sachbearbeitung eines Trägers und kannst dort später die Führung einer Abteilung übernehmen.

Risikoprüfer / Risikoprüferin (Underwriter) Entscheidet, ob ein Antrag angenommen wird und zu welchem Beitrag, etwa für eine Lagerhalle oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Vorerkrankung. Dafür liest Du Gutachten, Statistiken und Bedingungen. Bachelor reichtVersicherer, InnendienstMedian 6.416 €/Monat
Schadenregulierer / Schadenreguliererin Prüft gemeldete Schäden, holt Gutachten ein und legt fest, wie viel gezahlt wird, bei großen Fällen auch vor Ort beim Kunden. Die einfache Schadenbearbeitung zählt das IAB zu den Aufgaben, die Software übernehmen kann. Innen- oder AußendienstVersicherer
Risikomanager / Risikomanagerin Rechnet mit Statistik und Versicherungsmathematik aus, welche Risiken das Unternehmen insgesamt trägt, und berichtet an den Vorstand. Diese Richtung gilt beim IAB als stabiler als die Sachbearbeitung. Statistik gefragtVersicherer oder Beratung
Sachbearbeiter / Sachbearbeiterin (Sozialversicherung) Klärt bei Rentenversicherung, Berufsgenossenschaft oder Krankenkasse Versicherungsverhältnisse, Reha-Anträge und Leistungen. Wer Sozialversicherung studiert hat, fängt meist hier an und kann später eine Abteilung leiten. oft Bachelor of Lawsöffentlicher Dienst

Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 721 Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, Spezialistenebene, Stand 2025

Brauchst Du als Versicherungsmakler ein Studium? Für die Zulassung als Versicherungsmakler ist kein Studium vorgeschrieben, Du musst dafür eine Sachkundeprüfung bei der Industrie- und Handelskammer ablegen. Mit einem Studium qualifizierst Du Dich aber für die anspruchsvolleren Stufen der Berufsgruppe und damit auch für die höheren Gehaltsstufen.

Was verdienst Du mit einem Versicherungswirtschaft-Studium?

Im Durchschnitt verdienst Du nach einem Versicherungswirtschaft-Studium rund 7.357 € brutto im Monat. Zum Start liegst Du meist darunter, aber auch dann wird in der Branche gut gezahlt.

7.357 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat

Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 721 Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, Stand 2025.

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Finanzmanagement (B.A.) neben dem Job studieren
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Versicherungswirtschaft und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: In Teilen, denn die Bearbeitung von Schäden und Verträgen gilt weitgehend als automatisierbar, doch wenn Du mit dem Studium in Statistik, Risikomanagement oder Beratung gehst, bist Du besser aufgestellt. Wir haben dafür im Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung nachgesehen, der für jeden Beruf zeigt, welcher Anteil seiner Kerntätigkeiten nach dem Stand der Technik von Computern erledigt werden könnte. Beim Betriebswirt mit Hochschulabschluss für Versicherungen sind es 6 von 13.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Versicherungskaufmann
5 von 7
Kerntätigkeiten automatisierbar
Schäden, Leistungsfälle und Verträge
Betriebswirt Versicherung
6 von 13
Kerntätigkeiten automatisierbar
Schadenregulierung, Kalkulation und Recht
Betriebswirt Sozialversicherung
4 von 14
Kerntätigkeiten automatisierbar
Kostenrechnung und Sozialversicherungsrecht
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Kaufmann/-frau - Versicherungen u. Finanzen - Versicherung“, „Betriebswirt/in (Hochschule) - Versicherung“ und „Betriebswirt/in (Hochschule) - Sozialversicherung“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Manche Richtungen im Studium sind stabiler als andere. Je mehr Deine Arbeit aus Risikomanagement, Statistik und Beratung besteht, desto kleiner ist der Anteil, den die Technik übernehmen könnte. Die Bearbeitung von Schäden steht dagegen beim Betriebswirt wie beim Kaufmann auf der Liste der ersetzbaren Tätigkeiten.

Das kann Software übernehmen
  • beim Betriebswirt für Versicherungen die Bearbeitung und Regulierung von Schäden, außerdem Kalkulation, Controlling, Kostenrechnung sowie Steuer- und Versicherungsrecht. Im Jahr 2013 lag der Wert noch bei 23 %, mit dem Stand der Technik 2022 dann bei 46 %
  • beim Kaufmann für Versicherungen und Finanzen, dem Ausbildungsberuf der Branche, 5 von 7 Kerntätigkeiten
  • beim Betriebswirt für Sozialversicherung nur 4 von 14: Kostenrechnung, Kalkulation, Controlling und Sozialversicherungsrecht. Nah an diesem Beruf arbeitest Du, wenn Du aus einem Sozialversicherungs-Studiengang zu einem Träger gehst
Das bleibt bei Dir
  • Versicherungsbetriebslehre, Versicherungsmathematik, Statistik, Marketing und Personalwesen
  • beim Kaufmann die Beratung der Kunden in Versicherungs- und Finanzfragen
  • in der Sozialversicherung das Klären von Versicherungsverhältnissen, die Rehabilitation, der Arbeitsschutz und die Gesundheitsökonomie
  • als Risikoanalytiker bei Versicherungen der größte Teil, dort liegst Du bei 3 von 8

Wie verlässlich sind diese Werte? Das IAB weist selbst darauf hin, dass der Futuromat technische Möglichkeiten zeigt und keine Prognose für Stellen ist. Ob ein Versicherer die Schadenbearbeitung weiter automatisiert, entscheidet jedes Unternehmen für sich, und auch dort, wo die Werte niedrig sind, wird sich die Arbeit verändern.

Im Gehaltsabschnitt oben hast Du gesehen, dass die Branche schon auf der Fachkraftebene gut zahlt. Mit dem Studium öffnest Du Dir vor allem den Weg zu den Aufgaben, die weniger automatisierbar sind.

Das Versicherungswirtschaft-Studium in Zahlen

233.231
Studierende
im ganzen Fach BWL, Wintersemester 2025/26
46,4 %
davon Frauen
in BWL
1,1 %
arbeitslos
Beruf Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 233.231 Studierenden in BWL:
29 %71 %
67.294
an Universitäten
165.937
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?57.491 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Versicherungs- und Finanzdienstleistungen“ (74.529 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 7.357 €
5.752 €untere 25 % daruntermehrobere 25 % ohne Angabe
Anders gesagt: ein Viertel verdient weniger als 5.752 €, die Mitte liegt bei 7.357 €. Wie viel das obere Viertel verdient, weist die Bundesagentur nicht aus: es liegt über der Grenze, bis zu der Gehälter an die Sozialversicherung gemeldet werden. Mit einer Berufsausbildung statt Studium liegt die Mitte in derselben Berufsgruppe bei 5.817 €.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2025

Passt das Versicherungswirtschaft-Studium zu Dir?

Passt, wenn Du …
  • gern mit Zahlen, Wahrscheinlichkeiten und Statistik arbeitest
  • Dir vorstellen kannst, ab dem ersten Semester in einem Betrieb mitzuarbeiten
  • Freude daran hast, komplizierte Regeln für andere verständlich zu machen
  • einen großen, stabilen Arbeitsmarkt einem Traumjob-Risiko vorziehst
Passt eher nicht, wenn Du …
  • noch offen lassen willst, in welche Branche Du gehst – dual legt Dich früh fest
  • ortsunabhängig studieren möchtest: ein Fernstudium gibt es in diesem Fach nicht
  • Mathematik und Recht aus dem Weg gehen willst
  • Dich zwischen öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft noch nicht entscheiden magst

Wenn Du noch unsicher bist, raten wir Dir, die Modulhandbücher von zwei, drei Hochschulen aus der Tabelle oben anzusehen, die frei im Netz stehen. Sprich außerdem mit jemandem, der in einem Versicherungshaus arbeitet, denn im dualen Studium ist Dein Arbeitgeber genauso wichtig wie die Hochschule.

Angebote fürs Studium per E-Mail

Du willst Versicherungswirtschaft studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.

  • Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
  • Stipendien und Förderprogramme
  • Praktika und Trainee-Programme
  • Gratis-Aktionen und Geld-Angebote

Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.

Häufige Fragen zum Versicherungswirtschaft-Studium

Was ist ein Versicherungswirtschaft-Studium?
Es ist ein wirtschaftswissenschaftliches Studium mit dem Schwerpunkt Versicherung. Du lernst Betriebswirtschaft, Recht und Statistik und wendest das auf Tarife, Risiken und Schäden an. Von den 19 Studiengängen, die wir gefunden haben, laufen 13 dual, also gemeinsam mit einem Unternehmen.
Wo kann ich Versicherungswirtschaft studieren?
In unserer Datenbank haben wir 19 Studiengänge an 16 Hochschulen in 15 Studienorten gefunden, darunter die HS Coburg mit 3 und die HWR Berlin mit 2 Angeboten. Die vollständige Liste findest Du oben in der Tabelle.
Gibt es ein Fernstudium Versicherungen?
Nein, leider nicht, denn keiner der 19 Studiengänge in unserer Datenbank ist ein Fernstudiengang. Berufsbegleitend kannst Du zwar studieren, etwa in Coburg, aber nicht ortsunabhängig. Wenn Du darauf angewiesen bist, kommst Du über ein BWL-Fernstudium in die Branche.
Wie viel verdient man nach dem Studium in der Versicherungsbranche?
In der Versicherungsbranche liegt der Verdienst auf der Fachkraftebene bei 5.817 €, als Spezialist bei 6.416 € und auf der Expertenebene bei 7.357 €, jeweils brutto im Monat. Diese Werte haben wir aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit für die Berufsgruppe Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, Stand 2025.
Was zahlt der Betrieb im dualen Studium?
Du bekommst von Deinem Betrieb eine Vergütung, deren Höhe sich von Haus zu Haus unterscheidet. Weil wir dafür keine geprüfte Zahl haben, nennen wir Dir hier auch keine. Frag am besten im Bewerbungsgespräch danach, denn die Unternehmen sagen es offen.
Versicherungsmakler: Studium nötig oder nicht?
Ein Studium ist dafür nicht vorgeschrieben, denn für die Zulassung verlangt der Gesetzgeber nur eine Sachkundeprüfung bei der Industrie- und Handelskammer. Mit einem Abschluss öffnest Du Dir aber die höheren Stufen der Berufsgruppe.
Ist Versicherungsmanagement dasselbe wie Versicherungswirtschaft?
Ja, inhaltlich meinen beide dasselbe. In unserer Liste heißen nur 5 der 19 Studiengänge wörtlich Versicherungswirtschaft, die anderen tragen Namen wie Versicherungsmanagement, Sozialversicherung oder „BWL – Versicherung“. Deshalb lohnt es sich, wenn Du unter mehreren Begriffen suchst.
Brauche ich einen Master?
Für den Einstieg brauchst Du keinen Master. Von den 19 Studiengängen in unserer Liste sind 16 Bachelor und nur 3 Master. Lohnen kann sich der Master, wenn Du auf die Expertenebene möchtest, denn dort liegt der mittlere Verdienst bei 7.357 € brutto im Monat.

Weiter zum Versicherungswirtschaft-Studium

  • Bestand, Hochschulen und Studienorte: eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 23.09.2026. Gezählt ist jeder Studiengang mit dem Fach-Tag Versicherungsmanagement oder dem Wort Versicherung im Titel; zwei Zeilen sind Varianten desselben Studiengangs an derselben Hochschule.
  • Gehalt: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 721 Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2025. Die Werte sind aus 342.926 (Fachkraft), 66.321 (Spezialist) und 74.529 (Experte) sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gerechnet.
  • Zur Vergütung im dualen Studium und zu Studiengebühren liegen uns keine geprüften Zahlen vor; wir nennen dort deshalb keine.

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