Was ist ein Eventmanager?
Eventmanager sind für die Konzeption, Planung und Durchführung von Veranstaltungen aller Art verantwortlich. Das können Events von Konzerten über Hochzeiten bis hin zu Galas sein. Dabei vereint der Beruf die Teilbereiche Konzeption, Marketing, Vertrieb und Projektmanagement. Die Berufsbezeichnung Eventmanager ist nicht geschützt. Es darf sich daher jeder, unabhängig von Ausbildung oder Berufserfahrung, Eventmanager oder Eventmanagerin nennen.
Was macht ein Eventmanager?
Als Event Manager planst, organisierst und betreust Du Veranstaltungen wie Messen, Lesungen, Sportturniere und Weihnachtsfeiern. Du sorgst dafür, dass diese reibungslos ablaufen und die Teilnehmer eine gute Zeit haben.
Du beginnst in der Regel damit, mit dem Kunden, der eine Veranstaltung ausrichten möchte, ausführlich zu sprechen und so eine Vorstellung für das Event zu bekommen. Dann machst Du Dich an die konkrete Planung aller Einzelheiten, wie zum Beispiel Personal, Location und Getränke. Am Tag der Veranstaltung bist Du vor Ort und kontrollierst stetig, ob alles so läuft, wie Du es vorher geplant hast.
Wie wird man Eventmanager?
Um Eventmanager werden zu können, stehen Dir diese Ausbildungswege offen:
Bachelorstudium
Du kannst einen Bachelor im Bereich Eventmanagement absolvieren. Dabei stehen Dir Studiengänge wie „Medien- und Eventmanagement”, „Tourismus- und Eventmanagement” und „Eventmanagement und Entertainment” zur Auswahl. In der Regel studierst Du diese Fächer an einer Fachhochschule. Nur wenige Universitäten bieten Studiengänge im Eventmanagement an. Daneben kannst Du Dich für ein betriebswirtschaftliches Studium entscheiden und Dir über Praktika die entsprechende berufliche Qualifikation aneignen.
Entscheidest Du Dich für ein Studium an einer Universität, musst Du das Abitur mitbringen. Für das Studium an einer Fachhochschule reicht oftmals das Fachabitur aus. Einen NC findest Du in der Regel an keiner der Ausbildungsstätten. Allerdings nehmen die Hochschulen stattdessen ein internes Auswahlverfahren vor. Wie dies aussieht, ist von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. Häufig musst Du im Rahmen einer Gruppenarbeit Deine Fähigkeiten und Motivation beweisen. Auch ein persönliches Gespräch kann Teil des Auswahlverfahrens sein. Hast Du kein Abitur, ist der Traum vom Studium trotzdem noch nicht geplatzt. Denn: Du hast Chancen auf einen Studienplatz an einer Fachhochschule, wenn Du eine Ausbildung im Bereich Eventmanagement mitbringst und mindestens 3 Jahre in einem relevanten Job gearbeitet hast.
Damit Du den für Dich richtigen Studiengang findest, schaue am besten in die kostenlosen Infobroschüren der Hochschulen. Diese zeigen Dir auf einen Blick, wo Du mit Deinen Interessen und Fähigkeiten besonders gut aufgehoben bist.
Top 5 Studiengänge
International Business (B.A.) - Schwerpunkt Eventmanagement
Standorte:
- Heidelberg
Masterstudium
Nach Deinem Bachelor kannst Du einen Master im Eventmanagement absolvieren. In der Praxis macht das jedoch kaum ein Student. Denn: In der Regel ist der Bachelor bereits so spezialisiert, dass Dich dieser ideal auf den Beruf vorbereitet. Das sehen auch Personaler so: Sie stufen praktische Erfahrungen als deutlich wichtiger ein als einen Master. Lediglich Bachelorabsolventen, die in den konzeptionellen oder strategischen Bereich einer Agentur möchten, sollten einen Master absolvieren.
Entscheidest Du Dich für einen Master, stehen Dir derzeit 6 Studiengänge zur Auswahl. Auf Dich warten „International Sport und Event Management” an der University of Applied Sciences Europe, „International Tourism & Event Management” an der Hochschule Fresenius, „Eventmarketing/Live-Kommunikation” an der Technischen Universität Chemnitz, „Sport- und Eventmanagement” an der Stensington Internationale Management Akademie sowie „Management und Marketing in Event, Sport, Gesundheit” und „Management und Marketing: Sport, Event, Gesundheit” an der Hochschule Mittweida. Für die Zulassung benötigst Du einen Bachelor im Eventmanagement oder in einem verwandten Bereich. Einen NC gibt es für diese Fächer in der Regel nicht. Bei einer hohen Bewerberzahl kann dieser ausnahmsweise bei 2,5 oder höher liegen. Darüber hinaus musst Du für einen Masterplatz oftmals auch gute Englischkenntnisse mitbringen. In der Regel dauert der Master 4 Semester. Hast Du Deinen Abschluss in der Tasche, steigst Du bei vielen Arbeitgebern mit einem höheren Gehalt ein. Sie zahlen Dir beim Berufseinstieg dann bis zu 20 % mehr.
Ausbildung zum Eventmanager
Du kannst eine Ausbildung zum Eventmanager oder Veranstaltungskaufmann bzw. zur Veranstaltungskauffrau absolvieren. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Für die Ausbildung ist formal kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; in der Praxis bevorzugen die meisten Betriebe jedoch Bewerber mit mittlerer Reife oder Abitur, teils auch mit guten Englischkenntnissen. Einige Ausbildungsstätten lassen Dich auch mit Hauptschulabschluss zu, teilweise wird zusätzlich eine abgeschlossene Ausbildung in einem themenverwandten Bereich vorausgesetzt. War früher eine Ausbildung zum Eventmanager der übliche Bildungsweg, ist heute ein Studium gängiger.
Bei guten schulischen Voraussetzungen lässt sich die Ausbildung verkürzen: Mit mittlerem Bildungsabschluss ist eine Verkürzung um bis zu 6 Monate möglich, mit Abitur oder Fachhochschulreife um bis zu 12 Monate. Den Antrag stellen Ausbildungsbetrieb und Auszubildende gemeinsam bei der zuständigen Kammer, die über die Verkürzung entscheidet. Bei nachgewiesenen guten Leistungen kann zusätzlich eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung erfolgen. Eine vorgeschriebene Mindestausbildungszeit darf dabei jedoch nicht unterschritten werden.
Zu den Ausbildungsinhalten gehören das Konzipieren, Organisieren sowie das kaufmännische Vor- und Nachbereiten von Veranstaltungen wie Messen, Kongressen, Konzerten und Ausstellungen. Ebenso lernst Du, Dienstleister, Budgets und Technik zu koordinieren. Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Veranstaltungskaufmann nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Die Ausbildungsvergütung ist stark branchen- und tarifabhängig. Ein Anbieter nennt für Deutschland eine Vergütung von rund 1.148 € im 1. Jahr, 1.275 € im 2. Jahr und 1.350 € im 3. Jahr. Nach dem Tarifvertrag für Auszubildende im öffentlichen Dienst (TVAöD) liegt sie im 1. Jahr bei 1.100 bis 1.218 €, im 2. Jahr bei 1.200 bis 1.268 € und im 3. Jahr bei 1.300 bis 1.314 €. Greift kein Tarifvertrag, gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung nach § 17 BBiG, die für 2026 bei 724 € (1. Jahr), 854 € (2. Jahr) und 977 € (3. Jahr) liegt. Nach der Ausbildung wird der Einstiegsverdienst mit rund 2.495 € brutto pro Monat angegeben.
Berufserfahrung
Nicht alle Eventmanager am Markt können eine Ausbildung oder ein Studium im Eventmanagement oder einem fachähnlichen Bereich aufweisen. Es finden sich daher auch Quereinsteiger in der Branche, die sich über ausreichend Berufserfahrung qualifiziert haben.
Fernlehrgangsempfehlungen
Ausbildungsplätze
Wo arbeitet ein Eventmanager?
Du kannst nach Deiner Eventmanager-Ausbildung sowohl als Selbstständiger als auch als Angestellter zum Beispiel für diese Arbeitgeber tätig werden:
- Eventagenturen
- Industrieunternehmen
- Catering-Unternehmen
- Messeveranstalter
- Kommunale Einrichtungen
- Kongressagenturen
In der Regel beginnst Du als Studienabsolvent als Angestellter, um erste Berufserfahrung zu sammeln. Nach einigen Jahren lockt viele Berufstätige jedoch die Selbstständigkeit, da sie sich so die Veranstaltungen heraussuchen können, die ihnen besonders liegen.
Wie sieht der Arbeitsalltag aus?
Hast Du Deine Eventmanager-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, wartet auf Dich ein abwechslungsreicher Arbeitsalltag. In der Regel gehören dabei diese Eventmanager-Aufgaben dazu:
Ein zentrales Merkmal des Berufs sind flexible und unregelmäßige Arbeitszeiten. Da viele Veranstaltungen abends und am Wochenende stattfinden, gehören Einsätze außerhalb der klassischen Bürozeiten zum Alltag. Neben der eigentlichen Veranstaltungsplanung nimmt zudem ein hoher Anteil an Bürokratie, Vertragsangelegenheiten sowie das Einholen von Genehmigungen und Lizenzen viel Raum ein.
Wie sieht der Arbeitsplatz aus?
Um Deinen Eventmanager-Aufgaben nachzugehen, verbringst Du für die Planung von Events viel Zeit am Computer und am Telefon. Du sorgst so für die Vorarbeit, um die Veranstaltung erfolgreich zu realisieren. Darüber hinaus bist Du für die Durchführung von Events vor Ort. Das kann beispielsweise, abhängig von der Art des Events, eine Konzerthalle, eine Hochzeits-Location oder ein Sportplatz sein.
Was verdient ein Eventmanager?
Wie viel genau Du nach Deiner Event Manager Ausbildung verdienst, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Großen Einfluss darauf haben Deine Eventmanager-Ausbildung (Bachelor oder Master), Deine Berufserfahrung, Größe und Standort Deines Arbeitgebers sowie Dein Verhandlungsgeschick. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt nach der Uni liegt bei ca. 2.500 bis 2.800 € brutto monatlich. Mit einer Ausbildung im Eventmanagement startest Du oftmals mit einem Gehalt von 2.400 € und weniger. Der Median des Bruttomonatsgehalts liegt laut Statistischem Bundesamt bei 4.165 €. Spitzenverdiener, die bereits viele Jahre Berufserfahrung aufweisen können, kommen auf 5.000 € brutto monatlich.
Dein Verdienst hängt auch von Deinem Abschluss ab. Laut Statistischem Bundesamt liegt der Median mit einem Bachelorabschluss bei 4.165 € brutto im Monat, mit einem Masterabschluss dagegen bei 6.079 € und mit einer Promotion bei 7.059 €. Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung liegt der Median bei 3.772 €, mit einem Meistertitel bei 4.498 €. Ein Master kann sich damit finanziell deutlich auszahlen.
Wer die Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann bzw. zur Veranstaltungskauffrau abschließt, verdient im Schnitt weniger als ein Eventmanager mit Studienabschluss. Laut Statistischem Bundesamt liegt der Median für Veranstaltungskaufleute in Deutschland bei rund 3.438 € brutto im Monat, erfahrene Fachkräfte kommen auf über 4.000 €. Die Werte schwanken jedoch je nach Quelle und Erhebungsmethode erheblich.
Wo finde ich einen Job als Eventmanager?
Wie sind die Berufsaussichten für Eventmanager?
Die Eventindustrie boomt dank einer steigenden Nachfrage aus Sport, Kultur und Wirtschaft. Du findest daher zahlreiche Ausschreibungen für den Job als Eventmanager oder als Eventmanagerin. Gleichzeitig ist Deine Konkurrenz groß, da es viele qualifizierte Eventmanager am Markt gibt. Du kannst Dich dabei neben einer Ausbildung zum Eventmanager vor allem durch praktische Erfahrungen von Deinen Konkurrenten abheben. Denn: Arbeitgeber fordern für den Job des Eventmanagers Berufserfahrung.
Welche Spezialisierungen gibt es?
Die Ausbildung zum Eventmanager bzw. zur Eventmanagerin bereitet Dich bereits auf eine sehr spezielle Tätigkeit vor, sodass es nur zwei entscheidende Ausprägungen des Berufs gibt:
- Hochzeitsplaner: Als Hochzeitsplaner planst Du Hochzeiten für Paare, die zeitlich stark eingespannt sind und sich daher nicht selbst darum kümmern können. Dabei sammelst Du zunächst die Vorstellungen und Wünsche des heiratenden Paares. Du klärst daher zum Beispiel Themen wie Location, Deko, Hochzeitstorte, Blumen, DJ, Band und Hochzeitsspiele. Hast Du ihre Präferenzen vorliegen, holst Du entsprechende Angebote ein und legst sie dem Paar vor. Hat es sich entschieden, bereitest Du die gesamte Hochzeit nach ihren Wünschen vor. Am Tag der Hochzeit bist Du selbst vor Ort und sorgst für einen reibungslosen Ablauf.
- Eventmanager für Festivals: Du kannst Dich nach Deiner Eventmanager-Ausbildung auf die Organisation von Festivals spezialisieren. Dabei überlegst Du, welche Künstler und Musiker für das Event infrage kommen und fragst ihre Verfügbarkeit an. Daneben organisierst Du die Location, Personal, Bühnen, Getränke sowie die Promotion der Veranstaltung. Am Tag des Events bist Du vor Ort und kontrollierst, ob alles nach Plan läuft. Sollten Fragen oder Probleme aufkommen, bist Du der Ansprechpartner dafür.
Passt der Beruf Eventmanager zu mir?
Damit Du als Eventmanager oder Eventmanagerin erfolgreich bist, solltest Du diese Fähigkeiten mitbringen:
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