Naturwissenschaften Studium: Gehalt & Karriere

AnzeigeBiosciences (B.Sc.)Hochschule Fresenius · Vollzeit · IdsteinKostenlos und unverbindlich · ohne NC

Infomaterial anfordern ›

Naturwissenschaften studieren - auf einen Blick
Gibt es das Fach überhaupt?Kaum. „Naturwissenschaften“ ist eine Fächergruppe, keine Studienrichtung.Nur 16 Studiengänge in Deutschland tragen den Fachnamen wirklich im Titel. Die meisten Naturwissenschaftler studieren Chemie, Physik, Biologie oder Geowissenschaften.
Brauche ich einen NC?Teils: 2 von 10 Bachelor haben einen NC, 8 sind zulassungsfrei.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?An 12 Hochschulen in 12 Orten.16 Studiengänge, davon 10 Bachelor, 5 Master und 1 Promotion – die vollständige Liste steht gleich unten.
Wie komme ich rein?Meist ohne Zulassungsbeschränkung.8 der 10 Bachelor sind zulassungsfrei, 2 sind zulassungsbeschränkt. Unter diesem Namen gibt es kein Fernstudium und genau 1 duales Angebot.
Was verdienst Du damit?Das hängt am Fach, nicht an der Gruppe.Auf Expertenebene: Chemie 7.207 €, Physik 6.800 €, Biologie 6.007 € brutto im Monat (Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, 2024).
Inhalt11 Abschnitte
  1. Wo kann ich Naturwissenschaften studieren?
  2. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  3. Naturwissenschaft und Technik: das Fach als Ganzes
  4. Welche Fächer gehören zu den Naturwissenschaften?
  5. Wie läuft das Studium ab?
  6. Was kannst Du mit Naturwissenschaften werden?
  7. Was verdienst Du mit Naturwissenschaften?
  8. Naturwissenschaften und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
  9. Das Naturwissenschaften-Studium in Zahlen
  10. Häufige Fragen
  11. Quellen

Wo kann ich Naturwissenschaften studieren?

Wenn Du Naturwissenschaften unter genau diesem Namen studieren möchtest, findest Du sie in Deutschland meist an Universitäten, fast immer vor Ort und häufig als Angewandte Naturwissenschaften. Das Angebot ist zwar klein, dafür kommst Du im Bachelor meist ohne NC hinein.

Diese Hochschulen sind Werbepartner von myStipendium.
1
Hochschule Fresenius
Biosciences (B.Sc.)
Hochschule Fresenius · Vollzeit · Idstein
  • Bachelor of Science, Präsenzstudium
  • in Idstein, 8 Semester Regelstudienzeit
  • ohne Numerus clausus
ohne NC
2
Hochschule Fresenius
Angewandte Chemie (B.Sc.)
Hochschule Fresenius · Vollzeit
ohne NC
3
PFH Göttingen
Food- und Agribusiness Management (B.A.)
PFH Göttingen · Fernstudium
ohne NC
4
IU Internationale Hochschule
Agrarmanagement (B.Sc.)
IU Internationale Hochschule · Fernstudium
ohne NC
5
Wilhelm Büchner Hochschule
Materials Science (B.Eng.)
Wilhelm Büchner Hochschule · Fernstudium
ohne NC
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Angewandte NaturwissenschaftTU FreibergFreibergBachelor of Arts
Angewandte Naturwissenschaften und TechnikHochschule TrierHoppstädten-WeiersbachBachelor of Arts
Geschichte der NaturwissenschaftenUni HamburgHamburgBachelor of Arts
Grundlagen der Naturwissenschaft und der TechnikUni WuppertalWuppertalBachelor of Arts
Naturwissenschaft und TechnikKIT KarlsruheKarlsruheBachelor of Education
Du siehst 10 von 21 Einträgen.Alle 21 ansehen →Weniger anzeigen ↑
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Angewandte NaturwissenschaftenUni WuppertalWuppertalBachelor of Science
Angewandte NaturwissenschaftenUni KoblenzKoblenzBachelor of Science
Angewandte Naturwissenschaften (Schwerpunkt Chemie in den Lebens- und Materialwissenschaften)HS Zittau/GörlitzZittauBachelor of Science
Angewandte Naturwissenschaften (Schwerpunkt Chemie in den Lebens- und Materialwissenschaften), dualHS Zittau/GörlitzZittauBachelor of Science
Naturwissenschaften in der InformationsgesellschaftTU BerlinBerlinBachelor of Science
Naturwissenschaft und TechnikUni TübingenTübingenMaster of Education
Naturwissenschaft und TechnikKIT KarlsruheKarlsruheMaster of Education
Angewandte NaturwissenschaftTU FreibergFreibergMaster of Science
Naturwissenschaftliche InformatikUni BielefeldBielefeldMaster of Science
Naturwissenschaftliche InformatikUni MainzMainzMaster of Science
NaturwissenschaftenUni HohenheimStuttgartPromotion

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 22.09.2026; gezählt sind Studiengänge mit dem Fach-Tag Naturwissenschaft bzw. Naturwissenschaftliche Informatik sowie alle, die den Fachnamen im Titel tragen – ohne Zertifikatskurse.

So kannst Du Naturwissenschaften studieren
Studiengänge nach Studienform
15
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
1
dual
Studium mit Praxisphasen im Unternehmen
–
im Fernstudium
ein Fernstudium gibt es im Fach nicht

Die größte Gruppe bilden die „Angewandten Naturwissenschaften“, die Du in Zittau als einziges duales Angebot des Fachs studieren kannst. Ein Fernstudium gibt es in diesem Fach nicht.

Abseits der Angewandten Naturwissenschaften
Geschichte statt LaborAn der Uni Hamburg beschäftigst Du Dich in „Geschichte der Naturwissenschaften“ damit, wie das Wissen entstanden ist, und weniger mit der Arbeit im Labor.
Zwischen Rechner und LaborAn der TU Berlin, der Uni Bielefeld und der Uni Mainz findest Du mit „Naturwissenschaften in der Informationsgesellschaft“ und „Naturwissenschaftliche Informatik“ ein Grenzfach, das die wenigsten kennen.
LehramtWenn Du Lehrerin oder Lehrer werden willst, kannst Du am KIT Karlsruhe (Bachelor und Master) und an der Uni Tübingen (Master) den Lehramtsweg gehen.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Formal brauchst Du Abitur, Fachabitur oder eine vergleichbare Qualifikation, und 8 von 10 Bachelor-Studiengängen sind zulassungsfrei. Die Hürde beim Zugang ist also niedrig. Anstrengend wird es erst später, wenn Du mitten im Studium steckst.

Die zwei Wege zum Studienplatz
Vom häufigsten zum selteneren Weg
1. Zulassungsfrei einschreiben
Von den 10 Bachelor-Studiengängen sind 8 zulassungsfrei. Wer gezielt Studiengänge ohne NC sucht, ist hier also richtig: Deine Abiturnote entscheidet in den meisten Fällen nicht über den Platz.
2. Über die Zulassungsbeschränkung
Nur 2 Bachelor sind zulassungsbeschränkt. Nur dort spielt Deine Note bei der Vergabe der Plätze eine Rolle.

Das merkst Du vor allem am Stundenplan, der voller ist als in den meisten anderen Studiengängen. Ortsungebunden kannst Du das Studium nicht absolvieren, weil es unter dem Namen Naturwissenschaften kein Fernstudium gibt. Wenn Du in der Schule mit Mathe und Physik gut zurechtkamst, sagt das mehr darüber, ob Du hier klarkommst, als jede Zulassungsregel.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Mit Fachabitur: reicht formal genauso wie das Abitur
  • Mit einer vergleichbaren Qualifikation
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Mathematik - nicht nur bestanden, sondern verstanden. Der Anteil ist hoch, auch wo Du ihn nicht erwartest, in der Biologie zum Beispiel als Statistik
  • Sorgfalt im Labor - Du misst, prüfst und dokumentierst: Laborpraktika laufen mit Anwesenheitspflicht, Protokollen und festen Terminen
  • Ausdauer - die Frage muss Dich noch interessieren, wenn die Antwort drei Semester dauert. In die Forschung führt der Weg über Master und Promotion
  • Bereitschaft, Dich festzulegen - ein breites Studium ohne Festlegung bietet diese Fächergruppe nur im Lehramt

Naturwissenschaft und Technik: das Fach als Ganzes

Wenn Du die Naturwissenschaften im Ganzen studierst, wirst Du meistens Lehrerin oder Lehrer. Nur im Lehramt studierst Du die Naturwissenschaften wirklich als Ganzes, weil Du sie später unterrichten sollst. In allen anderen Studiengängen entscheidest Du Dich schon früh für ein einzelnes Fach.

Drei Wege durch die Fächergruppe
je nachdem, ob Du unterrichten, Dich festlegen oder noch offen bleiben willst
Unterrichten: Naturwissenschaft und Technik
Vier der 16 Studiengänge heißen „Naturwissenschaft und Technik“ und führen auf einen Bachelor oder Master of Education. Du belegst dieses Fach am KIT Karlsruhe (Bachelor und Master) oder an der Uni Tübingen (Master) und kombinierst es im Lehramt mit einem zweiten Fach.
Festlegen: ein Einzelfach
Das ist kein Nachteil. Ein Chemiker, der drei Jahre lang Chemie gerechnet und titriert hat, ist auf dem Arbeitsmarkt leichter einzuordnen als jemand mit einem Abschluss, den die Personalabteilung erst nachschlagen muss.
Noch offen: Angewandte Naturwissenschaften
Wenn Du Dich zwischen den Fächern noch nicht entscheiden kannst, sind die breit angelegten „Angewandten Naturwissenschaften“ aus der Tabelle oben die passende Zwischenstation. Sie starten fachübergreifend und lassen Dich später vertiefen.

Welche Fächer gehören zu den Naturwissenschaften?

Mit „Naturwissenschaften“ ist eine ganze Gruppe von Fächern gemeint und keine einzelne Studienrichtung. Eine Naturwissenschaft erklärt die Natur über Beobachtung, Experiment und Messung, und was sie behauptet, muss sich nachrechnen und im Labor wiederholen lassen. Darin unterscheidet sie sich von den Geisteswissenschaften, die mit Hermeneutik arbeiten, also mit dem Deuten von Texten und Quellen. Deshalb ist „Naturwissenschaften“ auch ein Sammelbegriff geblieben, der mehrere Fächer mit derselben Methode meint und eben keinen einzelnen Studiengang.

Getragen wird die Gruppe von diesen vier Fächern. Zu jedem haben wir einen eigenen Artikel geschrieben, in dem Du die passenden Hochschulen und eigene Zahlen findest:

Dazu kommt die Mathematik, die streng genommen keine Naturwissenschaft ist, weil sie nichts misst, die Du aber in allen vier Fächern als Werkzeug brauchst. Viele naturwissenschaftliche Studiengänge, die Du im Netz findest, sind außerdem auf ein Teilgebiet zugeschnitten. Wir haben sie Dir hier eingeordnet:

TeilgebietWo Du es findest
Biochemiezwischen Chemie und Biologie
Neurowissenschaften-Studiumzwischen Biologie und Medizin
Materialwissenschaftenzwischen Chemie und Physik
ForensikWer Forensik studieren will, landet meist in der Chemie oder Biologie.
Ornithologie-Studiumin der Regel kein eigener Bachelor, sondern ein Schwerpunkt innerhalb der Biologie

Vielleicht fragst Du Dich, welche naturwissenschaftlichen Studiengänge Zukunft haben. Seriös vorrechnen kann Dir das niemand, weil es dazu keine belastbaren Prognosen gibt. Zeigen können wir Dir aber, was in den einzelnen Fächern heute gezahlt wird, und das findest Du weiter unten beim Gehalt.

Hochschule Fresenius
Angewandte Chemie (B.Sc.) ohne NC studieren
Hochschule Fresenius · Vollzeit

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.

Infomaterial anfordern

Wie läuft das Studium ab?

Zuerst lernst Du die Grundlagen, und erst dann entscheidest Du Dich. Ein naturwissenschaftliches Studium beginnt fast überall gleich, nämlich mit Mathematik, den Grundlagen von Chemie, Physik und Biologie und dem ersten Laborpraktikum. Erst danach trennen sich die Wege. Bei den „Angewandten Naturwissenschaften“ aus der Tabelle oben dauert diese gemeinsame Phase länger als in einem reinen Chemie-Studium oder Physik-Studium. Für Dich ist das Vorteil und Preis zugleich, denn Du kannst Dich später festlegen, hast aber weniger Zeit für die Vertiefung.

1. Grundlagen
Mathematik, Statistik, Allgemeine und Anorganische Chemie, Experimentalphysik, Biologie. Dazu die ersten Praktika im Labor. Hier entscheidet sich für viele, ob das Fach passt.
2. Vertiefung
Du wählst einen Schwerpunkt – in Zittau zum Beispiel Chemie in den Lebens- und Materialwissenschaften, in Berlin, Bielefeld und Mainz die Richtung Informatik. Ergänzungskurse wie BWL für Naturwissenschaftler oder Projektmanagement sind üblich; sie sind oft der Unterschied zwischen Labor und Leitung.
3. Praxis
Praxissemester, Industriepraktikum oder – im dualen Angebot der HS Zittau/Görlitz – feste Betriebsphasen von Anfang an. Im Lehramt tritt hier das Schulpraktikum an diese Stelle.
4. Bachelorarbeit
Meist eine eigene Messreihe oder Versuchsserie, oft in einer Arbeitsgruppe oder in einem Unternehmen. Abschluss ist je nach Studiengang ein Bachelor of Science, Bachelor of Arts oder Bachelor of Education.
5. Master – meistens
Einen Master Naturwissenschaften ohne Zusatz gibt es nicht. 5 der 16 Studiengänge sind Master, sie heißen Angewandte Naturwissenschaft (TU Freiberg), Naturwissenschaftliche Informatik (Bielefeld, Mainz) oder Naturwissenschaft und Technik im Lehramt. Für die Forschung kommt danach die Promotion – an der Uni Hohenheim steht sie sogar als eigener Eintrag in der Liste.

Ein Fernstudium der Naturwissenschaften haben wir nicht gefunden, und das liegt an den Laborpraktika, die Du nicht von zu Hause aus ablegen kannst. Wenn Du ortsunabhängig studieren musst, kommst Du eher mit einem Einzelfach mit theoretischem Schwerpunkt ans Ziel als mit dieser Fächergruppe.

Was kannst Du mit Naturwissenschaften werden?

Naturwissenschaftliche Berufe gibt es viele, den einen typischen Beruf aber nicht. Einen Beruf „Naturwissenschaftler“ gibt es nicht, so wie es auch einen Studiengang Naturwissenschaften im engeren Sinn kaum gibt. Wo Du landest, hängt von Deinem Fach ab und davon, ob Du lieber im Labor, am Rechner, im Gelände oder vor einer Klasse arbeiten willst. Den größten Teil decken diese sechs naturwissenschaftlichen Berufsfelder ab:

Wissenschaftler in der ForschungDu planst Experimente, wertest Messreihen aus und veröffentlichst die Ergebnisse. Der Weg führt fast immer über den Master und meistens weiter in die Promotion – einen der 16 Studiengänge gibt es deshalb auch direkt als Promotion (Uni Hohenheim).HochschuleInstitutMaster nötig
Labor, Analytik und QualitätssicherungIn Chemie-, Pharma- und Lebensmittelbetrieben prüfst Du Proben, dokumentierst Verfahren und hältst Grenzwerte ein. Das ist der häufigste Einstieg aus den „Angewandten Naturwissenschaften“.IndustrieBachelor reicht oft
Lehrer für Naturwissenschaft und TechnikMit dem Master of Education unterrichtest Du an einer Schule. Dieser Weg ist der einzige, für den die Fächergruppe als Ganzes ausgebildet wird.SchuleMaster of Education
Daten und Software in der ForschungGleich drei der 16 Studiengänge zielen genau hierauf: zweimal „Naturwissenschaftliche Informatik“ (Bielefeld, Mainz) und „Naturwissenschaften in der Informationsgesellschaft“ (TU Berlin). Simulationen rechnen, Messdaten auswerten, Laborsoftware bauen.ForschungIT
Umwelt, Energie und RohstoffeGutachten, Messungen, Genehmigungsverfahren – bei Behörden, Ingenieurbüros und Energieversorgern. Typisch für Geowissenschaftler und für Absolventen der TU Freiberg.BehördeIngenieurbüro
Wissenschaftsjournalismus und BeratungDu übersetzt Fachliches für Laien – als Journalist, in der Unternehmenskommunikation oder in der Beratung. Dafür hilft ein zweites Standbein; viele hängen einen BWL-Anteil oder einen Master mit Wirtschaftsbezug dran.MedienBeratungBWL hilft

Uns ist aufgefallen, wie oft der Weg über den Master führt. Von den 16 Studiengängen, die wir gefunden haben, sind 5 Master und einer eine Promotion, denn in der Forschung ist der Bachelor selten der Endpunkt. Wenn Du dagegen in Labor, Produktion oder Qualitätssicherung arbeiten willst, ist der Bachelor ein ganz normaler Einstieg.

AnzeigeBiosciences (B.Sc.)Hochschule Fresenius · Vollzeit · IdsteinKostenlos und unverbindlich · ohne NC

Infomaterial anfordern ›

Was verdienst Du mit Naturwissenschaften?

Dein Gehalt hängt von Deinem Fach ab und nicht von der Fächergruppe. Bei der Bundesagentur für Arbeit gibt es keine Berufsgruppe „Naturwissenschaften“. Dort stehen Chemie, Physik und Biologie getrennt, und die drei liegen deutlich auseinander. Wenn Dir jemand eine einzige Zahl als Naturwissenschaftler-Gehalt nennt, hat er sich also für eines der Fächer entschieden, ohne es zu sagen. Wir zeigen Dir deshalb alle drei, jeweils auf Expertenebene:

Brutto im Monat, nach Fach
Expertenebene, Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024
Chemie27.711 Beschäftigte
7.207 €
Physik15.321 Beschäftigte
6.800 €
Biologie17.061 Beschäftigte
6.007 €

Zwischen Chemie und Biologie liegen 1.200 € im Monat, obwohl die Ausbildungsdauer und die Methode dieselben sind. Mit der Qualität des Fachs hat das nichts zu tun, es ist eine Frage des Arbeitsmarkts. Wer Chemie oder Physik studiert hat, arbeitet näher an der Industrie, wer Biologie studiert hat, eher an Hochschulen und bei der öffentlichen Hand.

So liest Du die Zahlen
Die Kachel oben steht für ChemieSie zeigt 7.207 €, weil die größte Gruppe der 16 Studiengänge chemisch-materialwissenschaftlich ausgerichtet ist. Über Physiker oder Biologen sagt sie deshalb nichts aus.
Spezialgebiete zählen zur ChemieWenn Du nach einem Materialwissenschaften-Gehalt oder einem Wert für die Forensik suchst, findest Du keinen eigenen, weil solche Felder in der Berufsgruppe Chemie mitgezählt werden.

Auf Dauer zählt für Dein Gehalt aber noch mehr als das Fach, auf welcher Stufe Du arbeitest. Wie groß der Abstand ist, zeigen wir Dir am Beispiel der Chemie:

Brutto im Monat, Berufsgruppe Chemie
nach Anforderungsniveau, Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024
Helferebene56.971 Beschäftigte
3.679 €
Fachkraftebene133.720 Beschäftigte
4.929 €
Spezialistenebene20.249 Beschäftigte
6.507 €
Expertenebene27.711 Beschäftigte
7.207 €

Zwischen Fachkraft- und Expertenebene liegen 2.278 € im Monat. Die Expertenebene setzt in der Regel einen Master voraus, oft eine Promotion. Zugleich ist die Fachkraftebene mit 133.720 Beschäftigten die mit Abstand größte Gruppe – die 7.207 € sind also kein Einstiegsgehalt, sondern ein Ziel. Innerhalb jeder Stufe liegen unteres und oberes Viertel weit auseinander; Branche, Region und Betriebsgröße machen einen großen Unterschied.

Alle Gehaltszahlen: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024. Bruttowerte pro Monat für Vollzeitbeschäftigte.

Naturwissenschaften und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: Gut, solange Du Versuche planst und auswertest, denn das gilt in Chemie, Biologie und Physik als nicht automatisierbar, während das IAB bei der reinen Laborroutine deutlich mehr Potenzial sieht. Wir haben dafür im Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen, der für jeden Beruf berechnet, welcher Anteil seiner Kerntätigkeiten nach dem Stand der Technik von Maschinen erledigt werden könnte. Weil es den Beruf „Naturwissenschaftler“ nicht gibt, schauen wir auf die drei großen Fächer, und beim Chemiker sind es 2 von 9.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Physiker
6 von 15
Kerntätigkeiten automatisierbar
Programmieren, Messen und Vertrieb
Chemiker
2 von 9
Kerntätigkeiten automatisierbar
Laborarbeit und Messverfahren
Biologe
1 von 14
Kerntätigkeiten automatisierbar
Nur die Laborarbeit
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Physiker/in“, „Chemiker/in“ und „Biologe/Biologin“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Wo setzt die Automatisierung an? Vor allem im Labor. Wie weit die Technik dort schon reicht, siehst Du am Chemielaboranten, bei dem 7 von 9 Kerntätigkeiten als ersetzbar gelten, also 78 Prozent. Wenn Du mit dem Bachelor in Labor, Analytik oder Qualitätssicherung einsteigst, raten wir Dir deshalb, früh darauf zu achten, dass Du Versuche planst und auswertest und sie nicht nur abarbeitest.

Das kann Software übernehmen
  • In allen drei Berufen: Laborarbeiten und Labortechnik
  • Chemiker: zusätzlich die chemischen Mess- und Untersuchungsverfahren
  • Physiker: unter anderem das Programmieren, physikalische Mess- und Prüfverfahren und den technischen Vertrieb. Falls Dich die Daten- und Softwarerichtung reizt, die wir oben bei den Berufen beschrieben haben, betrifft Dich das ebenfalls.
Das bleibt bei Dir
  • Überall: Forschung, Entwicklung sowie das Durchführen und Auswerten von Versuchen
  • Physiker: die angewandte und theoretische Physik
  • Lehramt: Wenn Du über den Master of Education Lehrerin oder Lehrer für Naturwissenschaften und Technik wirst, weist der Futuromat 0 von 5 Kerntätigkeiten als ersetzbar aus.

Gestiegen ist nur die Physik. Der Wert des Physikers ist von 22 Prozent im Jahr 2013 auf 40 Prozent im Jahr 2022 gestiegen. Der Chemiker blieb dagegen über alle Jahre bei 22 Prozent, und der Biologe sank sogar von 9 auf 7 Prozent.

Das IAB betont bei all diesen Werten, dass es nur das technisch Mögliche beschreibt. Ein hoher Wert bedeutet also nicht das Ende eines Berufs, und auch bei einem niedrigen Wert kann sich Deine Arbeit verändern.

Das Naturwissenschaften-Studium in Zahlen

10.241
Studierende
Wintersemester 2025/26
50,6 %
davon Frauen
Wintersemester 2025/26
3,7 %
arbeitslos
Beruf Chemie, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 10.241 Studierenden:
81 %19 %
8.257
an Universitäten
1.984
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?2.484 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Chemie“ (27.711 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 7.207 €
5.443 €untere 25 % daruntermehrobere 25 % ohne Angabe
Anders gesagt: ein Viertel verdient weniger als 5.443 €, die Mitte liegt bei 7.207 €. Wie viel das obere Viertel verdient, weist die Bundesagentur nicht aus: es liegt über der Grenze, bis zu der Gehälter an die Sozialversicherung gemeldet werden. Mit einer Berufsausbildung statt Studium liegt die Mitte in derselben Berufsgruppe bei 4.929 €.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024
PFH Göttingen
Food- und Agribusiness Management (B.A.) ohne NC studieren
PFH Göttingen · Fernstudium

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.

Infomaterial anfordern

Häufige Fragen

Kann ich „Naturwissenschaften“ als Studiengang studieren?
Das geht nur sehr eingeschränkt. Wir haben 16 Studiengänge an 12 Hochschulen gefunden, die den Fachnamen wirklich im Titel tragen, und 4 davon sind Lehramtsstudiengänge „Naturwissenschaft und Technik“. Die übrigen heißen meist „Angewandte Naturwissenschaften“. Wenn Du die Naturwissenschaft im üblichen Sinn studieren willst, entscheidest Du Dich für Chemie, Physik, Biologie oder Geowissenschaften.
Was ist eine Naturwissenschaft?
Eine Naturwissenschaft ist ein Fach, das die Natur mit Beobachtung, Experiment und Messung erklärt und seine Aussagen überprüfbar macht. Zu den Kernfächern gehören Chemie, Physik, Biologie und die Geowissenschaften. Die Mathematik zählt man gewöhnlich nicht dazu, weil sie nichts misst, trotzdem brauchst Du sie in jedem dieser Fächer.
Welche naturwissenschaftlichen Berufe gibt es?
Du kannst in der Forschung an einer Hochschule oder einem Institut arbeiten oder in der Industrie im Labor und in der Qualitätssicherung. Mit Lehramtsabschluss gehst Du an die Schule, und auch Datenauswertung und Software in der Forschung, Umwelt- und Rohstoffgutachten, Wissenschaftsjournalismus und Beratung stehen Dir offen. Welche dieser Wege für Dich in Frage kommen, hängt von Deinem Fach ab und nicht von der Fächergruppe.
Was verdient ein Naturwissenschaftler?
Das hängt ganz vom Fach ab. Auf Expertenebene nennt der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit für Chemie 7.207 €, für Physik 6.800 € und für Biologie 6.007 € brutto im Monat. Auf Fachkraftebene liegt der Wert in der Chemie bei 4.929 €. Eine Berufsgruppe „Naturwissenschaften“ gibt es in der Statistik nicht. Ob das ein gutes Gehalt ist, hängt davon ab, wo Du stehst, denn die 7.207 € sind ein Wert am Ende einer Laufbahn und kein Einstieg. Die mit Abstand größte Gruppe arbeitet auf der Fachkraftebene.
Gibt es ein Naturwissenschaften-Studium ohne NC?
Ja, das geht in den meisten Fällen. Von den 10 Bachelor-Studiengängen sind 8 zulassungsfrei und nur 2 zulassungsbeschränkt. Welcher Studiengang zu welcher Gruppe gehört, siehst Du über die Filter oberhalb der Tabelle.
Brauche ich einen Master?
Wenn Du in die Forschung willst, ja, und meist brauchst Du dann sogar eine Promotion. Für Labor, Produktion und Qualitätssicherung reicht oft der Bachelor. Im Lehramt ist der Master of Education Pflicht. In unserer Datenbank haben wir 10 Bachelor, 5 Master und eine Promotion gefunden.
Kann ich Naturwissenschaften im Fernstudium studieren?
Unter diesem Namen leider nicht, denn wir haben keinen einzigen Fernstudiengang gefunden. Das liegt an den Laborpraktika, die Du vor Ort ablegen musst. Ein duales Angebot gibt es aber an der HS Zittau/Görlitz.
Ist eine naturwissenschaftliche Ausbildung eine Alternative zum Studium?
Für viele ist die Ausbildung eine Alternative. Chemielaborant, Biologielaborant oder Physiklaborant sind anerkannte Ausbildungsberufe, mit denen Du in dieselben Labore kommst. Der Unterschied zeigt sich erst später beim Gehalt, denn die Statistik weist in der Chemie für die Fachkraftebene 4.929 € aus und für die Expertenebene 7.207 €. Auf die Expertenebene kommst Du in der Regel nur mit einem Studium.

Angebote fürs Studium per E-Mail

Du willst Naturwissenschaften studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.

Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.

Dr. Mira Maier
myStipendium-Chefredakteurin

Zuletzt geprüft am 22. September 2026. Alle Zahlen in diesem Artikel stammen aus benannten Quellen mit Jahresangabe. Profil ansehen →

Quellen

Woher die Zahlen kommen Bestand, Hochschulen, Studienorte, Abschlüsse und Zulassungsbeschränkung: eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 22.09.2026. Gezählt sind Studiengänge mit dem Fach-Tag Naturwissenschaft bzw. Naturwissenschaftliche Informatik sowie alle, die den Fachnamen im Titel tragen; Zertifikatskurse sind nicht enthalten.
Alle Gehaltszahlen: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppen „Chemie“, „Physik“ und „Biologie“, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024. Angegeben sind Bruttomonatsentgelte von Vollzeitbeschäftigten.
Studiengebühren und Semesterbeiträge nennen wir nicht, weil uns dafür keine geprüfte Quelle vorliegt.

* Individuelle Ergebnisse können je Portal und je nach Deinem Profil variieren. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn Du auf einen Affiliate-Link klickst, bekommt myStipendium.de von dem betreffenden Anbieter eine Provision. Für Dich verändert sich der Preis bzw. das Angebot nicht. Dein Klick hilft bei der Finanzierung unserer kostenfreien Seite.