Public Relations Studium: Alles über Hochschulen, Karriere & Gehalt

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Public Relations studieren - auf einen Blick
Was ist das?Öffentlichkeitsarbeit – wie eine Organisation nach außen spricht.Public Relations ist das englische Wort dafür, kurz PR: Pressemitteilungen, Presseanfragen, Social Media, Krisen.
Brauche ich einen NC?Meistens ja: 3 von 5 Bachelor sind zulassungsbeschränkt, nur 2 sind zulassungsfrei.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?An 6 Hochschulen in 5 Städten, 7 Studiengänge.5 Bachelor, 2 Master, genau 1 Fernstudium, kein duales Studium. Mehr eigene PR-Studiengänge gibt es in Deutschland nicht.
Wie kommst Du rein?2 der 5 Bachelor sind zulassungsfrei.3 sind zulassungsbeschränkt. Die meisten PR-Leute kommen aber gar nicht über ein PR-Studium in den Beruf, sondern über Kommunikationswissenschaft, Journalismus oder ein Volontariat.
Was verdienst Du damit?5.480 € brutto im Monat auf der Spezialistenebene.Dort zählt die Bundesagentur 22.414 Beschäftigte. Die 7.163 € aus der Kachel oben sind die Expertenebene – Kommunikationsleitungen und Pressesprecher, nur 4.667 Beschäftigte.
Inhalt11 Abschnitte
  1. Wo kann ich Public Relations studieren?
  2. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  3. Musst Du dafür Public Relations studieren?
  4. Welche Inhalte hat ein PR-Studium?
  5. Was kannst Du mit Public Relations werden?
  6. Was verdienst Du mit Public Relations?
  7. Public Relations und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
  8. Public Relations in Zahlen
  9. Passt PR zu Dir?
  10. Häufige Fragen
  11. Weiter zum Public-Relations-Studium

Wo kann ich Public Relations studieren?

Public Relations als eigenes Fach bieten in Deutschland nur wenige Hochschulen an, und meist studierst Du es vor Ort an einer Fachhochschule, vereinzelt auch im Fernstudium. Wenn Dir bei der Suche der Begriff Öffentlichkeitsarbeit begegnet, ist das nur der deutsche Name für dasselbe Studium.

1
IU Internationale Hochschule
Public Relations & Kommunikation (B.A.)
IU Internationale Hochschule* · Fernstudium
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2
IU Internationale Hochschule
Public Relations und Kommunikation (B.A.)
IU Internationale Hochschule* · dual, Theorie online · Start April oder Oktober
dual
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Public RelationsHochschule HannoverHannoverBachelor of Arts
Crossmedia-Redaktion/Public Relations (PR)HdM StuttgartStuttgartBachelor of Arts
Öffentlichkeitsarbeit und UnternehmenskommunikationFH KielKielBachelor of Arts
Technikjournalismus / Technik-PRTH NürnbergNürnbergBachelor of Arts
Public RelationsFH KielKielMaster of Arts
Internationale Public RelationsLMU MünchenMünchenMaster of Arts
Du siehst alle 7 Studiengänge.

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 22.09.2026; gezählt sind Studiengänge mit dem Fach-Tag „Public Relations“, die Public Relations, Öffentlichkeitsarbeit oder Technik-PR im Namen tragen – ohne Zertifikatskurse, denn ein Hochschulzertifikat ist kein Studienabschluss.

So kannst Du Public Relations studieren
Studiengänge nach Studienform
6
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
–
dual
ein duales Studium gibt es im Fach nicht
1
im Fernstudium
ortsunabhängig, oft neben dem Beruf

Alle Abschlüsse heißen Bachelor of Arts oder Master of Arts. Von den 7 Studiengängen sind 2 eine Mischform mit Journalismus und heißen Technikjournalismus/Technik-PR, und dort lernst Du, komplizierte Technik so zu erklären, dass Laien sie verstehen. Für Deine Auswahl solltest Du wissen, dass PR viel häufiger als Schwerpunkt innerhalb eines größeren Fachs studiert wird. Zu Kommunikationswissenschaft, Journalismus und Unternehmenskommunikation haben wir eigene Artikel geschrieben, in denen wir jeweils eigens zählen. Die Zahlen dort sind deshalb andere als die 7 hier.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Um PR studieren zu können, brauchst Du die allgemeine Hochschulreife, die fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. Welcher Abschluss reicht, legt jede Hochschule selbst fest, und Vorerfahrung verlangt formal niemand von Dir.

Die drei Wege zum Studienplatz
5 Bachelor und 2 Master im ganzen Fach
1. Zulassungsfrei einschreiben
2 der 5 Bachelor sind ohne Zulassungsbeschränkung. Beim Fernstudium der IU entfällt die Auswahl ganz.
2. Über die Auswahl der Hochschule
Die anderen 3 Bachelor sind zulassungsbeschränkt: Es gibt mehr Bewerbungen als Plätze, und die Hochschule wählt aus. Eine feste Note, ab der Du sicher drin bist, gibt es nicht. Der Wert wird jedes Jahr neu aus den Bewerbungen errechnet und sagt Dir für die nächste Runde nichts.
3. Als Master nach einem ersten Abschluss
Für die 2 Master brauchst Du einen ersten Hochschulabschluss, in der Regel in Public Relations, Kommunikationswissenschaft, Journalismus oder Medienwissenschaft. Was genau anerkannt wird, steht in der Zugangsordnung des Studiengangs - manche verlangen zusätzlich Praxiszeit.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Abgeschlossene Ausbildung plus Berufserfahrung: öffnet an vielen Hochschulen den Weg
  • Meistertitel: ebenso
  • Die Bedingungen stehen in der Zulassungsordnung der jeweiligen Hochschule
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Einblick in die Praxis - wer vorher in einer Redaktion, einer Agentur oder einer Pressestelle hospitiert hat, weiß, worauf er sich einlässt
  • Erste eigene Texte - die liegen dann schon in der Schublade, wenn Du Dich um ein Volontariat bewirbst

Musst Du dafür Public Relations studieren?

Nein, und das ist uns in diesem Artikel am wichtigsten. Wir haben im ganzen Land nur 7 Studiengänge gefunden, die so heißen. Allein in der Berufsgruppe Öffentlichkeitsarbeit zählt die Bundesagentur für Arbeit aber 22.414 Beschäftigte auf der Spezialistenebene. Diese Zahlen passen nicht zusammen, und das zeigt Dir, dass die meisten über einen anderen Weg in die PR gekommen sind.

Wir haben Dir die üblichen Wege in die PR zusammengestellt, und der eigene Studiengang ist nur einer davon:

Ein eigenes PR-StudiumDie 7 Studiengänge aus der Liste oben. Vorteil: Du lernst das Handwerk von Anfang an und arbeitest früh an echten Fällen. Nachteil: wenige Studiengänge, wenige Orte, und 3 der 5 Bachelor sind zulassungsbeschränkt.
KommunikationswissenschaftDer häufigste Weg. Das Fach ist deutlich größer und wissenschaftlicher, PR ist dort ein Schwerpunkt unter mehreren. Es heißt nicht überall gleich: Ein MKW-Studium (Medien- und Kommunikationswissenschaft), ein Kommunikations- und Medienwissenschaften-Studium oder Sozial- und Kommunikationswissenschaften meinen dasselbe Feld. Wie viele Studiengänge es dort gibt, steht im Artikel Kommunikationswissenschaft – die Seite zählt ihren eigenen Bestand.
JournalismusWer recherchieren, schreiben und mit Redaktionen umgehen kann, ist in einer Pressestelle sofort brauchbar. 2 der 7 Studiengänge oben mischen beides ohnehin. Mehr dazu im Artikel Journalismus.
UnternehmenskommunikationDieselbe Arbeit aus der Sicht eines Unternehmens: Kunden, Mitarbeiter, Investoren, Öffentlichkeit. Eigener Artikel, eigene Zählung – Unternehmenskommunikation.
Volontariat oder QuereinstiegIn Agenturen und Pressestellen ist das Volontariat nach dem Studium der klassische Einstieg – unabhängig davon, was Du vorher studiert hast. In der Technik-, Medizin- oder Umweltkommunikation ist Fachwissen aus einem ganz anderen Fach eher ein Vorteil als ein Hindernis.

Wenn Du Öffentlichkeitsarbeit studieren willst, musst Du also nicht unbedingt einen der 7 Plätze ergattern. Ein Studium Öffentlichkeitsarbeit unter genau diesem Namen ist selten, denn die Hochschulen schreiben meistens Public Relations auf das Zeugnis. Am Ende zählt vor allem, was Du vorzeigen kannst, also Deine Praktika, Deine Texte und Deine Projekte.

IU Internationale Hochschule
Public Relations & Kommunikation (B.A.) ohne NC studieren
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Welche Inhalte hat ein PR-Studium?

In einem Studium in Public Relations verbindest Du Kommunikationstheorie, handwerkliches Schreiben und Betriebswirtschaft. Diese Fächer begegnen Dir in fast jedem Studienplan:

Kommunikation verstehen
  • Grundlagen der Kommunikation: wie Öffentlichkeit entsteht und wie Informationen ihren Weg in die Medien finden.
  • Medienwirkung und Mediennutzung: wer welche Kanäle nutzt und was davon hängen bleibt.
  • Internationale und interkulturelle Kommunikation: dieselbe Botschaft wirkt nicht in jedem Land gleich.
Schreiben und Kanäle
  • Pressearbeit und journalistisches Schreiben: Mitteilung, Statement, Reportage, Interview.
  • Online- und Offline-PR: Social Media, Newsletter, Events, klassische Pressekonferenz.
Strategie und Forschung
  • Strategische Kommunikation: Ziele festlegen, Zielgruppen bestimmen, Wirkung messen.
  • Krisenkommunikation: was zu tun ist, wenn die Nachricht schlecht ist.
  • Markt- und Medienforschung: Daten erheben und auswerten, statt zu raten.
Betrieb und Recht
  • Medienrecht und Ethik: was Du sagen darfst, was Du sagen musst und was Du besser lässt.
  • Projektmanagement und BWL: Budgets, Termine, Auftraggeber.

Welche Module Du wirklich belegst, hängt von der Hochschule ab. In den beiden Studiengängen Technikjournalismus/Technik-PR kommt noch ein technisch-naturwissenschaftlicher Teil dazu, weil Du Technik nur erklären kannst, wenn Du sie selbst verstehst.

So sieht ein typischer Weg durch das Studium aus:

Grundlagen
Kommunikationstheorie, Medienwirkung, Mediennutzung: Wie entsteht öffentliche Aufmerksamkeit, und warum greift eine Redaktion ein Thema auf?
Handwerk
Schreiben, schreiben, schreiben. Pressemitteilung, Statement, Interviewvorbereitung, Beitrag für Social Media. Das ist der Teil, den Du in jedem PR-Job jeden Tag brauchst.
Fallstudien und eigene Projekte
Du planst Kampagnen für echte oder erfundene Auftraggeber – von der Zielgruppe über die Botschaft bis zur Auswertung.
Praktikum oder Praxissemester
An Fachhochschulen gehört meist ein längerer Praxisabschnitt dazu. Was genau verlangt wird, steht in der Studienordnung Deiner Hochschule.
Schwerpunkt
Später vertiefst Du Dich, zum Beispiel in Richtung Krisen- und Risikokommunikation, digitale Kommunikation, interne Kommunikation oder – bei den beiden Studiengängen Technikjournalismus/Technik-PR – in Richtung Technik.
Abschlussarbeit
Am Ende steht die Bachelorarbeit, oft an einem Fall aus der Praxis. 5 der 7 Studiengänge enden mit dem Bachelor of Arts.
Master, wenn Du willst
2 der 7 Studiengänge sind Master of Arts. Pflicht ist der Master in der PR nicht – in Agenturen zählt Erfahrung mehr als der zweite Abschluss.

Was kannst Du mit Public Relations werden?

Mit Public Relations kannst Du überall dort arbeiten, wo eine Organisation erklären muss, was sie tut, also in Agenturen, in Pressestellen von Unternehmen, in Behörden, bei Verbänden und bei NGOs. Das Feld ist breiter, als der Name vermuten lässt.

PR-AgenturAgenturen verkaufen PR-Dienstleistungen an Unternehmen, Verbände und Behörden. Du betreust mehrere Kunden gleichzeitig, wechselst ständig das Thema und lernst in kurzer Zeit sehr viel. Der übliche Einstieg nach dem Studium.
Pressestelle im UnternehmenEin Haus, ein Thema, mehr Tiefe: Pressemitteilungen, Presseanfragen, Interviews vorbereiten, im Ernstfall Krisenkommunikation.
Behörde, Ministerium, HochschuleÖffentlichkeitsarbeit im Wortsinn: erklären, was eine Verwaltung tut und warum. Ruhiger als die Agentur, dafür stärker an Regeln gebunden.
Verband, Stiftung, NGOHier gehört die Haltung zum Job dazu: Du wirbst für ein Anliegen, nicht für ein Produkt. Oft kleine Teams, in denen Du alles machst.
Public AffairsDie politische Seite der PR: Kontakt zu Politik und Verwaltung, Positionen erklären, Gesetzesvorhaben begleiten. Ein eigenes Public Affairs-Studium findest Du unter den 7 Studiengängen oben nicht – das ist ein Arbeitsfeld, kein Studiengang.
Selbstständig als PR-BeraterMeistens erst nach ein paar Jahren im Angestelltenverhältnis. Wie gut das läuft, hängt an Deinem Netzwerk – und diese Leute tauchen in keiner Gehaltsstatistik auf.

Der Berufstitel, der Dir am häufigsten begegnen wird, ist PR-Manager. Dahinter steckt in einer Agentur allerdings etwas anderes als in einem Konzern, denn in der Agentur betreust Du Kunden und im Konzern ein Thema.

Wie sicher ist so ein Job?
Kleiner Markt, aber es gibt ihnDie Bundesagentur für Arbeit zählt in der Berufsgruppe Öffentlichkeitsarbeit 22.414 Beschäftigte auf der Spezialistenebene und 4.667 auf der Expertenebene.
Einstieg über Praktika und VolontariatRechne fest damit, und auch damit, dass Du dabei gegen Absolventen aus Kommunikationswissenschaft und Journalismus antrittst.
Arbeitsproben machen den UnterschiedWas Dich dann unterscheidet, sind Texte und Projekte, die Du vorzeigen kannst.

Zwei Begriffe werden dabei oft verwechselt, weil sie so ähnlich klingen. Public Relations ist Öffentlichkeitsarbeit, während Public Management die Steuerung von Behörden und öffentlichen Betrieben meint. Wenn Du in die Verwaltung möchtest, solltest Du deshalb nach Public Management suchen.

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Was verdienst Du mit Public Relations?

In Public Relations verdienst Du im Durchschnitt 7.163 € brutto im Monat, das gilt für Kommunikationsleitungen und Pressesprecher. Am Anfang liegst Du deutlich darunter.

7.163 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat

Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 922 "Öffentlichkeitsarbeit", Expertenebene, Stand 2024.

Public Relations und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: In Teilen, denn Recherche und Erfolgskontrolle gelten als automatisierbar, die Kommunikationsarbeit selbst aber nicht, und am besten stehst Du da, wenn Du nah an Politik und Strategie arbeitest, etwa in Public Affairs. Wir haben dafür im Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung nachgesehen, der für jeden Beruf prüft, welche seiner Kerntätigkeiten Computer nach dem Stand der Technik erledigen könnten. Beim PR-Manager, also dem Titel, der Dir wie oben beschrieben am häufigsten begegnet, sind es 2 von 5.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Pressesprecher
3 von 6
Kerntätigkeiten automatisierbar
2013 war es noch keine
PR-Manager
2 von 5
Kerntätigkeiten automatisierbar
Kalkulation und Erfolgskontrolle
Public-Affairs-Manager
2 von 11
Kerntätigkeiten automatisierbar
Wirtschaftsrecht und Kontaktpflege
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Pressesprecher/in“, „Public-Relations-Manager/in“ und „Public-Affairs-Manager/in“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Was beim PR-Manager und beim Pressesprecher ersetzbar ist. Beim Pressesprecher ist der Wert Schritt für Schritt gewachsen, von 0 % im Jahr 2013 über 17 % und 33 % auf 50 % mit dem Stand der Technik 2022. Am kleinsten ist der Anteil beim Public-Affairs-Manager. Wenn Dich im Studium auch Politik und Verwaltung interessieren, findest Du dort den stabilsten Teil des Berufsfelds.

Das kann Software übernehmen
  • PR-Manager: die Kalkulation und die Erfolgskontrolle, also das Auswerten, wie eine Kampagne angekommen ist
  • Pressesprecher: 3 von 6 Kerntätigkeiten, nämlich das Kontakten, die Recherche und die Informationsbeschaffung
  • Public-Affairs-Manager: nur 2 von 11, nämlich das Wirtschaftsrecht und das Kontakten
Das bleibt bei Dir
  • PR-Manager: Präsentation, Kommunikationspsychologie und die Öffentlichkeitsarbeit selbst
  • Pressesprecher: das Erstellen von Pressemitteilungen
  • Public-Affairs-Manager: Konzeption, Wirtschaftspolitik, Social-Media-Kommunikation und Marktforschung

Und wie sieht es beim Schreiben aus? Wenn Du selbst schon mit Textprogrammen arbeitest, setzt Du hinter die Einstufung der Pressemitteilungen vielleicht ein Fragezeichen, denn der Futuromat bildet den Stand der Technik von 2022 ab. Auf Dauer tragen Dich eher die Teile des Berufs, bei denen es um Einschätzung und Verantwortung geht, etwa die Krisenkommunikation oder die Frage, welche Botschaft eine Organisation überhaupt nach außen gibt.

Das IAB weist allerdings darauf hin, dass seine Werte die technische Machbarkeit messen und nichts darüber aussagen, wie viele Stellen es künftig gibt.

Public Relations in Zahlen

16.833
Studierende
im ganzen Fach Kommunikationswissenschaft und Publizistik, Wintersemester 2025/26
74,6 %
davon Frauen
in Kommunikationswissenschaft und Publizistik
6,1 %
arbeitslos
Beruf Öffentlichkeitsarbeit, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 16.833 Studierenden in Kommunikationswissenschaft und Publizistik:
56 %44 %
9.365
an Universitäten
7.468
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?4.281 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ (4.667 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 7.163 €
5.682 €untere 25 % daruntermehrobere 25 % ohne Angabe
Anders gesagt: ein Viertel verdient weniger als 5.682 €, die Mitte liegt bei 7.163 €. Wie viel das obere Viertel verdient, weist die Bundesagentur nicht aus: es liegt über der Grenze, bis zu der Gehälter an die Sozialversicherung gemeldet werden.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024

Passt PR zu Dir?

PR ist ein Schreibberuf mit Termindruck und wechselnden Themen. Wenn Du Public Relations studieren willst, solltest Du deshalb beides mögen, die Sprache und die Menschen. Mathematik brauchst Du kaum, dafür aber umso mehr Ausdauer.

Passt zu Dir, wenn Du …
  • gern und schnell schreibst, auch unter Zeitdruck
  • komplizierte Sachverhalte in drei Sätzen erklären kannst
  • ruhig bleibst, wenn es unangenehm wird – Krisen sind Teil des Berufs
  • gern auf Menschen zugehst und ein Netzwerk aufbaust
  • damit leben kannst, für die Interessen anderer zu sprechen
Passt eher nicht, wenn Du …
  • unabhängig berichten willst – das ist Journalismus, nicht PR
  • Medien vor allem erforschen willst: dann sieh Dir Kommunikationswissenschaft an
  • in die öffentliche Verwaltung willst – dafür steht Public Management, nicht Public Relations
  • planbare Tage brauchst: In der PR entscheidet oft der Terminkalender anderer Leute
IU Internationale Hochschule
Public Relations und Kommunikation (B.A.) dual studieren
IU Internationale Hochschule · dual, Theorie online · Start April oder Oktober

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Häufige Fragen

Public Relations einfach erklärt: Was macht man da eigentlich?
Du sorgst dafür, dass eine Organisation nach außen verstanden wird. Im Alltag schreibst Du dafür Pressemitteilungen, stehst Journalisten Rede und Antwort, bereitest Interviews und Auftritte vor, bespielst Social-Media-Kanäle und erklärst im Ernstfall, warum etwas schiefgelaufen ist. Auf Deutsch nennt man das Öffentlichkeitsarbeit.
Was muss ich dafür studieren?
Wir haben 7 eigene Studiengänge gefunden, die Public Relations, Öffentlichkeitsarbeit oder Technik-PR im Namen tragen. Du musst aber keinen davon studieren, denn der häufigste Weg in die PR führt über Kommunikationswissenschaft, Journalismus oder Unternehmenskommunikation und danach über ein Volontariat. Alle Wege haben wir Dir weiter oben nebeneinandergestellt.
Wie gut sind nach einem Public Relations Studium Berufsaussichten und Gehalt?
Du findest in der PR einen kleinen, aber stabilen Arbeitsmarkt. In der Berufsgruppe Öffentlichkeitsarbeit zählt die Bundesagentur für Arbeit 22.414 Beschäftigte auf der Spezialistenebene mit 5.480 € brutto im Monat und 4.667 auf der Expertenebene mit 7.163 €. Der Einstieg läuft fast immer über Praktika und ein Volontariat, und Du konkurrierst dabei mit Absolventen aus Kommunikationswissenschaft und Journalismus. Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024.
Heißt der Studiengang PR oder Public Relations?
Beides meint dasselbe, nur einmal abgekürzt und einmal ausgeschrieben. Der Studiengang Public Relations steht in den Hochschulverzeichnissen fast immer ausgeschrieben, manchmal auch als Öffentlichkeitsarbeit. Einen PR-Studiengang, der die Abkürzung im Titel trägt, findest Du dagegen selten, und eine Ausnahme sind die beiden Studiengänge Technikjournalismus/Technik-PR.
Was ist ein BA in Public Relations?
BA steht für Bachelor of Arts, also den ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Unter den 7 Studiengängen haben wir den Public Relations-Bachelor 5-mal gefunden und den Public Relations-Master 2-mal. Andere Abschlussarten gibt es in diesem Fach nicht.
Kann ich PR im Fernstudium oder dual studieren?
Ein Fernstudium ist möglich, ein duales Studium dagegen nicht. Von den 7 Studiengängen läuft genau 1 ortsunabhängig, und zwar das Fernstudium Public Relations & Kommunikation (B.A.) an der IU. Wenn Du Studium und Arbeit verbinden willst, hast Du damit genau eine Option.
Was kostet das Studium?
Von den 6 Hochschulen sind 5 staatlich, und dort zahlst Du einen Semesterbeitrag, aber keine Studiengebühr. Bei der IU als privater Hochschule fallen dagegen Studiengebühren an. Die Beträge stehen nur auf den Seiten der Hochschulen und ändern sich jedes Jahr, deshalb nennen wir Dir hier bewusst keine Zahl.

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Woher die Zahlen in diesem Artikel stammen
  • Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 22.09.2026: 7 Studiengänge an 6 Hochschulen in 5 Städten, davon 5 Bachelor und 2 Master, 2 der 5 Bachelor ohne Zulassungsbeschränkung, 1 Fernstudiengang, kein duales Studium – ohne Zertifikatskurse.
  • Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 922 „Öffentlichkeitsarbeit“, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024: Spezialisten 5.480 € (22.414 Beschäftigte), Experten 7.163 € (4.667 Beschäftigte), unteres Viertel der Expertenebene 5.682 €.
  • Semesterbeitrag, Studiengebühren, Bewerbungsfristen und Zugangsvoraussetzungen stehen auf der Seite der jeweiligen Hochschule. Sie ändern sich jedes Jahr, deshalb nennen wir hier keine Beträge.

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