Filmwissenschaft-Studium: Unis, Inhalte & Karriere

AnzeigeFilm & Motion Design (B.A.)University of Europe for Applied Sciences* · Campus Berlin · auf EnglischUniversity of Europe for Applied SciencesKostenlos und unverbindlich
  • Campus Berlin, auf Englisch, Bewerbung mit Mappe (Portfolio)
  • Dauer: 6 Semester (180 ECTS)

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Filmwissenschaft studieren - auf einen Blick
Lerne ich hier das Filmemachen?Nein. Filmwissenschaft untersucht Filme, sie dreht sie nicht.Für Regie, Kamera und Produktion gibt es eigene Studiengänge - die stehen weiter unten.
Brauche ich einen NC?Meistens ja: 2 von 4 Bachelor sind zulassungsbeschränkt, nur 2 sind zulassungsfrei.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?An 9 Hochschulen in 8 Städten.12 Studiengänge, kein Fernstudium, kein duales Angebot.
Wie komme ich rein?Meistens über einen ersten Studienabschluss.8 der 12 Studiengänge sind Master, nur 4 sind Bachelor - davon 2 ohne Zulassungsbeschränkung.
Was verdienst Du damit?4.882 € brutto im Monat.Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe Theater-, Film- und Fernsehproduktion, Expertenebene, Stand 2024.

Wo kann ich Filmwissenschaft studieren?

Einen Studiengang Filmwissenschaft gibt es in Deutschland an Universitäten und an einer Filmuniversität, meist als Master, und studieren kannst Du ihn nur vor Ort. Meistens hast Du dafür vorher einen Bachelor in den Medien-, Kultur- oder Literaturwissenschaften gemacht.

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University of Europe
Film & Motion Design (B.A.)
University of Europe for Applied Sciences* · Campus Berlin · auf Englisch
  • 180 ECTS, sechs Semester
  • Bewerbung mit Mappe (Portfolio)
Mappe
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Film Studies (Ergänzungsfach)Uni Siegen–Bachelor of Arts
FilmwissenschaftUni MainzMainzBachelor of Arts
FilmwissenschaftFreie Universität BerlinBerlinBachelor of Arts
Kunstgeschichte und FilmwissenschaftUni JenaJenaBachelor of Arts
Filmkultur: Archivierung, Programmierung, PräsentationUni FrankfurtFrankfurt am MainMaster of Arts
Filmkulturen - Extended CinemaUni WeimarWeimarMaster of Arts
FilmkulturerbeFilmuniversität BabelsbergPotsdamMaster of Arts
FilmwissenschaftFreie Universität BerlinBerlinMaster of Arts
Filmwissenschaft/MediendramaturgieUni MainzMainzMaster of Arts
Du siehst 10 von 13 Studiengängen.Alle 13 ansehen →Weniger anzeigen ↑
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Kunstgeschichte und FilmwissenschaftUni JenaJenaMaster of Arts
Kunstwissenschaft und FilmwissenschaftUni BremenBremenMaster of Arts
Medienwissenschaft: Film und FernsehenUni KielKielMaster of Arts

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 23.09.2026; gezählt sind nur Studiengänge, die Filmwissenschaft, Film Studies, Filmkultur oder den Schwerpunkt Film und Fernsehen im Namen tragen – Hochschulzertifikate sind nicht dabei. Beim Ergänzungsfach in Siegen ist kein Studienort hinterlegt, deshalb stehen 8 Städte neben 9 Hochschulen.

Wenn Du Bachelor und Master am selben Ort machen möchtest, hast Du drei Häuser zur Wahl, die das Fach im Bachelor und im Master anbieten. Das sind die Freie Universität Berlin mit dem Studiengang Filmwissenschaft, die Uni Jena mit der Kombination Kunstgeschichte und Filmwissenschaft und die Uni Mainz, wo auf den Bachelor Filmwissenschaft der Master Filmwissenschaft/Mediendramaturgie folgt. Falls Du also nach Filmwissenschaft in Mainz suchst, findest Du dort beide Stufen an einem Ort. Die Uni Siegen bietet nur einen Bachelor an, denn Film Studies gibt es dort als Ergänzungsfach, das Du nur in Kombination mit einem Hauptfach studierst.

Was kannst Du mit Filmwissenschaft werden?

Was kann man damit werden? Diese Frage kommt zu diesem Fach besonders oft, und sie lässt sich leider nicht mit einem Wort beantworten. Filmwissenschaft bildet Dich nicht für ein fest umrissenes Berufsbild aus. Das hat Nachteile und Vorteile zugleich, denn niemand wartet mit einer fertigen Stelle auf Dich, dafür sind Deine Berufsmöglichkeiten aber breit. Typisch sind vor allem diese Felder:

Filmkritik und FilmjournalismusFilme sehen, einordnen, bewerten – für Zeitungen, Magazine, Radio, Onlineportale oder einen Podcast. Filmkritiker ist der Beruf, an den die meisten zuerst denken. Er ist fast immer freiberuflich und wird über einzelne Texte bezahlt.Redaktionfreiberuflich
Redaktion bei Film und FernsehenWer nach Berufen beim Fernsehen sucht und ein Studium dafür will, landet oft hier: Redaktion bei Sendern und Streamingdiensten, Stoffentwicklung, Drehbuchlektorat, Sendekonzepte. Du entscheidest mit, welche Geschichten überhaupt erzählt werden.FernsehenSender
Festival und KuratierenSichten, auswählen, ein Programm bauen und begründen. Festivalleitung und Kuratieren sind klassische Felder für Filmwissenschaftler, weil hier genau das gefragt ist, was im Studium geübt wird: ein Urteil, das man erklären kann.FestivalProgramm
Archiv, Kinemathek und FilmerbeFilme bewahren, restaurieren, erschließen und wieder zugänglich machen. Genau darauf zielen die drei Filmkultur-Master in Frankfurt, Weimar und Potsdam. Arbeitgeber sind Kinematheken, Museen, Archive und Sender.ArchivMuseum
Filmproduktion und VerleihIn der Filmproduktion arbeitest Du nach dem Studium eher an der Entwicklung als an der Kamera: Stoffe suchen, Drehbücher lektorieren, Projekte begleiten. Dazu kommen Verleih, Vertrieb, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für einzelne Filme.FilmproduktionVerleih
Hochschule und ForschungPromotion, Lehre, Forschungsprojekte. Der Weg für alle, die als Filmwissenschaftlerin oder Filmwissenschaftler im engeren Sinn arbeiten wollen. Stellen sind rar und meistens befristet, dafür ist es der einzige Weg, ein Thema wirklich zu Ende zu denken.WissenschaftLehre
Kino, Bildung und VermittlungProgrammkinos, Filmbildung an Schulen, Museums- und Medienpädagogik, Volkshochschulen. Hier erklärst Du Filme einem Publikum, das kein Fachpublikum ist – verwandt mit der Medienpädagogik.VermittlungBildung

Uns ist aufgefallen, wie oft dieselben Fähigkeiten gefragt sind. Kontakte bringst Du dagegen nicht automatisch mit, obwohl sie in der Filmbranche viel entscheiden.

Das übst Du im Studium jede Woche
  • schnell viel Material sichten
  • Dir ein Urteil bilden
  • es verständlich aufschreiben
  • und vor anderen vertreten
Damit fängst Du am besten früh an
  • Schreib während des Studiums für ein Onlinemagazin.
  • Hilf bei einem Festival.
  • Arbeite im Programmkino.
  • Mach ein Praktikum in einer Redaktion.

Nach dem Abschluss zählt Dein Portfolio mehr als Dein Notenschnitt. Auch bei einem zweiten Punkt wollen wir ehrlich zu Dir sein. Viele dieser Wege führen in freie oder projektgebundene Arbeit statt in eine Festanstellung. Filmkritik, Festivalarbeit, Kuratieren und Vermittlung laufen sehr häufig über Honorare und befristete Verträge. Wenn Du damit umgehen kannst und bereit bist, mehrere Standbeine zu kombinieren, kommst Du in diesem Feld deutlich leichter durch.

Was verdienst Du mit Filmwissenschaft?

In Theater, Film und Fernsehen verdienst Du auf einer Stelle für Akademiker im Durchschnitt 4.882 € brutto im Monat. Wer frei arbeitet, etwa in der Filmkritik, taucht in dieser Zahl nicht auf.

4.882 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat

Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe Theater-, Film- und Fernsehproduktion, Stand 2024.

Filmwissenschaft und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: In Forschung und Redaktion gut, denn dort gilt wenig als automatisierbar, während das IAB im Archiv und beim Filmschnitt deutlich mehr Aufgaben für ersetzbar hält. Wir haben dafür im Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen, der zählt, wie viele Kerntätigkeiten eines Berufs Maschinen oder Software heute schon übernehmen könnten. Beim Filmwissenschaftler selbst sind es 0 von 4.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Archivar
5 von 9
Kerntätigkeiten automatisierbar
Katalogisieren und Bestandspflege
Redakteur
3 von 10
Kerntätigkeiten automatisierbar
2013 war es noch keine
Filmwissenschaftler
0 von 4
Kerntätigkeiten automatisierbar
Keine gilt als ersetzbar
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Archivar/in“, „Redakteur/in“ und „Filmwissenschaftler/in“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Für Redaktion und Kritik sehen die Werte recht gut aus. Wenn Du als Redakteur zu Sendern und Streamingdiensten gehst, sind es 3 von 10, im Jahr 2013 waren es noch 0 Prozent. In Filmkritik und Filmjournalismus liegt der Journalist bei 40 Prozent. Im Archiv liegt der Wert höher. Beim Archivar hält das IAB 5 von 9 Kerntätigkeiten für automatisierbar.

Das kann Software übernehmen
  • Redaktion und Kritik: Recherche und Informationsbeschaffung, in der Redaktion auch die Arbeit mit Content-Management-Systemen
  • Archiv: das Katalogisieren, die Pflege der Bestände und das Auswerten von Quellen
  • Filmschnitt: beim Filmeditor, der Bild und Ton schneidet, sogar 9 von 9 Kerntätigkeiten
Das bleibt bei Dir
  • Filmwissenschaft: Film- und Fernsehwissenschaft, Medienwissenschaft, Kulturgeschichte und Forschung, durchweg
  • Redaktion: Lektorat, Medienkonzeption und die Redaktion selbst
  • Archiv: das Konservieren und die Entscheidung, was in eine Sammlung aufgenommen wird

Wenn Du über einen der Filmkultur-Master ins Filmerbe willst, bist Du deshalb mit Restaurierung und Auswahl besser aufgestellt als mit reiner Erschließung.

Und was heißt das für die nächsten Jahre? Das IAB betont selbst, dass eine kleine Zahl nicht bedeutet, dass ein Beruf so bleibt, und eine große nicht, dass er verschwindet. Das größere Risiko in diesem Fach haben wir Dir aber schon im Berufe-Abschnitt weiter oben beschrieben. Viele Wege führen in freie und projektgebundene Arbeit, und dort hilft Dir ein früh aufgebautes Portfolio mehr als jede Statistik.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Für den Bachelor reicht die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, für den Master brauchst Du einen ersten Hochschulabschluss, der fachlich anschließt. Wenn Du Filmwissenschaft studieren willst, führt Dein Weg meist über den Master, denn 8 der 12 Studiengänge sind Master und nur 4 sind Bachelor. Eine Aufnahmeprüfung wie an Kunsthochschulen musst Du in diesem Fach nur selten ablegen.

Die drei Wege zum Studienplatz
Zwei Wege in den Bachelor, der häufigste führt in den Master
1. Ohne Zulassungsbeschränkung in den Bachelor
2 der 4 Bachelor sind ohne Zulassungsbeschränkung. Da schreibst Du Dich einfach ein, solange Du die Frist hältst.
2. Über das Auswahlverfahren der Hochschule
Die anderen 2 Bachelor sind zulassungsbeschränkt, es gibt dort also mehr Bewerbungen als Plätze. Eine feste Grenznote nennen wir bewusst nicht: Sie wird jedes Semester neu aus den Bewerbungen errechnet und sagt Dir über das kommende Semester nichts. Was zählt, steht in der Zulassungsordnung der Hochschule.
3. Über einen benachbarten Bachelor in den Master
Hier liegt der Schwerpunkt des Fachs. Von den 8 Mastern sind 3 ohne Zulassungsbeschränkung. Der erste Abschluss muss nicht aus der Filmwissenschaft kommen, sollte aber fachlich passen.

Einen Bachelor mit dem Fach im Namen kannst Du direkt als Filmwissenschaft in Berlin oder Mainz studieren, in Kombination mit Kunstgeschichte in Jena oder als Ergänzungsfach Film Studies in Siegen. Nach dem Master gehst Du dann entweder in eine Redaktion, zu einem Festival, in ein Archiv oder in die Vermittlung. Du kannst aber auch in der Wissenschaft bleiben und bis zur Promotion weitermachen.

Was solltest Du für den Master mitbringen?

Welcher Bachelor zum Master passt
  • Medien-, kultur-, literatur- oder kunstwissenschaftliche Bachelor sind der Normalfall
  • Oft verlangt: eine bestimmte Zahl an Leistungspunkten aus filmbezogenen Modulen
  • Manchmal zusätzlich ein Motivationsschreiben oder eine Arbeitsprobe
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Englisch - englischsprachige Fachliteratur liest Du in jedem Fall. Ob die Hochschule zusätzlich Sprachnachweise verlangt, steht in ihrer Ordnung
  • Praxis nebenher - Kinoarbeit, Festivalhilfe, Hochschulradio, eigene Texte, ein Praktikum bei einer Redaktion oder einer Produktionsfirma
  • Warum das zählt - bei der Master-Bewerbung und beim Berufseinstieg bringt diese Praxis mehr als jede Note
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Film & Motion Design (B.A.): Bewerbung mit Mappe
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Was ist Filmwissenschaft – und was ist sie nicht?

In der Filmwissenschaft untersuchst Du den Film als Kunstform und als Medium. Du lernst, Filme genau zu lesen und Deine Beobachtung zu begründen.

Was zum Fach gehört

Egal ob Spielfilm, Dokumentarfilm, Animation oder Kurzfilm

Geschichte
vom frühen Kino bis in die Gegenwart
Theorie und Wirkung
Wie erzeugt ein Film Bedeutung?
Und was macht er mit den Zuschauern?
Ästhetik
Raum, Zeit und Bild im Kino
Entstehung
die Bedingungen, unter denen ein Film entsteht
Studios, Förderung, Zensur, Streaming
Vielleicht begegnet Dir der Name auch getrennt als Film Wissenschaft oder im Plural als Filmwissenschaften. Gemeint ist immer dasselbe Fach.

Ein Filmwissenschaft-Studium ist kein praktisches Filmstudium. Du stehst hier nicht hinter der Kamera, führst keine Regie und schneidest keinen Film. Stattdessen sitzt Du im Seminar, im Kino und im Archiv und schreibst viel, gedreht wird dagegen in der Regel nicht. Wer das verwechselt, merkt es spätestens im zweiten Semester, deshalb sagen wir es Dir hier gleich zu Beginn.

Wenn Du lieber selbst Filme machen willst, solltest Du Dir diese Nachbarfächer ansehen. Zu jedem findest Du bei uns eine eigene Seite mit eigenen Zahlen:

Filmwissenschaft und ihre Nachbarfächer

Ein Filmwissenschaft-Studium ist kein praktisches Filmstudium.

Film studieren
das praktische Film-Studium: Drehen, Schneiden, Produzieren
Regie
selbst inszenieren und den Ton angeben, was im Bild passiert
Medienwissenschaften
der größere Rahmen: nicht nur Film, sondern Medien insgesamt
Audiovisuelle Medien
Bild und Ton als Handwerk, von der Kamera bis zur Postproduktion
Filmwissenschaft
untersucht den Film als Kunstform und als Medium

Ehrlicherweise müssen wir Dir auch sagen, dass die Filmwissenschaft ein kleines Fach ist. Im ganzen Land haben wir nur 12 Studiengänge gefunden, und 8 davon sind Master. Das Fach ist deshalb nicht weniger wichtig. Du solltest Dich aber auf wenige Orte einstellen und Deine Bewerbungen breiter streuen als in einem Massenfach.

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Welche Inhalte hat das Filmwissenschaft-Studium?

Egal an welcher Hochschule Du studierst, im Kern schaust Du Filme, analysierst sie und ordnest sie ein.

Diese Bausteine findest Du in fast jeder Studienordnung
FilmanalyseEinstellung, Schnitt, Licht, Ton, Montage – das Handwerk des genauen Hinsehens. Die Grundlage für alles andere.
FilmgeschichteVom frühen Kino bis in die Gegenwart, oft auch nach Ländern und Filmkulturen geordnet. Wer ein Filmgeschichte-Studium sucht, ist hier richtig.
FilmtheorieDie großen Fragen: Wie erzeugt ein Film Bedeutung? Was macht er mit den Zuschauern? Warum wirkt eine Szene, wie sie wirkt?
FilmästhetikRaum, Zeit und Bild im Kino – und wie sich Stile und Erzählweisen über die Jahrzehnte verändert haben.
ProduktionsbedingungenStudios, Förderung, Zensur, Streaming: Filme entstehen nie im luftleeren Raum, und das prägt sie.

Damit Du Filme in ihren Zusammenhang stellen kannst, gehören außerdem einige Nachbarfächer zum Studium der Filmwissenschaft:

NachbarfachWas es zum Film beiträgt
LiteraturwissenschaftStoffe, Erzähltheorie, Adaption
TheaterwissenschaftWer Film und Theaterwissenschaften zusammen studieren will, findet hier die Brücke
KunstgeschichteIn Jena und Bremen sogar als feste Kombination im Namen
SoziologiePublikum, Milieus, gesellschaftliche Wirkung
Musikwissenschaft und FilmmusikDie Tonspur ist die halbe Miete

Bei vier der 12 Studiengänge steht schon im Namen, dass sie einen anderen Schwerpunkt haben. Die Filmkultur-Studiengänge in Frankfurt, Weimar und Potsdam drehen sich um Archivierung, Kuratieren und das Filmerbe, und der Kieler Master „Medienwissenschaft: Film und Fernsehen“ nimmt das Fernsehen ausdrücklich dazu. Wenn Dich Archiv, Festival oder Programmarbeit reizen, schau Dir diese vier genauer an, denn sie sind praxisnäher zugeschnitten als die klassischen Filmwissenschaften.

Wie ist das Studium aufgebaut?

In der Filmwissenschaft gibt es doppelt so viele Master wie Bachelor. Das solltest Du bei Deiner Planung unbedingt im Blick behalten.

Doppelt so viele Master wie Bachelor
Alle 12 Studiengänge im Fach, nach Abschluss. Andere Abschlussarten gibt es nicht.
4 Bachelor8 Master
4 Bachelor of Arts
8 Master of Arts
Bachelor - das Handwerk lernen
Im Bachelor lernst Du das Handwerk: Filme analysieren, Fachtexte lesen, wissenschaftlich schreiben, eigene Thesen belegen. Vier Studiengänge kommen infrage: Filmwissenschaft an der FU Berlin und an der Uni Mainz, Kunstgeschichte und Filmwissenschaft in Jena und Film Studies als Ergänzungsfach in Siegen. Zwei davon sind also gar keine reinen Filmwissenschaften, sondern Kombinationen – in Jena mit der Kunstgeschichte, in Siegen als Ergänzung zu einem Hauptfach. Am Ende steht die Bachelorarbeit und der Bachelor of Arts.
Master - hier wird das Fach spezifisch
Du spezialisierst Dich auf eine Epoche, eine Filmkultur, eine Methode oder auf ein Arbeitsfeld wie das Archiv. Acht Studiengänge: Filmwissenschaft an der FU Berlin, Filmwissenschaft/Mediendramaturgie in Mainz, Kunstgeschichte und Filmwissenschaft in Jena, Kunstwissenschaft und Filmwissenschaft in Bremen, dazu die drei Filmkultur-Master in Frankfurt, Weimar und Potsdam und der Kieler Master zu Film und Fernsehen. Am Ende steht die Masterarbeit und der Master of Arts. Andere Abschlüsse gibt es im Fach nicht.

Wie lange das jeweils dauert, legt jede Hochschule in ihrer Prüfungsordnung selbst fest, deshalb nennen wir Dir hier keine feste Semesterzahl. Wichtiger ist ohnehin, dass der Schwerpunkt des Fachs im Master liegt. Wir raten Dir deshalb, Bachelor und Master von Anfang an zusammen zu planen, denn der Bachelor allein ist in der Filmwissenschaft selten das Ende des Wegs.

Das Filmwissenschaft-Studium in Zahlen

13.350
Studierende
im ganzen Fach Medienwissenschaft, Wintersemester 2025/26
73,6 %
davon Frauen
in Medienwissenschaft
7,9 %
arbeitslos
Beruf Theater-, Film- und Fernsehproduktion, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 13.350 Studierenden in Medienwissenschaft:
88 %12 %
11.696
an Universitäten
1.654
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?3.193 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Theater-, Film- und Fernsehproduktion“ (5.417 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 4.882 €
3.734 €untere 25 % darunter6.884 €obere 25 % darüber
Anders gesagt: die mittleren 50 % verdienen zwischen 3.734 und 6.884 € im Monat. Mit einer Berufsausbildung statt Studium liegt die Mitte in derselben Berufsgruppe bei 4.285 €.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024
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Häufige Fragen zum Filmwissenschaft-Studium

Was kann ich studieren, wenn ich in der Filmbranche arbeiten will?
Das hängt davon ab, was Du in der Filmbranche tun willst. Wenn Du selbst Filme machen möchtest, studierst Du Film, Regie oder Audiovisuelle Medien. Möchtest Du Filme lieber einordnen, auswählen, vermitteln oder erforschen, ist Filmwissenschaft der richtige Weg für Dich. Beides führt Dich in die Filmbranche, allerdings an sehr unterschiedliche Schreibtische.
Heißt das Fach Filmwissenschaft oder Filmwissenschaften?
Du kannst beide Schreibweisen verwenden, beide sind üblich. Die Studiengänge heißen meistens Filmwissenschaft im Singular, im Alltag spricht man aber oft von den Filmwissenschaften. Auch die getrennte Schreibweise Film Wissenschaft wird Dir begegnen, und gemeint ist immer dasselbe Fach. An der Uni Siegen läuft es unter dem englischen Namen Film Studies.
Kann ich Filmwissenschaft im Fernstudium oder dual studieren?
Nein, unter den 12 Studiengängen haben wir keinen einzigen Fernstudiengang und auch kein duales Angebot gefunden. Das liegt am Fach selbst, denn es lebt von gemeinsamen Sichtungen, Seminaren und der Arbeit an Archivmaterial. Du studierst also an einer der 9 Hochschulen vor Ort.
Wie lange dauert das Filmwissenschaft-Studium?
Eine feste Zahl nennen wir Dir bewusst nicht, weil jede Hochschule die Regelstudienzeit in ihrer Prüfungsordnung selbst festlegt. Plane aber am besten den ganzen Weg ein. Weil 8 der 12 Studiengänge Master sind, machst Du vor dem Fachabschluss fast immer noch einen Bachelor, oft in einem Nachbarfach.
Brauche ich einen Bachelor in Filmwissenschaft für den Master?
Nein, und das wäre bei 4 Bachelor-Studiengängen im ganzen Land auch schwer zu schaffen. Für den Master brauchst Du einen ersten Hochschulabschluss, der fachlich anschließt, und meist kommen die Studierenden aus den Medien-, Kultur-, Literatur- oder Kunstwissenschaften. Welche Bedingungen genau gelten, etwa geforderte Leistungspunkte aus filmbezogenen Modulen, liest Du am besten in der Zulassungsordnung des jeweiligen Masters nach.
Was verdient ein Filmkritiker?
Für die Filmkritik allein können wir Dir leider keine belastbare Zahl nennen. Der Entgeltatlas führt keine eigene Berufsgruppe dafür, und viele Filmkritikerinnen und Filmkritiker arbeiten freiberuflich und werden pro Text oder pro Beitrag bezahlt. Zur Orientierung kannst Du den Wert der Gruppe „Theater-, Film- und Fernsehproduktion“ nehmen, dort sind es 4.882 Euro brutto im Monat auf der Expertenebene, Stand 2024.
Was macht ein Dramaturg – ist das dasselbe?
Nein, aber die beiden Fächer berühren sich. Als Dramaturg arbeitest Du am Aufbau eines Stücks oder eines Stoffes und am Spielplan eines Hauses. In Mainz gibt es deshalb den Master Filmwissenschaft/Mediendramaturgie, der beides verbindet. Wenn Dich vor allem die Arbeit am Stoff reizt, schau Dir gern unseren Artikel zur Dramaturgie an.
Ist Filmwissenschaft dasselbe wie Medienwissenschaft?
Ganz dasselbe ist es nicht, auch wenn sich die Fächer nahestehen. Die Medienwissenschaft ist der größere Rahmen und nimmt alle Medien in den Blick, während sich die Filmwissenschaft auf Film und Kino konzentriert. Die Grenze zwischen beiden ist fließend, so heißt der Kieler Master „Medienwissenschaft: Film und Fernsehen“ und steht deshalb in unserer Liste. Zu jedem Fach haben wir eine eigene Seite mit eigenen Zahlen, und die lassen sich nicht übertragen.

Angebote fürs Studium per E-Mail

Du willst Filmwissenschaft studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.

  • Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
  • Stipendien und Förderprogramme
  • Praktika und Trainee-Programme
  • Gratis-Aktionen und Geld-Angebote

Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.

Weiter zum Filmwissenschaft-Studium

Woher die Zahlen kommen
  • Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Berufsgruppe „Theater-, Film- und Fernsehproduktion“, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024. Daraus stammen 4.882 Euro (Expertenebene, 5.417 Beschäftigte), 4.603 Euro (Spezialistenebene, 4.319 Beschäftigte) und 4.285 Euro (Fachkraftebene, 3.144 Beschäftigte). Für die Helferebene wird kein Wert veröffentlicht.
  • Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Berufsgruppe „Geisteswissenschaften“, gleiche Einstellungen, Stand 2024: 5.698 Euro brutto im Monat auf 3.676 Beschäftigten. Dort ist nur die Expertenebene veröffentlicht.
  • Eigene Auswertung der myStipendium-Studiengangsdatenbank, Stand 23.09.2026: 12 Studiengänge an 9 Hochschulen in 8 Städten, davon 4 Bachelor und 8 Master, kein Fernstudium und kein duales Angebot. Gezählt sind nur Studiengänge, die Filmwissenschaft, Film Studies, Filmkultur oder den Schwerpunkt Film und Fernsehen im Namen tragen; Hochschulzertifikate sind nicht enthalten. Die Zahlen zu den Nachbarfächern stammen aus derselben Datenbank und werden dort getrennt gezählt.
  • Angaben zu Zulassung, Bewerbung, Semesterbeitrag und Regelstudienzeit stehen in den Ordnungen der einzelnen Hochschulen. Sie ändern sich pro Semester – prüfe sie dort, bevor Du Dich bewirbst.

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