Einstiegsgehalt 
2.153
Durchschnittsgehalt 
2.877
Ausbildung 
Bachelor

Was ist ein Journalist?

Journalisten bereiten Informationen auf und vermitteln sie über Medien wie Zeitungen und Zeitschriften, Fernsehen, Radio oder Internet an die Öffentlichkeit. Die Berufsbezeichnung ist rechtlich nicht geschützt, das heißt jeder darf sich prinzipiell Journalist nennen, unabhängig von Ausbildung oder Können. Genauso wie die Medien verändert sich auch das Berufsbild ständig, so gewinnt etwa der Online-Journalismus derzeit immer mehr an Bedeutung. Viele Journalisten arbeiten heute freiberuflich auf Honorarbasis und nicht mehr in fester Anstellung.

Was macht ein Journalist?

Skandale aufdecken, Promis interviewen oder reißerische Schlagzeilen texten - das sind weit verbreitete Vorstellungen von der Arbeit eines Journalisten, die aber nicht unbedingt der Realität entsprechen. Als Journalist oder Journalistin hast Du zwar einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag, bist aber auch viel mit Routinetätigkeiten beschäftigt. Was Du konkret zu tun hast, hängt natürlich davon ab, für welches Medium Du arbeitest.

In einer Zeitungsredaktion planst Du Beiträge und Themen und sprichst Dich in Redaktionssitzungen mit Deinen Kollegen ab. Um keine Neuigkeiten zu verpassen, durchforstest Du regelmäßig Meldungsübersichten. Für Deine Recherchen klemmst Du Dich hinter das Telefon, triffst Dich persönlich mit Interviewpartnern oder informierst Dich im Internet. Eventuell besuchst Du Pressekonferenzen oder nimmst direkt vor Ort an Ereignissen wie Sportveranstaltungen oder Kongressen teil. Deine Texte verfasst Du anschließend oft unter Zeitdruck, denn üblicherweise musst Du Abgabefristen - sogenannte Deadlines - einhalten.

Bei einem Fernsehsender stellst Du Videomaterial und gesprochenen Text für eine Sendung zusammen oder stehst vielleicht als Live-Reporter selbst vor der Kamera. Als Rundfunk-Journalist verfasst Du Tonbeiträge, eventuell sprichst Du Deinen Text selbst auf Band oder bist für das Schneiden der Tonspuren verantwortlich. Im Online-Journalismus hast Du es oft mit suchmaschinenoptimierten Texten und multimedialen Darstellungsformen zu tun, also mit kombinierten Text-, Bild- oder Videobeiträgen.

Egal in welchem Bereich Du arbeitest: Wichtig ist immer, dass Du Deine journalistischen Beiträge zielgruppengerecht aufbereitest. In den Boulevard-Medien schreibt man anders als in der sogenannten Qualitätspresse, und Online-Meldungen müssen knackiger formuliert sein als die Reportage in der Sonntagsausgabe einer großen Tageszeitung.

Wie wird man Journalist?

Wer Journalist oder Journalistin werden will, muss irgendwas mit Medien studieren? Das ist ein weiteres Klischee! Eine klassische Journalismus-Ausbildung gibt es in Wahrheit nicht, denn Talent und Können zählen im Journalisten-Beruf mehr als ein bestimmter Abschluss. Natürlich bedeutet das nicht, dass Du keine Ausbildung zum Journalisten brauchst. Es gibt aber verschiedene Wege, die zum Ziel führen:

  • Ein Studium der Publizistik oder Medienwissenschaft vermittelt Dir theoretisches Wissen, nicht aber das praktische Handwerkszeug als Journalist. Du solltest daher unbedingt schon während des Studiums Praxiserfahrungen sammeln. Zum Beispiel kannst Du einen Nebenjob bei einer Lokalzeitung annehmen oder Dir als freier Mitarbeiter einen Namen machen.
  • Ein Uni-Abschluss ist zwar keine Voraussetzung für den Journalisten-Beruf, bei Arbeitgebern aber immer gern gesehen. Du kannst prinzipiell mit fast jedem Studium Journalist werden, sogar mit Fächern wie Chemie, Wirtschaftswissenschaften oder Informatik! Der große Vorteil ist, dass Du sehr spezielles Wissen mitbringst und daher als Fachjournalist eine Nische besetzen kannst. Deine schreiberischen Fähigkeiten musst Du Dir aber anderswo aneignen - zum Beispiel in einer Journalisten-Schule.
  • Journalisten-Schulen werden häufig von großen Medienhäusern und Verlagen betrieben. Hier bekommst Du eine fundierte und praxisnahe Journalist-Ausbildung, die Plätze sind aber begrenzt und dementsprechend heiß umkämpft.
  • Ein Volontariat zählt vor allem bei großen Tageszeitungen oder Verlagen zu den Voraussetzungen für eine Festanstellung als Journalist. Es handelt sich um eine sehr praxisnahe Journalist-Ausbildung, die Dir ein festes Gehalt einbringt. Auch hier ist die Konkurrenz groß. Praktische Erfahrungen und Referenzen sind daher günstig, um aus der Masse der Bewerber herauszustechen.

Top 3 Studiengänge

Journalismus & Unternehmens­kommunikation (B.A.)

  • Sprache: Deutsch
  • Beginn: WS oder SS
  • Präsenzstudium

Standorte:

  • Berlin
  • Hamburg
  • Iserlohn

Medien- und Kommunikations­management (B.A.)

  • Sprache: Deutsch
  • Beginn: WS oder SS
  • Präsenzstudium

Standorte:

  • 8 Standorte

Journalist/in

  • Dauer: 14 Monate
  • Beginn: Jederzeit
  • Fernlehrgang

Standorte:

  • online

Wo arbeitet ein Journalist?

Als Journalist kannst Du entweder in fester Anstellung oder freiberuflich auf Honorarbasis arbeiten. In letzterem Fall bist Du für verschiedene Auftraggeber tätig und musst Dich selbst darum kümmern, dass genug Geld auf Dein Konto gelangt.

Journalisten arbeiten grundsätzlich für unterschiedliche Medien wie:

  • Zeitungen und Zeitschriften (Printmedien)
  • Radiosender
  • Öffentlich-rechtliche und private Fernsehsender
  • TV-Produktionsfirmen
  • Online-Medien

Eine weitere Möglichkeit sind Nachrichtenagenturen. Hier schreibst Du nicht direkt für die Öffentlichkeit, sondern versorgst andere Medien mit den neuesten Informationen.

Auch PR-Abteilungen großer Unternehmen beschäftigen Journalisten oder kaufen journalistische Beiträge zu.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Journalisten aus?

Was Du als Journalist genau zu tun hast, hängt natürlich von Deinem konkreten Arbeitsbereich ab. Normalerweise wirst Du mit folgenden Tätigkeiten beschäftigt sein:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Einen Teil Deiner Zeit wirst Du in der Redaktion oder bei Dir zu Hause mit Schreibtischarbeit verbringen. Je nach Aufgabenbereich nimmst Du vielleicht an Pressekonferenzen teil, triffst Dich mit Interview-Partnern oder besuchst Bibliotheken und Archive. Als Live-Reporter bist Du direkt am Ort des Geschehens, um über ein lokales Dorffest, ein Fußballspiel oder ein Gipfeltreffen mit hochkarätigen Politikern zu berichten. Manchmal können für Deine Recherchen sogar mehrtägige Reisen nötig sein.

Als Auslands-Korrespondent vermittelst Du Informationen und Berichte aus verschiedenen Regionen der Welt. Du bist daher viel unterwegs oder hältst Dich dauerhaft im Ausland auf.

Was verdient ein Journalist?

Falls Du nach Deiner Journalismus-Ausbildung fest angestellt wirst, liegt Dein Einstiegsgehalt bei etwa 2.000 bis 3.300 Euro brutto. Die Spitzengehälter für erfahrene Journalisten belaufen sich auf bis zu 6.000 Euro. Als Freiberufler hängt Dein Gehalt ganz von der Auftragslage und Deinem Verhandlungsgeschick ab. Gerade als Berufsanfänger wirst Du wahrscheinlich etwas weniger als Deine fest angestellten Kollegen verdienen, gute Arbeit und entsprechende Referenzen machen sich aber durch höhere Honorare bezahlt.

Wo finde ich einen Job als Journalist?

Wie sind die Berufsaussichten für Journalisten?

Der Beruf Journalist ist ziemlich begehrt: Regelmäßig absolvieren mehr junge Menschen eine Ausbildung zum Journalisten (z.B. ein Publizistik-Studium), als es freie Stellen gibt. Vor allem wenn Du Dich um ein Volontariat oder eine Festanstellung bewirbst, wirst Du die Konkurrenz deutlich zu spüren bekommen! Bessere Karten hast Du, wenn Du schon während Deiner Journalismus-Ausbildung praktische Erfahrungen sammelst und wichtige Kontakte knüpfst. Die Tendenz geht in den letzten Jahren dahin, dass Medienbetriebe immer mehr auf freie Mitarbeiter setzen. Für Berufsanfänger ist das auch eine große Chance, denn durch gute Arbeit kannst Du Dir einen Namen machen und landest später möglicherweise in einer Festanstellung. Auch im Online-Journalismus sind die Berufsaussichten vergleichsweise gut.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Die Bezeichnung "Journalist" ist ein eigentlich ein Überbegriff für verschiedene Tätigkeiten und Funktionen:

  • Reporter berichten direkt vom Ort des Geschehens, im Fernsehen etwa in Form von Live-Schaltungen.
  • Korrespondenten berichten aus dem Ausland für bestimmte Medien.
  • Redakteure sind für das Auswählen und Aufbereiten eigener oder fremder Beiträge verantwortlich.
  • Moderatoren leiten Diskussionsrunden im Fernsehen oder gestalten die Übergänge von einem Beitrag zum anderen.
  • Kolumnisten schreiben in Zeitungen regelmäßig kurze Meinungsbeiträge.

Als Journalist kannst Du Dich zum einen auf ein bestimmtes Medium wie Tageszeitungen, Radio oder Fernsehen spezialisieren. Du kannst Dich aber auch auf bestimmte Themengebiete festlegen, etwa auf Innen- oder Außenpolitik, Regionales, Wirtschaft, Kultur oder Wissenschaft. Viele Journalisten besetzen noch kleinere Nischen wie etwa Musik-, Mode- oder Reisejournalismus.

Passt der Beruf Journalist zu mir?

Zwar kann prinzipiell jeder Journalist werden, doch der Beruf ist nicht für jeden geeignet! Folgende Voraussetzungen solltest Du mitbringen, wenn Du über eine Journalist-Ausbildung nachdenkst:

Hervorragende Sprachkenntnisse
Als Journalist hast Du es fast immer mit Sprache zu tun. In Rechtschreibung und Grammatik solltest Du daher absolut sattelfest sein und Du solltest über einen überdurchschnittlichen Wortschatz verfügen.
Ausdrucksfähigkeit und Stilsicherheit
Selbstverständlich sollten Deine Texte oder Beiträge nicht nur sprachlich korrekt sein, sondern auch stilistisch überzeugen.
Kreativität
Zwar sind journalistische Beiträge keine Kunstwerke. Trotzdem solltest Du ein wenig mit Sprache jonglieren können oder eine Auge dafür haben, wie man ansprechende Bilder und Videos gestaltet.
EDV- und Technik-Kenntnisse
Deine Texte verfasst Du selbstverständlich am Computer, als Bildoder Videojournalist musst Du mit Kamera und Bildbearbeitungsprogrammen umgehen. Im Online-Journalismus hast Du es häufig mit speziellen Programmen, sogenannten Content Management Systemen, zu tun. Du solltest daher keine Berührungsängste gegenüber IT und Technik haben.
Gute Allgemeinbildung
Gute journalistische Beiträge setzen entsprechendes Hintergrundwissen und damit eine umfassende Allgemeinbildung voraus.
Hartnäckigkeit
Um an exklusive Informationen heranzukommen, brauchst Du Ausdauer bei Deinen Recherchen und musst Interviewpartnern vielleicht unangenehme Fragen stellen.
Belastbarkeit
Zeitdruck gehört für Journalisten zum Alltag und darf Dich daher nicht über Gebühr belasten.

Und nicht zuletzt: Journalismus ist kein 9-to-5-Job, sondern setzt Begeisterung und Hingabe voraus! Leidenschaft für den Beruf solltest Du daher unbedingt mitbringen, wenn Du Dir als Journalist Deine Brötchen verdienen willst.