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Volontariat: Definition, Voraussetzungen, Stellen

Ein Volontariat kann ein beruflicher Türöffner sein. Aber wie läuft das genau ab, welche Bezahlung darfst Du erwarten und was bringt Dir das für Deine spätere Karriere? Und was ist sinnvoller, ein Volontariat, ein Praktikum oder eine Trainee-Stelle? Falls Du Dich mit solchen und ähnlichen Fragen herumschlägst, liefern wir Dir hier die Antworten!

Was ist ein Volontariat?

Ursprünglich war mit dem Begriff "Volontariat" ein unbezahlter Freiwilligendienst für karitative oder gemeinnützige Organisationen gemeint. Heute bezeichnet man damit meistens ein Ausbildungsverhältnis im Medien- und Kulturbereich. Als Volontär oder Volontärin sammelst Du fundierte praktische Erfahrungen in der Branche, in der Du später arbeiten willst. Anders als eine typische Berufsausbildung (Lehre) ist das Volontariat aber gesetzlich nicht genau geregelt.

Wo finde ich eine Stelle als Volontär?

Folgende Unternehmen und Organisationen vergeben regelmäßig Volontariate:

  • Printmedien (Tageszeitungen und Zeitschriften)
  • Buchverlage
  • Rundfunkanstalten (Radio und Fernsehen)
  • Online-Medien
  • PR-Agenturen
  • Museen, Galerien, Ausstellungshäuser
  • Kunsthändler und Auktionshäuser
  • Öffentliche Bibliotheken (in Thüringen und Sachsen)

Die mit Abstand meisten Stellenangebote finden sich im Medienbereich. Das Volontariat ist heute der typische Einstieg in eine Karriere als Journalist oder Redakteur! Bei Tageszeitungen und Zeitschriften - aber nur hier - ist das Ausbildungsverhältnis mittlerweile tarifvertraglich geregelt. Das bedeutet, es gibt gewisse einheitliche Standards, was Dauer, Ablauf und Bezahlung betrifft.

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Wie lange dauert ein Volontariat?

Im Schnitt dauern Volontariate zwischen 12 und 24 Monate. Es kommt natürlich auch darauf an, in welcher Branche Du das Volontariat machst:

  • Tageszeitungen und Zeitschriften: Laut Tarifvertrag ist eine Dauer von 24 Monaten vorgesehen. In letzter Zeit sind manche Verlage aber dazu übergegangen, das Volontariat auf 36 Monate zu verlängern. Andererseits kann die Ausbildung auf 15 Monate verkürzt werden, wenn der Volontär oder die Volontärin sich als "hervorragend geeignet" erweist.
  • Rundfunk: Öffentlich-rechtliche Radio- und Fernsehanstalten bieten in der Regel 18-monatige Volontariate an.
  • Buchverlage: In der Buchbranche dauern Volontariate normalerweise 12, manchmal sogar nur 6 Monate.
  • Öffentliche Kultureinrichtungen: In Museen, Ausstellungen, Sammlungen und Bibliotheken werden sogenannte wissenschaftliche Volontariate angeboten, die standardmäßig 24 Monate dauern.

Welche Voraussetzungen brauche ich für ein Volontariat?

Formal ist die einzige Voraussetzung ein [strong]Mindestalter von 18 Jahren[/strong]. Weil Volontariate sehr begehrt sind und es häufig viel mehr Bewerber als freie Stellen gibt, solltest Du faktisch aber eine Reihe weiterer Voraussetzungen mitbringen!

Volontariat im Journalismus

Hochkarätige Zeitungsverlage und Rundfunk-Anstalten achten in der Regel auf Folgendes:

  • Abschluss: Abi ist die absolute Mindestvoraussetzung, meistens kommen aber nur Bewerber mit abgeschlossenem Studium zum Zug.
  • Praxiserfahrung: Absolvierte Praktika, Nebenjobs oder eine freie Mitarbeit im Medienbereich erhöhen Deine Chancen enorm.
  • Internationale Erfahrungen: Falls Du schon einmal im Ausland studiert oder gearbeitet hast, ist das ein weiterer Pluspunkt.
  • Arbeitsproben: Dadurch zeigst Du Deinem zukünftigen Arbeitgeber ganz konkret, was Du kannst.
  • Aufnahmetests: Das Auswahlverfahren kann auch Wissenstests oder ein Assessment Center einschließen.
  • Kein bisher absolviertes Volontariat: In der Journalisten-Laufbahn ist nur ein Volontariat vorgesehen. Warst Du also schon einmal Volontär oder Volontärin, dann hat Deine Bewerbung wenig Aussicht auf Erfolg!

Falls Du nicht alle diese Voraussetzungen mitbringst, soll Dir das aber nicht den Wind aus den Segeln nehmen! Regionalblätter, kleinere PR-Agenturen oder Online-Medien haben keinen derart großen Bewerber-Andrang wie die großen, renommierten Medienhäuser. Du hast dort auch ohne Hochschulabschluss oder Auslandserfahrung realistische Chancen. Praktische Erfahrungen in der Medienbranche sind aber immer gerne gesehen und stechen den akademischen Titel oft sogar aus!

Wissenschaftliches Volontariat

Für ein wissenschaftliches Volontariat im Kunst- und Kulturbereich brauchst Du ein abgeschlossenes facheinschlägiges Studium mit Master-Abschluss. Der Bachelor reicht in der Regel nicht aus! Manchmal ist sogar eine Promotion erwünscht, etwa wenn Du Museumskurator werden willst.

Bibliotheksvolontariat

Für das Bibliotheksvolontariat in Sachsen und Thüringen brauchst Du ebenfalls ein abgeschlossenes Master-Studium oder eine Promotion in einem geeigneten Fach.

Wie läuft ein Volontariat ab?

Im Idealfall schließt ein Volontariat die [strong]praktische Mitarbeit im Unternehmen plus ein paar Theoriekurse[/strong] oder Seminare ein. Weil es keine rechtsverbindlichen Standards gibt, solltest Du den genauen Ablauf am besten in einem schriftlichen Ausbildungsplan mit Deinem Arbeitgeber vorab vereinbaren! Darin sollte festgehalten werden, welche Stationen Du absolvierst, was genau Du dort machst, wer als Ausbildner oder Mentor für Deine Betreuung zuständig ist und wieviel Geld Du bekommst.

Volontariat im Journalismus

Bei Tageszeitungen und Zeitschriften ist der Ablauf tarifvertraglich geregelt und daher überall ähnlich: Als angehender Journalist oder Redakteur lernst Du mindestens 3 Ressorts kennen, in denen Du jeweils mindestens 2 Monate verbringst. Die Ressorts für Politik und für Lokales sind obligatorisch. Die dritte Station kannst Du mit Deinem Arbeitgeber individuell vereinbaren, Du wählst beispielsweise das Wirtschafts-, Kultur- oder Sport-Ressort. In Rundfunk-Anstalten absolvierst Du meist 5 bis 10 verschiedene Stationen. Diese Rotation ist wichtig, weil jedes Ressort seine besonderen Herausforderungen mit sich bringt.

Als Volontär oder Volontärin übernimmst Du prinzipiell ähnliche Tätigkeiten wie Deine fertig ausbildeten Kollegen. An Deine Aufgaben wirst Du Schritt für Schritt herangeführt, anschließend erhältst Du ausführliches Feedback von Deinem Ausbildner oder Mentor.

In der Redaktion einer Tageszeitung oder Zeitschrift können beispielsweise folgende Aufgaben auf Dich zukommen:

  • Hintergründe für einen Artikel recherchieren
  • Interviews vorbereiten oder führen
  • an Pressekonferenzen teilnehmen
  • wichtige Agenturmeldungen filtern
  • Meldungsübersichten, Glossen oder Artikel schreiben
  • Social Media-Meldungen schreiben
  • Texte redigieren
  • das Layout eines Artikels gestalten

Bei einem Fernseh- oder Radiosender machst Du zum Beispiel Folgendes:

  • vor Ort von Ereignissen berichten
  • Videos drehen
  • bei Videoaufnahmen assistieren
  • Tonspuren aufnehmen
  • Video- oder Tonmaterial schneiden

Je länger Du in einem bestimmten Ressort arbeitest, desto mehr Verantwortung übernimmst Du. Gegen Ende des Volontariats solltest Du das Journalisten-Handwerk so gut beherrschen, dass Du einen fertig ausgebildeten Kollegen ersetzen kannst.

Um Deine praktischen Fähigkeiten auch theoretisch zu festigen, nimmst Du während des Volontariats an einigen Seminaren teil, die im oder außerhalb des Unternehmens stattfinden können. Sie dauern insgesamt etwa 4 Wochen und Du lernst darin die Grundlagen des Journalisten-Handwerks von der Pieke auf kennen. Außerdem kommen hier auch presserechtliche Themen wie das Urheber- oder Verlagsrecht zur Sprache, mit denen Du als angehender Journalist vertraut sein solltest.

Wissenschaftliches Volontariat

In Museen, Galerien, Kunstsammlungen und Bibliotheken ist das Volontariat stärker wissenschaftlich orientiert. Oft übernimmst Du während Deines 2-jährigen Volontariats ein eigenes Forschungsprojekt oder bist für einen Teilbereich eines größeren Projekts verantwortlich. Neben den eigentlichen wissenschaftlichen Tätigkeiten wie sammeln, erhalten, dokumentieren und forschen lernst Du aber auch die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Verwaltung und Management kennen.

Mit folgenden Aufgaben wirst Du als Volontär oder Volontärin unter anderem beschäftigt sein:

  • bei der Planung neuer Ausstellungen mithelfen
  • den Zustand von Sammlungen kontrollieren
  • Ausstellungsgegenstände restaurieren oder konservieren
  • neu zugekaufte Sammlungsobjekte überprüfen und dokumentieren
  • Texte für Ausstellungen, Ausstellungskataloge oder Audioguides erstellen
  • Besucher durch die Ausstellung führen
  • Workshops für Schüler abhalten
  • Pressemeldungen verfassen
  • Zeit- und Kostenpläne erstellen

Normalerweise durchläufst Du alle Abteilungen des Hauses nach einem zuvor vereinbarten Ausbildungsplan, wobei Du mit Deinem Arbeitgeber verschiedene Schwerpunkte vereinbaren kannst. Du solltest aber in keiner Abteilung mehr als 12 Monate verbringen. Falls Du bei Deinem Arbeitgeber nicht alle typischen Fachbereiche absolvieren kannst, hospitierst Du eventuell für einige Zeit in einem anderen Betrieb. Darüber hinaus besuchst Du überbetriebliche Weiterbildungen und nimmst an Konferenzen und Tagungen teil.

Bibliotheksvolontariat

Das sogenannte Bibliotheksvolontariat in Sachsen und Thüringen [strong]entspricht den Bibliotheksreferendariaten[/strong] in den restlichen Bundesländern. Es bereitet Dich auf eine Tätigkeit als "wissenschaftlicher Bibliothekar" vor. Du arbeitest hier nicht nur praktisch in der Bibliothek mit, sondern absolvierst daneben ein begleitendes Master-Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft, das Du am Ende mit einer Masterarbeit abschließt.

In Deiner Ausbildungsbibliothek durchläufst Du alle Organisationsbereiche und Fachreferate nach einem zuvor festgelegten Ausbildungsplan. Du lernst etwa, Bibliotheksbestände zu erfassen, dokumentieren und verwalten, wobei der Umgang mit elektronischen Datenbanken und Informationssystemen eine große Rolle spielt. Außerdem wirst Du die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Management und Personalführung kennenlernen.

Wie viel verdient man als Volontär?

Schwerverdiener bist Du als Volontär oder Volontärin nicht: Durchschnittlich kannst Du mit 1.000 bis 1.500 Euro brutto monatlich rechnen. Wieviel auf Deinem Konto landet, hängt von Faktoren wie dem Bundesland oder der Größe des Ausbildungsbetriebs ab - und nicht zuletzt davon, welche Art von Volontariat Du machst.

Volontariat im Journalismus

Am höchsten fällt die Vergütung in Medienunternehmen aus, die tarifvertraglich gebunden sind. Die aktuellen Tarifverträge sehen folgende zeitlich gestaffelte Gehälter vor:

  • Tageszeitungen: Im ersten Jahr bekommst Du 1.881 Euro, im zweiten Jahr 2.181 Euro brutto monatlich.
  • Zeitschriften: Hier ist Dein Alter entscheidend. Bist Du unter 22, sind im ersten Jahr 1.488 Euro vorgesehen, im zweiten Jahr 1.735 Euro. Bist Du 22 oder älter, dann verdienst Du im ersten Jahr 1.895 Euro, im zweiten Jahr 2.143 Euro.
  • Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Im ersten Jahr erwarten Dich 1.614 Euro, im zweiten Jahr 1.915 Euro.

Doch Vorsicht: Nicht alle Verlage und Rundfunkanstalten halten sich an den allgemeinen Tarifvertrag, einige haben einen Haustarifvertrag, andere sind gar nicht tarifgebunden. In diesem Fall wird Dein Gehalt vermutlich geringer ausfallen.

Wissenschaftliches Volontariat

Der Deutsche Museumsbund hat für das Gehalt von Volontären und Volontärinnen unverbindliche Empfehlungen herausgegeben. Demnach soll sich das Gehalt an den Tarifverträgen für den öffentlichen Dienst (TVöD) orientieren. Vorgesehen sind 50 Prozent der Erfahrungsstufen 1 und 2 der Entgeltgruppe 13.

Bedeutet im Klartext: Im ersten Jahr bekommst Du rund 1.900 Euro, im zweiten Jahr knapp 2.100 Euro brutto monatlich - falls sich Dein Ausbildungsbetrieb an die Empfehlungen hält.

Bibliotheksvolontariat

Verbindliche Vereinbarungen gibt es hier nicht, im groben Durchschnitt kannst Du mit 1.500 Euro brutto monatlich rechnen.

Allgemein gilt: Wieviel Du als Volontär oder Volontärin verdienst, ist auch Verhandlungssache und niemand zwingt Dich, Dich unter Deinem Wert zu verkaufen! Ein Uni-Abschluss, praktische Arbeitserfahrungen oder Auslandsaufenthalte sind Faktoren, die Deinen Wert am Arbeitsmarkt steigern - Du kannst in den Gehaltsverhandlungen also ruhig darauf hinweisen.

Was ist der Unterschied zum Praktikum, zur Hospitanz und zur Trainee-Stelle?

Als Berufseinsteiger hast Du die Qual der Wahl: Volontariat, Praktikum, Hospitanz oder doch lieber eine Trainee-Stelle? Bevor Du eine Entscheidung triffst, solltest Du aber erst einmal die genauen Unterschiede kennen!

Praktikum

Sowohl Praktikum als auch Volontariat sollen Dich an ein bestimmtes Berufsfeld heranführen. Ein Praktikum fällt mit 1 bis 6 Monaten aber deutlich kürzer aus und ist damit weniger tiefgehend als ein Volontariat. Normalerweise werden Dir als Praktikant leichtere Arbeiten übertragen als einem Volontär oder einer Volontärin. Das Volontariat ist also "höherwertig" und wenn Du bereits einschlägige Praktika hinter Dir hast, erhöht das Deine Chancen auf eine Volontariatsstelle

Ein weiterer Unterschied: Praktika können verpflichtend in Deiner Ausbildung oder Deinem Studium vorgesehen sein, ein Volontariat ist dagegen immer freiwillig. Du kannst in Deiner Laufbahn außerdem mehrere Praktika machen, während Du ein Volontariat in der Regel nur einmal absolvierst.

Darüber hinaus sind die rechtlichen Rahmenbedingungen verschieden: Praktika fallen unter bestimmten Voraussetzungen unter das Mindestlohngesetz (MiloG), Volontariate dagegen nicht. Bei einem Pflichtpraktikum im Rahmen Deiner Ausbildung gehst Du aber mitunter leer aus! Als Volontär oder Volontärin steht Dir dagegen laut Berufsbildungsgesetz (BBiG) ein Gehalt zu, wenn es auch nicht gerade üppig ausfällt.

Trainee-Stelle

Eine Trainee-Stelle ist ähnlich wie ein Volontariat eine praktische Heranführung an eine anspruchsvolle berufliche Tätigkeit. Die Dauer und der Ablauf sind vergleichbar, der [strong]Unterschied liegt eher in der Branche[/strong]: Während man Volontariate vorwiegend im Medien- und Kulturbereich findet, richten sich Trainee-Stellen häufig an studierte Betriebswirte oder Techniker.

Ein weiterer Unterschied: Häufig werden Trainees an eine erste leitende Position herangeführt. Als Volontär oder Volontärin erlernst Du dagegen eher das "Handwerkszeug" in Deinem späteren Berufsfeld, Du bleibst also im operativen Bereich tätig.

In Sachen Gehalt schneiden Trainees meist besser ab als Volontäre: Üblich sind Einstiegsgehälter zwischen 2.000 und 3.000 Euro, also nahezu so viel wie Berufsanfänger in einem "normalen" Job bekommen.

Hospitanz

Hospitieren bedeutet wörtlich "zu Gast sein". In der Lehrerausbildung beispielsweise nehmen Hospitanten für eine gewisse Zeit nur beobachtend am Unterricht teil. Im Kulturbereich ist eine Hospitanz dagegen eher mit einem Praktikum vergleichbar. Du arbeitest probeweise im Unternehmen mit und bekommst leichtere Arbeiten übertragen. Vor allem am Theater ist diese Art der Berufseinführung sehr verbreitet. Manchmal ist eine Hospitanz verpflichtend im Studium oder einem Ausbildungsplan vorgesehen.

Im Unterschied zum Volontariat ist eine Hospitanz in der Regel wesentlich kürzer, meist dauert sie 4 bis 6 Wochen. Eine Hospitanz soll zum [strong]Kennenlernen eines bestimmten Berufsfelds[/strong] dienen, während Du als Volontär oder Volontärin eine fundierte praktische Ausbildung erhältst. Sehr oft arbeiten Hospitanten in diesem Zeitraum unbezahlt. War man einmal Hospitant, erhöht das aber die Chancen auf ein bezahltes Praktikum oder ein Volontariat.

Sollte ich ein Volontariat machen?

Das hängt zunächst von Deinem Berufswunsch ab. Für ein Volontariat gibt es - grob gesagt - folgende Zielgruppen:

  • Angehende Journalisten: Ein Volontariat bei einem hochkarätigen Arbeitgeber gilt heute als Königsweg in den Journalismus. Es ist natürlich kein absolutes Muss: Alternativ dazu kannst Du auch eine Journalistenschule besuchen.
  • Angehende PR-Fachleute: Als Volontär oder Volontärin im Medienbereich bist Du später auch in PR-Agenturen oder in PR-Abteilungen großer Unternehmen ein gefragter Experte.
  • Geistes- und Kulturwissenschaftler: Du hast ein Studium wie Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft, Geschichte oder Altertumswissenschaft absolviert und willst beruflich hoch hinaus? Dann eröffnet Dir ein Volontariat die Chance auf einen spannenden, anspruchsvollen und gut bezahlten Job im Kulturbereich.

Kurz gefasst bringt Dir ein Volontariat folgende Vorteile:

Du bekommst eine praxisnahe, hochwertige Berufsausbildung, ohne sofort ins kalte Wasser springen zu müssen. Denn an Deine Aufgaben wirst Du Schritt für Schritt herangeführt. Weil Du über einen längeren Zeitraum fix in das Unternehmen eingebunden bist, weißt Du am Ende, "wie der Hase läuft". Durch externe Weiterbildungen ist auch für das theoretische Fundament gesorgt. Darüber hinaus knüpfst Du Kontakte, die Dir später sehr nützlich sein können! Gerade im Journalismus ist es das A und O, dass Du gut vernetzt bist und man Deinen Namen in der Branche kennt.

Natürlich ist nicht nur alles rosig - folgende Nachteile kann ein Volontariat mit sich bringen:

In kleineren Unternehmen, etwa einer Regionalzeitung oder einem regionalen Museum, ist ein Volontariat häufig nicht so gut durchorganisiert und standardisiert wie in den großen Medienhäusern. Es kann sein, dass Deine Ausbildung recht einseitig ausfällt, weil es beispielsweise gewisse Ressorts gar nicht gibt. Und: Es kann Dir niemand garantieren, dass Du von Deinem Ausbildungsunternehmen später übernommen wirst. Statistisch darf nur jeder Dritte damit rechnen. Ein weiterer Wermutstropfen ist das Gehalt, das bei einem Volontariat nicht gerade üppig ausfällt.