- Fernstudium, ortsunabhängig
- Dauer: 3 Semester
- Ohne Numerus clausus
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Inhalt11 Abschnitte
- Wo kann ich Pflegewissenschaft studieren?
- Voraussetzungen und Zugang zum Pflegewissenschaft-Studium
- Primärqualifizierend oder aufbauend: zwei sehr verschiedene Studiengänge
- Inhalte und Ablauf im Pflegewissenschaft-Studium
- Was kannst Du mit Pflegewissenschaft werden?
- Was verdienst Du mit Pflegewissenschaft?
- Pflegewissenschaft und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
- Das Pflegewissenschaft-Studium in Zahlen
- Passt das Pflegewissenschaft-Studium zu Dir?
- Häufige Fragen zum Pflegewissenschaft-Studium
- Weiter zum Pflegewissenschaft-Studium
Wo kann ich Pflegewissenschaft studieren?
Pflegewissenschaft studierst Du in Deutschland auffällig oft an einer kirchlichen Hochschule und fast immer vor Ort oder dual, weil die Praxis fest dazugehört. Ein duales Studium findest Du in diesem Fach besonders häufig, und für die meisten Bachelor brauchst Du keinen NC.

- ortsunabhängig, 3 Semester Regelstudienzeit
- ohne Numerus clausus


Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026 – gezählt ist jeder veröffentlichte Studiengang, dessen Primärfach Pflegewissenschaft ist und der Pflegewissenschaft, Pflege oder Nursing im Namen trägt; 4 Einträge sind Vollzeit- und Teilzeitvariante desselben Angebots.
In diesem Fach gibt es keinen Anbieter, der alles dominiert. Uns ist aber aufgefallen, wie viele kirchliche Hochschulen darunter sind, katholische wie evangelische. Das ist historisch gewachsen, denn die Kranken- und Altenpflege lag in Deutschland lange in kirchlicher Hand. Falls Du danach suchst, wohin es nach dem Examen gehen kann, lies auf unseren Seiten zu Pflegemanagement und Pflegepädagogik weiter, denn das sind eigene Wege nach dem Pflegestudium. Die Studiengänge dort zählen wir getrennt, deshalb gehören sie nicht zu den 75 hier.
Voraussetzungen und Zugang zum Pflegewissenschaft-Studium
Für ein Pflegewissenschaft-Studium brauchst Du Abitur, Fachabitur oder fachgebundene Hochschulreife, alternativ reicht auch eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufserfahrung. Von den 57 Bachelor, die wir gefunden haben, kommen 37 ohne Zulassungsbeschränkung aus, und nur 20 haben eine. Damit stehen Dir knapp zwei Drittel ohne NC offen, und das ist für ein Gesundheitsfach ungewöhnlich.
Wenn es mit dem Studienplatz nicht klappt, liegt das hier seltener an der Note als an Nachweisen, an die kaum jemand denkt. Viele Hochschulen verlangen nämlich Unterlagen, deren Fristen früher ablaufen als die Bewerbungsfrist selbst. Wir raten Dir deshalb, Dir die Anforderungen Deiner Wunschhochschule frühzeitig genau anzusehen.
Was solltest Du mitbringen?
- Fachabitur: reicht an Fachhochschulen meist aus, Universitäten fragen in der Regel das Abitur
- Fachgebundene Hochschulreife
- Abgeschlossene Berufsausbildung plus Berufserfahrung: in vielen Bundesländern ein Weg an die Hochschule. Was genau gilt, regelt das Hochschulgesetz Deines Bundeslandes
- Ärztliches Attest - über die gesundheitliche Eignung
- Erweitertes Führungszeugnis und Nachweis über Masernschutz - beides früh beantragen
- Vorpraktikum in der Pflege - verlangen viele Hochschulen vor Studienbeginn
- Aufnahmegespräch - manchmal Teil der Bewerbung
Primärqualifizierend oder aufbauend: zwei sehr verschiedene Studiengänge
Diesen Unterschied solltest Du unbedingt kennen, denn er ist der wichtigste in diesem Fach und am Namen der Studiengänge nicht zu erkennen. Zwei völlig verschiedene Angebote heißen beide Pflegewissenschaft oder schlicht Pflege. Wenn Du den falschen Typ erwischst, bewirbst Du Dich auf ein Studium, das gar nicht für Dich gedacht ist.
Woran Du den Unterschied erkennst
Welcher Typ es ist, haben wir in unserer Liste leider nicht hinterlegt, deshalb musst Du auf der Seite der Hochschule nachlesen. Zum Glück verraten ihn zwei Formulierungen fast immer:
- Primärqualifizierend: In der Beschreibung stehen „staatliche Prüfung“, „Berufszulassung“, „Pflegeberufegesetz“ oder „ausbildungsintegrierend“. Meist brauchst Du zusätzlich einen Vertrag mit einer Klinik oder einer Pflegeeinrichtung.
- Aufbauend: Dort steht „setzt eine abgeschlossene Pflegeausbildung voraus“ oder „für examinierte Pflegefachpersonen“.
Vielleicht hast Du schon gehört, dass ein Pflegewissenschaft-Studium die Pflegeausbildung ersetzt, doch das stimmt nicht automatisch. Nur das primärqualifizierende Studium führt zur Berufszulassung. Bei allen anderen Studiengängen bleibt die Ausbildung Dein Weg in den Beruf am Bett.

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Inhalte und Ablauf im Pflegewissenschaft-Studium
Definition Pflegewissenschaft: worum es im Fach geht
Pflegewissenschaft ist die Wissenschaft von der pflegerischen Versorgung. Sie geht der Frage nach, was in der Pflege tatsächlich wirkt, und zwar ganz praktisch.
Im Studium lernst Du, solche Fragen mit Studien zu beantworten statt mit bloßer Erfahrung, und die Antworten zurück ans Bett zu bringen.
Die Schreibweise wechselt, gemeint ist dasselbe Fach. Ob Du ein Studium Pflegewissenschaft oder Pflegewissenschaften suchst, ein Pflegewissenschaften-Studium, ein Studium der Pflegewissenschaften oder Studien in Pflegewissenschaft: Du landest immer beim selben Bestand. In den Studiengangsnamen selbst tauchen drei Varianten auf: Pflegewissenschaft, Pflege und Nursing. 37 der 75 Studiengänge heißen wörtlich Pflegewissenschaft, die übrigen tragen Pflege im Namen – etwa als „Pflege B.Sc.“, „Angewandte Pflegewissenschaft“ oder „Evidenzbasierte Pflege“.
Diese Fächer erwarten Dich
- Pflegewissenschaftliche Grundlagen, Pflegetheorien und Pflegeprozess
- Forschungsmethoden, Statistik und evidenzbasierte Pflege
- Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie
- Gesundheitspsychologie und Gesundheitssoziologie
- Gerontologie: die Wissenschaft vom Altern des Menschen
- Recht und Ethik im Gesundheitswesen
- Kommunikation, Beratung und Anleitung
- Qualitätsmanagement und Grundlagen des Gesundheitsmanagements
Zur Theorie kommt in diesem Studium reichlich Praxis dazu. In den primärqualifizierenden Studiengängen kommen noch die Praxiseinsätze nach dem Pflegeberufegesetz hinzu.
- Du übst Handgriffe an Modellen und im Rollenspiel, bevor Du sie an Menschen anwendest
- zum Beispiel den Verbandwechsel und das Vorbereiten einer Infusion
- dazu die Mobilisation und die Gesprächsführung
- in der Klinik
- in der Altenpflege und in der ambulanten Pflege
- in der Psychiatrie und in der Pädiatrie
Was Pflegewissenschaft in der Pflege verändert
Was das Studium von der Ausbildung unterscheidet, ist vor allem der wissenschaftliche Teil. Du lernst, Studien zu lesen, Daten auszuwerten und zu erkennen, ob eine Maßnahme belegt ist oder nur seit dreißig Jahren so gemacht wird. Die evidenzbasierte Pflege hat das Ziel, Entscheidungen am Bett auf solche Belege zu stützen. Diese Fähigkeit öffnet Dir später auch die Tür zu Lehre, Beratung, Qualitätsmanagement und Forschung.
Bachelor und Master
Bei den Abschlüssen ist in unserer Liste alles vertreten, vom Bachelor of Arts, Bachelor of Science und Bachelor of Education bis zum Master of Arts, Master of Science und Master of Education. Welcher Abschluss am Ende draufsteht, hängt davon ab, wie die Hochschule den Studiengang aufbaut, und sagt nichts über das Niveau aus. Wenn Du einen Bachelor of Education siehst, deutet schon der Titel darauf hin, dass er auf die Pflegeschule vorbereitet.
Was kannst Du mit Pflegewissenschaft werden?
Was Du mit Pflegewissenschaft werden kannst, hängt davon ab, mit welchem der beiden Studientypen Du gestartet bist. Nach dem primärqualifizierenden Studium arbeitest Du in der unmittelbaren Pflege, hast aber mehr Möglichkeiten, später die Richtung zu wechseln. Mit dem aufbauenden Studium führt Dich Dein Weg meist aus der Pflege heraus, in Lehre, Beratung, Qualität oder Forschung. Das sind die typischen Felder, in denen Du danach arbeiten kannst:
Arbeiten kannst Du danach in Krankenhäusern und Universitätskliniken, in Alten- und Pflegeheimen, bei ambulanten Pflegediensten und Sozialstationen oder in Rehakliniken. Auch Pflegeschulen und Hochschulen, Krankenkassen, Verbände und Behörden kommen als Arbeitgeber in Frage. Dazu kommen Fachverlage und Redaktionen, die Leute mit Pflegehintergrund suchen.
Zwei Richtungen sind so groß, dass wir ihnen eigene Seiten gewidmet und die Studiengänge dort getrennt gezählt haben. Falls Dich die Leitung einer Einrichtung oder das Unterrichten reizt, schau Dir diese Seiten an:
Was verdienst Du mit Pflegewissenschaft?
Mit Pflegewissenschaft verdienst Du auf einer Stelle für Akademiker im Durchschnitt 5.536 € brutto im Monat. Das gilt vor allem für Leitung, Lehre oder Stabsstellen, nicht für die Arbeit am Bett.
Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 813 (Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst, Geburtshilfe), Stand 2024.
Pflegewissenschaft und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: In der Pflege und an der Pflegeschule gut, denn dort gilt kaum eine Kerntätigkeit als automatisierbar, während Du in Planung, Abrechnung und Organisation deutlich stärker betroffen wärst. Für jeden Beruf prüft das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), wie viele der Kerntätigkeiten Computer und Maschinen heute technisch erledigen könnten, und wir haben dort für Dich nachgesehen. Beim Pflegewissenschaftler sind es 5 von 12.
Was beim Pflegewissenschaftler ersetzbar ist. Bis 2019 lag der Wert bei 17 Prozent, seitdem ist er auf 42 gestiegen. Auffällig finden wir, dass alle fünf ersetzbaren Aufgaben aus Planung, Abrechnung und Dokumentation stammen. Am Bett sieht das IAB dagegen kaum Ersatz. In der Pflegeberatung liegt der Wert bei 25 Prozent, in der Spezialpflege für Stoma, Kontinenz und Wunde bei 14.
- Als Pflegewissenschaftler: die Abrechnung, die Kalkulation, die Pflegeorganisation, die Pflegedokumentation und die Gesundheitsplanung
- Als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann: nur die Hygiene und die Pflegedokumentation
- An der Pflegeschule: allein die Lernzielkontrolle
- Das Qualitätsmanagement, die Pflegepädagogik, die Prävention, das Pflegemanagement und die Pflegewissenschaft selbst
- Am Bett die 17 weiteren Kerntätigkeiten, von der Grund- und Behandlungspflege über die Angehörigenberatung bis zur Sterbebegleitung
Welche Richtung für Dich sicherer ist. Am wenigsten betroffen sind die Wege, die wir weiter oben bei den Berufen mit direkter Arbeit am Menschen beschrieben haben, also Pflege mit Studium, Unterricht an der Pflegeschule und Pflegeexpertise für ein Spezialgebiet. Wenn Du mit dem Abschluss in Organisation und Planung wechselst, arbeitest Du in einem Bereich, den das IAB deutlich stärker für automatisierbar hält.
Das IAB weist aber selbst darauf hin, dass ein hoher Wert nicht bedeutet, dass eine Stelle wegfällt, und dass sich auch Berufe mit niedrigem Wert verändern. Ob sich ein Wechsel beim Gehalt für Dich lohnt, kannst Du im Abschnitt weiter oben nachlesen.
Das Pflegewissenschaft-Studium in Zahlen
an Universitäten14.479
an Fachhochschulen
Passt das Pflegewissenschaft-Studium zu Dir?
Vor den Studienfächern selbst musst Du keine Angst haben, sie sind machbar. Anstrengend wird es eher, weil Du mit Menschen in Ausnahmesituationen arbeitest und dabei jeden Schritt dokumentieren musst.
- Du willst in der Pflege arbeiten und dabei verstehen, warum etwas wirkt.
- Medizin und Sozialwissenschaft interessieren Dich beide.
- Du bist examiniert und suchst einen Weg in Lehre, Beratung oder Forschung.
- Du kannst mit Nähe umgehen: Leid, Schmerz, Sterben gehören zum Alltag.
- Praxis ab dem ersten Semester ist für Dich ein Plus, kein Schreck.
- Du erwartest allein vom Abschluss einen Gehaltssprung. Den gibt es so nicht.
- Du willst ortsunabhängig lernen – als Fernstudium gibt es nur einen Studiengang.
- Schichtdienst und Wochenenddienste kommen für Dich nicht infrage.
- Schreiben, Studien lesen und Dokumentieren nerven Dich.
- Du willst möglichst schnell Geld verdienen – dann ist die Pflegeausbildung der kürzere Weg.
Wenn Du noch unsicher bist, raten wir Dir zu zwei Wochen Praktikum auf einer Station, denn das beantwortet die Frage besser als jeder Online-Test.

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen zum Pflegewissenschaft-Studium
Was macht man mit Pflegewissenschaft?
Reicht im Pflegewissenschaft-Studium der Bachelor, oder machst Du danach noch den Master?
Pflegewissenschaft-Studium Voraussetzungen: Reicht das Fachabitur?
An welcher Uni kann man mit Krankenpflegeausbildung studieren?
Was kann man mit Therapie- und Pflegewissenschaften arbeiten?
Bachelor of Science Pflege Gehalt: Was bringt der Abschluss?
Welche Karrieremöglichkeiten nach dem Studium an der Hochschule für Gesundheit gibt es?
Gibt es ein Fernstudium in Pflegewissenschaft?
Wie lange dauert das Pflegewissenschaft-Studium?
Angebote fürs Studium per E-Mail
Du willst Pflegewissenschaft studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.
- Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
- Stipendien und Förderprogramme
- Praktika und Trainee-Programme
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- Gehalt: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppen 813 „Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst, Geburtshilfe“ und 842 „Lehrtätigkeit für berufsbildende Fächer“, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024.
- Berufszulassung und Praxiseinsätze im primärqualifizierenden Studium: Pflegeberufegesetz.
- Nicht belegbare Angaben – Studiengebühren, Tarifzahlen, Vergütung im dualen Studium, NC-Werte – nennen wir auf dieser Seite nicht.
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