Biomedizin-Studium: Unis, Studiengänge & Gehalt

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Biomedizin studieren - auf einen Blick
Was ist Biomedizin?Biomedizin erforscht, wie Krankheiten auf Zellebene entstehen - im Labor, nicht am Krankenbett. Arzt wirst Du damit nicht.14 der 25 Studiengänge tragen den Fachnamen, die übrigen heißen Biomedical Science, Medizinische Biologie oder Humanbiologie.
Brauche ich einen NC?Meistens ja: 7 von 12 Bachelor sind zulassungsbeschränkt, nur 5 sind zulassungsfrei.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?25 Studiengänge an 19 Hochschulen, verteilt auf 19 Studienorte.Darunter ein einziger Fernstudiengang und kein duales Studium.
Wie lange dauert es?Der Bachelor hat 6 oder 7 Semester Regelstudienzeit, der Master kommt obendrauf.Biomedizin ist ein Master-Fach: 15 Master stehen 12 Bachelor gegenüber.
Was verdienst Du damit?6.007 € brutto im Monat auf der obersten Anforderungsstufe.Als Fachkraft sind es 4.286 €. Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024.
Inhalt10 Abschnitte
  1. Wo kann ich Biomedizin studieren?
  2. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  3. Was ist Biomedizin - und was ist es nicht?
  4. Was lernst Du im Biomedizin-Studium?
  5. Was kannst Du mit Biomedizin werden?
  6. Was verdienst Du mit Biomedizin?
  7. Biomedizin und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
  8. Das Biomedizin-Studium in Zahlen
  9. Häufige Fragen zum Biomedizin-Studium
  10. Quellen

Wo kann ich Biomedizin studieren?

Biomedizin studieren kannst Du in Deutschland vor allem an Universitäten mit Medizinischer Fakultät, daneben an Fachhochschulen und privaten Hochschulen, und fast immer vor Ort. Stell Dich darauf ein, dass Biomedizin eher ein Master- als ein Bachelor-Fach ist und die meisten Bachelorstudiengänge zulassungsbeschränkt sind.

StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Biomedical Micro EngineeringHS KaiserslauternKaiserslauternBachelor of Engineering
Biomedical ScienceUni GreifswaldGreifswaldBachelor of Science
Biomedical SciencesHochschule FreseniusIdsteinBachelor of Science
BiomedizinUni WürzburgWürzburgBachelor of Science
BiomedizinHMU Health and Medical University ErfurtErfurtBachelor of Science
Biomedizinische WissenschaftenHochschule ReutlingenReutlingenBachelor of Science
Humanbiologie / Biomedical ScienceUni MarburgMarburgBachelor of Science
Medizinische BiologieUni Duisburg-EssenDuisburgBachelor of Science
Molekulare BiomedizinRFH Köln (Rheinische Fachhochschule Köln)KölnBachelor of Science
Molekulare Biomedizin (berufsbegleitend)RFH Köln (Rheinische Fachhochschule Köln)KölnBachelor of Science
Du siehst 10 von 25 Studiengängen.Alle 25 ansehen →Weniger anzeigen ↑
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Biomedical ComputingTUM (TU München)MünchenMaster of Science
Biomedical NeuroscienceTUM (TU München)MünchenMaster of Science
Biomedical SciencesHochschule Bonn-Rhein-SiegRheinbachMaster of Science
Biomedical SciencesHS AlbSigSigmaringenMaster of Science
Biomedical SciencesHochschule ReutlingenReutlingenMaster of Science
Biomedical SciencesUni FreiburgFreiburg im BreisgauMaster of Science
Biomedical TechnologiesUni TübingenTübingenMaster of Science
BiomedizinUni WürzburgWürzburgMaster of Science
BiomedizinUni MainzMainzMaster of Science
BiomedizinMHH Hannover (Medizinische Hochschule Hannover)HannoverMaster of Science
Biomedizinische DatenwissenschaftMHH Hannover (Medizinische Hochschule Hannover)HannoverMaster of Science
Biomedizinische Informatik und Data ScienceHochschule MannheimMannheimMaster of Science
Interdisziplinäre BiomedizinUni BielefeldBielefeldMaster of Science
Medizinische BiologieUni Duisburg-EssenDuisburgMaster of Science
Molekulare BiomedizinUni DüsseldorfDüsseldorfMaster of Science

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026; gezählt ist jeder veröffentlichte, aktive Studiengang, dessen Fachzuordnung Biomedizin ist und der den Fachbegriff im Namen trägt - Hochschulzertifikate und Weiterbildungskurse zählen nicht mit.

So kannst Du Biomedizin studieren
Studiengänge nach Studienform
26
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
–
dual
ein duales Studium gibt es im Fach nicht
1
im Fernstudium
ortsunabhängig, oft neben dem Beruf

Lass Dich bei der Suche nicht vom Namen täuschen, denn nicht jeder Studiengang heißt auch Biomedizin. In unserer Liste tragen 14 der 27 den Fachnamen, die übrigen findest Du als Biomedical Science, Medizinische Biologie oder Humanbiologie.

Worauf Du bei der Wahl achten solltest
Universität mit Medizinischer FakultätDas sind die großen Adressen im Fach, oft mit einem Uniklinikum nebenan, weil dort die Labore stehen, in denen geforscht wird.
Fachhochschule oder private HochschuleDazu kommen Fachhochschulen mit stärkerem Laborbezug und private Hochschulen.
Bachelor und Master am selben OrtDas geht laut unserer Tabelle nur an drei Orten, nämlich an der Uni Würzburg, der Uni Duisburg-Essen und der Hochschule Reutlingen.
Überall sonst wechselst DuFür den Master gehst Du an eine andere Hochschule. Das mag nach Aufwand klingen, gehört im Biomedizin-Studium aber einfach dazu.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Die formalen Voraussetzungen für Biomedizin sind überschaubar, denn Du brauchst nur eine Hochschulzugangsberechtigung, also in aller Regel Abitur oder Fachhochschulreife. In der Praxis entscheidet dann die Zulassung darüber, ob Du einen Platz bekommst, weil die Mehrheit der Bachelorstudiengänge im Fach zulassungsbeschränkt ist. Es lohnt sich also, gezielt auch nach den Studiengängen ohne Zulassungsbeschränkung zu schauen.

12
Bachelor-Studiengänge
dazu 15 Master, andere Abschlüsse gibt es nicht
7
davon mit Zulassungsbeschränkung
der Platz wird über ein Auswahlverfahren vergeben
5
davon ohne Zulassungsbeschränkung
hier schreibst Du Dich ohne Auswahlverfahren ein

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026

Die drei Wege zum Studienplatz
Zwei Wege in den Bachelor, einer über den Master
1. Ohne Zulassungsbeschränkung einschreiben
Bei 5 der 12 Bachelor im Bestand gibt es keine Zulassungsbeschränkung. Dort stellt sich die Frage nach dem NC gar nicht.
2. Über das Auswahlverfahren der Hochschule
7 der 12 Bachelor vergeben ihre Plätze über ein Auswahlverfahren. Eine Biomedizin-NC-Note nennen wir bewusst nicht. Der Numerus clausus ist kein fester Grenzwert, sondern das Ergebnis eines einzelnen Bewerbungsdurchgangs: Er hängt davon ab, wie viele sich beworben haben und wie viele Plätze es gab. Was im letzten Jahr gereicht hat, sagt Dir über das nächste wenig. Verbindlich ist allein die Zulassungsseite Deiner Wunschhochschule für das kommende Semester.
3. Als Master nach einem ersten Abschluss
15 der 25 Studiengänge sind Master. Hier zählt Dein erster Abschluss: Die Hochschulen verlangen einen naturwissenschaftlichen oder medizinnahen Bachelor und schauen auf die Laborpraxis, die Du mitbringst. Welche Nachweise genau verlangt werden, steht in der Zugangsordnung des jeweiligen Studiengangs. Plan den Master von Anfang an ein, auch mit einem Umzug.

Falls Du Ärztin oder Arzt werden möchtest, führt Dich Biomedizin nicht dorthin, weil Du ohne Staatsexamen keine Approbation bekommst. Als leichterer Ersatz fürs Medizinstudium eignet sich das Fach deshalb nicht. Auch nebenbei kannst Du es kaum studieren, denn wir haben im ganzen Fach nur einen einzigen Fernstudiengang und kein duales Studium gefunden.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Fachhochschulreife: zählt als Hochschulzugangsberechtigung
  • In Ausnahmefällen: abgeschlossene Ausbildung in einem verwandten Beruf plus mehrere Jahre Berufserfahrung
  • Die Regeln setzt jedes Bundesland selbst, und jede Hochschule prüft den Einzelfall. Frag vor der Bewerbung bei der Studienberatung nach
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Chemie, Biologie und Statistik - sie dürfen Dich nicht abschrecken
  • Geduld im Labor - stundenlang stehen und einen Versuch wiederholen, bis er sitzt
  • Englisch - englische Fachartikel dürfen Dich nicht ausbremsen. Mehrere Studiengänge im Bestand tragen einen englischen Namen, dort gehören Englischnachweise oft zur Bewerbung
  • Interesse an der Ursache einer Krankheit - mehr als an ihrer Behandlung

Was ist Biomedizin - und was ist es nicht?

Biomedizin liegt zwischen Biologie und Medizin. Im Studium gehst Du der Frage nach, wie eine Krankheit im Körper entsteht, also welche Zelle sich verändert, welches Gen abgelesen wird oder welches Eiweiß fehlt. Aus solchen Antworten werden später Diagnoseverfahren und Medikamente entwickelt. Deshalb verbringst Du Deine Zeit vor allem im Labor und kaum im Sprechzimmer.

Was Biomedizin nicht ist
Kein Medizinstudium unter anderem NamenAuch wenn der Name ähnlich klingt: Du legst am Ende kein Staatsexamen ab, bekommst keine Approbation und darfst niemanden behandeln.
Kein Umweg zum ArztberufWenn Du Ärztin oder Arzt werden willst, führt Dein Weg über das Medizinstudium. Biomedizin ist dafür weder ein Umweg noch eine Notlösung für einen zu hohen Numerus clausus.
Kein Parkplatz für WartesemesterDafür eignet sich das Fach nicht, weil es einen eigenen Zulassungsweg und eigene Berufsbilder hat.

Einige Nachbarfächer liegen sehr dicht an der Biomedizin, deshalb haben wir ihnen eigene Seiten gewidmet: die Molekulare Medizin, die Humanbiologie und die Biochemie. Weil wir für jedes Fach eigens zählen, findest Du dort andere Zahlen als hier. Einzelne Studiengänge stehen sogar auf beiden Listen, etwa die Humanbiologie / Biomedical Science in Marburg oder die Medizinische Biologie in Duisburg-Essen. Zähl sie also bitte nicht doppelt, denn es sind dieselben Studiengänge.

Nachbarfächer

führt zum Staatsexamen und zur Approbation
fragt dasselbe, sitzt aber noch näher an der Klinik
nimmt den Menschen als Organismus in den Blick
bleibt bei den Molekülen und ihren Reaktionen
Biomedizin
sitzt zwischen Biologie und Medizin: Labor, nicht Sprechzimmer
Einzelne Studiengänge tauchen auf beiden Listen auf - das sind dieselben, nicht zusätzliche.

Auf die Namen der Studiengänge kannst Du Dich in diesem Fach leider nicht verlassen. Hinter Molekularer Biomedizin, Biomedical Sciences, Medizinischer Biologie oder Biomedizinischer Datenwissenschaft stecken sehr unterschiedliche Studiengänge. Die Spanne reicht vom laborlastigen Naturwissenschaftsfach bis zur Auswertung medizinischer Daten am Rechner. Wir raten Dir deshalb, vor der Bewerbung den Modulplan zu lesen, weil er Dir mehr über den Inhalt verrät als der Titel.

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Was lernst Du im Biomedizin-Studium?

In den ersten Semestern fühlt sich das Studium noch wie ein Naturwissenschaftsstudium an, mit Chemie, Physik, Mathematik und Statistik und dazu den biologischen Grundlagen. Erst danach wird es medizinisch. Dann drehen sich die Inhalte im Biomedizin-Studium um den kranken Organismus und um die Methoden, mit denen Du ihm auf die Spur kommst.

Das steht im Biomedizin-Studium auf dem Plan
Die Schwerpunkte, die an fast jeder Hochschule im Grundstudium stehen
Zell- und Molekularbiologie
Das Kernstück des Fachs: Wie eine Zelle arbeitet, wie Erbinformation abgelesen und in Eiweiß übersetzt wird und was passiert, wenn dabei etwas schiefgeht.
Biochemie
Stoffwechselwege, Enzyme, Eiweiße. Ohne dieses Fach verstehst Du weder die Wirkung eines Medikaments noch den Befund aus dem Labor.
Anatomie und Physiologie
Aufbau und Funktion des menschlichen Körpers. Du lernst sie aus der Perspektive des Forschers, nicht aus der des Behandlers.
Immunologie und Virologie
Wie sich der Körper gegen Erreger wehrt - und warum ihm das bei manchen Viren und bei Krebszellen nicht gelingt.
Pathologie und Krankheitslehre
Krankhafte Veränderungen in Gewebe und Organen erkennen, benennen und einordnen. Hier laufen Biologie und Medizin zusammen.
Pharmakologie
Wie ein Wirkstoff entsteht, wie er im Körper wirkt und warum die meisten Kandidaten es nie bis zur Zulassung schaffen.
Labormethoden und Bioinformatik
Zellkultur, Mikroskopie, PCR, Sequenzierung - und die Auswertung der Daten am Rechner. Einzelne Studiengänge im Bestand machen daraus den Schwerpunkt, etwa die Biomedizinische Datenwissenschaft in Hannover.
Wissenschaftliches Arbeiten auf Englisch
Studien lesen, Ergebnisse sauber darstellen, eigene Versuche planen. Die Fachliteratur erscheint fast nur auf Englisch, mehrere Studiengänge tragen den englischen Namen Biomedical Science schon im Titel.

In unserer Liste stehen 15 Master und 12 Bachelor, der Master ist in der Biomedizin also die Regel. Plane Deinen Biomedizin-Master deshalb am besten von Anfang an mit ein. Weil die meisten Hochschulen entweder den einen oder den anderen Abschluss anbieten, gehört ein Wechsel der Hochschule für viele zum Weg dazu.

Bachelor - 6 oder 7 Semester
Der Unterschied liegt meist an einem Praxis- oder Auslandssemester, das fest eingeplant ist. Du sitzt in Vorlesungen, Seminaren und Übungen, den größeren Teil der Zeit verbringst Du aber im Labor - dort gilt Anwesenheitspflicht, in der Vorlesung meist nicht. Am Ende steht die Bachelorarbeit, fast immer als eigenes Laborprojekt. Bis auf einen Studiengang führen alle Bachelor zum Bachelor of Science; der ingenieurnahe Studiengang in Kaiserslautern schließt mit dem Bachelor of Engineering ab.
Master - Schwerpunkt und eigene Forschung
Im Master setzt Du einen Schwerpunkt, arbeitest länger an eigenen Forschungsprojekten und schreibst die Masterarbeit. Alle Master im Bestand führen zum Master of Science. Wie viele Semester Dein Master dauert, legt die Prüfungsordnung Deiner Hochschule fest.
Danach - Promotion für die Forschung
An die Masterarbeit hängen viele eine Promotion an, vor allem wer in der Forschung bleiben will. Sie ist kein Teil des Studiums und keine Voraussetzung für den Berufseinstieg - aber in der akademischen Forschung und in der Wirkstoffentwicklung ist sie der übliche nächste Schritt.

Studiengangszahlen, Regelstudienzeiten und Abschlüsse: eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026.

Was kannst Du mit Biomedizin werden?

Als Biomedizinerin oder Biomediziner arbeitest Du dort, wo Krankheiten untersucht, Wirkstoffe entwickelt, Befunde erhoben oder Zulassungen vorbereitet werden. Den Titel "Biomediziner" wirst Du in Stellenanzeigen allerdings selten finden, denn dort steht meistens, was Du tun sollst, und kaum, was Du studiert hast. Die Biomedizin-Berufe lassen sich weitgehend in sechs Felder einteilen:

Forschung an Hochschule und InstitutEigene Projekte, Drittmittel, Veröffentlichungen - an Universitäten, Unikliniken und Instituten. Der Einstieg läuft über den Master, meistens weiter über eine Promotion.
Master üblichPromotion
Pharma- und BiotechindustrieWirkstoffe entwickeln, testen und bis zur Zulassung begleiten. Der Weg führt vom Labor in die Projekt- oder Laborleitung.
LaborEntwicklung
Klinische StudienStudien planen, überwachen und auswerten, Daten und Dokumentation absichern. Nah an der Klinik, ohne selbst zu behandeln.
KlinikIndustrie
Diagnostik und SpeziallaboreProben untersuchen, Methoden etablieren, Befunde absichern - im Klinik-, Human- oder Auftragslabor.
LaborBefunde
Zulassung und QualitätssicherungVorschriften kennen, Prozesse dokumentieren, Prüfungen bestehen. Ein Weg aus dem Labor heraus, ohne das Fach zu verlassen.
RegularienBüro
Medizinische KommunikationFachwissen übersetzen: für Ärztinnen, Behörden oder die Öffentlichkeit. Du brauchst das Fach, arbeitest aber mit Menschen statt mit Proben.
KommunikationAgentur

Wie Deine Berufsaussichten in der Biomedizin aussehen, hängt stark von Deinem Abschluss ab. Das zeigt schon das Angebot der Hochschulen, in dem 15 der 25 Studiengänge Master sind.

Welcher Abschluss Dich wohin bringt
Bachelor
Mit dem Bachelor allein steigst Du eher in der Diagnostik, der Qualitätssicherung oder der Studienorganisation ein.
Master
Wenn Du forschen oder entwickeln möchtest, solltest Du den Master von Anfang an einplanen.
Promotion
Für die akademische Forschung brauchst Du meist auch die Promotion.

Vielleicht bist Du schon auf feste Quoten zu Beschäftigung und Zufriedenheit in diesem Fach gestoßen. Wir nennen sie hier bewusst nicht, weil sie aus alten Absolventenbefragungen stammen und uns keine aktuelle Quelle dafür vorliegt. Was sich belegen lässt, zeigen wir Dir im nächsten Abschnitt.

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Was verdienst Du mit Biomedizin?

Als Anhaltspunkt für Dein Gehalt nennen wir Dir 6.007 € brutto im Monat. So viel verdienen laut Entgeltatlas Beschäftigte auf der obersten Anforderungsstufe in der naturwissenschaftlichen Berufsgruppe 412. Eine eigene Berufsgruppe Biomedizin gibt es in der amtlichen Statistik nicht. Der Wert ist deshalb ein Richtwert für naturwissenschaftliche Expertentätigkeiten, und für Biomediziner wurde dieses Gehalt nirgends eigens ausgehandelt.

Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 412, Anforderungsniveau Experte, Bruttomonatsentgelt in Vollzeit, Deutschland, alle Altersgruppen und Branchen, Stand 2024.

Wie hoch Dein Biomedizin-Gehalt ausfällt, hängt vor allem davon ab, wie viel Verantwortung Du trägst. Die Bundesagentur für Arbeit unterscheidet dafür drei Stufen:

AnforderungsniveauBrutto im MonatMittleres ViertelBeschäftigte
Fachkraft4.286 €3.711 bis 5.317 €19.440
Spezialist5.106 €4.136 bis 6.323 €3.388
Experte6.007 €ab 5.635 €17.061
3.711 €untere Grenze5.317 €obere Grenze

Der Balken zeigt die Fachkraftstufe, also die Stufe, auf der die meisten mit dem Bachelor anfangen: Die mittlere Hälfte liegt zwischen 3.711 € und 5.317 €, der Strich markiert die 4.286 €.

So liest Du die Zahlen
Keine obere Grenze beim ExpertenDie haben wir oben bewusst nicht eingetragen. Die Bundesagentur veröffentlicht dafür keinen Wert, weil er über der Beitragsbemessungsgrenze liegt. Wir lassen das Feld lieber leer, als Dir eine geschätzte Zahl hinzuschreiben.
Die mittlere Stufe ist dünn besetztAuf der Spezialistenebene arbeiten nur 3.388 Beschäftigte, auf der Expertenebene dagegen 17.061 und damit mehr als auf der Fachkraftstufe. Das ist typisch für ein Forschungsfeld, weil die Stellen überwiegend einen vollen Hochschulabschluss verlangen.
Kein EinstiegsgehaltDer Entgeltatlas rechnet über alle Altersgruppen und Branchen, daraus lässt sich kein Startwert ableiten.

Für Dein Gehalt bedeutet das, dass der große Sprung weniger mit den Berufsjahren kommt als mit Deiner Qualifikation, also mit dem Master und oft mit der Promotion.

Was Du am Ende verdienst, hängt von der Branche, vom Bundesland, von der Tarifbindung und von der Größe des Betriebs ab. Eine befristete Projektstelle an der Uni wird eben anders bezahlt als eine Entwicklungsstelle in der Pharmaindustrie. Die Zahl oben hilft Dir bei der Orientierung, Dein eigenes Gehalt kann aber darüber oder darunter liegen.

Biomedizin und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: Sehr, wenn Du in die Forschung gehst, weil dort kaum etwas als automatisierbar gilt, während es in Zulassung und Studienbetreuung, wohin der Bachelor eher führt, mehr als die Hälfte ist. Wir haben dazu beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung nachgesehen, das für jeden Beruf schätzt, welcher Anteil seiner Kerntätigkeiten mit heutiger Technik von Computern erledigt werden könnte. Beim Molekularmediziner, dem Beruf, der Deinem Fach am nächsten kommt, sind es 2 von 14.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Regulatory-Affairs-Manager
5 von 7
Kerntätigkeiten automatisierbar
Prüfung, Standards und Arzneimittelrecht
Referent klinische Studien
4 von 7
Kerntätigkeiten automatisierbar
Klinische Prüfung und Arzneimittelrecht
Molekularmediziner
2 von 14
Kerntätigkeiten automatisierbar
2013 lag der Wert noch bei 25 %
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Regulatory-Affairs-Manager/in“, „Referent/in - klinische Studien (CRA)“ und „Molekularmediziner/in“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Was im Labor ersetzbar wäre. Beim Molekularmediziner zählt das IAB nur Laborarbeiten und Labordiagnostik zu den ersetzbaren Tätigkeiten. Der Wert ist in den letzten Jahren sogar gesunken, von 25 Prozent im Jahr 2013 auf heute 14. Wenn Du mit Master und Promotion in die Forschung gehst, entscheidest Du Dich also für den stabilsten Teil des Fachs.

Zulassung und klinische Studien sind stärker betroffen. Als Referent für klinische Studien sind es 4 von 7 Kerntätigkeiten.

Das kann Software übernehmen
  • Molekularmediziner: Laborarbeiten und Labordiagnostik
  • Regulatory-Affairs-Manager: Arzneimittelprüfung, internationale Standards wie GMP, Arzneimittelrecht, Medizinprodukterecht und sogar die Zulassung selbst
Das bleibt bei Dir
  • Molekularmediziner: Forschung, Entwicklung, Zellbiologie, Immunologie, Molekulargenetik und die Biomedizin selbst
  • Zulassung und klinische Studien: die Pharmakovigilanz, also die Überwachung von Arzneimittelrisiken
  • Referent für klinische Studien: dazu die klinische Forschung und die Pharmakologie

Dein Abschluss spielt dabei eine große Rolle. Das IAB betont, dass ein hoher Wert nur zeigt, welche Aufgaben sich verschieben, und keinen Wegfall des Berufs ankündigt. Umgekehrt bedeutet ein niedriger Wert auch nicht, dass die Forschung so bleibt, wie sie ist.

Mit dem Bachelor allein steigst Du, wie wir oben bei den Berufen beschrieben haben, eher in die Qualitätssicherung und die Studienorganisation ein, wo die Werte höher liegen. Das ist für uns ein weiterer Grund, Dir zu raten, den Master von Anfang an einzuplanen.

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Das Biomedizin-Studium in Zahlen

3.995
Studierende
Wintersemester 2025/26
72,7 %
davon Frauen
Wintersemester 2025/26
9,2 %
arbeitslos
Beruf Biologie, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 3.995 Studierenden:
76 %24 %
3.053
an Universitäten
942
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?973 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe 412, Spezialisten. Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 5.106 €
4.136 €untere 25 % darunter6.323 €obere 25 % darüber
Anders gesagt: die mittleren 50 % verdienen zwischen 4.136 und 6.323 € im Monat. Auf dieser Stufe arbeiten nur 3.388 Menschen, deutlich weniger als auf der Fachkraft- oder der obersten Stufe.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Berufsgruppe 412, Stand 2024

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Häufige Fragen zum Biomedizin-Studium

Was macht man mit einem Biomedizin-Studium?

Du erforschst, wie Krankheiten entstehen, und arbeitest an Diagnostik und Wirkstoffen mit - in der Forschung an Hochschulen und Instituten, in der Pharma- und Biotechindustrie, in klinischen Studien, in Diagnostiklaboren, in der Zulassung oder in der medizinischen Kommunikation.

Kann ich mit Biomedizin Arzt werden?

Nein. Das Biomedizin-Studium führt zu keinem Staatsexamen und zu keiner Approbation. Wer behandeln will, braucht das Medizinstudium. Biomedizin ist auch kein Umweg dorthin.

Ist Biomedizin ein NC-Fach?

Überwiegend ja: 7 der 12 Bachelor-Studiengänge sind zulassungsbeschränkt, 5 sind es nicht. Eine NC-Note nennen wir nicht - sie ergibt sich erst aus den Bewerbungen des jeweiligen Durchgangs und steht vorher nicht fest.

Wie lange dauert das Biomedizin-Studium?

Der Bachelor dauert 6 oder 7 Semester, je nach Hochschule und Praxissemester. Wie lange der Master dauert, legt die Prüfungsordnung Deiner Hochschule fest.

Reicht der Bachelor oder brauche ich den Master?

Das Angebot beantwortet die Frage indirekt: 15 der 25 Studiengänge sind Master, nur 12 sind Bachelor. Für Forschung und Entwicklung ist der Master der Normalfall, in der akademischen Forschung meist auch die Promotion.

Kann ich Biomedizin im Fernstudium studieren?

Kaum. Im gesamten Bestand steht genau ein Fernstudiengang, duale Studiengänge gibt es keine. Biomedizin verlangt Labor, und Labor verlangt Anwesenheit.

Was verdient man mit einem Biomedizin-Studium?

6.007 € brutto im Monat auf der obersten Anforderungsstufe, 5.106 € als Spezialist und 4.286 € als Fachkraft. Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 412, Stand 2024.

Was ist der Unterschied zwischen Biomedizin, Molekularer Medizin und Humanbiologie?

Die Fächer überschneiden sich stark. Molekulare Medizin sitzt näher an der Klinik, Humanbiologie nimmt den Menschen als Organismus in den Blick, Biochemie bleibt bei den Molekülen. Einzelne Studiengänge stehen auf mehreren unserer Listen - jede Seite zählt ihren eigenen Bestand.

Heißt der Studiengang überall Biomedizin?

Nein. 14 der 25 Studiengänge tragen den Fachnamen, die übrigen heißen Biomedical Science oder Biomedical Sciences, Molekulare Biomedizin, Medizinische Biologie oder Biomedizinische Datenwissenschaft. Lies vor der Bewerbung den Modulplan, nicht den Titel.

Kann ich Biomedizin ohne Abitur studieren?

In Ausnahmefällen ja, etwa mit einer abgeschlossenen Ausbildung in einem verwandten Beruf und mehreren Jahren Berufserfahrung. Die Regeln setzt jedes Bundesland selbst. Die Studienberatung der Hochschule sagt Dir, was in Deinem Fall zählt.

Quellen

Quellen dieses Artikels Studiengänge, Hochschulen, Studienorte, Abschlüsse, Regelstudienzeiten und Zulassungsbeschränkungen: eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026; gezählt ist jeder veröffentlichte, aktive Studiengang mit der Fachzuordnung Biomedizin, der den Fachbegriff im Namen trägt, ohne Hochschulzertifikate und Weiterbildungskurse · Gehalt: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Berufsgruppe 412, Anforderungsniveaus Fachkraft, Spezialist und Experte, Bruttomonatsentgelt in Vollzeit, Deutschland, Stand 2024; für die Expertenstufe veröffentlicht die Bundesagentur keine obere Grenze der mittleren Hälfte · Numerus clausus, Studiengebühren und Semesterbeiträge führen wir bewusst nicht auf: Verbindlich sind allein die Angaben der jeweiligen Hochschule für das kommende Semester. Zuletzt geprüft am 21.09.2026.

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Gehalt
8.516 €
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Schlecht
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4.870 €
Work - Life Balance
Durchschnittlich
Ausbildung
Master
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4.624 €
Work - Life Balance
Durchschnittlich
Ausbildung
Master
mit Studium
Biologe: Ausbildung & Beruf
Gehalt
5.877 €
Work - Life Balance
Durchschnittlich
Ausbildung
Bachelor
Dienstleistungsberufe
Tierarzt werden: Ausbildung & Beruf
Gehalt
5.663 €
Work - Life Balance
Gut
Ausbildung
Bachelor
Dienstleistungsberufe
Arzt/ Ärztin werden: Ausbildung & Beruf
Gehalt
7.632 €
Work - Life Balance
Gut
Ausbildung
Staatsexamen
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