Medizinstudium: Studiengänge, Ablauf & Karriere

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Medizin studieren - auf einen Blick
Wie lange dauert es?Die Regelstudienzeit beträgt sechs Jahre und drei Monate, der Unterricht umfasst 5.500 Stunden.So steht es in Paragraf 1 der Approbationsordnung für Ärzte. Die drei Monate am Ende sind die Prüfungszeit für den Dritten Abschnitt.
Wie ist das Medizinstudium aufgebaut?In drei Blöcken: Vorklinik, Klinik und Praktisches Jahr, getrennt durch drei Staatsexamen.Zwei Jahre Vorklinik bis zum Ersten Abschnitt, drei Jahre Klinik bis zum Zweiten, dann ein Jahr Praxis bis zum Dritten Abschnitt.
Wie schwer ist der Zugang?31.543 Bewerbende auf 10.281 Studienplätze, also 3,1 Bewerbende je Platz.Stiftung für Hochschulzulassung, Wintersemester 2025/26. Zahnmedizin liegt bei 7,2 Bewerbenden je Platz, Tiermedizin bei 4,7.
Brauche ich ein Einser-Abitur?Nur für einen Teil der Plätze. 30 Prozent gehen über die Abiturnote, 10 Prozent ohne sie, 60 Prozent über die Verfahren der Hochschulen.In den 60 Prozent zählt die Note mit, aber nicht allein: Der Medizinertest TMS ist dort als Kriterium verbindlich vorgeschrieben. In Hamburg und Magdeburg zählte bisher der HAM-Nat, ab 2027 gilt überall der TMSnat.
Ab wann verdient man im Medizinstudium Geld?Regulär erst danach. Im Praktischen Jahr ist eine Aufwandsentschädigung erlaubt, aber gedeckelt auf 855 Euro im Monat.Die Approbationsordnung verbietet alles, was über den BAföG-Bedarf hinausgeht: 475 Euro Grundbedarf plus 380 Euro Wohnzuschlag.
Was verdienst Du als Arzt?Im ersten Jahr nach der Approbation 5.722,05 Euro brutto im Monat nach Tarif, über alle Altersgruppen liegt die Mitte bei 7.450 Euro.Tarifvertrag der kommunalen Krankenhäuser, Tabelle ab 1. Juni 2026, und Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.

Wo kann ich Medizin studieren?

Medizin kannst Du an staatlichen Universitäten in Deutschland studieren oder, wenn Dein Schnitt dafür nicht reicht, ohne NC an Universitäten im EU-Ausland, deren Abschluss hier anerkannt ist. Komplett auf Deutsch und ohne Aufnahmetest kannst Du Medizin in Ungarn studieren, an drei Unis in Budapest, Pécs und Szeged. Wie Du in Österreich über den Aufnahmetest einen Platz bekommst, steht unter Medizinstudium in Österreich. Günstiger, aber auf Englisch und mit Test, ist ein Medizinstudium in Bulgarien. Auf Englisch oder Französisch kannst Du auch Medizin in Rumänien studieren, etwa in Cluj oder Iași. Meist ganz ohne Aufnahmetest, nur nach Deinen Abinoten, wählen die Unis beim Medizinstudium in Polen aus.

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Danube Private University
Humanmedizin
Danube Private University* · Krems, Österreich · 12 Semester
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Seit 2012 über 2.500 vermittelte Studienplätze. Du bekommst ein Infopaket per Post, danach ruft Dich die Studienberatung an. Das Infopaket ist kostenlos und unverbindlich.

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StudiengangHochschuleOrtAbschluss
HumanmedizinUni KölnKölnStaatsexamen
MedizinUni JenaJenaStaatsexamen
HumanmedizinUni AugsburgAugsburgStaatsexamen
MedizinFreie Universität BerlinBerlinStaatsexamen
HumanmedizinUni RegensburgRegensburgStaatsexamen

Wie kommst Du an einen Studienplatz?

Drei Quoten, ein Test - und kein Warten mehr

Ein Einser-Abitur brauchst Du nur für einen Teil der Plätze, denn sie werden in drei Hauptquoten vergeben, und nur in einer davon zählt die Abiturnote allein. Bevor es an die Quoten geht, werden bis zu 20 Prozent der Plätze an besondere Bewerbergruppen vergeben, etwa an Härtefälle, an Zweitstudienbewerber und über die Landarztquoten der Länder. Wie sich der Rest verteilt, haben wir Dir hier aufgeschlüsselt:

Die drei Hauptquoten
Stiftung für Hochschulzulassung, Verfahrensdetails für das zentrale Vergabeverfahren
Auswahlverfahren der Hochschulen60 %
Abiturbestenquote30 %
Zusätzliche Eignungsquote10 %
Die vier Wege zum Studienplatz
Die drei Hauptquoten nach Größe, dazu die Landarztquote der Länder
1. Über das Auswahlverfahren der Hochschulen
60 % der Plätze. Die Abiturnote ist hier ein Kriterium unter mehreren, der Medizinertest TMS ist verbindlich. Eine Berufsausbildung oder ein Freiwilligendienst bringt in vielen Hochschulverfahren einen Bonus.
2. Über die Abiturbestenquote
30 % der Plätze. Hier zählt die Abiturnote allein.
3. Über die Zusätzliche Eignungsquote
10 % der Plätze, ganz ohne Abiturnote. Hier zählen eine Berufsausbildung oder ein Freiwilligendienst. Wie es ganz ohne Abitur geht, haben wir für alle Länder aufgeschrieben.
4. Über die Landarztquote
Die Länder regeln sie selbst, vergeben werden diese Plätze nicht über hochschulstart. Im Gegenzug verpflichtest Du Dich, nach der Facharztweiterbildung mehrere Jahre in einer unterversorgten Region zu arbeiten. Plätze, Fristen und Auswahl aller elf Länder zeigt unser Überblick zur Landarztquote. Ohne NC geht es auch über die Bundeswehr, dafür verpflichtest Du Dich für 17 Jahre: Medizinstudium bei der Bundeswehr.
Was neben der Abiturnote zählt
  • Der Medizinertest TMS - die Stiftung für Hochschulzulassung gibt ihn für Human-, Zahn- und Tiermedizin als verbindliches Kriterium vor. Nächster Termin: 7. und 8. November 2026, Anmeldung ab 3. Juli 2026, Gebühr 100 Euro, Dauer rund fünf Stunden.
  • Eine Berufsausbildung oder ein Freiwilligendienst - entscheidend in der Zusätzlichen Eignungsquote, in vielen Hochschulverfahren ein Bonus.
Worauf Du nicht setzen solltest
  • Wartesemester - eine eigene Wartezeitquote gibt es im zentralen Verfahren nicht mehr. Wer wartet, verbessert seine Chance nicht automatisch. Was in der Zwischenzeit sinnvoll ist, steht in unserem Beitrag zu Wartesemestern in Medizin.
  • Das Losverfahren allein - Nachrückverfahren gibt es an einzelnen Hochschulen, aber mit wenigen Plätzen. Wie das Losverfahren in Medizin abläuft, haben wir getrennt beschrieben.
  • Einen Ortswunsch ohne Strategie - wo Du Dich bewirbst, verändert Deine Chance erheblich, siehe die Übersicht unten.

Viele unterschätzen, wie viel der Studienort ausmacht. Im Schnitt bewirbt sich jede Person an 23 Studienorten, und insgesamt gingen 724.857 Bewerbungen ein. Diese Bewerbungen verteilen sich aber sehr ungleich, denn in Mainz kommen 501 Bewerbungen auf einen Platz, in München dagegen nur 23. Mit einer klugen Wahl des Studienorts kannst Du Deine Chancen also spürbar verbessern. Landest Du trotzdem an einer Uni, die nicht passt, hilft oft ein Studienplatztausch.

Wenige Bewerbungen je Studienplatz
  • München U - 23
  • Marburg U - 43
  • Düsseldorf U - 48
  • Frankfurt am Main U - 49
  • Bochum U - 50
  • Ulm U - 51
  • Freiburg U - 52
  • Leipzig U und Saarbrücken U - je 53
Viele Bewerbungen je Studienplatz
  • Mainz / MC Trier U - 501
  • Dresden / Chemnitz TU - 318
  • Erlangen-Nürnberg / Bayreuth U - 290
  • Bielefeld U - 139
  • Oldenburg U - 137
  • Regensburg / MCN U - 136
  • Münster U - 128
  • Würzburg U - 118

Quelle: Stiftung für Hochschulzulassung, "Statistiken des Zentralen Verfahrens Wintersemester 2025/26", Datenstand 1. Oktober 2025. Die Zahl sagt nicht, wie gut Du sein musst - sie zeigt, wie stark ein Ort nachgefragt wird. In den Hochschulverfahren kann das den Ausschlag geben.

Wie läuft das Medizinstudium ab?

Vom Medizin Studium Aufbau bis zum Abschluss Medizinstudium - Vorklinik, Klinik, Praktisches Jahr

Der Ablauf im Medizinstudium ist bundesweit gleich geregelt, denn er ist in der Approbationsordnung für Ärzte festgelegt und hängt an keiner Studienordnung einer einzelnen Universität. Darin unterscheidet sich Medizin von fast jedem anderen Fach. Ob Du in Kiel oder in München studierst, der Aufbau des Medizinstudiums ist derselbe. Es gibt drei Abschnitte, die durch drei Staatsexamen getrennt sind, und dazu Pflichtpraktika, deren Dauer fest vorgeschrieben ist. Unterschiedlich ist nur, wie die Universität die Inhalte anordnet, denn Modellstudiengänge verzahnen zum Beispiel Vorklinik und Klinik von Anfang an. Für Dich heißt das, dass Du den Verlauf Deines Medizinstudiums so gut planen kannst wie in kaum einem anderen Fach.

Medizinstudium Ablauf: der Verlauf in sechs Schritten
Aufbau und Verlauf Medizinstudium nach der Approbationsordnung für Ärzte, Paragrafen 1 bis 7
1. Vorklinik, Semester 1 bis 4
Die naturwissenschaftlichen und theoretischen Grundlagen: Anatomie, Physiologie, Biochemie, dazu Physik, Chemie und Biologie und erste Kurse in medizinischer Psychologie. Parallel läuft der Krankenpflegedienst von drei Monaten, den Du vor dem Ersten Abschnitt nachweisen musst, und eine Ausbildung in Erster Hilfe.
2. Erster Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, nach zwei Jahren
Das frühere Physikum. Es besteht aus einem schriftlichen und einem mündlich-praktischen Teil. Wer besteht, wechselt in den klinischen Abschnitt.
3. Klinik, Semester 5 bis 10
Jetzt geht es um Krankheitsbilder, Diagnostik und Therapie - Innere Medizin, Chirurgie, Neurologie, Pädiatrie, Pharmakologie und die übrigen Fächer, meist in Blockpraktika am Patienten. In dieser Zeit absolvierst Du die Famulatur von vier Monaten, verteilt auf Klinik und ambulante Versorgung.
4. Zweiter Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, nach drei weiteren Jahren
Umgangssprachlich das Hammerexamen: eine schriftliche Prüfung über den gesamten klinischen Stoff. Sie ist die Eintrittskarte ins Praktische Jahr.
5. Praktisches Jahr, 48 Wochen
Zusammenhängende praktische Ausbildung am Krankenhaus in drei Abschnitten: Innere Medizin, Chirurgie und ein Wahlfach. Du arbeitest im Stationsalltag mit, unter Aufsicht und ohne eigene Approbation.
6. Dritter Abschnitt und Approbation
Eine mündlich-praktische Prüfung am Ende des Praktischen Jahres. Der Abschluss im Medizinstudium ist kein Bachelor und kein Master, sondern das Staatsexamen - mit ihm beantragst Du die Approbation, die Erlaubnis, als Ärztin oder Arzt zu arbeiten. Danach folgt die Facharztweiterbildung von fünf bis sechs Jahren, bereits im bezahlten Beruf.

So läuft ein Medizinstudium ab, und zwar überall gleich. Ablauf und Aufbau gibt die Approbationsordnung vor, nicht die einzelne Universität. Zwei Punkte gehen beim Ablauf im Medizin-Studium gern unter, und viele stolpern darüber. Den Krankenpflegedienst musst Du abgeschlossen haben, bevor Du zum Ersten Abschnitt antrittst, deshalb planst Du ihn am besten in die Semesterferien der ersten beiden Jahre oder schon vor Studienbeginn. Die Famulatur von vier Monaten liegt zwischen Erstem und Zweitem Abschnitt, und Du kannst sie nicht ins Praktische Jahr schieben.

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Was kannst Du mit Medizin werden?

Nach der Approbation arbeitest Du zuerst als Ärztin oder Arzt in Weiterbildung und wirst vom ersten Tag an nach Tarif bezahlt. Welche Fachrichtung Du wählst, entscheidest Du erst in dieser Weiterbildung, und danach bleibst Du im Krankenhaus oder gehst in eine Praxis. Die vier typischen Stationen auf diesem Weg haben wir Dir hier zusammengestellt:

Assistenzarzt / Assistenzärztin Die erste Stelle nach der Approbation, meist im Krankenhaus. Diagnose, Therapie und Patientenbetreuung bestimmen den Tag, dazu kommt viel Dokumentation. Approbation nötigFacharztweiterbildungTarif 5.722 - 7.355 €/Monat Beruf ansehen → Facharzt / Fachärztin Nach der Weiterbildung bist Du Facharzt für ein Gebiet, etwa Innere Medizin, Chirurgie oder Radiologie. In der Klinik steigt das Gehalt danach allein über die Berufsjahre. nach der WeiterbildungKlinik oder PraxisTarif 7.552 - 9.699 €/Monat Beruf ansehen →
Oberarzt / Oberärztin Leitet als erfahrener Facharzt einen Bereich der Klinik und betreut die Assistenzärzte. Darüber kennt der Tarif nur noch den Chefarztvertreter. Facharzt nötigKrankenhausTarif bis 10.811 €/Monat
Hausarzt / Hausärztin Facharzt für Allgemeinmedizin, meist in einer eigenen oder gemeinsamen Praxis. Wer über die Landarztquote studiert hat, arbeitet danach mehrere Jahre in einer unterversorgten Region. Praxis oder angestelltLandarztquote möglich

Wie sicher ist der Einstieg? Hier können wir Dich beruhigen, denn im Beruf Human- und Zahnmedizin waren 2025 nur 2,5 % arbeitslos. Allein in der Humanmedizin ohne Spezialisierung zählt der Entgeltatlas 116.071 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, und das zeigt Dir, wie groß der Arbeitsmarkt ist.

Quelle: TV-Ärzte/VKA, Tabelle gültig ab 1. Juni 2026, Grundgehalt ohne Dienste und Zulagen · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 und Entgeltatlas, Berufsgattung 81404

Ab wann verdienst Du im Medizinstudium Geld?

Famulatur, Praktisches Jahr - und was die Approbationsordnung erlaubt

Verdient man im Medizinstudium Geld? Im Regelfall verdienst Du erst im Praktischen Jahr Geld, also im sechsten Studienjahr, und auch dann nur in begrenztem Umfang. Dahinter steckt eine Regel, die viele nicht kennen, denn die Approbationsordnung verbietet es ausdrücklich, für das Praktische Jahr mehr zu zahlen als den BAföG-Bedarf. Das sind 475 Euro Grundbedarf plus 380 Euro Wohnzuschlag, also höchstens 855 Euro im Monat, ob als Geld oder als Sachleistung wie Wohnung und Essen. Selbst wenn ein Krankenhaus es wollte, dürfte es Dich im Praktischen Jahr also nicht wie eine Hilfskraft bezahlen.

Geld verdienen Medizinstudium: wann es fließt
Und wo die Approbationsordnung die Grenze zieht
Vorklinik und Klinik: kein Studienentgelt
In den ersten fünf Jahren zahlt Dir niemand etwas für das Studium selbst. Der Krankenpflegedienst von drei Monaten ist Pflichtbestandteil der Ausbildung und wird in der Regel nicht vergütet.
Famulatur: möglich, aber nicht vorgeschrieben
Für die vier Monate Famulatur gibt es keine Vergütungspflicht. Viele Kliniken zahlen freiwillig einen Zuschuss oder stellen Unterkunft und Verpflegung - das ist eine Entscheidung des Hauses, keine Regel. Fragen lohnt sich, vergleichen auch.
Praktisches Jahr: gedeckelt auf 855 Euro
Hier fließt am ehesten Geld, aber die Approbationsordnung zieht in Paragraf 3 Absatz 4 eine harte Obergrenze: Leistungen, die den BAföG-Bedarf übersteigen, sind nicht zulässig. Manche Häuser zahlen den vollen Betrag, andere deutlich weniger oder gar nichts.
Neben dem Studium: der übliche Weg
Geld verdienen im Medizinstudium heißt für die meisten: Nebenjob. Typisch sind studentische Hilfskraftstellen am Institut, Sitzwachen und Nachtdienste auf Station, der Rettungsdienst mit vorhandener Qualifikation oder Nachhilfe für jüngere Semester. In den Praktikumsphasen und vor den Examen ist dafür allerdings kaum Zeit.
Nach der Approbation: volles Gehalt
Erst mit der Approbation beginnt die bezahlte Arbeit als Ärztin oder Arzt in Weiterbildung - und dann sofort auf tariflichem Niveau. Wie viel das ist, steht im nächsten Abschnitt.

Um die Kosten der sechs Jahre aufzufangen, hast Du damit im Wesentlichen drei Möglichkeiten, nämlich ein Stipendium, BAföG und einen Nebenjob. Mit unserer Stipendiensuche siehst Du in wenigen Minuten, welche Programme zu Deinem Profil passen. Für Medizin gibt es auffällig viele, von den großen Begabtenförderungswerken bis zu Stiftungen einzelner Fachgesellschaften, und deshalb lohnt sich die Suche für Dich besonders.

Nach der Approbation ändert sich das schlagartig, denn dann wirst Du als Ärztin oder Arzt sofort nach Tarif bezahlt. Was Du zum Einstieg, netto und mit wachsender Berufserfahrung verdienst, zeigen wir Dir beim Gehalt als Arzt.

Was verdienst Du mit Medizin?

Medizin Studium Gehalt nach dem Abschluss - Tarif am Anfang, amtliche Zahlen für den Gesamtmarkt

Zum Einstieg verdienst Du als Ärztin oder Arzt rund 5.500 € brutto im Monat, im Durchschnitt sind es 7.632 €. Im Krankenhaus steigt Dein Gehalt nach Tarif in festen Stufen, allein durch die Berufsjahre.

5.500 €
Einstiegsgehalt
brutto im Monat
7.632 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat

Was netto bleibt, wie das Gehalt vom Assistenzarzt bis zum Oberarzt wächst und was in Deinem Bundesland gezahlt wird, liest Du im Artikel zum Gehalt als Arzt.

Einstiegs- und Durchschnittsgehalt: Statistisches Bundesamt, wie in unserem Gehaltsartikel.

Semmelweis Universität
Humanmedizin in Ungarn
Semmelweis Universität · Budapest · 12 Semester · ohne NC

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Medizin und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: Gut, solange Du am Patienten arbeitest, denn Diagnose und Therapie gelten als nicht automatisierbar, während das IAB in Radiologie und Pathologie rund die Hälfte der Kerntätigkeiten als ersetzbar einstuft. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) berechnet für jeden Beruf, welcher Anteil der Kerntätigkeiten mit heutiger Technik von Maschinen erledigt werden könnte, und diese Werte haben wir uns für Dich angesehen. Als Assistenzarzt, also auf der Stelle direkt nach der Approbation, betrifft es nur 1 von 7, nämlich die medizinische Dokumentation.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Facharzt Radiologie
5 von 9
Kerntätigkeiten automatisierbar
Bildgebung und Dokumentation
Assistenzarzt
1 von 7
Kerntätigkeiten automatisierbar
Nur die medizinische Dokumentation
Hausarzt (Allgemeinmedizin)
1 von 16
Kerntätigkeiten automatisierbar
Auch hier nur die Dokumentation
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Facharzt/-ärztin - Radiologie“, „Assistenzarzt/-ärztin“ und „Facharzt/-ärztin - Allgemeinmedizin (Hausarzt/-ärztin)“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Was in der Klinik ersetzbar wäre. Beim Assistenzarzt bleibt nur die medizinische Dokumentation übrig, und seit sie als ersetzbar gilt, steht der Beruf bei 14 %, während es bis 2019 noch 0 % waren. Als Hausarzt kämst Du sogar nur auf 6 %. Dort steht dieselbe Tätigkeit nämlich einer langen Liste gegenüber.

Anders sieht es in der Radiologie aus. Dort gelten 5 von 9 Kerntätigkeiten als ersetzbar, und schon 2013 lag der Wert bei 50 %. In der Pathologie ist es mit 4 von 8 ähnlich.

Das kann Software übernehmen
  • Assistenzarzt und Hausarzt: die medizinische Dokumentation
  • Radiologie: Computertomografie, Magnetresonanztomografie, Mammografie und Sonografie
  • Pathologie: Labordiagnostik und Histologie
Das bleibt bei Dir
  • Assistenzarzt: die Diagnose, die Therapie und die Betreuung Deiner Patientinnen und Patienten
  • Hausarzt: von Anamnese und Diagnose über die Vorsorge bis zur Betreuung von Menschen jeden Alters
  • Radiologie: die interventionelle Radiologie, die Neuroradiologie und das Anamnesegespräch
  • Pathologie: Obduktion und Zytologie

Wie belastbar sind diese Werte? Der Futuromat zeigt, was technisch möglich wäre, und sagt nichts darüber, was in Krankenhäusern und Praxen tatsächlich passiert. Das IAB betont selbst, dass ein hoher Wert nicht bedeutet, dass ein Beruf verschwindet, und dass sich auch bei niedrigem Wert die Arbeit verändern kann.

Wenn Du später Deine Facharztrichtung wählst, entscheidest Du also auch darüber, wie viel Bildauswertung und Laborarbeit Deinen Alltag ausmachen. Für Deine Studienwahl musst Du Dir darüber jetzt noch keine Gedanken machen, denn in welche Fachrichtung Du gehst, entscheidest Du erst in der Weiterbildung nach der Approbation.

Karls-Universität Prag
Humanmedizin in Tschechien
Karls-Universität Prag, 2. Medizinische Fakultät · Prag · 12 Semester · ohne NC

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Das Medizinstudium in Zahlen

120.553
Studierende
Platz 3 der größten Studienfächer in Deutschland
65,1 %
davon Frauen
Wintersemester 2025/26
2,5 %
arbeitslos
Beruf Human- und Zahnmedizin, 2025
Wie international ist das Fach?
So verteilen sich die 120.553 Studierenden:
88 %12 %
105.980
aus Deutschland
14.573
aus dem Ausland
Und wie viele fangen neu an?15.936 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Bachelor oder Master?
Studierende im Bachelor oder Master:
43 %57 %
888
im Bachelor
1.171
im Master
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025

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Häufige Fragen zum Medizinstudium

Wie läuft ein Medizinstudium ab?
Dein Med-Studium läuft in drei Abschnitten ab, die die Approbationsordnung für Ärzte vorgibt. Zuerst lernst Du zwei Jahre lang in der Vorklinik die naturwissenschaftlichen Grundlagen, und am Ende steht der Erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Danach folgen drei Jahre Klinik mit Krankheitslehre und Blockpraktika, die mit dem Zweiten Abschnitt enden. Zum Schluss kommen das Praktische Jahr über 48 Wochen und der Dritte Abschnitt, eine mündlich-praktische Prüfung. Hast Du ihn bestanden, kannst Du die Approbation beantragen.
Wie ist das Medizinstudium aufgebaut?
Beim Aufbau des Medizinstudiums gehst Du von den Grundlagen über die Krankheitslehre bis in die Praxis, also durch Vorklinik, Klinik und Praktisches Jahr, und jeder Teil endet mit einem Staatsexamen. Dazu kommen drei Pflichtbausteine mit fester Dauer. Vor dem Ersten Abschnitt leistest Du drei Monate Krankenpflegedienst, zwischen Erstem und Zweitem Abschnitt vier Monate Famulatur, und außerdem brauchst Du eine Ausbildung in Erster Hilfe. Modellstudiengänge verzahnen Vorklinik und Klinik stärker, halten sich aber an dieselben Prüfungen.
Wie lange dauert das Medizinstudium?
Rechne mit sechs Jahren und drei Monaten einschließlich der Prüfungszeit für den Dritten Abschnitt, also mit zwölf bis dreizehn Semestern. In dieser Zeit hast Du 5.500 Stunden Unterricht. Diese Werte stehen in Paragraf 1 der Approbationsordnung und gelten an jeder deutschen Universität gleich. Nach dem Studium folgt die Facharztweiterbildung, die je nach Fach weitere fünf bis sechs Jahre dauert, dann allerdings schon im bezahlten Beruf.
Medizinstudium: ab wann verdient man Geld?
Als Medizin-Student oder -Studentin verdienst Du regulär erst nach der Approbation Geld. Während des Studiums ist das Praktische Jahr die einzige Phase, in der eine Zahlung vorgesehen ist. Dort deckelt die Approbationsordnung die Aufwandsentschädigung auf den BAföG-Bedarf von 475 plus 380 Euro, also auf höchstens 855 Euro im Monat. Für die Famulatur muss Dich niemand bezahlen, viele Kliniken tun es aber freiwillig. Wenn Du im Medizinstudium Geld verdienen willst, arbeitest Du also nebenher, zum Beispiel als studentische Hilfskraft, im Sitzwachendienst oder im Rettungsdienst.
Wie viel verdient man, wenn man Medizin studiert?
Als Ärztin oder Arzt verdienst Du im Durchschnitt 7.632 Euro brutto im Monat, zum Einstieg sind es rund 5.500 Euro (Statistisches Bundesamt). Im Krankenhaus steigt Dein Gehalt danach nach Tarif in festen Stufen mit den Berufsjahren.
Welchen Abschluss hat man nach dem Medizinstudium?
Du schließt mit dem Staatsexamen ab und bekommst also weder einen Bachelor noch einen Master. Der Abschluss im Medizinstudium besteht aus drei Abschnitten der Ärztlichen Prüfung, und wenn Du den Dritten Abschnitt bestanden hast, kannst Du die Approbation beantragen. Der Doktortitel ist davon unabhängig, denn die Promotion ist freiwillig und für die ärztliche Tätigkeit nicht erforderlich.
Kann man Medizin ohne Einser-Abitur studieren?
Ja, das geht, denn nur 30 Prozent der Plätze werden über die Abiturbestenquote vergeben. Weitere 10 Prozent werden in der Zusätzlichen Eignungsquote ganz ohne Abiturnote vergeben, und dort zählen Testergebnisse, Berufsausbildung und Freiwilligendienste. In den Hochschulverfahren, über die 60 Prozent der Plätze laufen, ist die Note ein Kriterium unter mehreren, und der Medizinertest TMS ist dort verbindlich vorgeschrieben. Außerdem gibt es die Landarztquoten der Länder und das Studium im europäischen Ausland, wo eine Aufnahmeprüfung über die Zulassung entscheidet. An den staatlichen Unis in Österreich ist das der MedAT. In die deutschsprachigen Studiengänge in Ungarn kommst Du sogar ganz ohne Test.
Was kostet ein Medizinstudium?
An staatlichen Universitäten zahlst Du nur den Semesterbeitrag von rund 62 bis 356 Euro, Studiengebühren fallen dort keine an. An privaten deutschen Hochschulen musst Du mit 6.244 bis 9.000 Euro je Semester rechnen, über die Regelstudienzeit also mit 75.000 bis 117.000 Euro. Im europäischen Ausland kostet ein Semester zwischen 3.750 und 14.175 Euro. Und egal, wo Du studierst, kommen immer noch Lebenshaltung, Bücher und Lernmittel dazu.

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Dr. Mira Maier
myStipendium-Chefredakteurin

Zuletzt geprüft am 20. September 2026. Alle Zahlen in diesem Artikel stammen aus benannten Quellen mit Jahresangabe. Profil ansehen →

Quellen dieses Artikels Studienplätze, Bewerbendenzahlen, Studienorte und Bewerbungen je Platz: Stiftung für Hochschulzulassung, "Statistiken des Zentralen Verfahrens Wintersemester 2025/26", Datenstand 1. Oktober 2025 · Quoten, Vorabquoten und die Vorgabe zum fachspezifischen Studieneignungstest: Stiftung für Hochschulzulassung, Verfahrensdetails zum zentralen Vergabeverfahren, abgerufen am 20. September 2026 · Termine, Gebühr und Dauer des Medizinertests: TMS-Koordinationsstelle, tms-info.org, abgerufen am 20. September 2026 · Regelstudienzeit, Stundenzahl, Prüfungsabschnitte, Krankenpflegedienst, Famulatur, Praktisches Jahr und die Obergrenze für Leistungen im Praktischen Jahr: Approbationsordnung für Ärzte vom 27. Juni 2002, Paragrafen 1 bis 7 · BAföG-Bedarfssätze als Bezugsgröße dieser Obergrenze: Bundesausbildungsförderungsgesetz, Paragraf 13 Absatz 1 Nummer 2 und Absatz 2 Nummer 2 · Tarifgehälter: Marburger Bund, Entgelttabellen zum TV-Ärzte/VKA, Tabelle gültig ab 1. Juni 2026 · Gehalt über alle Arbeitgeber: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Berufsgattung 81404 Humanmedizin ohne Spezialisierung, Anforderungsniveau Experte, abgerufen am 20. September 2026 · Studiengebühren, Semesterbeiträge, Regelstudienzeiten und Partneruniversitäten: myStipendium-Datenbank, Stand 20. September 2026
Wozu wir bewusst keine Zahl nennen Ein Einstiegsgehalt aus dem Entgeltatlas. Für Beschäftigte unter 25 Jahren weist die Bundesagentur für Arbeit in dieser Berufsgattung keine Werte aus, die Fallzahl ist zu klein. Das Einstiegsgehalt in diesem Artikel stammt deshalb aus dem Tarifvertrag, nicht aus dem Entgeltatlas. · Ein NC für Medizin. Ein Numerus clausus ist keine Anforderung, sondern das Ergebnis des letzten Verfahrens - und er gilt seit der Reform nur noch für die 30 Prozent der Abiturbestenquote, getrennt nach Bundesland und Studienort. Eine einzelne bundesweite Zahl dafür gibt es nicht. · Eine Vergütung für die Famulatur. Es gibt keine Vergütungspflicht und keine Erhebung, die belastbar sagt, wie viel Kliniken im Schnitt freiwillig zahlen. · Die Kosten der Lebenshaltung im Studium. Wir nennen dafür den BAföG-Bedarfssatz als gesetzlich festgelegte Bezugsgröße, nicht einen geschätzten Durchschnitt.

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