Önologie-Studium: Alles über Hochschulen, Karriere & Gehalt

AnzeigeAgrarmanagement (B.Sc.)IU Internationale Hochschule* · FernstudiumIU Internationale HochschuleKostenlos und unverbindlich · ohne NC
  • Fernstudium, ortsunabhängig
  • Dauer: 6 Semester
  • Ohne Numerus clausus

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Önologie studieren - auf einen Blick
Was ist Önologie?Die Wissenschaft vom Wein. Önologie ist die Lehre vom Wein – vom Rebstock über den Ausbau im Keller bis zur Vermarktung. Wer sie studiert, heißt Önologin oder Önologe.Die Schreibweise Oenologie ohne Umlaut meint dasselbe Fach. Beide Formen stehen so in den Studiengangsnamen deutscher Hochschulen.
Brauche ich einen NC?Nein - alle 7 Bachelor sind zulassungsfrei.Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank.
Was macht ein Önologe?Er verantwortet den Wein, nicht nur den Weinberg. Kellerwirtschaft, Weinanalytik, Qualitätssicherung, Betriebsleitung, Vermarktung – im kleinen Weingut alles zusammen, in der großen Kellerei ein Ausschnitt davon.Önologe ist kein Ausbildungsberuf: Die Lehre im Weinbau heißt Winzerin oder Winzer.
Wo kann ich studieren?An 6 Hochschulen in 6 Orten – und die Hochschule Geisenheim hält allein 9 der 17 Studiengänge.17 Studiengänge, davon 7 Bachelor und 10 Master. Alle 7 Bachelor stehen ohne Zulassungsbeschränkung. Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 23.09.2026.
Was verdienst Du damit?4.725 € brutto im Monat auf der obersten Erfahrungsstufe der Berufsgruppe Gartenbau.Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024. Eine eigene Gehaltsgruppe für die Önologie gibt es nicht – die Bundesagentur führt den Weinbau im Gartenbau.
Inhalt10 Abschnitte
  1. Wo kann ich Önologie studieren?
  2. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  3. Was ist Önologie?
  4. Wie läuft das Önologie-Studium ab?
  5. Was kannst Du mit Önologie werden?
  6. Wie sind die Berufsaussichten?
  7. Was verdienst Du mit Önologie?
  8. Önologie und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
  9. In Zahlen
  10. Häufige Fragen zum Önologie-Studium
  11. Weiter zum Önologie-Studium

Wo kann ich Önologie studieren?

Önologie studieren kannst Du in Deutschland vor allem an Fachhochschulen, entweder in Präsenz oder recht oft auch dual, und im Bachelor brauchst Du dafür keinen NC. Bei der Suche solltest Du wissen, dass viele Studiengänge anders heißen, etwa Weinbau, Weinwirtschaft oder International Wine Business.

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IU Internationale Hochschule
Agrarmanagement (B.Sc.)
IU Internationale Hochschule* · Fernstudium
  • ortsunabhängig, 6 Semester Regelstudienzeit
  • ohne Numerus clausus
ohne NC
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Internationale WeinwirtschaftHS GeisenheimGeisenheimBachelor of Science
Wein-Technologie-ManagementDHBW (Duale Hochschule Baden-Württemberg)HeilbronnBachelor of Science
Weinbau und Oenologie (Vollzeit)HS GeisenheimGeisenheimBachelor of Science
Weinbau und Oenologie (dual)HS GeisenheimGeisenheimBachelor of Science
Weinbau und OenologieTH BingenBingenBachelor of Science
Weinbau und Oenologie Rheinland-PfalHochschule LudwigshafenLudwigshafen am RheinBachelor of Science
Weinbau und Oenologie Rheinland-PfalzTH BingenBingenBachelor of Science
Weinbau und OenologieHochschule LudwigshafenLudwigshafen am RheinMaster of Arts
Management in der WeinwirtschaftHS Geisenheim–Master of Business Administration
Du siehst 10 von 18 Studiengängen.Alle 18 ansehen →Weniger anzeigen ↑
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Dualer deutsch-französischer Master Weinbau & OenologieDeutsch-Französische HochschuleNeustadtMaster of Science
OenologieHS GeisenheimGeisenheimMaster of Science
OenologieUni GießenGießenMaster of Science
VITIS-VINUMHS GeisenheimGeisenheimMaster of Science
Vinifera EuromasterHS GeisenheimGeisenheimMaster of Science
Weinbau, Önologie und WeinwirtschaftHS GeisenheimGeisenheimMaster of Science
WeinwirtschaftHS GeisenheimGeisenheimMaster of Science
WeinwirtschaftUni GießenGießenMaster of Science

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 23.09.2026 – gezählt werden aktive Studiengänge mit dem Fach Weinbau, die Wein, Oenologie oder Vinifera im Namen tragen; Zertifikatskurse zählen nicht mit.

So kannst Du Önologie studieren
Studiengänge nach Studienform
10
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
6
dual
Studium mit Praxisphasen im Unternehmen
1
im Fernstudium
ortsunabhängig, oft neben dem Beruf

Wenn Du Dich umschaust, fällt Dir eine Adresse sofort auf, denn die Hochschule Geisenheim bietet 9 der 17 Studiengänge an, also mehr als die Hälfte des ganzen Fachs in Deutschland. Dort bekommst Du Bachelor und Master am selben Ort, vom Bachelor „Weinbau und Oenologie“ bis zum Master „Weinbau, Önologie und Weinwirtschaft“. Dass beide Schreibweisen an derselben Hochschule vorkommen, zeigt Dir schon, dass sie dasselbe meinen.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Für den Bachelor brauchst Du in der Regel das Abitur oder die Fachhochschulreife, für den Master einen passenden ersten Abschluss. Erfreulich für Dich ist, dass alle 7 Bachelor ohne Zulassungsbeschränkung sind. Bundesweit gibt es in diesem Fach keinen einzigen zulassungsbeschränkten Bachelor. Du brauchst dafür also keine bestimmten Noten, weil es weder ein Auswahlverfahren noch eine Grenznote oder Wartesemester gibt.

7 Bachelor10 Master
7 Bachelor - Einstieg direkt nach dem Abitur
10 Master - Einstieg mit einem ersten Abschluss
7
Bachelor-Studiengänge
dazu 10 Master; andere Abschlüsse gibt es im Fach nicht
7 von 7
ohne Zulassungsbeschränkung
kein Auswahlverfahren, keine Grenznote
6
Studienorte
Geisenheim, Bingen, Gießen, Ludwigshafen, Heilbronn, Neustadt

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 23.09.2026

Die drei Wege zum Studienplatz
Im Bachelor zählt keine Note, im Master der erste Abschluss
1. Bachelor: direkt einschreiben
Alle 7 Bachelor sind zulassungsfrei. Erfüllst Du die formale Voraussetzung, schreibst Du Dich ein. Die Hürde ist hier die Landkarte: Es gibt das Studium nur an 6 Orten, alle in oder dicht an den deutschen Weinbauregionen. Wer aus Hamburg, Rostock oder Dresden kommt, zieht um - und das hat mit Deinem Abiturschnitt nichts zu tun.
2. Dual: erst der Vertrag mit dem Weingut
6 der 17 Studiengänge sind dual. Dort brauchst Du schon vor der Einschreibung einen Vertrag mit einem Betrieb. Das ist in diesem Fach der eigentliche Bewerbungsschritt: der Platz im Weingut, nicht die Note.
3. Master: mit einem passenden ersten Abschluss
Für einen der 10 Master brauchst Du einen ersten Abschluss in Weinbau, Naturwissenschaft oder Wirtschaft. Die Hochschulen prüfen das einzeln und rechnen Leistungspunkte nach. Bei Programmen mit französischem oder englischem Namen gehört ein Sprachnachweis zur Bewerbung - frag im Zweifel im Prüfungsamt nach, bevor Du Unterlagen zusammenstellst.

Rechne außerdem mit einem Vorpraktikum, denn einige Hochschulen verlangen, dass Du vor oder während des ersten Studienjahres einige Wochen in einem Weinbaubetrieb arbeitest. Wie viele Wochen es genau sind und bis wann Du sie machen musst, steht nur in der Zulassungsordnung Deiner Hochschule. Zwei Dinge solltest Du allerdings nicht erwarten, nämlich ein großes Angebot und einen Beruf mit klarer Stellenbezeichnung. Wir haben in diesem Fach nur 17 Studiengänge gefunden.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Fachhochschulreife: reicht für den Bachelor in der Regel genauso wie das Abitur
  • Abgeschlossene Berufsausbildung, etwa als Winzerin oder Winzer, plus einschlägige Berufserfahrung: öffnet an vielen Hochschulen den Bachelor
  • Die Regeln macht jedes Bundesland selbst - verbindlich ist die Auskunft der Hochschule, bei der Du Dich bewirbst
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Neugier auf Wein - Du willst ihn verstehen, nicht nur trinken; Chemie, Biologie und Physik, Labor und Landwirtschaft gehören dazu
  • Wetterfestigkeit - Du stehst bei jedem Wetter im Weinberg
  • Sinn für Zahlen - Kalkulation, Vermarktung, Weinrecht und Buchführung zählen so viel wie der Keller
  • Umzugsbereitschaft - sechs Orte, alle in Weinbauregionen; ein Studienort in Deiner Nähe ist die Ausnahme

Was ist Önologie?

Önologie ist die Wissenschaft vom Wein. Im Studium lernst Du wirklich alles zwischen Rebstock und Flasche.

Was zum Fach gehört

Vier Fragen, die Dich durch das ganze Studium begleiten

Die Rebe
Wie die Rebe wächst
Rebsorten, Boden, Pflanzenschutz und Lese
Der Keller
Was im Keller aus dem Most wird
Gärung, Ausbau und Analytik
Der Geschmack
Warum ein Wein so schmeckt, wie er schmeckt
Weinsensorik: beschreiben, unterscheiden, bewerten
Der Verkauf
Wie der Wein am Ende verkauft wird
Weinwirtschaft und Weinrecht, Marketing und Vertrieb

Was die Wörter bedeuten

Önologie
Die Bedeutung von Önologie ist wörtlich „Weinkunde“.
Das Wort kommt aus dem Griechischen, wo oînos Wein heißt und lógos Lehre.
Önologe und Önologin
Önologe hat wörtlich die Bedeutung „der Weinkundige“.
So heißt der Beruf, auf den Dich das Studium vorbereitet, und die weibliche Form ist Önologin.
Önologische Verfahren
Ein Begriff aus dem Weinrecht
Damit sind schlicht die erlaubten Arbeitsschritte im Keller gemeint.
Oenologie ist dasselbe Fach wie Önologie, nur ohne Umlaut geschrieben. Beide Schreibweisen sind richtig, und beide findest Du an deutschen Hochschulen im Namen von Studiengängen. Auch die Berufsbezeichnung begegnet Dir mal als Önologe und mal als Oenologe. Gemeint ist immer dasselbe Fach.

Vielleicht fragst Du Dich, worin sich Önologie, Weinbau und Winzer unterscheiden:

Önologie, Weinbau, Winzer

Weinbau
der Teil draußen: Rebsorten, Boden, Pflanzenschutz, Lese
Önologie
der Teil drinnen: Gärung, Ausbau, Analytik, Sensorik
Winzer
der Ausbildungsberuf, der beides mit den Händen macht

Im Studium bekommst Du fast immer beide Hälften zusammen, und deshalb heißen so viele Studiengänge „Weinbau und Oenologie“. Wein studieren kannst Du also durchaus, auch wenn kein Studiengang so heißt. Ein Wein-Studium findest Du in den Hochschulverzeichnissen unter Önologie, Weinbau oder Weinwirtschaft. Weinbau studieren kannst Du dagegen auch wörtlich, weil mehrere Studiengänge tatsächlich so heißen.

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Agrarmanagement (B.Sc.) neben dem Job studieren
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Wie läuft das Önologie-Studium ab?

Das Önologie-Studium gehört zu den praktischsten naturwissenschaftlichen Fächern überhaupt. Labor, Vorlesung und Weinberg liegen bei Dir im selben Semester, und im Herbst richtet sich Dein Stundenplan nach der Lese. Die Inhalte ähneln sich von Hochschule zu Hochschule stark:

Naturwissenschaftliche Grundlagen
Allgemeine Chemie und Physik, Biochemie und Molekularbiologie, Botanik, Bodenkunde und Pflanzenernährung. Das ist das erste Jahr – und daran scheitern die meisten, nicht am Wein.
Weinbau
Allgemeiner Weinbau und Rebenzüchtung, Weinbautechnik und Phytomedizin, also die Krankheiten und Schäden der Rebe. Dazu die Arbeit draußen.
Technologie des Weines
Mikrobiologie, Gärführung, Ausbau, Filtration, Abfüllung. Hier entscheidet sich, ob aus gutem Most auch guter Wein wird.
Weinsensorik
Die Kunst der Verkostung, systematisch betrieben: beschreiben, unterscheiden, bewerten. Ein Prüfungsfach wie jedes andere – und das einzige, in dem Du spuckst.
Weinwirtschaft und Weinrecht
Betriebswirtschaft, Kalkulation, Marketing und Vertrieb, dazu nationales und internationales Weinrecht. Der Teil, den viele unterschätzen und später am häufigsten brauchen.
Praxis und Abschlussarbeit
Praktika, Projektarbeiten, häufig ein Auslandssemester, am Ende die Bachelor- oder Masterarbeit – meist an einer Frage aus einem echten Betrieb.

Falls Du zwischen Studium und Winzer-Ausbildung schwankst, kannst Du im dualen Studium beides verbinden. Sechs der 17 Studiengänge sind so aufgebaut, dass Du im Betrieb und an der Hochschule lernst und dafür Geld bekommst. Ein Winzer-Studium im Wortsinn gibt es nicht, aber wenn Du den Beruf von der Pike auf lernen und trotzdem einen Hochschulabschluss haben willst, ist das Dein Weg.

Im Master wählst Du eine Richtung. Typische Schwerpunkte sind:

Rebe und Weinberg
  • Rebenernährung und Stressmanagement
  • Weinbau und Naturschutz
  • Biotechnologie im Weinbau
Wein, Markt und Qualität
  • Weinmärkte der Welt
  • Qualitäts- und Risikomanagement in der Weinwirtschaft
  • Weinchemie und Weinanalytik

Welche davon es an Deiner Hochschule gibt, unterscheidet sich deutlich. Deshalb raten wir Dir, die Modulhandbücher zu vergleichen, bevor Du Dich bewirbst.

Wie lange das alles dauert, sagen wir Dir bewusst nicht, weil wir in unserer Datenbank zu den Regelstudienzeiten keine verlässlichen Werte haben. Verlassen kannst Du Dich nur auf die Angabe Deiner Hochschule.

Jede dieser Seiten zählt ihren eigenen Bestand nach derselben Regel – die Zahlen dort sind deshalb andere als hier.

Was kannst Du mit Önologie werden?

Als Önologe hast Du keinen Titel mit geschützter Prüfungsordnung, Du übernimmst vielmehr eine Rolle im Betrieb und verantwortest den Wein. In einem kleinen Weingut kümmerst Du Dich dann um alles auf einmal, also um Lese, Keller, Etikett und Verkauf. In einer großen Kellerei ist die Arbeit geteilt, und Du sitzt entweder im Labor, in der Produktion oder im Vertrieb. Entsprechend verschieden heißen die Stellenanzeigen, etwa Önologin, Kellermeister, Weintechnologin, Qualitätsmanager oder Produktmanagerin. Nach dem Wort „Önologe“ allein wirst Du selten eine Anzeige finden.

Kellerwirtschaft und ProduktionGärung steuern, Ausbau begleiten, Abfüllung planen. Der Kern des Fachs – hier wird aus Trauben ein Produkt.WeingutKellerei
BetriebsleitungEin Weingut, eine Kellerei oder eine Winzergenossenschaft führen: Einkauf, Personal, Preise, Investitionen. Hier zahlt sich der wirtschaftliche Teil des Studiums aus.WeingutGenossenschaft
Qualität, Analytik und ÜberwachungWeinanalytik im Labor, Qualitätssicherung im Betrieb oder Wein- und Lebensmittelüberwachung bei einer Behörde. Weinrecht ist hier Arbeitsmittel, nicht Prüfungsstoff.LaborBehörde
Handel, Marketing und ExportSortimente einkaufen, Marken aufbauen, Märkte im Ausland erschließen. Dafür gibt es eigene Studiengänge: International Wine Business und Weinwirtschaft.HandelInternational

Außerdem kannst Du in Forschung und Lehre an den Hochschulen des Fachs arbeiten, Weinbaubetriebe beraten oder in den Zulieferbereich gehen, etwa in Kellereitechnik, Hefen, Verpackung oder Software. Natürlich kannst Du Dich auch mit einem eigenen Weingut selbständig machen. Was Du dort verdienst, verrät Dir allerdings keine Statistik, und warum das so ist, erklären wir Dir weiter unten.

Eine Önologe-Ausbildung im Sinne einer Lehre gibt es nicht, denn der Ausbildungsberuf im Weinbau heißt Winzerin oder Winzer. Viele im Fach haben beides gemacht, also zuerst die Lehre und danach das Studium, oder sie haben beides parallel im dualen Studium verbunden.

Wie sind die Berufsaussichten?

Für dieses kleine Fach gibt es keine belastbare Absolventenstatistik, und das wollen wir Dir offen sagen. Wenn Dir jemand erzählt, wie viel Prozent der Önologinnen und Önologen nach einem Jahr eine Stelle haben, hat er die Zahl geraten. Was wir Dir zeigen können, ist die Größe des Arbeitsmarkts dahinter.

87.036
Beschäftigte auf Fachkraftebene
in der Berufsgruppe Gartenbau, in der die Bundesagentur den Weinbau führt
8.319
davon auf der obersten Stufe
die Erfahrungsstufe, auf der ein Hochschulabschluss zählt
6 von 17
Studiengänge sind dual
Betrieb und Hochschule vom ersten Semester an

Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024; eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 23.09.2026

An den ersten beiden Zahlen siehst Du das Verhältnis, denn der Arbeitsmarkt ist groß, aber die Stufe mit Hochschulabschluss ist schmal. Auf eine Stelle dieser Stufe kommen gut zehn Fachkraftstellen. Für Dich hat das zwei Seiten.

Wenig Konkurrenz
  • Du konkurrierst nicht mit einer Masse von Absolventen, weil das Fach nur an sechs Hochschulen ausbildet.
Wenige passende Stellen
  • Die Stellen, für die Dein Abschluss gedacht ist, sind selten und hängen an den Weinbauregionen.

Deshalb hilft es Dir in diesem Beruf mehr, mobil zu sein, als einen guten Schnitt zu haben. Am meisten hilft Dir aber, was Du schon in der Tabelle weiter oben sehen kannst.

Was Dir den Einstieg erleichtert
Sechs der 17 Studiengänge sind dualDas ist viel für ein naturwissenschaftliches Fach. Du stehst vom ersten Semester an in einem Betrieb, hast beim Abschluss eine Referenz und oft schon die Stelle.
Ein deutsch-französischer MasterWenn Dich das Ausland reizt, gibt es den dualen deutsch-französischen Master, der gemeinsam mit der Deutsch-Französischen Hochschule läuft. Frankreich ist für den Wein kein beliebiges Ausland.
Ein FernstudiengangDen haben wir unter den 17 Studiengängen gefunden. Wenn Du schon im elterlichen Betrieb arbeitest oder aus einem anderen Beruf kommst, musst Du also nicht unbedingt umziehen.
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Was verdienst Du mit Önologie?

Mit Önologie verdienst Du im Durchschnitt 4.725 € brutto im Monat. Wer einen Weinbaubetrieb führt, liegt oft darüber.

4.725 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat

Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 121 Gartenbau, Stand 2024.

Önologie und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: In Teilen, denn Labor, Kalkulation und Vertrieb gelten als automatisierbar, Weinausbau, Sensorik und die Beratung von Weinbaubetrieben dagegen nicht. Wir haben dafür im Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen, der berechnet, welcher Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs heute technisch automatisierbar wäre. Für Önologen ist es genau die Hälfte, 8 von 16.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Kellermeister
8 von 13
Kerntätigkeiten automatisierbar
Gärsteuerung, Prüfung und Buchführung
Önologe
8 von 16
Kerntätigkeiten automatisierbar
2013 lag der Wert bei 38 %
Weinbauberater
1 von 6
Kerntätigkeiten automatisierbar
Nur der Weinbau selbst
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Kellermeister/in“, „Önologe/Önologin“ und „Weinbauberater/in“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Manches kannst Du als Önologe an Maschinen abgeben, anderes nicht. Uns ist aufgefallen, dass der Wert nur langsam gestiegen ist, von 38 % im Jahr 2013 über 44 % im Jahr 2019 auf 50 % beim Stand der Technik 2022.

BerufGilt als ersetzbarBleibt beim Menschen
ÖnologeLaborarbeiten, Weinbehandlung, Bodenkunde, Agrartechnik, Kalkulation, Vertrieb, Planung der BetriebsmittelWeinausbau, Kellerwirtschaft, Pflanzenschutz, Rebenveredelung, Entwicklung und Forschung
KellermeisterKellerbuchführung, Gärsteuerung, Qualitätsprüfung, Anlageneinrichtung, WarenannahmeWeinsensorik und Weinausbau
Weinbauberaternur der Weinbau selbstKundenberatung, Schulung, Pflanzenschutz, Kellerwirtschaft

Im Keller entscheidet weiterhin die Nase. Die Maschine überwacht also die Gärung, aber ob der Wein gelungen ist, beurteilt weiter ein Mensch. Am niedrigsten liegt der Wert in der Beratung von Weinbaubetrieben.

Daraus kannst Du für Deinen Weg nach dem Studium etwas lernen.

Hier ist der Automatisierungsanteil am höchsten
  • Arbeit im Labor
  • Arbeit im Vertrieb
Das sind die sichereren Teile
  • Ausbau und Sensorik
  • Beratung
  • Die Führung eines Betriebs, und gerade dort zählt die Praxis aus einem dualen Studium

Das IAB weist ausdrücklich darauf hin, dass ein hoher Wert nicht heißt, dass ein Beruf verschwindet, und ein niedriger nicht, dass sich nichts ändert. Gefragt sind also Menschen, die die Technik bedienen und ihr Ergebnis bewerten können.

Das Önologie-Studium in Zahlen

797
Studierende
Wintersemester 2025/26
40,8 %
davon Frauen
Wintersemester 2025/26
14,1 %
arbeitslos
Beruf Gartenbau, 2025
Wie international ist das Fach?
So verteilen sich die 797 Studierenden:
77 %23 %
611
aus Deutschland
186
aus dem Ausland
Und wie viele fangen neu an?203 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Gartenbau“ (8.319 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 4.725 €
3.717 €untere 25 % darunter6.041 €obere 25 % darüber
Anders gesagt: die mittleren 50 % verdienen zwischen 3.717 und 6.041 € im Monat. Mit einer Berufsausbildung statt Studium liegt die Mitte in derselben Berufsgruppe bei 3.533 €.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024
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Häufige Fragen zum Önologie-Studium

Oenologie – was ist das?
Oenologie ist die Wissenschaft vom Wein, von Anbau und Ausbau im Keller über Analytik und Sensorik bis zur Vermarktung. Oenologie und Önologie sind zwei Schreibweisen für dasselbe Fach, und deutsche Hochschulen benutzen beide, die HS Geisenheim sogar beide nebeneinander. Wenn Du es studiert hast, nennst Du Dich Önologin, Önologe oder Oenologe.
Was für ein Beruf ist Önologe?
Önologe ist kein Ausbildungsberuf, Du übernimmst damit eine Rolle im Betrieb und verantwortest den Wein. Das reicht von der Kellerwirtschaft über die Qualitätssicherung und die Betriebsleitung bis zur Vermarktung. Die Lehre im Weinbau heißt dagegen Winzerin oder Winzer. Auf Stellenanzeigen findest Du je nach Betrieb Bezeichnungen wie Kellermeister, Weintechnologin, Qualitätsmanager oder Produktmanagerin.
Welche Noten braucht man dafür?
Für den Bachelor brauchst Du keine besonderen Noten. Alle 7 Bachelor-Studiengänge im Fach sind ohne Zulassungsbeschränkung, und wenn Du Abitur oder Fachhochschulreife hast, kannst Du Dich einfach einschreiben. Eine Grenznote gibt es nicht, weil es kein Auswahlverfahren gibt. Wenn Du hier also keinen NC findest, haben wir ihn nicht vergessen, denn es gibt schlicht keinen.
Studium Önologie oder Weinbau – wo ist der Unterschied?
Im Studienalltag merkst Du kaum einen Unterschied, im Namen dagegen schon. Weinbau meint die Arbeit am Rebstock, Önologie den Ausbau im Keller samt Analytik und Sensorik. Die meisten Studiengänge verbinden beides und heißen deshalb „Weinbau und Oenologie“. Wenn ein Programm Weinwirtschaft oder International Wine Business heißt, liegt das Gewicht stärker auf Betriebswirtschaft und Vermarktung.
Wo kannst Du ein Bachelor-Studium in Weinbau und Oenologie anfangen?
Im ganzen Fach haben wir sieben Bachelor gefunden, alle mit dem Abschluss Bachelor of Science und alle ohne Zulassungsbeschränkung. Die vollständige Liste haben wir Dir in der Tabelle unter Wo kann ich Önologie studieren? zusammengestellt.
Und danach? Weinbau und Oenologie-Studium: Master im Überblick
Zehn der 17 Studiengänge sind Master, es gibt also mehr Master als Bachelor. Sie führen zu Master of Science, Master of Arts oder Master of Business Administration, und die größte Auswahl hast Du an der HS Geisenheim. Pflicht ist der Master nicht, aber wenn Du in die Forschung, in die Analytik oder in größere Leitungsaufgaben willst, ist er der übliche Weg.
Wie stehen beim Weinbau und Oenologie-Studium Berufsaussichten und Jobchancen?
Eine belastbare Absolventenstatistik gibt es für dieses kleine Fach nicht, und wenn Dir jemand eine Quote nennt, hat er sie geraten. Dafür spricht, dass das Fach an nur sechs Hochschulen ausbildet und sechs der 17 Studiengänge dual sind, Du also schon während des Studiums in einem Betrieb bist. Dagegen spricht, dass die Stellen an den Weinbauregionen hängen. Mehr dazu erklären wir Dir im Abschnitt Berufsaussichten.
Was verdient ein Önologe?
Eine eigene Statistik zu Önologe-Gehalt oder Önologe-Lohn gibt es nicht. Die Bundesagentur für Arbeit führt den Weinbau in der Berufsgruppe Gartenbau, und dort liegt die oberste Erfahrungsstufe bei 4.725 € brutto im Monat und die Fachkraftebene bei 3.533 € (Stand 2024). In der Berufsgruppe Landwirtschaft sind es auf der obersten Stufe 5.380 €. Bedenke, dass das Werte aus der Mitte sind und Du zum Einstieg weniger bekommst. Ausführlicher gehen wir im Abschnitt Önologe-Gehalt darauf ein.
Gibt es Önologie als duales Studium oder im Fernstudium?
Ja, beides ist möglich. Sechs der 17 Studiengänge sind dual, was für ein naturwissenschaftliches Fach ungewöhnlich viel ist, und einer ist ein Fernstudiengang. Für ein duales Studium brauchst Du schon vor der Einschreibung einen Betrieb, der Dich nimmt. Dafür verdienst Du während des Studiums Geld und hast am Ende Praxis im Lebenslauf.
Gibt es eine Önologe-Ausbildung statt des Studiums?
Unter diesem Namen gibt es keine, denn eine Önologe-Ausbildung als Lehre existiert nicht, und der Ausbildungsberuf im Weinbau heißt Winzerin oder Winzer. Wenn Du beides willst, ist ein duales Studium der richtige Weg für Dich, weil sechs der 17 Studiengänge Hochschule und Weinbaubetrieb verbinden.

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Quellen
  • Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024 – Berufsgruppe 121 „Gartenbau“ (darin führt die Bundesagentur den Weinbau) und zum Vergleich Berufsgruppe 111 „Landwirtschaft“ nach der Klassifikation der Berufe 2010. Eine eigene Gruppe für die Önologie gibt es nicht.
  • Eigene Auswertung der myStipendium-Studiengangsdatenbank, Stand 23.09.2026: 17 Studiengänge an 6 Hochschulen in 6 Studienorten. Gezählt werden aktive, veröffentlichte Studiengänge mit dem Fach Weinbau sowie Programme, die Wein, Oenologie oder Vinifera im Namen tragen; Zertifikatskurse zählen nicht mit. Ein Studiengang steht zweimal in der Liste (Vollzeit- und duale Variante derselben Hochschule) und ist als eigener Eintrag mitgezählt.
  • Zulassung, Vorpraktikum, Sprachnachweise, Semesterbeiträge und Regelstudienzeiten: Angaben der jeweiligen Hochschule. Prüfe sie vor der Bewerbung dort nach, sie ändern sich jedes Semester.

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