Einstiegsgehalt 
2.165
Durchschnittsgehalt 
2.632
Ausbildung 
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Winzer
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Was ist ein Winzer?

Winzer Bauen Weinreben an und kultivieren diese. Aus den abgeernteten Trauben stellen sie im Anschluss Wein her.

Was macht ein Winzer?

Als Winzer oder Winzerin bist Du Experte für den gesamten Produktionsprozess des Weines. Vom Anbau bis zur Vermarktung bist Du für alles zuständig, was mit diesem jahrtausendealten Kulturgetränk zu tun hat. Je nach Jahreszeit setzt Du neue Jungpflanzen, beschneidest Rebstöcke oder bekämpfst Schädlinge. Entweder von Hand oder mit einer bestimmten Maschine erntest Du die reifen Trauben und kelterst sie. Wenn der Wein im Anschluss nach entsprechendem Gär- und Lagerungsprozess fertig ist, füllst Du in ihn Flaschen um und bringst sie in den Handel.

Wie wird man Winzer?

Zum einen kannst Du eine dreijährige duale Ausbildung machen. Zum anderen kommt auch ein Weinbau-Studium an einer Universität oder Fachhochschule für Dich in Betracht.

Ausbildung

Die meisten Ausbildungsbetriebe verlangen als Mindestvoraussetzung die Mittlere Reife. Die Winzer-Ausbildung gliedert sich in einen schulischen Teil (Berufsschule) und einen praktischen in einem Ausbildungsbetrieb.

Berufsschule

Der schulische Teil der Ausbildung findet an ein bis zwei Tagen in der Woche oder als Blockunterricht statt. Hier steht vor allem Biologie mit Schwerpunkt Pflanzenkunde auf dem Programm. Im Chemieunterricht erfährst Du alles über Gärprozesse, Maische und Mostbehandlung. Die Berechnung von Mostgewichten lernst Du im Mathe-Unterricht.

Ausbildungsbetrieb

Im Ausbildungsbetrieb wartet bei der Traubenerzeugung und Kellerwirtschaft viel körperliche Arbeit auf Dich. Im Weinberg lernst Du bspw., wie Rebstöcke gepflegt und beschnitten werden. Unverzichtbare praktische Fähigkeiten wie die Bearbeitung des Bodens und die fachgerechte Traubenlese stehen ebenfalls auf der Agenda. Im Anschluss kannst Du einen Meister machen. Die Vorbereitung für die Prüfung dauert bis zu zwei Jahre.

Studium

Auch mit einem Studium kannst Du Winzer werden. Das Weinbau- oder Önologie-Studium gliedert sich in einen Bachelor- und einen Master-Teil mit jeweils 6 bzw. 4 Semestern. Der akademische Grad, den Du mit dem Abschluss Deines Studiums erwirbst, qualifiziert Dich für besonders anspruchsvolle Aufgaben und auch für Führungspositionen im Weinbau.

Wo arbeitet ein Winzer?

Als Winzer oder Winzerin arbeitest Du traditionell auf einem Weingut oder in einer Kellerei. Anders als im Weingut werden hier selbst keine Weinreben angepflanzt und kultiviert, sondern alkoholische Getränke wie Wein oder Sekt nur hergestellt, gelagert, abgefüllt und verkauft.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Du hast zwar das ganze Jahr über gut zu tun, doch besonders bei der Weinlese im Herbst ist von morgens bis abends Vollgas angesagt:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Malerischer könnte ein Arbeitsplatz nicht aussehen als Deiner. Wenn Du auf einem Weingut arbeitest, bist Du zu jeder Jahreszeit an der frischen Luft in einem Weinberg, wo die Reben wachsen. Während des Gär- und Reifeprozesses steigst Du in tiefe Kellergewölbe hinab, in denen die Fässer lagern. Und natürlich verlangt der geschäftliche Papierkram auch Arbeit im Büro.

Was verdient ein Winzer?

Wenn Du nicht den Berufseinstieg über das Studium wählst, kannst Du schon während Deiner Ausbildung zum Winzer Geld verdienen. Dein Verdienst steigert sich (je nach Bundesland) von durchschnittlich 520 bis 630 Euro im Monat im ersten Ausbildungsjahr auf 615 bis 800 Euro im dritten.

Nach Deiner Winzerausbildung kannst Du mit einem durchschnittlichen Gehalt von 2.000 Euro rechnen. Wenn Du mit einem Meistertitel Fach- und Führungsaufgaben in Weinbau, Kellerwirtschaft oder Vermarktung übernimmst, sogar mit etwa 2.400 Euro.

Deutlich höher liegt Dein Gehalt nach einem Studium in der land- und forstwirtschaftlichen Beratung oder im Management. Wie viel Du hier verdienst, hängt im Wesentlichen von der Größe Deines Arbeitgebers und der Region, in der Du tätig bist, ab. Als Produktionsleiter kannst Du derzeit mit einem Durchschnittsgehalt von knapp 4.000 Euro rechnen.

Wo finde ich einen Job als Winzer?

Wie sind die Berufsaussichten für Winzer?

Deine Berufsaussichten sind sehr gut. Einerseits ist die Ausbildung zum Winzer keine Massenausbildung. Andererseits hat sich durch die Qualitätsoffensive deutscher Weinbaubetriebe das Interesse und der Bedarf nach heimischen Produkten deutlich gesteigert. Aus diesem Grund sind Fachleute wie Du hier sehr gefragt.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Eine besondere Spezialisierung ist der biologische Anbau. Hierfür brauchst Du besondere Kenntnisse, um Boden- und Pflanzenbearbeitung sowie Schädlingsbekämpfung ohne Einsatz chemischer Mittel durchzuführen.

Passt der Beruf Winzer zu mir?

In Naturwissenschaften bist Du ein Ass. Die Großstadt sagt Dir weniger zu als ein idyllischer Arbeitsplatz in einer reizvollen Landschaft. Auf 8-Stunden-Tage im Büro kannst Du auch verzichten. Andere Eigenschaften, die Dich für den Beruf qualifizieren, sind:

Interesse an Wein
Wein ist für Dich nicht nur ein Getränk, sondern Kultur in der Flasche. Du kannst unterschiedliche Geschmacke erkennen und beschreiben und möchtest wissen, wie sie entstehen.
Grüner Daumen
Alles was in Deinem Garten oder auf dem Balkon wächst, freut sich über Deine Geduld beim Pflegen und Gießen. Erde unter den Fingernägeln macht Dir nichts aus, Hauptsache Deinen Pflanzen geht es gut.
Körperliche Ausdauer
Während der Weinlese sind Arbeitstage von mehr als zwölf Stunden eher die Regel als die Ausnahme. Die Arbeit in steilen Weinbergen in praller Sonne sind sehr anstrengend und fordern eine gute Kondition.
Flexibilität
Du musst buchstäblich so flexibel wie das Wetter sein und Planungen je nach Bedarf auch über den Haufen werfen können. Wenn ideale Bedingungen vorliegen, muss der Lesetermin u.U. eben einmal um einige Tage vorverlegt werden.

Mit diesen Eigenschaften hast Du gute Voraussetzungen für die Winzer-Ausbildung.