Einstiegsgehalt 
2.400
Durchschnittsgehalt 
3.218
Ausbildung 
Bachelor
10
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Tierarzt
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Was ist ein Tierarzt?

Tierärzte kümmern sich um kranke und verletzte Haus- und Nutztiere. Aber auch in Veterinärämtern sind Tierärzte zu finden und kümmern sich dort um Lebensmittelkontrollen, Seuchenschutz und Tierschutz. Der Beruf Tierarzt ist in Deutschland rechtlich geschützt. Das heißt, nur wer das Studium der Tiermedizin mit dem Staatsexamen abgeschlossen hat und eine staatliche Erlaubnis zur Ausübung des Berufs, die Approbation, beantragt hat, darf sich offiziell Tierarzt nennen und als solcher praktizieren.

Was macht ein Tierarzt?

Als Tierarzt oder Tierärztin bist Du in den meisten Fällen in einer Praxis oder in Tierkliniken dafür zuständig, verschiedenste Tiere zu behandeln, zu operieren und zu untersuchen. Grundsätzlich gibt es dabei Großtier- und Kleintierpraxen. Großtierpraxen sind meistens in ländlichen Gegenden zu finden und kümmern sich um Nutztiere wie Kühe, Pferde und Schweine. Kleintierpraxen sind eher in der Stadt zu finden und für die Versorgung und Behandlung von Haustieren zuständig, also Hunde, Katzen, Hamster, aber beispielsweise auch Vögel. Manche Tierarztpraxen oder -kliniken sind auch auf Chirurgie spezialisiert. Gerade als Nutztierarzt wirst Du vor allem auch ambulant unterwegs sein und Deine tierischen Patienten direkt vor Ort im Stall untersuchen und behandeln.

Der Tierarzt-Beruf ist aber noch etwas vielfältiger, denn Du kannst auch im Veterinäramt, in der Industrie, oder der Forschung und Lehre tätig werden. Wenn Du im Veterinäramt angestellt bist, besuchst Du Betriebe, berätst diese zum Seuchen- und Tierschutz und führst Kontrollen durch. Auch Lebensmittelsicherheit und -hygiene sind dabei wichtige Schlagworte, für die Du zuständig bist. In der Industrie bist Du vor allem an der Entwicklung und Vermarktung von Arzneimitteln und Impfstoffen für Tiere beteiligt. Wenn Du Dich für den Weg in Forschung und Lehre entscheidest, erforschst Du Krankheitserreger und Möglichkeiten zur Prävention im Labor und unterrichtest Studierende der Tiermedizin.

Wie wird man Tierarzt?

Wenn Du Tierarzt werden willst, führt kein Weg am klassischen Tiermedizin-Studium vorbei. Als einzige Alternative steht Dir eine Ausbildung zum tiermedizinischem Fachangestellten offen. Mit dieser kannst Du in einer Tierartpraxis arbeiten, bist aber natürlich kein Tierarzt im eigentlichen Sinn. Ansonsten sind die Schritte Deiner Tierarzt-Ausbildung wie folgt:

  • Tiermedizin-Studium: Das Tiermedizin-Studium ist der einzige Weg, um in Deutschland als staatlich anerkannter Tierart oder Tierärztin praktizieren zu dürfen. Es wird derzeit von fünf Universitäten in Deutschland angeboten und die Studienplatzvergabe erfolgt zentral über den Numerus Clausus. Dieser erste Schritt in Deiner Tierarzt-Ausbildung dauert fünfeinhalb Jahre und endet mit dem Staatsexamen.
  • Approbation beantragen: Nach Abschluss Deines Studiums bist Du zur Ausübung des Tierarzt-Berufs berechtigt. Du musst vorher allerdings noch Deine staatliche Erlaubnis dafür, die sogenannte Approbation, beantragen. Sobald Du diese hast, kannst Du offiziell als Tierarzt arbeiten.
  • Doktortitel: Du hast im Rahmen Deiner Tierarzt-Ausbildung allerdings auch die Möglichkeit, einen Doktortitel, den Dr. med. vet., zu erwerben. Dieser ist zwar nicht grundsätzlich nötig, wenn Du Tierarzt werden willst, kann Dir aber bessere Berufsaussichten und ein höheres Ansehen bringen. Gerade wenn Du ohnehin in die Forschung gehen möchtest, bietet sich eine Promotion an. In der Regel bewirbst Du Dich dafür in Forschungsabteilungen von Universitätskliniken, an denen Du dann während Deiner Dissertation angestellt bist.
  • Fachtierarzttitel: Schließlich kannst Du im Rahmen Deiner Ausbildung als Tierarzt auch einen Fachtierarzttitel erwerben. Auch dieser Schritt ist nicht zwingend notwendig, wenn Du Tierarzt werden willst. Aber er hilft Dir, um bessere berufliche Chancen vor allem bei der Arbeit in Klein- und Nutztierkliniken zu haben. Anders als in der Humanmedizin, wo der Facharzttitel zwingend erworben werden muss, ist er in der Tiermedizin eine freiwillige Zusatzqualifikation. Du absolvierst ihn in der Regel innerhalb von drei bis fünf Jahren an entsprechend zugelassenen Weiterbildungsstätten, beispielsweise Universitätskliniken

Wo arbeitet ein Tierarzt?

Tierärzte sind am häufigsten in Tierarztpraxen und -kliniken zu finden. Aber auch in einigen anderen Betrieben kannst Du als Tierarzt später arbeiten. Mögliche Beschäftigungsorte sind unter anderem:

  • Kleintierpraxen
  • Nutztierpraxen
  • Pferdepraxen
  • Spezialtierpraxis, zum Beispiel für Reptilien
  • Tierkliniken
  • Veterinärämter
  • Universitätskliniken
  • Hersteller und Vertreiber von Arzneimitteln und Impfstoffen für Tiere
  • Forschungsanstalten

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Den Tierarzt-Beruf verbinden die meisten von uns mit recht klaren Vorstellungen von Tätigkeitsfeldern: Tiere untersuchen und behandeln. Das trifft auch auf den Großteil der Tierärzte zu, aber unsere Liste zeigt Dir, dass es noch einige andere Aufgaben geben kann:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Eines ist klar: Als Tierarzt oder Tierärztin wird Dein Arbeitsplatz oft sehr abwechslungsreich sein! Vor allem, wenn Du als Nutztierarzt oder für das Veterinäramt arbeitest, wirst Du viel mit dem Auto unterwegs sein und direkt zu den Betrieben fahren. Wenn Du in einer Kleintierpraxis oder Tierklinik angestellt bist, ist Dein Arbeitsplatz etwas beständiger, meistens wirst Du dann am Behandlungstisch stehen und Tiere untersuchen oder operieren.

Der klassische Arbeitsplatz in Form des Schreibtischs wird Dir als Tierarzt nur unterkommen, wenn Du in der Lehre oder in der Industrie Dein Geld verdienst. Dann verbringst Du dort Zeit mit dem Vor- und Nachbereiten von Vorlesungen sowie der Verarbeitung von Daten etwa zu Impfstoffen oder Arzneimitteln. Schließlich kann es Dich nach der Tierarzt-Ausbildung auch in das Labor verschlagen, sofern Du in der Forschung tätig bist.

Was verdient ein Tierarzt?

Vor allem, wenn Du Tierarzt werden und Dich dabei noch etwas weiter bilden willst, ist der finanzielle Einstieg in den Beruf relativ hart: Als Doktorand oder während der Ausbildung zum Fachtierarzt verdienst Du meistens nur zwischen 600 und 800 Euro. Als angestellter Tierarzt in einer Tierpraxis oder -klinik verdienst Du später dann in der Regel zwischen 2.000 und 2.500 Euro. Am besten schneiden Nutztierärzte ab mit einem Gehalt von rund 2.850 Euro.

Wo finde ich einen Job als Tierarzt?

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Wie sind die Berufsaussichten für Tierärzte?

Wenn der Beruf Tierarzt Dein Traum ist, fragst Du Dich nun sicherlich auch, ob Du überhaupt gute Berufsaussichten hast. Die Antwort lautet: Kommt auf die Art von Tieren an, mit der Du gerne arbeiten möchtest. Bei Kleintierpraxen gibt es häufig eine hohe Konkurrenz innerhalb von städtischen Gebieten. Nutztierärzte auf dem Land sind jedoch immer stark nachgefragt, sodass Du dann mit einer relativ sicheren Beschäftigung rechnen kannst. Auch in der Industrie und in Veterinärämtern sind die Berufsaussichten vergleichsweise gut und die Jobsicherheit hoch.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Im Rahmen der Ausbildung als Tierarzt hast Du verschiedene Möglichkeiten, Dich zu spezialisieren. Da das Tiermedizin-Studium aber an jeder Universität gleich und einheitlich aufgebaut ist, spezialisierst Du Dich in der Regel erst nach Deinem Studium. Folgende Möglichkeiten hast Du dabei:

  • Erwerb des Fachtierarzttitels:
  • Eine Zusatzqualifikation, bei der Du Dich ganz gezielt auf eine Tierart spezialisierst.
  • Arbeit in der Pferdepraxis:
  • Die häufigste Spezialisierung auf eine bestimmte Tierart sind sind die Pferdepraxen.
  • Chirurgie:
  • Vor allem in der Tierklinik hast Du die Möglichkeit, Dich auf die Chirurgie zu spezialisieren.

Passt der Beruf Tierarzt zu mir?

Nun fragst Du Dich sicher, ob es eigentlich bestimmte Voraussetzungen für den Tierarzt-Beruf gibt oder wie Du am besten herausfindest, ob Du dafür geeignet bist. Wir haben Dir deshalb hier ein paar Voraussetzungen zusammengestellt, die Du idealerweise erfüllen solltest:

Tierliebe
Es versteht sich natürlich von selbst, dass Du Tiere gerne mögen solltest, wenn Du Tierarzt werden willst. Egal, ob Kuh oder Vogelspinne – Du solltest keine Berührungsängste im Umgang mit den tierischen Vierbeinern haben!
Durchhaltevermögen
Das Tiermedizin-Studium ist hart umkämpft, und das Gehalt von Tierärzten im Vergleich zur langen und schwierigen Ausbildung nicht das Beste. Du solltest deswegen kein Problem mit aufwändigen Prüfungen und langen Arbeitszeiten haben.
Reisefreude
Einer der großen Vorteile des Berufs ist die Abwechslung an Arbeitsorten, denn oft behandelst Du Deine tierischen Patienten vor Ort und bist deshalb viel unterwegs. Langes und häufiges Autofahren sollte Dir deshalb nichts ausmachen.
Leidenschaft
Als Tierarzt wirst Du in der Regel nicht reich und hast auch oft unregelmäßige Arbeitszeiten, weil kranke Tiere und ärztliche Notfälle oft außerhalb Deiner normalen Arbeitszeiten behandelt werden müssen. Du solltest Dich deshalb wirklich für den Beruf begeistern und hinter dem stehen, was Du tust. Wenn die Arbeit mit Tieren aber Deine echte Leidenschaft ist, wird Dich es Dich dafür umso mehr erfüllen!