Einstiegsgehalt 
5.768
Durchschnittsgehalt 
6.709
Ausbildung 
Staatsexamen

Was ist ein Arzt?

Ein Arzt oder eine Ärztin ist eine Person, die medizinisch ausgebildet wurde und eine staatliche Erlaubnis hat, Kranke zu behandeln. Kurzum: Ärzte sind Heilkundige, die Kranken helfen. Der Begriff ist ein geschützter Sammelbegriff für viele verschiedene Fachgebiete und Ausrichtungen innerhalb der Humanmedizin (und Tiermedizin).

Was macht ein Arzt?

Der Beruf Arzt ist einer der ältesten der Menschheit und entstand schon vor vielen Jahrhunderten aus dem Stand der Heilkundigen und Priester. Als Arzt oder Ärztin beschäftigst Du Dich mit der Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Krankheiten, Leiden oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Kurz gesagt: Dein Job ist es Menschen zu heilen oder ihr Leiden zu lindern. Dabei stellst Du all Dein Wissen und Können in den Dienst der Gesundheit und verpflichtest Dich in Deinem Handeln die moralischen und ethischen Grundsätze der Genfer Deklaration des Weltärztebundes einzuhalten.

Wie wird man Arzt?

Es gibt nur eine Möglichkeit zum Arzt werden: Das Medizin-Studium. Hier sind die einzelnen Schritte von der Bewerbung, zur Approbation (staatliche Arzt-Bescheinigung) bis hin zum Facharzt, die Du absolvieren musst:

Wo arbeitet ein Arzt?

Als Arzt oder Ärztin kannst Du an vielen Orten Menschen helfen. Obwohl die meisten von ihnen in Krankenhäusern oder eigenen Arztpraxen arbeiten, gibt es noch viele weitere Einsatzorte wie zum Beispiel

  • Kliniken
  • Labore
  • Gesundheitsämter
  • Gemeinschaftspraxen
  • Therapiezentren
  • gemeinnützige Organisationen
  • Versicherungen
  • Pharmaunternehmen
  • Consulting-Firmen
  • Journalismus
  • Bildungswesen
  • Behörden
  • Universitäten
  • Medizintechnik und -informatik
  • Qualitätsmanagement

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Der Beruf Arzt hat viele Facetten und Möglichkeiten und ist abhängig davon, wo Du arbeitest. Für einen Arzt im Krankenhaus sieht der Arbeitsalltag beispielsweise so aus:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Ärzte arbeiten meist in Untersuchungsräumen, die ausgestattet sind mit Geräten und Hilfsmitteln, die sie brauchen. In den Arztpraxen heißt dieser Raum auch Anamneseraum. Weiterhin haben Ärzte oft ein Büro oder einen Arbeitsplatz, an dem sie ihre gesamte organisatorische Arbeit erledigen. Aber der Arzt-Beruf kann auch jederzeit und überall ausgeführt werden, denn Du hast einen Eid geschworen jedem Menschen in Not zu helfen. Deshalb kann es auch sein, dass Du einmal in einem Flugzeug, auf der Straße oder sonst wo erste Hilfe leistest. Arzt ist man immer. Egal, wo man sich gerade befindet.

Was verdient ein Arzt?

Wie viel Du mit dem Beruf Arzt verdienen kannst, hängt davon ab auf welcher Treppe der Karriereleiter Du Dich als Arzt oder Ärztin befindest und wo Du arbeitest. Im Krankenhaus ist die Staffelung folgende:

  • Chefarzt: ca. 279.000 Euro brutto im Jahr
  • Oberarzt: ca. 114.000 Euro brutto im Jahr
  • Facharzt: ca. 84.000 Euro brutto im Jahr
  • Assistenzarzt: ca. 68.000 Euro brutto im Jahr

Niedergelassene Ärzte verdienen unterschiedlich je nach Fachrichtung. Laut statistischem Bundesamt liegt der Gesamtdurchschnitt Deines Verdienstes bei 166.000 Euro brutto im Jahr.

Wo finde ich einen Job als Arzt?

Wie sind die Berufsaussichten für Ärzte?

Deine langfristigen Aussichten im Arzt-Beruf sind für Dich als Arzt oder Ärztin, in egal welcher Fachrichtung, hervorragend. Überall werden Ärzte händeringend gebraucht, denn nicht nur steigt der Bedarf, sondern auch die Ausdifferenzierung innerhalb der Heilkunde wird stetig größer und produziert somit neue Richtungen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Um Deine langfristige Zukunft in diesem Berufsfeld brauchst Du Dir also keinerlei Sorgen zu machen.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Der Arzt-Beruf kennt eine große Menge Spezialisierungen, die sich in den Facharztrichtungen niederschlagen. Folgende Facharztrichtungen gibt es:

  • Allgemeinmedizin (Hausarzt)
  • Anästhesie
  • Anatomie
  • Arbeitsmedizin
  • Biochemie
  • Chirurgie
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
  • Haut- und Geschlechtskrankheiten
  • Humangenetik
  • Hygiene und Umweltmedizin
  • Innere Medizin
  • Kinder und Jugend-Medizin
  • Kinder und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
  • Laboratoriumsmedizin
  • Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
  • Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie
  • Kieferorthopädie
  • Neurochirurgie
  • Neurologie
  • Nuklearmedizin
  • Öffentliches Gesundheitswesen
  • Paradontologie
  • Pathologie
  • Pharmakologie und Toxikologie
  • Physikalische und Rehabilitative Medizin
  • Physiologie
  • Psychiatrie und Psychotherapie
  • Psychosomatische Medizin
  • Radiologie
  • Rechtsmedizin
  • Strahlentherapie
  • Transfusionsmedizin
  • Urologie
  • Veterinärmedizin

Hinzu kommen diverse zusätzliche Weiterbildungen wie:

  • Akupunktur
  • Andrologie
  • Betriebsmedizin
  • Geriatrie
  • Palliativmedizin
  • Sportmedizin
  • Tropenmedizin

Passt der Beruf Arzt zu mir?

Es gibt wenige Berufe, die wie der Arzt-Beruf sind. Hier geht es um Leben und Tod und darum, dass Du im Notfall einsatzfähig bist und mit Wissen und Kombinationsgabe Menschen retten und heilen kannst. Eine große Verantwortung, der nicht alle Menschen gewachsen sind. Für den Beruf Arzt musst Du also unbedingt einige wichtige Voraussetzungen mitbringen oder in Deiner Arzt-Ausbildung lernen:

Gutes Gedächtnis
Egal welche Fachrichtung Du wählst, zum Arzt werden brauchst Du eine Unmenge an Fachwissen. Und das aus den unterschiedlichsten Richtungen. Egal ob im Studium, bei der Facharztausbildung oder danach, Du wirst Dich immer weiterbilden müssen. Doch all das Wissen nutzt nichts, wenn Du es Dir nicht langfristig merken kannst. Du brauchst also unbedingt ein gutes Gedächtnis.
Analytische Fähigkeiten & vernetztes Denken
Arzt werden heißt eine Unmenge an Wissen büffeln. Aber auswendig lernen allein genügt nicht. Es ist vor allem da vernetzte Denken, dass Dir als Arzt oder Ärztin helfen wird. Denn der menschliche Körper ist komplex und Dein Wissen braucht ebenso komplexes Denken, um erfolgreich Heilen und Therapieren zu können. Dazu gehört auch die Fähigkeit analytisch zu denken. Die Ansatzpunkte, die Dir als Arzt oder Ärztin zur Verfügung stehen musst Du nutzen, um Krankheitsbilder auszuschließen und Dich systematisch zur Lösung des Problems vorzuarbeiten.
Kommunikationsfähigkeit
Zum Arzt werden und sein ist Kommunikationsfähigkeit sehr wichtig. Zum Einen musst Du die richtigen Informationen aus Deinen Patienten heraus kitzeln, damit Du ihnen helfen kannst. Zum Anderen musst Du auch in der Lage seinen Deinen Patienten, die sich oftmals in einem Stresszustand befinden und nicht allzu aufnahmefähig sind, genau zu erklären was mit ihnen ist und wie Du helfen wirst.
Stressresistenz
Schichtdienste, Nachtschichten, Noteinsätze, Menschen in gefährlichen oder auch nur gestressten Zuständen – das ist der Arbeitsalltag von Dir als Arzt oder Ärztin. Oft ist keine Zeit oder Not am Mann, oft musst Du schnell handeln und Entscheidungen treffen, die über Leben und Tod entscheiden. Diesen Druck musst Du zum Arzt werden aushalten lernen.
Empathie
Gute Ärzte haben nicht nur eine Menge Fachwissen, sondern vor allem Empathie. Es ist immer gut und hilft Dir Kontakt zu knüpfen und richtige Entscheidungen zu treffen, wenn Du Empathie hast und Dich in Dein Gegenüber einfühlen kannst.
Physische und psychische Belastbarkeit
24-Stunden-Schichten, Stress und körperlich anstrengende Arbeit erwarten Dich. Und nicht immer geht alles gut. Manchmal kannst Du nicht helfen oder triffst falsche Entscheidungen. Du bist auch nur ein Mensch. Trotzdem musst Du mit all dem umgehen. Dafür brauchst Du eine gute physische und auch psychische Belastbarkeit.