Psychotherapie Studium: Inhalte, Voraussetzungen, Berufe & Gehalt

AnzeigeKlinische Psychologie & Psychotherapie (M.Sc.)Charlotte Fresenius Hochschule* · Vollzeit · Wiesbaden, MünchenCharlotte Fresenius HochschuleKostenlos und unverbindlich
  • Vollzeit, Wiesbaden, München
  • Dauer: 4 Semester

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Psychotherapie studieren - auf einen Blick
Wie wirst Du Psychotherapeut?Bachelor Psychologie, dann Master Klinische Psychologie und Psychotherapie, dann die Approbationsprüfung. So läuft der Weg seit der Reform vom September 2020.Psychotherapie direkt zu studieren geht kaum: In unserer Datenbank steht genau 1 Bachelor, und der ist zulassungsbeschränkt.
Brauche ich einen NC?Ja - alle 1 Bachelor sind zulassungsbeschränkt.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?22 Studiengänge an 18 Hochschulen in 15 Städten – 12 davon sind Master.Kein Fernstudium, kein duales Studium: In diesem Fach gibt es beides nicht.
Reicht ein Bachelor?Nein. Behandeln darf nur, wer approbiert ist – dafür brauchst Du den Master und die staatliche Prüfung.6 der 22 Einträge enden mit einem Staatsexamen, also mit einer staatlichen Prüfung statt mit einem Hochschulgrad.
Was verdienst Du damit?5.221 € brutto im Monat im Durchschnitt, zum Einstieg 3.000 €.Statistisches Bundesamt, wie in unserem Gehaltsartikel.
Inhalt12 Abschnitte
  1. Wo kann ich Psychotherapie studieren?
  2. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  3. Psychologe, Psychotherapeut, Psychiater: Wer darf was?
  4. Was lernst Du im Psychotherapie-Studium?
  5. Psychotherapeut werden: Studium, Approbation und Weiterbildung
  6. Was kannst Du mit Psychotherapie werden?
  7. Was verdienst Du mit Psychotherapie?
  8. Psychotherapie und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
  9. Das Psychotherapie-Studium in Zahlen
  10. Passt das Psychotherapie-Studium zu Dir?
  11. Häufige Fragen
  12. Weiter zum Psychotherapie-Studium

Wo kann ich Psychotherapie studieren?

Wenn Du Psychotherapie studieren willst, beginnst Du in der Regel mit Psychologie und wechselst dann in einen Master an einer Universität oder privaten Hochschule, immer in Präsenz. Behandeln darfst Du erst mit der Approbation, und dafür wartet nach dem Master noch die staatliche Prüfung auf Dich.

1
Hochschule Fresenius
Klinische Psychologie & Psychotherapie (M.Sc.)
Charlotte Fresenius Hochschule* · Vollzeit · Wiesbaden, München
  • Präsenzstudium
  • 4 Semester Regelstudienzeit
Master
2
PFH Göttingen
Klinische Psychologie und Psychotherapie (M.Sc.)
PFH Göttingen* · Vollzeit
Master
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Psychologie & PsychotherapieUni MainzMainzBachelor of Science
Psychologische PsychotherapieUni GießenGiesenStaatsexamen
Psychologische PsychotherapieUni TrierTrierStaatsexamen
Psychologische PsychotherapieUni Würzburg–Staatsexamen
Psychotherapie, psychologischeUni MainzMainzStaatsexamen
Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte und analytischeUni MainzMainzStaatsexamen
Kinder- und JugendlichenpsychotherapieUni TrierTrierStaatsexamen
PsychotherapieHMU Health and Medical UniversityPotsdamMaster of Science
Du siehst 10 von 23 Studiengängen.Alle 23 ansehen →Weniger anzeigen ↑
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
PsychotherapieHMU Health and Medical University – Campus Düsseldorf/KrefeldDüsseldorfMaster of Science
PsychotherapieHMU Health and Medical University ErfurtErfurtMaster of Arts
PsychotherapieVinzenz Pallotti UniversityVallendarMaster of Science
Klinische Psychologie und PsychotherapieUni UlmUlmMaster of Science
Psychische Gesundheit und PsychotherapieSRH Hochschule für GesundheitGeraMaster of Science
Psychologie: Klinische Psychologie und Kognitive PsychotherapieLMU MünchenMünchenMaster of Science
Psychologie - Klinische Psychologie und PsychotherapieUni KielKielMaster of Science
Psychotherapie (Erwachsene)Hochschule MünchenMünchenMaster of Arts
Psychotherapie - Tiefenpsychologisch fundierte PsychotherapiePHB (Psychologische Hochschule Berlin)BerlinMaster of Science
Psychotherapie - VerhaltenstherapiePHB (Psychologische Hochschule Berlin)BerlinMaster of Science
Psychologische PsychotherapieTU BraunschweigBraunschweigSonstiger Abschluss
Psychologische PsychotherapieUni HamburgHamburgSonstiger Abschluss
PsychotherapiewissenschaftSigmund Freud PrivatUniversität BerlinBerlinBakkalaureus

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 23.09.2026; gezählt sind Studiengänge mit dem Primärfach „Psychologie und Psychotherapie“, die Psychotherapie im Namen tragen. Insgesamt heißen 83 Einträge in unserer Datenbank so oder so ähnlich; die übrigen hängen an anderen Fächern, vor allem an Psychologie und Klinischer Psychologie.

Wir haben genau einen Bachelor gefunden, nämlich „Psychologie & Psychotherapie“ an der Uni Mainz, und leider ist er zulassungsbeschränkt.

Worauf Du bei der Wahl achten solltest
Einen Hinweis möchten wir Dir noch mitgeben, weil er Dir Umwege ersparen kann.
Ein privater Anbieter, drei StandorteBeim Durchsehen ist uns die HMU Health and Medical University aufgefallen. Sie ist gleich mit drei Standorten vertreten: Potsdam, Erfurt und Düsseldorf/Krefeld.
6 von 22 mit StaatsexamenVon den 22 Studiengängen in unserer Liste tragen 6 ein Staatsexamen, also eine staatliche Prüfung statt eines Hochschulgrads.
Approbation schriftlich klärenOb ein Studiengang wirklich zur Approbation führt, hängt weder an seinem Namen noch an der Trägerschaft. Das entscheidet die zuständige Landesbehörde, und deshalb raten wir Dir, vor der Bewerbung schriftlich nachzufragen, bei staatlichen wie bei privaten Hochschulen.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Wenn Du Psychotherapeut werden willst, brauchst Du als Voraussetzungen eine Hochschulzugangsberechtigung für den Bachelor, einen ersten Abschluss in Psychologie für den Master und danach die Approbation. Eine Voraussetzung steht allerdings in keiner Ordnung, und sie ist vielleicht die unbequemste, denn Du brauchst Ausdauer für einen langen Weg. Ein einzelner Abschluss reicht in diesem Beruf nicht, und eine Abkürzung über eine Ausbildung gibt es auch nicht.

Die drei Wege zum Studienplatz
Der erste ist seit der Reform 2020 der Regelweg
1. Bachelor Psychologie, dann Master
Erst ein Bachelor in Psychologie, dann einer der 12 Master, dann die Approbationsprüfung. Für den Master brauchst Du einen ersten Abschluss in Psychologie, in aller Regel einen Bachelor of Science. Soll er zur Approbation führen, kommt die zweite Hürde dazu: Dein Bachelor muss die Inhalte und Praktika der Approbationsordnung abdecken.
2. Direkt: der eine Bachelor in Mainz
Es gibt genau einen Bachelor im Fach: „Psychologie & Psychotherapie“ an der Uni Mainz. Du brauchst dafür eine Hochschulzugangsberechtigung, und der Studiengang ist zulassungsbeschränkt - deshalb steht oben „0 von 1“. Eine Note, ab der Du sicher hineinkommst, nennen wir bewusst nicht: Die Grenzwerte ändern sich jedes Semester und helfen im Jahr darauf niemandem mehr. Wir unterscheiden nur zwischen Studiengängen mit und ohne Zulassungsbeschränkung.
3. Sonderfall: Bakkalaureus an der SFU Berlin
Die Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin bietet einen Bakkalaureus in Psychotherapiewissenschaft. In unserer Zählung gehört er zu den 9 anderen Abschlüssen, nicht zu den Bachelor. Was ein solcher Abschluss für die deutsche Approbation wert ist, lässt Du Dir vor der Einschreibung schriftlich bestätigen.

Was solltest Du für den Master mitbringen?

Welcher Bachelor passt
  • Psychologie, in aller Regel als Bachelor of Science
  • Mit den Inhalten und Praktika der Approbationsordnung, sonst führt der Master nicht zur Approbation
  • Fehlt etwas, kannst Du einzelne Leistungen unter Umständen nachholen - ob das anerkannt wird, entscheidet die aufnehmende Hochschule. Klär das vor der Bewerbung, nicht danach.
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Statistik und Forschungsmethoden - Psychologie ist ein empirisches Fach, beides begleitet Dich durch jedes Semester
  • Englisch - ein großer Teil der Fachliteratur ist englisch
  • Zuwendung und Zahlen - wer Psychotherapie studieren will, weil er Menschen helfen möchte, braucht beides
  • Abgrenzung - mit schweren Lebensgeschichten arbeiten, ohne selbst darin zu versinken. Das lässt sich lernen, aber es gehört zum Beruf.

Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO); Psychotherapeutengesetz (PsychThG).

Psychologe, Psychotherapeut, Psychiater: Wer darf was?

Psychologe, Psychotherapeut und Psychiater sind drei Begriffe, die ständig durcheinandergehen, und das ist verständlich, weil sie so ähnlich klingen. Der Unterschied ist trotzdem wichtig für Dich, denn er entscheidet darüber, wer behandeln darf und wer Medikamente verordnen darf.

BerufWeg in den BerufWas er darf
PsychologeStudium PsychologieDiagnostiziert, forscht, berät. Heilkundlich behandeln darf er damit noch nicht.
PsychotherapeutStudium, Approbationsprüfung und die ApprobationDarf heilkundlich behandeln. Der Titel ist gesetzlich geschützt.
PsychiaterMedizin studiert, in Psychiatrie und Psychotherapie weitergebildetÄrzte, keine Psychologen. Nur sie dürfen Medikamente verordnen.

Wenn Du nach einer Ausbildung zum Psychologen suchst, führt Dich Dein Weg in diesem Beruf über ein Studium. Einen Lehrberuf dieses Namens gibt es nicht, und wer Psychologe werden will, studiert Psychologie. Auch beim Psychotherapeuten ist Ausbildung seit der Reform nicht mehr der richtige Begriff, weil sie inzwischen im Studium steckt.

Wenn Du noch nicht sicher bist, welcher Zweig zu Dir passt, lohnt sich ein Blick auf diese vier Fächer. Sie grenzen direkt an, und wir haben für jedes eine eigene Seite, auf der wir die Studiengänge eigens zählen.

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Was lernst Du im Psychotherapie-Studium?

Im Studium lernst Du, wie psychische Störungen entstehen, wie Du sie erkennst und wie Du sie behandelst. Dazu gehört viel Handwerk, denn Du stellst Diagnosen nach einem festen System, wertest Testverfahren aus, führst Gespräche, wendest Therapieverfahren an und prüfst, ob sie wirken. Ebenso beschäftigst Du Dich mit der anderen Seite, also damit, warum jemand krank wird, welche Rolle Körper, Biografie und Umfeld spielen und wie man einem Rückfall vorbeugt. Seit der Reform 2020 gehören auch die Praktika fest zum Studium, während sie früher erst danach kamen.

Typische Fächer
Die Bezeichnungen unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule.
  • Klinische Psychologie und Psychotherapie
  • Psychologische Diagnostik
  • Psychopathologie und psychische Störungen
  • Psychotherapeutische Verfahren
  • Entwicklungspsychologie
  • Sozial- und Persönlichkeitspsychologie
  • Forschungsmethoden und Statistik
  • Gesprächsführung und Selbsterfahrung
  • Berufsethik und Berufsrecht
  • Praktika in Kliniken und Ambulanzen

Welche Therapiemethode lernst Du im Studium? Ab dem Master wird es konkret, und das siehst Du schon an den Namen der Studiengänge. Die Psychologische Hochschule Berlin bietet zwei getrennte Master an, einen für Verhaltenstherapie und einen für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Die Uni Mainz führt neben der psychologischen Psychotherapie einen eigenen Weg für tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie. An der Uni Trier gibt es einen eigenen Weg für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Überleg Dir deshalb schon bei der Wahl der Hochschule, welches Verfahren Du vertiefen möchtest, denn diese Entscheidung fällt früh.

1
Bachelor im Fach
von 22 Studiengängen – zulassungsbeschränkt
12
Master
die größte Gruppe im Bestand
6
Staatsexamen
von 9 Einträgen mit anderem Abschluss
Bachelor oder etwas anderes?
Alle 22 Studiengänge in unserer Datenbank
121
1 Bachelor
21 Master und andere Abschlüsse
Was diese 21 Einträge sind
Alles jenseits des einen Bachelors
129
12 Master
9 andere Abschlüsse, davon 6 Staatsexamen
Was in der Liste sonst noch stecktAlle 22 Einträge tragen den Fachnamen im engeren Sinn – das ist selten und zeigt, wie scharf dieses Fach abgegrenzt ist. Insgesamt heißen 83 Einträge in unserer Datenbank ähnlich, sie hängen aber an anderen Fächern, vor allem an Psychologie und Klinischer Psychologie. 0 Fernstudiengänge und 0 duale Studiengänge: Beides gibt es in diesem Fach nicht.
Quelle: Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 23.09.2026.

Psychotherapeut werden: Studium, Approbation und Weiterbildung

Seit September 2020 läuft das Studium der Psychotherapie anders als früher. Dein Weg hat seitdem drei feste Stationen, nämlich einen Bachelor Psychologie, einen Master Klinische Psychologie und Psychotherapie und am Ende die staatliche Approbationsprüfung. Erst sie erlaubt Dir, Psychotherapie auszuüben, und erst danach darfst Du Dich so nennen.

Weil diese Berufsbezeichnung gesetzlich geschützt ist, schreiben wir in diesem Artikel so viel über Prüfungen und so wenig über Abkürzungen.

Bachelor Psychologie
Du studierst Psychologie, nicht Psychotherapie. Dieser Bachelor heißt polyvalent: Er hält Dir beide Türen offen – den Master mit Approbationsprüfung und jeden anderen Psychologie-Master. Dafür musst Du schon im Bachelor die berufsrechtlichen Inhalte und Praktika belegen, die die Approbationsordnung verlangt. Das passiert nicht von allein: Du musst die passenden Module aktiv wählen.
Master Klinische Psychologie und Psychotherapie
Erst hier wird es therapeutisch. 12 der 22 Studiengänge in unserer Liste sind Master – das ist der Kern dieses Fachs. Die Namen unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule: „Psychotherapie“, „Klinische Psychologie & Psychotherapie“ oder „Psychische Gesundheit und Psychotherapie“.
Approbationsprüfung
Am Ende steht eine staatliche Prüfung, nicht nur die Masterarbeit. Wer sie besteht, bekommt die Approbation: die Erlaubnis, heilkundliche Psychotherapie auszuüben. 6 Einträge in unserer Liste tragen deshalb als Abschluss ein Staatsexamen statt eines Hochschulgrads.
Weiterbildung nach der Approbation
Fertig bist Du damit noch nicht. Nach der Approbation folgt die Weiterbildung zur Fachpsychotherapeutin oder zum Fachpsychotherapeuten – anders als früher in einer bezahlten Stelle. Spezialisieren kannst Du Dich unter anderem auf Erwachsene oder auf Kinder und Jugendliche. Was genau gilt, legt die Psychotherapeutenkammer Deines Bundeslandes fest.

Psychotherapeutengesetz (PsychThG), in Kraft seit September 2020; Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO). Weiterbildung: Muster-Weiterbildungsordnung der Bundespsychotherapeutenkammer.

Welche Unis bieten den neuen Weg im Psychotherapie-Studium seit 2020 an? In unserer Liste haben wir 22 Studiengänge an 18 Hochschulen gefunden, und die vollständige Übersicht nennt sie Dir alle mit Ort und Abschluss.

Eine Warnung möchten wir Dir trotzdem mitgeben, denn aus dem Namen eines Studiengangs kannst Du nicht ablesen, ob er zur Approbationsprüfung zugelassen ist. Das entscheidet die Landesbehörde, und es hängt zusätzlich davon ab, was Du im Bachelor belegt hast. Fehlt eines von beidem, bleibt Dein Abschluss trotzdem gültig, nur ist Dir dann dieser Weg versperrt.

Früher: Ausbildung am Institut
  • Man hat Psychologie studiert und danach eine lange, selbst bezahlte Psychotherapie-Ausbildung an einem Institut drangehängt.
  • Falls Du Dein Psychologie-Studium noch vor der Reform begonnen hast, kannst Du die alte Ausbildung nach altem Recht zu Ende bringen. Die Übergangsfristen dafür findest Du im Psychotherapeutengesetz.
Seit September 2020: Ausbildung im Studium
  • Die große Neuerung ist, dass die Ausbildung zum Psychotherapeuten heute im Studium stattfindet statt an einem Institut.
  • Wenn Du heute anfängst, steht Dir nur noch der neue Weg offen.

Was kannst Du mit Psychotherapie werden?

Menschen behandeln darfst Du nur, wenn Du approbiert bist. Der bekannteste Weg führt Dich in die eigene Praxis oder in eine Klinik. Du kannst aber genauso in der Forschung, in der Rehabilitation, in Beratungsstellen oder in der Prävention arbeiten. Was Du dort tun darfst, entscheidet am Ende die Approbation, und der Studienabschluss allein reicht dafür nicht.

Psychotherapeutin oder PsychotherapeutMit Approbation behandelst Du Patienten in eigener Praxis, in einer Ambulanz oder in einer Klinik. Nur dieser Weg führt zur Abrechnung mit den Krankenkassen. Die Berufsbezeichnung ist gesetzlich geschützt.
Approbation nötigPraxis oder Klinik
Kinder- und JugendlichenpsychotherapieEigene Schwerpunktsetzung mit eigener Klientel: Kinder, Jugendliche und ihre Familien. In unserer Liste führt die Uni Trier dafür einen eigenen Weg mit Staatsexamen.
eigener SchwerpunktStaatsexamen
Psychologe in Klinik und PsychiatrieIn Psychiatrie, Psychosomatik, Sucht- und Rehakliniken arbeitest Du im Team mit Ärzten und Pflegekräften: Diagnostik, Gruppenangebote, Testverfahren, Dokumentation. Ein Teil dieser Stellen steht auch Psychologen ohne Approbation offen – eigenverantwortlich behandeln dürfen sie aber nicht.
angestelltTarif möglich
Forschung und LehreAn Universitäten und Instituten untersuchst Du, welches Verfahren bei welcher Störung wirkt. Typische Themen sind Angst, Depression, Sucht oder Essstörungen. Befristete Stellen sind hier die Regel.
Promotion üblichbefristet
Beratung und PräventionErziehungs- und Suchtberatung, Krisendienste, Gesundheitsämter, betriebliche Gesundheitsförderung: früh eingreifen, bevor eine Behandlung nötig wird. Träger sind Kommunen, Vereine und Unternehmen.
ohne Approbation möglichKommunen und Träger

Uns ist wichtig, dass Du eine Grenze klar kennst, denn mit einem Bachelor darfst Du nicht als Psychotherapeutin oder Psychotherapeut arbeiten. Auch ein Master allein reicht nicht, solange Dir die staatliche Prüfung fehlt. Heilkundliche Psychotherapie setzt die Approbation voraus, und ohne sie verbietet Dir das Gesetz, diese Berufsbezeichnung zu führen.

Was verdienst Du mit Psychotherapie?

Als Psychotherapeut startest Du mit 3.000 € brutto im Monat, im Durchschnitt verdienst Du 5.221 €. Den großen Sprung machst Du mit der Approbation.

3.000 €
Einstiegsgehalt
brutto im Monat
5.221 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat

Was davon netto bleibt und wie stark sich das Bundesland auswirkt, liest Du beim Gehalt als Psychotherapeut.

Einstiegs- und Durchschnittsgehalt: Statistisches Bundesamt, wie in unserem Gehaltsartikel.

PFH Göttingen
Klinische Psychologie und Psychotherapie (M.Sc.)
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Psychotherapie und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: Sehr gut, denn das IAB hält nur die psychologische Diagnostik für automatisierbar und die Behandlung selbst nicht, während es in Prävention und Reha mit der Dokumentation etwas mehr Ersetzbares gibt. Wir haben dafür im Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen, der berechnet, welcher Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs mit heutiger Technik von Maschinen erledigt werden könnte. Beim Psychotherapeuten ist es 1 von 18.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Psychotherapeut
1 von 18
Kerntätigkeiten automatisierbar
Nur die Diagnostik, nicht die Behandlung
Kinder-/Jugendpsychotherapeut
1 von 9
Kerntätigkeiten automatisierbar
Bis 2016 war es noch keine
Reha-Psychologe
2 von 8
Kerntätigkeiten automatisierbar
Diagnostik und Dokumentation
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Psychotherapeut/in“, „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/in“ und „Gesundheits- und Rehabilitationspsychologe/-psychologin“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Die Behandlung selbst bleibt beim Menschen. Wie wir oben bei den Berufen beschrieben haben, darf ohnehin nur behandeln, wer approbiert ist, und deshalb bleibt die Verantwortung für eine Therapie in jedem Fall bei einem Menschen.

In Prävention und Reha liegt der Anteil etwas höher. Falls Du später in eine der Stellen in Beratung und Prävention gehst, die wir bei den Berufen genannt haben, betrifft Dich das. In der Reha-Psychologie und in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie lag der Wert 2013 noch bei 0 %, und seitdem stuft das IAB die Diagnostik als ersetzbar ein.

Das kann Software übernehmen
  • Psychotherapeut: nur die psychologische Diagnostik, also etwa die Auswertung standardisierter Fragebögen und Tests
  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie: genauso, dort ist es 1 von 9
  • Gesundheits- und Rehabilitationspsychologe: 2 von 8, neben der Diagnostik auch die Dokumentation
Das bleibt bei Dir
  • Psychotherapeut: Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie, Gesprächs-, Gruppen- und Familientherapie, Krisenintervention und Neuropsychologie
  • Prävention und Reha: Gesundheitsberatung, Rehabilitation und Gutachten

Wie sich der Beruf trotzdem verändern kann. Der Futuromat bewertet einzelne Tätigkeiten nach dem Stand der Technik von 2022 und sagt nichts darüber, wie Praxen und Kliniken digitale Werkzeuge künftig einsetzen. Das IAB weist selbst darauf hin, dass sich auch bei niedrigen Werten die tägliche Arbeit ändern kann, so wie ein hoher Wert nicht das Ende eines Berufs bedeutet.

Wenn Du überlegst, ob Du Psychotherapie studieren solltest, spielt die Automatisierung nach diesen Zahlen deshalb kaum eine Rolle. Viel wichtiger sind für Dich die Approbation, die Weiterbildung und der Weg in eine Praxis oder Klinik.

Das Psychotherapie-Studium in Zahlen

119.006
Studierende
im ganzen Fach Psychologie, Wintersemester 2025/26
77,6 %
davon Frauen
in Psychologie
4,2 %
arbeitslos
Beruf Psychologie, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 119.006 Studierenden in Psychologie:
55 %45 %
65.743
an Universitäten
53.263
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?27.009 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Psychologie und nicht ärztliche Psychotherapie“ (15.274 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 5.247 €
4.014 €untere 25 % darunter6.548 €obere 25 % darüber
Anders gesagt: die mittleren 50 % verdienen zwischen 4.014 und 6.548 € im Monat.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2025

Passt das Psychotherapie-Studium zu Dir?

Spricht dafür
  • Du willst mit Menschen arbeiten, die es gerade schwer haben.
  • Statistik und Forschungsmethoden schrecken Dich nicht ab.
  • Du planst langfristig: Bachelor, Master, staatliche Prüfung, Weiterbildung.
  • Englische Fachliteratur liest Du, ohne zu murren.
Spricht dagegen
  • Du willst nach dem Bachelor sofort behandeln – das geht nicht.
  • Du suchst ein Fach ohne Mathematik und Methodenlehre.
  • Du willst ortsunabhängig studieren: 0 Fernstudiengänge stehen im Bestand.
  • Du brauchst ein duales Studium mit Gehalt – das gibt es hier nicht.

Wenn Du Dir noch unsicher bist, raten wir Dir zum breiten Weg, weil er der sicherere ist. Ein polyvalenter Bachelor Psychologie hält Dir den Master mit Approbationsprüfung offen und gleichzeitig jede andere Richtung. So kannst Du Dich nach drei Jahren entscheiden, und dann weißt Du schon viel mehr als heute.

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Häufige Fragen

Wie wird man Psychotherapeut?
Seit September 2020 studierst Du zuerst einen Bachelor Psychologie mit den berufsrechtlichen Inhalten und darauf einen Master Klinische Psychologie und Psychotherapie. Am Ende steht die staatliche Approbationsprüfung. Danach folgt die Weiterbildung zur Fachpsychotherapeutin oder zum Fachpsychotherapeuten in einer bezahlten Stelle. Geregelt ist dieser Weg im Psychotherapeutengesetz.
Wie wird man Psychologe – und wo ist der Unterschied?
Psychologe wirst Du mit einem Psychologie-Studium, aber behandeln darfst Du damit noch nicht. Dafür brauchst Du die Approbation, und die bekommst Du erst nach dem Master und der staatlichen Prüfung. Psychiater wiederum sind Ärzte und dürfen als Einzige Medikamente verordnen.
Psychotherapeut: Studium oder Ausbildung?
Es ist ein Studium, denn einen Ausbildungsberuf dieses Namens gibt es nicht. Früher waren bei der Ausbildung zum Psychotherapeuten das Studium und die Institutsausbildung getrennt, heute steckt die Ausbildung im Studium selbst. Falls Du noch vor der Reform angefangen hast, kannst Du den alten Weg nach den Übergangsfristen des Psychotherapeutengesetzes noch abschließen.
Psychotherapeutin: Studium, Prüfung, Approbation – in welcher Reihenfolge?
Du gehst die Schritte genau in dieser Reihenfolge. Du beginnst mit dem Bachelor Psychologie, danach folgt der Master mit klinischem Schwerpunkt, dann die staatliche Prüfung und schließlich die Approbation. Erst mit der Approbation darfst Du die geschützte Berufsbezeichnung führen.
Gibt es einen Psychotherapie-Bachelor?
Wir haben genau einen gefunden, den Studiengang „Psychologie & Psychotherapie“ an der Uni Mainz, und er ist zulassungsbeschränkt. Dazu kommt ein Bakkalaureus in Psychotherapiewissenschaft an der Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin, den wir zu den 9 anderen Abschlüssen zählen. In der Regel führt Dein Weg über einen Bachelor Psychologie.
Wo kann man Psychotherapie studieren?
Wir haben 22 Studiengänge an 18 Hochschulen in 15 Städten gefunden. In der vollständigen Übersicht siehst Du zu jedem Studiengang Ort und Abschluss.
Kann ich Psychotherapie in Nürnberg studieren?
In Nürnberg haben wir leider keinen passenden Studiengang gefunden. Viele suchen nach „Psychologie-Studium Nürnberg“, aber einen Psychotherapie-Studiengang gibt es dort in unserer Liste nicht. In Bayern kannst Du an der Hochschule München, an der LMU München und an der Uni Würzburg studieren. Alle 15 Studienorte des Fachs findest Du in unserer vollständigen Übersicht.
Psychotherapie-Studium mit verschiedenen Methoden – geht das?
Ja, aber Du legst Dich mit der Wahl der Hochschule schon auf eine Methode fest. Die Psychologische Hochschule Berlin führt Verhaltenstherapie und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie als zwei getrennte Master. Die Uni Mainz bietet neben der psychologischen Psychotherapie einen Weg für tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie an. Einen Studiengang, der alle Verfahren gleichrangig abdeckt, haben wir in unserer Datenbank nicht gefunden.
Was sind die Voraussetzungen für ein Studium „Therapeutische Psychologie“?
Einen Studiengang mit diesem Namen haben wir in unserer Datenbank nicht gefunden, und wer danach sucht, meint fast immer den Weg über Psychologie und Psychotherapie. Für den Bachelor brauchst Du eine Hochschulzugangsberechtigung und für den Master einen Bachelor in Psychologie, der die Inhalte der Approbationsordnung abdeckt. Fehlen Dir diese Inhalte, kommst Du in den approbationsrelevanten Master leider nicht hinein.
Wie lange dauert das Psychotherapiestudium?
Eine feste Semesterzahl nennen wir Dir hier bewusst nicht, weil sie sich je Hochschule und Abschluss unterscheidet und ein falscher Richtwert Dir nicht weiterhilft. Verlassen kannst Du Dich auf die Reihenfolge aus Bachelor, Master, staatlicher Prüfung und danach der Weiterbildung. Wie lange es genau dauert, steht in der Studienordnung des jeweiligen Studiengangs.
Psychologe, Einkommen, eigene Praxis: Was ist wirklich drin?
Als Psychotherapeut verdienst Du im Durchschnitt 5.221 € brutto im Monat, zum Einstieg sind es 3.000 €. Wer eine eigene Praxis hat, rechnet mit Honoraren und Praxiskosten statt mit einem Gehalt, und eine belastbare Zahl dafür haben wir leider nicht gefunden.
Gibt es ein Fernstudium oder ein duales Studium in Psychotherapie?
Nein, in unserer Datenbank haben wir keinen einzigen Fernstudiengang und kein duales Angebot gefunden. Wenn Du berufsbegleitend studieren möchtest, findest Du in diesem Fach leider nichts. Dann lohnt sich eher ein Blick auf Psychologie oder Klinische Psychologie.

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Dr. Mira Maier
myStipendium-Chefredakteurin

Zuletzt geprüft am 23. September 2026. Alle Zahlen in diesem Artikel stammen aus benannten Quellen mit Jahresangabe. Profil ansehen →

Woher die Zahlen kommen Studienangebot, Hochschulen und Studienorte: eigene Auswertung der myStipendium-Studiengangsdatenbank, Stand 23.09.2026. Gezählt sind 22 Studiengänge an 18 Hochschulen in 15 Studienorten mit dem Primärfach „Psychologie und Psychotherapie“, die Psychotherapie im Namen tragen; alle 22 tragen den Fachnamen im engeren Sinn. Insgesamt heißen 83 Einträge in unserer Datenbank ähnlich, hängen aber an anderen Fächern – vor allem an Psychologie und Klinischer Psychologie.
Abschlüsse: 1 Bachelor (zulassungsbeschränkt), 12 Master, 9 andere Abschlüsse, darunter 6 Staatsexamen. Fernstudiengänge und duale Studiengänge: keine.
Gehalt: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 816 „Psychologie und nicht ärztliche Psychotherapie“, Anforderungsniveau Experte, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2025 (5.247 € brutto im Monat auf 15.274 Beschäftigten). Fachkraft- und Spezialistenebene werden in dieser Gruppe nicht veröffentlicht.
Weg zur Approbation: Psychotherapeutengesetz (PsychThG), in Kraft seit September 2020; Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO); Muster-Weiterbildungsordnung der Bundespsychotherapeutenkammer.
Keine Angabe zur Regelstudienzeit und keine NC-Werte: Die Regelstudienzeit steht in der Studienordnung des jeweiligen Studiengangs, NC-Grenzwerte ändern sich jedes Semester und wären im nächsten Jahr falsch. Wir unterscheiden deshalb nur zwischen Studiengängen mit und ohne Zulassungsbeschränkung.

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