Sportmediziner arbeiten nicht wie die meisten Mediziner diagnose-, oder organbezogen, sondern untersuchen die Bedeutung von körperlicher Aktivität auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Sie vermitteln Sporttreibenden Präventionsmaßnahmen, Bewegungstherapien und Möglichkeiten der Rehabilitation. In einem Sportmedizin-Studium lernst Du, wie Du den Einfluss von Bewegung und Training auf gesunde und kranke Menschen untersuchen kannst. Außerdem erfährst Du in dem Studium, wie die Auswirkungen von Sport, aber auch von Bewegungsmangel, erforscht werden können. Wer sich sportlich betätigt, lebt gesünder und länger. Zuviel oder falsche körperliche Belastung ist aber ebenso schädlich, wie gar kein Sport zu treiben. Das wissen Sportmediziner und helfen dabei, dass Profisportler trotz Höchstleistung gesund bleiben, und körperlich Kranke durch Bewegung wieder fit und gesund werden!

Das Sportmedizin Studium in Zahlen: Abschluss, Jobaussichten, Gehalt

Gehalt

52,9T
In der Sportmedizin Absolventenuntersuchung 2016 betrug das durchschnittliche Einstiegsgehalt nach dem Staatsexamen 52.900 €.

Abschluss

%
92% aller Studenten, die ein Sportmedizin Studium an einer Hochschule beginnen, schaffen auch den Abschluss.

Beschäftigung

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Auch bis zu 10 Jahre nach ihrem Sportmedizin Abschluss haben 98% aller Absolventen einen Job.

Zufrieden

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85% aller Sportmedizin Absolventen geben an, dass sie mit ihrem Job inhaltlich zufrieden bzw. sehr zufrieden sind.

Einstiegsbranchen für Sportmedizin Absolventen

Die Mehrheit der Sportmedizin Absolventen arbeiten im Dienstleistungsbereich

Gehaltsentwicklung Sportmedizin Absolventen

Nach 10 Jahren verdreifacht sich das Einstiegsgehalt bei Sportmedizin Absolventen fast

Sportmedizin Abschlussjahrgang 2005
Quelle: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung

Wo kann ich Sportmedizin studieren?

Grundsätzlich hast Du die Möglichkeit aus zwei Wegen, wenn Du in das Berufsfeld des Sportmediziners einsteigen möchtest: Entweder Du studierst Allgemeine Medizin oder Du studierst Sportwissenschaft.

Wenn Du über ein Medizin-Studium gehen möchtest, kannst Du nach dem Staatsexamen in Medizin eine Ausbildung zum Facharzt, also sozusagen ein Sportmedizin-Studium nach dem eigentlichen Studium, absolvieren. Das Studium Medizin wird an so gut wie allen großen Universitäten angeboten. An Fachhochschulen kannst Du den Studiengang hingegen nicht studieren.

Falls Du Dich eher für die Sporttheorie interessierst, kannst Du ein Sportwissenschaft-Studium beginnen, und den Schwerpunkt Sportmedizin dann während dem Studium wählen. Du wirst mit diesem Studiengang allerdings kein praktizierender Arzt, sondern beschäftigst Dich zum Beispiel mit gesundheitlichen Konzepten für Sportmannschaften, um Verletzungen vorzubeugen. Sportwissenschaft bieten sowohl Universitäten, wie auch Fachhochschulen an.

Welche Inhalte hat ein Sportmedizin-Studium?

Entscheidest Du Dich für Dein Sportmedizin-Studium über den Weg des klassischen Medizinstudiums zu gehen, dann lernst Du erst einmal allgemeines medizinisches Wissen. Zu Erst erfährst Du dann Grundlagen aus allen naturwissenschaftlichen Fächern wie Biologie, Physik und Chemie. Darüber hinaus erarbeitest Du Dir die Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin. Du lernst, wie das Öffentliche Gesundheitswesen funktioniert, und erlernst die Anatomie, also den Aufbau des menschlichen Körpers. Anschließend bist Du Experte in allen Lebensvorgängen in den Zellen, Geweben und Organen. In den höheren Medizin-Studium Semestern erwirbst Du dann Wissen aus ganz unterschiedlichen medizinischen Bereichen wie der Schmerzmedizin, der Notfallmedizin, oder der Entstehung von Infekten. Wenn Du mit dem allgemeinen Medizin-Studium fertig bist, kannst Du die Zusatzausbildung Sportmedizin beginnen. Hier lernst Du Themen aus diesen Bereichen:

  • Motorische Grundfähigkeiten und Auswirkungen auf den Organismus: Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Ausdauer
  • Typische Sportverletzungen und ihre Behandlung
  • Rehabilitationssport
  • Vorbeugung von Sportverletzungen
  • Einfluss von Bewegung und Bewegungsmangel auf den Körper

Welche Berufe gibt es mit einem Sportmedizin-Studium?

Berufe

Das Sportmedizin-Studium ermöglicht Dir sowohl eine praktische ärztliche Tätigkeit, aber auch eine theoretische Beschäftigung mit der Materie Sport, Bewegung und Gesundheit. Du kannst nach dem Sportmedizin-Studium in einer Arztpraxis arbeiten, und Dich dabei auf Sportverletzungen spezialisieren. Allerdings nur, wenn Du den Weg über das Medizin-Studium gegangen bist. Oder aber Du entwickelst Sportprogramme und Übungen, die gesundheitsfördernd sind.

Du kannst nach dem Sportmedizin studieren sowohl mit sehr sportlichen Menschen bis hin zum Profisportler zu tun haben, als auch auch mit Menschen, die Probleme mit Übergewicht haben, und für die Du gesundheitsfördernde Bewegungsprogramme konzipierst. Es gibt viele Möglichkeiten, wo Du nach dem Studium Sportmedizin arbeiten kannst:

  • Arztpraxen mit Schwerpunkt Sportverletzungen
  • Rehabilitationskliniken
  • Leistungssportvereine (Maßnahmen zur Vorbeugung von Sportverletzungen und gesunderhaltende Trainingsoptimierung)
  • Betriebsarzt in Profisportvereinen
  • Weiterbildungseinrichtungen zum Thema Bewegung und Gesunderhaltung durch Sport
  • Sportmedizinische Forschungseinrichtungen
  • Gesundheitsämter

Gehalt

Nach dem Sportmedizin-Studium kannst Du damit rechnen, dass Du in etwa ein Einstiegsgehalt von 4.400 Euro im Monat erhältst. Mit steigender Berufserfahrung bekommst Du aber noch mehr Geld. Für Fachmediziner ist es nicht unüblich, mit 7.000 Euro im Monat nach Hause zu gehen. Das hängt aber auch davon ab, ob Du eine eigene Praxis hast, oder angestellt bist.

Falls Du kein Arzt werden möchtest, sondern Dich eher beruflich eher theoretisch mit medizinischen Fragen von Bewegung und Sport auseinandersetzen möchtest, erhältst Du meist ein etwas geringeres Gehalt. Aber auch in dem Bereich kannst Du nach dem Studieren der Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Sportmedizin-Studium circa 4.000 Euro im Monat erhalten.

Welche Voraussetzungen brauche ich, um Sportmedizin zu studieren?

Du brauchst für ein Medizin-Studium in der Regel das Abitur. Falls Du Sportmedizin studieren möchtest, ohne später als praktizierender Arzt tätig zu sein, kannst Du Sportwissenschaft studieren. Hier kannst Du auch mit fachgebundener Hochschulreife oder Fachhochschulreife studieren. Sogar wenn Du eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen kannst, ist es möglich zu dem Studium zugelassen zu werden!

NC fürs Sportmedizin-Studium

Für ein Medizin-Studium benötigst Du einen bestimmten Notendurchschnitt im Schulabschlusszeugnis. Welche Note Du genau brauchst, hängt immer davon ab, an welcher Hochschule Du Dich bewirbst, und wie viele Bewerber es dort zuletzt gab. Meist liegt die Note aber bei 1,0 bis 1,2. Aber es gibt auch gute Nachrichten! Wenn Du Wartesemester hast, steigen Deine Chancen auch mit nicht einer super Note genommen zu werden! Von Vorteil ist es, wenn Du zum Beispiel erst eine Ausbildung als Krankenpfleger machst.

Für das Sportwissenschaft-Studium liegt der Numerus Clausus bei etwa 2,0 bis 2,7. Hier kannst Du manchmal punkten und Deine Chancen zugelassen zu werden erhöhen, wenn Du praktische Erfahrungen vorweisen kannst.

Wie läuft das Sportmedizin-Studium ab?

Falls Du Sportmedizin studieren möchtest, ohne später als Mediziner zu arbeiten, Dich also für ein Sportwissenschaftsstudium entscheidest, dann studierst Du im Bachelor sechs Semester lang, und im Master vier Semester lang. Du erlangst den akademischen Grad des Bachelor/Master of Arts, oder Bachelor/Master of Science. Wenn Du später praktizierender Sportmediziner sein willst, dann sieht der Studienverlauf etwas anders aus.

Medizinstudium

Die Regelstudienzeit von einem allgemeinen Medizin-Studium dauert circa zwölf Semester lang. Das Studium ist eingeteilt in zwei Abschnitte: In den Vorklinischen Teil in den ersten vier Semestern, und in den Klinischen Teil in den Semestern fünf bis zwölf.

In dem Vorklinischen Teil lernst Du, wie der menschliche Körper im gesunden Zustand funktioniert. Außerdem ist ein Krankenpflegepraktikum Teil von dem Studienteil. Am Ende von dem Vorklinischen Teil steht der erste Abschnitt von der ärztlichen Prüfung an. Hast Du diese bestanden, folgt der Klinische Teil.

In dem Klinischen Teil lernst Du alles über Krankheiten und über ihre Heilung. Vor dem letzten Jahr steht dann der zweite Abschnitt der ärztlichen Prüfung an. Im letzten Studienjahr steht eine praktische Ausbildung an. Diese ist aufgeteilt in drei Ausbildungsabschnitte von je 16 Wochen. Du absolvierst diese in je einer Praxis oder Klinik der Inneren Medizin, der Chirurgie, und der Allgemeinmedizin oder einer anderen Facharztdisziplin. Hier bietet sich eine Sportmedizinische Praxis für Dich an. Danach musst Du die dritte und letzte ärztliche Prüfung absolvieren. Jetzt hast Du es geschafft, Dir wird die Approbation erteilt und Du darfst Dich Arzt nennen! Den Titel „Doktor“ kannst Du allerdings erst tragen, wenn Du eine Doktorarbeit geschrieben hast. Für die praktische Ausübung des Arztberufes ist dies aber nicht erforderlich.

Zusatzbezeichnung Sportmedizin

Dein Ziel ist es aber ja nicht, allgemeiner Arzt zu werden, sondern Sportmediziner! Hierfür musst Du Dich nach dem Medizin-Studium an die für Dich zuständige Landesärztekammer wenden. Je nach Bundesland kann es notwendig sein, dass Du vorher eine Anerkennung als Facharzt abgeschlossen haben musst. Zusätzlich musst Du einen 240 Stunden Weiterbildungskurs mit Schwerpunkt Sportmedizin absolvieren, und eine sportärztliche Tätigkeit in einem Sportverein oder einer vergleichbaren Einrichtung von insgesamt 120 Stunden ausgeübt haben.

Hast Du diese Kriterien erfüllt, kannst Du bei Deiner zuständigen Landesärztekammer die Prüfung für die Erlangung der Zusatzbezeichnung Sportmediziner ablegen.

Wie soll ich das Sportmedizin-Studium bezahlen?

Du solltest Dir bereits vor dem Start von Deinem Sportmedizin-Studium überlegen, wie Du Dich während der Studienzeit finanzieren kannst. Aber auch wenn Deine Eltern Dich nicht unterstützen können und Du kein dickes Sparkonto besitzt, gibt es genug Finanzierungsoptionen.

Stipendien

Ein Stipendium ist eine super Möglichkeit, um einfach neben dem Sportmedizin-Studium an Geld zu kommen! Es gibt in Deutschland hunderte private und staatliche Stiftungen, die Stipendien vergeben. Um einen der begehrten Plätze zu ergattern, musst Du nicht unbedingt super Noten oder überdurchschnittliches Engagement vorweisen können. Denn die Kriterien für die Stipendienvergabe sind sehr vielfältig! Nutze doch einfach und schnell unsere kostenlose Stipendiensuche und finde ein passendes Stipendium für Dich!

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BAföG

Die Chancen, dass Du Anspruch auf BAföG hast, sind recht hoch. Denn rund jeder Vierte Student in Deutschland kann die staatliche Ausbildungsförderung beziehen. Ob und wieviel Du bekommst hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Checke doch mit unserem kostenlosen und unkomplizierten BAföG-Rechner, was Dir zusteht!

Studienkredit

Um Dein Studium Sportmedizin bezahlen zu können, kann es auch sein, dass Du einen Studienkredit aufnehmen musst. Der Vorteil im Vergleich zu einem gewöhnlichen Kredit ist, dass Du mit der Rückzahlung erst anfangen brauchst, wenn Du den Studienabschluss in der Tasche hast.

Studentenjob

Auch um einen Nebenjob zusätzlich zum Studium kommst Du manchmal nicht herum. Falls Du außerdem BAföG beziehst, solltest Du aber darauf achten, nicht mehr als durchschnittlich 450 Euro im Monat zu verdienen. Denn sonst kann es sein, dass Du keinen Anspruch auf BAföG mehr hast!

Passt das Sportmedizin-Studium zu mir?

Du bist Sportbegeistert und bist der Meinung, Bewegung tut einfach gut? Das ist schon einmal eine gute Voraussetzung dafür, dass Du Dich in dem Sportmedizin-Studium wohl fühlst. Außerdem solltest Du ein großes Interesse an medizinischen Themen haben und ein ausgeprägtes naturwissenschaftliches Grundverständnis besitzen. Da Du später im Berufsleben viel direkten Kontakt mit Menschen hast, ist es hilfreich, wenn Du Dich in andere Hineinversetzen kannst und über ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl verfügen.


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Sprache
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Wenn Du Sportmedizin studieren möchtest, aber Dir noch nicht ganz sicher bist, ob der Studiengang zu Dir passt, mach doch diesen onlinebasierten Studiengangtest! So kannst Du einfach herausfinden, welches Studienfach am besten zu Deinen Fähigkeiten passt!