Einstiegsgehalt 
5.572
Durchschnittsgehalt 
6.709
Ausbildung 
Bachelor
41
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Elektroingenieur
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Was ist ein Elektroingenieur?

Die Elektrotechnik beschäftigt sich mit allen technischen Geräten, die mit elektrischer Energie betrieben werden, von Haushaltsgeräten über Autos bis hin zu Produktionsanlagen. Hier kommt der Elektroingenieur ins Spiel. Er sorgt dafür, dass die elektrisch betriebenen Geräte überhaupt funktionieren. Zu seinem Aufgabengebiet gehören die Planung, Entwicklung, Produktion und Montage.

Was macht ein Elektroingenieur?

Als Elektroingenieur realisierst Du elektrische Geräte von der Grundlagenforschung bis hin zum Einsatz im Alltag. Der Fertigstellung eines elektrotechnischen Produkts gehen mehrere Analysen sowie Tests und Simulationen im Labor voraus, bevor es produziert, in der Praxis getestet, programmiert und schließlich in Betrieb genommen werden kann. Dabei musst Du immer die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit im Auge behalten. Auch ökologische Aspekte und die Marktfähigkeit spielen oftmals eine große Rolle. Je nach Einsatzgebiet entwickelst Du Geräte zur Energiespeicherung oder -übertragung, Telekommunikationsgeräte, optoelektronische Systeme, Multimediageräte und vieles mehr.

Wie wird man Elektroingenieur?

Der Zugang zum Beruf erfolgt über ein Studium. Entsprechende Studiengänge gibt es an Fachhochschulen, Universitäten und Berufsakademien. Als Zugangsvoraussetzung gilt ein Abitur, Fachabitur oder eine bestimmte vom Ausbildungsort abhängige berufliche Qualifikation. Darüber hinaus ist an einigen Ausbildungsstätten Dein Notendurchschnitt von Bedeutung, da es teilweise einen Numerus Clausus gibt. Wiederum andere verlangen ein Vorpraktikum.

Die Regelstudienzeit für einen Bachelor in Elektrotechnik beträgt an den meisten Hochschulen zwischen 6 und 9 Semestern. Je größer der Praxisanteil im Studium ist, desto länger dauert es in der Regel. Ein anschließender Master dauert meist weitere drei bis vier Semester.

Top 5 Fernstudiengänge

Elektro- und Informations­technik (B.Eng.)

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Elektro- und Informationstechnik (B.Eng.)

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Elektrotechnik (B.Eng.)

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Mechatronik – Robotik und Automatisierung (B.Eng.)

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Fahrzeugtechnik (B. Eng.)

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Das Studium an den Universitäten ist in der Regel theoretischer angelegt. An den Fachhochschulen gibt es hingegen mehrere Praxisphasen. Das Studium der Elektrotechnik vermittelt Wissen aus der Informationstechnik sowie der Mess- und Regeltechnik. Darüber hinaus stehen Werkstoffkunde, Mathematik, Physik und Datenkommunikation auf dem Stundenplan.

Wo arbeitet ein Elektroingenieur?

Elektrische Geräte sind ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens. Fast überall gibt es sie. Dementsprechend ist für einen Elektroingenieur das Spektrum an Branchen sehr breit. Neben der klassischen Elektroindustrie, wo Du beispielsweise Mess- und Steuerungstechnik oder etwa Elektromotoren entwickelst, gibt es zum Beispiel auch Tätigkeitsfelder in der Automatisierungs- und Nanotechnologie, in der Luft- und Raumfahrt, bei der Eisenbahn, in Automobilunternehmen, der Computerindustrie oder der Medizintechnik.

Als Elektroingenieur bist Du in der Regel in einem mittelständischen oder einem großen Unternehmen fest angestellt. In einem mittelständischen Unternehmen bist Du meistens als Allrounder, in einem großen Unternehmen dagegen in der Regel Spezialist gefragt. Es gibt darüber hinaus auch die Möglichkeit, dass Du Dich selbstständig machst und einen eigenen Elektronikbetrieb gründest.

Folgende Beispiele sollen Dir einen Überblick über mögliche Tätigkeitsfelder und Branchen geben:

  • Elektronikindustrie
  • Telekommunikation
  • Automobilindustrie
  • Luft- und Raumfahrtindustrie
  • Verkehrstechnik und -steuerung
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Lebensmittelindustrie
  • Chemieindustrie
  • Medizintechnik

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Dein Arbeitsalltag richtet sich ganz nach Deiner Spezialisierung und Deinem Arbeitgeber. Das können beispielsweise folgende Tätigkeiten sein:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Wenngleich die Tätigkeitsfelder stark von der Branche und der Spezialisierung abhängen, gibt es doch eine Gemeinsamkeit. Als Elektroingenieur verbringst Du in der Regel viel Zeit am Computer in Deinem Büro. Typische Arbeitsplätze sind aber auch Forschungslabors und Fabrikhallen.

Was verdient ein Elektroingenieur?

Das Gehalt hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Dazu gehören beispielsweise Deine berufliche Qualifikation, Berufserfahrungen und Deine Position im Unternehmen. Darüber hinaus haben die Branche, die Unternehmensgröße und der Unternehmensstandort Einfluss auf das Gehalt.

Der Median über alle Erfahrungsstufen liegt bei rund 6.709 € brutto im Monat. Nach rund zehn Jahren kannst Du mit einem Gehalt von zirka 7.900 bis 8.200 € brutto im Monat rechnen. Fort- und Weiterbildungen sind eine gute Möglichkeit, Dich wertvoller für das Unternehmen zu machen, Deinen Verantwortungsbereich und damit letztendlich Dein Gehalt zu erhöhen.

Das Gehalt hängt auch vom Studienabschluss ab. Mit einem Bachelor liegt der Median bei etwa 6.709 € brutto im Monat. Mit einem Master liegt der Median bei etwa 8.455 €, mit einer Promotion bei etwa 9.570 €. Ein Master wirkt sich also nicht nur auf das Gehalt, sondern auch positiv auf die Einstellungschancen aus.

Wo finde ich einen Job als Elektroingenieur?

Du hast bereits Dein Studium erfolgreich absolviert, eventuell sogar schon erste Berufserfahrungen gesammelt und suchst einen Job? Dann wirf Doch einen Blick in unsere Jobbörse. Dort findest Du spannende Jobangebote. Die Jobbörse ist auch dann interessant, wenn Du Dich vorerst nur über den Beruf Elektroingenieur informieren möchtest. Die Stellenangebote geben Dir einen Einblick hinsichtlich potenzieller Arbeitgeber, Branchen und Anforderungen.

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Wie sind die Berufsaussichten für Elektroingenieure?

Aktuell herrscht ein Mangel an Fachkräften. In Deutschland gehen mehr Elektroingenieure in Rente als neue nachrücken, Tendenz steigend. Zudem ist der Bedarf aufgrund der Energiewende und der Digitalisierung sehr hoch. Ein großer Vorteil des Berufs ist seine Branchenvielfalt. Als Elektroingenieur kannst Du in nahezu allen Branchen eine Anstellung finden.

Wie groß diese Lücke in Deutschland ist, zeigen aktuelle Zahlen des VDE: Bis 2029 gehen über 30.000 mehr Elektroingenieure in Rente, als aus den Hochschulen nachkommen. Ab dem Jahr 2027 liegt die jährliche Zahl der Verrentungen doppelt so hoch wie die Zahl der Abschlüsse: 13.100 Menschen verlassen den Arbeitsmarkt, während nur 6.523 ins Berufsleben starten.

Das Bild ist allerdings zwiespältig. Trotz des Fachkräftemangels ist die Arbeitslosigkeit in Ingenieur- und IT-Berufen zuletzt deutlich gestiegen: Laut dem VDI/IW-Ingenieurmonitor für das vierte Quartal 2025 lag sie um 16,7 % über dem Vorjahr und damit auf dem höchsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2011. Im gleichen Quartal kamen auf 96.760 offene Stellen rund 58.392 Arbeitslose in Ingenieur- und IT-Berufen. Als Ursache gilt vor allem die Konjunkturflaute; besonders betroffen sind die Automobilbranche, die Kunststoffherstellung und die chemische Industrie. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit und ein fortbestehender Fachkräftemangel in Schlüsselbranchen treten also gleichzeitig auf. Für qualifizierte Absolventen bleiben die Chancen auf einen Jobeinstieg damit grundsätzlich gut, hängen aber stärker als früher von Branche und Region ab.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Gerade große Unternehmen suchen nicht nur nach Allroundern, sondern nach Spezialisten. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Du Dich in einer fortgeschrittenen Phase Deines Studiums, etwa ab dem fünften Semester, auf einen Fachbereich spezialisierst. Es gibt beispielsweise folgende Spezialisierungen:

  • Als Ingenieur für Elektronik bist Du für die Entwicklung, Fertigung und Anwendung von elektronischen Bauelementen und Produkten zuständig.
  • Als Robotik-Konstrukteur entwirfst und baust Du Roboter und Roboteranlagen, etwa in der Automobilindustrie.
  • In der Medizintechnik entwickelst und konstruierst Du elektrische Geräte und Anlagen für den Medizinsektor, wie zum Beispiel Herzschrittmacher.
  • Als Ingenieur für Antriebstechnik ist es Deine Aufgabe, Antriebe für Maschinen, Geräte, Fahrzeuge und Anlagen zu entwickeln. Das können beispielsweise Motoren für Elektrofahrzeuge sein.
  • In der Gebäudetechnik planst und konstruierst Du elektrische Anlagen für Bauwerke.

Passt der Beruf Elektroingenieur zu mir?

Du interessierst Dich für den Beruf, bist Dir aber noch nicht völlig sicher, ob er zu Dir passt? Zum einen benötigst Du natürlich die fachlichen Qualifikationen, die Du Dir durch Studium und Berufserfahrung aneignest. Darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn Du folgende sogenannte Soft Skills mitbringst:

Naturwissenschaftliches Interesse
Mathematik, Physik und Informatik sind wesentliche Bestandteile des Berufs. Es ist daher von Vorteil, wenn Du Interesse und Talent für diese Fachbereiche mitbringst.
Große Experimentierlust
In Dir steckt eine große Neugierde und Experimentierlust? Bestens! Denn in Deinem Job wirst Du viel Zeit mit der Entwicklung neuer Ideen verbringen.
Technisches und logisches Verständnis
Da Du Dich mit der Entwicklung und Realisierung neuer technischer Produkte beschäftigst, sind ein gutes technisches und logisches Verständnis von Vorteil.
Kommunikative Fähigkeiten
In diesem Job ist Teamwork angesagt. Im täglichen Umgang mit Kollegen und Kunden solltest Du über kommunikative Fähigkeiten verfügen.
Gute Englischkenntnisse
Die Fachliteratur liegt oftmals nur auf Englisch vor. Es ist daher sowohl im Studium als auch später im Beruf wichtig, dass Du über gute bis sehr gute Englischkenntnisse verfügst.

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