Wo kann ich Biomedizinische Technik studieren?
45 Biomedizinische Technik-Studiengänge stehen in unserer Datenbank – an 28 Hochschulen in 24 Städten. 21 führen zum Bachelor, 23 zum Master, einer zum Diplom. Der wichtigste Punkt zuerst: 16 der 21 Bachelor-Studiengänge haben keine Zulassungsbeschränkung. 6 Studiengänge sind dual organisiert, ein Fernstudium gibt es in diesem Fach nicht. Und eine Einordnung, damit Du unsere Zahlen richtig liest: Diese 45 sind ein Ausschnitt aus den 128 Studiengängen, die wir im Medizintechnik-Studium zählen. Medizintechnik ist das Oberfach, Biomedizinische Technik der Teil davon, der den Namen auch wirklich trägt.

- Master of Science, berufsbegleitend
- 3 Semester Regelstudienzeit
- setzt einen ersten Abschluss voraus
| Studiengang | Hochschule | Ort | Abschluss |
|---|---|---|---|
| Biomedical Engineering | FH Aachen | Jülich | Bachelor of Engineering |
| Biomedical Engineering | TH Ingolstadt | Ingolstadt | Bachelor of Engineering |
| Biomedizinische Technik | HAW Landshut | Landshut | Bachelor of Engineering |
| Biomedizinische Technik | WH Zwickau | Zwickau | Bachelor of Engineering |
| Biomedizinische Technik | FH Aachen | Jülich | Bachelor of Engineering |
| Biomedizinische Technik | Hochschule Ansbach | Ansbach | Bachelor of Engineering |
| Biomedizinische Technik | Hochschule Ansbach | Ansbach | Bachelor of Engineering |
| Biomedizinische Technik | HS Anhalt | Köthen (Anhalt) | Bachelor of Engineering |
| Biomedical Engineering | Hochschule Regensburg | Regensburg | Bachelor of Science |
| Biomedical Engineering | Hochschule Regensburg | Regensburg | Bachelor of Science |
| Biomedizinische Technik | TU Ilmenau | Ilmenau | Bachelor of Science |
| Biomedizinische Technik | THM (Technische Hochschule Mittelhessen) | Gießen | Bachelor of Science |
| Biomedizinische Technik | HTW Saar | Saarbrücken | Bachelor of Science |
| Biomedizinische Technik | TU Chemnitz | Chemnitz | Bachelor of Science |
| Biomedizinische Technik | Uni Rostock | Rostock | Bachelor of Science |
| Biomedizinische Technik | FH Münster | Steinfurt | Bachelor of Science |
| Biomedizintechnik | TH Lübeck | Lübeck | Bachelor of Science |
| Biomedizintechnik | FH Dortmund | Dortmund | Bachelor of Science |
| Biomedizintechnik mit Praxis-/Auslandsstudiensemester | FH Dortmund | – | Bachelor of Science |
| Medizintechnik/Biomedical Engineering | HAW Hamburg | Hamburg | Bachelor of Science |
| Physikalische Technik (Biomedizinische Technik, Lasertechnik) | FH Münster | Steinfurt | Bachelor of Science |
| Biomedizinische Technik | TU Dresden | – | Diplom |
| Biomedizinische Technik | Uni Ulm | – | Master of Arts |
| Biomedical Engineering | HS Anhalt | Köthen (Anhalt) | Master of Engineering |
| Angewandte Biomedizintechnik | HSHL (Hochschule Hamm-Lippstadt) | Hamm | Master of Science |
| Angewandte Biomedizintechnik | HSHL (Hochschule Hamm-Lippstadt) | Hamm | Master of Science |
| Biomedical Engineering | Hochschule Furtwangen | Furtwangen im Schwarzwald | Master of Science |
| Biomedical Engineering | Uni Lübeck | Lübeck | Master of Science |
| Biomedical Engineering | FH Aachen | Jülich | Master of Science |
| Biomedical Engineering | TH Lübeck | Lübeck | Master of Science |
| Biomedical Engineering | Uni Heidelberg | Heidelberg | Master of Science |
| Biomedical Engineering | RWTH Aachen | Aachen | Master of Science |
| Biomedical Engineering | HAW Hamburg | Hamburg | Master of Science |
| Biomedical Engineering | HS RheinMain | – | Master of Science |
| Biomedical Engineering | KIT Karlsruhe | – | Master of Science |
| Biomedical Engineering and Medical Physics | TUM (TU München) | Garching b.München | Master of Science |
| Biomedical Engineering by Research | TU Ilmenau | – | Master of Science |
| Biomedizinische Technik | FH Münster | Münster | Master of Science |
| Biomedizinische Technik | TU Ilmenau | Ilmenau | Master of Science |
| Biomedizinische Technik | THM (Technische Hochschule Mittelhessen) | Gießen | Master of Science |
| Biomedizinische Technik | TU Berlin | Berlin | Master of Science |
| Biomedizinische Technik | TU Berlin | Berlin | Master of Science |
| Biomedizinische Technik | Uni Rostock | Rostock | Master of Science |
| Biomedizinische Technik | TU Chemnitz | Chemnitz | Master of Science |
| Biomedizintechnik | Uni Hannover | Hannover | Master of Science |
Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026; gezählt sind Studiengänge, die Biomedizinische Technik, Biomedizintechnik oder Biomedical Engineering im Namen tragen. Anders benannte Nachbarfächer wie Bioengineering, Biosystemtechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen sind nicht dabei.
Die größte Auswahl an einem Ort haben die FH Aachen, die FH Münster und die TU Ilmenau mit je 3 Studiengängen. Mit je 2 folgen die FH Dortmund, die HAW Hamburg, die Hochschule Anhalt, die Hochschule Hamm-Lippstadt und die Hochschule Ansbach. Bis auf die TU Ilmenau sind das alles Fachhochschulen – dieses Fach sitzt überwiegend dort und nicht an den großen Universitäten. Praktisch ist das vor allem, wenn Du Bachelor und Master am selben Ort machen willst: An der Uni Rostock, der TU Chemnitz, der TU Ilmenau, der THM in Gießen, der Hochschule Anhalt in Köthen, der TH Lübeck und der FH Aachen steht beides im Programm. Vier Zeilen der Tabelle sehen doppelt aus und sind es auch fast: An der Hochschule Hamm-Lippstadt, der Hochschule Ansbach, der TU Berlin und der Hochschule Regensburg führen wir denselben Studiengang zweimal, weil es ihn in zwei Formen gibt – einmal in Vollzeit und einmal dual, in Teilzeit oder berufsbegleitend. Jede Zeile ist also nicht zwingend ein eigenes Studienangebot.
Was ist Biomedizinische Technik?
Biomedizinische Technik ist das Fach zwischen Medizin und Ingenieurwesen. Du entwickelst die Geräte, mit denen Kliniken und Praxen arbeiten: Ultraschall- und Röntgengeräte, Technik für die Strahlentherapie, Beatmungsgeräte, Herzschrittmacher, Prothesen, Laser für Augenoperationen. Du behandelst also keine Patienten, sondern baust das, was ihnen hilft. Ein Studium Biomedizinische Technik ist damit ein Ingenieurstudium mit Medizinanteil – kein Medizinstudium.
Das Fach hat drei Namen, und alle drei meinen dasselbe: Biomedizinische Technik, Biomedizintechnik und, auf Englisch, Biomedical Engineering. Welchen eine Hochschule wählt, ist ihre Entscheidung und sagt nichts über den Inhalt. Im Alltag begegnen Dir noch mehr Schreibweisen: Biomedizin-Technik, Bio-Medizin-Technik, Biomedizinische Technologie, Medizinaltechnik oder schlicht medizinische Technik. Studiengänge heißen bei uns nicht so – gemeint ist trotzdem dasselbe Feld.
Eine knappe Medizintechnik-Definition hilft beim Einordnen: Medizintechnik umfasst alle technischen Geräte und Verfahren, die in der Medizin eingesetzt werden. Biomedizinische Technik ist einer der Studiengangsnamen, unter denen dieses Feld gelehrt wird. Deshalb zählt unser Artikel zum Oberfach 128 Studiengänge und dieser hier 45. Die 45 sind keine eigene Welt, sondern ein Teil der 128.
Verwechseln solltest Du das Fach auch nicht mit Biomedizin. Biomedizin-Berufe liegen im Labor und in der Forschung; dort geht es um Zellen, Gewebe und Krankheitsmechanismen. In der Biomedizinischen Technik geht es um Geräte, Schaltungen und Software. Wer medizinische Studiengänge vergleicht, sollte diesen Unterschied kennen: Das eine ist Naturwissenschaft, das andere Ingenieurarbeit.
Biomedizinische Technik-Gehalt: Was verdienst Du damit?
6.092 € brutto im Monat verdienen Beschäftigte in der Berufsgruppe Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik auf der Stufe Experte. Die Hälfte von ihnen verdient mehr, die Hälfte weniger. Diese Stufe steht für Leute mit Abschluss, Berufserfahrung und Verantwortung – nicht für den ersten Job nach dem Studium.
Weil das Fach drei Namen hat, stellt sich die Geldfrage unter drei Suchbegriffen – Biomedizintechnik-Gehalt, Biomedizinische Technik-Lohn, Biomedizinische Technologie-Gehalt. Belegbar ist für alle drei dieselbe Antwort, denn sie kommt aus einer einzigen Berufsgruppe der Bundesagentur für Arbeit. Genau diese Gruppe steht auch in unserem Artikel zum Medizintechnik-Studium: Dass dort dieselbe Zahl steht, ist kein Versehen.
Jetzt der Punkt, den Du kennen solltest, bevor Du mit 6.092 € rechnest: In dieser Berufsgruppe liegen die drei Stufen ungewöhnlich weit auseinander – weiter als in fast jedem anderen Fach, das wir ausgewertet haben.
Zwischen Fachkraft und Experte liegen 2.931 € im Monat – fast das Doppelte. Genauso wichtig ist, wie groß die Stufen sind: 55.495 Beschäftigte zählt die Statistik auf der Stufe Fachkraft, 21.097 auf der Stufe Spezialist, aber nur 3.857 auf der Stufe Experte. Die 6.092 € sind erreichbar, aber sie sind nicht der Normalfall. Die Stufe Fachkraft steht für Tätigkeiten, für die eine Berufsausbildung reicht – mit einem Bachelor oder Master zielst Du auf Spezialist und Experte. Wir schreiben das so deutlich hin, weil die große Zahl allein ein schiefes Bild ergibt.
Ein Blick zur Seite lohnt sich, denn die Berufsgruppe ist nicht Dein Schicksal. Wer nach dem Studium in der Geräteentwicklung landet, wird häufig ganz woanders geführt: in der technischen Forschung und Entwicklung im Bereich Elektro bei 7.031 € auf der Stufe Experte (12.490 Beschäftigte) oder im Maschinenbau bei 7.712 € (52.365 Beschäftigte). Das sind 939 € beziehungsweise 1.620 € mehr im Monat. Den Unterschied macht nicht ein anderes Studium, sondern die Branche, in der Du am Ende arbeitest.
Ein Einstiegsgehalt nennen wir Dir nicht, weil wir keines belegen können. Der Entgeltatlas fasst alle Altersgruppen zusammen und trennt nicht nach Berufsjahren. Wer Dir eine genaue Zahl für Dein erstes Jahr nennt, hat sie geschätzt. Dasselbe gilt für die Frage nach dem Biomedizintechnik-Master: Die Statistik kennt keine Abschlüsse, sondern Anforderungsniveaus. Ein Master öffnet Dir die Stellen auf den Stufen Spezialist und Experte, aber die Rechnung "Master gleich X Euro mehr" ist nicht belegbar – deshalb steht sie hier nicht.
Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 825 Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik sowie Berufsgruppen 262 (technische Forschung und Entwicklung, Elektro) und 252 (Maschinenbau); Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024. Alle Werte sind Bruttoentgelte pro Monat.
Welche Berufe gibt es mit einem Biomedizintechnik-Studium?
Biomedizintechnik-Berufe gibt es entlang des ganzen Wegs, den ein Gerät nimmt: von der ersten Idee über Prüfung und Zulassung bis zur Wartung in der Klinik. Die größten Arbeitgeber sind die Hersteller biomedizinischer Geräte, dazu kommen Krankenhäuser, Prüfstellen, Forschungsinstitute und der technische Handel. Biomedizinische Technik-Jobs findest Du in den Stellenbörsen selten unter genau diesem Namen – ausgeschrieben werden sie als Entwicklungsingenieur, Applikationsspezialistin oder Medizinprodukteberater.
In jedem dieser Felder kannst Du Dich weiter spezialisieren – auf Augenheilkunde etwa, auf orthopädische Technik oder auf Bildgebung. Und noch einmal der Hinweis von oben, weil er über Dein Gehalt entscheidet: Ein Biomedizintechniker in der Geräteentwicklung taucht in der Statistik oft gar nicht unter Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik auf, sondern unter Elektro-Entwicklung oder Maschinenbau – dort liegt die Stufe Experte bei 7.031 € beziehungsweise 7.712 €. Eine Jobgarantie ist das nicht, und eine Zahl zum Fachkräftemangel nennen wir nicht, weil wir keine geprüfte haben.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
16 von 21 Bachelor-Studiengängen in Biomedizinischer Technik kommen ohne Zulassungsbeschränkung aus. Bei den anderen 5 gibt es mehr Bewerbungen als Plätze, deshalb wählt die Hochschule aus. Eine Grenznote nennen wir Dir hier nicht: Sie entsteht erst nach dem Bewerbungsschluss, ändert sich jedes Jahr und gilt nur für diese eine Hochschule. Verlass Dich auf die Angabe der Hochschule für das Semester, in dem Du Dich bewirbst.
Für das Studium Biomedizinische Technik brauchst Du eine Hochschulzugangsberechtigung. Vier Wege führen hinein:
- Allgemeine Hochschulreife: Mit dem Abitur kannst Du an einer Universität oder an einer Fachhochschule studieren.
- Fachgebundene Hochschulreife: Sie gilt für die Fachrichtung und die Bundesländer, die in Deinem Zeugnis stehen.
- Fachhochschulreife: Damit studierst Du an einer Fachhochschule – und dort sitzt der größte Teil dieses Fachs.
- Berufliche Qualifikation: Meister, staatlich geprüfte Techniker, Fachwirte und Betriebswirte kommen auch ohne Abitur in ein Biomedizintechnik-Studium. Die Rahmenregeln legt jedes Bundesland selbst fest.
Der letzte Punkt ist in diesem Fach mehr als eine Randnotiz: Wer eine Ausbildung im medizinischen, medizintechnischen oder elektrotechnischen Bereich hinter sich hat, bringt Vorwissen mit, das im Studium sofort greift. Ob und wie eine Ausbildung angerechnet wird, entscheidet aber jede Hochschule selbst – frag im Studierendensekretariat nach.
Für einen Master brauchst Du einen ersten Hochschulabschluss, meist in Biomedizinischer Technik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Physik oder Informatik. Welche Vorleistungen anerkannt werden und ob eine Mindestnote gilt, legt jede Hochschule fest. Bei englischsprachigen Studiengängen – und die heißen hier oft Biomedical Engineering – kommt ein Sprachnachweis dazu.
- Du Technik bauen willst, den Menschen dahinter aber nicht aus dem Blick verlierst
- Physik und Mathematik Dich nicht abschrecken – sie füllen die ersten Semester
- Du genau arbeitest: An einem Medizingerät zählt jedes Detail
- Du Verantwortung aushältst, weil Fehler hier Patienten treffen
- englische Fachtexte Dich nicht schrecken
- Du Patienten behandeln willst – dafür ist es das falsche Fach
- Dich Zellen und Labor mehr interessieren als Schaltungen – dann schau auf Biomedizin
- Du ein Fernstudium suchst: In diesem Fach gibt es keines
- Dokumentation und Normen Dich langweilen – sie gehören zum Beruf dazu
Welche Inhalte hat ein Biomedizinische Technik-Studium?
Du lernst zwei Fachsprachen gleichzeitig, die der Ingenieure und die der Mediziner, und ein Stück Betriebswirtschaft kommt dazu. In den ersten Semestern stehen Mathematik, Physik und Elektrotechnik im Stundenplan, parallel dazu medizinische Grundlagen wie Anatomie und Physiologie. Genau das macht das Fach anstrengend: Du machst beides, und keins davon nur nebenbei.
Diese Module stehen in fast jedem Studienplan:
- Medizinische Grundlagen: Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre
- Angewandte medizinische Physik und Biophysik
- Biomedizinische Messtechnik
- Signalverarbeitung
- Biomechanik
- Digitale Systeme und medizinisches Programmieren
- Angewandte Elektronik
- Mikrobiologie und Hygiene
- Steuer- und Regelungstechnik
- Vertrieb und Marketing
Der letzte Punkt überrascht viele. Er steht da, weil viele Absolventen bei Herstellern arbeiten und dort Technik erklären, schulen und verkaufen müssen. Neben Vorlesungen und Laboren gehören Exkursionen in Kliniken und Besuche auf Fachmessen zum Studium.
Später spezialisierst Du Dich. Typische Richtungen sind Bildgebung, Implantate und Prothetik, Rehabilitationstechnik, Gerätesicherheit oder Laser- und Optiktechnik. Welche Schwerpunkte eine Hochschule anbietet, steht im Modulhandbuch – das ist der Blick, der sich vor der Bewerbung wirklich lohnt.
Wie läuft das Biomedizintechnik-Studium ab?
Sechs bis sieben Semester dauert der Bachelor. Andere Regelstudienzeiten kommen in unserer Datenbank nicht vor. Wo sieben Semester stehen, steckt oft ein Praxissemester darin. Danach kannst Du einen Master anschließen: 23 der 45 Studiengänge im Fach führen zu diesem Abschluss.
- Bachelor of Engineering (B.Eng.): an den technisch ausgerichteten Fachhochschulen.
- Bachelor of Science (B.Sc.): wenn der Studiengang stärker naturwissenschaftlich aufgebaut ist.
- Diplom: Ein einziger Eintrag im Bestand trägt diesen Abschluss – Biomedizinische Technik TU Dresden. Diplomstudiengänge sind in Deutschland die Ausnahme; frag vor einer Bewerbung bei der Hochschule nach, ob es ihn noch gibt.
- Master of Science, Master of Engineering, Master of Arts: die drei Master-Bezeichnungen im Fach.
Welche Bezeichnung eine Hochschule vergibt, hängt an ihrer Ausrichtung und nicht am Wert des Abschlusses. Schau in den Studienplan, nicht auf den Buchstaben hinter dem Namen.
Bei den Studienformen ist dieses Fach schmaler als andere. Präsenzstudium ist der Normalfall, 6 der 45 Studiengänge sind dual organisiert, einzelne Master laufen in Teilzeit. Wer Biomedizintechnik studieren und dabei schon Geld verdienen will, schaut also auf die 6 dualen Studiengänge: Du wechselst zwischen Hochschule und Betrieb und bekommst vom Betrieb ein Gehalt. Ein Fernstudium gibt es in diesem Fach dagegen nicht – in unserer Datenbank steht dafür kein einziger Eintrag. Wenn Du ortsunabhängig studieren willst, schau ins breitere Medizintechnik-Studium: Dort ist die Auswahl fast dreimal so groß.
Was kostet das Studium – und wie finanzierst Du es?
An staatlichen Hochschulen zahlst Du keine Studiengebühr, sondern einen Semesterbeitrag. Private Hochschulen verlangen Gebühren, und die gehen ins Geld. Beträge nennen wir hier nicht: Die Gebührenangaben in unserer Datenbank sind nicht verlässlich, und jede Hochschule ändert sie pro Jahrgang. Die gültige Zahl steht auf der Seite der Hochschule, die Du in der Tabelle oben anklickst.
Bleibt die Frage, wovon Du lebst. Die Studienfinanzierung steht auf vier Beinen:
Stipendium. Ein Stipendium ist das beste Geld, weil Du es nicht zurückzahlst. Du brauchst dafür keine Eins im Abitur: Viele Stiftungen fördern ehrenamtliches Engagement, eine bestimmte Fachrichtung, die Herkunft oder die Lebenslage. Technische Fächer stehen bei unternehmensnahen Stiftungen besonders oft auf der Liste. In unserer Stipendiensuche filterst Du nach Studienfach und Abschluss und siehst, welche Geber zu Dir passen.
BAföG. BAföG bekommst Du zum Teil als Zuschuss und zum Teil als zinsloses Darlehen, das erst nach dem Studium fällig wird. Wie viel Dir zusteht, hängt vom Einkommen Deiner Eltern ab, in manchen Fällen auch nur von Deinem eigenen. Rechne es einmal durch, bevor Du es abschreibst.
Arbeiten neben dem Studium. Zwei Wege führen im Fach zu eigenem Geld. Der erste ist das duale Studium: 6 der 45 Studiengänge sind dual, Du bekommst vom Betrieb ein Gehalt und hast den Berufseinstieg gleich mit. Der zweite ist eine Werkstudentenstelle bei einem Gerätehersteller oder in der Medizintechnik-Abteilung einer Klinik. Sie zählt später im Lebenslauf, weil Du schon im Fach gearbeitet hast.
Studienkredit. Ein Studienkredit ist die letzte Option, nicht die erste. Du bekommst monatlich Geld und zahlst es nach dem Studium mit Zinsen zurück. Vergleich die Konditionen genau, sie unterscheiden sich stark von Bank zu Bank.
Häufige Fragen zum Biomedizinische Technik-Studium
Was ist Biomedizinische Technik?
Biomedizinische Technik ist ein Ingenieurfach mit Medizinanteil. Du entwickelst, prüfst und betreust medizinische Geräte – von der Bildgebung über Beatmung und Herzschrittmacher bis zu Prothesen. Dasselbe Fach heißt je nach Hochschule auch Biomedizintechnik oder Biomedical Engineering.
Brauche ich einen NC für ein Biomedizinische Technik-Studium?
Meistens nicht. 16 der 21 Bachelor-Studiengänge in unserer Datenbank haben keine Zulassungsbeschränkung. Bei den übrigen 5 wählt die Hochschule aus, weil es mehr Bewerbungen als Plätze gibt. Eine Grenznote vorher zu nennen, wäre unseriös: Sie entsteht erst im Bewerbungsverfahren und gilt nur für dieses eine Semester.
Wie lange dauert das Studium Biomedizintechnik?
Der Bachelor dauert sechs bis sieben Semester; andere Regelstudienzeiten kommen im Bestand nicht vor. Ein Praxissemester oder ein duales Modell schiebt den Abschluss nach hinten. Danach kannst Du einen Master anschließen – 23 der 45 Studiengänge im Fach sind Master.
Wie hoch ist das Biomedizintechnik-Gehalt?
In der Berufsgruppe Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik liegt die Stufe Experte bei 6.092 € brutto im Monat, die Stufe Spezialist bei 4.352 € und die Stufe Fachkraft bei 3.161 €. Die Stufen sind unterschiedlich groß: 55.495 Beschäftigte stehen auf der Fachkraftstufe, nur 3.857 auf der Expertenstufe. Wer in der Geräteentwicklung arbeitet, wird oft in anderen Gruppen geführt – Elektro-Entwicklung 7.031 €, Maschinenbau 7.712 €. Quelle ist der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024.
Was verdient man mit einem Biomedizintechnik-Master?
Der Entgeltatlas unterscheidet keine Abschlüsse, sondern Anforderungsniveaus: Fachkraft 3.161 €, Spezialist 4.352 €, Experte 6.092 € brutto im Monat. Ein Master öffnet Dir die Stellen auf den oberen beiden Stufen. Eine belegbare Differenz "Bachelor gegen Master" gibt die Statistik nicht her, deshalb nennen wir keine.
Kann ich Biomedizintechnik im Fernstudium studieren?
Nicht unter diesem Namen. In unserer Datenbank steht kein einziger Fernstudiengang im Fach. Es gibt 6 duale Studiengänge, und einzelne Master laufen in Teilzeit oder berufsbegleitend. Wer ortsunabhängig studieren will, sollte ins Oberfach Medizintechnik schauen.
Was ist der Unterschied zwischen Biomedizinischer Technik und Medizintechnik?
Medizintechnik ist das Oberfach mit 128 Studiengängen in unserer Datenbank. Biomedizinische Technik ist der Teil davon, der diesen Namen wirklich trägt: 45 Studiengänge. Die 45 sind also in den 128 enthalten und kein getrennter Bestand. Inhaltlich sind beide nah beieinander – welchen Namen ein Studiengang trägt, entscheidet die Hochschule.
Kann ich Biomedizinische Technik ohne Abitur studieren?
Ja. Mit einer Fachhochschulreife, einer fachgebundenen Hochschulreife oder einer beruflichen Qualifikation als Meister, staatlich geprüfter Techniker, Fachwirt oder Betriebswirt kommst Du hinein. Weil das Fach überwiegend an Fachhochschulen sitzt, ist die Fachhochschulreife hier besonders oft ausreichend. Die Regeln legt jedes Bundesland fest.
Gibt es Stipendien für ein Biomedizintechnik-Studium?
Ja. Neben den großen Begabtenförderwerken fördern technische Stiftungen und Unternehmen gezielt MINT-Fächer. In unserer Stipendiensuche filterst Du nach Studienfach und Abschluss. Bewirb Dich auch dann, wenn Dein Abischnitt keine Eins ist – viele Programme schauen auf Engagement und Motivation.
Quellen und Stand der Daten
- Studiengangszahlen: eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026. Gezählt sind Studiengänge, die Biomedizinische Technik, Biomedizintechnik oder Biomedical Engineering im Namen tragen. Alle 45 tragen den Fachnamen wirklich. Anders benannte Nachbarfächer wie Bioengineering, Biosystemtechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen sind nicht enthalten.
- Verhältnis zur Medizintechnik: Die 45 Studiengänge sind eine Teilmenge der 128, die wir im Artikel zum Medizintechnik-Studium zählen. Die beiden Zahlen dürfen nicht addiert werden.
- Doppelte Einträge: 4 der 45 Einträge haben denselben Namen, dieselbe Hochschule und denselben Abschluss – meist eine Vollzeit- und eine duale, Teilzeit- oder berufsbegleitende Variante. Sie sind mitgezählt, weil sie getrennt geführt werden. Jede Zeile ist also nicht zwingend ein eigenes Studienangebot.
- Gehalt: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 825 Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik sowie zum Vergleich Berufsgruppe 262 (technische Forschung und Entwicklung, Elektro) und Berufsgruppe 252 (Maschinenbau); Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024. Die Werte sind Bruttoentgelte pro Monat.
- Was hier fehlt und warum: keine Studiengebühren (in unserer Datenbank nicht verlässlich), keine NC-Werte (sie entstehen erst im Bewerbungsverfahren und veralten jedes Jahr), kein Einstiegsgehalt, keine Abschluss-, Beschäftigungs- oder Zufriedenheitsquote – für diese Angaben liegt uns keine geprüfte Quelle vor.
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