Public Health Studium: Hochschulen, Stipendien, Inhalte & Karriere

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Public Health studieren - auf einen Blick
Worum geht es?Public Health ist die Wissenschaft von der Gesundheit ganzer Bevölkerungen - Vorsorge, Versorgung und Daten statt Behandlung am Krankenbett.Auf Deutsch heißt dasselbe Fach Gesundheitswissenschaften.
Brauche ich einen NC?Teils: 14 von 29 Bachelor haben einen NC, 15 sind zulassungsfrei.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?91 Studiengänge an 53 Hochschulen in 30 Städten.29 Bachelor, 61 Master, 1 Promotionsstudiengang - zwei Drittel sind Master.
Wie lange dauert es?Die 29 Bachelor dauern 6, 7 oder 8 Semester.6 der 91 Studiengänge laufen als Fernstudium, 4 dual.
Was verdienst Du damit?5.370 € brutto im Monat auf Expertenniveau in der Gesundheitsberatung.Kein Berufsschlüssel deckt das Fach genau ab. Die mittlere Hälfte liegt zwischen 4.104 € und 6.982 €. Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, 2024.

Wo kann ich Public Health studieren?

Public Health kannst Du fast immer vor Ort studieren, und zwar häufiger als Master denn als Bachelor, während es dual oder im Fernstudium nur wenige Angebote gibt. Vielleicht begegnet Dir bei der Suche auch der Name Gesundheitswissenschaften, denn so heißt dasselbe Fach auf Deutsch, und manche Studiengänge tragen sogar beide Namen.

1
IU Internationale Hochschule
International Healthcare Management (B.A.)
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2
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3
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Public Health (M.Sc.)
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4
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International Health Economics & Pharmacoeconomics (M.Sc.)
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Master
5
IU Internationale Hochschule
Public Health (M.Sc.)
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Master
Du siehst 5 von 91 Studiengängen. Alle Studiengänge ansehen →

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026; gezählt sind Studiengänge, die Public Health, Health Science, Gesundheitswissenschaft(en) oder Gesundheitsförderung im Namen tragen - Gesundheitsmanagement, Sportwissenschaft und Soziale Arbeit mit Gesundheitsschwerpunkt sind nicht dabei. 6 Einträge stehen doppelt, meist als Vollzeit- und Teilzeitvariante derselben Hochschule, und sind mitgezählt.

So kannst Du Public Health studieren
Studiengänge nach Studienform
81
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
4
dual
Studium mit Praxisphasen im Unternehmen
6
im Fernstudium
ortsunabhängig, oft neben dem Beruf

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Für einen der 29 Bachelor brauchst Du in der Regel das Abitur oder die Fachhochschulreife, und für einen der 61 Master brauchst Du einen ersten Hochschulabschluss. Weil Public Health ein Aufbaufach ist, das auf einem Erststudium aufsetzt, führt Dich der häufigste Weg über einen Master ins Fach.

Die drei Wege zum Studienplatz
Vom häufigsten zum seltensten Weg
1. Master nach einem ersten Abschluss
Alle 61 Master setzen einen ersten Hochschulabschluss voraus. Aus welchem Fach er stammt, ist offener als in vielen anderen Fächern - welche Bachelor passen, steht weiter unten.
2. Bachelor ohne Zulassungsbeschränkung
15 der 29 Bachelor sind zulassungsfrei. Dort schreibst Du Dich ein, ohne auf eine Note zu warten.
3. Bachelor über das Auswahlverfahren
Bei den übrigen 14 entscheidet ein Auswahlverfahren der Hochschule. Eine Zahl nennen wir bewusst nicht: den NC. Grenzwerte gelten immer nur für eine Hochschule in einem Semester und ändern sich mit jedem Jahrgang. Wer Dir eine feste Note fürs Fach verspricht, rät ins Blaue.

Ob ein Studiengang zulassungsbeschränkt ist, kannst Du in unserer Liste oben mit den beiden Filtern schnell selbst nachsehen.

Was solltest Du für den Master mitbringen?

Welcher Bachelor für den Master passt
  • Medizin oder Pflege
  • Psychologie oder Soziale Arbeit
  • Ein Wirtschaftsfach - alle diese Bachelor gelten gleichermaßen
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Berufserfahrung oder eine Mindestnote - verlangen einzelne Hochschulen zusätzlich
  • Statistikkenntnisse - ebenfalls je nach Hochschule
  • Einen Englischnachweis - auch das regelt jede Hochschule selbst
  • Was genau gilt, steht in ihrer Zulassungsordnung. Diese Angaben führen wir nicht, und aus zweiter Hand sind sie unzuverlässig. Frag im Zweifel direkt bei der Hochschule nach.

Was ist Public Health?

In Public Health geht es weniger darum, wie man einen kranken Menschen behandelt. Du fragst vielmehr, warum in einer Stadt, einem Betrieb oder einem ganzen Land Menschen krank werden und was man daran ändern kann.

Was zum Fach gehört

Dafür arbeitest Du mit Daten, Vorsorgeprogrammen, Versorgungsplanung und Gesundheitspolitik

Daten
Wo und warum Menschen krank werden
Studien planen, Daten auswerten, Ergebnisse veröffentlichen - das ist die Epidemiologie.
Vorsorgeprogramme
Prävention und Gesundheitsförderung
Gesundheitskampagnen und Programme für Betriebe, Schulen und Kommunen planen und auf ihre Wirkung prüfen
Versorgungsplanung
Abläufe messen, Qualität sichern
in Kliniken, Netzwerken und Verbänden
Gesundheitspolitik
Positionen vorbereiten
Gesetzesvorhaben und Programme begleiten, etwa in Ministerien und Kassenverbänden
Auf Deutsch heißt dasselbe Fach Gesundheitswissenschaften, und an einigen Hochschulen nennt es sich Health Sciences. Ob ein Studiengang Public Health, Gesundheitswissenschaften oder Health Science heißt, ist nur eine Frage des Namens, am Inhalt ändert das nichts. Deshalb beschreiben wir in unserem Artikel Gesundheitswissenschaften genau dieselben 91 Studiengänge und nennen dieselben Zahlen, eben unter dem deutschen Namen.

Nicht zu verwechseln

derselbe Bestand, derselbe Stoff - unter dem deutschen Namen
führt Kliniken und Kassen betriebswirtschaftlich
behandelt einzelne Patienten, endet mit der Approbation
Public Health
fragt, warum Menschen krank werden, nicht, wie man sie behandelt. Eine Approbation bekommst Du damit allerdings nicht, weil ein Public Health-Studium kein Medizinstudium ersetzt.
61
Master
von 91 Studiengängen - zwei Drittel des Fachs
36
heißen Public Health
die übrigen tragen Gesundheitswissenschaft, Health Science oder Gesundheitsförderung im Namen
6
Fernstudiengänge
dazu 4 duale Studiengänge, der Rest ist Präsenzstudium
Bachelor oder Master
Alle 91 Studiengänge nach Abschlussebene:
67 % 33 %
61
Master
30
Bachelor und Promotion
Warum das wichtig ist Public Health ist kein grundständiges Fach wie BWL. Wer es studiert, hat meistens schon einen Abschluss - in Medizin, Pflege, Psychologie, Sozialer Arbeit oder einem Wirtschaftsfach - und will von der Einzelfallarbeit auf die Systemebene wechseln. Nur 29 der 91 Studiengänge sind Bachelor.
Quelle: Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026.

Ist das Public Health-Studium eher ein Master oder ein Bachelor? Für einen Masterstudiengang Public Health brauchst Du immer einen ersten Hochschulabschluss. Wenn Du Public Health studieren willst, suchst Du deshalb in den meisten Fällen einen Master und kein Erststudium.

Welche Abschlüsse es gibt
Master in Public HealthDafür haben wir in Deutschland 61 Studiengänge gefunden, vom Master of Science über den Master of Arts bis zum Master of Education.
Master of Public Health (MPH)Zwei Abschlussbezeichnungen gibt es nur in diesem Fach, den MPH und den European Master of Public Health. Beim MPH weißt Du, woran Du bist, denn dort geht es um die Gesundheit von Bevölkerungen und nicht um die Betriebswirtschaft einer Klinik.
BachelorDie 29 Bachelor, die wir gefunden haben, sind eher ein Nebenweg ins Fach.
Dr. Public HealthDen kannst Du bei genau einem unserer 91 Studiengänge anstreben, denn nur dieser eine führt zur Promotion. Sonst läuft Dein Weg in die Forschung über eine Promotion an einer Universität oder einem Institut und nicht über einen eigenen Studiengang.
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Public Health (M.Sc.) neben dem Job studieren
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Inhalte und Ablauf des Public Health-Studiums

Public Health ist ein Mischfach, das mehrere Wissenschaften verbindet. Es nimmt sich aus Medizin, Statistik, Soziologie, Psychologie, Ökonomie und Politikwissenschaft das, was erklärt, wie Gesundheit in einer Bevölkerung entsteht. Im Kern lernst Du dafür die Methoden der Epidemiologie und Biostatistik. Wenn Du mit Zahlen gar nichts anfangen kannst, wirst Du es hier deshalb schwer haben.

Was auf dem Stundenplan steht
Typische Module - die genaue Zusammenstellung unterscheidet sich von Hochschule zu Hochschule
  • Epidemiologie: wie sich Krankheiten in einer Bevölkerung verteilen und warum
  • Biostatistik, Studiendesign und empirische Gesundheitsforschung
  • Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung
  • Gesundheitspolitik und Aufbau des Gesundheitssystems
  • Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitskampagnen
  • Gesundheitssoziologie und Gesundheitspsychologie
  • Global Health und internationale Gesundheitspolitik
  • Ethik und Recht in der Gesundheitsversorgung
Grundlagen
Aufbau des Gesundheitssystems, medizinische Basics, Soziologie und Psychologie der Gesundheit.
Methoden
Epidemiologie, Statistik, Studiendesign. Hier entscheidet sich, ob Dir das Fach liegt.
Praxis
Die 29 Bachelor dauern 6, 7 oder 8 Semester. Die längeren Varianten schieben in der Regel ein Praxis- oder Auslandssemester ein; was Deine Hochschule verlangt, steht in ihrer Prüfungsordnung.
Vertiefung und Bachelorarbeit
Schwerpunkt wählen - zum Beispiel Prävention, Versorgungsforschung oder Gesundheitspolitik - und eine eigene Fragestellung bearbeiten.
Master
Für die meisten fängt das Fach hier erst an: 61 der 91 Studiengänge sind Master, darunter der Master of Public Health und der European Master of Public Health.
Fernstudium Public Health-Master ohne Umzug6 der 91 Studiengänge laufen als Fernstudium, 4 sind dual, der Rest ist Präsenzstudium. Beide Werbepartner oben führen einen Public Health-Master als Fernstudium. Für Pflegekräfte, Ärztinnen und Therapeuten, die neben dem Beruf aufsatteln wollen, ist das der übliche Weg.
Studieren mit Gehalt4 der 91 Studiengänge sind dual, Du wechselst zwischen Hochschule und Betrieb. Inhalte des Studiums ändern sich dadurch nicht. Duales Studium und Gehalt: Ja, der Praxisbetrieb zahlt in der Regel eine Vergütung, dafür bist Du vertraglich an ihn gebunden.
Dauer und TeilzeitWie lange ein Public Health-Master-Studium dauert, legt die Hochschule fest; eine belastbare Gesamtzahl führen wir dazu nicht. Bei den beiden Fernstudiengängen oben sind es 4 beziehungsweise 6 Semester Regelstudienzeit. Ein Public Health-Masterstudiengang lässt sich vielerorts in Teilzeit strecken - 6 unserer 91 Einträge stehen genau deshalb doppelt, weil dieselbe Hochschule Vollzeit und Teilzeit getrennt führt.

Auch wenn die Studiengänge denselben Namen tragen, setzen sie sehr verschiedene Schwerpunkte, von der Ernährung über Versorgungsdaten bis zur Gesundheitspädagogik. Wir raten Dir deshalb, das Modulhandbuch zu lesen, bevor Du Dich entscheidest.

Was kannst Du mit Public Health werden?

„Public Health-Experte“ ist kein geschützter Berufstitel, und wenn Dich jemand einstellt, dann für eine bestimmte Aufgabe und weniger für Dein Studienfach. Die Public Health-Berufe verteilen sich auf sechs Felder, die wir Dir hier zeigen:

Krankenkasse und VersicherungVersorgungsmanagement, Präventionsangebote, Verträge mit Kliniken und Praxen. Wer Abrechnungsdaten lesen kann, ist hier gefragt.
KassenDatenVerträge
Öffentlicher GesundheitsdienstIm Gesundheitsamt: Infektionsschutz, Hygieneüberwachung und die Gesundheitsberichterstattung für Stadt und Landkreis.
GesundheitsamtVerwaltung
Epidemiologie und ForschungStudien planen, Daten auswerten, Ergebnisse veröffentlichen - an Universitäten und Instituten. Hier führt der Weg oft über eine Promotion.
EpidemiologieStatistikPromotion
Prävention und GesundheitsförderungGesundheitskampagnen und Programme für Betriebe, Schulen und Kommunen planen, begleiten und auf ihre Wirkung prüfen.
KampagnenBetriebKommune
Versorgungssteuerung und QualitätIn Kliniken, Netzwerken und Verbänden Abläufe messen, Qualität sichern, Versorgung planen.
KlinikQualität
Global Health und GesundheitspolitikMinisterien, Kassenverbände, Wohlfahrt und internationale Organisationen: Positionen vorbereiten, Gesetzesvorhaben und Programme begleiten.
PolitikVerbändeinternational

Public Health-Jobs findest Du selten unter diesem Namen ausgeschrieben. In den Stellenanzeigen stehen eher Titel wie „Referentin Prävention“, „Versorgungsmanagement“ oder „Gesundheitsberichterstattung“. Wir raten Dir deshalb, bei der Jobsuche nach dem Feld zu suchen, in dem Du arbeiten möchtest, und weniger nach Deinem Studienfach.

Wie gut sind die Jobaussichten mit Public Health? Eine belastbare Quote haben wir dazu nicht gefunden, und wir wollen Dir auch keine erfinden. Die Berufsaussichten in Public Health hängen ohnehin weniger am Abschluss als am Feld.

Damit hast Du es leichter
Daten auswerten könnenDamit hast Du es leichter als jemand mit reinem Theoriezeugnis.
Ein Praktikum vorweisenin einer Kasse, einem Amt oder einem Institut
Den Ort mitdenkenDas Bundesgesundheitsministerium, das Robert Koch-Institut und die Spitzenverbände der Krankenkassen sitzen in Berlin. Krankenkassen, Gesundheitsämter und Kliniken gibt es dagegen in jeder Region.

Und das Community Health Nurse-Studium in Deutschland? Community Health Nursing ist ein eigener Aufbaustudiengang für Pflegefachpersonen, die in der Gemeinde arbeiten. Wir haben ihn nicht zu den 91 Studiengängen in diesem Artikel gezählt, obwohl er inhaltlich direkt an Public Health angrenzt.

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Was verdienst Du mit Public Health?

Mit Public Health verdienst Du im Durchschnitt 5.370 € brutto im Monat. Die Zahl gilt für die Gesundheitsberatung, einen eigenen Berufsschlüssel für Public Health gibt es nicht.

5.370 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat

Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 822 Ernährungs- und Gesundheitsberatung, Wellness, Stand 2024.

Public Health und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: In Prävention und Forschung gut, weil dort nur die Gesundheitsplanung als automatisierbar gilt, während der Anteil im Gesundheitsmanagement mit Budget und Controlling höher liegt und seit 2019 deutlich gestiegen ist. Wir haben uns dazu die Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) angesehen, das für jeden Beruf ermittelt, welcher Anteil der Kerntätigkeiten mit heutiger Technik von Maschinen erledigt werden könnte. Beim Gesundheitswissenschaftler im öffentlichen Gesundheitswesen ist es 1 von 8.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Gesundheitsmanager
4 von 11
Kerntätigkeiten automatisierbar
Finanzplanung, Kalkulation und Controlling
Gesundheitswissenschaftler
1 von 8
Kerntätigkeiten automatisierbar
Nur die Gesundheitsplanung
Gesundheitsförderer
1 von 12
Kerntätigkeiten automatisierbar
Bis 2019 war es noch keine
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Gesundheitsmanager/in“, „Gesundheitswissenschaftler/in - Öffentliches Gesundheitsw.“ und „Gesundheitsförderer/-förderin, -pädagoge/-pädagogin“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Im Management sieht es anders aus als im Gesundheitsamt und in der Prävention. Beim Gesundheitsmanager hat sich der Wert seit 2019 verdoppelt, von 18 % auf 36 %. Wenn Dich eine Stelle mit viel Budgetplanung und Controlling reizt, solltest Du also wissen, dass dort mehr ersetzbare Anteile stecken als in der Prävention oder in der Forschung.

Das kann Software übernehmen
  • Gesundheitswissenschaftler und Gesundheitsförderer: In beiden Berufen nennt das IAB dieselbe Tätigkeit, nämlich die Gesundheitsplanung.
  • Gesundheitsmanager: Finanzplanung, Kalkulation, Controlling und ebenfalls die Gesundheitsplanung
Das bleibt bei Dir
  • Gesundheitswissenschaftler: Forschung, Prävention, Gesundheitsökonomie und Gesundheitsberatung
  • Gesundheitsförderer, der Maßnahmen für Betriebe, Schulen oder Kommunen plant, durchführt und bewertet: dazu Evaluation, Qualitätsmanagement und die Beratung zu Ernährung und Lebensführung. Deshalb liegt dieser Beruf nur bei 8 %.
  • Gesundheitsmanager: Prävention, Gesundheitsökonomie und das Gesundheitsmanagement selbst
  • Epidemiologie: Beim Epidemiologen, der über Studien und Datenauswertung arbeitet, hält das IAB keine der 9 Kerntätigkeiten für ersetzbar.

Was der Futuromat nicht sagt. Er zeigt Dir die technische Möglichkeit, aber nicht, wie viele Stellen in Kassen, Ämtern oder Instituten wegfallen. Das IAB schreibt selbst, dass ein hoher Wert nicht bedeutet, dass es einen Beruf bald nicht mehr gibt, und dass sich auch Berufe mit niedrigem Wert verändern.

Für Deine Aussichten nach dem Studium zählt deshalb vor allem, was wir oben bei den Berufen beschrieben haben. Wenn Du Daten auswerten kannst und ein Praktikum in einer Kasse, einem Amt oder einem Institut vorweist, fällt Dir der Einstieg leichter.

Public Health in Zahlen

43.645
Studierende
im ganzen Fach Gesundheitswissenschaften, Wintersemester 2025/26
73,5 %
davon Frauen
in Gesundheitswissenschaften
9,0 %
arbeitslos
Beruf Ernährungs- und Gesundheitsberatung, Wellness, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 43.645 Studierenden in Gesundheitswissenschaften:
19 %81 %
8.284
an Universitäten
35.361
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?9.110 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Ernährungs- und Gesundheitsberatung, Wellness“ (3.741 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 5.370 €
4.104 €untere 25 % darunter6.982 €obere 25 % darüber
Anders gesagt: die mittleren 50 % verdienen zwischen 4.104 und 6.982 € im Monat. Mit einer Berufsausbildung statt Studium liegt die Mitte in derselben Berufsgruppe bei 3.173 €.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024

Passt Public Health zu Dir?

Dafür bist Du richtig
  • Du willst wissen, warum Menschen krank werden - nicht nur, wie man sie behandelt.
  • Zahlen, Tabellen und Statistik schrecken Dich nicht ab.
  • Dich interessiert, wie ein Gesundheitssystem gesteuert und bezahlt wird.
  • Du arbeitest gern an Programmen, Berichten und Kampagnen.
  • Du hast schon einen Abschluss in Pflege, Medizin, Psychologie oder Sozialwissenschaft und willst auf die Systemebene.
Dann eher nicht
  • Du willst täglich mit Patienten arbeiten - dann passen Pflege, Therapie oder Medizin besser.
  • Du willst eine Klinik betriebswirtschaftlich führen: Dafür ist Gesundheitsmanagement das Fach.
  • Statistik und Methodenlehre sind Dir ein Graus.
  • Du willst einen klar benannten Beruf mit fester Stellenbezeichnung.
  • Du suchst ein Erststudium direkt nach dem Abi: Nur 29 der 91 Studiengänge sind Bachelor.
APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft
Public Health (M.Sc.) neben dem Job studieren
APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft · Fernstudium · ohne NC

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Häufige Fragen

Was ist Public Health?
Public Health ist ein interdisziplinäres Fach, das die Gesundheit von Bevölkerungsgruppen untersucht. Du beschäftigst Dich darin mit den Ursachen von Krankheit, mit Vorsorge und Versorgung und mit der Steuerung des Gesundheitssystems. Auf Deutsch heißt dasselbe Fach Gesundheitswissenschaften.
Wo kann man Public Health studieren?
In unserer Datenbank haben wir 91 Studiengänge an 53 Hochschulen in 30 Städten gefunden. Davon kannst Du 6 als Fernstudium und 4 dual studieren.
Ist Public Health dasselbe wie Gesundheitswissenschaften?
Ja, es ist dasselbe Fach in zwei Sprachen, und deshalb zählen wir beide Namen zusammen. Von den 91 Studiengängen tragen 36 Public Health im Titel, die übrigen heißen Gesundheitswissenschaft, Health Science oder Gesundheitsförderung. In unserem Artikel Gesundheitswissenschaften findest Du dieselben Studiengänge und dieselben Zahlen.
Was verdienst Du mit dem Public Health-Master (MPH), und welche Gehaltszahlen gibt es?
Einen gesicherten Wert allein für Master-Absolventen können wir Dir nicht nennen, weil kein Berufsschlüssel das Fach abbildet. Wir haben uns deshalb die nächstliegende Gruppe der Bundesagentur für Arbeit angesehen. Dort verdienen Beschäftigte auf Expertenniveau 5.370 € brutto im Monat, und die mittlere Hälfte liegt zwischen 4.104 € und 6.982 € (Stand 2024).
Brauche ich für ein Public Health-Studium einen ersten Abschluss?
Für die 61 Master ja, denn dort ist ein abgeschlossenes Studium Voraussetzung, meist in Medizin, Pflege, Psychologie, Sozialer Arbeit oder einem Wirtschaftsfach. Für die 29 Bachelor reicht Dir das Abitur oder die Fachhochschulreife.
Gibt es ein Public Health-Studium ohne NC?
Ja, von den 29 Bachelor sind 15 ohne Zulassungsbeschränkung, und dort reicht Dir die Einschreibung. Bei den anderen 14 entscheidet ein Auswahlverfahren. Eine feste Note fürs Fach können wir Dir nicht nennen, weil Grenzwerte immer nur für eine Hochschule in einem Semester gelten und sich jedes Jahr ändern.
Was kostet ein Public Health-Studium?
An staatlichen Hochschulen zahlst Du einen Semesterbeitrag, an privaten Hochschulen und Fernhochschulen dagegen Studiengebühren. Beträge nennen wir Dir hier bewusst nicht, weil unsere Gebührendaten nicht verlässlich sind. Die gültige Zahl findest Du auf der Seite der jeweiligen Hochschule.
Gibt es Public Health als Fernstudium?
Ja, von den 91 Studiengängen kannst Du 6 ortsunabhängig studieren, und dazu kommen 4 duale Studiengänge. Die beiden Hochschulen in der Tabelle oben bieten Dir den Master als Fernstudium an.

Angebote fürs Studium per E-Mail

Du willst Public Health studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.

  • Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
  • Stipendien und Förderprogramme
  • Praktika und Trainee-Programme
  • Gratis-Aktionen und Geld-Angebote

Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.

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Dr. Mira Maier
myStipendium-Chefredakteurin

Zuletzt geprüft am 21. September 2026. Alle Zahlen in diesem Artikel stammen aus benannten Quellen mit Jahresangabe. Profil ansehen →

Woher die Zahlen stammen
  • myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026: 91 Studiengänge, 53 Hochschulen, 30 Studienorte, davon 29 Bachelor, 61 Master und 1 Promotionsstudiengang; 36 tragen Public Health im Namen; 15 von 29 Bachelor ohne Zulassungsbeschränkung; 6 Fernstudiengänge, 4 duale Studiengänge; Regelstudienzeit der Bachelor 6, 7 oder 8 Semester. 6 Einträge stehen doppelt (meist Vollzeit- und Teilzeitvariante) und sind mitgezählt. Derselbe Bestand liegt unserem Artikel Gesundheitswissenschaften zugrunde.
  • Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen: Berufsgruppe 822 (Ernährungs- und Gesundheitsberatung, Wellness), Berufsgruppe 813 (Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst, Geburtshilfe), Berufsgruppe 913 (Gesellschaftswissenschaften).

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