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Wo kann ich Gesundheitswissenschaften studieren?
Gesundheitswissenschaften kannst Du in Deutschland meist in Präsenz und überwiegend im Master studieren, während es dual oder im Fernstudium nur wenige Angebote gibt. Wenn Du nach Public Health suchst, landest Du beim selben Fach, und manche Studiengänge tragen sogar beide Bezeichnungen.

- ortsunabhängig, 6 Semester Regelstudienzeit
- ohne Numerus clausus




Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026; gezählt sind Studiengänge, die Gesundheitswissenschaft(en), Public Health, Health Science oder Gesundheitsförderung im Namen tragen - Gesundheitsmanagement, Sportwissenschaft und Soziale Arbeit sind nicht dabei. 6 Einträge stehen doppelt, meist als Vollzeit- und Teilzeitvariante derselben Hochschule, und sind mitgezählt.
Von den 91 Studiengängen, die wir gefunden haben, sind 6 Fernstudiengänge und 4 dual. Du musst also nicht unbedingt umziehen, um Gesundheitswissenschaft zu studieren.
Was sind Gesundheitswissenschaften?
In den Gesundheitswissenschaften untersuchst Du, warum ganze Bevölkerungsgruppen gesund bleiben oder krank werden und was man daran ändern kann. Der englische Name des Fachs ist Public Health, und an manchen Hochschulen heißt es Health Sciences.
Was zum Fach gehört
Damit arbeitest Du an der Gesundheit ganzer Bevölkerungen
Nicht zu verwechseln
Der Unterschied ist der Blickwinkel.
Damit ist das Fach vor allem ein Aufbaufach. Die meisten, die hier anfangen, haben schon einen Abschluss in Medizin, Pflege, Psychologie, Sozial- oder Wirtschaftswissenschaften und möchten von der Arbeit am Einzelfall auf die Ebene des ganzen Systems wechseln. Wenn Du selbst aus einem dieser Bereiche kommst, bist Du hier also in guter Gesellschaft.
Der Master of Public Health (MPH) ist ein eigener, international üblicher Abschluss. Hinter einem Master im Gesundheitswesen kann sich vieles verbergen, doch beim MPH weißt Du, woran Du bist. In diesem Studium geht es um die Gesundheit von Bevölkerungen und eben nicht um die Betriebswirtschaft einer Klinik.
Was lernst Du im Gesundheitswissenschaften-Studium?
Gesundheitswissenschaften sind ein Mischfach, das sich aus Medizin, Statistik, Soziologie, Psychologie, Ökonomie und Politikwissenschaft das herausgreift, was erklärt, wie Gesundheit in einer Bevölkerung entsteht. Im Kern lernst Du die Methoden, also Epidemiologie und Biostatistik. Wenn Du mit Zahlen gar nichts anfangen kannst, wirst Du es hier deshalb schwer haben.
- Epidemiologie und Biostatistik
- Empirische Gesundheitsforschung und Methodenlehre
- Gesundheitssoziologie und Gesundheitspsychologie
- Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung
- Gesundheitspolitik und Aufbau des Gesundheitssystems
- Prävention und Gesundheitsförderung
- Ethik und Recht in der Gesundheitsversorgung
Du musst Dein Gesundheitswissenschaften-Studium nicht unbedingt als Präsenzstudium absolvieren, denn 6 der 91 Studiengänge laufen als Fernstudium und 4 sind dual. Wenn Du in der Pflege oder als Therapeutin oder Therapeut arbeitest und Dich neben dem Beruf weiterqualifizieren möchtest, ist das der übliche Weg.
Die Erfahrungen im Gesundheitswissenschaften-Studium unterscheiden sich stark von Hochschule zu Hochschule. Die Studiengänge tragen zwar denselben Namen, setzen aber sehr verschiedene Schwerpunkte, die von Ernährung über Versorgungsdaten bis zur Gesundheitspädagogik reichen. Wir raten Dir deshalb, das Modulhandbuch zu lesen, bevor Du Dich entscheidest.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Für den Bachelor brauchst Du in der Regel das Abitur oder die Fachhochschulreife, für den Master einen ersten Hochschulabschluss. Von den 91 Studiengängen, die wir gefunden haben, sind 61 Master und nur 29 Bachelor, und für die meisten brauchst Du deshalb schon einen ersten Abschluss.
Einen NC für Gesundheitswissenschaften nennen wir Dir bewusst nicht, weil Grenzwerte immer nur für eine Hochschule in einem Semester gelten und sich mit jedem Jahrgang ändern. Wenn Dir jemand eine feste Note für das Fach verspricht, rät er ins Blaue.
Was solltest Du mitbringen?
- Mit Fachabitur stehen Dir die Fachhochschulen offen
- An Universitäten brauchst Du meist das Abitur
- Für den Master einen ersten Abschluss - Gesundheitswissenschaft ist überwiegend ein Aufbaufach, oft nach Medizin, Pflege, Psychologie oder Sozialwissenschaften
- Je nach Hochschule mehr - Berufserfahrung, eine Mindestnote oder Statistikkenntnisse. Das steht in ihrer Zulassungsordnung. Wir führen diese Angaben nicht, aus zweiter Hand sind sie unzuverlässig: Frag im Zweifel direkt nach

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Was kannst Du mit Gesundheitswissenschaften werden?
„Gesundheitswissenschaftler“ ist kein geschützter Berufstitel. Eingestellt wirst Du deshalb für eine bestimmte Aufgabe und nicht unter dem Titel Gesundheitswissenschaftlerin. In diesen sechs Feldern landen die Absolventen tatsächlich:
Reine Gesundheitswissenschaft-Jobs findest Du als Stellentitel kaum, weil meist Funktionen wie „Referentin Prävention“ oder „Versorgungsmanagement“ ausgeschrieben werden. Hinter Gesundheitswissenschaften-Stellenangeboten verbergen sich deshalb sehr unterschiedliche Aufgaben.
Zu den Jobaussichten in den Gesundheitswissenschaften führen wir keine eigene Statistik, und wir möchten Dir auch keine erfundene Zahl nennen. Deine Berufsaussichten in den Gesundheitswissenschaften hängen ohnehin weniger am Abschluss als am Feld. Wenn Du Daten auswerten kannst und ein Praktikum bei einer Kasse, einem Amt oder einem Institut gemacht hast, hast Du es leichter als jemand mit einem reinen Theoriezeugnis.
Was verdienst Du mit Gesundheitswissenschaften?
Mit Gesundheitswissenschaften verdienst Du im Durchschnitt 5.370 € brutto im Monat. Der Wert stammt aus der Gesundheitsberatung, zum Einstieg liegst Du meist darunter.
Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 822 Ernährungs- und Gesundheitsberatung, Wellness, Expertenniveau, Stand 2024.
Gesundheitswissenschaften und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: Gut, denn Forschung und Prävention gelten beim IAB als kaum automatisierbar und die Epidemiologie gar nicht, während sich nur dort mehr ändert, wo Budget und Controlling im Vordergrund stehen. Wir haben dazu im Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen, der prüft, welche Kerntätigkeiten eines Berufs Software oder Maschinen nach dem Stand der Technik schon erledigen könnten. Beim Gesundheitswissenschaftler im öffentlichen Gesundheitswesen ist es 1 von 8.
Welche Aufgaben gelten als ersetzbar? Beim Gesundheitswissenschaftler hält das IAB nur eine Tätigkeit für automatisierbar. In der Epidemiologie findet das IAB sogar überhaupt keine ersetzbare Kerntätigkeit.
Warum liegt das Gesundheitsmanagement höher? Als Gesundheitsmanager hättest Du mehr betriebswirtschaftliche Aufgaben mit festen Regeln auf dem Tisch. Der Wert ist über die Jahre gestiegen, und zwar von 9 Prozent im Jahr 2013 über 18 im Jahr 2019 auf 36 mit dem Stand der Technik 2022.
- Gesundheitswissenschaftler: nur die Gesundheitsplanung
- Gesundheitsförderer: ebenfalls nur die Planung, hier 1 von 12. Er plant Programme für Betriebe, Schulen oder Kommunen und prüft ihre Wirkung.
- Gesundheitsmanager: neben der Gesundheitsplanung noch Finanzplanung, Kalkulation und Controlling
- Gesundheitswissenschaftler: Forschung, Prävention, Gesundheitsökonomie, Beratung und Gesundheitsmanagement
- Epidemiologe: Studien, Statistik, Biometrie und wissenschaftliche Dokumentation gelten alle als Arbeit, die Menschen machen
- Gesundheitsmanager: Prävention, Beratung, Gesundheitsökonomie und die Betriebswirtschaftslehre als Ganzes
Was bedeutet das für die Wahl Deines Schwerpunkts? Wenn Du Daten auswerten kannst, wie wir es Dir im Abschnitt zu den Berufen weiter oben empfehlen, arbeitest Du in dem Teil des Fachs, den das IAB am wenigsten für ersetzbar hält.
Die Zahlen beschreiben dabei nur, was technisch möglich wäre. Ein hoher Wert bedeutet nach Aussage des IAB nicht, dass Stellen verschwinden, und auch wo der Wert bei 0 liegt, können neue Werkzeuge Deine tägliche Arbeit verändern.
Das Gesundheitswissenschaften-Studium in Zahlen
an Universitäten35.361
an Fachhochschulen
Passt das Fach zu Dir?
- Du willst wissen, warum Menschen krank werden - nicht nur, wie man sie behandelt.
- Zahlen, Tabellen und Statistik schrecken Dich nicht ab.
- Dich interessiert, wie das Gesundheitssystem gesteuert und bezahlt wird.
- Du arbeitest gern an Programmen, Berichten und Konzepten.
- Du hast schon einen Abschluss in Pflege, Medizin, Psychologie oder Sozialwissenschaft und willst auf die Systemebene.
- Suchst Du ein Gesundheitsberufe-Studium mit direktem Patientenkontakt, passen Pflege, Therapie oder Medizin besser.
- Willst Du eine Klinik betriebswirtschaftlich führen, ist Gesundheitsmanagement das richtige Fach.
- Statistik und Methodenlehre sind Dir ein Graus.
- Du willst einen klar benannten Beruf mit fester Stellenbezeichnung.
Ein Gesundheits-Studium im Allgemeinen gibt es nicht, denn unter diesem Stichwort laufen Pflege, Therapie, Management, Ernährung und eben Gesundheitswissenschaften. Ob Du dagegen Gesundheitswissenschaft studieren willst oder Public Health, macht für Deine Entscheidung keinen Unterschied. Ein Gesundheitswissenschaft-Studium und ein Public-Health-Studium sind nämlich zwei Namen für dasselbe Fach.

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Häufige Fragen
Was sind Gesundheitswissenschaften?
Was kann man mit Gesundheitswissenschaften machen?
Wo kann man Gesundheitswissenschaften studieren?
Gesundheitswissenschaften NC: Wie kommst Du rein?
Was kostet das Studium Gesundheitswissenschaften?
Gesundheitswissenschaft Gehalt: Wie viel verdient man nach dem Master?
Ist Gesundheitswissenschaften dasselbe wie Public Health?
Brauche ich einen ersten Abschluss?
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- Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen: Berufsgruppe 822 (Ernährungs- und Gesundheitsberatung, Wellness), Berufsgruppe 813 (Gesundheits- und Krankenpflege, Führungsebene), Berufsgruppe 533 (Gewerbe- und Gesundheitsaufsicht).
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