- Fernstudium, ortsunabhängig
- Dauer: 6 Semester
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Inhalt14 Abschnitte
- Wo kann ich Gesundheitsmanagement studieren?
- Welcher Studiengang ist der richtige? So sortierst Du die Auswahl
- Welche Voraussetzungen brauchst Du?
- Was ist Gesundheitsmanagement – und was macht man damit?
- Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) studieren
- Welche Inhalte hat das Gesundheitsmanagement-Studium?
- Wie läuft das Gesundheitsmanagement-Studium ab?
- Was kannst Du mit Gesundheitsmanagement werden?
- Was verdienst Du mit Gesundheitsmanagement?
- Gesundheitsmanagement und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
- Das Gesundheitsmanagement-Studium in Zahlen
- Passt das Gesundheitsmanagement-Studium zu Dir?
- Häufige Fragen zum Gesundheitsmanagement-Studium
- Weiter zum Gesundheitsmanagement-Studium
Wo kann ich Gesundheitsmanagement studieren?
Gesundheitsmanagement kannst Du in vielen deutschen Städten studieren, vor Ort, dual oder im Fernstudium, und die großen Anbieter sind fast nur private Hochschulen und Fernhochschulen. Einen Platz zu bekommen, ist für Dich meist leicht, denn die meisten Bachelor-Studiengänge haben keinen NC. Bei privaten Anbietern solltest Du aber Studiengebühren mit einplanen.

- ortsunabhängig, 6 Semester Regelstudienzeit
- ohne Numerus clausus



Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 22.09.2026; gezählt sind alle Studiengänge mit dem Fach-Tag Gesundheitsmanagement, die auch einen Managementnamen tragen – Gesundheitsmanagement, Health Management, Healthcare Management, Management im Gesundheitswesen, Gesundheits- und Sozialmanagement, Gesundheitswirtschaft oder Medizinmanagement –, ohne Hochschulzertifikate, weil ein Zertifikat kein Studienabschluss ist.
Als wir uns die großen Adressen dieses Fachs angesehen haben, waren es fast nur private Hochschulen und Fernhochschulen. Gegen die privaten Anbieter spricht das nicht, aber für Dich heißt es, dass Du bei den meisten großen Adressen Studiengebühren einplanen musst.
Welcher Studiengang ist der richtige? So sortierst Du die Auswahl
Schon beim Namen kannst Du leicht in eine Falle tappen. Die Studiengänge heißen nicht alle gleich. Von den 135 Studiengängen, die wir gefunden haben, tragen 88 Gesundheitsmanagement, Health Management oder Healthcare Management im Namen. Die übrigen 47 heißen anders, und gerade diese übersieht man bei der Suche schnell.
Du kannst ruhig nach dem Begriff suchen, der Dir zuerst einfällt. Ob Du Gesundheitsmanagement, Management im Gesundheitswesen, ein Studium Management in der Gesundheitsversorgung oder Medizinmanagement eingibst, Du landest bei derselben Gruppe von Studiengängen. Auch ob der Studiengang Management im Gesundheitswesen, Gesundheitswirtschaft oder Gesundheits- und Sozialmanagement heißt, sagt wenig über den Inhalt. Was Dich dort erwartet, verrät Dir erst der Modulplan.
Management im Gesundheitswesen studieren – derselbe Weg unter anderem Namen
Falls Du Management im Gesundheitswesen studieren möchtest, begegnet Dir das Fach unter mehreren Namen, etwa als Management im Gesundheitswesen, als Studium Gesundheitsmanagement, als Gesundheitswirtschaft oder als Medizinmanagement.
Der Studiengang Gesundheitsmanagement und der Bachelor Management im Gesundheitswesen bereiten Dich auf dieselben Arbeitgeber vor, weil beide Betriebswirtschaft mit Wissen über das Gesundheitssystem und über Recht verbinden. Auch mit einem Studium Management im Gesundheitswesen bewirbst Du Dich also später auf dieselben Stellen. Welcher Studiengang besser zu Dir passt, erkennst Du deshalb erst am Modulplan.
Ein Hinweis zur Liste
Beim Durchsehen wird Dir auffallen, dass manche Studiengänge doppelt auftauchen. Unter den 135 Studiengängen in unserer Liste sind 16 mit gleichem Namen, an derselben Hochschule und mit demselben Abschluss aufgeführt. Meist steckt dahinter eine Vollzeit- und eine Teilzeitvariante desselben Studiengangs. Wir führen jede Variante einzeln auf, obwohl nicht in jedem Fall ein eigenes Studienangebot dahintersteckt. Rechne bei Deiner Auswahl also damit, dass sich einige Treffer als zwei Varianten derselben Sache entpuppen.
Vier Fragen, die die Liste kurz machen
Was Gesundheitsmanagement nicht ist
Vier Nachbarfächer werden oft mit Gesundheitsmanagement verwechselt, deshalb stellen wir sie Dir hier kurz vor. Zu jedem haben wir einen eigenen Artikel mit eigenen Zahlen, die sich nur auf das jeweilige Fach beziehen:
- Gesundheitswissenschaften und Public Health fragen, wie Krankheit in einer Bevölkerung entsteht und wie man sie verhindert. Das ist Forschung und Prävention, nicht Betriebsführung.
- Gesundheitsökonomie nimmt die volkswirtschaftliche Sicht ein: Wie verteilt ein Gesundheitssystem knappe Mittel?
- Pflegemanagement führt Pflegeeinrichtungen und Pflegeteams. Es setzt fast immer eine pflegerische Ausbildung oder Erfahrung voraus.
- Gesundheitsmanagement dagegen ist Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen – Du führst eine Einrichtung oder eine Abteilung.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Für den Bachelor brauchst Du eine Hochschulzugangsberechtigung, für den Master einen ersten Hochschulabschluss. Mit dem allgemeinen Abitur stehen Dir alle Hochschulen offen, doch auch ohne Abitur ist ein Studium möglich. Die formale Hürde ist dabei niedrig, denn von den 75 Bachelor-Studiengängen, die wir gefunden haben, sind 54 zulassungsfrei.
Brauchst Du für den Beruf als Gesundheitsmanager ein Studium, oder reicht eine Ausbildung? Gesundheitsmanager ist keine geschützte Berufsbezeichnung und kein Ausbildungsberuf, es gibt also keine Lehre, an deren Ende dieser Titel steht. Du kommst über ein Studium dorthin oder über eine kaufmännische Ausbildung im Gesundheitswesen mit anschließender Weiterbildung. Wenn Du später eine Leitungsfunktion übernehmen möchtest, kommst Du am Hochschulabschluss in der Praxis aber kaum vorbei.
Was solltest Du mitbringen?
- Fachhochschulreife: damit studierst Du an Fachhochschulen
- Fachgebundene Hochschulreife in der passenden Fachrichtung
- Meisterprüfung, Fachwirt oder Techniker
- Abgeschlossene Ausbildung plus mehrere Jahre Berufserfahrung: die Regeln setzt jedes Bundesland selbst
- Zahlen - Du rechnest, kalkulierst und liest Tabellen. Höhere Mathematik brauchst Du nicht, Scheu vor Zahlen ist aber hinderlich
- Vermitteln können - Du arbeitest zwischen Ärztinnen, Pflegekräften, Verwaltung und Kostenträgern
- Nerven - Sparvorgaben und Versorgungsqualität geraten regelmäßig aneinander, diese Spannung gehört zum Beruf
- Genauigkeit - ein großer Teil der Arbeit ist Dokumentation, Recht und Nachweis

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Was ist Gesundheitsmanagement – und was macht man damit?
Gesundheitsmanagement ist Betriebswirtschaft, die auf das Gesundheitswesen angewendet wird. Dazu gehören Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflegeheime, Reha-Kliniken, Krankenkassen, Pharmaunternehmen und Gesundheitsämter. Falls Dich sowohl Gesundheit als auch Management interessieren, kannst Du beides in einem eigenen Fach zusammen studieren.
Was macht man im Gesundheitsmanagement?
Der Arbeitsalltag: fünf wiederkehrende Aufgaben
Sie sehen in der Klinik anders aus als in der Krankenkasse, aber sie kommen überall vor.
Nicht zu verwechseln
Medizin musst Du dafür nicht studieren.
Dass es dieses Fach überhaupt gibt, liegt daran, dass sich ein Krankenhaus nicht führen lässt wie eine Fabrik. Wenn Du dort planst, musst Du wissen, wie ein Behandlungspfad läuft, wie Kassen abrechnen und wo die Grenze zwischen Sparen und Versorgung liegt. Diese Mischung aus Wirtschaft, Medizinverständnis und Recht lernst Du im Studium Gesundheitsmanagement.

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Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) studieren
Beim BGM wird die Gesundheit der Beschäftigten zur Aufgabe des Arbeitgebers. Betriebliches Gesundheitsmanagement, kurz BGM, ist der zweite große Zweig des Fachs, und viele meinen ihn zuerst, ohne den Namen zu kennen. In diesem Zweig ist Dein Arbeitgeber ein Unternehmen und kein Krankenhaus, und Du kümmerst Dich um die Gesundheit der eigenen Belegschaft.
Betriebliches Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung hörst Du oft in einem Atemzug, doch die beiden Begriffe meinen nicht dasselbe.
- Gemeint ist das einzelne Angebot
- etwa der Rückenkurs, die Ernährungsberatung oder das Rauchfrei-Programm
- BGM ist der Rahmen um diese Angebote herum
- also die Struktur, die dafür sorgt, dass aus Einzelaktionen ein System wird
- das gemessen und weiterentwickelt wird
Womit Du Dich im BGM beschäftigst
- Arbeitsbedingungen analysieren: Wo entstehen Belastungen, wo häufen sich Ausfälle?
- Arbeitsschutz und Gefährdungsbeurteilung, auch für psychische Belastung
- Betriebliches Eingliederungsmanagement nach langer Krankheit
- Gesundheitsangebote planen, einkaufen und auswerten – Bewegung, Ernährung, Umgang mit Stress
- Ergonomie, Schichtplanung, Umgang mit ständiger Erreichbarkeit
- Zusammenarbeit mit Betriebsarzt, Betriebsrat, Krankenkasse und Personalabteilung
Wie Du betriebliches Gesundheitsmanagement studieren kannst
Wenn Du ein betriebliches Gesundheitsmanagement-Studium suchst, lohnt es sich, über diesen einen Namen hinauszuschauen. Als eigenständigen Studiengang findest Du BGM nämlich selten.
Ob eine Hochschule diesen Schwerpunkt anbietet, steht nicht immer im Titel. Wir raten Dir deshalb, ins Modulhandbuch zu schauen oder die Studienberatung zu fragen.
Nach dem Studium arbeitest Du typischerweise bei großen Unternehmen und Konzernen mit eigener BGM-Stelle, bei Krankenkassen, Unfallversicherungsträgern und Berufsgenossenschaften oder bei Beratungen, die BGM für mehrere Betriebe aufbauen. In kleineren Firmen gehört BGM oft zur Personalabteilung und ist keine eigene Stelle. Für Deinen Einstieg bedeutet das, dass Du die Position, die Du suchst, bei größeren Arbeitgebern eher findest.
Welche Inhalte hat das Gesundheitsmanagement-Studium?
Die Inhalte im Gesundheitsmanagement verteilen sich auf drei Blöcke, wobei Betriebswirtschaft den größten Teil ausmacht und das Wissen über das Gesundheitssystem und ein medizinisches Grundverständnis dazukommen. Wenn Du Dir die Inhalte Deines Gesundheitsmanagement-Studiums nacheinander ansiehst, wirst Du in fast jedem Bachelor dieselben Bausteine wiederfinden.
Wie der Modulplan eines Bachelors meist aussieht, haben wir Dir hier ausgeschrieben:
- Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre und der Volkswirtschaftslehre
- Buchführung, Bilanzierung, Kosten- und Leistungsrechnung
- Finanzierung und Investition
- Controlling und Qualitätsmanagement
- Personalmanagement und Führung
- Marketing, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit
- Projektmanagement und Organisationsentwicklung
- Aufbau und Finanzierung des Gesundheitssystems, Gesundheitspolitik
- Gesundheitsökonomie
- Medizin- und Sozialrecht
- Medizinische Grundlagen und Krankheitslehre
- Prävention und Gesundheitsförderung
- Digitalisierung im Gesundheitswesen, E-Health und Gesundheitsdaten
- Statistik und empirische Methoden
- Wirtschaftsenglisch und wissenschaftliches Arbeiten
Schwerpunkte und Spezialisierungen
Ab dem dritten oder vierten Semester entscheidest Du Dich für eine Richtung. Diese Wahl ist wichtig, weil die Schwerpunkte die Studiengänge stärker voneinander unterscheiden als ihre Namen.
Im Master lernst Du weniger neue Fachgebiete kennen, dafür gehst Du mehr in die Tiefe und bereitest Dich auf Führungsaufgaben vor. Auf dem Plan stehen dann strategische Steuerung, Krankenhausfinanzierung, Personalführung, Change Management, Wirtschaftlichkeitsrechnungen und wissenschaftliche Methodik. Wenn Du eine Leitungsstelle anstrebst, holst Du Dir hier das Rüstzeug dafür.
Wie läuft das Gesundheitsmanagement-Studium ab?
Du hast die Wahl zwischen drei Studienformen, und diese Wahl prägt Dein Studium stärker als die Hochschule. Im Präsenzstudium bist Du vor Ort an einer der 76 Hochschulen. Unter den 135 Studiengängen in unserer Liste sind 34 Fernstudiengänge, bei denen Du zu Hause lernst, Dein Tempo selbst bestimmst und an keinen Ort gebunden bist. In 16 davon studierst Du dual, dabei wechseln sich Hochschule und Betrieb ab.
Dauer und Abschlüsse
Wie viele Semester Du brauchst, können wir Dir nicht pauschal sagen, weil sich die Regelstudienzeit je Studiengang unterscheidet. Im Fernstudium kommen noch Modelle mit unterschiedlicher Laufzeit dazu, denn dort bestimmst Du das Tempo selbst. Die verlässliche Angabe findest Du in der Studienordnung Deines Wunsch-Studiengangs. Hilfreicher als die Dauer ist für Deine Planung der Blick auf die Abschlüsse, denn der Gesundheitsmanagement-Bachelor ist der Regelfall für den Einstieg und der Master der Weg in die Leitung.
In unserer Datenbank haben wir diese Abschlussbezeichnungen gefunden: Bachelor of Arts, Bachelor of Science, Master of Arts, Master of Science, Master of Business Administration und Master of Hospital Management. Ob am Ende ein B.A. oder ein B.Sc. auf Deinem Zeugnis steht, hängt davon ab, wie wirtschaftswissenschaftlich der Studiengang zugeschnitten ist. Für Deine Bewerbung macht das in der Praxis keinen Unterschied.
Wie funktioniert das duale Studium?
Wenn Du Gesundheitsmanagement studieren und dabei Geld verdienen möchtest, eignet sich das Fach dafür überdurchschnittlich gut, weil 16 der 135 Studiengänge dual angeboten werden. Wie hoch Dein Gehalt im Gesundheitsmanagement-Studium ausfällt, können wir Dir leider nicht belastbar sagen, weil uns dazu keine geprüfte Statistik vorliegt.
- Du hast einen Vertrag mit einem Betrieb, meist einer Klinik, einer Krankenkasse oder einem Pflegeträger.
- Du wechselst zwischen Hochschule und Arbeitsplatz.
- Dafür bekommst Du eine monatliche Vergütung, und häufig übernimmt der Betrieb auch die Studiengebühren.
- Wie hoch ist die Vergütung? Sie steht im Vertrag und unterscheidet sich je Träger und Tarif.
- Wer zahlt die Studiengebühren?
- Wirst Du nach dem Abschluss übernommen?
Falls Du Dich nicht so fest an einen Betrieb binden möchtest, kannst Du Gesundheitsmanagement trotzdem studieren und Geld verdienen, indem Du ein Fernstudium mit einer Stelle im Gesundheitswesen kombinierst.
Was kannst Du mit Gesundheitsmanagement werden?
Berufe im Gesundheitsmanagement findest Du überall dort, wo Gesundheitsleistungen erbracht, bezahlt oder organisiert werden. Dahinter stehen sehr unterschiedliche Arbeitgeber, und jeder von ihnen erwartet von Dir andere Schwerpunkte.
Was sich über die Jobaussichten belegen lässt
Für dieses eine Fach gibt es keine geprüfte Statistik zu Einstellungsquoten, deshalb nennen wir Dir hier auch keine. Belegen lässt sich aber, wie groß das Feld ist, in dem Du später arbeiten kannst. So viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zählt die Bundesagentur für Arbeit:
| Berufsgruppe | Ebene | Beschäftigte |
|---|---|---|
| Unternehmensorganisation und -strategie | Experten | 390.511 |
| Unternehmensorganisation und -strategie | Spezialisten | 343.882 |
| Unternehmensorganisation und -strategie | Fachkraft | 549.622 |
| Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst und Geburtshilfe | Fachkraft | 420.251 |
Du bewirbst Dich also auf sehr große Arbeitsmärkte und musst nicht um ein paar Stellen im Jahr kämpfen, wie es in einem Nischenfach der Fall wäre. Auch wenn Du Dich für Medizinmanagement, die Berufschancen oder mögliche Karrierewege interessierst, führt Dich das zu denselben Arbeitgebern. Realistisch sieht Dein Weg so aus:
Perspektiven auf lange Sicht
Zwei Entwicklungen sprechen dafür, dass Du mit diesem Fach gut aufgestellt bist. Die Bevölkerung wird älter, dadurch steigt der Bedarf an Versorgung, und gleichzeitig steht das Gesundheitswesen unter Kostendruck. Beides führt dazu, dass Leute gebraucht werden, die wirtschaftlich planen können, ohne die Versorgung aus dem Blick zu verlieren.
Außerdem schreitet die Digitalisierung voran, und für die elektronische Patientenakte, die Telemedizin und den Umgang mit Gesundheitsdaten braucht es Menschen, die Technik, Recht und Ablauf zusammendenken.
Was verdienst Du mit Gesundheitsmanagement?
Mit Gesundheitsmanagement kannst Du im Durchschnitt rund 7.515 € brutto im Monat verdienen. Dieser Wert gilt für Führungsstellen in allen Branchen, nah an der Versorgung und am Anfang liegst Du meist darunter.
Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe Unternehmensorganisation und -strategie, Expertenebene, Stand 2024.
Gesundheitsmanagement und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: In Teilen, denn Controlling und Patientenverwaltung gelten als gut automatisierbar, während Du deutlich besser aufgestellt bist, wenn Du Prävention oder Versorgung steuerst. Wir haben uns dazu die Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) angesehen, das ermittelt, welcher Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs heute schon technisch automatisierbar wäre. Im Krankenhausmanagement, dem klassischen Einstieg des Fachs, sind es 5 von 8.
Wenn Du in einer Klinik arbeitest, betrifft die Automatisierung vor allem die Zahlenarbeit. Noch höher als der Krankenhausmanager liegt der Praxismanager mit 5 von 7. Bei der Krankenkasse und in der Prävention sieht es für Dich besser aus. So teilt das IAB die Kerntätigkeiten auf:
- Krankenhausmanager: Kosten- und Leistungsrechnung, Kalkulation, Controlling, Krankenhausrecht, Patientenverwaltung
- Praxismanager: Abrechnung, Praxisverwaltung, Praxisorganisation
- Betriebswirt Krankenversicherung: Kalkulation, Controlling, Sozialrecht
- Gesundheitsmanager: Finanzplanung, Kalkulation, Controlling, Gesundheitsplanung
- Krankenhausmanager: Betriebswirtschaft, Gesundheitsökonomie und das Krankenhausmanagement selbst, also die Steuerung der ganzen Einrichtung
- Praxismanager: nur Qualitätsmanagement und Personalwesen
- Betriebswirt Krankenversicherung: Gesundheitsökonomie, Statistik, Marketing und das Wissen über Kranken- und Pflegeversicherung
- Gesundheitsmanager: Prävention, Gesundheitsberatung und das Gesundheitsmanagement im engeren Sinn
Wenn Du einen sicheren Schwerpunkt suchst, raten wir Dir deshalb eher zu Versorgungsmanagement, Prävention oder BGM als zu reinem Controlling.
Wie haben sich die Werte entwickelt? Beim Gesundheitsmanager lag der Anteil 2013 noch bei 9 Prozent, 2022 schon bei 36. Beim Betriebswirt für Krankenversicherung stieg er von 15 auf 38 Prozent. Das mag Dich erst einmal beunruhigen, aber das IAB warnt selbst davor, daraus einen Stellenabbau abzulesen. Ein hoher Wert heißt nach seiner Darstellung nicht, dass ein Beruf verschwindet, und ein niedriger nicht, dass er gleich bleibt.
Das Gesundheitsmanagement-Studium in Zahlen
an Universitäten35.361
an Fachhochschulen
Passt das Gesundheitsmanagement-Studium zu Dir?
- Dich Gesundheit interessiert, Du aber nicht behandeln willst
- Du gern organisierst und Verantwortung für Abläufe übernimmst
- Dir Zahlen, Tabellen und Kalkulationen nichts ausmachen
- Du zwischen sehr unterschiedlichen Berufsgruppen vermitteln kannst
- Du eine Branche willst, die von der Alterung der Bevölkerung wächst
- Du ortsunabhängig oder berufsbegleitend studieren möchtest – 34 Fernstudiengänge stehen zur Wahl
- Du am Patienten arbeiten willst – dafür brauchst Du einen medizinischen oder pflegerischen Beruf
- Dir Verwaltung, Recht und Dokumentation von vornherein zu trocken sind
- Du Konflikte zwischen Sparvorgaben und Versorgungsqualität nicht aushalten möchtest
- Du eine Führungsposition direkt nach dem Bachelor erwartest
- Du forschen willst: Dann sind Gesundheitswissenschaften oder Public Health die näher liegenden Fächer
Angebote fürs Studium per E-Mail
Du willst Gesundheitsmanagement studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.
- Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
- Stipendien und Förderprogramme
- Praktika und Trainee-Programme
- Gratis-Aktionen und Geld-Angebote
Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.
Häufige Fragen zum Gesundheitsmanagement-Studium
Was macht man im Gesundheitsmanagement?
Wie viele Jahre studiert man Gesundheitsmanagement?
Kann ich Gesundheitsmanagement ohne NC studieren?
Heißt das Fach Gesundheitsmanagement oder Management im Gesundheitswesen?
Was ist der Unterschied zu Gesundheitsökonomie und Public Health?
Kann ich Gesundheitsmanagement im Fernstudium machen?
Brauche ich den Master?
Weiter zum Gesundheitsmanagement-Studium
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- Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024: Berufsgruppe Unternehmensorganisation und -strategie (Expertenebene 7.515 € aus 390.511 Beschäftigten, Spezialistenebene 6.491 € aus 343.882, Fachkraftebene 4.713 € aus 549.622) und Berufsgruppe Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst und Geburtshilfe (Expertenebene 5.536 € aus 20.989 Beschäftigten, Fachkraftebene 4.581 € aus 420.251). Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen. Eine eigene Berufsgruppe für Gesundheitsmanagement gibt es dort nicht.
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