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Wohngebäudeversicherung-Vergleich: ab 4 € pro Monat

Eine Wohngebäudeversicherung ist für Hausbesitzer extrem wichtig! Sie stellt sicher, dass Du nach einem Brand oder einem Sturmereignis nicht vor den Trümmern Deiner Existenz stehst. Doch die Preis-Leistungs-Unterschiede zwischen den Anbietern sind enorm. Wir verschaffen Dir Überblick im Tarif-Dschungel und sagen Dir, welche Punkte beim Vergleich der Wohngebäudeversicherung über "Top" oder "Flop" entscheiden.

Welche Wohngebäudeversicherung ist im Vergleich die beste?

Welche Wohngebäudeversicherung im Vergleich die beste Wahl ist, hängt ganz von Deinen persönlichen Voraussetzungen ab: Wie wertvoll ist Dein Haus? Wohnst Du in einem Hochwassergebiet? Möchtest Du Nebengebäude günstig mitversichern? Die Versicherungen berechnen ihre Prämien auf unterschiedliche Weise. Während Du bei einem Anbieter Extra-Leistungen teuer bezahlst, sind sie bei einem anderen vielleicht schon im Grundpreis inbegriffen.

Damit Du bei der Versicherung als Haus-Besitzer kein Geld verschenkst, solltest Du den Markt laufend beobachten. Bei wertvollen Immobilien kannst Du Dir durch einen Gebäudeversicherung-Vergleich oft mehrere hundert Euro pro Jahr sparen!

Du denkst, das ist zu aufwendig? Mit dem Online-Tarifrechner ist der Gebäudeversicherung-Vergleich eine Sache von wenigen Minuten! Der Tarifrechner errechnet nach Deinen Angaben individuell auf Dein Haus zugeschnittene Angebote und ermöglicht Dir so einen maßgeschneiderten Versicherungsvergleich für das Wohngebäude. So verschaffst Du Dir ohne großen Aufwand Überblick über Preise und Leistungen und ersparst es Dir, bei jedem Anbieter einzeln zu recherchieren.

Besonders praktisch: Du kannst in der Ergebnisliste auch mehrere ausgewählte Tarife direkt vergleichen. Die unmittelbare Gegenüberstellung macht es wesentlich leichter zu beurteilen, welche Wohngebäudeversicherung im Vergleich die besten Leistungen erbringt.

Falls günstige Tarife dabei sind, die Dich interessieren, dann fordere doch einfach online unverbindliche Preisangebote an!

Was ist eine Wohngebäudeversicherung?

Eine Wohngebäudeversicherung ist eine private Versicherung, die Du als Hausbesitzer freiwillig abschließt. Sie zahlt bei Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel oder Leitungswasser. Mit einer Gebäudeversicherung sind die Grundsubstanz und die festen Bestandteile eines Hauses versichert. Schäden an Möbeln und anderen beweglichen Gegenständen deckt sie nicht ab. Dafür ist eine Hausratversicherung zuständig.

Für wen ist eine Wohngebäudeversicherung sinnvoll?

Eine Wohngebäudeversicherung ist für jeden Haus- oder Immobilienbesitzer sinnvoll! Denn in einem selbst erbauten oder gekauften Haus steckt nicht nur viel Herzblut, sondern auch jede Menge Geld. Schon ein Funkenflug oder eine Sturmnacht können ausreichen, um Dein Zuhause buchstäblich in Schutt und Asche zu legen. Ohne Versicherung müssen Haus-Besitzer die enormen Kosten für Wiederaufbau oder Instandsetzung selbst stemmen.

Trotzdem ist eine Gebäudeversicherung im Normalfall freiwillig. Verpflichtend ist die Versicherung für ein Haus nur dann, wenn Du zum Hausbau oder zum Kauf einen Kredit aufnimmst. Für eine Hypothek oder ein Immobiliendarlehen verlangen Banken immer eine bestehende Wohngebäudeversicherung.

Was genau ist durch eine Wohngebäudeversicherung abgedeckt?

Beachte beim Vergleich der Wohngebäudeversicherung, dass diese oft nach dem Baukasten-Prinzip aufgebaut sind: Es gibt einen Basisschutz und zahlreiche optionale Zusatzbausteine. Dadurch kannst Du die Versicherung gut an Deinen individuellen Bedarf anpassen. Prüfe beim Gebäudeversicherung-Vergleich unbedingt, wie sehr Du für zusätzliche Leistungen zur Kasse gebeten wirst! Je nach Anbieter können die Aufpreise sehr unterschiedlich ausfallen.

Im Folgenden erklären wir Dir im Detail,

  • welche Teile des Gebäudes versichert sind
  • welche Schäden versichert sind
  • welche Kosten die Versicherung übernimmt

Versicherte Wohngebäude-Bestandteile

Basisschutz

Versichert ist zunächst einmal die äußere Hülle des Gebäudes. Dazu zählen

  • Mauerwerk inklusive Dämmung
  • Dach inklusive Dämmung
  • eingebaute Türen und Fenster
  • Terrasse, Balkon

Außerdem sind alle Teile versichert, die im Gebäude fest installiert sind, wie etwa

  • individuell angefertigte Einbauküchen und Einbaumöbel
  • Treppenlifte
  • fest verlegter Fußboden
  • Heizungsanlagen
  • Sanitäreinrichtung wie Badewanne

Darüber hinaus ist normalerweise das Gebäudezubehör versichert. Darunter versteht man z.B.

  • Briefkästen
  • Klingel
  • Müllboxen

Optionale Zusatzbausteine

Bestimmte Gebäudeteile sind nur dann versichert, wenn es ausdrücklich so im Versicherungsvertrag steht:

  • Nebengebäude wie Carport, Garage, Gartenhaus
  • Photovoltaik- und Solaranlagen
  • Geothermie-Anlagen und Wärmepumpen
  • Ableitungsrohre

Dafür zahlst Du meist einen Aufpreis. Achte beim Vergleich der Wohngebäudeversicherung darauf, dass sich der Anbieter nicht jedes Extra teuer bezahlen lässt!

Versicherte Schäden

Der Basisschutz, den auch eine sehr günstige Wohngebäudeversicherung erbringt, umfasst Feuer-, Sturm-, Hagel- und Leitungswasser-Schäden. Zahlreiche Tarife decken mittlerweile weitere Gefahren und Risiken ab, ohne dass Du dafür einen nennenswerten Aufschlag bezahlst.

Basisschutz

Feuer

Durchschnittlich alle 2 Minuten bricht in Deutschland an irgendeinem Ort ein Haus- oder Wohnungsbrand aus! Wenn Flammen Dein Haus oder Teile davon vernichten, übernimmt die Gebäudeversicherung die Kosten für den Wiederaufbau oder die Instandsetzung. Normalerweise sind die folgenden Brandursachen versichert:

  • Kurzschlüsse, Überhitzung
  • Blitzschlag
  • Explosion oder Implosion
  • Brandstiftung
  • Absturz eines Luftfahrzeugs

Die Versicherung kommt auch für Schäden auf, die nicht direkt durch den Brand, sondern durch das Löschwasser verursacht wurden. Vorsicht: Meist sind Rauchmelder verpflichtend vorgeschrieben, sonst kann die Versicherung ihre Leistungen kürzen!

Sturm und Hagel

Schwere Stürme können Dir als Hausbesitzer buchstäblich das Dach über dem Kopf rauben. Wie beispielsweise der Orkan "Friederike", der im Januar 2018 auch in Deutschland Windspitzen von über 200 km/h erreicht hat! Wenn ein Sturm Dächer abträgt, Bäume entwurzelt oder Ziegel gegen die Hausfassade schleudert, übernimmt die Gebäudeversicherung die Kosten für die Sanierung. Auch Folgekosten - zum Beispiel durch eindringendes Regenwasser - oder Schäden durch herumfliegende Gebäudeteile sind gedeckt. Hagelschäden übernimmt die Versicherung unabhängig von einem Sturm.

Leitungswasser

Wenn durch Korrosion, Frost oder Kalkablagerungen ein Leitungsrohr bricht, kommt die Gebäudeversicherung für die Beseitigung des Schadens auf. Versichert sind nicht nur Wasserleitungen, sondern auch die daran angeschlossenen Anlagen wie Heizungsrohre. Die Kosten für die Trockenlegung und die Instandsetzung von Wänden, Böden oder Decken bezahlt Dir die Gebäudeversicherung. Schäden an Möbeln übernimmt sie allerdings nicht - dafür brauchst Du eine Hausratversicherung. Auch ein Schaden durch einen Wasseraustritt aus einem Aquarium ist nicht versichert.

Optionale Zusatzbausteine

Schäden durch grobe Fahrlässigkeit

Als Hausbesitzer hast Du die Pflicht, möglichen Schäden vorzubeugen, etwa durch die Installation von Rauchmeldern. Um Wasserschäden durch Rohrbrüche zu vermeiden, solltest Du im Winter ausreichen heizen und die Wasserleitungen abschließen, bevor Du auf Urlaub fährst.

Doch manchmal sind es nur kleine Unachtsamkeiten wie ein geöffnetes Fenster während eines Sturms, die Dir zum Verhängnis werden. Bei Schäden, die Du "grob fahrlässig" ermöglicht hast, kann die Versicherung die Kostenübernahme ablehnen. Bei vielen Anbietern ist es aber möglich, grobe Fahrlässigkeit mitzuversichern. Das kann sinnvoll sein, um langwierige Streitfälle mit der Versicherung zu vermeiden. Denn oft ist es Auslegungssache, ob Du einen Schaden hättest verhindern können.

Setze beim Gebäudeversicherung-Vergleich einfach ein Häkchen bei "grobe Fahrlässigkeit", um Dir entsprechende Tarife anzeigen zu lassen!

Elementarschäden

Mit "Elementarschäden" meint man Schäden durch Naturgewalten wie

  • Überschwemmung, Starkregen
  • Erdbeben
  • Erdrutsche, Muren
  • Lawinen

Wenn Du Dein Haus gegen diese Naturgewalten versichern möchtest, musst Du eine zusätzliche Elementarschäden-Versicherung abschließen. Sie kann sinnvoll sein, wenn Du in Risikogebieten wohnst, etwa in Hochwasserregionen oder Hanglagen. Denn aufgrund des Klimawandels werden Naturkatastrophen immer häufiger. Die Zusatzversicherung kann aber ihren Preis haben. Achte beim Wohngebäudeversicherung-Vergleich unbedingt darauf, wie hoch der Aufschlag bei verschiedenen Anbietern ausfällt!

Überspannungsschäden

Sogenannte Überspannungsschäden sind meist Folge eines Blitzeinschlags. Die geballte elektrische Energie kann etwa zu Sengschäden an Stromleitungen führen. Bei einigen Anbietern sind Überspannungsschäden mittlerweile standardmäßig mitversichert, ohne dass Du dafür extra bezahlst. Prüfe daher beim Wohngebäudeversicherung-Vergleich mögliche Aufschläge!

Glasbruch

Eine zusätzliche Glasbruch-Versicherung übernimmt Schäden an Glaselementen wie Fensterscheiben, Glastüren, Wintergärten oder Glasbausteinen. Sie kann bei hochwertigen Glasflächen und Glasfronten sinnvoll sein.

Versicherte Kosten

Ein weiterer wichtiger Punkt beim Versicherungsvergleich für das Wohngebäude ist, welche Arten von Kosten die Versicherung übernimmt. Denn auch Folgeschäden, an die Du vielleicht im ersten Moment nicht denkst, können hohe Summen verschlingen.

Basisschutz

Wiederaufbau

Vor allem nach Bränden oder Explosionen kann das Haus buchstäblich in Schutt und Asche liegen. Bei einem Totalschaden übernimmt die Gebäudeversicherung die Kosten für den Wiederaufbau eines neuen Hauses in der gleichen Bauart und mit der gleichen Ausstattung - und zwar zu dem heute aktuellen Preis. Dazu zählen auch die Kosten für Planer und Architekten.

Reparatur und Instandsetzung

In den meisten Fällen gehen Schadensereignisse zum Glück glimpflicher aus. Sind das Wohngebäude oder Teile davon beschädigt, dann ersetzt die Versicherung die tatsächlich anfallenden Kosten für notwendige Sanierungs-, Renovierungs- und Reparaturarbeiten.

Optionale Zusatzbausteine

Abbruch- und Aufräumarbeiten

Nach einem Brand oder einem schweren Sturmereignis können die Abbruch- oder Aufräumarbeiten rasch einen 5-stelligen Eurobetrag verschlingen! Auch die Entsorgung von Bauschutt ist in der Regel teuer. Es ist daher sehr sinnvoll, diese Kosten mitzuversichern.

Dekontamination von Erdreich

Wenn beispielsweise durch einen Brand oder eine Explosion ein Öltank ausläuft, muss der kontaminierte Boden abgetragen werden. Dieses Risiko musst Du in der Regel extra absichern.

Mehrkosten durch behördliche Auflagen

Vor allem bei älteren Wohngebäuden kann es passieren, dass inzwischen strengere behördliche Bauauflagen gelten. Damit Du auf den Mehrkosten bei Sanierungs- oder Renovierungsarbeiten nicht sitzen bleibst, musst Du diesen Punkt ausdrücklich in den Versicherungsvertrag aufnehmen.

Hotel oder Mietwohnung

Bei schweren Schäden kann es sein, dass Du mit Deiner Familie vorübergehend in einem Hotel oder einer Mietwohnung unterkommen musst. Bei guten Verträgen sind diese Kosten inbegriffen.

Kosten für Mietentgang

Falls Du Dein Haus oder Teile davon vermietest, kannst Du Dir auch den Mietentgang ersetzen lassen, bis das Gebäude wieder aufgebaut oder instand gesetzt ist. Diesen Baustein brauchst Du natürlich nur als Vermieter.

Was ist mit einer Gebäudeversicherung nicht versichert?

Bewegliche Gegenstände

Das bewegliche Inventar in Deinem Haus - also z.B. Möbel, Elektro- oder Küchengeräte - ist mit der Wohngebäudeversicherung nicht versichert. Dafür brauchst Du eine Hausratversicherung. Es kann sinnvoll sein, die Hausratversicherung beim gleichen Anbieter abzuschließen. Denn oft bekommst Du für das Kombi-Paket Rabatte. Außerdem vermeidest Du bei einem Schadensfall lästige Streitigkeiten, welche Versicherung für welche Schäden zuständig ist.

Wohngebäude im Rohbau

Die Gebäudeversicherung greift erst, wenn das Haus bezugsfertig ist. Für Häuser, die noch im Bau sind, kannst Du eine Feuerrohbauversicherung abschließen. Sie lässt sich im Anschluss ganz einfach in eine Wohngebäudeversicherung umwandeln.

Schäden bei Dritten

Brände können auf ein Nachbargebäude übergreifen. Umherfliegende Dachziegel oder umstürzende Bäume können geparkte Autos oder Nachbarhäuser beschädigen. Solche Schäden sind mit einer Gebäudeversicherung nicht abgedeckt. Um Dich gegen Schadenersatzforderungen von anderen Personen abzusichern, brauchst Du eine Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung.

Was kostet eine Wohngebäudeversicherung?

Eine gute Versicherung für ein Haus muss nicht teuer sein: Du bekommst eine günstige Wohngebäudeversicherung bereits ab 4 Euro monatlich. Nach oben hin sind die Preise offen. Denn die Versicherungen berechnen die Prämie nach dem individuellen Risiko und nach dem Wert des Gebäudes. Ein Besitzer einer Luxusvilla zahlt natürlich ein Vielfaches der Prämie, die Du für ein 60 Quadratmeter kleines Fertighaus aufbringen musst.

Es ist daher wichtig, dass Du beim Online-Versicherungsvergleich zum Wohngebäude möglichst genaue Angaben machst! Nur so kann der Tarifrechner die Preise der Gebäudeversicherung realistisch berechnen.

Die entscheidenden Faktoren, um beim Versicherungsvergleich für ein Wohngebäude die Kosten zu berechnen, sind

  • die Versicherungssumme (entspricht dem Wert des Gebäudes)
  • die Lage
  • der Umfang der Versicherung
  • der Höhe der Selbstbeteiligung

Versicherungssumme

Mit der Versicherungssumme meint man den Maximalbetrag bei einem Totalschaden, den Du für den Wiederaufbau Deines Hauses von der Gebäudeversicherung erstattet bekommst. Die Versicherungssumme soll dem Neuwert des Hauses entsprechen. Doch den Wert von Immobilien zu ermitteln ist oft gar nicht so einfach. Er verändert sich mit der Zeit und hängt auch von Faktoren wie der Preisentwicklung im Baugewerbe ab.

Die Versicherungssumme sollte weder zu hoch noch zu niedrig festgesetzt werden. Wird der Wert des Hauses überschätzt und die Versicherungssumme zu hoch angesetzt, dann zahlst Du eine überhöhte Prämie. Ist die Versicherungssumme dagegen zu niedrig, hat das zwar auf den ersten Blick Vorteile für Dich, weil Du weniger Prämien zahlst. Doch bei einem Totalschaden würdest Du nicht die vollen Kosten von der Versicherung ersetzt bekommen. Man spricht in diesem Fall von einer "Unterversicherung". Auch bei teuren Renovierungs- und Sanierungsarbeiten kann die Versicherung ihre Leistungen anteilig kürzen, wenn sich herausstellt, dass Du unterversichert bist.

Doch die einzelnen Anbieter gehen bei der Berechnung der Versicherungssumme unterschiedlich vor und gewichten die einzelnen Faktoren nicht immer gleich. Deshalb kannst Du durch einen Vergleich der Wohngebäudeversicherung-Anbieter viel Geld sparen, ohne eine Unterversicherung zu riskieren! Es gibt im Wesentlichen 3 Methoden, wie die Versicherungssumme berechnet wird:

Gleitender Neuwert

Die am häufigsten angewandte Methode ist der gleitende Neuwert. Bei dieser Methode wird die Versicherungssumme nach einer bestimmten Formel jährlich angepasst. Die Folge ist, dass sich Deine Versicherungsprämie laufend um einen kleinen Betrag erhöht. Doch das ist notwendig, damit Du nicht unterversichert bist.

Als Basis für die Neuwert-Berechnung verwenden die Versicherungen den sogenannten "Wert 1914". Das ist ein fiktiver Wert, der angibt, wie viel Dein Haus im Jahr 1914 gekostet hätte. Warum gerade 1914? Dieses spezielle Jahr wurde gewählt, weil damals die Baupreise relativ fest waren. Auch die damalige Währung (Goldmark) war vergleichsweise stabil. Deshalb ist der "Wert 1914" eine solide Grundlage, um den Wert eines Gebäudes zu berechnen.

Den "Wert 1914" berechnen Versicherungen anhand verschiedener Faktoren wie

  • Gebäudetyp (Ein- oder Mehrfamilienhaus)
  • Bauart (Massivhaus, Fertighaus, Holzhaus)
  • Wohnfläche
  • Baujahr
  • Unterkellerung
  • Anzahl der Geschosse
  • Nebengebäude wie Garagen, Carports
  • Ausstattungsdetails

Nach diesen Informationen fragt Dich auch der Online-Tarifrechner, denn nur so lässt sich ein möglichst exakter Wohngebäudeversicherung-Vergleich erstellen.

Um anschließend die Versicherungssumme zu berechnen, spielt neben dem "Wert 1914" noch der sogenannte gleitende Neuwertfaktor eine Rolle. Das ist ein Wert, den der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) jährlich veröffentlicht. Der gleitende Neuwertfaktor berücksichtigt die jährliche Steigerung der Materialkosten und Tariflöhne im Baugewerbe. Denn ein Haus vollständig wieder aufzubauen wird aufgrund der steigenden Kosten von Jahr zu Jahr teuer. Um damit Schritt zu halten, muss auch die Versicherungssumme von Jahr zu Jahr angehoben werden. Das ist der Grund, warum die Prämien in der Wohngebäudeversicherung laufend um einen geringen Betrag ansteigen.

Wohnfläche

Einige Versicherungen wenden ein vereinfachtes Verfahren zur Ermittlung der Versicherungssumme an. Sie ermitteln die Höchstentschädigungssumme anhand der Wohnfläche und der Ausstattung des Hauses. Bei einem Schadensfall zahlen sie den ortsüblichen Neubauwert für ein Gebäude mit dieser Fläche und Ausstattung.

Für Dich als Hausbesitzer macht das beim Abschluss des Versicherungsvertrags keinen großen Unterschied. Du füllst auch in diesem Fall einen Fragebogen aus, in dem Du genaue Angaben zum Wohngebäude machst. Die Entwicklung der Baukosten wird bei Wohnflächen-Tarifen allerdings nicht berücksichtigt. Es besteht daher die Gefahr, dass Du nach vielen Jahren unterversichert bist.

Wertgutachten

Wenn Du es ausdrücklich so wünscht, kannst Du auch ein Wertgutachten eines Sachverständigen einholen, um die richtige Versicherungssumme zu ermitteln. In der Praxis macht man das meist nur bei besonders wertvollen Immobilien, denn das Gutachten hat seinen Preis. Ein Nachteil ist auch, dass der Gutachter nur den Verkehrswert des Gebäudes ermittelt, aber nicht die Kosten für den Wiederaufbau.

Lage

Neben dem Wert des Gebäudes selbst spielt auch die Lage eine Rolle. Es macht einen großen Unterschied, ob das Haus in einer Hochwasserzone oder einer gefährdeten Hanglage steht! Die Versicherungen teilen die Gebiete geografisch in bestimmte Gefahrenklassen ein. Je höher die Gefahrenklasse, desto teurer wird die Wohngebäudeversicherung. Ein Vergleich der Anbieter ist daher umso wichtiger, wenn Du in einer Risikozone wohnst! Denn die Versicherungen stufen die Gefahrenzonen oft individuell ein und berechnen unterschiedliche Aufschläge.

Umfang der Versicherung

Natürlich spielt es für den Preis auch eine Rolle, ob Du Dich auf den Basisschutz beschränkst oder eine Reihe von Zusatz-Versicherungen abschließen möchtest. Doch eine günstige Wohngebäudeversicherung muss nicht automatisch schlechter sein!

Selbstbeteiligung

Wenn Du auf eine günstige Wohngebäudeversicherung Wert legst, solltest Du eine Selbstbeteiligung von rund 150 bis 300 Euro akzeptieren. Bis zu dieser Höhe zahlst Du Schäden selbst, erst bei darüber hinausgehenden Beträgen greift die Versicherung. Selbstbehalt-Tarife sind günstiger, weil die Gebäudeversicherung Kosten spart, wenn Du Bagatellschäden selbst zahlst.

Wie kündige ich eine Wohngebäudeversicherung?

Um eine bestehende Wohngebäudeversicherung zu kündigen, ist es wichtig die im Vertrag festgelegten Fristen zu beachten. Eine normale ("ordentliche") Kündigung ist immer nur zu festgesetzten Zeitpunkten möglich. In bestimmten Situationen hast Du ein außerordentliches Kündigungsrecht, dann geht es etwas schneller. In jedem Fall akzeptieren die Versicherungen eine Kündigung nur in schriftlicher Form.

Doch Vorsicht: Bevor Du kündigst, solltest Du die verbindliche Zusagen eines anderen Anbieters haben!

Ordentliche Kündigung

Du kannst die Wohngebäudeversicherung in der Regel zum Ende des Versicherungsjahres kündigen. Wann das ist, findest Du in Deinen Vertragsunterlagen, ebenso wie die Kündigungsfrist. Üblich ist eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Endet das Versicherungsjahr mit dem 31.12., dann muss Dein Kündigungsschreiben bis spätestens 30.09. bei der Versicherung einlangen.

Nutze am besten ein vorgefertigtes Kündigungsschreiben, das Du im Internet leicht findest. Unterschreibe es und sende es per Post mit Einschreiben an die Versicherung. Den Rückschein solltest Du als Beleg gut aufbewahren.

Außerordentliche Kündigung

Ein außerordentliches Kündigungsrecht hast Du:

  • bei einer allgemeinen Preiserhöhung (nicht, wenn die Prämie aufgrund des gleitenden Neuwerts erhöht wird!)
  • nach jedem gemeldeten Versicherungsfall
  • beim Kauf eines Hauses (nach dem Eintrag ins Grundbuch)

In diesen Situation kannst Du meist mit einer 1-monatigen Frist kündigen. Wichtig ist, dass Du im Kündigungsschreiben auf den Grund für die außerordentliche Kündigung verweist.

FAQs

Wie viel kostet eine Wohngebäudeversicherung?

Wie viel eine Wohngebäudeversicherung kostet, hängt vom Wert des Gebäudes, von der Lage und vom Umfang der Versicherung ab. Günstige Tarife beginnen schon ab 4 Euro monatlich. Die Kosten können auch ein Vielfaches betragen, wenn das Haus sehr wertvoll ist oder in einer Gefahrenzone steht.

Was zahlt die Wohngebäudeversicherung?

Die Wohngebäudeversicherung zahlt die Kosten für den Wiederaufbau oder die Instandsetzung, wenn das Gebäude durch Feuer, Sturm, Hagel oder austretendes Leitungswasser beschädigt wird. Je nach Tarif werden auch weitere Leistungen übernommen: Man kann beispielsweise einen zusätzlichen Schutz gegen Elementarschäden (Hochwasser, Muren, Lawinen) oder gegen Glasbruch abschließen.

Was bedeutet Wohngebäudeversicherung?

"Wohngebäudeversicherung" bedeutet, dass Haus- oder Immobilienbesitzer freiwillig eine private Versicherung gegen Schäden an der Gebäudesubstanz abschließen. Mit einer Wohngebäudeversicherung sind Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel oder austretendes Leitungswasser versichert.

Wann kann ich die Gebäudeversicherung kündigen?

Wann Du die Gebäudeversicherung kündigen kannst, wird durch den Versicherungsvertrag festgelegt. Eine ordentliche Kündigung ist normalerweise am Ende eines Versicherungsjahres mit einer Frist von 3 Monaten möglich. Das heißt, Dein Kündigungsschreiben muss 3 Monate im Voraus bei der Versicherung eintreffen.

Bei einer Prämienerhöhung, nach einem Schadensfall oder wenn Du ein Haus neu gekauft hast, greift ein außerordentliches Kündigungsrecht. Dann kannst Du bereits innerhalb eines Monats kündigen.