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Drohnen-Versicherung: Vergleich der Anbieter

Eine Drohnen-Versicherung ist für Freizeit-Piloten Pflicht! Denn Du haftest dafür, wenn Du die Drohne in den Wintergarten Deines Nachbarn manövrierst oder sie in ein fahrendes Auto kracht. Doch nicht überall, wo "Drohnenversicherung" drauf steht, ist auch ein vollwertiger Schutz drin. Wir sagen Dir, worauf Du bei einer Drohnen-Versicherung achtgeben musst, damit mögliche Bruchlandungen glimpflich ausgehen.

Was ist eine Drohnen-Versicherung?

Mit einer "Drohnen-Versicherung" meint man meist eine private Haftpflichtversicherung, die den Drohnensport einschließt. Diese Versicherung ersetzt Schäden, die Du mit Deinem Fluggerät bei anderen verursachst. Allgemein ist die private Haftpflichtversicherung für Schäden zuständig, die Du im privaten Umfeld zu verantworten hast.

Für Freizeit-Hobbypiloten reicht eine solche private Haftpflichtversicherung in der Regel aus. Wenn Du die Drohne gewerblich nutzt, z.B. um Fotos zu verkaufen, brauchst Du dagegen eine spezielle gewerbliche Drohnen-Versicherung, die meist etwas teurer ist.

Welche Drohnen-Versicherung ist im Vergleich die beste?

Wenn Du mit einer privaten Haftpflicht eine Drohne versichern möchtest, solltest Du unbedingt die Details prüfen! Denn manche Versicherungen schränken den Schutz ein, z.B. auf bestimmte Gewichtsklassen. Auch die Deckungssummen, also die maximalen Summen, die die Versicherung zahlt, können sich von Anbieter zu Anbieter stark unterscheiden. Die beste Drohnen-Versicherung ist die, die im Ernstfall auch wirklich greift.

Eine gute Drohnenversicherung muss nicht teuer sein. Es gibt Angebote um weniger als 3 Euro monatlich, die Dir einen ausgezeichneten Schutz bieten. Umgekehrt schließen manche 3 mal so teure Tarife den Drohnensport überhaupt nicht ein!

Vergleiche daher unbedingt die Anbieter, um einen günstigen, maßgeschneiderten Versicherungsschutz zu finden! Mit dem Online-Vergleichsrechner ist das bequem mit wenigen Klicks erledigt. Setze in den Filter-Einstellungen des Rechners unter "Hobbys" einfach ein Häkchen bei "Drohnen fliegen". So filtert der Vergleichsrechner nur diejenigen Tarife heraus, bei denen Dein Hobby mitversichert ist. Was Du beim Vergleich der Anbieter anschließend beachten solltest, erklären wir Dir weiter unten im Artikel genauer.

Warum brauche ich eine Drohnen-Haftpflichtversicherung?

An einer Drohnenversicherung führt für Hobby-Piloten kein Weg vorbei! Denn nach dem Luftverkehrsgesetz (§ 43 Abs. 2 LuftVG) ist für jedes Luftfahrzeug eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Und Drohnen gelten nach § 1 Abs. 2 LuftVG als Luftfahrzeuge (genauer als "Flugmodelle"), unabhängig von ihrer Größe oder ihrem Gewicht.

Für Luftfahrzeuge gilt sogar eine verschärfte Haftpflicht. Normalerweise haftest Du im privaten Umfeld für Schäden, an denen Du die Schuld trägst. Im Luftverkehrsgesetz (§ 33 Abs. 1 LuftVG) ist aber eine sogenannte verschuldensunabhängige Haftung festgelegt. Das bedeutet, Du haftest auch für Schäden, für die Du eigentlich gar nichts kannst. Wenn Deine Drohne beispielsweise wegen eines technischen Defekts oder einer plötzlichen Windböe abstürzt, musst Du trotzdem dafür gerade stehen. Du haftest mit Deinem Privatvermögen in unbeschränkter Höhe!

Aufgrund dieser gesetzlichen Regelungen ist es wichtig, dass das Drohnen fliegen in der Haftpflicht ausdrücklich mitversichert ist. Die Versicherung kann sich dann nicht auf äußere Umstände herausreden, die zu dem Schaden geführt haben.

Was leistet eine Drohnen-Haftpflichtversicherung?

Haftpflichtversicherungen greifen grundsätzlich bei 3 Arten von Schäden:

  • Sachschäden
  • Personenschäden
  • Vermögensschäden

Zusätzlich schließen sie einen sogenannten passiven Rechtsschutz ein.

Das gilt auch für jede spezielle Haftpflichtversicherung für Drohnen. Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung leistet Schadenersatz, wenn Du mit Deiner Drohne Sach-, Personen- oder Vermögensschäden hervorgerufen hast.

Sachschäden

Sachschäden sind Schäden am Eigentum von anderen Personen. Wenn Deine Drohne beispielsweise durch einen leeren Akku auf ein parkendes Auto stürzt, gelten die Dellen oder Scherben als Sachschaden. Auch ein zerstörtes Rosenbeet nach einer Bruchlandung könnte Dein Nachbar als Sachschaden geltend machen. Schäden in Deinem eigenen Garten oder an Deinem eigenen Auto übernimmt die Drohnen-Versicherung dagegen nicht.

Die Versicherung zahlt entweder die Reparaturkosten oder einen gleichwertigen Ersatz, wenn der beschädigte Gegenstand irreparabel ist. Genauso wie eine Kfz-Haftpflicht ersetzt auch eine Drohnen-Haftpflicht nur den Zeitwert, nicht den Anschaffungspreis!

Personenschäden

Wenn es richtig dick kommt, kann Deine Drohne beim Absturz auch Menschen verletzen! In Einzelfällen ist das bereits passiert, weil ein Pilot die Kontrolle über sein Fluggerät verloren hat oder der Akku zu wenig Ladung hatte. Besonders gefährlich ist es, wenn die Drohne auf der Fahrbahn mit Autos kollidiert - wie es bereits passiert ist. Massenkarambolagen mit Schwerverletzten oder Toten könnten die Folge sein.

Bei Personenschäden können die Schadenssummen in die Millionenhöhe gehen. Ohne Versicherung für die Drohne würde das Deinen finanziellen Ruin bedeuten! Du brauchst daher unbedingt eine Drohnen-Haftpflicht, die bis zu einer festgelegten Höhe Folgendes übernimmt:

  • Kosten für medizinische Behandlungen, wenn die Krankenkasse Regressforderungen stellt
  • Kosten für Reha-Maßnahmen
  • Schmerzensgeld
  • Rentenleistungen bei bleibenden Gesundheitsschäden
  • Begräbniskosten
  • Unterhaltszahlungen an Angehörige

Vermögensschäden

Unter Vermögensschäden versteht man rein finanzielle Verluste, die Du bei anderen Personen oder Unternehmen verursachst. Solche wirtschaftlichen Schäden sind Im Zusammenhang mit Drohnen nicht unwahrscheinlich. Ein Beispiel: Du verlierst die Kontrolle über das Fluggerät und es verheddert sich in einer Stromleitung. Zwar wird nichts beschädigt, doch um die Drohne zu bergen muss die Stromversorgung unterbrochen werden. Der Netzbetreiber macht einen hohen wirtschaftlichen Schaden geltend.

Es ist daher wichtig, dass die Drohnenversicherung auch bei reinen Vermögensschäden greift. Sie sind zwar unwahrscheinlicher, aber oft viel teurer als Sachschäden.

Passiver Rechtsschutz

Wenn Du bei Unfällen mit Deiner Drohne die Haftpflicht-Versicherung in Anspruch nehmen willst, wird diese zuerst prüfen, ob der Schadenersatz-Anspruch gerechtfertigt ist. Nicht immer ist die Rechtslage ganz eindeutig. Falls die Versicherung die Ansprüche für nicht gerechtfertigt hält, wird sie diese abwehren - notfalls auch durch einen Gerichtsprozess. Die Kosten dafür trägst nicht Du, sondern die Versicherung. Das versteht man unter einem passiven Rechtsschutz.

Auf welche Konditionen sollte ich bei einer Drohnenversicherung achten?

Wenn Du eine Drohne versichern möchtest, ist nicht der Preis allein entscheidend. Es gibt zahlreiche Vertragsdetails, die im Einzelfall darüber bestimmen können, ob die Versicherung zahlt oder nicht. Du solltest bei einer Versicherung für die Drohne diese 3 Bereiche prüfen:

  • den Umfang der Drohnenversicherung selbst
  • weitere Leistungen, die mit der Haftpflicht versichert sind
  • die allgemeinen Vertragsbedingungen

Umfang der Drohnen-Haftpflicht

Achte auf mögliche Bedingungen und Einschränkungen, wenn Du für eine Drohne eine Haftpflicht-Versicherung abschließt! Die Tarife können sich in den folgenden Punkten stark unterscheiden:

Deckungssumme

Mit der Deckungssumme ist der Maximalbetrag gemeint, den die Drohnen-Versicherung bei einem Schadensfall erstattet. Falls die Schadenssumme höher ist, bleibst Du auf den Restkosten sitzen.

Die Untergrenze bestimmt der Gesetzgeber: Das Luftfahrtgesetz enthält in § 37 Vorgaben zur Deckungssumme einer Haftpflichtversicherung für Flugobjekte. Im Gesetz stehen aber keine genauen Summen, sondern nur Berechnungsformeln. Um die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten, solltest Du bei einer Haftpflichtversicherung für Drohnen auf eine Mindest-Deckungssumme von 1 Mio. Euro achten. Manche Versicherungen gehen weit darüber hinaus und bieten Deckungssummen bis hin zu 50 Mio. Euro an. Schäden in dieser Höhe sind zwar extrem unwahrscheinlich, aber wenn sie doch eintreten sollten, bedeuten sie Deinen wirtschaftlichen Ruin.

Bei vielen Tarifen sind Vermögensschäden mit einer geringeren Summe gedeckt als Sach- und Personenschäden. Doch gerade Vermögensschäden sind bei Drohnen-Unfällen ein nicht unwahrscheinliches Szenario. Wenn Du für eine Drohne eine Haftpflicht-Versicherung abschließt, sollten daher auch Vermögensschäden mit einer möglichst hohen Summe gedeckt sein.

Selbstbehalt

Fast jede günstige Drohnen-Versicherung sieht Selbstbehalte zwischen 150 und 300 Euro vor. Das bedeutet, dass Du geringfügige Schäden selbst zahlst. Erst den darüber hinaus gehenden Betrag ersetzt Dir die Drohnen-Versicherung. Das muss kein Nachteil sein, denn Tarife ohne Selbstbehalt sind oft deutlich teurer als solche mit Eigenanteil. Denn die meisten gemeldeten Versicherungsfälle betreffen kleinere Sachschäden bei Unfällen mit einer Drohne. Die Versicherung kann die Prämien wesentlich günstiger kalkulieren, wenn Du für Bagatellschäden selbst aufkommst.

Eine Drohnen-Versicherung sollte Dich in erster Linie gegen hohe, existenzbedrohende Schadenersatzforderungen absichern. Deshalb ist es in der Regel besser, einen geringen Selbstbehalt bei einer Drohnen-Versicherung zu akzeptieren.

Gewicht der Drohne

Je höher das Gewicht der Drohne ist, desto größere Schäden kann sie verursachen. Oft schränkt die Drohnenversicherung den Schutz daher auf mittelgroße Drohnen bis zu 2 Kilogramm ein. Manchmal sind sogar nur Kleingeräte bis 200 Gramm versichert. Eine leistungsstarke Drohnenversicherung wird die Grenze bei 5 Kilogramm festsetzen. Denn das ist das maximale Gewicht, das Du als Hobby-Pilot steuern darfst. Für Drohnen mit mehr als 5 Kilogramm brauchst Du eine Genehmigung der Luftfahrtbehörde.

Anzahl der Drohnen

Falls Du mehrere Fluggeräte besitzt, dann prüfe, ob diese in der Drohnen-Versicherung eingeschlossen ist. Manche Anbieter schränken die Anzahl der Drohnen nicht ein, andere dagegen schon. In diesem Fall wird im Versicherungsvertrag meist die Seriennummer jeder versicherten Drohne notiert.

Fremde Piloten

Oft sind in der Drohnen-Versicherung Familienangehörige wie Ehepartner und Kinder mit eingeschlossen, falls diese die Drohne steuern. Anders sieht es aus, wenn ein Freund oder Bekannter sich Dein Fluggerät leiht oder einen kurzen Testflug machen will. Bei fremden Piloten greift die Drohnen-Versicherung nur, wenn es im Vertrag ausdrücklich so vereinbart wurde.

Fremde Drohnen

Umgekehrt könnte auch Dir mit einer fremden Drohne, die Du vielleicht nur kurz testen wolltest, ein Missgeschick passieren. Wenn Du keine ausdrücklichen Regeln im Versicherungsvertrag findest, dann frage nach, ob auch Unfälle mit einer fremden Drohne durch die Versicherung abgedeckt sind!

Geografischer Geltungsbereich

Die meisten Tarife bieten einen europaweiten Versicherungsschutz. Wenn Du weiter verreisen willst, musst Du bei der Drohnen-Versicherung einen zusätzlichen Auslandsschutz bzw. einen entsprechenden Premium-Tarif wählen. Beachte, dass selbst bei einem "weltweiten Schutz" oft die USA und Kanada ausgenommen sind!

Private Foto- oder Filmaufnahmen

Ein heikler Punkt ist auch, ob Du beim Drohnen fliegen Foto- und Filmaufnahmen machen und diese ins Internet stellen darfst. Manche Versicherungen werten das als eine potentiell gewerbliche Tätigkeit, weil Du mit Werbung oder Partnerprogrammen Geld verdienen könntest. Du müsstest dafür eine spezielle gewerbliche Versicherung für die Drohne abschließen. Falls Du dazu nichts im Versicherungsvertrag findest, dann frage nach und lasse Dir schriftlich bestätigen, dass Du private Aufnahmen im Internet veröffentlichen darfst.

Teilnahme an Wettbewerben

Bei Wettbewerben bist Du durch die Drohnenversicherung oft nicht automatisch geschützt. Wenn Du an Bewerben teilnimmst, solltest Du diesen Punkt unbedingt überprüfen.

Indoor-Flüge

Auch Indoor-Flüge sind mit einer Drohnenversicherung nicht automatisch abgedeckt, sondern nur, wenn es ausdrücklich so im Versicherungsvertrag steht.

Weitere versicherte Leistungen

Meist ist eine private Drohnen-Haftpflichtversicherung an eine allgemeine Haftpflichtversicherung gekoppelt. Auch wenn Du in erster Linie Deine Drohne versichern willst, ist das "Gesamtpaket" nicht unwichtig! Die Versicherung muss zwar nicht alle möglichen Risiken abdecken, sie sollte aber zu Dir und Deinen persönlichen Voraussetzungen passen. Entscheidende Faktoren sind:

  • Familie: Wenn Du Partner und / oder Kinder hast, empfiehlt sich eine Familienversicherung. Diese Tarife sind meist nur unwesentlich teurer.
  • Miet- oder Eigentumswohnung: Falls Du zur Miete wohnst, kann der Einschluss von Mietsachschäden sinnvoll sein. Umgekehrt kannst Du auch Schäden an selbst genutztem Wohneigentum gegen einen Aufpreis mitversichern.
  • Hobbys: Bei Freizeitaktivitäten mit einem erhöhten Schadensrisiko bist Du nicht automatisch versichert. Deshalb muss ja auch der Betrieb einer Drohne durch die Versicherung ausdrücklich gedeckt sein! Dasselbe gilt für Hobbys wie Basketball, Fußball, Surfen, Segeln oder Reiten. Du bist bei diesen Aktivitäten nur versichert, wenn es im Versicherungsvertrag so vereinbart wird.
  • Schäden durch Internet-Nutzung: Viren und Trojaner können mitunter hohe Schäden verursachen, deshalb ist dieser Baustein für alle Internet-Nutzer sinnvoll. In älteren Versicherungsverträgen ist er oft nicht enthalten.
  • Nebenberufliche selbstständige Tätigkeiten: Für gewerbliche Tätigkeiten brauchst Du normalerweise eine eigene Haftpflichtversicherung. Bis zu einer bestimmten Umsatzgrenze können sie aber in der Privat-Haftpflicht mit eingeschlossen sein.
  • Ehrenamtliche Tätigkeit: Falls Du Dich in Vereinen oder NGOs engagierst, kannst Du Schäden in Zusammenhang mit dieser Tätigkeit oft mitversichern lassen.

Allgemeine Vertragsbedingungen

Welche Drohnen-Versicherung im Vergleich die beste für Dich ist, hängt auch von einigen Zusatzklauseln im Versicherungsvertrag ab. Wichtige Stichworte sind:

Forderungsausfalldeckung

Ein sehr sinnvoller Bestandteil einer Drohnen-Versicherung ist die sogenannte Forderungsausfalldeckung. Das bedeutet, dass die Drohnen-Versicherung einspringt, falls andere Personen Dir Schaden zufügen, aber keinen Schadenersatz leisten können oder wollen - auch wenn sie gesetzlich dazu verpflichtet wären. Solche Fälle kommen immer wieder vor. Denn viele Menschen besitzen weder eine Privat-Haftpflichtversicherung noch haben sie Vermögen. Dann bleibst Du trotz des gesetzlichen Schadenersatz-Anspruches auf Deinem Schaden sitzen.

Neuwert-Ersatz

Normalerweise ersetzt eine Drohnen-Haftpflichtversicherung bei Sachschäden nur den Zeitwert, nicht den Anschaffungspreis. Für den Geschädigten kann das sehr ärgerlich, denn oft ist der objektive Zeitwert gering, auch wenn Gegenstände noch ihren Zweck erfüllen. Eine leistungsstarke Drohnen-Versicherung ersetzt unter bestimmten Voraussetzungen den Neuwert der beschädigten Sachen.

Bestleistungsgarantie

Der Markt um Privat-Haftpflichtversicherungen ist heiß umkämpft. Viele Anbieter rittern daher mit einer sogenannten Bestleistungsgarantie um Kunden: Sie sichern Dir zu, mindestens ebenso gute Leistungen zu erbringen wie die aktuell beste Versicherung am Markt. Doch auch wenn das zunächst gut klingt, kann die Garantie an viele Bedingungen geknüpft sein. Oft ist es Auslegungssache, ob die Leistung eines anderen Anbieters besser ist oder nicht. Das sollte Dir bewusst sein, wenn Du Dich für eine Drohnenversicherung mit Bestleistungsgarantie entscheidest.

Mindestvertragslaufzeit

Die Mindestvertragslaufzeit bezeichnet den Zeitraum, für den Du Dich an den Anbieter der Drohnen-Versicherung bindest. Oft beträgt sie 12 bis 24 Monate. Früher kannst Du die Drohnen-Versicherung nicht kündigen, auch wenn Du ein günstigeres Angebot entdeckst. Es gibt mittlerweile Anbieter, die auf Mindestvertragslaufzeiten verzichten. Du kannst dann die Drohnenversicherung jederzeit wechseln.

Kündigungsfrist

Auch eine lange Kündigungsfrist kann den Vertrag unflexibel machen. In älteren Polizzen beträgt sie häufig 3 Monate. Neue Tarife sind oft täglich kündbar, wodurch Du wesentlich einfacher wechseln kannst.

Was ist mit einer Drohnen-Haftpflichtversicherung nicht gedeckt?

Es sollte Dir bewusst sein, dass Du mit einer Haftpflicht für eine Drohne kein "Rundum-Sorglos"-Paket erwirbst. Auch gute Tarife haben ihre Einschränkungen. Es kann dabei aber durchaus Unterschiede zwischen den Anbietern geben. Informiere Dich daher im Voraus, welche Drohnen-Versicherung im Vergleich einen möglichst umfassenden Schutz bietet! Nicht gedeckt sind mit einer privaten Haftpflichtversicherung für Drohnen üblicherweise

  • Eigenschäden
  • Gewerbliche Nutzung
  • Gesetzlich unerlaubte Nutzung

Eigenschäden

Eine Haftpflicht für eine Drohne übernimmt nur Schäden, die das Fluggerät bei anderen Personen anrichtet. Wird die Drohne selbst beim Absturz beschädigt, bekommst Du das nicht durch die Drohnen-Haftpflicht ersetzt. Auch Schäden an anderem Eigentum wie Auto, Haus und Garten durch die Drohne sind mit der Haftpflicht nicht versichert.

Wenn Du Schäden an der Drohne versichern möchtest, musst Du wie bei Deinem Auto eine Kaskoversicherung abschließen. Diese Versicherungen ersetzen aber meist nur im ersten Jahr den Neuwert der Drohne, später zahlen sie den Zeitwert. Kameras oder anderes Equipment musst Du extra mitversichern.

Gewerbliche Nutzung

Eine private Haftpflichtversicherung für Drohnen deckt nur den Freizeitsport mit dem Fluggerät ab. Für jede gewerbliche Nutzung musst Du eine eigene Drohnen-Versicherung abschließen, die meist etwas teurer ist als die Privat-Haftplicht.

Beachte, dass Versicherungen die Definition einer gewerblichen Tätigkeit sehr breit auslegen! Oft zählt bereits das Veröffentlichen von Fotos oder Videoaufnahmen im Internet als gewerbliche Tätigkeit. Entscheidend ist nicht, ob Du faktisch damit Geld verdienst, sondern ob Du es könntest.

Auch das Vermessen von Privatgrundstücken und -wäldern kann als gewerbliche Tätigkeit zählen. Setzt Du als Landwirt eine Drohne zur Kontrolle Deiner Felder ein, ist das in jedem Fall als gewerblich einzustufen.

Gesetzlich unerlaubte Nutzung

Im Regelfall schränkt die Drohnen-Versicherung ihre Leistungen auf den gesetzlich erlaubten Rahmen ein. Diese Klausel kann Dir schnell zum Verhängnis werden, denn die gesetzlichen Bestimmungen in Zusammenhang mit Drohnen sind sehr streng! Es kann Dir rasch passieren, dass Du sie unabsichtlich und unwissentlich übertrittst. Dann greift die Drohnen-Versicherung nicht mehr.

Wir empfehlen Dir daher dringend, Dich mit den rechtlichen Bestimmungen genauer auseinander zu setzen, wenn Du Drohnen steuern möchtest! Hier nur das Wichtigste in Kürze:

Seit Frühjahr 2017 ist die neue Drohnen-Verordnung in Kraft. Eigentlich handelt es sich dabei um Änderungen in der Luftverkehrszulassungsordnung (LuftVZO) sowie der Luftverkehrsordnung (LuftVO). Das Verkehrsministerium gibt mit diesen Neuerungen klare Regeln für den Betrieb von Drohnen vor, denn vorher war die Rechtslage in vielen Punkten unklar.

Für Dich als Hobbypilot sind folgende Regeln wichtig:

Kennzeichnungspflicht

Alle Drohnen mit einem Gewicht von mehr als 250 Gramm brauchen eine Plakette mit Name und Adresse des Besitzers.

Kenntnisnachweise

Wenn Du Drohnen mit mehr als 2 Kilogramm steuern möchtest, brauchst Du dafür einen Kenntnisnachweis. Solche Bescheinigungen stellen beispielsweise Luftfahrtverbände aus.

Erlaubnispflicht

Für Drohnen mit mehr als 5 Kilogramm brauchst Du eine behördliche Erlaubnis. Dasselbe gilt für das Fliegen bei Nacht.

Maximale Flughöhe

Du darfst die Drohne maximal 100 Meter hoch fliegen - davon ausgenommen sind Modellflugplätze.

Fliegen auf Sicht

Du darfst Drohnen nur auf Sichtweite steuern. Das bedeutet, dass Du das Fluggerät mit bloßem Auge (und nicht nur mit dem Fernglas) beobachten kannst. Eine Ausnahme gilt für kleine Drohnen bis maximal 250 Gramm. Diese Kleingeräte darfst Du bis zu einer Flughöhe von 30 Meter auch mit einer Videobrille steuern.

Flugverbotszonen

Der Gesetzgeber hat zahlreiche sensible Bereiche definiert, wo Du eine Drohne nicht oder nur mit behördlicher Erlaubnis steuern darfst:

  • über Industrieanlagen, Krankenhäusern, Justizvollzugsanstalten, militärischen Anlagen
  • im gesamten An- und Abflugbereich von Flughäfen
  • über Katastrophengebieten oder Einsatzorten von Polizei und Rettung
  • über Menschenansammlungen (als Ansammlung gelten mehr als 12 Menschen!)
  • über bestimmten Bahn- und Straßenanlagen
  • in Naturschutzgebieten

Beachte, dass Du meist auch einen seitlichen Abstand von 100 Meter zu diesen sensiblen Bereichen einhalten musst.

Fliegen über Wohngrundstücken

Über Wohngrundstücken darfst Du Drohnen nicht steuern, wenn das Fluggerät mehr als 250 Gramm hat oder wenn Du damit Aufzeichnungen (Ton, Foto, Film, Funk) machen kannst. Es sei denn, der Besitzer des Grundstücks hat Dir das Fliegen ausdrücklich erlaubt! Frage daher zur Sicherheit immer bei Nachbarn oder Anrainern nach, ob Du über ihrem Grundstück fliegen darfst.

Wie wechsle ich meine Haftpflichtversicherung?

Ganz egal, ob Du bereits eine private Haftpflichtversicherung hast oder nicht - Du brauchst für eine Drohne immer eine Versicherung, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Wenn Du bereits eine Privat-Haftpflichtversicherung hast, dann prüfe den Vertrag: Ist das Steuern von Drohnen abgedeckt? Du wirst im Versicherungsvertrag nicht das Wort "Drohne" finden, sondern die Bezeichnung "Flugmodell". In vielen älteren Verträgen sind Flugmodelle nicht mit eingeschlossen. Manchmal sind es nur Flugmodelle ohne Motor. Das reicht als Versicherung für eine Drohne nicht aus.

Wenn Du Deine alte Haftpflicht wechseln willst, um eine Drohnen-Haftpflichtversicherung abzuschließen, dann gehe so vor:

Schritt 1: Kündigungsfrist der alten Haftpflichtversicherung herausfinden

Lies im Versicherungsvertrag nach, welche Kündigungsfrist Du einhalten musst. Meist kannst Du Altverträge zum Ende des Versicherungsjahres mit einer 3-monatigen Frist kündigen. Es kann somit sein, dass Du faktisch noch mehr als 1 Jahr an den Anbieter gebunden bist. In bestimmten Situationen steht Dir ein Sonderkündigungsrecht zu, etwa nach einer Prämienerhöhung oder einem Schadensfall.

Schritt 2: Günstige Drohnen-Versicherung finden

Selbst wenn Du die Versicherung noch nicht sofort wechseln kannst, musst Du Deine Drohne versichern, damit sie in die Luft steigen darf - so will es der Gesetzgeber. Suche daher schon jetzt eine günstige Drohnen-Versicherung! Der Online-Tarifrechner filtert für Dich Tarife heraus, die sich als Haftpflicht für eine Drohne eignen. Vergleiche die Angebote gründlich, um herauszufinden, welche Drohnen-Versicherung im Vergleich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

Schritt 3: Versicherungsantrag stellen

Hast Du eine günstige Drohnen-Versicherung gefunden, kannst Du online auf der Webseite des Anbieters einen Versicherungsantrag stellen. Das dauert kaum länger als 10 Minuten. Warte anschließend die Zusage der Drohnenversicherung ab.

Schritt 4: Alte Haftpflichtversicherung schriftlich kündigen

Sobald Du die verbindliche Zusage hast, kannst Du Deinen Altvertrag zum frühestmöglichen Termin kündigen. Dabei musst Du immer eine schriftliche Form einhalten. Muster-Kündigungsschreiben findest Du im Internet. Am besten versendest Du den Brief per Post mit Einschreiben, damit Du einen Nachweis in der Hand hast.

Achte darauf, dass die neue Drohnenversicherung lückenlos an den Altvertrag anschließt, so dass Du zu keinem Zeitpunkt unversichert bist!