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Risikolebensversicherung: Vergleich der Anbieter

Mit einer Risikolebensversicherung sicherst Du Deine Angehörigen finanziell ab, falls Dir etwas zustößt. Wir sagen Dir, warum ein optimaler Schutz nicht teuer sein muss, auf welche Details Du achten solltest und von welchen Verträgen Du besser die Finger lässt.

Mit einer Risikolebensversicherung sicherst Du Deine Angehörigen finanziell ab, falls Dir etwas zustößt. Wir sagen Dir, warum ein optimaler Schutz nicht teuer sein muss, auf welche Details Du achten solltest und von welchen Verträgen Du besser die Finger lässt.

Welche Risikolebensversicherung ist die beste?

Ein unerwarteter Todesfall in einer Familie ist immer ein Schock. Oft kommen zur emotionalen Belastung noch Geldprobleme hinzu. Zumindest vor den finanziellen Sorgen kannst Du Deine Angehörigen schützen. Und das zum kleinen Preis: Eine gute Risikolebensversicherung bekommst Du teilweise um weniger als 4 Euro pro Monat! Zwischen den Anbietern gibt es aber erhebliche Preis- und Leistungsunterschiede.

Damit Du nicht unnötig Geld für Versicherungsprämien verschenkst, solltest Du Dich gut über die aktuellen Angebote informieren. Der Online-Tarifrechner macht Dir den Risikolebensversicherung-Vergleich einfach: Mit ein paar wenigen persönlichen Angaben erhältst Du ein umfangreiches Vergleichsangebot und findest so rasch und unkompliziert die beste Risikolebensversicherung. Das Ganze kostet Dich keine 2 Minuten!

So funktioniert der Online-Risikolebensversicherung-Vergleich

Schritt 1: Basis-Daten eingeben

Für den Risikolebensversicherung-Vergleich sind nur ein paar persönliche Daten nötig: Dein Geschlecht, Dein Alter, die Art Deiner beruflichen Tätigkeit und ob Du Raucher bist. - Keine Sorge, die Daten werden nur zur Angebotserstellung benötigt und nicht weitergegeben! Lege anschließend die gewünschte Versicherungssumme (Todesfallsumme) fest.

Schritt 2: Übersicht über mögliche Anbieter erhalten

Du erhältst nun sofort eine umfangreiche Auswahl an Anbietern und möglichen Tarifen, die nach der Höhe der Versicherungsprämie gereiht sind.

Schritt 3: Unverbindliches Vergleichsangebot anfordern

Wähle nun diejenigen Anbieter bzw. Tarife aus, die für Dich in die engere Auswahl kommen, und gib Deine Kontaktdaten an. Du erhältst ein kostenloses, unverbindliches Vergleichsangebot mit detaillierten Infos zu Preisen und Versicherungsbedingungen. So einfach kann es sein, die beste Risikolebensversicherung zu finden!

Was ist eine Risikolebensversicherung?

Eine Risikolebensversicherung (Risiko-LV) zahlt einen vereinbarten Betrag aus, wenn Du als versicherte Person stirbst. Diesen Betrag nennt man auch Todesfallsumme. Sie dient dazu, Angehörige oder andere Menschen abzusichern, die finanziell von Dir abhängig sind.

Man unterscheidet bei einer Risikolebensversicherung

  • den Versicherungsnehmer, der den Vertrag abschließt und die Prämien bezahlt
  • die versicherte Person, bei deren Tod die Versicherung greift
  • den oder die Bezugsberechtigten, die die Todesfallsumme bekommen

Versicherungsnehmer und versicherte Person können, müssen aber nicht identisch sein. In Familien kann beispielsweise ein Partner nicht nur für sich selbst eine Risikolebensversicherung abschließen, sondern auch für den anderen Partner. Die Bezugsberechtigten lassen sich ebenfalls frei festlegen. Es können Familienangehörige sein, aber beispielsweise auch Geschäftspartner.

Wann ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Deutschen liegt bei 78 Jahren (Männer) bzw. 83 Jahren (Frauen). Doch längst nicht jeder wird so alt: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind im Jahr 2016 rund 12 Prozent der Männer bereits im Alter von weniger als 60 Jahren gestorben. Oft bleiben in solchen Fällen Kinder zurück, die noch nicht auf eigenen Beinen stehen, oder der Kredit für das Eigenheim ist noch nicht abbezahlt.

Eine Risikolebensversicherung ist sinnvoll in folgenden Situationen:

Partnerschaft

Verdienst Du deutlich mehr als Dein Partner oder bist gar Alleinverdiener, dann kann Deine Familie in eine große Notlage geraten, wenn Dir etwas zustößt. Denn die staatliche Witwenrente reicht meist bei Weitem nicht, um den bisherigen Lebensstandard zu halten. Unverheiratete haben zudem gar keinen Anspruch darauf. Auf den besser verdienenden Partner sollte daher immer eine Risikolebensversicherung abgeschlossen werden. Sonst kann es im schlimmsten Fall passieren, dass die Familie die gemeinsame Wohnung aufgeben muss und vor dem finanziellen Ruin steht.

Doch auch wenn beide Partner arbeiten und annähernd gleich viel verdienen, kann sich bei einem frühen Todesfall eine finanzielle Lücke auftun. Das gilt umso mehr, wenn noch ein Kredit abzubezahlen ist oder Kinder versorgt werden müssen. Die entscheidende Frage lautet: Brauchen wir beide Einkommen, um den Familienunterhalt zu stemmen? Falls ja, dann ist es sinnvoll für beide Partner eine Risikolebensversicherung abzuschließen.

Kinder

Falls Du eigene Kinder hast, solltest Du unbedingt sicherstellen, dass für sie so lange finanziell gesorgt ist, bis sie das selbst tun können. Mit einer Risikolebensversicherung ist garantiert, dass Deine Sprösslinge nicht in Armut aufwachsen müssen, falls Du als Elternteil früh verstirbst. Die Versicherung sollte möglichst so lange greifen, bis das jüngste Kind sein 25. Lebensjahr erreicht hat. Denn so lange kann es dauern, bis die Ausbildung oder das Studium abgeschlossen ist.

Was Alleinerzieher bei der Risiko-LV beachten sollten

Besonders wichtig ist eine Risikolebensversicherung für Alleinerziehende, die auch finanziell die Hauptverantwortung für den Nachwuchs tragen. Zugleich solltest Du als Alleinerzieher einen Vormund festlegen. Denn auch wenn die Kinder bezugsberechtigt sind, erhalten sie das Geld als Minderjährige noch nicht ausbezahlt. Hast Du keinen Vormund ernannt, dann würde in diesem Fall das Gericht entscheiden, wer das Geld verwalten soll.

Offener Kredit oder Darlehen

Viele junge Familien nehmen einen Kredit auf, um die erste eigene Wohnung oder den Hausbau zu finanzieren. Stirbt einer der beiden Partner frühzeitig, dann kann der Hinterbliebene in große Schwierigkeiten geraten. Denn meistens sind beide Einkommen nötig, um die Kreditraten zu stemmen. Um Immobilienkredite oder Darlehen abzusichern, ist daher in jedem Fall eine Risikolebensversicherung sinnvoll.

Das gilt selbstverständlich auch für Leasing-Verträge oder andere Konsumkredite, bei denen Du vielleicht einen Familienangehörigen als Bürgen eingesetzt hast. Die Risikolebensversicherung sollte immer so lange laufen, bis alle Schulden abbezahlt sind.

Enge Geschäftsbeziehungen

In bestimmten Fällen ist es günstig, Geschäftspartner durch eine Risikolebensversicherung zu schützen. Ein Beispiel: Du machst Dich gemeinsam mit einem Kollegen selbstständig und eröffnest ein Anwalts- oder Architektenbüro. Dazu nehmt ihr einen Kredit über einen sechsstelligen Euro-Betrag auf. Im Geschäft seid ihr ein eingespieltes Team und keiner von euch beiden ist ohne Weiteres ersetzbar. Wenn nun einer von euch stirbt, gerät der andere in arge wirtschaftliche Schwierigkeiten und muss möglicherweise Insolvenz anmelden. Schutz vor diesem Worst-Case-Szenario bietet eine Lebensversicherung: Von der Todesfallsumme kann Dein Geschäftspartner laufende Kredite abbezahlen oder Personal anstellen, um Deine Arbeitskraft zu ersetzen.

Der Begünstigte kann bei einer Risiko-LV übrigens auch eine juristische Person sein. Das heißt, die Versicherung kann auch auf das Unternehmen laufen, nicht nur auf den oder die Inhaber.

Für wen ist eine Risikolebensversicherung nicht sinnvoll?

Wenn Du weder Partner noch Kinder hast und auch sonst niemand von Dir finanziell abhängig ist, brauchst Du wahrscheinlich (derzeit) keine Risikoversicherung. Auch im höheren Alter lohnt es sich meistens nicht mehr, eine Risikolebensversicherung neu abzuschließen. Sobald die Kinder auf eigenen Beinen stehen und der Partner durch eine staatliche oder private Rente abgesichert ist, tut sich im Todesfall keine Versorgungslücke mehr auf.

Wer ein großes Privatvermögen besitzt, mit dem Angehörige notfalls lebenslänglich versorgt wären, kann sich die Lebensversicherung ebenfalls sparen.

Welche Arten von Lebensversicherungen gibt es?

Lebensversicherung ist ein Überbegriff für alle Versicherungen, die eine Zahlung leisten, wenn jemand stirbt. Neben der klassischen Risikolebensversicherung gibt es ein paar Sonderformen:

Verbundene Risikolebensversicherung

Unter einer verbundenen Risikolebensversicherung versteht man einen Paar-Tarif, den zwei Personen gemeinsam abschließen. Dabei kann es sich um (Ehe-)Partner oder Geschäftspartner handeln. Wenn einer der beiden stirbt, bekommt jeweils der andere die Todesfallsumme. Der Vorteil ist, dass eine verbundene Risikoversicherung meist günstiger ist als zwei Einzel-Polizzen.

Nachteilig ist aber, dass die Todesfallsumme nur einmal ausbezahlt wird, wenn beide Partner sterben. Kommen beispielsweise die Eltern gemeinsam bei einem Verkehrsunfall ums Leben, dann steht den Kindern die Todesfallsumme nur einmal zu.

Kapitallebensversicherung

Eine sogenannte Kapitallebensversicherung ist ein Kombi-Produkt: Sie verbindet eine Risikoversicherung mit einem Sparvertrag. Egal ob der versicherten Person etwas passiert oder nicht: Am Ende der Laufzeit zahlt die Versicherung den angesparten Betrag plus die erzielte Rendite aus. Weil zusätzlich Geld angespart wird, ist eine Kapitallebensversicherung selbstverständlich teurer als eine reine Risikoversicherung.

Verbraucherschützer raten von einer Kapitallebensversicherung eher ab. Denn weil die Zinsen für Sparverträge derzeit im Keller sind, wird bei solchen Verträgen kaum Rendite erzielt. Auch aus steuerlicher Sicht sind Kapitallebensversicherungen heute nicht mehr vorteilhaft. Bei Verträgen, die vor 2005 abgeschlossen wurden, musste das am Ende ausgezahlte Geld nicht versteuert werden. Diesen Steuervorteil gibt es heute nicht mehr.

Es ist daher meist besser, eine Risiko-LV unabhängig von einem Sparvertrag abzuschließen.

Restschuldversicherung

Wenn Banken Kredite vergeben, bieten sie häufig eine sogenannte Restschuldversicherung an. Diese Versicherung greift, wenn der Kreditnehmer stirbt, bevor die Schulden abbezahlt sind. Oft übernimmt die Versicherung auch die Kreditraten, wenn der Kreditnehmer berufsunfähig oder arbeitslos wird.

Restschuldversicherungen sind oft recht teuer und sichern nur den Kredit ab, weitere Leistungen für Angehörige gibt es nicht. Auch von diesen Versicherungen ist daher eher abzuraten. Wenn Du eine leistungsstarke Risikolebensversicherung abschließt, ist ein eventuelles Kreditausfallrisiko bereits mit eingeschlossen.

Welche Leistungen erbringt eine Risikolebensversicherung?

Basisleistung

Wenn Du eine Risikolebensversicherung abschließt, vereinbarst Du mit dem Versicherungsunternehmen eine bestimmte Todesfallsumme, auch Versicherungssumme genannt, und eine Vertragslaufzeit. Außerdem bestimmst Du die versicherte Person - das kannst Du selbst sein oder jemand anderer. Die Todesfallsumme wird ausbezahlt, wenn die versicherte Person innerhalb der Vertragslaufzeit stirbt.

Wer das Geld bekommen soll, kannst Du im Versicherungsvertrag festlegen. Wenn Du die Begünstigten nicht ausdrücklich benennst, dann geht das Geld immer an die gesetzlichen Erben. Es gibt bei der Risikolebensversicherung verschiedene Varianten, die sich für jeweils unterschiedliche Zwecke eignen:

Mit konstanter Todesfallsumme

Bei dieser Variante wird immer die gleiche Summe ausbezahlt - egal wann die versicherte Person stirbt. Ein Vertrag mit einer konstanten Todesfallsumme ist die gängige Variante, um Angehörige oder Geschäftspartner abzusichern. Die Todesfallsumme wird nach dem individuellen Bedarf festgelegt, sie sollte hoch genug sein, um den Einkommensausfall abzudecken. Wegen der Inflation (allgemeinen Geldentwertung) sinkt der Wert der Todesfallsumme mit der Zeit. Das ist aber kein großes Problem, weil die meisten Familien zugleich auch Geld ansparen und das Vermögen steigt. Je später die versicherte Person stirbt, desto weniger Geld wird daher benötigt.

Mit annuitätisch (jährlich) fallender Todesfallsumme

Bei dieser Variante wird die Todesfallsumme mit jedem Jahr weniger. Sinn und Zweck ist es, einen Kredit abzusichern. Die Todesfallsumme sinkt daher im gleichen Maß, wie auch die Restschuld abnimmt.

Das bedeutet, dass sie nicht jedes Jahr um einen fixen Betrag weniger wird. Denn bei einem Kredit sinkt die Restschuld in den ersten Jahren langsamer als in den späteren Jahren, weil anfangs ein größerer Teil der Kreditraten in die Zinsen fließt. Die Todesfallsumme soll immer dem Betrag entsprechen, den die Hinterbliebenen zur Rückzahlung des Kredits noch brauchen.

Weil die Versicherung mit zunehmender Vertragslaufzeit weniger leisten muss, sind Versicherungen mit einer jährlich fallenden Todesfallsumme meist günstiger. Die Versicherungsprämien sinken im gleichen Maß, wie auch die Todesfallsumme abnimmt.

Mit linear fallender Todesfallsumme

Eine eher selten genutzte Variante ist eine Versicherung mit einer Todesfallsumme, die jedes Jahr um einen festen Betrag abnimmt. Auch hier werden die Versicherungsprämien mit den Jahren entsprechend günstiger. Diese Variante ist aber weniger gut geeignet, um einen Kredit abzusichern. Denn wenn die versicherte Person schon in den ersten Jahren stirbt, ist meist zu wenig Geld da, um den Kredit abzubezahlen.

Eine Risikolebensversicherung mit einer linear fallenden Todesfallsumme eignet sich etwa dann, wenn Du annimmst, dass Deine Angehörigen in späteren Jahren auch mit deutlich weniger Geld auskommen werden. - Beispielsweise, weil die ältesten Kinder dann schon aus dem Haus sind und Dein Partner durch sein eigenes Einkommen abgesichert ist.

Dynamik

Ebenfalls selten angeboten und genutzt wird eine Todesfallsumme mit einer sogenannten Dynamik. Das bedeutet, dass die Todesfallsumme jährlich um einen bestimmten Betrag steigt, der die Inflation ausgleichen soll. Die meisten Familien brauchen mit der Zeit aber immer weniger Geld, um nach einem Todesfall ihren Lebensstandard zu halten. Denn die Kinder werden größer und der verbliebene Elternteil kann vielleicht die eine oder andere Gehaltssteigerung verbuchen.

Außerdem kann die Familie die Todesfallsumme verzinst anlegen und sich davon einen regelmäßigen Betrag auszahlen lassen. Durch die Zinsen steigt der Wert der Todesfallsumme ebenfalls. Zwar sind die Zinsen für Sparprodukte derzeit nicht hoch. Meistens halten sich Inflation, Zinsen und der sinkende Geldbedarf aber die Waage und eine Dynamik ist daher unnötig.

Optionale Zusatzleistungen

Wie bei den meisten anderen Versicherungen hast Du auch bei einer Risikolebensversicherung die Wahl zwischen Basistarifen und sogenannten Komfort- oder Premiumtarifen. Diese beinhalten zusätzlich zur Todesfall-Leistung bestimmte Extra-Leistungen, die je nach Anbieter variieren. Wäge gut ab, welche dieser Zusatzleistungen Du wirklich brauchst. Denn meistens verteuern sie die Prämie.

Vorgezogene Todesfall-Leistung

Normalerweise greift eine Lebensversicherung erst, nachdem die versicherte Person gestorben ist. Eine Versicherungen bieten an, bereits bei einer unheilbaren Krankheit eine Zahlung zu leisten. Voraussetzung ist eine entsprechende ärztliche Diagnose. Manchmal bekommt der Versicherte bereits dann Geld, wenn er dauerhaft pflegebedürftig ist.

Todesfall-Bonus

Bei dem sogenannten Todesfall-Bonus handelt es sich um eine Gewinnbeteiligung: Hat die Versicherung Überschüsse erwirtschaftet, dann schlägt sie einen Teil davon auf die vereinbarte Todesfallsumme auf. Natürlich gibt es dafür keine Garantie. Du solltest daher bei der Berechnung der Todesfallsumme nicht davon ausgehen, dass die Versicherung Gewinne machen wird.

Kinder-Bonus

Einige Versicherungen stocken die Todesfallsumme auf, wenn der Versicherte ein oder mehrere kleine Kinder zurücklässt. Dabei werden unterschiedliche Altersgrenzen vorausgesetzt. Der Nachteil ist, dass der Bonus komplett entfällt, sobald die Altersgrenze nur geringfügig überschritten wird.

Kombinierte Berufsunfähigkeitsversicherung

Manche Versicherungsunternehmen bieten auch Kombi-Tarife an, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung einschließen. Diese - an sich zwar sinnvolle - Versicherung macht das Gesamtpaket aber recht teuer und unflexibel. Zwar sparst Du gegenüber zwei Einzelverträgen bei der gleichen Versicherung Geld. Du kannst aber später nicht so einfach eine der beiden Versicherungen wechseln oder kündigen, falls Du sie nicht mehr brauchst oder bessere Angebote am Markt sind.

Was ist bei der Erbschaftssteuer zu beachten?

Bei einer Risikolebensversicherung hat manchmal das Finanzamt ein Wörtchen mitzureden, denn auf die Todesfallsumme kann eine Erbschaftssteuer anfallen. Das hängt aber ganz davon ab, wie man den Vertrag gestaltet:

  • Versicherungsnehmer ist zugleich versicherte Person: Schließt Du einen Versicherungsvertrag auf Dich selbst und verstirbst, dann fließt die Todesfallsumme rechtlich gesehen in Deinen Nachlass ein. Deine Angehörigen erben das Geld und müssen dafür unter Umständen Erbschaftssteuer zahlen. Dabei gelten aber bestimmte Freibeträge.
  • Versicherungsnehmer ist nicht die versicherte Person: Du kannst den Versicherungsvertrag auch für eine andere Person abschließen und Dich selbst als Begünstigten einsetzen. Beispielsweise versicherst Du den Tod Deines Ehemannes. Falls dieser verstirbt, fließt die Todesfallsumme Dir zu. Erbschaftssteuer kann hier keine anfallen. Denn Du selbst hast die Prämien bezahlt und den Versicherungsvertrag unterschrieben. Die Versicherung zählt zu Deinem eigenen Vermögen und es gibt daher nichts zu erben.
Das bedeutet: Paare können durch sogenannte "Über-Kreuz-Verträge" die Erbschaftssteuer umgehen. Dabei schließt jeder einen Vertrag für den anderen Partner ab. So ist der Tod beider Partner versichert, ohne dass ein Erbe anfallen kann. Vor allem unverheiratete Paare sollten diese Lösung wählen. Denn bei ihnen sind die steuerlichen Freibeträge wesentlich geringer als bei Ehepartnern.

Erbschaftssteuer: Wie hoch sind die Freibeträge?

Freibeträge sind Summen, die grundsätzlich nicht versteuert werden müssen. Eine Erbschaftssteuer fällt also nur dann an, wenn die jeweiligen Freibeträge überschritten werden. Ihre Höhe hängt vom Verwandtschaftsgrad ab:
  • Ehepartner und eingetragene Lebenspartner: 500.000 Euro
  • Kinder (auch Stief- und Adoptivkinder): 400.000 Euro
  • Enkelkinder: 200.000 Euro
  • Geschäftspartner oder unverheiratete Lebenspartner: 20.000 Euro

Ehepartner und Kinder können sich eine Erbschaftssteuer in der Regel sparen, weil selten eine Todesfallsumme über 400.000 bzw. 500.000 Euro gewählt wird. Falls doch, bieten sich für Ehepartner zwei "Über-Kreuz-Verträge" an. Bei minderjährigen Kindern funktioniert diese Lösung dagegen nicht, weil sie selbst noch keinen Versicherungsvertrag abschließen können.

Geschäftspartner oder Unverheiratete können große finanzielle Einbußen haben, wenn sich die beiden Partner jeweils selbst versichern. Denn alles, was über 20.000 Euro hinausgeht, muss versteuert werden. Der Steuersatz kann bis zu 50 Prozent betragen! In diesem Fall sollte man also zwei "Über-Kreuz-Verträge" abschließen.

Wie hoch sollte die Todesfallsumme sein?

Die Todesfallsumme oder Versicherungssumme - also der Betrag, der im Todesfall ausgezahlt wird - lässt sich grundsätzlich frei vereinbaren. Dabei gilt natürlich: Je höher der Betrag, desto teurer wird die Versicherung. Die Todesfallsumme sollte daher nicht höher als nötig sein, aber ausreichend, um die Gehaltslücke zu schließen. Wieviel Geld benötigt wird, hängt auch davon ab, was abgesichert werden soll:

Kredit absichern

Die Todesfallsumme sollte mindestens so hoch wie die Restschuld sein, also die Summe der noch verbleibenden Kreditraten. Geht es ausschließlich um die Absicherung des Kredits, dann kannst Du eine Risikolebensversicherung mit jährlich (annuitätisch) sinkender Todesfallsumme wählen. Dabei gleicht sich die Todesfallsumme immer der verbleibenden Restschuld an.

Hat der Kredit eine längere Laufzeit, dann kann es sinnvoll sein auf die Restschuld 10 bis 15 Prozent aufzuschlagen. Denn oft entscheiden sich Hinterbliebene, den Kredit mit der Todesfallsumme sofort zu tilgen, anstatt die Raten jährlich abzustottern. Das hat den Vorteil, dass die Familie sofort schuldenfrei ist. Die Banken verlangen aber häufig eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung, wenn man einen Kredit außerplanmäßig früher zurückzahlt.

Angehörige absichern

Etwas komplizierter wird die Berechnung der richtigen Todesfallsumme, wenn die Risikolebensversicherung dazu dient den Lebensunterhalt einer Familie abzusichern. Es gibt zwei Möglichkeiten, den nötigen Betrag zu ermitteln:

  • Faustformel
  • Exakte Berechnung

Faustformel

Zur groben Abschätzung der richtigen Todesfallsumme wird oft empfohlen, das 3- bis 5-fache des Jahres-Bruttoeinkommens (plus eventuelle Schulden) anzusetzen. Hat eine Jungfamilie beispielsweise ein jährliches Einkommen von 30.000 Euro brutto und keine laufenden Kredite, dann ergibt sich eine Todesfallsumme zwischen 90.000 und 150.000 Euro.

Diese Methode ist aber sehr ungenau und eignet sich nur zu einer ersten, groben Abschätzung. Besser ist es, den individuellen Bedarf möglichst genau zu berechnen.

Exakte Berechnung

Dazu solltest Du Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen und anschließend überlegen, wie lange das Geld reichen soll. Gehe am besten so vor:

1. Einnahmen ermitteln

Zu den Einnahmen zählt in erster Linie das Gehalt des überlebenden Elternteils. Berücksichtige dabei, dass Dein Partner vielleicht beruflich zurückstecken muss, falls es kleine Kinder zu betreuen gibt. Dazu kommen staatliche Unterstützungsleistungen wie Kindergeld oder eine Witwen- und Waisenrente. Falls Du Ersparnisse hast, kannst Du auch die regelmäßigen Zinsen hinzurechnen.

2. Ausgaben berechnen

Ermittle danach alle Ausgaben, die Deine Familie nach Deinem Tod haben würde, um ihren Lebensstandard zu halten. Dazu zählen

  • Wohnkosten (Ausgaben für Miete, Heizung und Strom)
  • Kreditraten
  • Lebenserhaltungskosten (Essen, Kleidung, Einrichtung, etc.)
  • Ausgaben für das Auto (Anschaffung, Treibstoff, Steuer, Reparaturen)
  • Versicherungsbeiträge und Altersvorsorge
  • Ausgaben für Kinderbetreuung
  • Kosten für Ausbildung und Studium der Kinder
  • Urlaube

Falls es Dir schwer fällt, die Lebenserhaltungskosten zu berechnen, dann führe einige Zeit Buch über eure regelmäßigen Ausgaben oder ziehe Deine Kontoauszüge heran. Kalkuliere die Kosten lieber nicht zu knapp! Unvorhergesehene Mehrausgaben sind eher die Regel als die Ausnahme - sei es, dass das Familienauto schon nach wenigen Jahren schrottreif ist oder ein Kind eine teure Zahnregulierung braucht.

3. Laufzeit der Risiko-LV ermitteln

Die nächste Frage lautet: Wie lange muss das Geld reichen? Falls Du Kinder hast, sollte das etwa bis zum 25. Lebensjahres des jüngsten Kindes sein. Denn so lange dauert es, bis der Nachwuchs ein Studium abgeschlossen hat und für sich selbst sorgen kann. Um Deinen Partner abzusichern, sollte die Todesfallsumme die Zeitspanne überbrücken, bis seine eigene Einnahmen für seinen Lebensunterhalt ausreichen. Das kann mit Beginn der Rente sein oder auch schon früher, wenn er oder

sie nach Zeiten der Kindererziehung wieder einen Vollzeit-Job aufnimmt.
4. Summe berechnen

Ziehe nun die jährlichen Einnahmen von den jährlichen Ausgaben ab: Das ist der jährliche Geldbedarf Deiner Familie. Diesen multiplizierst Du mit der Anzahl der Jahre, für die das Geld reichen soll. Damit hast Du die nötige Todesfallsumme der Risikolebensversicherung ermittelt.

Wie lange sollte die Vertragslaufzeit sein?

Kredit absichern

Bei einem Kredit ist es relativ einfach, die richtige Laufzeit einer Risikoversicherung zu bestimmen: Sie sollte der Kreditlaufzeit entsprechen. Entscheidend ist also der Tilgungsplan, den Du mit der Bank vereinbart hast.

Angehörige absichern

Um Angehörige abzusichern, sollte die Risikolebensversicherung so lange laufen, bis die Familie finanziell auf eigenen Beinen stehen kann. Entscheidende Kriterien können der Rentenbeginn Deines Partners oder das Ende der Ausbildungsdauer Deiner Kinder sein. Es ist besser, ein paar Jahr als Sicherheitspolster aufzuschlagen, denn Du kannst die Versicherung jederzeit kündigen! Den Vertrag zu verlängern kann dagegen Nachteile mit sich bringen, weil man mit steigendem Alter meist mehr für den Abschluss einer Risikolebensversicherung bezahlt.

Falls eure Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist, solltest Du die Laufzeit möglichst großzügig kalkulieren. Es ist meist günstiger, eine Risikolebensversicherung in jungen Jahren für einen längeren Zeitraum abzuschließen als sie später zu verlängern.

Welche weiteren Kriterien sind bei der Auswahl der Risiko-LV wichtig?

Um die beste Risikolebensversicherung zu finden, solltest Du neben dem Preis unbedingt die genauen Vertragsdetails beachten! Denn in dem berüchtigten "Kleingedruckten" können sich Stolperfallen verbergen. Andererseits führt die Konkurrenz zwischen den einzelnen Versicherungsunternehmen dazu, dass viele Versicherungen mit besseren Leistungen um Kunden werben. Welche Risikolebensversicherung im Vergleich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, kannst Du anhand der folgenden Kriterien ermitteln.

Gesundheitsprüfung

Versicherungen sind nicht dazu verpflichtet, einen Vertrag mit Dir einzugehen. Sie möchten daher zunächst Dein individuelles Gesundheitsrisiko abschätzen. Deshalb musst Du vor dem Abschluss einer Risikolebensversicherung immer eine gewisse Anzahl an Gesundheitsfragen beantworten. In der Regel will die Versicherung wissen, ob Du Raucher bist, Übergewicht hast oder unter Vorerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Depressionen leidest. Falls ja, zahlst Du meist Risikoaufschläge, die Versicherungsprämien werden also teurer. Darüber hinaus ist für die Versicherungsgesellschaft entscheidend, ob Du einen körperlich fordernden Beruf hast oder in Deiner Freizeit riskante Hobbys ausübst (z.B. Motorrad fahren).

Welchen Einfluss Deine individuellen Risikofaktoren auf den Preis haben, kann sich von Versicherung zu Versicherung stark unterscheiden. Hole also unbedingt mehrere Angebote ein!

Die Gesundheitsfragen solltest Du aber immer wahrheitsgemäß beantworten. Unehrlichkeit kann sich später rächen: Im schlimmsten Fall bekommen Deine Angehörigen kein Geld, falls sich nach Deinem Tod herausstellt, dass Du etwas verschwiegen hast. Im Versicherungs-Jargon nennt sich das "Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht".

Zum Arzt zitiert wirst Du vor Abschluss einer Risikolebensversicherung normalerweise nicht. Eine ärztliche Gesundheitsprüfung mit Attest wird die Versicherung höchstens verlangen, wenn Du eine außergewöhnlich hohe Todesfallsumme vereinbaren möchtest (z.B. mehr als 300.000 Euro).

Tipp bei Vorerkrankungen: Anonyme Risikovoranfrage

Wenn Du unter Vorerkrankungen leidest, lohnt sich ein genauer Risikolebensversicherung-Vergleich umso mehr. Denn die einzelnen Anbieter können recht unterschiedliche Risikoaufschläge verlangen. Auf Nummer Sicher gehst Du, wenn ein Versicherungsberater oder -makler für Dich eine anonyme Risikovoranfrage stellt. Das ist besser, als unter eigenem Namen Angebote einzuholen. Denn die Versicherungsgesellschaften tauschen häufig untereinander Daten über mögliche Kunden aus.

Nachversicherungsgarantie

Eine Nachversicherungsgarantie bedeutet, dass Du später ohne neuerliche Gesundheitsprüfung die Todesfallsumme erhöhen kannst. Oft ist das an bestimmte Lebensereignisse gekoppelt, etwa an eine Hochzeit, die Geburt eines Kindes oder den Kauf einer Wohnung. Vor allem für junge Familien ist es beim Abschluss einer Risikolebensversicherung sinnvoll auf eine mögliche Nachversicherung zu achten.

Eine Nachversicherungsgarantie zählt heute zum Standard. Die Bedingungen, unter denen Du die Versicherungssumme aufstocken kannst, sind aber teils unterschiedlich. Oft darfst Du zum Beispiel ein bestimmtes Alter noch nicht überschritten haben.

Verlängerungs-Option

Zusätzlich bieten einige Versicherungen an, die Laufzeit ohne nochmalige Gesundheitsprüfung zu verlängern. Unbedingt nötig ist diese Zusatz-Option nicht: Du kannst auch von vornherein einen großzügigen Zeitpolster einplanen und die Versicherung kündigen, sobald Du sie nicht mehr benötigst.

Verzicht auf Kündigungsrecht

Sehr wichtig ist es darauf zu achten, dass die Versicherung auf ein Kündigungsrecht verzichtet, falls Du Deine vorvertragliche Anzeigepflicht unverschuldet verletzt hast. Es könnte beispielsweise sein, dass Du beim Vertragsabschluss bereits eine schwere Krankheit hattest, die zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht diagnostiziert war.

Die Versicherung sollte möglichst auch dann auf ihr Kündigungsrecht verzichten, wenn sich nach dem Vertragsabschluss Dein individuelles Risiko erhöht: Du wechselst beispielsweise Deinen Beruf oder beginnst mit einer gefährlichen Sportart. Die Versicherung kann Dich aber verpflichten, solche Gefahrenerhöhungen zu melden. Möglicherweise zahlst Du dann eine höhere Prämie. Das gilt auch, wenn Du mit dem Rauchen beginnst.

Selbsttötungsklausel

Viele Versicherungen zahlen nicht, wenn sich der Versicherte selbst getötet hat. Achte darauf, ob diese Klausel uneingeschränkt gilt oder nur für einen bestimmten Zeitraum, zum Beispiel 3 Jahre nach Vertragsabschluss!

Denn auch wenn Du Dir sicher bist, dass Du keinen Suizid begehst: Bei bestimmten Unfällen könnte die Versicherung argumentieren, dass Du Dich möglicherweise selbst getötet hast, und die Zahlung verweigern. Deine Angehörigen müssten dann einen langwierigen Rechtsstreit mit der Versicherung eingehen.

Beitragsfreistellung

Manche Versicherungen bieten Dir eine Beitragsfreistellung für den Fall an, dass Du berufsoder arbeitsunfähig wirst. Manchmal greift die Klausel bereits bei Arbeitslosigkeit. Der Versicherungsschutz bleibt in dieser Zeit trotzdem erhalten. Achte darauf, ob sich die Prämie dadurch deutlich erhöht. Falls ja, ist es oft besser auf die Klausel zu verzichten und stattdessen selbst Geld zur Seite zu legen.

Was kostet eine Risikolebensversicherung?

Eine Risikolebensversicherung kannst Du schon um kleines Geld abschließen: Gute Tarife beginnen ab etwa 3 bis 4 Euro pro Monat. In Einzelfällen kann die Versicherung auch deutlich teurer sein.

Der Preis einer Risikolebensversicherung hängt vor allem von diesen Faktoren ab:

  • Todesfallsumme: Je mehr Geld Deine Hinterbliebenen bekommen sollen, desto teurer wird die Versicherung. Du solltest daher gut abwägen, welche Summe wirklich nötig ist. Setze aber trotzdem nicht zu wenig an! Besser ist es, durch einen Vergleich der Anbieter die beste Risikolebensversicherung mit einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis zu suchen.
  • Individuelles Risiko: Neben der Todesfallsumme hat Dein persönliches Risiko hohen Einfluss auf den Preis. Für die Versicherung zählt vor allem, ob Du Raucher bist, Vorerkrankungen hast, körperlich schwer arbeitest oder riskante Hobbys hast. Wie die einzelnen Faktoren gewichtet werden, kann sich aber von Versicherung zu Versicherung unterscheiden. Schlage daher nicht beim erstbesten Angebot zu, sondern prüfe möglichst viele Anbieter, falls Du ein "Risikokandidat" bist!
  • Alter: Zusätzlich zu den persönlichen Risikofaktoren spielt auch das Alter bei Vertragsabschluss eine Rolle. Es ist daher bei einer Risikolebensversicherung sinnvoll sie möglichst früh abzuschließen.
  • Verlauf der Todesfallsumme: Verträge mit einer konstanten Todesfallsumme sind teurer als solche, bei denen die Versicherungssumme während der Vertragslaufzeit weniger wird. Trotzdem solltest Du hier nicht den Sparstift ansetzen und riskieren, dass Deine Angehörigen unzureichend abgesichert sind.
  • Zahlungsweise: Eine einfache Möglichkeit, um bei einer Risikolebensversicherung Geld zu sparen, ist eine jährliche Zahlungsweise. Die Versicherung wird etwas günstiger, wenn Du die Jahressumme im Voraus zahlst, anstatt die Prämien Monat für Monat zu überweisen.

Was bedeuten Brutto- und Netto-Preise?

Bei einer Risikolebensversicherung ist es oft üblich, dass sich die Prämienhöhe verändern kann. Denn die Versicherungen kalkulieren die Beiträge anhand ihrer wirtschaftlichen Situation. Macht das Unternehmen Gewinne, dann lässt es seine Kunden oft daran teilhaben und die Prämien werden günstiger.

Wenn Du Angebote vergleichst, findest Du daher meist zwei Preis-Angaben: einen sogenannten Nettobeitrag (auch Zahlbeitrag genannt) und einen Bruttobeitrag. Der Nettobeitrag ist der Preis, den Du aktuell für die Versicherung bezahlst. Der Bruttobeitrag dagegen gibt eine Obergrenze an, bis zu der die Prämien steigen können.

Achte unbedingt darauf, wie groß der Unterschied zwischen Brutto- und Nettobeitrag ist. Nicht immer ist die beste Risikolebensversicherung die, für die Du aktuell am wenigsten zahlst. Bei manchen Versicherungen beträgt die Brutto-Prämie mehr als das Doppelte des aktuellen Nettobeitrags! Solche Versicherungen können sehr teuer werden. Tarife mit einem geringen Unterschied zwischen Brutto- und Nettobeitrag bieten mehr Sicherheit, auch wenn Du aktuell etwas mehr bezahlst.

Was ist eine Überschussbeteiligung?

Bei den Nettobeiträgen handelt es sich um eine Form der Überschussbeteiligung: Macht die Versicherung Gewinne, dann profitieren die Kunden von sinkenden Prämien.

Es gibt auch eine zweite Art der Überschussbeteiligung, die sich Todesfall-Bonus nennt. In diesem Fall wirken sich die Überschüsse nicht auf die Prämienhöhe aus, sondern auf die Todesfallsumme, die bei einem Versicherungsfall ausbezahlt wird. Die Hinterbliebenen bekommen mehr als die ursprünglich vereinbarte Todesfallsumme. Davon profitieren selbstverständlich nur diejenigen Kunden, bei denen tatsächlich ein Versicherungsfall eintritt.

Was bedeutet Beitragsrückgewähr?

Meistens braucht man die Risikolebensversicherung glücklicherweise nicht, weil der versicherten Person nichts zustößt. Einige Versicherungen bieten an, in solchen Fällen die "unnötig" gezahlten Prämien zurück zu erstatten. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Ist es auch: Die Versicherung könnte ihr Geschäft nicht wirtschaftlich betreiben, wenn sie Versicherungsbeiträge einfach wieder an ihre Kunden zurückzahlen würde.

Bei Tarifen mit Beitragsrückgewähr zahlst Du zusätzliche Sparbeiträge, welche die Versicherung für Dich angelegt. Die Sparbeiträge plus die damit verdienten Zinsen bekommst Du später zurück. Dafür zahlst Du im Vergleich zu einer reinen Risikoversicherung laufend höhere Prämien. Die Rendite auf die Sparbeiträge ist dagegen meist nicht hoch. Verbraucherschützer raten daher in der Regel von solchen Tarifen ab.

Was ist im Todesfall zu tun?

Damit Hinterbliebene rasch und problemlos an ihr Geld kommen, ist auf Folgendes zu achten:

1. Todesfall sofort melden

Die meisten Versicherungen verlangen, einen Todesfall "unverzüglich" zu melden. Die genaue Frist findet sich im Versicherungsvertrag, sie beträgt oft 3 Tage. Ein Anruf bei der Versicherungs-Hotline reicht. Dabei lässt sich auch gleich in Erfahrung bringen, welche Dokumente die Versicherung braucht.

2. Dokumente vorbereiten

In der Regel braucht die Versicherung den Versicherungsschein im Original und die amtliche Sterbeurkunde. Um die Sterbeurkunde kümmert sich meist das Bestattungsunternehmen, sie wird vom Standesamt ausgestellt. Zusätzlich können folgenden Unterlagen nötig sein:

  • Totenschein
  • Heirats- oder Lebenspartnerschaftsurkunde
  • Scheidungsurkunde (bei Geschiedenen)
  • Arztbericht
  • Erbschein (falls kein Bezugsberechtigter bestimmt wurde)

3. Dokumente per Einschreiben verschicken

Verschicke die Dokumente per Einschreiben mit Rückschein an die Versicherung. Damit hast Du einen Nachweis, dass sie tatsächlich angekommen sind. In der Regel zahlt die Versicherung die Todesfallsumme rasch aus, nachdem sie die Unterlagen erhalten hat.

Wie kann ich die Risikolebensversicherung wechseln?

Du hast bereits eine Lebensversicherung abgeschlossen? Dann solltest Du von Zeit zu Zeit überprüfen, wie Deine Versicherung im Vergleich zu den aktuellen Angeboten der Konkurrenz abschneidet. Denn die marktüblichen Preise und Leistungen können sich laufend ändern. Ein Vertrag, der vor einigen Jahren gut war, muss heute nicht mehr die beste Risikolebensversicherung sein.

Falls sich Dein persönliches Risiko seither nicht wesentlich verändert hat, kannst Du die Risikolebensversicherung in der Regel problemlos wechseln. Nur wenn sich Dein Gesundheitszustand inzwischen verschlechtert hat oder andere Risiken hinzu gekommen sind, ist es manchmal besser bei dem Altvertrag zu bleiben. Denn für eine neue Lebensversicherung würdest Du dann Risikoaufschläge zahlen.

Falls Du eine bestehende Risikolebensversicherung wechseln willst, dann gehe am besten so vor:

1. Anbieter vergleichen

Nutze einfach den Online-Tarifrechner für einen unabhängigen Risikolebensversicherung-Vergleich - das funktioniert rasch mit wenigen Klicks. Lasse Dir anschließend unverbindliche Angebote zusenden, um die genauen Versicherungskonditionen zu vergleichen.

2. Verbindliches Angebot einholen

Hast Du einen guten Tarif gefunden, dann kontaktiere den Anbieter und hole ein verbindliches Angebot ein. Dazu musst Du einen Versicherungsantrag stellen und die Gesundheitsfragen beantworten.

Falls alles klappt, kannst Du die neue Versicherung meist schon 3 Monate im Voraus beantragen. So hast Du noch genügend Zeit, um Dich um die Kündigung der alten Versicherung zu kümmern.

3. Altvertrag schriftlich kündigen

Deine alte Risikolebensversicherung solltest Du erst kündigen, wenn Du ein verbindliches Angebot der neuen Versicherung hast - nicht umgekehrt! Achte darauf, dass der neue Vertrag zeitlich nahtlos an den alten anknüpft.

Meistens kannst Du eine Risikolebensversicherung bis spätestens einen Monat vor Ablauf des Versicherungsjahres kündigen. Die genauen Fristen findest Du im Versicherungsvertrag. Verschicke die schriftliche Kündigung am besten per Einschreiben. Der Rückschein dient Dir dann als Bestätigung, dass alles fristgerecht angekommen ist.