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Berufshaftpflichtversicherung: Vergleich der Anbieter

Der Fehlerteufel hat überall seine Hand im Spiel - auch im Berufsleben. Doch für Selbstständige und Freiberufler kann schon ein kleiner Lapsus riesige finanzielle Folgen haben! Eine Berufshaftpflichtversicherung schützt Dich vor existenzbedrohenden Schadenersatzforderungen. Wir erklären Dir, warum nicht nur Ärzte, Rechtsanwälte oder Architekten eine Berufshaftpflicht brauchen und wie Du einen leistbaren Versicherungsschutz findest.

Welche Berufshaftpflichtversicherung ist im Vergleich die beste?

Es geht um viel Geld: Schon ein kleiner ärztlicher Kunstfehler oder eine mangelhafte Beratung können Schäden in Millionenhöhe verursachen. Deshalb ist es wichtig, dass Deine Berufshaftpflicht im Ernstfall wirklich greift! Andererseits dürfen die Versicherungsprämien natürlich kein tiefes Loch in Deine Geschäftsbilanz schlagen. Umfassende Leistungen, günstiger Preis - das ist oft ein heikler Balanceakt.

Der unabhängige, selbstverständlich kostenlose Versicherungsvergleich hilft Dir den Anbieter mit dem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Du erhältst ein umfassendes Vergleichsangebot, in dem die wichtigsten Tarifdetails übersichtlich aufgegliedert werden. So findest Du mit geringem Aufwand den für Dein Business individuell besten Anbieter!

Definition: Was ist eine Berufshaftpflichtversicherung?

Unter einer "Berufshaftpflichtversicherung" versteht man Versicherungen, die berufliche Haftungsrisiken abdecken. Vor allem Selbstständige, Freiberufler, Gewerbetreibende und Angestellte in Sonderfunktionen sind davon betroffen. Sie haften bei Fehlern im beruflichen Kontext uneingeschränkt mit ihrem Privatvermögen.

Eine Berufshaftpflichtversicherung übernimmt Schadenersatzforderungen von Kunden oder Geschäftspartnern und federt so das finanzielle Risiko ab. Darüber hinaus beinhaltet die Berufshaftpflicht einen sogenannten passiven Rechtsschutz. Das heißt, dass sie unberechtigte Schadenersatzforderungen abwehrt - wenn nötig auch vor Gericht.

Weil sich die Risiken je nach Berufsgruppe unterscheiden, werden verschiedene Versicherungspakete mit unterschiedlichem Leistungsumfang angeboten. Oft richten sich die Tarife der Versicherungsgesellschaften spezifisch an bestimmte Berufsgruppen. Diese Versicherungen werden dann häufig als "Ärzteversicherung", "Rechtsanwaltsversicherung" oder "Handwerkerversicherung" beworben.

Die wichtigsten Grundtypen der Berufshaftpflichtversicherung sind:

Reine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

Unter Vermögensschäden versteht man rein finanzielle Verluste, ohne dass Menschen oder Gegenstände zu Schaden gekommen sind. Viele Berufshaftpflicht-Versicherungen decken nur solche finanziellen Schäden ab.

Ein Beispiel

Ein IT-Freelancer verursacht durch einen Programmierungsfehler einen tagelangen Server-Ausfall bei einem Webshop. Es entsteht ein Umsatzverlust von nahezu 80.000 Euro, zudem fordert der Betreiber eine Entschädigung für den Imageverlust.

Versicherung von Vermögens-, Sach- und Personenschäden

Für bestimmte Berufsgruppen ist eine reine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung nicht genug. Denn in Gesundheitsberufen können Menschen verletzt werden, in handwerklichen Berufen entstehen Schäden am Eigentum von anderen Menschen. In diesen Fällen ist eine erweiterte Berufshaftpflichtversicherung notwendig, die - ähnlich wie eine private Haftpflichtversicherung - folgende Bereiche abdeckt:

"Echte" und "unechte" Vermögensschäden

Als "echte" Vermögensschäden bezeichnet man im Versicherungsjargon rein finanzielle Verluste, wie sie beispielsweise durch Beratungs- oder Programmierungsfehler entstehen. "Unechte" Vermögensschäden sind eine mögliche Folge, wenn Gegenstände beschädigt oder Personen verletzt werden.

Ein Beispiel

Eine Kosmetikerin mischt eine Peeling-Creme im falschen Verhältnis an. Die Kundin erleidet schwere Hautverätzungen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Sie ist selbstständig und fordert u.a. eine Entschädigung für den Verdienstentgang.

Personenschäden

Wenn Dir in Gesundheits- und Heilberufen - etwa als Arzt, Physiotherapeutin oder Kosmetikerin - Fehler unterlaufen, können Menschen mitunter schwere Verletzungen davontragen. Dadurch entstehen sehr hohe Kosten! Die Kundin mit Hautverätzungen könnte beispielsweise Schmerzensgeld von der Kosmetikerin einfordern. Darüber hinaus können Patienten Behandlungs- und Reha-Kosten geltend machen. Im schlimmsten Fall muss eine lebenslange Rente bezahlt werden, wenn jemand einen dauerhaften Gesundheitsschaden davonträgt. Für alle diese Kosten kommt eine erweiterte Berufshaftpflichtversicherung auf.

Doch Personenschäden können nicht nur in Gesundheitsberufen entstehen. Rutscht beispielsweise ein Kunde in Deinem Geschäftslokal auf dem frisch gereinigten Parkett aus und bricht sich den Arm, dann kann er Schmerzensgeld fordern. Eine erweiterte Berufshaftpflicht, die solche Risiken abdeckt, kann daher in allen Berufen mit unmittelbarem Kundenkontakt sinnvoll sein.

Sachschäden

Sachschäden sind vor allem in Handwerks-, Bau- und Ingenieurs-Berufen ein Thema. Kleine Unachtsamkeiten oder Planungsfehler können hier oft große finanzielle Folgen haben. Ein Beispiel: Bei Renovierungsarbeiten in einem Museum fällt eine Leiter um und beschädigt ein Ausstellungsobjekt, das mehr als 50.000 Euro wert ist.

Doch auch in reinen Büroberufen bist Du vor Sachschäden nicht völlig sicher! Beispielsweise kann durch ein Leck in einer Wasserleitung in einem darunter liegenden Geschäftslokal ein Wasserschaden entstehen. In solchen Fällen greift nur eine erweiterte Berufshaftpflichtversicherung, eine reine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung ist nicht ausreichend.

Betriebshaftpflichtversicherung

Oft werden die beiden Begriffe "Berufshaftpflichtversicherung" und "Betriebshaftpflichtversicherung" synonym verwendet. Streng genommen ist das nicht ganz korrekt: Über eine Betriebshaftpflichtversicherung ist ein Unternehmen oder Gewerbebetrieb inklusive Mitarbeiter versichert. Eine "Berufshaftpflichtversicherung" schließt Du dagegen als Einzelperson ab. Doch natürlich gibt es auch Ein-Personen-Unternehmen (EPUs), ein völlig trennscharfe Unterscheidung ist daher nicht möglich.

Auf welche Punkte im Versicherungsvertrag sollte ich achten?

Oft schreiben bereits die gesetzlichen oder berufsrechtlichen Verordnungen Mindestkriterien für die Berufshaftpflicht vor. Diese Bedingungen erfüllt selbstverständlich jeder Anbieter. Gute Tarife leisten aber oft wesentlich mehr als gesetzlich vorgeschrieben ist. Achte beim Berufshaftpflicht-Vergleich daher auf die folgenden Kriterien:

Höhe der Deckungssumme

In Berufen mit Versicherungspflicht sind bestimmte Mindest-Deckungssummen gesetzlich verpflichtend. Für Rechtsanwälte sind beispielsweise 250.000 Euro vorgeschrieben. Das kann aber zu wenig sein. Vor allem wenn Du mit Groß- und Geschäftskunden oder in Gesundheitsberufen arbeitest, können sich Schäden in die Millionenhöhe belaufen.

Viele Anbieter sehen daher höhere Deckungssummen von 1 Million bis hin zu 50 Millionen vor. Schäden im zweistelligen Millionenbetrag sind jedoch sehr unwahrscheinlich. Eine Deckungssumme zwischen 3 und 5 Millionen Euro ist in der Regel ausreichend.

Selbstbeteiligung

Wie bei vielen anderen Versicherungen sind Selbstbehalte eine Möglichkeit, die Kosten einer Berufshaftpflicht zu senken. Die meisten Anbieter sehen eine pauschale Selbstbeteiligung pro Schadensfall vor - beispielsweise 750 Euro. Oft gibt es auch die Möglichkeit, einen prozentuellen Selbstbehalt zu wählen. Das birgt aber ein finanzielles Risiko. Denn bei hohen Schadenersatzforderungen können trotz Berufshaftpflichtversicherung Kosten entstehen, die ein tiefes Loch in Dein Budget schlagen. Wähle daher besser einen pauschalen Selbstbehalt in einer Größenordnung, die Du finanziell verkraften kannst.

Leistung bei grober Fahrlässigkeit

Wer im Berufsleben Fehler macht, handelt in den Worten des Gesetzgebers "fahrlässig".

  • Einfache oder leichte Fahrlässigkeit liegt vor, wenn man die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt.
  • Grobe Fahrlässigkeit bedeutet, dass man die gebotene Sorgfaltspflicht in besonders schwerem Ausmaß verletzt hat.

Jede Berufshaftpflichtversicherung leistet bei einfacher Fahrlässigkeit! Denn das ist (in den meisten Fällen) Voraussetzung dafür, dass es überhaupt zu einem Schadensfall kommen kann.

Gute Tarife greifen darüber hinaus auch bei grober Fahrlässigkeit. Das ist u.a. deshalb wichtig, weil die Unterscheidung zwischen "einfacher" und "grober" Fahrlässigkeit gesetzlich nicht genauer definiert ist und ansonsten Streitfälle mit der Versicherung vorprogrammiert sind.

Achte beim Berufshaftpflicht-Vergleich darauf, ob bestimmte Bereiche ausgenommen sind! Manche Anbieter schließen die Haftung bei grober Fahrlässigkeit z.B. in folgenden Bereichen aus:

  • Datenschutzrechtsverletzungen
  • Persönlichkeitsrechtsverletzungen
  • Urheber-, Lizenz- oder Namensrechtsverletzungen

Auslandsdeckung

Hast Du Kunden oder Geschäftspartner im Ausland? Dann prüfe beim Berufshaftpflicht-Vergleich unbedingt, ob die Versicherung auch über die Grenzen Deutschlands hinaus einspringt. Viele Versicherungen beschränken sich auf den EU-Raum. Doch gerade bei Gerichtsprozessen in fernen Ländern kommen hohe Kosten auf Dich zu.

Mitversicherung von Nebentätigkeiten

Ein wichtiger Punkt ist auch, ob etwaige Nebentätigkeiten zusätzlich zu Deinem Kerngeschäft mitversichert sind.

Ein Beispiel

Neben Deiner Tätigkeit als Rechtsanwalt bist Du zugleich als Insolvenzverwalter für ein anderes Unternehmen tätig. Oder Du übernimmst in der Kanzlei zugleich die Funktion des Datenschutzbeauftragten.

Damit Du umfassend abgesichert bist, sollte Deine Berufshaftpflicht solche Nebentätigkeiten unbedingt ausdrücklich mit einschließen.

Eigenschadendeckung

Im Normalfall leistet eine Haftpflichtversicherung nur bei Schadenersatzforderungen von Dritten. Viele Versicherer bieten als Extra in der Berufshaftpflicht aber die Mitversicherung bestimmter Eigenschäden an. Häufig handelt es sich um folgende Bereiche:

  • Schäden durch Angriffe von Hackern (Datenschutz- und Cyber-Versicherung)
  • Abwehr von Reputationsschäden
  • Untreue oder Betrug durch Mitarbeiter
  • Kosten durch Rücktritt eines Auftraggebers von einem Projekt

Nachhaftung

Manchmal kommen Schäden erst Monate oder Jahre, nachdem sie verursacht wurden, ans Tageslicht. Das kann zum Problem werden, wenn Du als Selbstständiger mittlerweile in Rente gegangen bist oder Dein Geschäft aufgegeben hast und Dein Versicherungsvertrag ruht.

Eine Nachhaftungs-Klausel schützt Dich, wenn Du erst nach Deiner beruflich aktiven Zeit mit Schadenersatzforderungen konfrontiert wirst. Besonders wichtig ist diese Klausel für Ärzte, Architekten oder Ingenieure. Ein Baumangel durch einen Planungsfehler tritt unter Umständen erst nach Jahren zu Tage. Auch die Folgen eines ärztlichen Kunstfehlers können sich oft erst Jahre später in vollem Ausmaß zeigen.

Die Zeitspanne, für die die Nachhaftung gelten soll, kann je nach Tarif von 1 bis zu 30 Jahren reichen und lässt sich oft gegen einen kleinen Aufpreis verlängern.

Wer braucht eine Berufshaftpflichtversicherung?

Bestimmte Berufsgruppen sind gesetzlich oder aufgrund berufsständischer Bestimmungen verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Andernfalls dürfen sie ihre Tätigkeit erst gar nicht ausüben. Sinnvoll ist eine freiwillige Berufshaftpflicht aber auch für viele weitere Berufsgruppen, die nicht dazu verpflichtet sind. Lediglich Angestellte und Beamte brauchen im Normalfall keine Berufshaftpflicht, weil der Arbeitgeber für sie haftet. Doch auch hier kann es Ausnahmen geben.

Im Folgenden beschreiben wir im Detail, wer eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen muss und wer eine abschließen sollte.

Berufsgruppen mit Versicherungspflicht

Rechtsanwälte

Als Rechtsanwalt brauchst Du nach § 51 der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) zwingend eine Berufshaftpflichtversicherung. Das gilt auch, wenn Du in einer Kanzlei angestellt bist! Der Gesetzgeber schreibt dabei nur eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung vor, Personen- oder Sachschäden müssen nicht zwingend versichert sein. Die Mindest-Deckungssumme pro Versicherungsfall muss dem Gesetz nach 250.000 Euro betragen.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Du in Deiner beruflichen Karriere mit Schadenersatzforderungen konfrontiert wirst: Statistisch gesehen trifft es jeden vierten Anwalt einmal jährlich. Achte auf mögliche Begrenzungen der Jahreshöchstleistung! Diese können relevant werden, wenn Du zu den statistischen Unglücksraben zählst und mehrfache Schadensfälle pro Jahr hast.

Notare

Als Notar bis Du nach § 19a der Bundesnotarordnung (BNotO) verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung zu führen. Die Mindest-Deckungssumme beträgt dabei 500.000 Euro je Schadensfall. Eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung ist in der Regel ausreichend - ähnlich wie in der Berufshaftpflicht für Rechtsanwälte.

Wichtig: Schadenersatzansprüche gegenüber Notaren verjähren erst nach 30 Jahren. Eine ausreichend lange Nachhaftung ist daher unerlässlich!

Steuerberater

Auch für Steuerberater ist eine Berufshaftpflicht gesetzlich verpflichtend (§ 67 Abs. 1 StBerG). Lediglich als angestellter oder freier Mitarbeiter brauchst Du keine Versicherung, wenn Du bereits über den Arbeitgeber oder die Partner-Gesellschaft ausreichend abgesichert bist.

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindest-Deckungssumme von 250.000 Euro. Gerade wenn Du mit Geschäftskunden arbeitest, sind jedoch wesentlich höhere Schadenssummen möglich.

Achte daher auf höhere Deckungssummen von zumindest 3 bis 10 Mio. Euro!

Wirtschaftsprüfer

Als Wirtschaftsprüfer trägst Du ein besonders hohes Risiko. Der Gesetzgeber schreibt daher eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung mit einer Mindest-Deckungssumme von 1 Mio. Euro vor (§ 54 WPO). Befinden sich unter den Mandanten auch Aktiengesellschaften, steigt die gesetzlich vorgeschriebene Deckungssumme sogar auf 4 Mio. Euro.

Ärzte

Eine Berufshaftpflichtversicherung für Ärzte schreiben die Landesärztekammern in ihren jeweiligen Berufsordnungen vor. Mindest-Deckungssummen werden dabei nicht definiert. Wichtig ist in erster Linie eine ausreichende Absicherung von Personenschäden - die meisten Anbieter sehen Deckungssummen zwischen 2 und 5 Mio. Euro vor.

Vorsicht

Auch als Medizinstudent oder Arzt im Praktikum ist eine Privathaftpflichtversicherung in der Regel nicht ausreichend!

Apotheker

Ähnlich wie für Ärzte ist für Apotheker eine Berufshaftpflichtversicherung durch die landesspezifischen Berufsordnungen verpflichtend vorgeschrieben. Das gilt zumindest für Selbstständige: Üblicherweise schließt der Apotheken-Inhaber eine Betriebshaftpflichtversicherung ab, über die auch angestellte Mitarbeiter versichert sind.

Stellst Du als Apotheker selbst Arzneimittel her, kann auch eine Produkthaftpflichtversicherung nötig sein. Viele Versicherungen bieten sie als Erweiterungsmodul zur Berufshaftpflicht an.

Architekten und Ingenieure

Eine Berufshaftpflichtversicherung ist für Architekten und Ingenieure in den meisten Bundesländern Voraussetzung, um in die jeweilige Berufskammer aufgenommen zu werden. Da Planungs- oder Beratungsfehler unter Umständen erst nach Jahren oder Jahrzehnten zu manifesten Schäden führen, solltest Du dabei unbedingt auf die Nachhaftungs-Klausel achten!

Berufsgruppen mit erhöhtem Risiko

Auch wenn Du nicht dazu verpflichtet bist, kann eine Berufshaftpflichtversicherung außerordentlich sinnvoll sein. Für folgende Berufsgruppen ist sie dringend zu empfehlen:

Unternehmensberater

Eine falsche Analyse oder versehentlich vorenthaltene Informationen können bei Großkunden Schäden in Millionenhöhe verursachen. Als Unternehmensberater ist eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung daher alles andere als Luxus!

IT-Dienstleister

Ob verlorene Daten, Server-Crash oder fehlerhafte Software: Gerade als Kleinunternehmer oder IT-Freelancer können Dich Schadenersatzforderungen von Kunden in den finanziellen Ruin treiben. Sichere Dich daher zumindest gegen Vermögensschäden ab!

Handwerker

Als selbstständiger Handwerker arbeitest Du häufig an fremdem Eigentum und trägst daher ein besonderes Risiko, Sachschäden zu verursachen. Ohne Berufshaftpflichtversicherung kosten Dich Schadenersatzforderungen im schlimmsten Fall Deine berufliche Existenz! Achte darauf, dass auch Folge- und Nebenschäden ausdrücklich versichert sind, wie etwa

  • Transport-, Be- und Entladeschäden
  • Allmählichkeitsschäden
  • Schäden durch (selbstfahrende) Arbeitsmaschinen

Heilneben- und Schönheitsberufe

Nicht nur Ärzte tragen hohe Verantwortung. Auch in Heilnebenberufen können durch Fehler und Unachtsamkeiten Menschen schwer zu Schaden kommen! Eine Berufshaftpflicht versichert Personenschäden in Berufen wie

  • Altenpfleger
  • Fußpfleger
  • Kosmetikerin
  • Nageldesigner
  • Fitnesstrainer
  • Ernährungsberater
  • Heilpraktiker
  • Psychotherapeut

Marketing- und Medienberufe

Ob Fehlberatungen, Urheber- oder Markenrechtsverletzungen, Verstoß gegen Geheimhaltungspflichten oder Verletzung von Datenschutzgesetzen: Die Liste möglicher - und kostspieliger - Fehler ist auch in Marketing- und Medienberufen lang. Zu empfehlen ist eine Berufshaftpflicht mit Schutz gegen Vermögensschäden daher u.a. für

  • Grafiker und Webdesigner
  • Journalisten
  • Webseiten-Betreiber und Blogger
  • PR-Berater
  • Fotografen

Angestellte in Leitungs- und Sonderfunktionen

Normalerweise brauchst Du als Angestellter keine Berufshaftpflichtversicherung, weil Dein Arbeitgeber für von Dir verursachte Schäden haftet.

Doch wenn Du besondere Funktionen im Unternehmen ausübst, kannst Du unter Umständen direkt in Haftung genommen werden. Das betrifft beispielsweise Mitarbeiter in leitenden Positionen (Geschäftsführer, Vorstände), Prokuristen und Datenschutz-, Sicherheits- oder Arbeitsschutz-Beauftragte. Für sie bieten die Versicherungsunternehmen oft gesonderte Tarife an, die als D&O-Versicherung (Directors & Officers) bezeichnet werden.

Wie viel kostet eine Berufshaftpflichtversicherung?

Günstige Tarife beginnen bei weniger als 10 Euro pro Monat. Doch da sich bei einer Berufshaftpflichtversicherung die Kosten immer individuell berechnen, sind auch Prämien von mehr als 100 Euro monatlich keine Seltenheit. Die Konkurrenz am Versicherungsmarkt hat mitunter einen erbitterten Preiskampf zur Folge. Gut für Dich, denn durch einen regelmäßigen Berufshaftpflicht-Vergleich kannst Du Dir oft hunderte Euro pro Jahr ersparen!

Übrigens: Als Besitzer einer Berufshaftpflichtversicherung kannst Du die Kosten steuerlich absetzen. Sie fallen in der Steuererklärung in die Kategorie "Werbungskosten".

Die maßgeblichen Faktoren für die Berechnung der Beiträge zur Berufshaftpflicht sind:

Versicherungstyp

Eine reine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung ist günstiger zu haben als eine umfassende Berufshaftpflicht, die auch Sach- und Personenschäden abdecken soll. Trotzdem solltest Du hier nicht den Sparstift ansetzen, wenn Du in Deinem Business regelmäßig Kundenkontakte hast.

Deckungssumme

Eine großzügige Deckungssumme bezahlst Du durch höhere Prämien. In der Regel reicht es, sich auf eine Deckungssumme von 3 bis 5 Millionen Euro zu beschränken. Noch höhere Deckungsbeträge machen die Berufshaftpflichtversicherung im Vergleich unnötig teuer, weil Schäden in diesem Ausmaß extrem unwahrscheinlich sind.

Selbstbeteiligung

Durch eine höhere Selbstbeteiligung reduziert sich Deine Prämie. Wähle daher eine pauschale Selbstbeteiligung in einer Höhe, die Du gut verkraften kannst, z.B. 1.000 Euro. Sinn und Zweck der Berufshaftpflicht ist, dass Du gegen hohe, existenzbedrohende Schadenersatzforderungen abgesichert bist.

Anzahl der Mitarbeiter

Falls Du Mitarbeiter beschäftigst, benötigst Du eine Betriebshaftpflichtversicherung. Sie ist teurer ist als eine Berufshaftpflichtversicherung für Einzelunternehmer. Achtung, eine Anstellung zusätzlicher Mitarbeiter musst Du in der Regel melden!

Umsatz

Viele Anbieter bemessen die Höhe der Prämie auch am Umsatz. Das sorgt für eine faire Preisgestaltung und stellt sicher, dass sich jeder Unternehmer die Prämien leisten kann.

Vertragslaufzeit

Treue belohnen viele Versicherungsunternehmen durch Preisnachlässe. Schließt Du einen Vertrag über 3 bis 5 Jahre ab, wird die Berufshaftpflichtversicherung im Vergleich zu einem 1-Jahres-Vertrag günstiger. Eine sehr lange Vertragslaufzeit kann aber auch nachteilig sein, denn Du bist an den Anbieter gebunden, auch wenn günstigere Tarife auf den Markt kommen.

Zahlungsrhythmus

Es ist meist günstiger, den Versicherungsbeitrag einmal jährlich zu bezahlen anstatt monatlich oder vierteljährlich.

Rabatte

Bei einigen Anbietern erhalten Berufseinsteiger attraktive Rabatte oder Sonderkonditionen: beispielsweise um 50 Prozent vergünstigte Prämien oder den Verzicht auf einen Selbstbehalt. Achte beim Berufshaftpflichtversicherung-Vergleich darauf, ob Du Dir diese Extras durch eine überdurchschnittlich lange Vertragslaufzeit "erkaufst"!

FAQs

Wie viel kostet eine Berufshaftpflichtversicherung?

Eine günstige Berufshaftpflichtversicherung kostet für viele Selbstständige weniger als 10 Euro monatlich. Die Prämie steigt mit

  • der Höhe der Deckungssumme
  • dem Jahresumsatz
  • der Anzahl an Mitarbeitern
  • dem Umfang der Versicherung (nur Vermögensschäden oder Mitversicherung von Sach- und Personenschäden)

Umgekehrt sinken die Kosten durch

  • eine höhere Selbstbeteiligung
  • eine längere Vertragsdauer
  • eine jährliche anstatt monatliche Zahlungsweise

Wie viel kostet eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Wie viel eine Betriebshaftpflichtversicherung kostet, hängt maßgeblich ab vom

  • Umfang der Versicherung
  • der Deckungssumme
  • der Größe des Unternehmens (Umsatz und / oder Anzahl der Mitarbeiter)
Ein Kostenbeispiel

Eine Rechtsanwalts-Kanzlei mit 10 Mitarbeitern zahlt bei einem bestimmten Anbieter ca. 18 Euro monatlich für die Betriebshaftpflichtversicherung. Für eine Großkanzlei mit mehreren Inhabern und rund 100 Mitarbeitern steigt die Prämie bei der gleichen Versicherungsgesellschaft auf 120 Euro monatlich.

Was ist in der Haftpflicht versichert?

In der Haftpflicht-Versicherung sind üblicherweise Schadenersatzforderungen bei Sachschäden, Personenschäden oder Vermögensschäden versichert. Die Versicherung zahlt an den Geschädigten Geld, wenn Du als Versicherungsnehmer diese Schäden verursacht hast.

  • Sachschäden sind Schäden am Eigentum von anderen Personen.
  • Personenschäden entstehen, wenn Menschen verletzt oder getötet werden.
  • Vermögensschäden bedeuten, dass jemand einen rein finanziellen Verlust erlitten hat.

Zusätzlich ist in der Haftpflicht meist ein sogenannter passiver Rechtsschutz eingeschlossen. Das heißt, dass die Versicherung Schadenersatzansprüche prüft und diese abwehrt, wenn sie ungerechtfertigt sind.

Was deckt die Betriebshaftpflicht ab?

Die Betriebshaftpflicht deckt Schäden ab, die vom Inhaber oder von Mitarbeitern eines Unternehmens im Rahmen der Geschäftstätigkeit verursacht wurden. Je nach Versicherungstyp sind folgende Arten von Schäden eingeschlossen:

  • Finanzielle Schäden bei Kunden oder Geschäftspartnern (reine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung)
  • Sach-, Personen- und Vermögensschäden (erweiterte Betriebshaftpflichtversicherung)

Zusätzlich sind bei manchen Polizzen auch bestimmte Eigenschäden (z.B. durch Hacker-Angriffe) gedeckt.