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Handyversicherung: Vergleich der Anbieter

Eine Handyversicherung erspart Dir viel Ärger, wenn Du versehentlich ein Getränk über Dein neues Smartphone kippst oder es Dir geklaut wird. Für wen eine Handyversicherung sinnvoll ist und auf welche Details im Versicherungsvertrag es ankommt, haben wir hier für Dich zusammengefasst.

Welche Handyversicherung ist im Vergleich die beste?

Handyversicherungen boomen - Du kannst sie bei unzähligen Anbietern abschließen und oft werden sie Dir direkt im Handyladen angeboten. Unterschreibe aber nicht gleich den erstbesten Vertrag! Denn dann bezahlst Du womöglich eine überhöhte Prämie für schlechte Leistungen.

Nutze lieber den kostenlosen Online-Vergleichsrechner, um in ein paar Sekunden die beste Handyversicherung zu finden. Das geht ganz einfach: Wähle die Preisklasse Deines Handys aus und gib an, welche grundlegenden Bedingungen die Handyversicherung erfüllen soll: Willst Du eine Versicherung mit Diebstahlschutz? Mit oder ohne Selbstbehalt? Du erhältst sofort eine Auswahl geeigneter Anbieter, in der Du Leistungen und Preise übersichtlich aufgelistet findest.

Was ist eine Handyversicherung?

Eine Handyversicherung ist eine Art Schutzbrief für Dein Smartphone: Geht es durch ein Missgeschick kaputt oder wird es Dir gestohlen, dann ist der Schaden durch die Handyversicherung gedeckt. Sie erstattet Dir entweder die Reparaturkosten oder die Kosten für ein neues Handy - bei einer Versicherung ohne Selbstbehalt sogar in voller Höhe. Dafür bezahlst Du eine geringe monatliche Prämie.

Für wen ist eine Handyversicherung sinnvoll?

Smartphones werden von Generation zu Generation besser und kosten nicht selten ein kleines Vermögen. Trotzdem sind sie Alltagsgegenstände und damit jeder Menge Gefahren ausgesetzt: Einmal die Wasserflasche nicht gut zugeschraubt - schon hat die empfindliche Elektronik einen Wasserschaden. Oder das Gerät rutscht Dir aus der Hand, während Du mit Einkaufstaschen und Schlüssel jonglierst.

So einen Moment der Unachtsamkeit bezahlst Du teuer: Schon die Reparatur eines Display-Schadens kostet rasch 300 Euro oder mehr. Und fällt Dir das Handy einmal ins WC und wird unbrauchbar, spülst Du womöglich mehr als 1.000 Euro die Toilette hinunter.

Eine Handyversicherung abschließen sollte daher jeder, der sein hochwertiges Smartphone vor unvermeidbaren Gefahren schützen will. Nur für sehr betagte Geräte wird sich eine Handy-Versicherung nicht mehr lohnen.

Was sind die häufigsten Schäden bei Handys?

Schadensursachen (in %)

Am weitaus häufigsten werden den Handyversicherungen übrigens Display-Schäden gemeldet. Schon einen Sturz aus geringer Höhe überleben viele Geräte nicht ohne Sprünge oder Touchscreen-Defekte. Wasserschäden sind nur für rund 6 Prozent aller Versicherungsfälle verantwortlich. Zu den sonstigen Schadensursachen zählen unter anderem Brände, Kurzschlüsse, Überspannungsschäden beim Laden oder auch Bedienungsfehler durch den Besitzer. Zudem sind wertvolle Smartphones ein beliebtes Diebesgut - rund 5 Prozent aller Versicherungsfälle gehen auf Diebstahl zurück.

Welche Schäden deckt eine Handyversicherung ab?

Mit einer Versicherung für das Handy sind Bruchschäden (Displayschäden) und Wasserschäden als häufigste Schadensursachen standardmäßig abgedeckt. Was zusätzlich versichert ist, kann von Anbieter zu Anbieter variieren. Ein genauer Vergleich lohnt sich: Oft bietet Dir schon eine günstige Handyversicherung ein recht umfassendes Leistungspaket. Umgekehrt muss die teuerste nicht immer die beste Handyversicherung sein!

Basisleistungen

Bruchschäden

Das Handy fällt zu Boden und geht kaputt: Das ist der typische Schadensfall, bei dem eine Smartphone-Versicherung einspringt. Meistens ist in solchen Fällen das Display beschädigt, manchmal wird auch das Gehäuse in Mitleidenschaft gezogen. Die Handyversicherung erstattet Dir in diesen Fällen die Reparaturkosten oder kommt bei schweren Schäden für ein neues Handy auf.

Wasserschäden

Wasser tut empfindlicher Elektronik gar nicht gut. Leider kann es rasch passieren, dass das Handy ins Klo fällt oder ins Waschbecken rutscht. Flüssigkeitsschäden sind mit einer Smartphone-Versicherung standardmäßig abgedeckt. Doch Vorsicht: Nicht immer sind witterungsbedingte Schäden eingeschlossen, etwa weil Du draußen in einen Wolkenbruch geraten bist.

Optionale Zusatzleistungen

Diebstahl und Raub

Du kannst Dein Handy zusätzlich gegen Diebstahl und Raub versichern lassen. Wenn Du auf diese Zusatzleistung Wert legst, dann achte darauf, in welchen Fällen die Handyversicherung genau greift: Manchmal ist nur ein sogenannter "Einbruchdiebstahl" versichert, d.h. wenn Dir das Handy aus dem versperrten Auto oder der versperrten Wohnung gestohlen wird. Schlagen die Langfinger draußen auf der Straße zu und entwenden Dir das Handy aus der Tasche, handelt es sich dagegen um einen "einfachen Diebstahl". Von Raub spricht man, wenn Dir das Handy unter Gewaltanwendung oder -androhung weggenommen wird.

Beachte, dass die Handyversicherung nur greift, wenn Du gewisse Sicherheitsregeln eingehalten hast: In Menschenmengen, beispielsweise einer vollbesetzten U-Bahn, trägst Du das Smartphone am besten direkt am Körper oder in einer verschlossenen Tasche bei Dir. Hat man Dir das Handy aus der offenen Hosentasche geklaut, kann sich die Smartphone-Versicherung weigern zu zahlen.

Kurzschlüsse und Überspannungsschäden

Meistens sind mit einer Handy-Versicherung auch Schäden durch Kurzschlüsse oder Überspannungen versichert. Zu Überspannungsschäden kann es kommen, wenn Du Dein Handy während eines Gewitters auflädst. Auch Kurzschlüsse, etwa durch ein defektes Haushaltsgerät, können während des Ladevorgangs Defekte hervorrufen.

Brand- und Hitzeschäden

Die meisten Versicherungen schließen Schäden ein, die durch Brände oder große Hitzeeinwirkungen zustande kommen. Das musst nicht unbedingt ein Wohnungsbrand sein. Oft wird es dem Handy schon zu heiß, wenn Du es an einem Hochsommertag in der prallen Sonne liegen lässt.

Bedienungsfehler

Ein weiterer optionaler Zusatzbaustein sind Bedienungsfehler, die zu einem Software-Absturz oder zu Hardware-Schäden führen. Damit ist selbstverständlich nicht rohe Gewaltanwendung gemeint. Aber es kann Dir beispielsweise passieren, dass Du unabsichtlich ein paar wichtige Systemdateien löscht. Die Handyversicherung kommt dann für die Reparatur bzw. Software-Aktualisierung auf.

Beschädigungen durch Dritte

Manche Versicherungen zahlen sogar dann, wenn jemand anderer Dein Handy kaputt gemacht hat. Denn Du kannst Dich nicht darauf verlassen, dass Dir der Verursacher den Schaden ersetzt! Vielleicht weißt Du nicht einmal, wen Du zur Verantwortung ziehen solltest. Eine leistungsstarke Handyversicherung ersetzt Dir in dieser Situation den Schaden.

Verlust

Falls Du regelmäßig etwas liegen lässt, kann es sich lohnen, den Verlust des Handys mitversichern zu lassen. Um Versicherungsbetrug vorzubeugen, bezahlst Du in diesen Fällen meist einen kleinen Selbstbehalt aus eigener Tasche.

Akkuschäden, Displayschäden oder Touchscreen-Defekte

Es muss nicht immer ein Sturz oder ein Wasserschaden sein - manchmal gehen Akku, Display, Touchscreen oder andere Komponenten auch "einfach so" kaputt. Innerhalb der normalen Garantiezeit sind solche Schäden durch den Hersteller gedeckt. Falls der Defekt erst später auftritt, bezahlst Du die Reparatur normalerweise aus eigener Tasche. Eine gute Handyversicherung greift Dir in solchen Fällen unter die Arme.

Wofür kommt die Smartphone-Versicherung nicht auf?

Auch die beste Handyversicherung übernimmt leider nicht alle Schäden, die bei einem Smartphone auftreten können. Nicht gedeckt sind in den meisten Fällen:

Vorsätzliche oder grob fahrlässige Schäden

Bei absichtlich herbeigeführten Schäden hast Du selbstverständlich keinen Anspruch auf Versicherungsleistungen. Unter grob fahrlässig ist zu verstehen, dass Du die normalen, zumutbaren Sicherheitsvorkehrungen nicht einhältst. Wenn Du das Handy beispielsweise offen am Tisch liegen lässt, während Du im Café auf die Toilette gehst, wäre das grob fahrlässig.

Bagatellschäden

Eine Smartphone-Versicherung leistet nur dann, wenn das Handy wegen des Schadens nicht mehr funktionsfähig ist. Reine Schönheitsfehler wie Kratzer oder Schrammen sind mit einer Versicherung für das Handy nicht abgedeckt, solange Du es noch normal benutzen kannst.

Normale Abnutzungserscheinungen

Auch typische Alterungserscheinungen sind nicht im Versicherungsschutz eingeschlossen. Die Handyversicherung greift nur dann, wenn der Schaden durch ein plötzliches Ereignis entstanden ist.

Schäden durch nicht autorisierte Reparaturen

Wenn Du eine Versicherung für ein Smartphone abschließt, solltest Du es nie ohne Rücksprache zur Reparatur geben und auch nicht selbst daran herumbasteln. Dadurch kannst Du den Versicherungsschutz verlieren! Erkundige Dich bei der Handyversicherung, wer Reparaturen und andere Service-Leistungen durchführen darf.

Welche Vertragsdetails sollte ich bei der Handyversicherung beachten?

Wie gut eine Handyversicherung im Vergleich abschneidet, hängt nicht nur von ihrem Leistungsumfang ab, sondern auch von ein paar weiteren Vertragsdetails. Das sind die wichtigsten Punkte, auf die Du achten solltest:

Wartezeit oder Sofortschutz

Viele Versicherungsverträge beinhalten eine sogenannte Wartezeit oder Sperrfrist. Während dieser Zeit hast Du noch keinen Anspruch auf Leistungen. Dadurch wollen sich die Anbieter vor Versicherungsbetrug schützen - das heißt, dass jemand die Handyversicherung erst abschließt, nachdem schon ein Schaden entstanden ist. Üblich ist eine Wartezeit von 4 Wochen. Manche Versicherungen bieten aber auch einen Sofortschutz an.

Häufig hängen Wartezeiten vom Alter des Handys ab: Schließt Du die Versicherung für ein Smartphone spätestens 14 Tage nach dem Kauf ab, ist es bei einigen Anbietern sofort geschützt. Bei einem älteren Handy gilt hingegen eine Wartezeit. Es ist daher günstig, wenn Du Dich sofort nach dem Kauf um eine Handyversicherung kümmerst!

Selbstbeteiligung

Eine Selbstbeteiligung ist ein fixer Kostenanteil von beispielsweise 50 oder 100 Euro, den Du im Schadensfall selbst bezahlst. Der Vorteil: Die Handyversicherung wird dadurch günstiger. Der Nachteil einer Smartphone-Versicherung mit Selbstbehalt ist natürlich, dass Du nicht den gesamten Schaden ersetzt bekommst. Manchmal beschränkt sich ein Selbstbehalt auch nur auf bestimmte Schadensfälle, etwa auf Diebstahl oder Verlust.

Ersatz von Neuwert oder Zeitwert

Wieviel Dir die Handyversicherung im Schadensfall auszahlt, hängt davon ab, ob der Neuwert oder der Zeitwert des Handys versichert ist. Unter dem Zeitwert versteht man den jeweils aktuellen Wert zum Zeitpunkt des Schadens. Da Elektronik leider rasch an Wert verliert, kann der Zeitwert schon nach 2 bis 3 Jahren nur noch einen Bruchteil des Neuwerts ausmachen. Eine leistungsstarke Handyversicherung ersetzt Dir unabhängig vom Alter des Geräts den Neuwert, wenn eine Reparatur nicht mehr möglich ist.

Falls nur der Zeitwert versichert ist, dann achte darauf, ob Du im Versicherungsvertrag sogenannte Zeitwerttabellen findest. Sie definieren, wie sich der Zeitwert genau berechnet. Du bekommst beispielsweise nach einem halben Jahr 80 Prozent und nach einem vollen Jahr 60 Prozent des Neuwerts erstattet.

Mindestlaufzeit

Falls es Dich in den Fingern juckt, sobald ein neues Smartphone-Modell angekündigt wird, solltest Du keine Handyversicherung abschließen, die Dich lange bindet. Manche Verträge sehen eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten vor. Besser ist es, wenn sie maximal 1 Jahr beträgt.

Was kostet eine gute Handyversicherung?

Eine günstige Handyversicherung bekommst Du - je nach Anbieter - schon ab 2 Euro monatlich! Premium-Versicherungspakete mit sehr umfangreichen Leistungen können auch mit 10 bis 20 Euro zu Buche schlagen. Wieviel Dir die Versicherung für das Handy kostet, hängt vor allem von folgenden Faktoren ab:

  • Selbstbeteiligung: Nimmst Du einen Selbstbehalt in Kauf, dann reduziert sich dafür die monatliche Prämie.
  • Neupreis des Handys: Je teurer Dein Handy war, desto teurer ist auch die Handyversicherung. Klar, denn die Versicherung muss Dir im Schadensfall ja auch mehr bezahlen.
  • Leistungsumfang: Mit einer günstigen Basis-Versicherung ist das Handy vor den häufigsten Schadensursachen geschützt. Willst Du zusätzliche Gefahren versichern, wird die Prämie etwas teurer.

Aber: Zwischen den einzelnen Anbietern gibt es bei ähnlichem Leistungsumfang mitunter große Preisunterschiede! Vergleiche die Tarife daher unbedingt, denn die beste Handyversicherung sollte Dir ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Wie funktioniert die Schadensabwicklung?

Es ist schon ärgerlich genug, wenn das Smartphone plötzlich unbrauchbar ist. Damit Du im Schadensfall rasch an Dein Geld kommst oder das Handy umgehend repariert wird, solltest Du

  • Meldefristen beachten: Oft musst Du den Schaden schon innerhalb weniger Tage melden, damit die Handyversicherung greift!
  • Diebstahl bei der Polizei anzeigen: Wird Dir das Handy gestohlen, dann solltest Du der Versicherung eine polizeiliche Anzeige vorweisen.
  • Schäden dokumentieren: Mache nach Möglichkeit Fotos von Deinem beschädigten Handy, um den Schaden zu belegen. Günstig ist es auch, wenn Du Zeugen für den Vorfall angeben kannst.
  • Kaufbeleg und IMEI-Nummer bereithalten: Bewahre unbedingt den Kaufbeleg auf und notiere Dir die sogenannte IMEI-Nummer Deines Handys. Du brauchst diese Nummer auch, um das Handy nach einem Diebstahl sperren zu lassen.

Was weiter zu tun ist, wird Dir die Versicherung erklären. Manchmal musst Du das Handy einschicken, manchmal reichen bereits Fotos als Schadensbeleg. Falls das Smartphone noch zu reparieren ist, wird Dir die Versicherung einen Vertragspartner nennen, der Dein Handy wieder instand setzt.