Ingenieur-Studium: Unis, Stipendien & Karriere

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Ingenieurwesen studieren - auf einen Blick
Welche Richtung passt?Acht große Fachrichtungen – von Bauingenieurwesen bis Medizintechnik.Der Vergleich steht weiter unten, mit Link in den jeweiligen Artikel.
Brauche ich einen NC?Teils: 278 von 963 Bachelor haben einen NC, 685 sind zulassungsfrei.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?1.738 Studiengänge an 209 Hochschulen in 181 Städten.963 Bachelor, 741 Master, 34 mit anderem Abschluss.
Wie lange dauert es?Meist 6 oder 7 Semester bis zum Bachelor.Die Spanne reicht von 3 bis 16 Semestern; die langen Varianten sind berufsbegleitende Fernstudiengänge.
Was verdienst Du damit?7.384 € brutto im Monat auf der obersten Erfahrungsstufe.Technische Forschung und Entwicklung, Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024. Das ist kein Einstiegsgehalt.
Inhalt10 Abschnitte
  1. Wo kann ich Ingenieurwesen studieren?
  2. Welche Hochschule passt zu Dir?
  3. Wie läuft das Studium ab?
  4. Welche Fachrichtungen gibt es?
  5. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  6. Was kannst Du mit einem Ingenieurstudium werden?
  7. Was verdienst Du mit Ingenieurwesen?
  8. Ingenieurwesen und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
  9. Das Ingenieurwesen-Studium in Zahlen
  10. Häufige Fragen

Wo kann ich Ingenieurwesen studieren?

Ingenieurwesen kannst Du in ganz Deutschland studieren, meist in Präsenz an der Hochschule, häufig auch dual mit Praxisphasen im Betrieb und seltener im Fernstudium. Auch beim Zugang sieht es für Dich gut aus, denn die meisten Bachelor-Studiengänge haben keinen NC.

Diese Hochschulen sind Werbepartner von myStipendium. Die vollständige, unabhängige Liste steht im Link unter der Tabelle.
1
IU Internationale Hochschule
Engineering (B.Eng.)
IU Internationale Hochschule · Fernstudium
  • Bachelor of Engineering, Fernstudium
  • ortsunabhängig, 6 Semester Regelstudienzeit
  • ohne Numerus clausus
ohne NC
2
Euro-FH
Maschinenbau (B.Eng.)
Euro-FH · Fernstudium
ohne NC
3
IU Internationale Hochschule
Mechatronik (B.Eng.)
IU Internationale Hochschule · Fernstudium
ohne NC
4
AKAD University
Elektrotechnik (B.Eng.)
AKAD University · Fernstudium
ohne NC
5
Wilhelm Büchner Hochschule
Fahrzeugtechnik (B.Eng.)
Wilhelm Büchner Hochschule · Fernstudium
ohne NC
Du siehst 5 von 1.738 Studiengängen. Alle Studiengänge ansehen →

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026; gezählt sind alle Studiengänge, die „Ingenieur“ oder „Engineering“ im Namen tragen – Maschinenbau, Elektrotechnik oder Fahrzeugtechnik ohne dieses Wort im Namen sind hier nicht mitgezählt und haben eigene Artikel.

So kannst Du Ingenieurwesen studieren
Studiengänge nach Studienform
1.334
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
315
dual
Studium mit Praxisphasen im Unternehmen
94
im Fernstudium
ortsunabhängig, oft neben dem Beruf

Welche Hochschule passt zu Dir?

Für Dein Ingenieur-Studium kannst Du zwischen Universität, Technischer Hochschule und Fachhochschule wählen. An Universitäten und Technischen Universitäten liegt der Schwerpunkt stärker auf Theorie und Forschung, an Fachhochschulen und Technischen Hochschulen arbeitest Du früher im Labor und im Betrieb. Für die Berufsbezeichnung macht das keinen Unterschied, denn Ingenieurin oder Ingenieur nennen darf sich, wer ein einschlägiges technisch-naturwissenschaftliches Studium abgeschlossen hat. Das regeln die Ingenieurgesetze der Bundesländer, und der Hochschultyp spielt dabei keine Rolle.

Vielleicht kennst Du noch den Diplom-Ingenieur, denn so hieß der Abschluss bis zur Umstellung auf Bachelor und Master. Unterschieden wurde dabei zwischen Diplom-Ingenieur (Universität) und Diplom-Ingenieur (FH). Ein Diplom-Ingenieur-Studium findest Du heute nur noch vereinzelt, in unserer Datenbank taucht das Diplom als Abschluss aber weiterhin auf.

Wenn Du Ingenieurwesen dual studieren möchtest, schließt Du einen Vertrag mit einem Betrieb. Von den 1.738 Studiengängen, die wir gefunden haben, laufen 315 dual. Du bist dann bei einem Unternehmen angestellt, bekommst dafür Geld und wechselst zwischen Hochschule und Betrieb. Die Duale Hochschule Baden-Württemberg gehört mit 25 Studiengängen zu den größten Anbietern im Fach. Wie ein duales Studium abläuft, erklären wir Dir im Artikel duales Studium.

Auch ein Fernstudium ist im Ingenieurwesen gut möglich, denn wir haben 94 Studiengänge gefunden. Fernstudiengänge sind hier also keine Randerscheinung, und die Wilhelm Büchner Hochschule steht mit 34 Studiengängen auf Platz vier aller Hochschulen im Fach, gleichauf mit der TU München. Du studierst ortsunabhängig und fährst nur zu Prüfungen. Mehr dazu erfährst Du in unserem Artikel Fernstudium.

Wie läuft das Studium ab?

Die Fächer unterscheiden sich je nach Fachrichtung, das Gerüst ist aber überall ähnlich. Du beschäftigst Dich mit Mathematik und Naturwissenschaften, mit technischen Grundlagen und Produktentstehung sowie mit Wirtschaft und Recht. Wenn Du Ingenieurwissenschaften studieren willst, solltest Du vor allem bereit sein, zu rechnen, zu konstruieren, zu prüfen und Deine Ergebnisse zu begründen.

Semester 1 bis 2: Grundlagen
Analysis, Lineare Algebra, Physik, Technische Mechanik oder Elektrotechnik, Werkstoffkunde, Informatik. Diese Fächer entscheiden, wie gut Du durchkommst – viele Hochschulen bieten vor dem ersten Semester einen Mathematik-Vorkurs an.
Semester 3 bis 4: Vertiefung
Konstruktion, Messtechnik, Simulation, Laborübungen. Hier wählst Du Deinen Schwerpunkt.
Praxisphase
Praxissemester, Projektarbeit oder – im dualen Studium – die festen Phasen im Betrieb.
Bachelorarbeit
Ein eigenes Thema, oft mit einem Unternehmen oder Institut. Danach trägst Du den Bachelor of Engineering oder den Bachelor of Science.
Master und Promotion
Der Master vertieft Deine Richtung oder wechselt sie. Auch die Promotion steht als Abschluss in unserem Bestand.

Die Regelstudienzeit der Bachelor reicht in unserer Datenbank von 3 bis 16 Semestern, am häufigsten sind 6 und 7 Semester. Lass Dich von den langen Varianten nicht abschrecken, denn das sind berufsbegleitende Fernstudiengänge, bei denen Du weniger Kurse pro Semester belegst.

Am Ende Deines Studiums steht meist der Bachelor of Engineering oder der Bachelor of Science, nach dem Master der Master of Engineering oder der Master of Science. In unserer Datenbank gibt es daneben auch andere Abschlüsse. Manche Studiengänge führen zum Bachelor of Arts, Bachelor of Business Administration, Master of Arts, Master of Business Administration, Master of Business Engineering, Master of Education, zum Diplom, zur Promotion oder zu einem Zertifikat.

Welche Fachrichtungen gibt es?

Ein einheitliches Ingenieurstudium gibt es nicht. Wenn Du Ingenieur studieren willst, entscheidest Du Dich zuerst für eine Fachrichtung und erst danach für eine Hochschule. Dabei helfen Dir zwei Fragen weiter, nämlich ob Du lieber ein Bauwerk oder ein Produkt verantworten möchtest und ob Dich reine Technik reizt oder Technik zusammen mit Betriebswirtschaft.

BauingenieurwesenBrücken, Gebäude, Kanalnetze, Bahnstrecken. Du rechnest Tragwerke, planst Bauabläufe und haftest dafür, dass sie halten.Bauwerk statt ProduktStatik und BaustoffeZum Artikel → MaschinenbauDie breiteste Richtung: Mechanik, Werkstoffe, Thermodynamik, Konstruktion. Von hier aus stehen Dir die meisten Spezialisierungen offen.breiter EinstiegKonstruktion und ProduktionZum Artikel → ElektrotechnikStrom, Signale, Schaltungen, Regelungstechnik – von der Energieversorgung bis zur Mikroelektronik. Rechenlastig, dafür überall gefragt.viel MathematikEnergie und ElektronikZum Artikel → WirtschaftsingenieurwesenTechnik plus Betriebswirtschaft. Du übersetzt zwischen Entwicklung, Einkauf und Vertrieb – und gehst technisch weniger tief als die reinen Richtungen.Technik und BWLEinkauf, Vertrieb, ProjekteZum Artikel → UmweltingenieurwesenWasser, Abfall, Luftreinhaltung, erneuerbare Energien. Technik für Aufgaben, die per Gesetz geregelt sind – entsprechend viel Recht steckt im Studium.Technik und Umweltrechtnah am BauingenieurwesenZum Artikel → FahrzeugtechnikAntrieb, Fahrwerk, Karosserie, Elektronik. Eine Spezialisierung des Maschinenbaus mit klarer Branche dahinter.Vertiefung des MaschinenbausAutomobil und ZuliefererZum Artikel → VerfahrenstechnikStoffe umwandeln: Chemieanlagen, Lebensmittel, Pharma, Recycling. Du denkst in Prozessen statt in Bauteilen.Chemie im StudiumAnlagen und ProzesseZum Artikel → MedizintechnikGeräte für Diagnose und Therapie. Technik trifft Medizin und Zulassungsrecht – ohne Dokumentation geht hier nichts.Technik und Medizinviel RegulierungZum Artikel →

Maschinenbau und Elektrotechnik sind die beiden Grundrichtungen, auf deren Grundlagenfächer auch Fahrzeugtechnik, Medizintechnik und Automatisierungstechnik zurückgreifen. Falls Du Dich noch nicht festlegen magst, raten wir Dir zu einer breit angelegten Richtung. Maschinenbau deckt die meisten technischen Grundlagen ab, und Wirtschaftsingenieurwesen hält Dir zusätzlich den kaufmännischen Weg offen.

Vielleicht ist Dir in der Tabelle oben aufgefallen, dass alle fünf Hochschulen, die dort für Infomaterial werben, ausgerechnet Wirtschaftsingenieurwesen als Fernstudium anbieten. Das sagt etwas über den Markt der Fernhochschulen aus, aber nichts darüber, welche Richtung zu Dir passt. Die vollständige Liste aller Studiengänge findest Du über den Link unter der Tabelle.

Euro-FH
Maschinenbau (B.Eng.) neben dem Job studieren
Euro-FH · Fernstudium · ohne NC

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Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Als Voraussetzungen für Dein Ingenieurstudium brauchst Du an der Universität in der Regel das Abitur, an der Fachhochschule reichen die Fachhochschulreife oder ein fachgebundenes Abitur. Auch ohne Abitur ist der Weg ins Studium möglich. Falls Dir Deine Abiturnote Sorgen macht, kann Dich das beruhigen, denn bei rund sieben von zehn Bachelor-Studiengängen spielt sie gar keine Rolle.

Die drei Wege zum Studienplatz
Zwei Wege ins Vollzeitstudium, dazu dual oder fern
1. Ohne Zulassungsbeschränkung einschreiben
685 der 963 Bachelor im Bestand sind ohne Zulassungsbeschränkung. Dort zählt Deine Note nicht.
2. Über die Abiturnote, wo die Hochschule beschränkt
Abi-Durchschnitt für Ingenieure: 278 Bachelor sind zulassungsbeschränkt. Eine feste Grenze fürs Fach gibt es nicht. Ein Numerus clausus entsteht jedes Semester neu aus Bewerberzahl und Plätzen und gilt nur für diesen einen Studiengang an dieser einen Hochschule. Werte aus alten Tabellen sagen Dir für Deine Bewerbung nichts.
3. Dual oder im Fernstudium
315 duale Studiengänge und 94 Fernstudiengänge stehen im Bestand. Für alle, die nicht Vollzeit studieren wollen, ist das duale Studium im Ingenieurbereich der Normalweg.

Manche Hochschulen verlangen zusätzlich ein Vorpraktikum im Betrieb oder ein Eignungsgespräch. Was für Deinen Wunschstudiengang gilt, findest Du in dessen Studien- und Prüfungsordnung. Wenn Du danach einen Master machen möchtest, brauchst Du einen fachlich passenden Bachelor.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Meister, staatlich geprüfte Techniker oder Aufstiegsfortbildung, etwa zum Fachwirt der IHK: allgemeiner Hochschulzugang nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz von 2009
  • Mindestens zweijährige Berufsausbildung plus Berufspraxis: unter bestimmten Bedingungen fachgebunden in ein passendes Studium
  • Fachhochschulreife oder fachgebundenes Abitur: reicht an der Fachhochschule
  • Die Einzelheiten regelt jedes Bundesland selbst - frag vor der Bewerbung bei der Hochschule nach
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Mathematik und Physik - zwei Semester lang durchhalten. Wer im ersten Jahr wenig Mathematik erwartet, hat es zäh
  • Neugier auf Technik - wissen wollen, warum etwas funktioniert, nicht nur dass es funktioniert. Wer lieber mit Menschen arbeitet, tut sich schwer
  • Projektarbeit im Team - Software, Zahlen und Zeichnungen machen Dir nichts aus
  • Geduld mit Protokollen, Normen und Dokumentation - und Freude an Aufgaben mit festen richtigen und falschen Lösungen
AKAD University
Elektrotechnik (B.Eng.) ohne NC studieren
AKAD University · Fernstudium

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Was kannst Du mit einem Ingenieurstudium werden?

Als Ingenieurwissenschaften-Absolvent arbeitest Du selten in einem Beruf, der genauso heißt wie Dein Studiengang. Üblich ist der umgekehrte Weg, denn Du studierst eine Fachrichtung und gehst danach in eine Funktion. Wenn Du Ingenieur werden willst, wählst Du also zuerst die Fachrichtung und erst danach das Aufgabenfeld. Die sieben Aufgabenfelder, die am häufigsten vorkommen, haben wir Dir hier zusammengestellt.

Forschung und EntwicklungDu entwirfst Produkte oder Verfahren und steuerst den Weg bis zur Fertigung: Werkstoffe auswählen, Prototypen bauen, testen, dokumentieren.Prototypen und TestsIndustrie und Institute
KonstruktionDu übersetzt eine Idee in Maße, Werkstoffe und Zeichnungen – heute als dreidimensionales CAD-Modell.CADnah am Produkt
Produktion und FertigungDu planst Anlagen und Abläufe und hältst Termine, Kosten und Qualität zusammen.Werk und LinieSchichtbetrieb möglich
QualitätssicherungAls Qualitätsingenieurin oder Qualitätsingenieur entwickelst Du Prüfkonzepte, gehst Fehlern nach und führst Audits durch.Prüfpläne und AuditsAuto, Maschinenbau, Medizintechnik
Projekt- und BauleitungDu führst Termine, Budget und Beteiligte zusammen – im Bauwesen auf der Baustelle, in der Industrie im Projektteam.früh Verantwortungviel Kommunikation
Technischer VertriebDu erklärst erklärungsbedürftige Technik, rechnest Angebote und betreust Kunden. Ein klassischer Weg für Wirtschaftsingenieure.Technik und Kundenkontakt
IngenieurpädagogikTechnische Fachrichtung plus Pädagogik: Du unterrichtest an Berufs- und Fachschulen. Der Abschluss heißt Master of Education.Berufsschule statt IndustrieMaster of EducationZum Artikel →

Ein Studium Entwicklungsingenieur gibt es an keiner Hochschule. Wenn Du nach einem Entwicklungsingenieur-Studium suchst, wählst Du deshalb Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik oder Fahrzeugtechnik. Hast Du eines davon studiert, gehst Du danach in die Entwicklungsabteilung. Mit dem Studium Qualitätsingenieur ist es genauso, denn die Qualitätssicherung ist eine Abteilung und kein eigener Studiengang. Was Dich in Forschung und Entwicklung konkret erwartet, beschreibt das BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit, und zwar von der Werkstoffauswahl über den Prototyp bis zur Dokumentation für Fertigung und Vertrieb.

Wie groß das Feld ist, haben wir ebenfalls bei der Bundesagentur für Arbeit nachgesehen, und in der Berufsgruppe Technische Forschung und Entwicklung zählt sie bundesweit 214.710 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Das ist ein großer Arbeitsmarkt, in dem Du Dich später bewegst.

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Was verdienst Du mit Ingenieurwesen?

Ingenieur-Studium: Gehalt nach Erfahrungsstufe
Berufsgruppe 271 Technische Forschung und Entwicklung, brutto im Monat, Stand 2024
Fachkraft
6.297 €
Spezialist
6.345 €
Experte
7.384 €

Zwischen Fachkraft und Spezialist liegen nur 48 € im Monat. Der große Sprung kommt erst auf der Expertenstufe, also der obersten der vier Anforderungsebenen in dieser Statistik. Die 7.384 € aus der Kachel ganz oben solltest Du deshalb nicht als Einstiegsgehalt verstehen. Auf derselben Stufe beginnt das untere Viertel der Gehälter bei 5.863 €.

Andere Ingenieurfelder im Vergleich
Brutto im Monat, dieselbe Quelle, Stand 2024
Technische Forschung und EntwicklungBerufsgruppe 271
7.384 €
Technische ProduktionsplanungBerufsgruppe 273
7.200 €
Maschinenbau- und BetriebstechnikBerufsgruppe 251
6.976 €
Mechatronik und AutomatisierungBerufsgruppe 261
6.484 €

Als wir die Fachrichtungen verglichen haben, ist uns aufgefallen, dass der Abstand zwischen ihnen kleiner ist als der Abstand innerhalb einer Fachrichtung. Zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Feld liegen 900 €, zwischen Fachkraft und Experte im selben Feld dagegen 1.087 €. Deine Erfahrungsstufe entscheidet also stärker über Dein Gehalt als die Frage, welche der acht Richtungen Du studierst.

Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024.

Ingenieurwesen und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: In Teilen, denn Konstruktion, Berechnung und Simulation gelten inzwischen als weitgehend automatisierbar, doch wenn Du Projekte verantwortest und Kunden betreust, bist Du deutlich besser aufgestellt. Wir haben dazu beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen, das für jeden Beruf berechnet, welcher Anteil der Kerntätigkeiten heute schon von Maschinen und Software übernommen werden könnte. Beim Forschungs- und Entwicklungsingenieur sind es 16 von 20.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Entwicklungsingenieur
16 von 20
Kerntätigkeiten automatisierbar
Konstruktion, Simulation und Messtechnik
Konstruktionsingenieur
8 von 11
Kerntätigkeiten automatisierbar
2013 lag der Wert bei 38 %
Projektingenieur
7 von 16
Kerntätigkeiten automatisierbar
Konstruktion, Fertigung und Kalkulation
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Forschungs- und Entwicklungsingenieur/in“, „Konstruktionsingenieur/in“ und „Projektingenieur/in“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Das gilt in der Entwicklung als ersetzbar. Beim Forschungs- und Entwicklungsingenieur zählt das IAB Konstruktion, Simulation, Mess- und Regeltechnik, Elektronik und Automatisierungstechnik zu den Tätigkeiten, die Software heute schon übernehmen könnte. Forschung, Entwicklung, Projektmanagement und Technische Mechanik bleiben dagegen beim Menschen. Ähnlich sieht es beim Konstruktionsingenieur aus, bei dem CAD, Berechnungen und Simulation als automatisierbar gelten, Entwicklung und Arbeitsvorbereitung aber nicht. Sein Wert ist von 38 Prozent im Jahr 2013 auf 73 Prozent gestiegen, und diesen Anstieg solltest Du kennen, wenn Dich die Konstruktion reizt.

Und wie sieht es in Projekten, in der Qualitätssicherung und in der Lehre aus? Beim Projektingenieur sind es 7 von 16 Kerntätigkeiten, weil das IAB Projektierung, Machbarkeitsanalysen, Change-Management, Kundenbetreuung und Qualitätsmanagement nicht für ersetzbar hält. Der Qualitätsingenieur kommt auf 50 Prozent, da sich Prüfverfahren automatisieren lassen, während Audits und die Weiterentwicklung von Qualitätsstandards beim Menschen bleiben. Falls Du später unterrichten möchtest, sieht es in der Ingenieurpädagogik mit 11 Prozent besonders gut aus, denn dort gilt lediglich die Lernzielkontrolle als ersetzbar.

Was das für Deine Wahl der Richtung bedeutet. Zwischen den Fachrichtungen sind die Abstände kleiner als zwischen den Funktionen, denn Ingenieure für Mechatronik, Maschinenbau und Elektrotechnik liegen beim IAB zwischen 58 und 75 Prozent. Beim Gehalt weiter oben ist es ähnlich, dort macht die Erfahrungsstufe mehr aus als die Fachrichtung. Wenn Du früh Verantwortung für Projekte übernimmst, arbeitest Du in dem Teil des Berufs, den das IAB als schwer ersetzbar einstuft. Das Institut weist selbst darauf hin, dass ein hoher Wert noch keinen Stellenabbau bedeutet und ein niedriger keine Garantie ist, dass sich an der Arbeit nichts ändert.

Das Ingenieurwesen-Studium in Zahlen

55.791
Studierende
im ganzen Fach Ingenieurwesen allgemein, Wintersemester 2025/26
23,4 %
davon Frauen
in Ingenieurwesen allgemein
1,3 %
arbeitslos
Beruf Technische Forschung und Entwicklung, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 55.791 Studierenden in Ingenieurwesen allgemein:
32 %68 %
17.629
an Universitäten
38.162
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?14.201 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Technische Forschung und Entwicklung“ (214.710 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 7.384 €
5.863 €untere 25 % daruntermehrobere 25 % ohne Angabe
Anders gesagt: ein Viertel verdient weniger als 5.863 €, die Mitte liegt bei 7.384 €. Wie viel das obere Viertel verdient, weist die Bundesagentur nicht aus: es liegt über der Grenze, bis zu der Gehälter an die Sozialversicherung gemeldet werden. Mit einer Berufsausbildung statt Studium liegt die Mitte in derselben Berufsgruppe bei 6.297 €.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024

Häufige Fragen

Was muss man studieren, um Ingenieur zu werden?
Du studierst eine der ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen, etwa Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Umweltingenieurwesen, Fahrzeugtechnik, Verfahrenstechnik oder Medizintechnik, um nur die großen zu nennen. Die Berufsbezeichnung Ingenieur ist geschützt, und führen darf sie nur, wer ein einschlägiges technisch-naturwissenschaftliches Studium abgeschlossen hat. Das regeln die Ingenieurgesetze der Bundesländer.
Was braucht man, um Ingenieur zu werden?
Du brauchst ein Zeugnis, das Dich an die Hochschule lässt, also Abitur, Fachhochschulreife oder eine berufliche Qualifikation, und dazu Ausdauer in Mathematik und Physik. Technisches Vorwissen aus der Schule hilft Dir, Pflicht ist es aber nicht. Manche Studiengänge verlangen außerdem ein Vorpraktikum im Betrieb.
Kannst Du die Voraussetzungen für ein Ingenieur-Studium auch ohne Abitur erfüllen?
Ja, das geht. Wenn Du Meister, staatlich geprüfter Techniker oder Absolvent einer Aufstiegsfortbildung bist, hast Du nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz von 2009 den allgemeinen Hochschulzugang. Mit mindestens zweijähriger Ausbildung und Berufspraxis kommst Du fachgebunden in ein passendes Studium. Die Umsetzung ist allerdings Ländersache und unterscheidet sich deutlich, deshalb lohnt sich ein Blick auf die Regeln in Deinem Bundesland.
Wie lange dauert das Ingenieur-Studium und was gilt als Regelstudienzeit?
Das Studium zum Ingenieur dauert im Bachelor meist 6 oder 7 Semester. In unserer Datenbank reicht die Spanne von 3 bis 16 Semestern, wobei die langen Varianten berufsbegleitende Fernstudiengänge sind. Wenn Du danach noch einen Master machst, kommt dessen Regelstudienzeit obendrauf.
Heißt es Ingenieurstudium, Ingenieursstudium oder Ingenieurwesen-Studium?
Alle diese Schreibweisen meinen dasselbe. Nebeneinander laufen Ingenieurstudium, Ingenieursstudium, Ingenieurwesen-Studium, Ingenieurwissenschaft-Studium und Ingenieurwissenschaften-Studium, und an den Hochschulen heißt der Oberbegriff meist Studium Ingenieurwissenschaften. Auch Studium Ingenieurwesen, die Kurzform Ing-Studium, die Variante Ingenieurswesen und die Tippfehler Ingeneur beziehungsweise Ingeneur-Studium führen Dich zu denselben Studiengängen. Wir haben uns auf dieser Seite für die Schreibweise Ingenieur-Studium entschieden.
Wie werde ich Entwicklungsingenieur?
Ein Studium Entwicklungsingenieur gibt es nicht, der Weg dorthin ist aber trotzdem klar. Du studierst Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik oder Fahrzeugtechnik, sammelst im Praxissemester und in der Abschlussarbeit Entwicklungserfahrung und bewirbst Dich danach in der Entwicklungsabteilung. Jede dieser Richtungen ist für Dich also ein Entwicklungsingenieur-Studium im Wortsinn.
Ingenieurpädagogik-Studium – was ist das?
Im Ingenieurpädagogik-Studium verbindest Du eine technische Fachrichtung mit Pädagogik. Es führt Dich an berufliche Schulen statt in die Industrie und schließt mit dem Master of Education ab, den wir auch in unserer Datenbank gefunden haben. Am KIT in Karlsruhe heißt der Studiengang ausdrücklich Ingenieurpädagogik für Ingenieurinnen und Ingenieure, also ein Studium für Ingenieure, die unterrichten wollen. Die Hochschule Offenburg bietet ihn gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg an.
Ingenieurstudium finden: Wie fange ich an?
Wir raten Dir, zuerst die Fachrichtung zu wählen, dann die Studienform, also Vollzeit, dual oder Fernstudium, und erst danach die Hochschule. Die Liste aller 1.738 Studiengänge erreichst Du über den Link unter der Tabelle am Anfang dieser Seite. Dort kannst Du auch gezielt nach Studiengängen ohne Zulassungsbeschränkung filtern.
Mit welchem Gehalt kannst Du nach dem Ingenieur-Studium rechnen?
Im Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit haben wir für Technische Forschung und Entwicklung auf der Expertenstufe 7.384 € brutto im Monat gefunden, und das untere Viertel beginnt dort bei 5.863 €. Auf der Stufe Fachkraft sind es 6.297 €. Alle Werte gelten für Deutschland, Stand 2024.
Quellen

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